Tägliche christliche Andacht

Impulse aus der Bibel für deinen Tag als Blog oder über WhatsApp mit folgendem Wochenthema

Tugend der Hoffnung

In der Hoffnung nicht enttäuscht (2.11.)

In dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht, denn Gott hat uns mit dem Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat, auch seine Liebe ins Herz ausgegossen.‭ Röm 5,5

Wir alle machen im Leben schwere Zeiten durch. Wie ein Schiff in einem Sturm brauchen wir Hilfe, um nicht zu kentern. Ein Schiff hat einen Anker, der ihm Halt gibt. Die Bibel sagt, dass der Anker unserer Seele die Hoffnung ist. Wenn wir fest auf Gott und sein Wort hoffen, dann spüren wir vielleicht den Wind und die Wellen, aber wir bleiben unerschütterlich. In einem Sturm befähigt uns die Hoffnung, die Umstände wahrzunehmen und trotzdem darauf zu vertrauen, dass es wieder besser wird. Deshalb ist Hoffnung ein sehr wirkungsvolles und wichtiges Merkmal in unserem Leben – ganz besonders in schweren Zeiten. Ich glaube sogar, dass sie das Fundament ist, auf das wir unseren Glauben bauen sollten. Niemand kann uns versprechen, dass wir keine Enttäuschungen oder Probleme erleben werden. Aber das Wichtigste ist, die Hoffnung nie aufzugeben. Wenn wir eine positive Haltung und die Hoffnung, die wir in Christus haben, bewahren, werden wir sehen, wie Gottes Kraft Wunder wirkt.

Zur Hoffnung (1.11 )

Die Liebe hofft alles. 1 Kor 13,7

Das deutsche Wort Hoffnung kommt von hüpfen. Es meint eine innere Lebendigkeit. Wer hofft, der ist voller Leben. Hoffen ist etwas anderes als eine Erwartung haben. Hoffen geschieht immer in einer Beziehung der Liebe. Ich hoffe immer auf dich und für dich. Die Hoffnung ist also Ausdruck einer Liebe, die den anderen nie aufgibt. Ich kann warten, bis der gute Kern im anderen sich entfaltet, bis das Leben, das Gott ihm geschenkt hat, in ihm zur Blüte kommt. Wenn die Liebe in mir ist, dann gebe ich die Hoffnung nie auf, dann gebe ich mich selbst nie auf. Ich hoffe auf das in mir, was ich noch nicht sehe, auf den guten Kern, auf die Möglichkeiten, die Gott mir geschenkt hat. Wenn ich an meinen Verletzungen leide, dann hoffe ich, dass meine Wunden in Perlen verwandelt werden und dass ich auf meinem inneren Weg in die einmalige Gestalt hineinwachse, die Gott mir zugedacht hat. Anselm Grün

Vertrauen auf Gott

Gott lenkt alles (31.10.)

Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken. Jer 10,23

Gott wird dich immer mit dem überraschen, was er dir begegnen lässt. Du wirst immer wieder mit dem Ungeplanten und Unerwarteten konfrontiert werden. All das geschieht, weil du dein eigenes Leben nicht regierst und deine eigene Geschichte nicht selbst schreibst. Und der Eine, der dein Leben regiert und deine Geschichte schreibt, erzählt dir nicht alles über dein Leben und über Seinen Plan. Nein, Er sagt dir nur die Dinge, die du wissen musst, um so leben zu können, wie du als Christ leben solltest, und dann begnadet Er dich mit Seiner Gegenwart und mit Seiner Kraft. Weil Er die Details deines Lebens lenkt, ist Er dir immer nahe. Allein im Vertrauen auf Ihn kannst du immer Ruhe finden. Paul David Tripp

Meine Zeit in Gottes Händen (30.10.)

Meine Zeit steht in deinen Händen. Ps 31,16

Wir brauchen unser Leben nicht angstgeplagt vor dem Unbekannten zu verbringen, was der nächste Tag wohl bringen mag, oder aufzuwachen und die »Was-wäre-wenn«-Fragen durchzuarbeiten, die uns einfallen. Wir müssen nicht nach Mitteln suchen, um herauszufinden, was wir doch niemals herausfinden können. Nein, wir können zur Ruhe kommen. Warum? Weil unser Herzensfrieden nicht davon abhängt, wie viel wir wissen oder wie genau wir die Zukunft voraussehen könnten. Nein, unsere Ruhe liegt in Demjenigen, der all unsere zukünftigen Ereignisse in seinen gnädigen Händen hält.

Frieden im Vertrauen (29.10.)

Einem festen Herzen bewahrst Du den Frieden, den Frieden, weil es auf Dich vertraut. Jes. 26,3

Wahrer Frieden, stabil und von Dauer, ist nicht das Ergebnis des vollständigen Verständnisses jedes Aspekts des Lebens. Man wird nie alles begreifen, denn Gott bewahrt einige Dinge vor uns. Frieden findet man im Vertrauen – im Vertrauen auf den, der alle Dinge unter Kontrolle hat, auch wenn sie unsere Ruhe zu stören scheinen. Er kennt und beherrscht das vermeintliche Chaos, ohne Überraschung oder Verwirrung. Er ruht nie, vernachlässigt nichts und bevorzugt niemanden. Immer wieder an Seine weise und liebevolle Herrschaft zu erinnern gibt nicht sofort Sinn, aber es schenkt Ruhe in Momenten, in denen das Leben wirr und durcheinander erscheint.

Beziehung im Sturm UND auf stiller See (28.10.)

Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns! Wir kommen um! Mt 8,25

Heute ging's nicht kürzer: Anfangs war der See ruhig. Und Jesus schlief. Die Jünger hatten alles unter Kontrolle. Dann kam der Sturm auf. Auch jetzt sahen die Jünger noch keine Veranlassung, Jesus zu wecken. Als erfahrene Seemänner hatten sie immer noch alles im Griff. Jesus konnte ruhig weiterschlafen. Erst als sie erkannten, dass sie diesem Sturm, trotz all ihrer Erfahrung, nicht gewachsen waren, weckten sie Jesus in ihrer Todesangst. Was lernen wir daraus? Solange wir unser Leben selbst im Griff haben, schläft Jesus. Solange wir selbst mit allem fertigwerden, gibt es keinen Grund für Jesus einzuschreiten. Jesus will nicht nur geweckt werden, wenn wir in Todesängsten sind und sonst nichts mehr hilft, sondern er möchte unser Herr, Heiland, Freund und Retter sein, auf stiller See, am Beginn eines Sturmes und durch den Sturm hindurch.

Sind wir nicht manchmal genauso wie die Jünger? Wir denken nicht an Gott, wir reden und hören kaum auf ihn, wenn die See ruhig ist. Wir haben unser Leben fest in der Hand und, ehrlich gesagt, wir kommen im Alltag ganz gut ohne Gott zurecht. Oftmals rufen wir erst dann zu Gott, wenn es uns ganz dreckig geht, und wundern uns, warum Gott so lange geschlafen hat. Wir konzentrieren uns nur auf unsere eigenen Möglichkeiten und auf unser eigenes Können, anstatt an Gott zu denken. Wir vergessen, dass der Allmächtige Gott bei uns ist, Christus in uns lebt und immer für uns ist. Hans Peter Royer

Ruhe finden und wirklich vertrauen (27.10.)

‭‭Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden. Ps 91,1

Wir bekennen laut, dass Gott für uns sorgt, dass er uns nie im Stich lässt, weil er sich sogar selber für uns gegeben hat. Und dann watscheln wir wieder in unser altes Leben zurück, sind unruhig darüber, weil wir krank sind, sorgen uns über die Zukunft unserer Kinder, sind ruhelos darüber, ob Gott auch nächstes Jahr noch treu ist, und wollen nicht glauben, dass er die Zukunft in seiner Hand hat und es gut mit uns meint. Aber erst an dem Punkt, wo wir uns im Glauben an Gott wenden, wo wir im vertrauensvollen »Wir«, in Teamwork, mit Gott leben, werden wir seine Ruhe tatsächlich erfahren. Wenn wir Gott und seinem Wort nicht glauben, dann leben wir nicht im »Wir«, denn ohne Vertrauen gibt es keine wirkliche Gemeinschaft. Gott hat uns zur Ruhe bestimmt, und das nicht erst im Himmel, sondern bereits hier und jetzt. Zugegeben, es bleibt Stückwerk, aber sie ist vorhanden. Hans Peter Royer

Vertrauen auf Gottes Führung (26.10.)

Lass den Herrn deinen Weg bestimmen, vertrau auf ihn, und er wird handeln. Ps 37:5

Beachte den Zusammenhang in diesem Vers: Die Voraussetzung, dass Gott in unserem Leben handelt, ist, dass wir ihm unsere Wege und damit unser tägliches Leben anbefehlen. Es ist nicht legitim, mich nur auf den zweiten Teil dieses Verses zu berufen, wenn ich nicht bereit bin, den ersten Teil des Verses ernst zu nehmen und im Gehorsam praktiziere. Das ist nicht gesetzlich, sondern nur logisch. Auch meine Beziehung mit Gott will im Gehorsam geübt werden, damit ich mich daran erfreuen kann. Hans Peter Royer

Was Jesus uns anbietet, ist einzigartig: Er handelt und wir vertrauen; er stirbt und wir leben; er lädt ein und wir glauben. Max Lucado

Gott wird dafür sorgen (25.10.)

Gott wird schon dafür sorgen. Gen 22,8

Gott wird dafür sorgen. Was für ein Glück wäre es doch für uns, wenn auch wir uns daran gewöhnen könnten, unser Herz, sooft es erregt ist, mit diesem „Gott wird dafür sorgen“ zu beruhigen, um dann ebenso frei von Angst, Aufregung und Unrast zu sein. Ja, Gott verlangt von uns schon ein ganz großes Vertrauen auf sein väterliches Sorgen, auf seine göttliche Fürsorge. Franz von Sales

Herr, schenke uns ein tiefes, unerschütterliches Vertrauen in deine göttliche Fürsorge, damit unser Herz in allen Stürmen des Lebens deinen Frieden findet und getrost auf dich baut. Amen.

orte. In ihnen steckt Trost, Ermutigung und Verbundenheit. Vielleicht können wir heute achtsam sein: Wo tut Nähe gut? Wem kann ich ein Zeichen der Zuwendung geben? Gott selbst begegnet uns oft auf diese Weise – leise, behutsam, stärkend. In jeder guten Berührung kann etwas von seiner Liebe spürbar werden.