Exodus Ex 3. Kap.: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Exodus Ex 3. Kap.

Zu Ex 3. Kap.

In Exodus Kapitel 3 begegnet Mose Gott im brennenden Dornbusch, einer heiligen Offenbarung. Gott offenbart sich als „Ich bin, der ich bin“ und beauftragt Mose, das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu führen. Diese Szene symbolisiert Gottes Allmacht und ewige Gegenwart. Für mich zeigt dieser Moment die Bedeutung des Gehorsams und Vertrauens in Gottes Plan. Trotz eigener Zweifel und Ängste wird Mose zum Führer auserwählt, was verdeutlicht, dass Gott oft gewöhnliche Menschen für außergewöhnliche Aufgaben beruft. Diese Passage erinnert mich daran, dass Gottes Wege oft unergründlich sind, doch unser Vertrauen in seine Führung uns durch jede Herausforderung leiten kann.

Ex 3,1-22: Gott gibt Moses einen Auftrag

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu Ex 3,1-22

Ex 3,1: ‭Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.

Ex 3,2: ‭Da erschien ihm der Engel des Herrn in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt.

Erscheinung Gottes im Dornbusch

In Exodus 3,2 begegnet Moses dem brennenden Dornbusch, der nicht verbrennt. Diese Erscheinung ist ein kraftvolles Symbol für Gottes Gegenwart. Für mich persönlich zeigt dieser Moment, dass Gott auf außergewöhnliche Weise in unser Leben eingreifen kann, auch wenn wir uns in der Einöde oder in schwierigen Situationen befinden. Der brennende Busch, der nicht verzehrt wird, erinnert mich daran, dass Gottes Kraft unerschöpflich und seine Liebe unendlich ist. Er sieht unsere Nöte und ist bereit, uns auf besondere Weise zu begegnen. Dieser Vers ermutigt mich, offen für Gottes Wirken zu sein und in schwierigen Zeiten auf seine übernatürliche Hilfe zu vertrauen.

Ex 3:3: ‭Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt!

Dornbusch als Bild des Kreuzes

Wir können aber auch sagen, dass der brennende Dornbusch ein Bild des Kreuzes war. Das hebräische Wort, das verwendet wird, um diesen Busch zu beschreiben, kommt von dem Wort stecken oder stechen, was einen Dornenbusch oder Brombeerstrauch bedeutet. Wir können an das Kreuz denken – wo Jesus, mit Dornen gekrönt, die Feuer des Gerichts erduldete und doch nicht von ihnen verzehrt wurde – und an das Kreuz erinnert werden, wenn wir den brennenden Dornbusch betrachten.

Gott hatte die Israeliten nicht vergessen

Er wusste, was zu tun war. Dieses Tun beginnt mit Moses. Er kam beim Hüten der Schafe absichtslos zum Berg Horeb. Mose hört vollkommen unerwartet und unvorbereitet wie er gerufen wird und antwortet schlicht: Ja Herr! Kein Erschrecken über einen Dornbusch, der brennt und nicht verbrennt oder über die unheimliche Stimme aus dem Busch. Moses Antwort zeigt Spannung, Neugierde, Offenheit und Bereitschaft für die Stimme Gottes. Wir sollten uns beim Lesen der Bibel oder bei unerwarteten Begegnungen diese Haltung als Vorbild nehmen, um immer neu etwas von Gott zu erfahren und bereit zu sein, nach seinem Willen zu handeln.

Mose begegnet Gott in einem brennenden Dornbusch.

Wo sind deine Orte, wo du Gott begegnest? Sicher im Gebet, im Empfang der Sakramente, in der Stille einer Kirche u.v.m. Immer wieder geschieht Gottesbegegnung  offensichtlich, manchmal unbemerkt auch an ganz anderen Orten. Gott lässt sich keine Grenzen setzen. Das Heilige ist überall, wenn wir die Augen dafür offen halten. So vieles kann zum brennenden Dornbusch werden u.a. eben auch deine Ängste. Gott gibt nicht nur Zeiten der Freude, sondern auch Zeiten der Angst, um darin unser Vertrauen zu stärken, sich darin uns zu offenbaren. Gott segne dich und diesen Tag.

Wo entdecke und begegne ich Gott?

Die Erzählung vom brennenden Dornbusch im Alten Testament macht deutlich, dass Gott sich sogar im unscheinbaren Busch verbergen kann. Im Letzten ist es wohl eine Frage der Wahrnehmung, ob man Gott auch tatsächlich dort entdeckt, wo er sich zeigt – oder auch versteckt. Das heißt: Mit welchem Blick schaue ich auf die Wirklichkeit, die mir begegnet? Sehe ich nur das wirklich Sichtbare, also das, was ich mit meinen Augen objektiv erkennen und mit Worten beschreiben kann? Oder sehe und erkenne ich Gott? Zacharias Heyes

Die Erde ist mit Himmel vollgepackt, und jeder gewöhnliche Busch brennt mit Gott – aber nur der, der es sieht, zieht die Schuhe aus. Die anderen sitzen herum und pflücken Brombeeren. Elisabeth Barret-Browning

Ex 3:4: ‭Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich!

Moses, Moses

Gottes erste Worte an Moses nannten ihn beim Namen. Dies zeigt, dass, obwohl Moses jetzt ein obskurer, vergessener Hirte auf der Rückseite der Wüste war, Gott wusste, wer er war, und Moses für Gott wichtig war. Der doppelte Ruf (Moses, Moses!) implizierte Wichtigkeit und Dringlichkeit, so wie Gott Abraham rief, Abraham! (Gen 22:11), Samuel, Samuel! (1 Sam 3:10), Simon, Simon (Lk 22:31), Martha, Martha (Lk 10:41 ) und Saul, Saul (Apg 9:4).

Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich!

Dieser Moment zeigt, wie Gott jeden Einzelnen von uns persönlich kennt und anspricht. Moses antwortet: „Hier bin ich.“ Dies symbolisiert Offenheit und Bereitschaft, Gottes Ruf zu folgen, trotz eigener Unsicherheiten oder Zweifel. Es erinnert uns daran, dass Gott uns oft in unerwarteten Momenten und Situationen begegnet. Diese Begegnung ist der Beginn einer tiefen Beziehung, in der Gott uns Aufgaben gibt, die größer sind als wir selbst, und uns gleichzeitig die Kraft verleiht, diese zu erfüllen.

Ex 3:5: ‭Da sprach er: Tritt nicht näher heran! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land!

Zieh deine Schuhe aus

Das Ablegen der Sandalen zeigte eine angemessene Demut , denn die Ärmsten und Bedürftigsten haben keine Schuhe, und die Diener gingen normalerweise barfuß. Es erkannte auch die unmittelbare Gegenwart Gottes an. In vielen Kulturen zieht man seine Schuhe aus, wenn man jemandes Haus betritt, und jetzt war Moses in Gottes „Haus“, einem Ort seiner unmittelbaren Gegenwart.

Um nach außen für Gott wirken zu können, muss ich innerlich bei ihm sein. Wenn ich nicht in dem verborgenen Heiligtum seiner Gegenwart bin, werde ich bald in meinem Dienst ermatten. Viele scheitern an dieser Klippe. Wir sind immer der Gefahr ausgesetzt, im Getriebe unseres Verkehrs mit den Menschen und in der Aufregung der Diensttätigkeit aus dem Ernst und der Ruhe der Gegenwart Gottes herauszutreten. In diesem Punkt ist sorgfältige Wachsamkeit nötig.

Wenn wir diese heilige Geistesstimmung verlieren, die in den „unbeschuhten Füßen“ ihren Ausdruck findet, so wird unser Dienst sehr bald geistlos und fruchtleer werden. Wenn wir unserer Arbeit erlauben, sich zwischen unser Herz und den Herrn zu drängen, so wird sie von geringem Wert sein. Nur wenn wir Christus genießen, werden wir ihm in wirksamer Weise dienen können. Nur wenn das Herz in seiner Nähe bleibt, sind die Hände fähig, seinem Namen in wohlgefälliger Weise zu dienen.

Bloße Füße

Mit bloßen Füßen spüren wir Menschen den Grund, auf dem wir stehen. Wir sind „geerdet“ und zugleich verletzlicher, spüren deutlicher, wo und über was wir gehen. Die Sinne sind wach, das Gehen muss behutsam und sachte geschehen, sonst läuft man Gefahr, sich zu verletzen. Biblisch ist ein Rechtsanspruch mit dem Ausziehen der Sandalen verknüpft. Wenn Mose dem Befehl nachkommt und seine Schuhe auszieht, „akzeptiert er, auf diesem Boden der Begegnung mit Gott kein Besitzrecht zu haben und barfuß, gleich einem Diener, in Anspruch genommen werden zu können

Wo du stehst, ist heiliges Land!

Diese Aufforderung zeigt die Heiligkeit und Majestät Gottes. Es erinnert mich daran, dass es Momente im Leben gibt, in denen wir uns bewusst machen müssen, dass wir in der Gegenwart des Heiligen stehen. Das Ausziehen der Schuhe symbolisiert Demut und Respekt. Es bedeutet, unsere alltäglichen Sorgen und weltlichen Gedanken abzulegen, um ganz in Gottes Gegenwart einzutreten. Diese Passage fordert mich auf, innezuhalten, zu reflektieren und Gott in meinem Alltag Raum zu geben.

Ex 3:6: ‭Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs! Da verbarg Mose sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

Ich bin der Gott deines Vaters

Diese Worte sind zutiefst bedeutungsvoll. Gott erinnert Mose an die Verbindung mit seinen Vorfahren und betont seine Treue über Generationen hinweg. Für mich zeigt dieser Vers, dass Gott persönlich und beständig ist. Er kennt die Geschichte meiner Familie und mein Leben. Diese Verheißung von Beständigkeit und Treue gibt mir Trost und Zuversicht, besonders in unsicheren Zeiten. Es erinnert mich daran, dass ich Teil einer größeren Geschichte bin, und dass Gott auch in meinem Leben präsent und aktiv ist, wie er es bei Mose war.

Ex 3:7: ‭Und der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten sehr wohl gesehen, und ich habe ihr Geschrei gehört über die, welche sie antreiben; ja, ich kenne ihre Schmerzen.

Ich habe ihr Geschrei gehört

Diese Worte sind für mich ein starkes Zeichen von Gottes Mitgefühl und Engagement. Sie zeigen, dass Gott nicht distanziert oder gleichgültig ist, sondern das Leid seines Volkes sieht und ernst nimmt. Diese Stelle erinnert mich daran, dass Gott auch mein Leiden und meine Sorgen sieht und hört. Es tröstet mich zu wissen, dass ich nicht allein bin, sondern dass Gott an meiner Seite steht und bereit ist, einzugreifen. Dieses Bewusstsein gibt mir Kraft und Hoffnung in schwierigen Zeiten.

Ex 3:8: ‭Und ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter.

Ich bin herabgekommen, um sie zu erretten

Für mich bedeutet diese Passage Hoffnung und göttliches Eingreifen in schwierigen Zeiten. Gott zeigt, dass er das Leid seines Volkes sieht und aktiv wird, um es zu befreien. Es erinnert mich daran, dass selbst in scheinbar ausweglosen Situationen eine höhere Macht eingreifen kann, um Rettung und ein besseres Leben zu bringen. Dieser Vers stärkt meinen Glauben daran, dass Gott uns nicht nur beobachtet, sondern auch handelt, um uns in unserer Not zu helfen.

Ex 3:9: ‭Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israels ist vor mich gekommen, und ich habe auch ihre Bedrängnis gesehen, wie die Ägypter sie bedrücken.

Ex 3:10: ‭So geh nun hin! Denn ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst!

Ich will dich zu dem Pharao senden

In Exodus 3,10 spricht Gott zu Mose und beauftragt ihn, das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu führen. Für mich bedeutet diese Stelle einen Aufruf zum Mut und zur Verantwortung. Mose, der sich als unbedeutend und unzureichend fühlte, wurde von Gott ausgewählt, um ein großes Werk zu vollbringen. Das zeigt mir, dass auch ich, trotz meiner Schwächen und Zweifel, Großes bewirken kann, wenn ich auf Gottes Führung vertraue. Es erinnert mich daran, dass ich nicht perfekt sein muss, um berufen zu sein; was zählt, ist meine Bereitschaft zu handeln und auf Gottes Stimme zu hören. Diese Passage ermutigt mich, meine Ängste zu überwinden und meinen Aufgaben mit Vertrauen und Zuversicht entgegenzutreten.

Gott sendet Moses

Ob Gott jemand sendet oder ob ein Mensch ungesandt seinen Lauf beginnt, das sind zwei sehr verschiedene Dinge. Wenn ich allein auf mich schaue, werde ich nichts ausrichten. Wenn ich aber auf Christus blicke, so vermag ich alles. Als daher Mose aus Misstrauen und Furchtsamkeit die Frage stellte: Wer bin ich? antwortete Gott: Ich werde mit dir sein. Das hätte ihm genügen sollen. Wenn Gott mit mir ist, dann ist es überhaupt nicht wichtig, wer ich bin oder was ich bin. Wenn Gott sagt: Ich will dich senden und Ich werde mit dir sein, dann ist der Diener reichlich mit göttlicher Autorität und Kraft versehen, und er sollte daher freudig und zufrieden seine Straße ziehen.

Ex 3:11: ‭Mose aber sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und dass ich die Kinder Israels aus Ägypten führen sollte?

Ex 3:12: ‭Da sprach er: Ich will mit dir sein; und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen!

Ich will mit dir sein

In Exodus 3,12 verspricht Gott Moses, dass er mit ihm sein wird, wenn er das Volk Israel aus Ägypten führt. Diese Zusicherung Gottes bedeutet für mich eine tiefe Ermutigung und ein Zeichen seiner Treue. Oft fühle ich mich vor großen Aufgaben unsicher und zweifle an meinen Fähigkeiten. Doch diese Passage erinnert mich daran, dass ich nicht alleine bin. Gottes Gegenwart schenkt mir Mut und Zuversicht, auch schwierige Wege zu gehen. Seine Zusage, „Ich werde mit dir sein“, gibt mir die Kraft, meinen Herausforderungen zu begegnen, im Vertrauen darauf, dass Gott mich unterstützt und leitet, so wie er es bei Moses tat.

Ich will mit dir sein

Was kann ein Mensch gegen diese Zusage Gottes noch einwenden? Ist dies nicht genug? Was kann ich mehr bedürfen? Dieses ausgesprochene Gott-Vertrauen finden wir in der Bibel immer wieder, wenn es Gott um den Menschen geht. Es ist ein Vorschuss an Zutrauen, das Gott dem Menschen entgegenbringt. Und ein Vertrauen, das daraus im Menschen erwachsen kann. Was könnte kraftvoller zusammenwirken? Nichts!  Seien wir mit unserem Herzen bei Gott und vereinigen wir uns mit ihm, statt uns mit unnützen Sorgen aufzureiben.

Ex 3:13: ‭Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mich fragen werden: Was ist sein Name?  — was soll ich ihnen sagen?

Ex 3,14: Gott antwortete: Ich bin da.

Ex 3:14: ‭Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin!« Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt.

Ich bin, der ich bin

In Exodus 3,14 offenbart Gott seinen Namen an Mose als „Ich bin, der ich bin.“ Diese Aussage ist tief und vielschichtig. Es zeigt, dass Gott ewig und unveränderlich ist, unabhängig von Zeit und Raum. Für mich persönlich bedeutet dieser Vers, dass Gott in jedem Moment meines Lebens präsent ist. Egal, welche Herausforderungen oder Unsicherheiten ich durchmache, Gott bleibt derselbe – treu, zuverlässig und allgegenwärtig. Dieser Name Gottes erinnert mich daran, dass ich mich auf seine Beständigkeit und Nähe verlassen kann. Es gibt mir Trost und Zuversicht, dass der allmächtige Gott, der immer war und immer sein wird, bei mir ist und mich durch alle Lebenslagen begleitet.

Der Name Gottes

Der Name drückt Gottes Wesen aus. Er nennt sich „Ich bin“ und der Glaube darf seine Bedürfnisse neben diesen kostbaren Namen schreiben. Brauchen wir Leben, Christus sagt: Ich bin das Leben. Brauchen wir Gerechtigkeit. Er ist unsere Gerechtigkeit. Brauchen wir Frieden.

Er ist unser Friede. Jesus sagt: Ich bin das Brot des Lebens. (Joh 6,48). Ich bin das Licht der Welt. (Joh 8,12). Ich bin der gute Hirte. (Joh 10,11). Ich bin die Auferstehung und das Leben. (Joh 11,25). Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.(Joh 14,6). Ich bin der wahre Weinstock (Joh 15,1). Ich bin das Alpha und das Omega (Off 22,13). Ich bin der glänzende Morgenstern (Off 22,16) Oh Tiefe und Fülle dieses Namens „Ich bin“!

Es mag unsinnig erscheinen, sich mit dem Satz „ICH BIN, WER ICH BIN“ auf sich selbst zu beziehen. Dennoch offenbart es etwas Wichtiges über Gott – dass er seinesgleichen sucht. Es gibt kein Äquivalent für Gott außer Gott. Wenn Sie Gott auf die eine Seite Ihres Gleichungssymbols (=) setzen, gibt es nichts, was Sie auf die andere Seite stellen können, außer sich selbst

Der Idee hinter dem Namen ICH BIN ist auch der Sinn innewohnend, dass Gott „der Werdende“ ist; Gott wird zu dem, was uns in unserer Zeit der Not fehlt. Der Name ICH BIN lädt uns ein, die Lücke zu füllen, um unsere Not zu stillen – wenn wir in der Dunkelheit sind, sagt Jesus, ich bin das Licht ; wenn wir hungrig sind, sagt er, ich bin das Brot des Lebens , wenn wir wehrlos sind, sagt er, ich bin der gute Hirte . Gott ist der Werdende, der wird, was wir brauchen.

Lebe im Hier und jetzt

Lebe im Hier und jetzt, denn allein hier begegnest du Gott. Sowohl das Zurückschauen als auch das Nachvorneschauen hält uns davon ab, den einzigen Moment, in dem wir wirklich leben – das Jetzt – in seiner Einmaligkeit zu erfahren. Bonhoeffer schreibt: Es gibt in der ganzen Weltgeschichte immer nur eine wirklich bedeutsame Stunde – die Gegenwart. Wer aus der Gegenwart flieht, flieht den Stunden Gottes. Also: Wenn wir in der Vergangenheit oder Zukunft leben, verpassen wir Gottes Gegenwart im Hier und Jetzt. Wenden wir uns dem, was wir tun, in achtsamer Hingabe zu, dann kann sich die Einzigartigkeit des jeweiligen Moments entfalten und wir erleben die Fülle, die in jedem Augenblick liegt, wo Gott ganz und gar da ist.

Ex 3:15: ‭Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht.

Ex 3:16: ‭Geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und hat gesagt: Ich habe genau achtgegeben auf euch und auf das, was euch in Ägypten geschehen ist,

Ex 3:17: ‭und ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens herausführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter, in das Land, in dem Milch und Honig fließt.

Ex 3:18: ‭Und wenn sie auf dich hören, so sollst du und die Ältesten von Israel zum König von Ägypten hineingehen und zu ihm sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste gehen, damit wir dem Herrn, unserem Gott, Opfer darbringen!

Ex 3:19: ‭Aber ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand.

Ex 3:20: ‭Aber ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen meinen Wundertaten, die ich in seiner Mitte tun will; danach wird er euch ziehen lassen.

Danach wird er euch ziehen lassen

In Exodus 3,20 heißt es, dass Gott dem Volk Israel helfen wird, indem er sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Diese Passage zeigt Gottes Versprechen, sein Volk zu befreien und zu beschützen. Für mich bedeutet das, dass Gott immer für uns da ist, besonders in schwierigen Zeiten. Sein Versprechen, uns zu befreien, erinnert mich daran, dass ich mich auf ihn verlassen kann, egal welche Herausforderungen ich gegenüberstehe. Es ist ein Zeichen seiner Liebe und Fürsorge für uns alle.

Ex 3:21: ‭Und ich will diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, sodass ihr nicht leer ausziehen müsst, wenn ihr auszieht;

Ex 3:22: ‭sondern die Frau eines jeden von euch soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silberne und goldene Geräte und Kleider fordern; die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern geben und Ägypten berauben.

Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Exodus Ex 3. Kap.

Ex 3