Levitikus Lev 1. Kap.: Auslegung, Kommentar und Andacht zur Bibel
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch Levitikus Lev 1. Kap
Zu Levitikus Lev 1. Kap
Levitikus 1 beschreibt die Vorschriften für Brandopfer, die Israeliten als Zeichen der Hingabe an Gott darbringen sollten. Es wird detailliert erklärt, welche Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen oder Tauben) erlaubt sind und wie sie geopfert werden müssen. Das Opferritual symbolisiert die völlige Hingabe des Menschen an Gott, da das Tier vollständig auf dem Altar verbrannt wird.
Theologisch weist das Kapitel auf die Notwendigkeit der Versöhnung hin: Der Opfernde legt seine Hand auf das Tier, um symbolisch seine Sünden darauf zu übertragen. Dies zeigt, dass Sühne nur durch ein stellvertretendes Opfer möglich ist, was im Neuen Testament auf das Opfer Jesu Christi hinweist. Das Brandopfer erinnert somit an Gehorsam, Hingabe und die Heiligkeit Gottes.
Lev 1,1-17: Das Brandopfer
Lev 1:1: Und der HERR rief Mose, und er redete zu ihm aus der Stiftshütte und sprach:
Rituale helfen
Der Inhalt vom Buch Levitikus besteht aus Anordnungen für priesterlichen Dienst, v.a. Rituale und Opfervorschriften. Gott benutzte die Form des Opfers (v.a. Tieropfer), um sein Volk im Glauben zu unterweisen. Die Absicht hinter Gottes Gesetzen und Opfern war, zu einer echten Hingabe zu führen. Die Anbetung Gottes wurde da in festen Ritualen vollzogen. Was sind unsere konkreten Alltagsrituale, in denen Gottes Gegenwart in unser Leben hineinragt und in denen wir uns von Gottes Geist bestimmen lassen?
Anmerkung: die Tieropfer sind uns heute fremd. Damals aber hatten sie eine tiefe Bedeutung: Wenn die Menschen sahen, wie das Opfertier getötet wurde, ging ihnen die Bedeutung ihrer Sünde und Schuld auf. Wenn wir nun den Gekreuzigten, das Opferlamm Gottes, sehen, schauen wir ebenso auf unsere Schuld
Lev 1:2: Rede zu den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn jemand von euch dem HERRN eine Opfergabe darbringen will, so sollt ihr eure Opfergabe vom Vieh darbringen, und zwar vom Rind und vom Kleinvieh.
Das Brandopfer
Das erste Opfer, das Gott beschreibt, ist das Brandopfer. Ein Mensch, der gesündigt hatte, brachte einem Priester ein fehlerloses Tier. Der Mensch legte seine Hand auf den Kopf des Tieres als Zeichen dafür, dass er sich vollständig mit dem Tier als seinem Stellvertreter gleichsetzte. Dann tötete er das Tier und der Priester versprengte das Blut. Sinnbildlich übertrug der Mensch seine Sünden auf das Tier und so wurden seine Sünden weggenommen. Schließlich wurde das Tier auf dem Altar verbrannt, was die vollständige Hingabe dieses Menschen an Gott bedeutete. Am wichtigsten ist, dass diese Opfer auf den Tag hinwiesen, an dem das Lamm Gottes Jesus Christus sterben und ein für alle Mal die Sünde besiegen würde.
Lev 1:3: Ist seine Opfergabe ein Brandopfer vom Rind, so soll er ein makelloses männliches Tier darbringen; zum Eingang der Stiftshütte soll er es bringen, damit es ihn wohlgefällig mache vor dem HERRN.
Makelos
Dies weist wunderbar auf das vollkommene, endgültige Opfer und die Sühne Jesu Christi hin. Jesus erfüllte diesen Standard vollkommen, indem er ein sündloses und reines Opfer ohne Makel war.
Er soll es aus freien Stücken darbringen
Gott wollte nicht, dass das Opfer des Brandopfers erzwungen wird. Jedes Tier musste freiwillig angeboten werden. Dies veranschaulicht das Prinzip, dass Gott will, dass unsere Herzen ihm frei gegeben werden.
Lev 1:4: Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers stützen, so wird es ihm wohlgefällig angenommen und für ihn Sühnung erwirken.
Es genügte nicht, dass das Opfer nur starb
Der Sühneempfänger musste sich aktiv mit dem Opfer identifizieren. Genauso reicht es nicht zu wissen, dass Jesus für die Sünden der Welt gestorben ist. Derjenige, der sein Sühnopfer empfangen möchte, muss „die Hand ausstrecken“ und sich mit Jesus identifizieren.
Lev 1:5: Dann soll er das junge Rind vor dem HERRN schächten; die Söhne Aarons aber, die Priester, sollen das Blut darbringen und es ringsum an den Altar sprengen, der vor dem Eingang der Stiftshütte steht.
Lev 1:6: Er aber soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen;
Die Haut abziehen
Wann sollten wir uns denn abtöten, wenn nicht immer da, wo uns etwas gegen die Natur geht? Wir müssen dem Opfer die Haut abziehen, wenn wir wollen, daß es Gott wohlgefällig sei. So mußte es im Alten Bunde mit jedem Opfertier geschehen, bevor es Gott dargebracht wurde. Auch unser Herz ist erst dann so recht geeignet, der göttlichen Majestät als Dankopfer dargebracht und geschenkt zu werden, wenn es die alte Haut, d.h. die schlechten Gewohnheiten, Neigungen und Abneigungen, die überflüssigen Anhänglichkeiten an unser eigenes Ich und unseren Eigenwillen abgelegt hat. Franz von Sales
Lev 1:7: und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf dem Altar machen und Holz aufschichten über dem Feuer.
Lev 1:8: Auf das Holz aber über dem Feuer, das auf dem Altar ist, sollen die Priester, die Söhne Aarons, die Fleischstücke legen, dazu den Kopf und das Fett;
Lev 1:9: seine Eingeweide aber und seine Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
Ein süßer Duft dem Herrn
Dies wird für alle Aspekte des Brandopfers gesagt. Die Sühne für die Sünde und das Geben von allem gefiel Gott im Gehorsam gegenüber Gottes Anweisung, wie ein süßer Duft die Sinne erfreut. Die Bibel sagt uns ausdrücklich, dass Jesus Christus dieses Opfer mit seiner eigenen Opfergabe erfüllte, indem er Gott vollkommen gefiel, indem er sein Leben am Kreuz niederlegte.
Lev 1:10: Wenn aber seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, so bringe er ein makelloses männliches Tier von den Lämmern oder Ziegen zum Brandopfer dar.
Lev 1:11: Und er soll es an der nördlichen Seite des Altars vor dem HERRN schächten, und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen;
Lev 1:12: er aber zerlege es in seine Stücke, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf dem Holz aufschichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist.
Lev 1:13: Aber die Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
Lev 1:14: Soll aber seine Brandopfergabe für den HERRN aus Geflügel bestehen, so bringe er seine Opfergabe von Turteltauben oder von jungen Tauben dar.
Lev 1:15: Diese soll der Priester zum Altar bringen und ihr den Kopf abkneifen und sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; ihr Blut aber soll an der Wand des Altars ausgedrückt werden.
Lev 1:16: Den Kropf aber samt dem Unrat soll er entfernen und ihn auf den Aschenhaufen werfen, neben dem Altar nach Osten.
Lev 1:17: Sodann soll er sie an den Flügeln einreißen, aber nicht abtrennen, und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Holz über dem Feuer; es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
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