Christliche Andachten

Wochenthema der Andacht

Tägliche christliche Andacht

1. Vertraue dem Herrn

Ps 37,3: Vertraue auf den Herrn und tue Gutes.

Das Erste, was wir tun müssen: Vertraue! Das ist das Grundlegendste. Was auch kommt, wir dürfen uns nicht dazu drängen oder hinreißen lassen, unser Vertrauen wegzuwerfen. Wir wollen den guten Führungen des Herrn vertrauen. Er weiß, was er tut. Wir müssen nicht alles wissen, aber uns genügt zu wissen, dass er weiß. Wir sind sein und er ist unser, was um uns auch geschehen mag.

Das Zweite, was wir tun müssen: Gutes tun! Vertraue ich ihm, tue ich schon das erste Gute und aus diesem Guten erwächst alles weitere Gute. Die Reihenfolge ist wichtig. Wir tun nicht Gutes, um uns bei Gott etwas zu verdienen oder um sein Vertrauen zu gewinnen. Nein sondern umgekehrt. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wir vergeben, wie auch Christus uns vergeben hat. Wir tun Gutes, weil er uns zuerst Gutes tut.

Letzte Wochen – Andacht: Christliche Identität

Tägliche christliche Andacht

7. Als gebende Menschen leben 

Apg 20,35: ‭Geben macht glücklicher als Nehmen.

Unser Glück hängt nicht vom Haben ab. Wir sind nicht glücklich, weil wir dies oder jenes haben. Uns selbst an andere zu verschenken, darin besteht die größte Erfüllung. Unser Menschsein entfaltet seine wirkliche Blüte erst im Geben: ein Lächeln, ein Händedruck, einen Kuss, eine Umarmung, ein liebes Wort, ein Geschenk, ein Stück unseres Lebens … unser ganzes Leben. Ein glückliches Leben ist ein Leben für andere. Und unser Leben selbst ist das größte Geschenk an andere, was wir zu geben haben. Die  Frage lautet also nicht: Was können wir einander bieten?, sondern: Wer können wir füreinander sein? Wenn ich mich selbst frage: Wer hilft mir am meisten?, dann muss ich zur Antwort geben: Der Mensch, der bereit ist, sein Leben mit mir zu teilen.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 25.5)
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6. Als gebrochene Menschen leben

Apg 14,22: ‭Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.

Wir sind Auserwählte Gottes, von ihm gesegnet. Zeitgleich sind wir gebrochene Menschen, oft voller Leiden und Schmerzen. Wir empfinden das Leiden (körperlich, seelisch, gefühlsmäßig) als unwillkommen, als etwas, das es eigentlich nicht geben sollte. Leiden sollte zwar um jeden Preis vermieden werden. Aber ist es dann eben da, ist der erste Schritt der Heilung, es anzunehmen. Denn das Gebrochensein können wir nicht leugnen. Es geht vielmehr darum, sich mit ihm auszusöhnen. Wir müssen uns unseren meistgefürchteten Feind zum Freund machen. Denn wenn unser Gebrochensein tatsächlich genauso ein Wesensbestandteil unseres Daseins ist wie unsere Auserwählung und unser Gesegnetsein, dann müssen wir die Angst vor ihm überwinden und uns näher darauf einlassen. Es ist eine tiefe Wahrheit, dass das menschliche Leid nicht der Freude und dem Frieden, wonach wir uns sehnen, im Weg stehen muss, sondern dass es gerade der Weg dazu werden kann.

Darin besteht das wirkliche Heilen. Nicht im Wegnehmen des Leids, sondern im Erschließen des Leids als Tor ins Leben. Ja, in das neue, in das ewige Leben.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 24.5)
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5. Als gegenwärtige Menschen leben

Ps 139,5: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Leben wir gegenwärtig! Das bedeutet, achtsam alle Segungen wahrzunehmen, die uns Tag um Tag begegnen. Halten wir inne, hören wir hin, seien wir aufmerksam, um dankbar anzunehmen, was uns geschenkt ist. Dieses aufmerksame Gewärtigsein kann uns die Augen dafür öffnen, in welch vielfacher Hinsicht wir mit Segen bedacht werden. Wir müssen diese vielfältigen Formen des Segens nicht erst erfinden. Sie sind schon da; sie umgeben uns bereits von allen Seiten. Aber wir müssen ihrer gewärtig sein und sie aufnehmen. Sie drängen sich uns nicht auf. Sie erinnern uns leise und zärtlich an jene wunderbare, starke, aber verborgene Stimme dessen, der uns bei unserem Namen ruft und Gutes über uns spricht. Ja: dieses gegenwärtige Leben fällt uns oft schwer. Immer bleibt noch so viel zu tun, müssen noch so viele Aufgaben erledigt und Pflichten erfüllt werden. Ein stilles Innehalten scheint unnütz oder gar Zeitverdeudung.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 23.5.)
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4. Als gesegnetes Kind Gottes leben

Hebr 6,14: Ich will dich reichlich segnen!

Heute fühlen wir uns toll, morgen elend. Heute haben wir neuen Elan, morgen ist alles trüb und öde. Heute haben wir Lebenslust, morgen sind wir lebensmüde. Heute können wir Bäume ausreißen, morgen fühlen wir uns schon von der kleinsten Belastung übefordert. All das sind Stimmungen, die wellenartig mal hier und mal dort ausschlagen. In Gottes Segen zu leben, bedeutet in diesen wellenartigen Stimmungen Gottes gütige Stimme in unserem Ohr zu behalten, die uns segnet. Nur so können wir mit einem soliden Grundgefühl, dass es uns gut geht und dass wir zuverlässig in Gott verwurzelt sind, durchs Leben gehen. Du bist gesegnet. An dich und über dich ergehen gute Worte. Segnen heißt nämlich auf Latein: benedicere und wörtlich bedeutet es über jemanden Gutes (bene) sagen (dicere).  Gott sagt Gutes über uns aus. Das ist Gottes Segen für uns.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 22.5.)
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3. Als Gottes Kinder im Licht wandeln

Jes 2,5: Lasst uns wandeln im Licht des Herrn!

Wenn jemand freundlich zu uns ist, können wir seine Motive in Frage stellen. Wenn etwas gut läuft, hätte es auch noch besser laufen können. Wenn ein Problem gelöst ist, taucht doch immer wieder ein neues Problem auf. Wenn es uns gesundheitlich gut geht, fragen wir uns: Wie lange noch? Wo auch immer ein Grund zur Dankbarkeit ist, findet sich auch ein Grund zur Bitterkeit. Darum liegt es in unserer Freiheit zu wählen, ob wir dankbar oder bitter sein wollen. Wenn wir hartnäckig immer nur die Schattenseiten sehen, werden wir zunehmend von der Finsternis angezogen. Wenn wir dagegen beharrlich nach dem Licht ausschauen, werden wir selbst immer mehr Licht. Die Dankbarkeit erzeugt neue Dankbarkeit, so wie die Liebe neue Liebe hervorbringt.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 21.5)
☀️

2. Als Gottes auserwähltes Kind leben

Joh 15,16: Ich habe euch erwählt.

Wir sind Auserwählte Gottes. Von aller Ewigkeit her, lange bevor du geboren und ein Teil der Geschichte geworden bist, hast du bereits in Gottes Herz existiert. Die Augen der Liebe hatten dich schon lange zuvor als kostbar erkannt, als unendlich schön, als ewig wertvoll, lange bevor du das evtl. von deinen Eltern, Freunden, deinem Ehepartner oder sonstwem gesagt bekommen hast. Lange bevor uns irgendein Mensch gesehen hat, hat uns schon Gottes Antlitz angeschaut, das von Liebe strahlt. Unsere Kostbarkeit, Einmaligkeit und Individualität erhalten wir nicht von denen, die uns in der von Uhren messbaren Zeit begegnen, sondern von dem Einen, der uns aus immerwährender Liebe auserwählt hat, aus einer Liebe, die von Ewigkeit her existierte und in alle Ewigkeit fortdauern wird.

In der Welt muss man Prüfungen bestehen, um etwas wert zu sein, vor Gott aber darf man versagen und wird dennoch auserwählt. Corrie ten Boom

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 20.5)
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1. Als Gottes geliebtes Kind leben

Mt 3,17: Dies ist mein geliebter Sohn, über den ich mich von Herzen freue.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir diesen Satz auch auf uns beziehen dürfen: Du bist mein geliebtes Kind. Das sagt Gott zu uns. Ja, es gibt die Stimme der Liebe vom Himmel her dies zu uns sagt. Es ist sicherlich nicht einfach, sie in einer Welt zu hören, die voller Stimmen ist, die das Gegenteil schreien. Diese negativen Stimmen sind oft so laut, dass wir in der Gefahr stehen, ihnen Gehör zu schenken. Das ist die große Falle. Es ist die Falle der Unzufriedenheit mit sich selbst. Darum: der Anfang und die Vollendung unseres Lebens besteht darin, Gottes geliebtes Kind zu werden bzw. vielmehr zu erkennen, das wir das längst sind. 

Was bedeutet es nun Gottes geliebtes Kind zu werden? Es bedeutet, dass wenn dies meine tiefste Wahrheit ist, es auch in der Art und Weise, wie ich lebe, wie ich esse, trinke, rede, liebe, spiele und arbeite, sichtbar und greifbar werden muss.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 19.5)
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Letzte Wochen – Andacht: Sieben Gaben des hl. Geistes

Tägliche christliche Andacht

7. Gabe der Gottesfurcht

1 Petr 1,17: Führt ein Leben in Gottesfurcht.

Die Gottesfurcht bedeutet nicht, Angst zu haben vor Gott: Wir wissen, dass Gott der Vater ist und dass er uns liebt und unser Heil will und stets vergibt. Daher gibt es keinen Grund, vor ihm Angst zu haben! Die Gottesfurcht ist vielmehr die Gabe des Geistes, die uns daran erinnert, wie klein wir sind vor Gott und vor seiner Liebe, und dass unser Wohl darin besteht, uns mit Demut, mit Hochachtung und mit Vertrauen in seine Hände hinzugeben. Das ist die Gottesfurcht: die Hingabe an die Güte unseres Vaters, der uns so sehr liebt.

Die Gottesfurcht ist eine Gabe, die uns zu überzeugten, begeisterten Christen macht, die sich dem Herrn nicht aus Furcht unterwerfen, sondern weil sie von seiner Liebe bewegt und ergriffen sind!

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 18.5)
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6. Gabe der Frömmigkeit

Gen 17,1: Wandle vor mir und sei fromm.

Die Gabe der Frömmigkeit ist die enge Verbundenheit und Vertrautheit mit Gott. Die Frömmigkeit verweist auf unsere Zugehörigkeit zu Gott und unsere tiefe Bindung an ihn, eine Bindung, die unserem ganzen Leben Sinn schenkt und die uns standhaft macht, in Gemeinschaft mit ihm, auch in den schwierigsten und erschütterndsten Augenblicken. Diese Bindung an den Herrn darf nicht als eine Pflicht oder als etwas von außen Auferlegtes verstanden werden. Es ist eine Bindung, die von innen her kommt. Es handelt sich um eine mit dem Herzen gelebte Beziehung: Es ist unsere Freundschaft mit Gott, die uns von Jesus geschenkt ist, eine Freundschaft, die unser Leben verändert und uns mit Begeisterung, mit Freude erfüllt. Daher ruft die Gabe der Frömmigkeit in uns vor allem Lob und Dank hervor. Denn das ist der Grund und der wahrhaftigste Sinn unseres Gottesdienstes und unserer Anbetung.

Frömmigkeit ist gleichbedeutend mit kindlicher Vertrautheit mit Gott, mit jener Fähigkeit, in Liebe und Einfachheit zu ihm zu beten, die den von Herzen demütigen Menschen zu eigen ist.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 17.5)
☀️

5. Gabe der Stärke

Phil 4,13: Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.

Es gibt schwierige Augenblicke und extreme Situationen. Wir alle kennen Menschen, die schwierige Situationen, viel Leid erlebt haben. Der Herr kommt immer, um uns in unserer Schwäche zu stützen, und er tut dies mit einer besonderen Gabe: der Gabe der Stärke. Aber man darf nicht meinen, die Gabe der Stärke sei nur bei einigen Gelegenheiten oder in besonderen Situationen notwendig. Diese Gabe muss den Grundton unseres Christseins darstellen, in unserem ganz gewöhnlichen täglichen Leben. Wir müssen an allen Tagen des täglichen Lebens stark sein, brauchen diese Stärke, um unser Leben, unsere Familie, unseren Glauben voranzubringen. Wenn wir das tägliche Leben bewältigen müssen, wenn Schwierigkeiten auftreten, wollen wir daran denken: Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Der Herr gibt die Kraft, immer, er lässt sie uns nicht fehlen.

An Gott mich klammern, das ist meine Kraft. Augustinus

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 16.5)
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4. Gabe der Erkenntnis

Spr 15,14: Ein kluger Mensch sucht Erkenntnis.

In Gabe der Erkenntnis hilft uns der heilige Geist die Größe und die Liebe Gottes und seine tiefe Beziehung zu jedem Geschöpf zu begreifen. In den Augen Gottes sind wir das Schönste, das Größte, das Beste der Schöpfung. Uns in seiner Liebe als seine geliebten Kinder erkennen, ist unerlässlich für unser christliches Sein. Der geisterfüllte Mensch kann so jeden Tag viele Dinge sehen, die uns geschenkt sind und ein Grund zur Freude und Dankbarkeit sind. Die Gabe der Erkenntnis betrifft weiter auch das Erkenntnis des richtigen Tuns. Der heilige Geist hilft uns zu erkennen, was Gott mit uns vorhat, was unsere Aufgabe ist und wo unsere Hilfe gefragt ist. Das setzt tief in unserem Herzen die Bereitschaft und Offenheit voraus, uns prägen und verändern zu lassen.

Das Streben, Gott selbst zu erkennen, hat Gott dem Menschen ins Herz gesenkt, damit er dadurch, daß er Ihn erkennt und liebt, auch zur vollen Wahrheit über sich selbst gelangen könne. Papst Johannes Paul II

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 15.5)
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3. Gabe des Rates

Ps 16,7: Der Herrn hat mich beraten.

Durch die Gabe des Rates erleuchtet Gott unser Herz und lässt uns so verstehen, wie wir sprechen, uns verhalten und welchem Weg wir folgen sollen. Wie aber wirkt diese Gabe in uns? In dem Augenblick, in dem wir den Heiligen Geist annehmen und in unserem Herzen wohnen lassen, beginnt er, uns für seine Stimme empfänglich zu machen und unsere Gedanken, unsere Empfindungen und unseren Willen nach dem Herzen Gottes auszurichten. Gleichzeitig bringt er uns immer mehr dazu, den inneren Blick auf Jesus zu richten, als Vorbild für unser Handeln und dafür, wie wir uns zu Gott, dem Vater, und den Brüdern in Beziehung setzen sollen.

Der Geist gibt uns Rat, aber wir müssen dem Geist Raum schenken, damit er uns Rat geben kann. Und Raum schenken bedeutet beten, beten, auf dass er komme und uns stets helfen möge. „Komm heiliger Geist“ ist wohl eines der mächtigsten Stoßgebete. Gebrauchen wir es oft und sprechen es stets von Herzen.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 14.5)
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2. Gabe der Einsicht

1 Kor 2,10: Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist.

Die Gabe der Einsicht ist Gnade, die in uns die Fähigkeit erweckt, über das Äußere der Wirklichkeit hinauszugehen und die Tiefen der Gedanken Gottes und seines Heilsplans zu ergründen. Diese Gabe lässt uns die Dinge so verstehen, wie Gott sie versteht, mit der Erkenntnis Gottes. Das bedeutet nicht, dass wir alles verstehen und die Pläne Gottes vollständig erkennen können. All das wartet weiter darauf, in seiner ganzen Klarheit offenbart zu werden, wenn wir vor dem Angesicht Gottes stehen und wirklich mit ihm eins sein werden.

Die Gabe der Einsicht trägt auch im zwischenmenschlichen ihre Wirkung: Wer einsichtig ist, kann zugeben, dass auch andere Recht haben. Wer einsichtig ist, kann Fehler zugeben und zu ihnen stehen. Wer einsichtig ist, kann, weil er sich in das Gegenüber hineinzuversetzen vermag,  fair mit den Fehlern anderer umgehen. Wer einsichtig ist, beweist Größe. 

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 13.5)
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1. Gabe der Weisheit

Jes 11,2: Der Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Ehrfurcht vor dem Herrn.

Es handelt sich nicht einfach um die menschliche Weisheit, die Frucht von Wissen und Erfahrung ist. Die Weisheit ist die Gnade, alles mit den Augen Gottes sehen zu können. Manchmal sehen wir die Dinge nach unserem Gutdünken oder nach unserer Herzenslage, mit Liebe oder mit Hass, mit Neid. Nein, das ist nicht das Auge Gottes. Alle Dinge mit den Augen Gottes sehen. Dies kommt aus der Vertrautheit mit Gott, aus der innigen Beziehung, die wir zu Gott haben, aus der Kindesbeziehung zum Vater. Und wenn wir diese Beziehung haben, schenkt uns der Heilige Geist die Gabe der Weisheit. Wenn wir in Gemeinschaft mit dem Herrn stehen, dann verklärt der Heilige Geist gleichsam unser Herz und lässt es seine ganze Wärme und seine besondere Liebe spüren. Papst Franziskus

Weisheit ist etwas anderes als Wissen und Verstand und Lebenserfahrung. Weisheit ist das Geschenk, den Willen Gottes in den konkreten Aufgaben des Lebens zu erkennen. Dietrich Bonhoeffer 

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 12.5.)
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Letzte Wochen – Andacht: Einzelimpulse

Tägliche christliche Andacht

Da bei mir zur Zeit recht viel los ist und nicht dazu kam ein Wochenthema zusammen zu stellen, gibt es diese Woche  voneinander unabhängige Einzelimpulse.

7. Unsere Hoffnung auf Gott setzen

1 Petr 1,21: ‭‭Durch ihn habt ihr zum Glauben an Gott gefunden. Gott hat Jesus Christus von den Toten auferweckt und ihm seine göttliche Herrlichkeit gegeben. Deshalb setzt ihr jetzt euer Vertrauen und eure ganze Hoffnung auf Gott.

Wir brauchen die kleineren oder größeren Hoffnungen, die uns Tag um Tag auf dem Weg halten. Aber sie reichen nicht aus ohne die große Hoffnung, die alles andere überschreiten muss. Diese große Hoffnung kann nur Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen. Gerade das Beschenktwerden gehört zur Hoffnung. Gott ist das Fundament der Hoffnung – nicht irgendein Gott, sondern der Gott, der ein menschliches Angesicht hat und der uns geliebt hat bis ans Ende: jeden einzelnen und die Menschheit als ganze. Sein Reich ist kein imaginäres Jenseits einer nie herbeikommenden Zukunft; sein Reich ist da, wo er geliebt wird und wo seine Liebe bei uns ankommt. Benedikt XVI

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 11.5)
☀️

6. Reich Gottes

Apg 28,31: Er verkündigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus.

Es ist ein wunderbarer Gedanke, zu denken: In mir, in all meiner Armut, kann das Reich Gottes ankommen. Darin, was ich bin, wie ich lebe, wie ich meinen Beruf ausübe, wie meine Familie ist, wie ich mein Schicksal trage, kann das Reich Gottes ankommen. Es kann kommen in jedem Gedanken, jedem Tun, die dem Ruf Gottes gehorchen. Das ist das Geheimnis von Gottes Vornehmheit, dass Er sein Reich nicht erzwingt, sondern es von uns abhängig macht, ob wir es annehmen. Immerfort sind wir es, die Ihm die Tür öffnen oder verschließen: in jedem Denken und Tun und Lassen und Leiden. Romano Guardini

Alles zu wollen, was Gott will, es immer zu wollen, bei allen Gelegenheiten und ohne Einschränkungen, das ist das Reich Gottes, das ganz innen ist. François Fénelon

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 10.5)
☀️

5. Liebe drängt uns zu dieser Nachahmung

1 Kor 11,1: ‭‭Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Nachahmer des Christus bin!

Die Vollkommenheit besteht darin, den Willen Gottes zu tun. Sie besteht darin, sein Leben in der Weise zu führen, die Gott für uns will und wo er uns will. Darum versuchen wir Jesus Schritt für Schritt so genau wie möglich zu folgen, sein Leben zu teilen, so wie es war. Die Liebe drängt uns zu dieser Nachahmung. Gott will, dass wir unsere Segel im Wind der reinen Liebe ausspannen, und dass wir, von ihm gedrängt, der Spur seines Duftes folgen. In Treue gehen wir, wohin er will, führen wir unser Leben in der Weise, die sein Wille für uns bestimmt. Überall wollen wir uns mit all unseren Kräften bemühen, ihm nahe zu kommen. Überall verhalten wir uns in jeder Lage und unter allen Umständen so, wie er selbst es getan hätte … zumindest versuchen wir es.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 9.5)
☀️

Heutige Andacht:

4. Zur Dankbarkeit

Ps 9,2: Dir, Herr, will ich von ganzem Herzen danken.

Der Dankbare nimmt wahr, was ihm geschenkt wird. Der Undankbare vergisst, was ihm täglich geschenkt wird. Daher hat der römische Philosoph Cicero die Undankbarkeit als Vergessen – und damit als Schwäche – bezeichnet. Dankbarkeit gibt die innere Kraft, nicht zu vergessen, was mir in meinem Leben schon geschenkt wurde und was mir täglich geschenkt wird durch Menschen, die mir begegnen, aber auch durch die Gaben der Schöpfung. Dankbarkeit hält die Vergangenheit nicht fest. Sie flieht auch nicht vor der Gegenwart. Vielmehr holt sie die Vergangenheit in das Jetzt hinein, um das Jetzt anders zu erleben. Anselm Grün

Ich bin nicht dankbar, weil ich glücklich bin. Ich bin vielmehr glücklich, weil ich dankbar bin. David Steindl-Rast

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 8.5.)
☀️

3. Verliert euch nicht an diese Welt

1 Kor 7,31: Verliert euch nicht an diese Welt, auch wenn ihr in ihr lebt.

Sich nicht an die Welt zu verlieren, beinhaltet die Notwendigkeit des Loslassens. Wichtig: Das bedeutet nicht in heiliger Gelassenheit über allen Dingen zu stehen. Wir nehmen uns mit Herz und Verstand allem an, was uns begegnet, mit Freud und Leid, das darin liegt. Loslassen bedeutet vielmehr, sich an alledem nicht zwanghaft zu klammern, nicht darin zu wühlen und grübeln, sondern alles, aber auch wirklich alles, im Vertrauen in Gottes Hände zu legen. Loszulassen bedeutet so, sich ganz bewusst dem Strom der Augenblicke hinzugeben, denn allein hier findet Gottesbegegnung statt, nicht nur an heiligen Orten, sondern vor allem auch im banal erscheinenden Alltag. Wenn ein Teil von dir an etwas festhalten will, dann probiere aus, ob dir das Loslassen eine tiefere Gottesbegegnung schenkt, als das Anheften.

Nachfolge geht nicht ohne Loslassen. Ballast muss abgeworfen werden. Gordon MacDonald

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 7.5.)
☀️

2. Seine Pflicht tun?

Lk 17,10: Wir haben nur unsere Pflicht getan.

Von welcher Pflicht spricht Jesus hier? Ich habe von Gott alles bekommen: Mein Leben mit all seinen Gaben. Ich bin ein Geschöpf Gottes. Ich vergesse es nur sehr oft. Mein Leben ist ein Geschenk Gottes. Ich bin es ihm schuldig, mein Leben als das größte Geschenk anzusehen. Wie gehe ich mit diesem meinem Leben um? Sehe ich es als wertvoll an? Pflicht bedeutet hier, dass ich anerkenne, dass Gott ein Anrecht auf mich hat und dass ich mich als sein Geschöpf verhalte. Benedikt XVI drückt dies so aus: Es ist außer einem Bedürfnis des Herzens auch unsere Pflicht, Ihn zu loben und Ihm zu danken, dem Ewigen, der uns in der Zeit begleitet, ohne uns je zu verlassen, und der stets mit treuer und barmherziger Liebe über die Menschheit wacht.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 6.5.)
☀️

1. Gute Schritte zur Ewigkeit hin tun

Phil 3,20: Unsere Heimat ist der Himmel.

Erwägen Sie oft diesen guten Gedanken, daß wir auf dieser Welt unseren Weg gehen zwischen Paradies und Hölle, daß unser letzter Schritt uns in die ewigen Wohnstätten bringen wird, daß wir nicht wissen, welches unser letzter Schritt ist und, um diesen letzten recht zu tun, versuchen müssen, alle anderen gut zu tun. O heilige Ewigkeit ohne Ende, glückselig, der an dich denkt! Ja, denn was bedeutet schon dieses Schauspiel kleiner Kinder, das wir auf dieser Welt für, ich weiß nicht wie viele Tage, darbieten? Nicht das Geringste, wenn es nicht der Übergang zur Ewigkeit wäre. Darum also müssen wir Sorge tragen für die Zeit, die wir hier unten weilen müssen, und für alle unsere Handlungen, damit wir sie zur Gewinnung des ewigen Gutes gebrauchen. Franz von Sales

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 5.5)
☀️

Tägliche christliche Andacht

7. Anderen Menschen Gutes tun

Jes 1,17: Lernt, Gutes zu tun.

Tun wir für unsere Mitmenschen in leiblicher wie in seelischer Hinsicht, was wir nur können. Beten wir für sie und seien wir stets von Herzen hilfsbereit, dann beweisen wir am besten, daß wir sie wirklich von Herzen lieb haben. Eine Liebe, die sich in schönen Worten erschöpft, hat wenig Wert; das ist nicht Liebe, wie sie der Herr uns erwiesen. Ihm war es nicht genug, uns nur in Worten seiner Liebe zu versichern, er ging weit darüber hinaus. Er erbrachte den Beweis seiner Liebe durch all das, was er für uns getan hat. Im übrigen aber müssen wir gegen alle gleich liebevoll sein, denn der Herr hat nicht gesagt: Liebt die Tugendhafteren, sondern liebt einander so, wie ich euch geliebt habe, macht keinen Unterschied, schließt keinen aus und wäre er noch so unvollkommen. Franz von Sales

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 4.5)
☀️

6. Neues Gebot

Joh 13,34: Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben.

Das ist wie Dein Testament, das ist Deine höchste Empfehlung: das ist ein neues Gebot, nicht grundsätzlich neu, aber neu durch die Inständigkeit, mit der Du es uns empfiehlst, neu durch die Ausweitung, die Du ihm gibst: „die Menschen lieben wie Du sie geliebt hast”, neu durch das Gewicht, das Du ihm gibst: „Daran wird man erkennen, dass Ihr meine Jünger seid”, neu durch die Feierlichkeit, mit der Du es aufstellst, indem Du daraus Dein wichtigstes Testament machst, den Ausdruck Deiner letzten Empfehlung in dieser Grabesnacht. Lieben wir Gott, der uns so sehr liebt, dass er sich uns schenkt, sich uns anvertraut, sich uns ausliefert, sich uns hingibt ganz und gar, der uns seinen Leib und seine Seele voll zu eigen gibt. Charles de Foucauld

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 3.5.)
☀️

5. Gebrochene Liebe leben

Joh 15,12: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.

Ein Leben im Geist setzt voraus, dass wir an der unvergänglichen, ewigen Liebe Gottes zu uns festhalten und unsere eigene zeitliche Liebe, die wir Eltern, Geschwistern, unseren Ehegatten und allen, die Teil unseres Lebens sind, entgegenbringen, zum Widerschein dieser ewigen Liebe Gottes werden lassen. Weder Vater noch Mutter können ihren Kindern vollkommene Liebe schenken. Weder Ehemann noch Ehefrau können einander unbegrenzte Liebe schenken. Menschliche Liebe wird stets irgendwo gebrochen sein. Wenn unsere gebrochene Liebe die einzige Liebe ist, dir wir schenken oder erwarten dürfen, könnten wir der Hoffnungslosigkeit verfallen. Leben wir aber unsere gebrochene Liebe als einen bedingten Abglanz von Gottes vollkommener, bedingungsloser Liebe, dann können wir einander unsere Grenzen vergeben und uns der Liebe erfreuen, die wir zu geben haben. Henri J. M. Nouwen

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 2.5.)
☀️

4. Umgang mit Leidenschaften

1 Thess 4,5: Lasst euch nicht von Leidenschaften und Begierden beherrschen wie Menschen, die Gott nicht kennen.

Man verlangt von euch nicht, daß ihr frei von Leidenschaften seid. Das liegt nicht in eurer Macht. Gott will sogar, daß ihr sie bis zum Tod spüren sollt. Was kann also denn ein Mensch dafür, daß er gerade dieses oder jenes Temperament, diese oder jene Leidenschaft hat? Den Ausschlag geben die Akte, die wir unter dem Druck der Leidenschaften setzen, denn die Akte hängen von unserem Wollen ab. Nehmen wir an, es überfällt mich der Zorn, so sage ich ihm: Fort, pack dich, kannst meinetwegen platzen, ich tu doch nicht, was du willst, nicht ein erregtes Wort soll mir entschlüpfen! Diese Macht hat Gott uns gelassen, sonst hätte er uns ja zu Unmöglichem verpflichtet, wenn er die Vollkommenheit verlangt; und das wäre eine Ungerechtigkeit, die es bei Gott nicht geben kann. Franz von Sales

Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern in deren Kontrolle. Josh Billings

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 1.5.)
☀️

3. Umgang mit Abneigungen

Lev 26,11: Ich schlage meine Wohnung in eurer Mitte auf und habe gegen euch keine Abneigung.

Auch wir wollen Gott darin folgen, keine Abneigung zu haben: Habe ich mit einem Menschen zu tun, der mir zuwider ist, so muß ich meinen Geist davon losreißen, an diese Abneigung zu denken, und tun, als wenn nichts wäre. Leider Gottes möchten wir aber nur zu gern wissen, ob dieser Widerwillen berechtigt ist oder nicht. O, auf derlei Untersuchungen dürfen wir uns nie einlassen. Denn die Eigenliebe, die niemals stirbt,  wird uns die Pille so geschickt vergolden, daß wir sie wirklich für gut halten, d.h. sie wird uns vorspiegeln, daß wir unsere guten Gründe haben, der betreffenden Person abgeneigt zu sein. Wir müssen in diesen Dingen sehr auf der Hut sein! Wir haben niemals einen Grund zur Abneigung und noch weniger, sie zu nähren. Franz von Sales

…sicherlich in der damaligen Sprache verfasst und für uns heute etwas holprig zu lesen, aber der Grundgedanke ist schlichtweg beeindruckend und geht auch heute noch zu Herzen!

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 30.4)
☀️

2. Freundlich zu jedem und allen

1 Kor 13,4: Liebe ist geduldig und freundlich.

Manche Leute sind der irrigen Ansicht, es sei Verstellung, Menschen, die uns unsympathisch sind, Beweise herzlicher Liebe und freundschaftlicher Gesinnung zu geben. Das stimmt aber nicht. Für die Abneigung können wir nichts, sie hat ihren Sitz im niederen Bereich der Seele. Wir handeln also nicht falsch, obwohl unser Gefühl nicht mit Wort und Tat übereinstimmt. Wie unsinnig handeln dagegen die Leute, wenn sie sich mit ihrer angeblichen Offenheit brüsten, weil sie ihre Feinde schief ansehen und das gerade und ehrlich heißen! Franz von Sales

Kleine Gesten ehrlicher Höflichkeit helfen, eine Kultur des Zusammenlebens und der Achtung gegenüber unserer Umgebung aufzubauen. Franziskus

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 29.4)
☀️

1. Gütig zu allen Menschen

Mt 5,45: Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.

Seien wir gütig, seien wir sanftmütig in Gedanken, Worten und Werken. Retten wir die Seelen und vernichten wir sie nicht. Strenge und Härte würden sie vernichten, Zärtlichkeit gewinnt und rettet sie. Selbst wenn man schlecht mit uns umgeht, uns beschimpft, uns misshandelt, bleiben wir zärtlich. Zerreißen wir von unserer Seite nicht das Band der Nächstenliebe mit unserem schuldig gewordenen Bruder. Bekämpfen wir das Schlechte mit dem Guten. Überhäufen wir unseren Bruder mit Zärtlichkeit und Nächstenliebe mit Zeichen der Liebe. Früher oder später, sichtbar oder unsichtbar werden sie in seinem verhärteten Herzen Wirkung zeigen. Und selbst wenn sie keine Wirkung zeigen, gereichen sie immerhin zur Ehre Gottes der seine Güte walten lässt über Gerechte und Ungerechte. Charles de Foucauld

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 28.4.)
☀️

Letzte Wochen – Andacht:

Tägliche christliche Andacht

7. Gotteshalt

Ps 63,9: Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand.

Schau immer wieder zu unserem Vater auf, ob ihm dein Tun und dein Wandel recht ist. Hüte dich vor allem, seine Hand loszulassen. Blicke immer wieder zu ihm auf gleich dem Seemann auf offenem Meer. Um seine Richtung einzuhalten, schaut er mehr auf den Himmel als auf das Wasser, auf dem er dahinfährt. So muß auch dein Herz sein: offen nur dem Himmel, unzugänglich für vergänglichen Reichtum. So wird Gott mit dir, in dir und für dich arbeiten, und deine Arbeit wird dir Freude bereiten. Franz von Sales

An dir hängt meine Seele. Ps 63:9

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 27.4)
☀️

6. Gotteshilfe

Ps 63,8: Du bist meine Hilfe geworden.

Ich blicke zurück. Wo und wie hat Gott mir schon geholfen? Dieses Nachsinnen frischt unser Gedächtnis auf. Neben den vielen einzelnen Lebenssituationen, wo Gott seine Segnungen über uns ausgeschüttet hat, denken wir immer auch an die größte Gabe Gottes: Christus, seinen Sohn, unsere Hilfe. Die Gaben Gottes sind ja letztlich all das, was uns der Sohn schenkt, ohne dass wir es verdient hätten. Wie wunderbar – wunderbar, dass gerade der, der Hilfe bringen kann, dass gerade der sagt: Kommet her! Und ja: Gottes Macht zu helfen ist so groß, dass er immer einen Weg und eine Hilfe für dich hat.

Nicht in unserm Leben muss sich Gottes Hilfe und Gegenwart erst noch erweisen, sondern im Leben Jesu Christi hat sich Gottes Gegenwart und Hilfe für uns erwiesen. Dietrich Bonhoeffer

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 26.4)
☀️

5. Deine Nähe sättigt mich 

Ps 63,6: ‭Deine Nähe sättigt den Hunger meiner Seele.

In diesem Leben kann niemand unser Sehnen ganz erfüllen. Mehr noch: immer häufiger sind wir übersättigt von zu vielen Dingen, aber nicht wirklich befriedigt. Christus allein sättigt uns, indem er sich uns selbst zur Speise gibt. Er ist es, der uns sättigen will. Er will unsere Nahrung sein. Er will und kann alles für uns sein, was wir brauchen. Gemeinschaft mit ihm ist der Himmel auf Erden. Er gibt uns die Sättigung, die wir brauchen: Gott selbst, sich selbst. Glaube ich Jesus, dass er mich sättigt? Dass er mir wirklich gibt, wonach ich verlange, was ich brauche und wonach ich mich sehne? Bringen uns aber des Tages Sorgen und Mühen in Versuchung, Gott und seine Hingabe an uns zu vergessen, so ist es gut, wenn wir in der Stille wieder neu an Gott denken.

Es wird kein Herz satt, es höre denn Christus und horche auf das Evangelium. Martin Luther

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 25.4)
☀️

4. Gotteslob

Ps 63,5: So will ich dich loben mein Leben lang.

Wenn es uns schlecht geht, dann steckt unsere Seele wie in einem tiefen, dunklen Loch. Schwere Gedanken, bittere Erfahrungen und Ängste lasten dann auf ihr. Oft gilt es, diese Phasen schlicht auszuhalten und unser Glaube hilft uns eben dabei. Da hilft z.B. dieser Vorsatz „Ich dich loben“ in positiver, geistlicher Weise. Mit diesem Vers beginne ich persönlich jeden Morgen mein Gebet. Es zieht mich weg vom Murren und Grübeln und zieht mich hin zum Lob Gottes. Es „stimmt“ mich für den Tag, so wie ein Instrument gestimmt wird, bevor man darauf spielt. Und so gestimmt versuche ich in den Tag zu gehen trotz der Mißklänge, die mich erwarten oder die ich selbst erzeuge. Der Vorsatz ist: Solange wir leben, wollen wir lieben, Gott lieben, der uns so sehr liebt. Wenn uns auch mal die Situation, in der wir uns befinden, keinen Grund zur Freude gibt, so werden wir doch stets Grund haben, uns im Herrn zu freuen.

Gott loben – das ist keine Frage der Stimme, sondern des Herzens. Peter Hahne

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 24.4)
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3. Gott und Leben

Ps 63,4: Deine Gnade ist besser als Leben. Meine Lippen sollen dich rühmen.

Das Leben ist so kostbar. Seien wir dankbar für jeden neuen Tag, den wir erleben dürfen. Aber besser noch als Leben ist Gottes Gnade. Das bedeutet: Gottes Gemeinschaft genießen ist besser als das Beste, was dieses Leben uns bieten kann. Denn: Das irdische Leben schwindet hin und geht irgendwann zu Ende. Gottes Gnade und damit seine Gemeinschaft mit uns währt ewig. Christus ist mein Leben, und Sterben ist Gewinn, schreibt Paulus. Unser Leben ist das höchste Gut in unserer Welt und doch wird es übertroffen von Gottes Gnade. Seine Liebe und Gnade ist immer süß, auch wenn wir jetzt gerade ihre Süßigkeit evtl. nicht genießen oder spüren.

Der Herr gibt mir immer die Gnade, für den heutigen Tag zu leben; nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit soll ich leben, sondern heute! Heute mit Ihm! Corrie ten Boom

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 23.4.)
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2. Gottessehnsucht

Ps 63,2: Meine Seele dürstet nach dir.

Der Durst ist ein Verlangen nach dem, was eins der wichtigsten Mittel zur Erhaltung unseres Lebens ist: Wasser! Der ganze Mensch muss sich seiner Macht unterwerfen. So verhält es sich auch mit dem göttlichen Verlangen, welches die Gnade wirkt. Und so wie nur Wasser unseren Durst stillen kann, so kann nur Gott selbst das Sehnen unserer Seele stillen. Sehnsucht, tiefe Sehnsucht nach Gott spricht aus den ersten drei Versen des 63. Psalms:

Wen sucht er? Er sucht Gott.
Wann sucht er? Er sucht frühe.
Wie sucht er ? Er sucht dürstend.
Warum sucht er? Er sucht Gottes Herrlichkeit

Ich suche dich in deinem Heiligtum, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Ps 63:3

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 22.4.)
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1. Gottessuche

Ps 63,2: O Gott, du bist mein Gott. Früh suche ich dich! 

Gott, du bist mein Gott! Das ist ein so einfaches und doch so tiefes Bekenntnis, das wir uns als Stoßgebet zu eigen machen sollten. Wir können so beten, weil wir uns von Gott innig geliebt wissen und unseren Gott lieben. Wenn Gott mein Gott ist, kann ich ihm nicht früh genug begegnen. Darum bete ich persönlich bevor ich aus dem Bett steige ein kurzes Morgengebet.  Auch wenn vieles oft so wichtig und dringend erscheint. In der tiefe meines Herzens will ich außer Gott nichts und niemand. Darum suche ich ihn. Wachsam zu sein bedeutet, die Sehnsucht nach Gott wach zu halten, ihn und seine Herrlichkeit ein Leben lang zu suchen, sowohl in der Schrift, aber auch im Wirken der Liebe und der Hilfe Gottes in meinem Leben. Wenn ich suche, werde ich finden und nicht aus Pflicht, sondern von Herzen Gott loben und danken und mich an ihm freuen. Halte die Sehnsucht wach. Die Sehnsucht betet immer.

Die Sehnsucht betet stets, auch wenn die Zunge schweigt. Wann aber schläft das Gebet ein, die Sehnsucht erkaltet. Augustinus

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 21.4)
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Letzte Wochen – Andacht:

Tägliche christliche Andacht

7. Die Arbeit beenden und das Werk vollenden

Spr 31,31: Lasst sie den Lohn ihres Schaffens genießen.

Viele beschließen ihre Arbeit nicht richtig. Sie hetzen tagsüber von einer Arbeit zur anderen. Und sie schließen die Tür der Arbeit nicht, wenn sie heimkommen. Doch dann geht auch die Tür des Zuhauses nicht auf. Manche sagen: Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Ich kann nicht abschalten. Es ist unsere Aufgabe, die Arbeit bewusst abzuschließen. Erst wenn ich mich von dem Tun der Alltagsarbeit gelöst habe, kann ich mich ganz dem widmen, was mich daheim erwartet. Dass die Vollendung der Arbeit letztlich auch ein spirituelles Tun ist, zeigt uns ein Blick in die Bibel. Die sagt uns nämlich etwas Wichtiges über das Beenden der Arbeit. Von Gott heißt es im Schöpfungsbericht: Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag (Gen 2,2). Das Werk wird erst vollendet, wenn Gott ruht. Das Ruhen gehört zur Vollendung der Arbeit. Anselm Grün

Spr 31,31 ist der letzte Vers im Buch der Sprüche. Hiermit beschließe die Auslegung im Rahmen der Impulse. Auf meiner Homepage (www.jesusimpuls.de) könnt ihr alle Auslegungen zum Buch der Sprüche nachlesen. Es ist und bleibt für mich ein beeindruckendes Buch der Bibel.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 20.4)
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6. Schweig lieber

Spr 30,32: Wenn du meinst, du seist besser als andere, ob zu Recht oder zu Unrecht, dann halte den Mund und schweig lieber!

Es ist die Gefahr, sich besser zu halten als andere, sich über andere zu stellen, sich etwas einzubilden. Es scheint eine urmenschliche Versuchung zu sein, sich auf die vermeintlich gute Seite zu stellen, sich über andere zu erheben, sich über sie zu entrüsten, zu urteilen. Interessant ist der folgende Ratschlag: Schweigen! Dass heißt unabhängig, ob nun an meiner Sichtweise was Wahres dran ist oder nicht, soll ich hier schlicht den Mund halten. Warum? Die Begründung gibt der folgende Vers: Wer den Zorn reizt, bringt Streit. (Spr 30,33). Die Weisheit besteht darin, zu erkennen, wann es angebracht und wichtig ist, zu reden und wann das Schweigen der bessere Weg ist. Fakt ist aber: wir sündigen häufiger durch unangebrachtes Reden, als durch unangebrachtes Schweigen.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 19.4)
☀️

5. Ich weiß fast nichts

Spr 30,3: Ich weiß fast nichts über den heiligen Gott. 

Gott ist so unfassbar groß ist. Je tiefer wir in das Geheimnis Gottes eindringen und verstehen lernen, wer Gott ist, desto mehr werden wir uns bewusst, dass wir sein Wesen nur erahnen können. Die Grenzen unseres Verstandes zu erkennen ist daher wahre Weisheit. Gott ist im Grunde analogielos und kann durch nichts Menschliches beschrieben werden, nicht einmal, denn das ist auch zuletzt nur eine Krücke, durch den Begriff des Vaters. Gott ist Gott und damit ist er der Ewige und der „Nicht-Menschliche“, sondern nur der „Heilige“. Aber Jesus nun selbst kommt aus dieser Heiligkeit Gottes. Jesus wird Mensch, nimmt Fleisch an und zeigt uns das Wesen Gottes, mehr noch: er führt uns zur Gemeinschaft mit ihm. Worin besteht diese Gemeinschaft? Diese Gemeinschaft besteht einzig aus dem Verhältnis zu Jesus Christus selbst. Der ewige Gott ist nicht einfach sichtbar, sondern er wird erst in Jesus sichtbar. Ohne die Person Jesus Christus und den Glauben an ihn ist christlicher Glaube somit nicht dankbar.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 18.4)
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4. Zur Tugend der Bescheidenheit

Spr 29,23: Wer hochmütig ist, wird schließlich erniedrigt werden; der Bescheidene dagegen wird geehrt.

Bescheidenheit als Tugend bedeutet, dass wir uns bemühen, zufrieden zu sein, mit dem, was uns gegeben ist und so nicht ständig begehrlich darauf zu schauen, was andere können und haben. Hüten wir uns davor, uns mit anderen zu vergleichen, d.h. blicken wir weder neidisch auf das, was andere haben und blicken wir auch nicht hochmütig auf den Nächsten, weil er etwas nicht hat, was ich habe. Weiter: Verabschieden wir uns von dem Unerreichbaren, diesen Wünschen immer wieder Neues haben zu wollen. Sehen wir die Tugend der Bescheidenheit wie einen inneren unsichtbaren Zaun, der unseren Lebensrahmen absteckt und uns um unsere Begrenzungen wissen lässt, damit wir sie annehmen und uns mit ihnen aussöhnen können. Das führt zur inneren Ruhe und Zufriedenheit, die sich in Dankbarkeit gegenüber Gott äußert.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 17.4.)
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….die Tage kam immer wieder mal die Rückmeldung „Wenn das so einfach wäre“ … meine Antwort darauf:

Ja, es ist nicht einfach, ob es nun das Vergeben ist, die Bescheidenheit oder eine andere Tugend und zuletzt die Liebe. Ja, zu lieben ohne wenn und aber, bedingungslos und uneingeschränkt jeden: das ist nicht einfach! Ich scheitere da täglich daran. Das darf uns aber nicht verbittert und unruhig werden lassen. Vielmehr darf dieses tägliche Scheitern uns tiefer unsere Erlösungsbedürftigkeit erkennen und damit verbunden tiefer Gottes große Gnade erahnen lassen. So hören wir in der Osternacht im Jubellied dieses „O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“ Nehmen wir uns an, so wie Gott uns angenommen hat, werden wir nicht verbittert über unsere Fehltritte, sondern gehen wir immer wieder neu in Gottes Gnade den Weg der Tugenden.

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3. Zuerst denken, dann reden

Spr 29,20: Kennst du jemanden, der redet, ohne vorher überlegt zu haben? Ich sage dir: Für einen Dummkopf gibt es mehr Hoffnung als für ihn!

Diese Worte warnen uns vor impulsivem Sprechen, das oft zu Missverständnissen oder Verletzungen führen kann. Es ist eine Erinnerung daran, dass Weisheit in der Zurückhaltung liegt, während unüberlegte Worte schwerwiegende Konsequenzen haben können. Persönlich betrachte ich dies als Aufforderung, bewusster zu kommunizieren, aufmerksam zuzuhören und Bedacht auf meine Worte zu nehmen, um die Beziehungen zu anderen zu stärken und Missverständnisse zu vermeiden. Letztendlich lehrt uns dieses Sprichwort, dass unsere Worte die Macht haben, zu heilen oder zu verletzen, und wir sollten sie mit Bedacht wählen.

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 16.4)
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2. Gottes Weisung

Spr 29,18: Ohne Gottes Weisung verwildert ein Volk; doch es blüht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt!

Wir sind auf Gottes Weisung angewiesen. Ohne Gottes Weisung kann der Mensch gar nicht leben. Ohne sie ist er ziel- und orientierungslos. Folgen wir seiner Weisung, dann blühen wir auf, d.h. bricht das Leben, ja sein Leben in uns hervor. Gottes Weisung folgen wir, wenn wir anerkennen, das nicht wir es sind, die alles im Griff haben müssen, sondern dass wir alle unter der Leitung Gottes zu seiner Ehre leben. Meine Aufgabe ist es allein, jene Fähigkeiten ganz zur Verfügung zu stellen, die Gott mir geschenkt, für die Gott mich berufen hat. Um im Bild zu sprechen: Er ist der Trainer und gibt die Richtung vor, er besitzt den Überblick. Wir dagegen legen alles in seine Hand und folgen ihm.

Legen wir Gott unsere Fragen vor, unsere Probleme, unsere Termine, unsere Ratlosigkeit, Menschen, mit denen wir zusammen sind … und fragen Gott um seine Weisung. Günther Schaibl

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 15.4.)
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1. Den Zorn stillen 

Spr 29,8: Die Weisen stillen den Zorn.

Jeder von uns ist mal wütend. Das ist nur menschlich. Aufpassen müssen wir, wenn wir merken, dass dies des Öfteren passiert, denn dann dringt diese Emotion so tief in unsere Seele, dass sie das Wachsen der vollkommenen Freude behindern kann. Daher: Wenn du Wut fühlst, dann bedenke stets, welch Folgen es haben kann, wenn du sie ungehindert raus lässt. Sie ist zu nichts nützlich und schädigt unser Immunsystem. Ein gesunder Geist ist ein ruhiger Geist. Versuche daher stets die Wut in den Griff zu bekommen. Denke zum Beispiel daran, dass auch der Mensch, auf den du gerade wütend bist, nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.

Bleibt bei all eurem Kummer froh und ergeben!  Schaut nach oben und lasst keinen  Zorn aufkommen. Johannes XXIII

Gelobt sei Jesus Christus !
(Andacht zum 14.4)
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Andacht

Die tägliche christliche Andacht zur Bibel (WhatsApp) – Glaube … ist mein Herzensanliegen. Vielleicht kann ich dir hier und da einen guten Gedanken zum Wort Gottes in deinen Tag mitgeben.

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

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– es gibt stets ein Wochenthema

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.