Christliche Andachten

Hebräer Brief Hebr 6. Kap.: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Hebräer Brief Hebr 6. Kap.

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Hebräer Brief Kap. 6 betont die Wichtigkeit des Fortschritts im christlichen Glauben und ermahnt die Gläubigen, aus ihrer geistlichen Trägheit herauszukommen. Es warnt vor dem Rückfall in die Sünde und ermutigt die Leser, sich an der Hoffnung auf Jesus Christus festzuhalten. Der Brief zeigt, dass Gott treu ist, um seine Versprechen zu erfüllen, und fordert uns auf, durch Ausdauer und Glauben zu erben, was uns verheißen wurde.

Hebr 6,1-12: Im Glauben erwachsen werden

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Hebräer Brief Hebr 6,1-12

Hebr 6,1: ‭Deshalb wollen wir jetzt die Lektionen vom Anfang unseres Lebens mit Christus hinter uns lassen und im Glauben erwachsen werden. Wir müssen euch doch nicht immer wieder erklären, wie wichtig es ist, sich von toten religiösen Werken abzuwenden und an Gott zu glauben.

Hebr 6,2: ‭Ihr braucht keine weitere Unterweisung über die Bedeutung der Taufe im Unterschied zu anderen Waschungen, über die Handauflegung, die Auferstehung der Toten und das letzte Gericht mit seinem ewig gültigen Urteil.

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Hebr 6,3: ‭Nein, wir werden jetzt weitergehen; und wenn Gott will, wird es gelingen.

Hebr 6,4: ‭Denn eins steht fest: Wenn Menschen schon einmal erleuchtet worden sind, wenn sie die gute Gabe des Himmels gekostet haben und Anteil am Wirken des Heiligen Geistes erhielten,

Hebr 6,5: ‭wenn sie schon einen Vorgeschmack bekamen von dem guten Wort Gottes und den Kräften der kommenden Welt

Hebr 6,6: ‭und sich dann doch wieder abgewendet haben, ist es unmöglich, sie wieder zur Änderung ihrer Einstellung zu bewegen. Denn so nageln sie den Sohn Gottes praktisch noch einmal ans Kreuz und setzen ihn dem öffentlichen Spott aus.

Kannst du diesen Gedanken ertragen?

O, wenn du heute in eine bestimmte Sünde gefallen bist, so hat dir vielleicht deshalb mein Meister diese Ermahnung zukommen lassen, um dich von weiterem Abirren zurückzuhalten. Wende dich von neuem zu Jesus. Er hat Seine Liebe zu dir nicht vergessen. Seine Gnade ist noch immer die gleiche. Komm mit Tränen der Reue zu Seinem Fußschemel, so wirst du abermals in Sein Herz aufgenommen, und Er macht deinen Weg sicher. Spurgeon (zu Hebr 6,6)

Hebr 6,7: ‭Denn wenn ein Stück Land durch häufigen Regen gut bewässert wird und nützliche Pflanzen für die wachsen lässt, die es bebaut haben, ist es von Gott gesegnet.

Hebr 6,8: ‭Wenn es aber nichts als Dornen und Disteln hervorbringt, ist es unbrauchbar. Es zieht den Fluch Gottes auf sich und wird am Ende abgebrannt.

Hebr 6,9: ‭Doch wir sind trotz des Gesagten überzeugt, liebe Geschwister, dass für euch der bessere Teil ‹dieses Vergleichs› zutrifft und eure Rettung nicht in Frage steht.

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Hebr 6,10: Gott ist nicht ungerecht. Er vergisst nicht, wie ihr ihm eure Liebe bewiesen und für ihn gearbeitet habt, indem ihr den anderen Gläubigen dientet und das noch immer tut.

Gott vergisst nicht

Wenn wir entmutigt sind, denken wir manchmal, dass Gott uns und alles, was wir für ihn und sein Volk getan haben, vergisst. Aber Gott würde Seine eigene Natur verleugnen, wenn Er solche Dinge vergäße (Er wäre ungerecht ). Gott sieht und erinnert sich. Manchmal kommt unsere Angst, dass Gott unsere Arbeit und unsere Liebesarbeit vergessen hat, daher, dass wir uns auf die Aufmerksamkeit und den Applaus der Menschen verlassen. Es ist wahr, dass einige Menschen Ihre Arbeit und Ihre Arbeit der Liebe vergessen werden , aber Gott wird es niemals tun.

Tugend des Helfens

Was für eine Gnade, wenn Gott sich unser bedienen will, um den Seelen zu helfen, die er so innig liebt, für deren Erlösung er so viel gelitten. Das ist eine ganz unvergleichlich hohe Auszeichnung, an der uns außerordentlich viel gelegen sein muß. Dient also eifrig den Seelen, scheut weder Arbeit, noch Mühe, noch Opfer! Für alles wird euch reichlicher Lohn. Aber nicht die Belohnung soll die treibende Kraft sein, sondern der Wunsch, Gott zu gefallen und ihn zu verherrlichen.

Meine Augen, meine Hände, mein Mund sind dein. Diese so traurige Frau mir gegenüber: Hier ist mein Mund, damit du ihr lächelst. Madeleine Delbrêl

Hebr 6,11: ‭Wir wünschen nur, dass jeder von euch diesen Eifer bis ans Ende beweist, damit ihr voller Zuversicht an der Hoffnung festhalten könnt.

Zum guten Eifer

Wie es einen bitteren und bösen Eifer gibt, der von Gott trennt und zur Hölle führt, so gibt es den guten Eifer, der von den Sünden trennt, zu Gott und zum ewigen Leben führt. Diesen Eifer sollen also die Mönche mit glühender Liebe in die Tat umsetzen, das bedeutet: Sie sollen einander in gegenseitiger Achtung zuvorkommen (Röm12,10); ihre körperlichen und charakterlichen Schwächen sollen sie mit unerschöpflicher Geduld ertragen.

Im gegenseitigen Gehorsam sollen sie miteinander wetteifern; keiner achte auf das eigene Wohl, sondern mehr auf das des anderen; die Bruderliebe sollen sie einander selbstlos erweisen; in Liebe sollen sie Gott fürchten; ihrem Abt seien sie in aufrichtiger und demütiger Liebe zugetan. Christus sollen sie überhaupt nichts vorziehen. Er führe uns gemeinsam zum ewigen Leben. Benedikt von Nursia (zu Hebr 6,11)

Hebr 6,12: Dann werdet ihr auch nicht träge, sondern folgt dem Vorbild derer, die durch Glauben und Geduld empfingen, was Gott ihnen zugesagt hatte.

Werde nicht träge

Die Idee ist, dass wir uns nicht von Entmutigung träge machen lassen sollten, was zu dem Gefühl führt, dass wir genauso gut aufgeben können.

Hebr 6,13-20: Gott hält, was er verspricht

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Hebräer Brief Hebr 6,13-20

Hebr 6,13: ‭Ein Beispiel dafür ist Abraham. Als Gott ihm die Zusage machte, schwor er bei sich selbst, weil es keinen Größeren gibt, bei dem er hätte schwören können:

Hebr 6,14: ‭Ich versichere dir, sagte er, ich werde dich mit Segen überschütten und dir eine zahllose Nachkommenschaft geben.

Hebr 6,15: ‭Und so wartete Abraham geduldig und empfing schließlich, was Gott ihm versprochen hatte.

Hebr 6,16: ‭Wenn Menschen schwören, tun sie das bei einem Größeren. Ihr Eid bekräftigt die Aussage und beseitigt jeden Widerspruch.

Hebr 6,17: ‭So hat auch Gott sich mit einem Eid für seine Zusage verbürgt, denn er wollte den Erben dieses Versprechens die feste Gewissheit geben, dass er seine Zusage wirklich einlöst.

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Hebr 6,18: ‭Zwar ist es sowieso unmöglich, dass Gott lügen kann, doch hier wollte er sich in doppelter Weise festlegen: durch die Zusage und den Eid, die beide unumstößlich sind. Das ist für uns eine starke Ermutigung, denn wir haben ja unsere Zuflucht zu dieser Hoffnung genommen und wollen alles daran setzen, sie zu erreichen.

Hebr 6,19: ‭In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker, der uns mit dem Innersten des himmlischen Heiligtums verbindet.

Hoffnung als Anker

Der Anker war in der Antike eine gebräuchliche Figur für Hoffnung. Hier ist die Idee, dass wir an etwas Festem, aber Unsichtbarem verankert sind. Bei ruhiger See braucht man keinen Anker. Je rauer das Wetter, desto wichtiger ist Ihr Anker. Aber die Anker- Analogie trifft nicht perfekt zu. Wir sind oben im Himmel verankert, nicht unten im Boden; und wir sind verankert um weiter zu gehen, nicht stehen zu bleiben. Unser Anker ist wie jeder andere, wenn er von Nutzen ist, ist er außer Sichtweite. 

Wenn ein Mann den Anker sieht, tut er nichts, es sei denn, es handelt sich zufällig um einen kleinen Bachanker oder einen Enterhaken im seichten Wasser. Wenn der Anker von Nutzen ist, ist er weg: da ging er mit einem Platschen über Bord; weit unten, zwischen den Fischen, liegt die eiserne Feste, ganz außer Sichtweite. Wo ist deine Hoffnung, Bruder? Glaubst du, weil du sehen kannst? Das ist überhaupt nicht zu glauben.

Schiff und Anker

Die Bezeichnung des Langhauses und der seitlichen Gänge als Schiff leitet sich davon her, dass die Kirchenväter die Gemeinschaft der Glaubenden als Schiff bezeichneten, das die Gläubigen aus dem Sturm der Zeit rettet. Das Schiff ist ein sehr altes Symbol für die Kirche. Gemeinsam ist sie unterwegs im Meer der Zeit. Das Meer steht für die Bedrohung durch die Sünde und den Tod. Mit Christus sind die Christen unterwegs zum Hafen Gottes, der Ewigkeit.

Der Mast symbolisiert das Kreuz Christi. Der Anker ist hierbei ein Symbol der Hoffnung, der Zuversicht und des Heils. Im Hafen sichert der Anker den Platz des Schiffes, auf hoher See bietet er Sicherheit bei Stürmen. Wie ein Anker gibt Gottes Liebe unserem Leben Halt. Auch wenn wir einmal sterben, bleiben wir mit Gott verbunden. Er hat einen Platz im Himmel für uns bereitet. Die kreuzförmige Ankerform ist Sinnbild für den Tod Jesu Christi am Kreuz, aus dem für uns Christen Hoffnung erwächst.

Zur Hoffnung

Wir alle machen im Leben schwere Zeiten durch und genau wie ein Schiff in einem Sturm brauchen wir Hilfe, um nicht zu kentern. Ein Schiff hat einen Anker, der ihm Halt gibt. Die Bibel sagt, dass der Anker unserer Seele die Hoffnung ist. Wenn wir fest auf Gott und sein Wort hoffen, dann spüren wir vielleicht den Wind und die Wellen, aber wir bleiben unerschütterlich. In einem Sturm befähigt uns die Hoffnung, die Umstände wahrzunehmen und trotzdem darauf zu vertrauen, dass es wieder besser wird.

Deshalb ist Hoffnung ein sehr wirkungsvolles und wichtiges Merkmal in unserem Leben – ganz besonders in schweren Zeiten. Ich glaube sogar, dass sie das Fundament ist, auf das wir unseren Glauben bauen sollten.  Niemand – nicht einmal Gott – kann uns versprechen, dass wir keine Enttäuschungen oder Probleme erleben werden. Aber das Wichtigste ist, die Hoffnung nie aufzugeben. Wenn wir eine positive Haltung und die Hoffnung, die wir in Christus haben, bewahren, werden wir sehen, wie Gottes Kraft Wunder wirkt. Joyce Meyer (zu Hebr 6,19)

Gebet: Gott, ich setze meine Hoffnung auf dich. Meine Erwartung, dass du Großes in meinem Leben tun wirst, ist mein Anker in schwierigen Zeiten.

Hebr 6,20: ‭Dorthin ist Jesus bereits vorausgegangen, er, der unser ewiger Hoher Priester geworden ist, ein Hoher Priester nach der Art des Melchisedek.

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Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Hebräer Brief Hebr 6. Kap.


Hebr 6

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.