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2 Chronik: Auslegung, Kommentar und Andacht zur Bibel

Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch 2 Chronik

Zu 2 Chronik

Das Buch 2. Chronik betont Gottes Treue und das Schicksal Israels in Abhängigkeit von Gehorsam oder Ungehorsam. Es schildert die Geschichte Judas von Salomo bis zum Exil, mit Fokus auf Tempel, Gottesdienst und das Königtum Davids.

Ein zentrales Thema ist die Vergeltung Gottes: Treue Könige wie Joschafat oder Hiskia werden gesegnet, während gottlose Herrscher und das Volk bei Abfall von Gott bestraft werden. Besonders wichtig ist die Rolle des Tempels als geistliches Zentrum, was die Bedeutung von Anbetung und Umkehr unterstreicht.

Die Botschaft von Buße und Wiederherstellung zieht sich durch das Buch: Wer sich Gott zuwendet, erfährt Gnade. Trotz des Exils bleibt die Hoffnung auf Erneuerung – letztlich erfüllt in Jesus Christus.

Auslegung und Kommentar

2 Chronik 16,9: Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

Ungeteiltes Herz

Der Herr möchte, dass wir ein ungeteiltes Herz für Ihn haben. Er hat uns zuerst geliebt. Darum gehört Ihm unsere volle Liebe, unser ganzes Herz. Wenn wir Ihm den ersten Platz geben, bekommt auch alles andere die richtige Priorität und wir folgen Ihm mit Freude nach. Deshalb fordert Er uns auf: «Gib mir, mein Sohn, dein Herz!» (Sprüche 23,26). Das bedeutet, dass wir uns ganz dem Herrn Jesus ausliefern und uns seiner Autorität beugen, damit Er über unser Leben bestimmen und uns segnen kann.

Die Augen Gottes sind stets offen

Immer ist er auf der Suche nach dir und mir. Er verlangt danach, dass unser Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist, dass wir ihm alles übergeben, uns voll und ganz auf ihn stützen. Ja, Gott liebt uns, und gerade deshalb wartet er darauf, daß wir zu ihm zurückkehren, daß wir das Herz für seine Liebe öffnen, daß wir unsere Hand in die seine legen und uns daran erinnern, daß wir seine Kinder sind. In das Herz des Menschen ist unauslöschlich die Hoffnung eingeschrieben, da Gott, unser Vater, das Leben ist, und für das ewige und selige Leben sind wir geschaffen.

Mein Gott, ich übergebe Dir alles, was mir an diesem Tag geschehen wird.

2 Chronik 17,6: Sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn.

Mut gewinnen

Auf unserem Lebensweg begegnen uns Ereignisse, die Angst machen oder uns erschüttern. Angst darf sein, ist aber nicht das letzte Wort. Der Mutige hat sehr wohl Angst. Mut aber ist Angst, die gebetet hat. Und auf den Wegen des Herrn machen wir stets die Erfahrung, dass er uns hilft und dass lässt Zuversicht und Mut in uns wachsen. Nur eines ist wichtig: Gott zu vertrauen, ihn mehr handeln zu lassen.

Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn, wir dürfen ihn gar Abba, Vater nennen; wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehen, so lernen wir die ewge Liebe kennen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut: Der Herr ist gut. Johann Jakob Rambach

2 Chronik 20,17: Seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist!

Rettung durch Gott

Bauen wir auf Gottes Gnade. Er hilft uns. Er hält nicht alles von uns fern. Immer wieder gibt er uns Gelegenheit zum geistigen Kampf, vor allem und häufig in den kleinen Dingen, wo es im Alltag ein wenig Geduld braucht, ein wenig Sanftmut, ein wenig Ertragen, ein wenig Liebe. Dadurch wachsen wir, indem wir mit Gottvertrauen und Beharrlichkeit das Gute üben.

Sind wir hier nachlässig und murren schon über kleinste Unannehmlichkeiten, die uns das Leben z.B. durch andere Menschen zumutet, wie wollen wir da wohl inneren Frieden erlangen? Inneren Frieden erlangen wir nur im inneren Kampf mit uns selbst, unseren Schwächen und Leidenschaften mit dem Wissen, dass wir nicht für uns allein kämpfen, sondern den Herrn an unserer Seite haben, der unsere Rettung ist.

2 Chronik 30,9: Der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt.

gnädig und barmherzig

2. Chronik 30,9 spricht von Gottes Barmherzigkeit und der Möglichkeit zur Umkehr. Der Vers ermutigt die Israeliten, zurückzukehren, damit Gott sich ihnen erbarmt. Es wird betont, dass Gott nicht zornig bleibt, sondern bereit ist zu vergeben, wenn sich sein Volk ihm wieder zuwendet. 

Dieser Vers erinnert mich daran, dass es nie zu spät ist, umzukehren. Egal, wie weit wir uns von Gott entfernt haben, seine Arme stehen immer offen. Seine Gnade ist größer als unsere Fehler, und wenn wir uns ihm nähern, schenkt er uns Heilung und Frieden. Das motiviert mich, nicht in Schuld oder Angst zu verharren, sondern auf Gottes Liebe zu vertrauen.

2 Chronik 30,27: ‭‭Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk, und ihr Rufen wurde erhört, und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.

Gebete kommen in den Himmel

Gebet ist die nie versiegende Quelle der Kraft des Christen in allen möglichen Fällen, in jeder Notlage. Das Gebet ist eine offene Tür, die niemand schließen kann. Teufel mögen dich von allen Seiten umgeben, doch der Weg nach oben ist immer frei. Für Gebete gibt es keinen falschen Zeitpunkt. Diese Ware ist im Sommer wie im Winter von höchstem Wert. Das Gebet wird vor dem himmlischen Thron zur Mitternachtszeit, inmitten voller Geschäftigkeit, in der Hitze des Mittags und im Schatten des Abends vorgelassen.

In jeder Lage, sei es Mangel oder Krankheit, sei es düstere Lage, Verleumdung oder Zweifel, ist deinem treuen Bundesgott dein Gebet willkommen. Er wird dir aus Seinem Heiligtum heraus antworten. Außerdem ist das Gebet nie sinnlos. Wahrhaftiges Gebet hat immer wahrhaft kraftvolle Wirkung. Spurgeon

2 Chronik 31:10: ‭Da antwortete ihm Asarja, der Oberpriester vom Hause Zadok, und sprach:  Seitdem man angefangen hat, das Hebopfer in das Haus des HERRN zu bringen,  hat man gegessen und ist satt geworden und hat noch viel übriggelassen;  denn der HERR hat sein Volk gesegnet; daher ist eine so große Menge  übriggeblieben.

Treue gegenüber Gott bringt Segen

In 2. Chronik 31,10 berichtet der Hohepriester Asarja König Hiskia, dass seit der Einbringung der Abgaben für den Tempeldienst großer Überfluss herrscht. Dies zeigt Gottes Segen über das Volk, das seinem Gebot gehorcht.

Die Stelle verdeutlicht, dass Treue gegenüber Gott nicht nur geistlichen, sondern auch materiellen Segen bringen kann. Hiskias Reformen führten dazu, dass das Volk großzügig gab, und Gott sorgte für Fülle. Dies lehrt, dass Gehorsam und Vertrauen in Gott mit seinem Segen belohnt werden. Es ermutigt Gläubige, Gott an die erste Stelle zu setzen, denn er sorgt für seine Diener und segnet die, die ihm von Herzen geben. So zeigt der Text Gottes Versorgung und Treue.

Wenn ich mein Bestes gebe, ohne dass ich eine Gegenleistung erwarte – sei es in Form von Zeit, Kraft oder Geld – dann empfange ich oft mehr, als ich gebe. Und kann erleben: Gott segnet mich auf unerwartete Weise. Gottes Segen ist kein Tauschgeschäft. Er zeigt sich nicht nur in materiellen Dingen, sondern auch in innerem Frieden, Freude und überraschenden Lösungen, die alle Erwartungen übertreffen. Ellen Hörder-Knop

2 Chronik 31:21: ‭Und in all seinem Werk, das er im Dienst des Hauses Gottes und nach dem Gesetz und Gebot unternahm, um seinen Gott zu suchen, handelte er von ganzem Herzen, und so gelang es ihm auch.

Von ganzem Herzen

Willst du in deiner Arbeit für den Herrn Jesus Segen erfahren, so muss es ernste Herzensarbeit sein und sie muss von ganzem Herzen getan werden. Wende so viel Kraft, Eifer, Einsicht und Anstrengung für die Dinge des ewigen Lebens auf, wie auf irgendeinen Beruf, denn sie verdienen es weit mehr. Der Heilige Geist steht uns in unserer Armut und Schwachheit bei, aber Er bestärkt uns nicht in unserer Trägheit. Er liebt tatkräftige Gläubige. Spurgeon

2 Chronik 36,19: Sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder.

Vernichtung Jerusalems

Die Babylonier verschleppen die jüdische Oberschicht. Der Tempel und Jerusalem werden zerstört. Die tief einschneidende Erfahrung des Exils beginnt (597 – 539 v. Chr.). Äußerlich bestanden für die Juden in Babylon komfortable Lebensumstände. Sie konnten ohne Zwang Handel, Landwirtschaft und Häuserbau betreiben. Die Juden assimilierten sich recht schnell. So fand man in Schriftzeugnissen Namen, die belegen, dass Juden im Hofstaat und Militär von Nebukadnezar II. Karriere machen konnten.

2 Chronik 36,20: Den Überrest derer aber, die dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu 2 Chronik

Das war eine Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch 2 Chronik

2 Chronik