Das Evangelium des 8. Sonntags (C) im Jahreskreis: Lk 6,39-45
Inhaltsverzeichnis
Weitere Andachten (Vers für Vers): Lk 6
1. Einleitung
Das Evangelium des 8. Sonntags im Jahreskreis (Lk 6,39-45) enthält einige der bekanntesten und kraftvollsten Bilder Jesu. Er spricht vom blinden Blindenführer, vom Splitter und Balken im Auge und von der Frucht des Herzens. Diese Worte sind nicht nur poetisch, sondern auch tiefgründig und relevant für unser heutiges Leben.
2. Der blinde Blindenführer (Lk 6,39)
Jesus beginnt mit einer Warnung: „Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?“ Dieses Bild erinnert uns daran, dass wir uns sorgfältig überlegen sollten, wem wir folgen. Wir müssen uns fragen, ob die Person, der wir vertrauen, selbst den richtigen Weg kennt.
3. Der Splitter und der Balken (Lk 6,41-42)
Als Nächstes spricht Jesus von der Heuchelei. Er fragt: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ Dieses Bild fordert uns auf, zuerst unsere eigenen Fehler zu erkennen, bevor wir andere kritisieren.
4. Die Frucht des Herzens (Lk 6,43-45)
Jesus schließt mit dem Bild des Baumes und seiner Frucht. „Ein guter Baum bringt keine schlechten Früchte hervor und ein schlechter Baum keine guten.“ Unsere Worte und Taten sind die Früchte unseres Herzens. Wenn unser Herz gut ist, werden auch unsere Früchte gut sein.
5. Anwendung für unser Leben
- Selbstreflexion: Nehmen wir uns Zeit, um unser eigenes Herz zu prüfen. Sind wir ehrlich und aufrichtig?
- Vergebung: Sind wir bereit, anderen zu vergeben, so wie wir selbst Vergebung empfangen haben?
- Güte: Bemühen wir uns, gute Früchte hervorzubringen, indem wir freundlich, mitfühlend und liebevoll sind?