Tägliche christliche Andacht mit Wochenthema

Tägliche christliche Andacht

9 Gottes guter Plan mit uns Andacht zum 9.3.

Ich habe einen guten Plan mit ihnen. Jer 24:6

Dies sind Worte an die Menschen im Exil, die auf den ersten Blick große Not erlitten. Gott aber wird das Exil dazu benutzen, die Verbannten zu läutern, um sie zu ihn zu ziehen. Bedenke: Wir meinen gesegnet zu sein, wenn das Leben es gut mit uns meint. Aber Not, die uns stärker macht, ist ein Segen, und Wohlstand, der uns von Gott wegbringt, ist eben kein Segen. In allem hat Gott einen guten Plan mit uns. Mit dem Vertrauen und der Einfalt eines kleinen Kindes gebe ich mich daher heute hin an Gott. Ihm überlasse ich völlige Freiheit im Leiten meiner Seele. Er führt mich auf Wegen, wie er will. Ich will sie nicht ergründen. Vertrauend will ich ihm nachfolgen. Er führt und behütet mein Herz.

Ich gebe ihnen ein verständiges Herz, damit sie erkennen, dass ich der Herr bin. Jer 24:7

8 Der ferne Gott Andacht zum 8.3.

Ich bin nicht nur der Gott in eurer Nähe, sondern auch der ferne Gott, über den ihr nicht verfügt. Jer 23:23

Der lebendige Gott ist anders, als wir denken. Größer. Nah und fern zugleich. Trotzdem wendet er sich uns zu. Er spricht zu unseren Herzen und will, dass wir ihn verstehen. Das ist nicht der „liebe Gott“ irgendwelcher Wunschträume; er ist die Liebe selbst. Seine Wahrheit schmerzt zuweilen und ist unbequem. Doch nur sie heilt. Karl Rahner hat gesagt: Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.

Der Herr verlässt uns nie, wenn wir ihn nur nicht verlassen, aber es kann sein, dass er uns zuweilen seine spürbare Nähe verbirgt. Das ist eine vorübergehende Prüfung, die aufhört, sobald der Herr es will. Gott ist getreu und lässt sich niemals an Grossmut übertreffen. P. Pio

7 Heile du Gott mein Herz Andacht zum 7.3.

Nichts ist so undurchschaubar wie das menschliche Herz, es ist unheilbar krank. Wer kann es ergründen? Jer 17:9

Unser Herz neigt zur Sünde. Gestehen wir uns das ein und bitten wir Gott, dass er unser Herz heilt, es von der Enge in die Weite führt hin zu ihm und den Mitmenschen. Wer ein weites Herz hat, der urteilt nicht über andere, der ist offen für andere Menschen, für das, was sie bewegt. Wer ein enges Herz hat, regt sich über jeden auf, der anders ist als er selbst. Mit einem weiten Herzen haben wir Verständnis für die Eigenart der Menschen. Wir legen den andern nicht fest auf unsere Maßstäbe. Und das weite Herz ist offen für die Menschen. Es lässt auch andere Menschen eintreten. Wir sagen von einem Menschen: Er hat ein Herz für andere. Dann fühlen sich andere bei ihm wohl. Nur was aus unserem Herzen strömt, erreicht auch das Herz des andern. Dann gibt es eine Herzensverbindung

Heile du mich, Herr, dann werde ich geheilt, hilf mir, dann ist mir geholfen! Jer 17:14

6 Gott kennt, sieht und prüft mich Andacht zum 6.3.

Mich aber, Herr, kennst du und siehst mich und prüfst mein Herz vor dir. Jer 12,3

Gott kennt mich und prüft mein Herz. Von Ihm geprüft zu werden ist ein Ausdruck Seines Wohlwollens. Ein Juwelier prüft das Gold, weil es sehr wertvoll ist. Gott prüft uns, weil wir in seinen Augen wertvoll sind. Petrus vergleicht unseren Glauben mit Gold, dessen Echtheit sich in Feuerproben zu erweisen hat (1 Petr 1,7). Immer führt diese Prüfung zur inneren Demut, weil wir die Prüfungen nicht unbedingt glänzend bestehen. Aber gerade diese Demut stärkt unseren Glauben an Gott, der sich dem Demütigen zuwendet.

Gespräch mit Christus

Herr Jesus,
du kennst mein Herz,
du siehst meine Gedanken,
nichts ist vor dir verborgen.

Prüfe mich in deinem Licht
und ziehe mich näher zu dir.
Läutere mein Herz,
dass ich still vor dir gehen kann.

Halte mich fest, Christus,
damit mein Leben dir gehört.

5 Stolz allein auf die Erkenntnis des Herrn Andacht zum 5.3.

Ein Weiser soll nicht stolz sein auf seine Weisheit, der Starke nicht auf seine Stärke und ein Reicher nicht auf seinen Reichtum. Jer 9:22

So schön die Ehre ist, wenn sie uns als Geschenk zufällt, so hässlich wird sie, wenn man sich um sie bemüht, nach ihr verlangt und sie fordert. Wir sollten uns vor jeglichem Stolz und versteckter Ehrsucht hüten. Wer sich über andere erhebt, macht das Miteinander schwer, da er die anderen entwertet. Entscheidend ist nicht, was wir haben, sondern von wem wir es haben. Es gibt aber einen Stolz, der froh macht: Stolz auf die Erkenntnis des Herrn. Dies drückt eine ganz intensive intime Gemeinschaft aus. So sehr will Gott uns persönlich bekannt sein.

Grund zum Stolz hat nur, wer mich erkennt und begreift, dass ich der Herr bin. Jer 9:23

4 Das Leben vollkommen ändern Andacht zum 4.3.

Ihr müsst euer Leben vollkommen ändern. Jer 7:3

Das Hebräische meint hier keine punktuelle Korrektur, sondern eine Neuorganisation des Lebens. Diese vollkommene Änderung vollzieht sich in der umfassenden Hingabe und Leben mit Jesus. Und das hat Auswirkungen auf unsere Taten. Denn Glaube, der das Leben nicht berührt, bleibt leer. Umkehr heißt nicht, perfekt zu werden.
Umkehr heißt, sich immer wieder neu Jesus zuzuwenden und den Willen zu haben, das Gute zu tun. Jesu Liebe spornt uns zu Taten an. Im Alltag. Im Umgang mit den anderen. In unserem Gewissen.

Gespräch mit Christus

Christus,
ich wende mich zu dir.
Du siehst meine Wege,
nichts ist dir verborgen.

Ordne mein Herz neu.
Lass mich anders gehen.
Bleib bei mir,
und wohne in mir.

3 Sein Ohr öffnen Andacht zum 3.3.

Ich lege dir meine Worte in den Mund. Jer 1:9

Diese Worte spricht Gott zu Jeremia. Er legt ihm seine Worte in den Mund. Es werden Worte des Gerichtes sein. Für uns hört sich das dann zuerst verängstigend an. Und doch sind es gute Worte von Gott, der Liebe ist. In seiner Liebe will er warnen vor falschen Wegen. In seiner Liebe will er zur Einsicht und zur Umkehr bewegen. Dies ist heilsam und notwendig für uns, die eben immer wieder vom guten Weg abkommen und in falschen Dingen Sicherheit suchen. Haben wir Mut, auch die Gerichtsworte der Bibel zu hören und uns in sein Licht zu stellen. Das wird gut und heilsam für uns sein.

2 Gott ist bei uns Andacht zum 2.3.

Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Jer 1:8

Jeremia sträubt sich gegen seinen Auftrag. Er sieht sich der Aufgabe nicht gewachsen, zu jung, zu unerfahren. Doch Gott lässt seinen Einwand nicht gelten. Aber: Gott verspricht bei ihm zu sein. Er verspricht jedoch nicht, ihn vor allen Schwierigkeiten zu bewahren. Jeremia wurde später inhaftiert, deportiert, verhöhnt und abgelehnt. So ist es auch bei uns. Auch uns erspart Gott die schweren Zeiten des Lebens nicht, aber er geht mit uns durch sie hindurch und hilft uns. Am Auftrag Jeremias kann mir klar werden, dass der lebendige Gott auch mir etwas zumuten kann, aber immer sind wir darin von ihm gehalten.

1 Gekannt und berufen Andacht zum 1.3.

Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete. Jer 1:5

Gott kannte dich bevor er dich schuf. Wow! Er dachte an dich und machte Pläne für dich. Wenn du entmutigt bist, solltest du daran denken: du bist wertvoll in Gottes Augen und er hat einen Plan für dein Leben. Gott hat mit jedem etwas vor. Überlassen wir das Steuer unserer Seele ganz ihm. Er wird dich führen. Der Sinn unseres Lebens ist ihm allein zu dienen. Wofür hat Gott dich bestimmt?

Ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Jer 1:5

Hören und Gehorsam

7 Sich nach Gottes Wort richten Andacht zum 28.2.

Es sind keine leeren Worte, sondern sie sind euer Leben. Richtet euch danach. Dt 32:47

Leere Worte haben keine Substanz, keinen Sinn und keine Wirksamkeit. Gottes Wort aber ist nicht leer. Es besitzt tiefe Realität, innewohnende Kraft und unentbehrlichen Wert für das Leben. Richtet euch danach heißt nicht: perfekt sein. Es heißt: ausrichten. Immer wieder neu. Wie ein Kompass, der nicht verhindert, dass wir Umwege gehen, aber uns zurück auf Kurs bringt. Gottes Wort will nicht einengen, sondern lebendig machen – weil es uns verbindet mit dem, der Leben schenkt. Möge das Wort des Christus reichlich in uns wohnen und der Friede des Christus in unseren Herzen herrschen, bis zum Ende hin!

Vielleicht ist das die Einladung dieses Verses für heute: Nicht zu fragen, ob Gottes Wort relevant ist, sondern wo es mein Leben heute konkret berühren darf. In einer Entscheidung. In einem Konflikt. In der Art, wie ich mit mir selbst und anderen umgehe.

6 Niederwerfen vor Gott Andacht zum 27.2.

Sie werfen sich vor ihm nieder und achten auf seine Worte. Dt 33:3

Die Gebetshaltung kann uns öffnen für Gott. Wenn ich niederknie oder mich verbeuge, mache ich mich klein. Und ich spüre, dass ich vor etwas niederknie, das größer ist als ich selbst. Mein Gebet wird dadurch innerlicher und ich gebe mich bewusster in die Haltung des Hörens hinein. Und eben darauf kommt es ja an, auf seine Wegweisung und Instruktionen zu hören, mit einem Herzen, das zugewandt ist. Beten heißt nicht: sich selbst reden hören. Beten heißt: stille werden und stille sein und hören, bis der Betende Gott hört.

Man fragte einen Alten: Ist es gut, sich auf die Knie zu werfen? Der Alte sagte: Jesus Nave sah, als er sich auf die Knie warf, Gott. Apophthegmata / Wüstenväter

5 Der Prophet Andacht zum 26.2.

Er wird euch einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk. Auf den sollt ihr hören! Dt 18:15

In Apg 7,37 bezieht Stephanus diesen Vers auf Jesus. Das Kommen von Jesus Christus auf die Erde war Gottes Plan. Wie groß ist die Gnade, auf die Stimme eines solchen Propheten hören zu können! Es ist die Stimme Gottes, die durch den Mund des Menschen Christus Jesus redet, nicht im Donner, Blitz und flammendem Feuer, sondern mit einer zarten, sanften Stimme der Liebe und Barmherzigkeit, die mit besänftigender Kraft auf das zerbrochene Herz und auf den betrübten Geist herabkommt, wie die Tautropfen des Himmels auf eine dürre Landschaft. Doch vergessen wir nie, dass diese Stimme uns aus den Heiligen Schriften entgegenklingt.

4 Dem Herrn folgen Andacht zum 25.2.

Befolgt seine Weisungen von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dtn 26:16

Was kann diese Hingabe stören? Wir haben alle Wünsche, wie das Leben laufen sollte. Das betrifft den einzelnen Tag, wie auch die großen Lebensspuren. Wir wollen dies, wir wollen das. Wenn wir zu krampfhaft an diesen Wünschen festhalten und nicht offen bleiben für andere Richtungen, dann erzeugen diese Wünsche eine innere Unruhe. Erfüllen sich unsere Erwartungen dann nicht, neigen wir zu Traurigkeit oder Enttäuschung. Immer wieder gilt es darum Inventur zu ziehen, was fesselt und bindet, wo sollten wir lernen los zu lassen. Denn in einem Herzen, das sich an äußere Dinge verliert, ist kein Frieden. Darum lasst uns ärmer in unserem Wünschen werden und uns allein Gott hingeben

Ihr habt heute dem Herrn zugesagt, dass er euer Gott sein soll und dass ihr seinem Weg folgen wollt. Dtn 26:17

3 Zwei Seiten einer Medaille Andacht zum 24.2.

Ihr sollt den Herrn, euren Gott, lieben und auf ihn hören! Dt 11:1

​In unserer hektischen Welt definieren wir Liebe oft über Gefühle und das „Hören“ oft nur als das Aufnehmen von Informationen. Doch im biblischen Kontext sind Liebe und Hören untrennbar miteinander verwoben. Sie sind wie Einatmen und Ausatmen.

Lieben heißt: Den Fokus verändern! Gott zu lieben ist kein Befehl zur Gefühlsduselei. Es ist eine Entscheidung. Es bedeutet, Gott den Platz im Zentrum unseres Lebens einzuräumen, der ihm gebührt. Wenn wir jemanden lieben, suchen wir seine Nähe, wir interessieren uns für das, was ihn bewegt. Liebe ist der Motor, der uns dazu bringt, überhaupt erst hinhören zu wollen.

Hören heißt: Vertrauen wagen. Wenn Gott sagt: „Hör auf mich“, dann meint er: Vertrau mir so sehr, dass du meine Worte in deinem Alltag lebendig werden lässt. Wir hören nicht, um informiert zu sein, sondern um verwandelt zu werden.

2 Hören als Ausrichtung auf Gott 👂 Andacht zum 23.2.

Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Dt 6:4

Inneren Frieden gewinnt der, wer sich nicht unnötig um alles kümmert, was andere sagen und tun. Inneren Frieden gewinnt der, der seine Gedanken hörend immer wieder auf Gottes himmlische Welt ausrichtet. Wir haben in den himmlischen Dingen unsere Ruhestätte. Ja, wir leben in dieser irdischen Welt und wir dürfen sie auch mit allen Sinnen und Gottes Geschenken darin genießen, aber wir sollten nicht zu sehr darin verhaftet sein. Schon morgen könnte unser Leben vorbei sein. Dann sind wir vergangen. Darum in der Welt leben, aber mit den Gedanken und Ohren stets bei dem Allerhöchsten sein, nicht nachlässig im Gebet und verbunden mit Christus, auf dessen Stimme wir hören.

1 Offenes Ohr und gehorsames Herz ❤️ Andacht zum 22.2.

Und nun, Israel, höre. Dtn 4:1

In der gesamten Bibel wird immer wieder deutlich, dass es nicht allein um das Hören auf Gottes Wort geht, sondern vor allem um das Tun. Dieses Tun entspringt aus einem gehorsamen Herz. Das ist lebendiges Gebet. Corrie ten Boom beschreibt Beten so: auf Wegweisung und Instruktionen hören, mit einem Herzen, das ihm zugewandt ist; es ist ein Gespräch zwischen Vater und Kind. Täglich neu auf Gott hinhören und seine sanften Lenkungen wahrnehmen. Und ja, dafür hilft uns etwas, dass es heute immer seltener gibt: Stille. Versuche mal ganz bewusst zufällige Momente der Stille wahrzunehmen, sie nicht gleich mit dem Griff zum Smartphone zu füllen, sondern die Stille bewusst zu spüren.

Selig die Stillen, denn sie hören die Füße Gottes. Hanna Hümmer 






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