Nehemia Neh 10. Kap.: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Nehemia Neh 10. Kap.

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Zu Neh 10. Kap.

Neh 10 beschreibt den erneuerten Bund, den die Israeliten nach ihrer Rückkehr aus dem Exil mit Gott schließen. In diesem Kapitel verpflichten sich die Führer, Priester, Leviten und das Volk, Gottes Gebote zu befolgen. Sie schwören, ihre Töchter nicht an fremde Völker zu verheiraten und den Sabbat zu heiligen. Zudem versprechen sie, den Tempel zu unterstützen und die vorgeschriebenen Opfer zu bringen. Dieses Kapitel zeigt die tiefe Hingabe des Volkes, Gott wieder treu zu dienen und sein Gesetz zu achten. Es betont die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Verantwortung in der Erneuerung des Glaubenslebens und der Einhaltung göttlicher Vorschriften, um Gottes Segen zu empfangen.

Neh 10,1-40: Das Volk verpflichtet sich Gottes Gesetz zu befolgen

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu Nehemia Neh 10,1-40

Neh 10:1: Aufgrund alles dessen treffen wir eine feste Abmachung und schreiben sie nieder und lassen sie durch unsere Fürsten, Leviten und Priester versiegeln!

Neh 10:2: Zu der Versiegelung aber wurden ab­geordnet: Nehemia, der Statthalter, der Sohn Hachaljas, und Zedekia,

Aufzählung der Namen

In Nehemia 10,2-28 werden die Namen derjenigen aufgelistet, die den Bund mit Gott erneuern. Dies zeigt ihre tiefe Hingabe und das kollektive Engagement zur Einhaltung der göttlichen Gesetze. Für mich persönlich ist dies ein inspirierendes Bild der Gemeinschaft und des Glaubens. Es erinnert daran, wie wichtig es ist, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und sich für höhere Werte zu verpflichten. Dieser Akt der Erneuerung betont auch die Bedeutung von Tradition und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Es ermutigt mich, meine eigenen Versprechen zu reflektieren und die Bedeutung des Glaubens und der Gemeinschaft in meinem Leben wertzuschätzen.

Neh 10,2-28: Aufzählung der Namen

Neh 10:29: Und das übrige Volk, die Priester, die Leviten, die Torhüter, die Sänger, die Tempeldiener und alle, die sich von den Völkern der Länder zum Gesetz Gottes abgesondert hatten, samt ihren Frauen, ihren Söhnen und Töchtern, alle, die es wissen und verstehen konnten,

Neh 10:30: die schlossen sich ihren Brüdern, den Vornehmen unter ihnen, an. Sie kamen, um zu schwören und sich eidlich zu verpflichten, im Gesetz Gottes, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben worden ist, zu wandeln und alle Gebote, Rechte und Satzungen des Herrn, unseres Herrschers, zu halten und zu tun,

Sie kamen, um zu schwören

In Nehemia 10,30 verpflichten sich die Israeliten, ihre Töchter nicht an die Völker des Landes zu geben und deren Töchter nicht für ihre Söhne zu nehmen. Dieser Vers drückt den Wunsch nach Reinheit und Treue zu Gott aus. Es geht um den Schutz der Gemeinschaft und der religiösen Identität. Für mich persönlich bedeutet dieser Vers, dass man sich klar darüber sein sollte, welche Werte man teilt und lebt. In Beziehungen und Freundschaften ist es wichtig, gemeinsame Grundlagen und Ziele zu haben. Dieser Vers erinnert mich daran, bewusst zu entscheiden, mit wem ich meine Zeit verbringe und welchen Einfluss diese Menschen auf meinen Glauben und meine Werte haben.

Neh 10:31: auch dass wir unsere Töchter nicht den Völkern des Landes zur Frau geben, noch ihre Töchter für unsere Söhne zur Frau nehmen wollten;

Neh 10:32: und dass, wenn die Völker des Landes am Sabbattag Waren und allerlei Getreide zum Verkauf brächten, wir sie ihnen am Sabbat und an heiligen Tagen nicht abnehmen, und dass wir im siebten Jahr die Felder ruhen lassen und auf alle Schuldforderungen verzichten wollten.

Den Sabbat heiligen

Neh 10,32 beschreibt das Versprechen der Israeliten, die Gebote Gottes einzuhalten, insbesondere das Einhalten des Sabbats. In diesem Vers sprechen sie sich feierlich dazu aus, den Sabbat heilig zu halten und die Abgaben für den Tempel zu entrichten. Persönlich finde ich diesen Vers besonders inspirierend, weil er zeigt, wie ernsthaft die Israeliten ihren Glauben und ihre Verpflichtungen gegenüber Gott nehmen. Für mich bedeutet dies, dass der Sabbat eine besondere Zeit ist, die wir Gott widmen sollten, um zur Ruhe zu kommen und uns auf das Wesentliche zu besinnen. Es erinnert mich daran, dass es wichtig ist, regelmäßig innezuhalten, um unsere Beziehung zu Gott zu pflegen und unsere spirituelle Gesundheit zu stärken.

Neh 10:33: Und wir legten uns die Verpflichtung auf, jährlich das Drittel eines Schekels für den Dienst im Haus unseres Gottes zu geben:

Unserem Gott etwas geben

Nehemia 10,33 spricht über die Verpflichtung der Israeliten, regelmäßige Opfer und Gaben für den Tempeldienst zu leisten. Dies umfasste unter anderem das Schaubrot, die regelmäßigen Brandopfer und die Heiligung des Sabbats. In meiner persönlichen Auslegung zeigt dieser Vers die Wichtigkeit gemeinschaftlicher Verantwortung und Hingabe. Die Israeliten verpflichteten sich, nicht nur ihren Glauben individuell zu leben, sondern auch kollektiv für die spirituellen Bedürfnisse der Gemeinschaft zu sorgen. Es erinnert mich daran, dass auch wir in unserer modernen Gesellschaft Verantwortung tragen, nicht nur für unser eigenes spirituelles Wachstum, sondern auch dafür, unsere Gemeinschaft zu unterstützen und zu stärken. Dies kann durch finanzielle Beiträge, freiwillige Arbeit oder andere Formen der Unterstützung geschehen.

Neh 10:34: für die Schaubrote, für das tägliche Speisopfer und das tägliche Brandopfer, für die Opfer an den Sabbaten, Neumonden und Festtagen, und für das Geheiligte und für die Sündopfer, um für Israel Sühnung zu erwirken, und für den ganzen Dienst im Haus unseres Gottes.

Neh 10:35: Wir warfen auch das Los, wir, die Priester, Leviten und das Volk, wegen der Spenden an Holz, dass wir dieses Jahr für Jahr zu bestimmten Zeiten nach unseren Vaterhäusern zum Haus unseres Gottes bringen wollten, damit es auf dem Altar des Herrn, unseres Gottes, verbrannt werde, wie es im Gesetz geschrieben steht;

Neh 10:36: auch dass wir jährlich die Erstlinge unseres Landes und die Erstlinge aller Früchte von allen Bäumen, Jahr für Jahr, zum Haus des Herrn bringen wollten;

Erstlinge aller Früchte zum Herrn bringen

Neh 10,36 in der Bibel spricht über die Verpflichtung der Israeliten, die Erstlinge ihrer Söhne und ihrer Tiere dem Herrn zu bringen, wie im Gesetz vorgeschrieben. Diese Geste symbolisiert ihre Dankbarkeit und Anerkennung Gottes als Quelle aller Gaben. Für mich persönlich bedeutet dieser Vers, dass ich daran erinnert werde, Gott das Beste und Erste von allem zu geben, was ich habe. Es geht nicht nur um materielle Dinge, sondern auch um meine Zeit, Energie und Talente. Wenn ich das Beste, das ich habe, Gott widme, zeige ich meine Dankbarkeit und mein Vertrauen in seine Versorgung. Es ist eine Ermutigung, meine Prioritäten zu überprüfen und sicherzustellen, dass Gott an erster Stelle in meinem Leben steht.

Neh 10:37: ebenso die Erstgeburt unserer Söhne und unseres Viehs — wie es im Gesetz geschrieben steht — und die Erstlinge unserer Rinder und unserer Schafe; dass wir das alles zum Haus unseres Gottes bringen wollten, zu den Priestern, die im Haus unseres Gottes dienen.

Neh 10:38: Auch dass wir den Priestern die Erst­linge unseres Mehls und unserer Hebopfer und die Früchte von allen Bäumen, von Most und Öl in die Kammern am Haus unseres Gottes bringen wollten, ebenso den Leviten den Zehnten unseres Bodens; dass die Leviten den Zehnten erheben sollten in allen Städten, wo wir Ackerbau treiben.

Neh 10:39: Und der Priester, der Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein, wenn sie den Zehnten erheben, und die Leviten sollen den Zehnten von ihrem Zehnten zum Haus unseres Gottes, in die Kammern des Schatzhauses hinaufbringen.

Neh 10:40: Denn in die Kammern sollen die Kinder Israels und die Kinder Levis das Hebopfer vom Korn, Most und Öl bringen, weil dort die Geräte des Heiligtums sind und die Priester, welche dienen, und die Torhüter und Sänger. Und so wollen wir das Haus unseres Gottes nicht im Stich lassen.

Das Haus unseres Gottes nicht im Stich lassen

Neh 10,40 aus der Bibel betont die Verantwortung der Israeliten, das Haus Gottes, den Tempel, nicht im Stich zu lassen. Sie verpflichten sich, regelmäßig Opfergaben zu bringen und für den Unterhalt des Tempels zu sorgen. Für mich persönlich bedeutet das, dass wir unsere Gemeinschaft und unseren Glauben aktiv unterstützen sollen. Es erinnert mich daran, wie wichtig es ist, nicht nur für unseren eigenen Glauben, sondern auch für unsere Glaubensgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Das Haus Gottes steht für den Ort, an dem wir Gott begegnen und wo unsere Gemeinschaft zusammenkommt. Diese Verpflichtung zeigt, wie wir durch unsere Taten unseren Glauben lebendig halten und stärken können.

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Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Nehemia Neh 10. Kap.

Neh 10