Genesis Gen 2. Kap.: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Genesis Gen 2. Kap.

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Zu Genesis Gen 2. Kap.

Hier wird die Erschaffung des Menschen im Detail beschrieben. Adam und Eva werden als die ersten Menschen erschaffen und in den Garten Eden gesetzt. Es betont die besondere Beziehung zwischen Gott und dem Menschen und stellt den Menschen als Hüter der Schöpfung dar.

Gen 2,1-3: Der siebte Tag

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu Gen 2,1-3

Gen 2:1: ‭So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer.

Vollendet

In Genesis 2,1 wird beschrieben, wie Gott den Himmel und die Erde vollendet. Für mich bedeutet dies, dass Gott alles perfekt geschaffen hat und seine Schöpfung vollkommen ist. Es erinnert mich daran, die Schönheit und Vollkommenheit der Welt um mich herum zu schätzen und dankbar für Gottes Handeln zu sein. Darüber hinaus zeigt es mir Gottes Allmacht und seine Fähigkeit, alles zu vollenden, was er beginnt. Es ermutigt mich, meinem Glauben an Gott zu vertrauen und darauf zu vertrauen, dass er auch in meinem Leben alles vollenden wird, was er begonnen hat.

Gen 2:2: ‭Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.

Und er ruhte am siebten Tag

Gott brauchte am siebten Tag keine Ruhe, weil er müde war. Er ruhte , um zu zeigen, dass sein Schöpfungswerk vollendet war, um dem Menschen ein Muster bezüglich der Struktur der Zeit (in Wochen von sieben Tagen) zu geben und um dem Menschen ein Beispiel für den Segen der Ruhe am siebten Tag zu geben.

Die Beschreibung jedes anderen Schöpfungstages endete mit dem Satz, also waren der Abend und der Morgen der … Tag. Dieser siebte Tag der Schöpfung hat diesen Ausdruck jedoch nicht. Das liegt daran, dass Gottes Ruhe für uns nicht auf einen buchstäblichen Tag beschränkt ist. In Jesus hat Gott eine ewige Sabbatruhe für sein Volk.

Die Arbeit / das Werk in der Ruhe vollenden

Viele beschließen ihre Arbeit nicht richtig. Sie hetzen tagsüber von einer Arbeit zur anderen. Und sie schließen die Tür der Arbeit nicht, wenn sie heimkommen. Doch dann geht auch die Tür des Zuhauses nicht auf. Manche sagen: „Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Ich kann nicht abschalten.

Es ist unsere Aufgabe, die Arbeit bewusst abzuschließen. Erst wenn ich mich von dem Tun der Alltagsarbeit gelöst habe, kann ich mich ganz dem widmen, was mich daheim erwartet. Dass die Vollendung der Arbeit letztlich auch ein spirituelles Tun ist, zeigt uns ein Blick in die Bibel. Die sagt uns nämlich etwas Wichtiges über das Beenden der Arbeit. Von Gott heißt es im Schöpfungsbericht: Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag (Gen 2,2). Das Werk wird erst vollendet, wenn Gott ruht. Das Ruhen gehört zur Vollendung der Arbeit. Anselm Grün (zu Gen 2,2)

Gen 2:3: ‭Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.

Der siebte Tag

Der Sabbat ist der siebte Tag der Woche, der Tag der Ruhe. Durch die Auferstehung Jesus ist etwas Unerhörtes geschehen: An die Stelle des Sabbats tritt der erste Tag, der Sonntag. Es ist unmöglich, den Wert und die Wichtigkeit dieses Tages des Herrn, dem ersten Tag der Woche, zu betonen. Am diesem Tag, dem Sonntag, geht es zutiefst um die Begegnung mit dem auferstandenen Christus in Wort und Sakrament. In diesen ersten Tag wurde dann auch immer mehr das Erbe des siebten Tages, des Sabbats, aufgenommen. Wir nehmen teil an der Ruhe Gottes. Benedikt XVI

Wir halten nicht mehr den Sabbat, sondern richten unser Leben nach dem Sonntag. Ignatius von Antiochien

Gen 2,4-17: Der Mensch im Garten Eden

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu Gen 2,14-17

Gen 2:4: ‭Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, zu der Zeit, als Gott der Herr Erde und Himmel machte.

Gen 2:5: ‭Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgendein Kraut auf dem Feld; denn Gott der Herr hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen.

Gen 2:6: ‭Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdbodens.

Gen 2:7: ‭Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.

Der Herr Gott hat den Menschen aus dem Staub der Erde gebildet

Als Gott den Menschen erschuf, machte er ihn aus den grundlegendsten Elementen, dem Staub der Erde . Es gibt nichts „Spektakuläres“ in dem, woraus der Mensch besteht, nur in der Art und Weise, wie diese grundlegenden Dinge organisiert sind. Wenn die Bibel Staub in einem übertragenen oder symbolischen Sinne verwendet, bedeutet dies etwas von geringem Wert, verbunden mit Niedrigkeit und Demut.

Gen 2:8: ‭Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte.

Garten Eden

In Genesis 2,8 beschreibt die Bibel, wie Gott den Garten von Eden erschafft und den Menschen dort hineinsetzt. Der Garten symbolisiert Gottes wunderbare Schöpfung und seine Liebe für die Menschheit. Durch die persönliche Auslegung könnte man sagen, dass der Garten von Eden nicht nur ein physischer Ort war, sondern auch eine Metapher für die innige Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Er war ein Ort der Harmonie, Fülle und Gemeinschaft mit Gott. Die Verse laden dazu ein, darüber nachzudenken, wie wir unsere Beziehung zu Gott und zur Natur pflegen können, um ein erfülltes Leben im Einklang mit seiner Schöpfung zu führen.

Gen 2:9: ‭Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Allerlei Bäume

In Genesis 2,9 wird beschrieben, wie Gott im Garten Eden allerlei Bäume wachsen ließ, schön anzusehen und gut zur Nahrung. Diese Vielfalt symbolisiert Gottes Großzügigkeit und Fürsorge für seine Schöpfung. Jeder Baum repräsentiert eine einzigartige Gabe Gottes an die Menschheit, sei es Nahrung, Heilung oder Schönheit. Durch die verschiedenen Bäume zeigt Gott seine Liebe zur Vielfalt und seine Absicht, dass die Menschen in Fülle leben. Die Bibel ermutigt uns, die Gaben Gottes zu erkennen und sie in Dankbarkeit zu nutzen, während wir uns an seiner Schöpfung erfreuen.

Baum der Erkenntnis und Baum des Lebens

Im zweiten Kapitel der Bibel, Vers 9, spricht die Passage über den „Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“ sowie den „Baum des Lebens“. Diese Bäume symbolisieren die grundlegenden Entscheidungen und Wege, die Menschen in ihrem Leben treffen können. Der „Baum der Erkenntnis“ repräsentiert die Fähigkeit des Menschen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, während der „Baum des Lebens“ für das Streben nach spiritueller Fülle und ewigem Leben steht. Diese Verse erinnern uns daran, dass das Leben voller Entscheidungen ist und dass unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es liegt an uns, Weisheit und Wahrheit zu suchen, um den richtigen Weg zu wählen.

Gen 2,10: ‭Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern; von dort aber teilte er sich und wurde zu vier Hauptströmen.

Der Strom im Garten

Wo Gott wirkt, da spürt man das Fließen dieses Stromes. Jesus selbst spricht, dass wir von ihm trinken sollen und durch den Glauben an ihn werden auch aus dir und mir Ströme lebendigen Wassers fließen. Du und ich sind also ein Kanal dieses Stromes, durch den sich Christus auf diese Welt ergießt. Dies zu begreifen, ist wichtig. Dieser Strom ist und bleibt Christus, wie uns Worte am Ende der heiligen Schrift noch einmal eindrücklich zum Verstehen geben: Er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. (Off 22,1)

Gen 2:11: ‭Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist;

Gen 2:12: ‭und das Gold dieses Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach-Harz vor und der Edelstein Onyx.

Gen 2:13: ‭Der zweite Strom heißt Gihon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt.

Gen 2:14: ‭Der dritte Strom heißt Tigris; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Vier Ströme

In Genesis 2,11-14 wird über vier Flüsse gesprochen, die das Paradies bewässerten: Pischon, Gichon, Tigris und Euphrat. Diese Flüsse können auch eine spirituelle Bedeutung haben, indem sie den Fluss des Lebens und der Segnungen Gottes darstellen, die uns ständig erneuern und erfrischen.

Gen 2:15: ‭Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.

Gen 2:16: ‭Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen;

Gen 2,17: Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!

Baum der Erkenntnis

Das Band, das den Menschen mit Gott verband, war der Gehorsam, der sich auf das Vertrauen zu Gott und seiner Liebe gründete. Gott wollte, dass der Mensch ihm vertraut und gab ihm die Freiheit, sich selbstständig zu entscheiden. Gott lässt uns frei entscheiden, immer wieder aufs neue. Achten und beten wir darum, dass unsere Entscheidungen uns auf Gottes Wegen wandeln lässt und dass wir aus falschen Entscheidungen lernen und daran wachsen.

Wir wissen nun, dass die Geschichte nicht gut ausging und es trat das Angekündigte ein: An dem Tag, da du davon isst, musst du sterben. In Christus ist nun aber alles neu und er sagt uns: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben. Heute wie damals besteht aber das Band des Gehorsams, der sich auf dem Vertrauen in Gottes Liebe gründet.

Vertraue zutiefst darauf, dass Gott dich liebt!

Gen 2,18-25: Erschaffung der Frau & Ehe

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu Gen 2,18-25

Gen 2,18: Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!

Frau und Mann

Bei den Schöpfungswerken sah Gott, dass es gut war. Hier nun kommt das erste und einzigste mal ein „nicht gut“. Weil Gott sieht, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, erschafft er dem Menschen aus dem eigenen Fleisch ein Gegenüber und so entstehen Frau und Mann. Der Mensch ist auf Gemeinschaft hin geschaffen. Es ist gut, dass du Gemeinschaft mit Menschen hast, durch die du erst voll und ganz wirst. Der Mensch wird am du zum ich. Welche Menschen hat Gott dir zur Seite gestellt, so dass du nicht allein bist und am Du zum Ich werden kannst?

Ein Irrtum ist, dass die Frau aus der Rippe des Mannes erschaffen wurde. Hier ist eindeutig vom Mensch die Rede ohne geschlechtliche Festlegung. Der Mann wird erst zusammen mit der Frau erschaffen.

Bedeutung von Gemeinschaft

Der Mensch wird nicht so sehr im Augenblick seiner Einsamkeit als vielmehr im Augenblick der Gemeinschaft zum Abbild Gottes. Denn er ist von Anfang an nicht nur Abbild, in dem sich die Einsamkeit einer Person, die die Welt beherrscht, widerspiegelt, sondern auch und ganz wesentlich Abbild einer unergründlichen göttlichen Gemeinschaft von Personen. Das stellt vielleicht sogar den tiefsten theologischen Aspekt von allem dar, was sich über den Menschen sagen lässt. Das bedeutet für uns, dass die Suche nach der menschlichen Identität immer durch communio hindurchgehen muss. Johannes Paul II

Der Erzählung der Genesis folgend haben wir gesehen, dass die endgültige Erschaffung des Menschen in der Erschaffung der Einheit zweier Wesen besteht. In der biblischen Erzählung ist die Einsamkeit der Weg, der zu jener Einheit führt. Wie wir bereits gesehen haben, erwirbt der Mensch in seiner ursprünglichen Einsamkeit im Prozess der Abgrenzung von allen Lebewesen ein persönliches Bewusstsein. 

Gleichzeitig öffnet er sich in dieser Einsamkeit einem ihm verwandten Wesen, das in Genesis als ein ihm passender Helfer definiert wird. Der Mensch wird weniger im Moment der Einsamkeit als im Moment der Gemeinschaft zum Ebenbild Gottes. Er ist von Anfang an nicht nur ein Bild, in dem sich die Einsamkeit eines Weltherrschers widerspiegelt, sondern auch und wesentlich ein Bild einer unergründlichen göttlichen Personengemeinschaft. Johannes Paul II

Bebaue und bewahre

„Bebaue und bewahre“ verdeutlicht die Verantwortung des Menschen, die Erde zu kultivieren und zu achten. Es ist eine Aufforderung, für das Wohl der Schöpfung zu sorgen, indem wir sie nutzen, aber auch respektieren. Diese Passage erinnert uns daran, dass wir als Bewahrer der Erde fungieren sollen, indem wir nachhaltige Praktiken fördern und die Umwelt schützen, damit kommende Generationen auch die Segnungen der Schöpfung genießen können.

Gen 2:19: ‭Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.

Gen 2,20: Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.

Namensgebung der Tiere

Bemerkenswert ist, dass nun dem Menschen ein erster Akt seiner Autonomie gewährt wird; bzw. der Mensch erhält durch die Benennung der Tiere Teilhabe an der göttlichen Herrschaftsausübung. Die Benennung bedeutet, dass der Mensch seine Welt ordnet.

Gen 2,21: Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.

Erschaffung der Dualität

Nein, dieser Vers beschreibt nicht die erste Anästhesie und chirurgische Operation. Der tiefe Schlaf, der auf den Menschen fällt, ist in anderen Bibelstellen ein Hinweis auf Gottes wunderbares Eingreifen, das dem Menschen verborgen bleibt. Auch ist der Begriff, der hier mit „Rippe“ übersetzt wird, kein rein anatomischer, sondern bedeutet allgemein „Seite“. Es geht darum, dass in der Schöpfung eine enge Verbindung von Mann und Frau angelegt, die zuläuft auf die Aussage in Vers 24: dass Mann und Frau „ein Fleisch“ werden

Der Mensch ist kein Einzelkämpfer. Ja, er ist sogar unvollendet, wenn er allein ist. Aus der Sicht der Bibel findet der Mensch erst in einem ihm gleichwertigen Gegenüber den Beistand, der ihn vollendet. 

Gen 2:22: ‭Und Gott der Herr bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.

Aus seiner Seite bzw. Rippe

Die Frau wurde nicht aus dem Kopf des Mannes geschaffen, um über ihm zu herrschen, noch aus seinem Fuß, um unter ihm zu stehen, sondern aus seiner Seite, um an seiner Seite zu sein. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass Männer und Frauen Partner auf Augenhöhe sind, die einander ergänzen und unterstützen sollen. Sie verdeutlicht auch die Einzigartigkeit und Besonderheit der menschlichen Beziehung, die auf Liebe, Respekt und gegenseitiger Fürsorge basiert.

Gen 2:23: ‭Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll »Männin« heißen; denn vom Mann ist sie genommen!

Fleisch von meinem Fleisch

Adam verstand die wesentliche Einheit in seiner Beziehung zu Eva. Dieser Punkt ist so wichtig, dass er mehrmals im Neuen Testament erwähnt wird, einschließlich der großen Ehepassage in Epheser 5:28-29: Also sollen Ehemänner ihre eigenen Frauen lieben wie ihren eigenen Körper; wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern es genährt und gepflegt.

Gen 2,24: Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.

Sie werden ein Fleisch sein

Diese Passage bedeutet, dass in der Ehe eine tiefe Einheit entsteht, in der Mann und Frau sich gegenseitig ergänzen und eine unauflösliche Bindung eingehen. Sie sollen einander treu sein und eine enge Verbundenheit aufbauen, die durch Liebe, Respekt und Fürsorge geprägt ist. „Ein Fleisch sein“ bedeutet, dass sie nicht nur physisch, sondern auch emotional, geistig und spirituell eins werden sollen. Es ist eine Einladung zu einer tiefen und dauerhaften Vereinigung, die auf gegenseitigem Vertrauen und Hingabe beruht.

Gen 2:25: ‭Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.

Sie schämten sich nicht

Diese Stelle kann als Ausdruck der reinen und unschuldigen Beziehung zwischen Adam und Eva interpretiert werden, bevor sie von der Erkenntnis von Gut und Böse kosteten. Sie lebten in vollständiger Offenheit und Vertrauen, ohne Scham oder Verlegenheit. Dies kann auch als Metapher für die Unschuld und Reinheit angesehen werden, die in einem harmonischen Zustand mit der Schöpfung existiert, bevor die Sünde Einzug hielt. Es zeigt die ursprüngliche Verbundenheit zwischen Mensch und Natur sowie zwischen Mann und Frau, bevor die Trennung und Veränderung durch die Sünde stattfand.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zum Buch Genesis


Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Genesis Gen 2.Kapitel


Gen 2