Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Aktuelles Wochenthema:

Buch der Sprüche: Kap. 17 bis 23

12. Der Mensch denkt, Gott lenkt (29.9)

Der Mensch macht viele Pläne, aber es geschieht, was der Herr will. Spr 19:21

Es kommt wie es kommt: Wir machen uns viele Gedanken, planen, versuchen zu lenken. Das ist zu einem gewissen Grad gut, wir sollen ja nicht planlos leben. Trotzdem merken wir doch häufig, dass wir vieles im Endeffekt nicht in der Hand haben und es auf einmal ganz anders kommt, wie wir gedacht haben. Nachfolge nun geht also nicht ohne Loslassen unserer eigenen Pläne. Ballast muss abgeworfen werden. Nur so können wir durch die Tür Jesus. Zu viel Gepäck, Pläne und eigene Gedanken und wir passen nicht durch. Das Gepäck ablegen können wir, wenn wir uns ganz und gar Gott überlassen. 

Überlasse alles vertrauensvoll der göttlichen Vorsehung und bleibe in seinem göttlichen Frieden. Franz von Sales

11. Langsam zum Zorn (28.9)

Einsicht macht einen Menschen langsam zum Zorn und es ist ihm eine Ehre, Vergehungen zu übersehen. Spr 19:11

Wenn wir Zorn in uns fühlen, ist das noch keine Sünde, denn dafür können wir nichts. Wir bleiben Leidenschaften wie z.B. dem Zorn unterworfen, ob wir wollen oder nicht. Zorn wird dann zur Sünde, wenn er uns zu unbeherrschten Handlungen hinreißt, wenn wir unseren Gefühlen freien Lauf lassen. Aber wenn mein Verstand die Oberhand behält, wird er sich zur Langmut, zur Sanftmut und zur Barmherzigkeit hinwenden. Wir haben uns gewissermaßen im Griff, ohne dabei jedoch unsere Gefühle zu verdrängen bzw. zu leugnen (ganz wichtig!) Dies ist nur möglich, wo es Gemeinschaft mit Gott gibt, der um unsere Not gerade auch im Umgang mit unseren Gefühlen weiß. Er gibt Kraft und Weisheit, das Richtige wohl überlegt zu tun und vor allem: Vergehungen zu übersehen.

10. Eile mit Weile (27.9)

Wer eilt läuft Gefahr anzustoßen. Spr 19,2 (27.9)

Die Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Vor allem hier stehen wir in Gefahr in Eile zu geraten. Versuche stets ohne Unruhe und Hast deine Arbeit zu tun. Denn die Eile hindert uns daran, eine Sache gut zu machen. Nie ward gut getan, was mit Hast und Ungestüm verrichtet wurde. Wir arbeiten rasch genug, wenn wir gut arbeiten. Als Bild: Flüsse, die in der Ebene ruhig dahinfließen, tragen große Schiffe mit reicher Fracht. Ein Regen, der sanft auf das Feld niederrieselt, macht es fruchtbar. Reißende Ströme dagegen überschwemmen das Land und sind für den Schiffsverkehr ungeeignet, wie auch Platzregen und Wolkenbrüche Wiesen und Felder verwüsten. 

9. Warnung vor der Schnelleritis (26.9)

Wer zu schnell läuft, geht leicht fehl. Spr 19:2

Wer sich permanent und immer beeilt verfällt in unorganisierte Hektik. Das Resultat sind vermehrte Fehler. Wie häufig geraten wir in die Schnelleritis. Ich geh mal schnell. Ich mache mal schnell, mal kurz, mal eben. Das sind häufige Sätze. Warum schnell? Warum nicht rechtzeitig, in aller Ruhe und langsam, den inneren Raum der Stille hütend? Diese Worte suggerieren uns, wir hätten zu wenig Zeit. Die Folge: wir leben zu wenig im Hier und Jetzt. In Gedanken immer schon beim nächsten Schritt, bei der nächsten Aufgabe und beim nächsten Termin zu sein, lässt ein chronisches Gefühl des Hinterherhinkens zurück. Das ist nicht gut. 

Versuche auf die Worte mal schnell, mal kurz, mal eben zu verzichten. Jede Tätigkeit hat ihre Zeit! Halte bewusst inne, atme tief durch, wenn du diese Worte von anderen hörst.

8. Achte auf deine Sprache

Du musst mit den Folgen deiner Worte leben, seien sie nun gut oder böse. Spr 18:20

Immer wieder geht es in dem Buch der Sprüche um unsere Sprache. Man kann es sich nicht häufig genug bewusst machen: unser Worte haben gewaltige Auswirkungen. Unser Wohl und Unwohl ist in der Gewalt der Zunge. Wer klug und einfühlsam redet, der wird gesegnet sein. Dennoch gilt es die Wirklichkeit anzunehmen: Obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, vergreife ich mich hin und wieder im Ton und finde nicht die richtigen Worte. Wie damit umgehen? Indem ich mich für meine unguten Worte verantwortlich fühle und dann, wenn möglich, es wieder gut zu machen versuche. 

Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge. Spr 18:21

7. Sich schenken (24.9)

Ein Geschenk öffnet viele Türen. Spr 18:16

Durch Geschenke wird Liebe sichtbar, der Klassiker: ein Blumenstrauß. Wenn ich jemanden beschenke, dann beschäftige ich mich gedanklich mit ihm. Und das Geschenk ist ein Symbol für dieses Gedenken. Es spielt keine Rolle, ob es Geld gekostet hat. Entscheidend ist, dass da jemand an mich gedacht hat. Aber nicht der flüchtige Gedanke selbst zählt, sondern die Tatsache, dass er konkret wird durch die Handlung des Aussuchens und Übergebens. So wird die Liebe sichtbar. Und so öffnet das Geschenk die Tür zum Herzen des anderen. Schenken kann ich nicht nur materielles, sondern auch Zeit, meine Hilfe und letztlich mich selbst auf der Basis dass ich selbst der unendlich beschenkte bin durch Gott.

6. Zuhören (23.9)

Wer antwortet, bevor er zugehört hat, zeigt seine Dummheit und macht sich lächerlich. Spr 18:13

Es ist eine Tat der Liebe, zuzuhören. Interessiert es dich, was ein anderer zu sagen hat und willst du seine Sicht der Dinge verstehen? Es braucht nicht gleich eine Antwort. Allein das Zuhören ist so wertvoll. Warren Wiersbe sagt, dass die beste Art, verletzten und entmutigten Menschen zu helfen, ist, ihnen mit dem Herzen zuzuhören und nicht nur mit den Ohren. Zuhören ist tätige Liebe! Zuhören hilft aber auch dem der zuhört. Denn nur wer bereit ist zu hören, besitzt die Freiheit, seine eigene begrenzte und oft unzulängliche Sichtweise zu überdenken. So liegt also im Zuhören ein gegenseitiger Segen. 

Wer meint, seine Zeit sei zu kostbar, als dass er sie mit Zuhören verbringen dürfte, der wird nie Zeit haben für Gott und den Bruder, sondern nur immer für sich selbst, für seine eigenen Worte und Pläne. Bonhoeffer

5. Unsere Worte (22.9)

Ein weiser Mensch ist sparsam mit seinen Worten, denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig. Spr 17:27

Das bedeutet nicht, dass man wenig reden soll und stumm durch die Welt geht. Es geht vielmehr um Achtsamkeit: Was sage ich? Wie sage ich es? Wo sollte ich besser schweigen? Wo sollte ich aber auch etwas sagen? Es kommt also nicht auf die Anzahl der Worte an, sondern auf deren Inhalt. Vor zwei Übertreibungen soll man sich dabei in acht nehmen. Erstens: den verschlossenen Strengen zu spielen, wortkarg, kühl und distanziert. Das sieht nach Mißtrauen, Verachtung oder Interessenlosigkeit aus. Zweitens: unaufhörlich zu schwätzen und zu plaudern, meistens über sich selbst, so daß die anderen überhaupt nicht zu Worte kommen. Echte Kommunikation entsteht aus einem lebendigen Hin und Her. Achte heute bewusst auf die Worte in deiner zwischenmenschlichen Kommunikation.

4. Fröhliches Herz (21.9)

Ein fröhliches Herz macht den Körper gesund, aber ein trauriges Gemüt macht kraftlos und krank. Spr 17:22

Wer positiv, dankbar, gelassen und zuversichtlich ist, unterstützt auch seine körperliche Gesundheit. Gott ruft zum Leben, er ruft zur Freude, zur Fröhlichkeit des Herzens. So einfach ist das und so schwierig zugleich. Denn da treffen uns Schicksalsschläge, da treibt uns die Hetze des Alltages, da rauben uns zwischmenschliche Konflikte die Kraft. Ein fröhliches Herz bedeutet hier mehr als nur gut drauf zu sein. Ein fröhliches Herz ist hier ein Herz, das sich an Gott und den Dingen des Herrn erfreut. Ein fröhliches Herz bekommt jemand, wenn er trotz aller widriger Umstände in Gott wohnt und ruht. 

Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz. Hermann Löns

Ein fröhliches Herz entsteht normalerweise nur aus einem Herzen, das vor Liebe brennt. Mutter Teresa

3. Freundschaft

Auf einen Freund kannst du dich immer verlassen. Wenn es dir schlecht geht, ist er für dich wie ein Bruder. Spr 17:17

Bei der Freundschaft kommt es nicht auf die Anzahl der. Und sei es nur ein Freund. Diese eine Freundschaft aber gehört dann zu jenen Dingen, die das Leben lebenswert macht. Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden. Das nun ist die Bedeutung von Freundschaft: mit Brüdern und Schwestern durchs Leben zu gehen, einander zu ermutigen, herauszufordern und einander beizustehen. 

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. Wilhelm von Humboldt

2. Verfehlung zudecken

Wer Liebe sucht, deckt die Verfehlung zu, wer aber eine Sache weitererzählt, trennt vertraute Freunde. Spr 17:9

Wer Liebe sucht, hängt es nicht an die große Glocke, wenn sich der Nächste verfehlt. Er macht nicht in schadenfroher Weise viel Aufhebens davon. Stattdessen sucht er durch beschwichtigendes zurechtbringendes, versöhnendes Eingreifen das Übel zu mildern, statt es ärger zu machen. Dem steht der andere gegenüber, der immer wieder Vergehungen und Schwachheiten ausgräbt, statt sie zu bedecken, sie immer wieder hervorholt, statt sie zu verschweigen, der das Feuer anheizt, statt es auszutreten. Dies kann sich erweisen im Umgang mit der Sünde der Mitmenschen, aber auch im Umgang mit der eigenen Lebensschuld, die man beständig neu hervorholt, obgleich sie längst vergeben ist.

Einen Streit anfangen ist, als ob man Wasser entfesselt. Darum lass ab vom Zank, ehe er heftig wird! Sprüche 17:14

1. Prüfung der Herzen (18.9)

Der Herr aber prüft die Herzen. Spr 17:3

Es ist der Vater, der uns das Leben gegeben hat und uns so sehr liebt. Wenn wir Gott nicht mehr auf Abstand halten und in seiner Gegenwart leben, werden wir zulassen können, dass er unsere Herzen prüft, um zu erkennen, ob sie auf dem rechten Weg sind. So werden wir den liebenden und vollkommenen Willen Gottes erkennen und zulassen, dass er uns wie ein Töpfer formt. Wir haben oft gesagt, dass Gott in uns wohnt, aber es ist besser zu sagen, dass wir in ihm wohnen, dass er uns erlaubt, in seinem Licht und seiner Liebe zu leben. Franziskus 

Nur mit Gottes Hilfe können wir unser Herz erkennen und wissen, wie es wirklich um uns steht. Es gibt nur einen Prüfer der Herzen und das ist der Herr. Der geeignetste Ort, um das menschliche Herz zu prüfen und zu reinigen, ist beim Herrn selbst . Sein Wort und seine Wahrheit geben einen weisen, liebevollen Maßstab.

Infos zum Impuls 

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste