Christliche Andachten

Haggai Hag 1. Kap.: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Haggai Hag 1. Kapitel

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Hag 1,1-11: Baut endlich den Tempel

Hag 1,1: Im zweiten Jahr des Königs Darius, am ersten Tag des sechsten Monats, erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai an Serubbabel, den Sohn Schealtiels, den Statthalter von Juda, und an Jeschua, den Sohn Jozadaks, den Hohenpriester.

Inhalt Kapitel 1

In Haggai Kapitel 1 ruft Gott den Propheten Haggai auf, das Volk Israel zu ermutigen, den Tempel wieder aufzubauen. Es ist eine Aufforderung, die Prioritäten wieder richtig zu setzen und Gottes Haus über ihre eigenen Häuser zu stellen. Diese Passage erinnert daran, wie wichtig es ist, Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen und seine Pläne über unsere eigenen zu stellen. Es ist eine Einladung, unser Leben zu prüfen und sicherzustellen, dass unsere Handlungen und Entscheidungen im Einklang mit Gottes Willen stehen. Haggais Botschaft ist zeitlos und ermutigt uns, unsere Prioritäten zu überdenken und unserem Glauben treu zu bleiben.

Hag 1,2: So spricht der Herr der Heerscharen: Dieses Volk sagt: Es ist noch nicht die Zeit, zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen!

Niederlegen der Arbeit

Trotz des glorreichen Anfangs wurde die Arbeit nach zwei Jahren eingestellt, versunken in Entmutigung und entgleist durch mangelnde Konzentration. Als Haggai prophezeite, wurde das Fundament des Tempels gelegt und der Altar wieder aufgebaut, aber der Tempel war noch nicht wieder aufgebaut. Das Volk entschuldigte sich geistlich. Sie konnten sich nicht gegen die Idee aussprechen, den Tempel zu bauen, also sprachen sie sich gegen seinen Zeitplan aus . Sie sagten: Es ist nicht Gottes Zeitplan, den Tempel wieder aufzubauen

Hag 1:3: ‭Da erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai folgendermaßen:

Hag 1:4: ‭Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmern liegt?

Falsche Prioritäten

Die Leute sagten, dass es nicht an der Zeit sei, den Tempel wieder aufzubauen, aber ihre Taten sagten, dass es an der Zeit sei, in hübsch wiederaufgebauten Häusern zu leben. Das Problem waren einfach falsch geordnete Prioritäten. Sie waren damit zufrieden, die Sache des Herrn auf Kosten ihres Komforts leiden zu lassen. Stattdessen hätten sie keine Ruhe spüren sollen, bis das Werk Gottes so erfolgreich war wie ihr persönliches Leben, und sie hätten genauso bereit sein sollen, für das Werk Gottes Opfer zu bringen, wie sie es für ihren persönlichen Komfort und Luxus waren.

Prioritäten setzen

In Haggai 1,4 geht es darum, wie die Leute ihre eigenen Häuser bauen, während der Tempel Gottes noch zerstört ist. Das zeigt, dass sie ihre eigenen Interessen über die Gottes stellen. Die Botschaft ist zeitlos: Prioritäten setzen. Es ist einfach, sich von materiellen Dingen ablenken zu lassen, aber Gott ruft dazu auf, zuerst sein Reich zu suchen. Diese Passage erinnert uns daran, unsere Prioritäten zu überdenken und sicherzustellen, dass wir Gott an die erste Stelle setzen in unserem Leben.

Tägliche christliche Andacht

Hag 1,5: Und nun, so spricht der Herr der Heerscharen: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege!

Achtet auf eure Wege

Diese Aufforderung ist eine persönliche Erinnerung daran, dass unsere Handlungen und Entscheidungen Konsequenzen haben. Es ist eine Einladung, innezuhalten und zu reflektieren, ob unsere Prioritäten im Einklang mit Gottes Willen stehen. Es ermutigt uns, unsere Wege zu prüfen und sicherzustellen, dass sie von Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Hingabe geprägt sind. Diese Worte rufen uns dazu auf, unser Leben und unsere Entscheidungen bewusst zu gestalten und uns stets daran zu erinnern, dass unsere Wege vor Gott liegen.

Denke über deine Wege nach

Die hebräische Redewendung für diesen Satz lautet wörtlich „Lege dein Herz auf deine Straßen“. Haggai fordert Gottes Volk auf, darüber nachzudenken, in welche Richtung sich ihr Leben entwickelt hat und ob sie wirklich wollten, dass es so weitergeht.

Hag 1,6: Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm; und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel!

Wirkungslose Aktivität

Wenn unsere Prioritäten falsch sind, wird uns nichts zufrieden stellen. Jede Errungenschaft offenbart bald, dass es noch etwas mehr geben muss, etwas, das wirklich befriedigen kann. Nichts füllt die von Gott geformte Leere in unserem Leben, außer Ihn an die erste Stelle zu setzen.

Ich kenne keine Stelle in der Bibel, die die fieberhafte, aber wirkungslose Aktivität unserer Zeit besser beschreibt. Boice

Hag 1,7: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege!

Hag 1,8: Geht auf das Bergland und holt Holz und baut das Haus! Dann werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der Herr.

Nochmals – Achtet auf eure Wege

Es kommt eine zweifache Aufforderung Gottes. Er sagt in Haggai 1,5: Richtet euer Herz auf eure Wege., und in Vers 7 noch einmal Richtet euer Herz auf eure Wege. Beim ersten Mal verbindet er es mit der Aufforderung, zurückzublicken. Schaut einmal, was euch eure eigenen Anstrengungen eingebracht haben. Hat es euch wirklich weitergebracht? Ihr habt für eure irdischen Interessen gerackert, aber es ist nicht wirklich was dabei herausgekommen. Es ist alles vergänglich. Und dann fordert er sie auf, nach vorne zu blicken. Er sagt: Arbeitet für meine Interessen, baut das Haus. Auch jetzt macht es Sinn. Es erfreut und verherrlicht mich.

Es war Zeit für Gottes Volk, damit anzufangen, sich darum zu kümmern, Ihm zu gefallen, statt sich selbst. An ihren schönen Häusern und ihrem wohlhabenden Leben erfreuten sie sich und wurden verherrlicht; nun war der Herr an der Reihe.

Hag 1,9: Ihr habt viel erwartet, doch siehe, es wurde wenig daraus; und brachtet ihr es heim, so blies ich es weg! Warum das? So spricht der Herr der Heerscharen: Um meines Hauses willen, das in Trümmern liegt, während jeder von euch eilt, um für sein eigenes Haus zu sorgen!

Hag 1:10: ‭Darum hat der Himmel über euch seinen Tau zurückgehalten, und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten.

Zurück gehaltener Tau

Der Tau, der zurückgehalten wird, symbolisiert den Mangel an göttlichem Segen und die Trockenheit, die das Leben ohne Gottes Priorität kennzeichnet. Es ist eine Mahnung, dass wahre Erfüllung und Segen nur gefunden werden können, wenn Gott an erster Stelle steht. Diese Verse erinnern uns daran, dass unsere Prioritäten im Einklang mit Gottes Willen sein sollten, damit wir seinen Segen und seine Führung in unserem Leben erleben können.

Hag 1:11: ‭Und ich habe die Dürre gerufen über das Land und über die Berge, über Korn, Most und Öl und über alles, was der Erdboden hervorbringt, auch über Menschen und Vieh und über alle Arbeit der Hände.

Ich habe die Dürre gerufen

Gott kündigt eine Dürre an, die das Land und die Ernten beeinträchtigen wird, als Strafe für die Priorisierung weltlicher Belange über spirituelle. Diese Dürre soll die Menschen zum Umdenken und zur Rückkehr zu Gott anregen. Persönlich könnte man dies interpretieren als die Erkenntnis, dass Vernachlässigung der geistlichen Bedürfnisse in unserem Leben zu geistlicher Dürre führen kann, die unsere Beziehung zu Gott und anderen beeinträchtigt. Es erinnert uns daran, die Prioritäten richtig zu setzen und Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen.

Hag 1,12-15: Ein neuer Anfang

Hag 1:12: ‭Da hörten Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und der ganze Überrest des Volkes auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, weil der Herr, ihr Gott, ihn gesandt hatte; und das Volk fürchtete sich vor dem Herrn.

Hag 1,13: Da sprach Haggai, der Bote des Herrn, im Auftrag des Herrn zum Volk: Ich bin mit euch!, spricht der Herr.

Ich bin mit euch

Diese Worte ermutigen uns, dass Gott immer an unserer Seite ist, besonders in Zeiten der Herausforderung und des Zweifels. Sie erinnern uns daran, dass wir niemals allein sind, sondern dass Gott uns führt und unterstützt, wenn wir uns entschließen, seinem Willen zu folgen. Diese Verheißung ist eine Quelle der Hoffnung und des Trostes, die uns ermutigt, standhaft zu bleiben und unserem Glauben treu zu bleiben, selbst wenn die Umstände schwierig erscheinen.

Gott ist da

Gott war da, um sie zu ermutigen und zu stärken für die Arbeit. Er bevollmächtigt und ermutigt uns immer, das zu tun, was er befiehlt.

Hag 1,14: Und der Herr erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiels, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes, sodass sie kamen und die Arbeit am Haus des Herrn der Heerscharen, ihres Gottes, in Angriff nahmen.

Und der Herr erweckte

Dies betont die göttliche Unterstützung und Inspiration, die das Volk Israel erhielt, um den Wiederaufbau des Tempels zu beginnen. Es zeigt auch, wie gemeinsame Anstrengungen und Gottes Wirken zusammenkommen, um ein wichtiges Werk zu vollbringen. Diese Verse ermutigen dazu, in schwierigen Zeiten auf Gottes Führung und Kraft zu vertrauen und gemeinsam für eine heilige Sache einzutreten.

Hag 1:15: ‭und zwar am vierundzwanzigsten Tag des sechsten Monats, im zweiten Jahr des Königs Darius.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu Haggai


Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Haggai Hag 1. Kapitel


Hag 1

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.