Die Botschaft der Barmherzigkeit – Das Evangelium des Vierten Fastensonntags
Inhaltsverzeichnis
Die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr und der Besinnung. Am Vierten Fastensonntag (Lesejahr C) begegnen wir im Evangelium einer der bewegendsten Gleichnisse Jesu: dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32). Diese Geschichte offenbart uns die unermessliche Barmherzigkeit Gottes und lädt uns ein, über unsere eigene Haltung gegenüber Vergebung nachzudenken.
Weitere Andachten (Vers für Vers): Lk 15
1. Das Evangelium: Lukas 15, 11-32
Jesus erzählt von einem Vater mit zwei Söhnen. Der jüngere Sohn fordert sein Erbe ein, verlässt das Haus und verschwendet sein Vermögen in einem ausschweifenden Leben. Als eine Hungersnot kommt, leidet er große Not und beschließt, reumütig zu seinem Vater zurückzukehren. Dieser empfängt ihn mit offenen Armen, kleidet ihn neu und richtet ein Fest aus. Doch der ältere Sohn ist verärgert über diese Gnade. Der Vater bittet ihn, sich ebenfalls zu freuen, denn sein Bruder war verloren und wurde wiedergefunden.
2. Die Bedeutung des Evangeliums
Dieses Gleichnis zeigt uns das Herzstück der christlichen Botschaft: Gottes unendliche Liebe und Vergebung. Der Vater symbolisiert Gott, der uns mit offenen Armen empfängt, wenn wir reumütig zurückkehren. Der ältere Sohn erinnert uns daran, dass auch wir unser Herz für die Barmherzigkeit öffnen müssen, anstatt auf Gerechtigkeit ohne Liebe zu pochen.
3. Ein Aufruf zur Versöhnung
Dieses Evangelium lädt uns ein, unsere eigene Haltung zu überdenken. Wo haben wir vielleicht Fehler gemacht und brauchen Gottes Vergebung? Wo fällt es uns schwer, anderen zu vergeben? Die Fastenzeit bietet die Gelegenheit, unser Herz zu reinigen und die Freude der Versöhnung zu erfahren.
4. Impulse für den Alltag
- Gottes Barmherzigkeit annehmen: Vertrauen wir darauf, dass Gott uns immer mit offenen Armen empfängt.
- Vergebung üben: Wo können wir in unserem Leben barmherziger sein und anderen vergeben?
- Dankbarkeit für Gottes Liebe: Der Vater im Gleichnis zeigt uns, dass wahre Liebe keine Bedingungen stellt.
5. Fazit
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist eine der schönsten Geschichten über Gottes Liebe und Vergebung. Es erinnert uns daran, dass wir immer zurückkehren dürfen und selbst zur Barmherzigkeit aufgerufen sind. Nutzen wir die Fastenzeit, um unser Herz für die Versöhnung zu öffnen und die Freude der Vergebung zu erleben.