Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Aktuelles Wochenthema:

Zweiter Brief an die Korinther

25. Nichts haben und doch alles besitzen (10.8)

Wir sind arm und beschenken doch viele reich. Wir haben nichts und besitzen doch alles. 2. Kor 6:10

Wir sind arm, weil wir uns bemühen, uns an nichts zu klammern, immer wieder loslassend, weil unser wahrer Reichtum in Christus ist. Darum: Wenn du Christus oft betrachtest, wird deine Seele von ihm erfüllt, du lernst seine Art und Weise kennen und deine Handlungen nach den seinen formen. Das ist kein „ein bisschen“ oder „je nach Situation“, sondern ein „voll und ganz“ und „immer“. In ihm haben wir das wahre Leben und die wahre Liebe. Seit Christus auferstanden ist, ist die Liebe stärker als der Hass, das Leben stärker als der Tod. Oft scheinen wir untergehen zu müssen, aber immer sind wir schon gerettet, sterbend und doch voll Leben. Die rettende Hand des Herrn hält uns, und so können wir jetzt schon das Lied der Geretteten, das neue Lied der Auferstandenen singen: Halleluja. Amen.

Wir sind Sterbende, und dennoch leben wir.  2. Kor 6:9

24. Bewährung im Dienst für Gott (9.8)

Wir bewähren uns durch Reinheit des Lebens, durch Erkenntnis, Langmut und freundliches Wesen, durch Wirken im Heiligen Geist und ungeheuchelte Liebe. 2. Kor 6:6

Was nun folgt sind Kennzeichen, die Gott bei seinen Dienern sucht. Paulus zählt in diesen Versen nicht weniger als 28 Dinge auf. Sechs davon möchte ich hier benennen:

• Reinheit des Lebens: bewahre dich vor einer übertriebenen Liebe zu den weltlichen Dingen. Denn das beschmutzt deine Seele
• Erkenntnis: lerne Gott immer besser kennen, vor allem durch die heilige Schrift und das Gebet.
• Langmut: das ist die Geduld, die du mit dir und mit anderen Menschen üben sollst.
• Freundliches Wesen: indem du freundlich bist, lässt du andere etwas von der Freundlichkeit Gottes empfinden.
• Wirken im heiligen Geist: er allein vollbringt in uns alles. Lassen wir uns von ihm leiten
• ungeheuchelte Liebe: liebe aufrichtig!

23. Empfänglich sein (8.8)

Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben. 2. Kor 6,1

Wirkende Gnade Gottes: Wir weisen oft diese Eingebungen zurück und verweigern Gott so unsere Liebe. Niemals entzieht Gott uns seine Gaben, außer wir ziehen unsere Herzen von ihm zurück. Eine Quelle mag noch so stark fließen, sie kann einen Garten nur entsprechend dem Durchmesser der Leitungen, die ihm das Wasser zuführen, begießen. So umflutet auch der Heilige Geist, gleich einer Quelle lebendigen Wassers unser Herz, um in uns seine Gnade zu ergießen. Er will aber, daß sie nur mit der freiwilligen Zustimmung unseres Willens einströme. Daher wird er sie uns nur nach dem Maß seines Wohlgefallens und unserer eigenen Empfänglichkeit und Mitwirkung spenden. So liegt es auch in unserer Hand, ob jeder Augenblick als begnadet gilt und jeder Tag ein Tag des Heils genannt werden kann.

Jetzt ist der Tag des Heils! 2. Kor 6,2

22. Dienst der Versöhnung (7.8)

Er hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat. 2. Kor 5:18

Der Dienst der Versöhnung besteht darin, diese Botschaft der Versöhnung an andere weiter zu geben. Wir sind darin Botschafter für Christus. Als Botschafter sprechen wir im Namen dessen, der uns gesandt hat: Gott. Als Botschafter sprechen wir nicht eigenmächtig, sondern hören auf den Willen Gottes. Sein Wille nun ist eine zweifache Versöhnung: einerseits die Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen und andererseits ebenso die Gemeinschaft unter den Menschen. So beschränkt sich die Versöhnung nicht nur auf den Plan Gottes, in Christus den Mensch mit sich zu versöhnen. Auch die Beziehungen zwischen den Menschen werden wiederhergestellt, indem ihre Streitigkeiten gelöst werden und alles, was ihren Beziehungen im Wege steht, dank ihrer Erfahrung der Liebe Gottes aufgehoben wird .

So sind wir nun Botschafter für Chris­tus. […] So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Kor 5:20

21. In Christus mit Gott versöhnt (6.8)

All dies verdanken wir Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt hat. 2. Kor 5:18

Der Mensch steht durch seine Sünden in einem gebrochenen Verhältnis zu Gott. Nicht Gott musste mit dem Menschen versöhnt werden, sondern der Mensch mit Gott. Der Mensch konnte keine Lösung schaffen, aber Gott hat sie durch Christus gegeben. Die Versöhnung ist von Gott ausgegangen. Er bringt Menschen, die durch Christus versöhnt sind, in eine neue Beziehung zu sich selbst. Es ist die Gnade Gottes, die uns mit ihm versöhnt. Diese Versöhnung hat ihren Ursprung in seiner Liebe. Aus Liebe gab er seinen Sohn für uns hin. Diese Versöhnung selbst wurde durch das Werk des Herrn Jesus am Kreuz vollzogen. Dafür sind wir Zeugen.

Durch unser Zeugnis für das Evangelium sollen wir Christen eine lebendige Botschaft sein, oftmals sind wir sogar das einzige Evangelium, das die Menschen von heute noch lesen. Das ist unsere Verantwortung. Benedikt XVI

20. In Christus eine neue Schöpfung (5.8)

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen. Siehe, es ist alles neu geworden! 2. Kor 5:17

In der Annahme des Geschenks des Glaubens wirst du in eine neue Schöpfung verwandelt. Du empfängst ein neues Sein, ein Sein als Kind Gottes. Gott spricht dir Identität zu: Du bist ein Kind Gottes. Er liebt dich. Du bist nun neu geworden, weil du nicht mehr für dich selbst und aus dir selbst lebst, sondern durch und in Christus lebst. So bist du ein neues Geschöpf mit dem Auftrag, Gottes Liebe und Seine Botschaft von Seiner großen Liebe in alle Welt hinauszutragen. Wir müssen dabei sowohl das Geschenk empfangen, eine neue Schöpfung zu sein, als auch herausgefordert werden, das Leben einer neuen Schöpfung zu leben, indem wir lieben so wie er uns geliebt hat.

Am Anfang steht die Erneuerung des Menschen. Dies gilt für jeden einzelnen. Nur wenn wir selbst neu werden, wird die Welt neu. Benedikt XV

19. Die Liebe des Christus drängt uns (4.8)

Die Liebe des Christus drängt uns […] Christus ist deshalb für alle gestorben, damit alle, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für Christus. 2. Kor 5:14-15

Die Erkenntnis, daß in Christus Gott selbst sich für uns verschenkt hat bis in den Tod hinein, muß uns dazu bringen, nicht mehr für uns selber zu leben, sondern für ihn und mit ihm für die anderen. Wir sind Menschen, die von der Liebe Christi berührt worden sind, deren Herz Christus mit seiner Liebe gewonnen und darin die Liebe zum Nächsten geweckt hat. Bei allem ist dabei die Liebe des Christus das einzig richtige Motiv für alles, was du tust. Jesus ist für uns gestorben. Nun leben wir für ihn und in ihm für den andern. Die Liebe Christi drängt uns vereinigend hin zu ihm selbst und hin zum anderen durch gute Werke. 

Die Liebe drängt das Herz, mit dem sie sich vermählt hat, sie durch gute Werke fruchtbar zu machen, weil sie sonst zugrunde gehen muß. Franz von Sales

18. Tun, was Gott gefällt (3.8)

Wir möchten in jedem Fall tun, was Gott gefällt. 2. Kor 5:9

Die Seele, die es liebt zu tun, was Gott gefällt, lässt sich einerseits vertrauend tragen, andererseits schreitet sie voran mit dem Vorhaben in allem Gottes Willen zu suchen und zu tun. Nicht die Größe des Tun ist dabei wichtig, sondern die Liebe, mit der es getan wird. Nicht das Was, sondern das Wie ist wichtig. Wer Gott dienen will, muß den kleinen und weniger geachteten Dingen ebensoviel Sorgfalt widmen wie den großen und erhabenen. Das geht nicht immer einfach von der Hand und hier und da regt sich Widerwillen aus welchen Gründen auch immer. Franz von Sales sagt dazu: Lassen wir unsere niedere Seele brummen, hören wir auf die Vernunft, die uns zuredet, uns in allem und bei allem zu überwinden, damit wir Gott wohlgefallen.

17. Mit dem Herrn gegenwärtig (8.2)

Wir sind aber getrost und wünschen vielmehr, aus dem Leib auszuwandern und daheim zu sein bei dem Herrn. 2. Kor 5:8

Daheim beim Herrn sein macht den Himmel wirklich zum Himmel als Ort unserer Sehnsucht. Der Himmel ist sicher auch aus anderen Gründen kostbar. Wir möchten z.B. bei geliebten Menschen sein, die vor uns gegangen sind und die wir so sehr vermissen. Aber der Kern ist das Daheimsein beim Herrn. Pflegen wir in uns diese Sehnsucht danach. Es geht hier nicht um eine übersteigerte sentimental-träumerische Gefühlssteigerung, sondern um die klare Aussicht auf unser ewiges Ziel. Es geht ebenso nicht um Weltflucht, sondern jetzt mit aller Kraft täglich in der Welt zu wirken und Zeugnis zu geben und zu gleicher Zeit das Heimweh nach der ewigen Heimat in der Brust tragen.

Ich bin getrost! Mögen die Winde wehen, wie sie wollen. Einmal treiben sie mein Schiff doch in den Hafen der Heimat und des Friedens. Gorch Fock

16. Wandeln im Glauben (1.8)

Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 2. Kor 5:7

Unser Leben auf dieser Erde ist dadurch bestimmt, dass wir an ihn glauben, und nicht, dass wir ihn sehen. Wir glauben an das, was wir nicht sehen: Gott. Dennoch lieben wir Ihn und leben für Ihn. Im Glauben zu wandeln bedeutet, den Glauben zu einem Teil jeder täglichen Aktivität zu machen. Johannes vom Kreuz schreibt dazu: Bemühen Sie sich, im Gebet beständig zu sein und inmitten der körperlichen Arbeiten unterlassen Sie es nicht. Sei es, dass Sie essen, trinken, mit anderen sprechen, oder irgendeine Sache tun, wandeln Sie immer im Sehnen nach Gott und Ihr Herz ihm zuneigend!

Die Zeit des Glaubens wird einmal ihr Ende finden und dann werden wir vom Glauben zum Schauen geführt werden. Dann werden wir Gott nicht bloß mit den Worten des Glaubens bekennen, sondern ihn im innigsten Anschauen genießen. Wir werden ihn sehen, wie er ist.

15. Zuversichtlich leben (31.8)

Deshalb sind wir jederzeit zuversichtlich, auch wenn wir in unserem irdischen Leib noch nicht bei Gott zu Hause sind. 2. Kor 5:6

Zuversicht kommt von sehen. Ich sehe zu, wie Gott alles lenkt und leitet, wie er alles zum Guten wendet. Die Zuversicht sieht mehr als das Vorhandene (Schwierigkeiten, Probleme…). Die Zuversicht sieht zusätzlich die innnerste Wirklichkeit aller Dinge. Die Zuversicht vertraut auf Gott, der mit uns durch diese Welt geht. In dieser Zuversicht lebst du also, wenn du nicht mehr auf die Umstände siehst und wie schlimm doch alles ist, sondern wenn du nach vorn und nach oben zu ihm schaust. Schaust du nach vorn, siehst du dein ewiges Ziel in deiner Heimat im Himmel beim Herrn. Schaust du nach oben, siehst du eben diesen Herrn, der dir von Augenblick zu Augenblick im Hier und Heute hilft. Obwohl wir noch nicht beim Herrn sind, fehlt uns doch nicht der Mut, weil wir den Herrn bei uns haben. Der Glaube an ihn ist unsere Stärke und Freude. Am Ende werden wir bei ihm zu Hause sein.

Glücklich eine Seele, die in Wahrheit zum Herrn sagen kann: Du bist meine Zuflucht. Franz von Sales

14. Ort unserer Sehnsucht (30.7)

Wenn unser irdisches Haus, unser Körper, einmal wie ein Zelt abgebrochen wird, erhalten wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschen gebautes ewiges Haus im Himmel. Deshalb sehnen wir uns danach, diesen himmlischen Leib anzuziehen wie ein Kleid. 2. Kor 5:1-2

Die Erde ist nicht unser fester Wohnsitz. Wir sind Pilger hin zu unserer wahren Heimat im Himmel. Das Sterben ist der Übergang zu unserer wahren Heimat. Diese Heimat ist nicht ein „weiter-so“ an einem anderen Ort, sondern ein Ankommen und Eintauchen in unserem Ursprung: Gott. Dort werden wir einen himmlischen Leib anziehen. Der Körper, den du jetzt hast, ist nicht der Körper, in dem du die Ewigkeit zubringen wirst. Unser Körper wird verwandelt werden. Dort am Ort unserer Sehnsucht, werden wir überkleidet mit diesem neuen Leib. Das ist wie eine Umarmung, wie ein Kuss, der neues Leben einhaucht. Ankommen, zuhause sein, Heimat finden: Ohne diese Hoffnung, ohne diesen Vorgeschmack können wir nicht leben. Wir erhalten ein neues Kleid, nicht von uns gemacht, nicht von uns gekauft, nicht von uns verdient, sondern von Gott geschenkt.

13. Blick auf das Unsichtbare (29.7)

Wir richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig. 2. Kor 4:18

Oft werden wir abgelenkt vom Sehen auf das Unsichtbare, weil das Sichtbare uns sowohl mit seinen schönen wie auch mit seinen leidvollen Zeiten uns so in Beschlag nimmt. In der Besinnung schauen wir darauf, dass dies aber alles vergehen wird. Was aber bleibt ewig? Gottes Güte bleibt immer und alle Zeit dieselbe. Auch wenn ich sie nicht sehe und spüre, so ist sie doch als unsichtbare Wirklichkeit gegenwärtig. So auch seine Liebe, sein Erbarmen und seine freundliche Zuwendung. Wie die Sonne, die unentwegt scheint, so ist seine Liebe.Wie soll man nun auf dieses Unsichtbare blicken? Wir schauen mit den Augen unseres Herzens darauf und so wird diese unsichtbare, ewige Wirklichkeit in unserem Leben bestimmend ist, ja der Grund auf dem wir stehen.

Das Unsichtbare ins Sichtbare übersetzen, das ist Aufgabe der Christen. Dario Pizzano

12. Zeitlich und leichte Trübsal (28.7)

Unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit. 2. Kor 4:17

Das ist nicht leicht daher geredet. Paulus hatte eine Ahnung von dem, was Trübsal ist. Er gibt uns hier zwei Einsichten mit. Die Trübsal ist zeitlich begrenzt. Die meisten unserer Schwierigkeiten kommen und gehen. Dies sollte uns beruhigen in der Seele. Selbst das Schlimmste, gemessen an der Ewigkeit, ist nur für einen Augenblick. Die zweite Einsicht ist: Die Trübsal ist leicht im Gegensatz zur gewichtigen Herrlichkeit, die noch kommt. Leicht, nicht weil es nicht so schlimm ist. Denn vieles ist ja schlimm. Aber wir können wissen, dass danach noch etwas kommt. Jede Trübsal geht vorbei. Am Ende steht immer die Herrlichkeit. Unsere Trübsal ist leicht, wenn wir die Herrlichkeit sehen, zu der sie führt. Es geht für Christen am Ende in die Herrlichkeit!

Zuletzt: Unsere Trübsal ist leicht im Vergleich zu den Segnungen, die wir genießen. Unsere Trübsal ist leicht, wenn wir die unterstützende Kraft der Gnade Gottes erfahren.

11. Stärke im Leiden (27.7)

Die Schwierigkeiten bedrängen uns von allen Seiten, und doch werden wir nicht von ihnen überwältigt. 2. Kor 4:8

In der Welt werden wir immer zu leiden haben. Immer wieder sind wir in Schwierigkeiten, emotional oder körperlich. Unser irdisches Gefäß ist oft schwach und unvollkommen. Aber in Gottes Kraft überwältigen uns diese Schwierigkeiten nicht. Auf den Himmel zu blicken, ist die beste Art, mit den irdischen Schwierigkeiten fertig zu werden. Gott ist da und gibt Kraft. Und unser Leiden verbindet uns mit dem Leiden Christi. Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib etwas vom Sterben, das Jesus durchlitten hat. Gehen wir diese niedrigen Täler entlang. Leben wir mit dem Kreuz in den Händen in Demut und Geduld.

Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. 2. Kor 4:16

10. Der Schatz in irdenen Gefäßen (26.7)

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. 2. Kor. 4:7

Die Erkenntnis Gottes in Jesus Christus ist dieser kostbare Schatz. Wer Jesus als seinen unverlierbaren Schatz in sich trägt, der kann von viel Not bedrängt, aber nie ganz und gar erdrückt werden, der kann vor großen Problemen stehen, muss aber nicht in endgültiger Verzweiflung versinken, weil Jesus da ist in uns. Dieser Schatz ist in uns Menschen trotz all unserer Unvollkommenheiten. Irdene Gefäße sind wir, zerbrechliche und schwache Wesen, angewiesen auf seine Kraft. Diese Kraft, die nicht von uns kommt, die will uns Gott in Jesus schenken, an jedem neuen Tag, egal wie wir uns fühlen. Es geht nur darum, dass wir ihn darum bitten, dass wir aufhören, alles von uns selbst zu erwarten, sondern allein ihm vertrauen, dass wir leer werden, um uns allein von ihm zu erfüllen lassen.

Der Herr spendet dort Segen, wo er leere Gefäße findet. Thomas von Kempen

9. Es werde Licht (25.7)

2. Kor 4,6: Denn so wie Gott einmal befahl: Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen, so hat sein Licht auch unsere Herzen erhellt.

Unserem Herzen ergeht es wie bei der Schöpfung, als Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Das Licht ist in deinem Herzen aufgegangen und leuchtet so dir und auch dem Nächsten, dem du begegnest. Papst Franziskus schreibt dazu: Das Licht Jesu erstrahlt wie in einem Spiegel auf dem Antlitz der Christen, und so verbreitet es sich, so gelangt es bis zu uns, damit auch wir an diesem Schauen teilhaben können und anderen sein Licht widerspiegeln, wie bei der Osterliturgie das Licht der Osterkerze viele andere Kerzen entzündet. Der Glaube wird sozusagen in der Form des Kontakts von Person zu Person weitergegeben, wie eine Flamme sich an einer anderen entzündet. Die Christen säen in ihrer Armut einen so fruchtbaren Samen, dass er ein großer Baum wird und die Welt mit Früchten zu erfüllen vermag.

Ein Werkzeug entscheidet nicht, wo es arbeitet. Der Meister bestimmt, wo es gebraucht wird. Wir alle sind berufen, das Licht der Welt zu sein, wo Gott uns hinstellt. Corrie ten Boom

8. Christus ähnlicher werden (24.7)

Kor 3,18: Der Herr verändert uns durch seinen Geist, damit wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen.

Wir bilden uns immer nach dem Gegenstand, womit wir am meisten beschäftigt sind. Wie gesegnet nun, wenn Christus dieser Gegenstand für uns ist! Immer muss das Herz unserer Seele und das Wollen unseres Willens klar ausgerichtet sein auf die Liebe Jesus. Er ist unser höchstes und einziges Gut. Und sicher wird ein Herz, das Ihn liebt und in seiner Gemeinschaft wandelt, ihm immer ähnlicher werden. Nicht jetzt und sofort. Es ist ein Prozess, der unser Leben begleitet. Er wird seine Geduldsarbeit fortsetzen, bis sein strahlendes Bild sich in uns widerspiegelt.

Unser Ziel als Christen ist es, Jesus immer ähnlicher zu werden als dem Vorbild unseres Handelns und Verhaltens. Papst Franziskus

7. Ein Brief Christi (23.7)

2. Kor 3,3: Jeder kann sehen, dass ihr selbst ein Brief von Christus seid.

Der Christ ist der Brief Christi an die Menschen. Das bedeutet, dass man Christus in unserem Leben sehen kann, dass man sehen kann, dass Christus in unser Herz geschrieben ist. In uns begegnet Christus dem Nächsten. Ein Brief Christi sind wir dann, wenn wir in der Botschaft Christi von der Liebe und der Versöhnung zu Hause sind, wenngleich wir im Einzelnen sicher immer wieder Fehltritte tun. Was nun tun? Viel und oft über Christus nachdenken und noch mehr mit ihm Reden, die Beziehung zu ihm pflegen und zuletzt: offen sein dafür, dass der heilige Geist auf unsere Herzen schreibt durch vielerlei göttlich geschenkte Eingebungen.

Dieser Brief ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. 2. Kor 3,3

6. Wohlgeruch für Gott sein (22.7)

2. Kor 2,15: Durch Christus sind wir ein Wohlgeruch für Gott.

Der Wohlgeruch besteht nicht so sehr in dem, was wir tun, sondern durch wen. Der Wohlgeruch besteht nicht so sehr in den konkreten Worten oder Taten, sondern in einer Haltung der Hingabe in der Liebe, wie Christus uns liebt. Es ist der Duft eines Lebens, das mit Christus in Gott ist und seinen Duft aus der Gemeinschaft mit Ihm bezieht. Wir bekennen uns zu ihm und wissen, dass er unser Leben lenkt. Gott gefällt es, dass Christus in unserem Leben sichtbar wird. In dieser Welt können wir den Wohlgeruch der Nähe und Gegenwart Jesu und seines persönlichen Blicks wahrnehmbar machen. Dadurch werden wir ein Wohlgeruch für Gott.

5. Ermunterung zur Vergebung (21.7)

2. Kor 2,7: Jetzt müsst ihr ihm vergeben und ihn ermutigen, denn er soll nicht verzweifeln.

Es ist eine Freude, jemanden, der echte Reue zeigt zu vergeben. Dazu spornt Paulus die Korinther und auch uns an. Und dennoch: Wirkliches Vergeben ist manchmal ganz schön schwer, gerade wenn mir viel Böses angetan wurde. Und häufig kann es sein, dass dein Gegenüber die Vergebung gar nicht annehmen will. So oder so, wir spüren in unserem Herzen entweder die Bereitschaft oder auch den Widerwillen zu vergeben. Versuche stets den Widerwillen in Vergebungsbereitschaft zu wandeln. Gott will dir dabei helfen. Musst du noch jemandem vergeben? Was ist dir alles schon vergeben worden?

Entschließt euch dazu, ihm wieder eure Liebe zu zeigen. 2. Kor 2:8

4. Gegründet, gesalbt, versiegelt, beschenkt

2. Kor 1,21-22: Gott aber, der uns zusammen mit euch in Christus fest gegründet und uns gesalbt hat, er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.

Gegründet: Erstens hat uns Gott fest mit Christus verbunden. Er ist unser Grund, auf dem wir stehen. Darin allein liegt unser Heil.

Gesalbt: Zweitens hat uns Gott gesalbt. Dadurch gehören wir Gott, haben einen besonderen Platz im Herzen Gottes und stehen in seinem Dienst.

Versiegelt: Drittens hat uns Gott mit dem heiligen Geist versiegelt. Als das Siegel ist der Geist das Zeichen des Anspruchs Gottes an mich.

Beschenkt: Viertens hat uns Gott das Unterpfand des Geistes ins Herz gegeben. Das wiederum ist das Zeichen meines Anspruchs an Gott, den mir die göttliche Gnade gegeben hat.

3. Jesus ist das Ja Gottes zu uns

2. Kor 1,19: Jesus Christus[…] ist in seiner Person das Ja Gottes zu uns.

Durch Gottes Ja zu uns in Jesus Christus sind wir auf eine intimste Art mit Gott verbunden. Diese intime Verbundenheit ist etwas unaussprechlich Schönes. Für diese Verbundenheit sind wir geschaffen und in ihr können wir umfassende Erfüllung finden. Sicherlich: Intimität zwischen Menschen ist für uns zunächst vielleicht fassbarer, aber Intimität mit Gott ist etwas, das weit über vertrauensvolle Nähe zu einem anderen Menschen hinausgeht. Gott schenkt uns nicht nur Liebe, er ist die Liebe in Person und schenkt sich uns in Jesus Christus.

Alle Zusagen Gottes erfüllen sich in ihm. Und auf das, was Christus für uns getan hat, antworten wir zur Ehre Gottes mit Amen. 2. Kor 1:20

2. Im Schwierigkeiten auf Gott vertrauen (18.7)

2. Kor 1,5: Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.

Paulus rechnete mit seinem Sterben. In diesem Leiden setzt er sein Vertrauen allein auf Gott. Gerade in schwierigen Umständen, wo es keine Hoffnung mehr gibt, bleibt nichts und niemand anderes übrig als Gott. Gott will alle Mühen in unserem Leben gebrauchen, um uns immer mehr von unseren eigenen Versuchen befreien, uns selbst zu retten und aus den Schwierigkeiten heraus zu kommen. Er will, dass wir lernen, Ihm alles zu überlassen und darauf zu vertrauen, dass er in der Lage ist, einen Ausweg zu geben, wo wir keinen Ausweg mehr sehen. Gott will, dass wir Ihn immer besser kennen lernen und ihm allein vertrauen. Darauf können wir uns verlassen: Wo Leiden groß sind ist auch Trost groß.

Wir setzen unser Vertrauen auf ihn. 2. Kor 1:10

1. Gott tröstet dich (17.7)

2. Kor 1,3: Er ist der barmherzige Vater, der Gott, von dem aller Trost kommt!

Gott tröstet dich, er beruhigt dein Herz in jeglichen Lebenslagen der Not. Diese Notlage kann durch Krankheit, Trauer, Belastungen oder andere Ursachen hervorgerufen werden. Er ist darin der Ursprung und die Quelle jeder echten Erbarmung. Wahrer Trost kommt von Ihm. Sein Beweggrund ist die göttliche Liebe. Das Leiden und die Kreuzigung Jesu Christi gehören dabei die höchste Konkretisierung des Trost Gottes da, der er selbst der Trost schlechthin ist. Jesus Christus hat Trost für alle deine Müdigkeit und Licht für deine dunkelsten Stunden. Wobei hast du diesen Trost Gottes schon einmal erfahren? Wo spendest du anderen Menschen Trost?

In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so dass wir auch andere trösten können. 2. Kor 1:4

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste