Christliche Andachten

1. Samuel 1 Sam Kap. 1 bis 31: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch 1. Samuel 1 Sam Kap. 1 bis 31

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Zum ersten Buch Samuel 1 Sam

Das Buch soll über das Leben von Samuel, dem letzten Richter Israels, über die Herrschaft und den Niedergang des ersten Königs Saul und über die Wahl und Vorbereitung von David, dem größten König Israels, berichten. Das Buch beginnt in der Zeit der Richter und beschreibt Israels Übergang von einer Theokratie (Leitung durch Gott) zu einer Monarchie (Leitung durch einen König).

1 Sam Kap. 1-3: Geburt und Jugend Samuels

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 1-3

1 Sam 1:1: Und es war ein Mann aus Ramataim-Zophim, vom Bergland Ephraim, der hieß Elkana, ein Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zuphs, eines Ephratiters.

Ein gewisser Mann

Zu diesem strategischen Zeitpunkt und an diesem strategischen Ort begann Gott Seinen Plan, wie Er es fast immer tut – mit einer Person, die Er benutzen wird. Gott kann sein Werk durch sich selbst oder durch Engel oder auf irgendeine andere Weise tun, aber seine normale Methode besteht darin, einen bestimmten Mann zu finden und durch ihn zu wirken.

1 Sam 1:6: Und ihre Widersacherin reizte sie sehr mit kränkenden Reden, um sie darüber zu erzürnen, dass der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte.

Der Herr hatte ihren Schoß verschlossen

Es scheint seltsam, dass Peninnah (die einen schlechten Charakter zu haben scheint) mit Kindern gesegnet war und Hanna (die einen guten Charakter zu haben scheint) mit Unfruchtbarkeit verflucht war. Oft verstehen wir Gottes Wege nicht, bis er seinen Plan vollendet hat.

1 Sam 1:7: Und so ging es Jahr für Jahr; sooft sie zum Haus des Herrn hinaufzog, kränkte jene sie so, dass sie weinte und nichts aß.

Sie weinte und aß nicht

Aufgrund des Konflikts zwischen den beiden Frauen konnte Hanna diese Liebes- und Gunstbezeugung von Elkana nicht genießen.

1 Sam 1:8: Elkana aber, ihr Mann, sprach dann zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und war­um isst du nicht? Warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?

Hannah, warum weinst du?

In Elkanahs Antwort auf Hannahs Kummer sehen wir, dass er sie wirklich liebte; doch wie viele Männer war er unsensibel. Er erkannte nicht, dass sie Bedürfnisse hatte, die er nicht erfüllen konnte (z. B. den Wunsch, Mutter zu werden).

1 Sam 1,10: Sie aber, betrübt, wie sie war, betete zum Herrn und weinte sehr.

Die verzweifelte Hanna

Kinderlos, Spott der Nebenfrau u.a. waren der Grund für Hannas Verzweiflung. So wie sie plagen sich unzählige Menschen mit unlösbaren Problemen ab. Doch sie gab die Hoffnung nicht auf, sondern betete. Sie brachte ihr Problem ehrlich vor Gott. Und dieser Gott hört ihr Gebet und handelt. Sie wird schwanger werden und ihren Sohn Samuel zur Welt bringen. Samuel bedeutet „von Gott erbeten“. Darin liegt das Heilmittel gegen Entmutigung: Sage Gott, wie du wirklich empfindest und überlasse ihm deine Probleme.

Gebet zum Herrn: Hanna war in bitterer Seele und großer Angst , aber sie tat das Richtige. Hannah brachte diese bitteren und qualvollen Gefühle ehrlich im Gebet zu Gott.

Tägliche christliche Andacht

1 Sam 1,13: Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, doch so, dass man ihre Stimme nicht hörte. Da meinte Eli, sie wäre betrunken.

Nun sprach Hanna in ihrem Herzen

Es ist oft gut, laut zu beten, weil es uns helfen kann, unsere Gedanken besser zu fokussieren. Doch diese Passage zeigt, dass vorherrschendes Gebet nicht laut sein muss. Effektives Gebet kann still und im Herzen sein.

Reden tut gut

Wir wissen heute, wie heilsam es ist, wenn es Menschen gelingt, Gefühle, Ängste, Befürchtungen auszusprechen, Probleme anzusprechen, sich die Seele zu erleichtern. Ich erlebe es in der Seelsorge immer wieder, dass es eine große Sehnsucht bei Menschen gibt, sich auszusprechen. Dass einfach jemand da ist, dem sie mal eine Stunde lang ihr Herz ausschütten können, der sie versteht und nicht verurteilt, vielleicht sogar noch einen weisen Rat für sie hat. Auch Hanna redet sich ihren Schmerz vor Gott von der Seele.

1 Sam 1:15: Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin eine Frau von beschwertem Gemüt; Wein und starkes Getränk habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet!

Sein Herz ausschütten

Hanna ist von Kummer erfüllt, aber anstatt zu verzweifeln, öffnet sie ihr Herz vor Gott. Das lehrt mich, dass ich in Momenten der Not meine Sorgen und Ängste vor Gott bringen kann. Es erinnert mich daran, dass Gott immer bereit ist zuzuhören, egal wie groß meine Probleme erscheinen. Hannas Beispiel zeigt, dass im Gebet Kraft liegt, und dass das Ausschütten unseres Herzens vor Gott Trost und Frieden bringen kann.

Habe meine Seele vor dem Herrn ausgeschüttet

Genau das musste Hanna tun. Anstatt die Bitterkeit der Seele und die Angst in ihrem Herzen zu bewahren, schüttete sie sie vor dem Herrn aus ihrer Seele

1 Sam 1,17: Geh hin in Frieden! Der Gott Israels gewähre dir deine Bitte, die du an ihn gerichtet hast!

1 Sam 1:19: Und am anderen Morgen machten sie sich früh auf und beteten an vor dem Herrn; und sie kehrten wieder um und kamen heim nach Rama. Und Elkana erkannte seine Frau Hanna, und der Herr gedachte an sie.

Dann standen sie früh am Morgen auf und beteten an

Hanna konnte den Herrn im Glauben wirklich anbeten, solange die Verheißung noch nicht erfüllt war. Dies ist ein herrliches Muster des Glaubens.

Tägliche christliche Andacht

1 Sam 1,27: Um diesen Jungen habe ich damals gefleht, und der Herr hat mein Gebet erhört. Er gab mir, worum ich bat.

Er gab mir, worum ich bat

Gottergebene Menschen sehen mit Freude auf die Gnadengeschenke zurück, die ihnen in Erhörung ihrer Bitten geschenkt wurden, denn sie können in denselben Gottes Liebe ganz besonders deutlich erkennen. Wenn wir unseren Gnadengeschenken den Namen Samuel, d.h. „von Gott erbeten“, geben können, dann werden sie uns so kostbar sein, wie der Sohn Samuel für seine Mutter Hanna.

Peninna hatte viele Kinder, aber sie wurden ihr ohne besonderes Gebet geschenkt. Hannas einziger Sohn dagegen, der ihr als Folge ihres dringenden Flehens als Gabe des Himmels geschenkt wurde, war ihr viel teurer.

Haben wir um Segen im Dienst für den Herrn gefleht? Wie herrlich ist der gute Ablauf des Werkes, wenn er auf den Flügeln des Gebets herbeieilt! Es ist immer das Beste, wenn unserem Haus Segnungen auf dem verordneten Wege durch die Tür des Gebets zuströmen. Dann sind sie wahre Segensströme und keine Versuchungen. Auch wenn die Erhörung auf sich warten lässt, ist der Segen um des Aufschubs willen umso teurer. Spurgeon

1 Sam 1,28: So will auch ich nun mein Versprechen halten: Ich gebe Samuel dem Herrn zurück. Sein ganzes Leben lang soll er Gott gehören.

1 Sam 1:28: Darum übergebe ich ihn auch dem Herrn; alle Tage seines Lebens sei er dem Herrn übergeben! — Und er betete dort den Herrn an.

Samuels Übergabe an den Herrn

Hanna hatte Gott versprochen, im Falle einer Schwangerschaft, dass ihr Kind ganz Gott gehören soll. Dieses Versprechen löst sie nun ein und übergibt wahrscheinlich im Alter von 3 Jahren ihren Sohn Samuel an den Priester Eli, damit er im Haus des Herrn diente. Da Samuels Leben von Gott kam, gab Hanna ihn nicht wirklich auf, sondern gab ihn Gott zurück, der ihr diesen Sohn überhaupt erst geschenkt hatte. Indem sie ihren einzigen Sohn Gott weihte, weihte Hanna ihr ganzes Leben und ihre Zukunft dem Herrn. Diese Verse veranschaulichen, welche Art von Geschenken wir Gott geben sollten. Bekommt Gott von uns nur einige Zeichen der Zuneigung oder geben wir ihm unser ganzes Leben?

Auch in schwierigen Situationen konnten sie den Herrn anbeten. Gott an dem Tag zu preisen, an dem Sie Ihren kleinen Sohn weggeben, mag nicht einfach sein, aber es ist Lob, mit dem Gott zufrieden ist, selbst wenn uns gesagt wird, dass wir Gott ein Lobopfer bringen sollen (Hebr 13:15).

Tägliche christliche Andacht

1 Sam 2,1: Und Hanna betete und sprach: Mein Herz freut sich in dem Herrn; mein Horn ist erhöht durch den Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde; denn ich freue mich in deinem Heil!

1 Sam 2,1: Mein Herz ist voll Freude über den Herrn.

Der Dankgesang der Hanna

Hanna lobte Gott dafür, dass er ihr Gebet um einen Sohn erhört hatte. Sie singt aus Dankbarkeit ein Lied. Ihre Haltung, ihre Worte sind uns Vorbild. Die Freude ist die rechte Frömmigkeitshaltung und damit Zeugnis für die Verlässlichkeit des Glaubens. Das Leben bietet viele Möglichkeiten, die Freude bereiten. Es ist der Wille des Herrn, dass wir das auch genießen, vorausgesetzt wir vergessen nicht den Urgrund der Freude: Christus. Unsere Freude kommt daher, dass uns niemand unseren Christus nehmen kann. Gott ist der Gott der Freude.

Voll Freude über den Herrn

Gott ist der Gott der Freude. Die Freude ist also die rechte Frömmigkeitshaltung und damit Zeugnis für die Verlässlichkeit des Glaubens. „Wir müssen uns selbst zur Freude des Evangeliums bekehren, um andere zu Jesus führen zu können“ (Mission Manifest). Christliche Freude wird so zur Mission in der Sehnsucht, die eigene Freude mit jemandem zu teilen. Ja: Eine große Freude will und möchte ich teilen, sonst ist es keine echte Freude. So ist die Dynamik des Weitergebens dieser Freude ein Bestandteil der Sendung, die Christus den Seinigen gegeben hat, jedem einzelnen von uns.  

Freude im Herrn

Hannah zeigte eine tiefe Hingabe und Liebe für Gott, die uns demütigen kann. An dem Tag, an dem sie das größte Opfer ihres Lebens brachte, freut sie sich des Herrn. Beachte aber, dass sie sich über den Herrn freut. Sie konnte sich nicht darüber freuen, ihren Sohn zu verlassen, aber sie konnte sich über den Herrn freuen . In den verzweifeltsten Situationen, wenn wir nichts anderes haben, um uns zu freuen, können wir uns über den Herrn freuen.

1 Sam 2,2: Niemand ist heilig wie der Herr, ja, es ist keiner außer dir; und es ist kein Fels wie unser Gott!

Niemand ist heilig wie der Herr

Zu sagen, dass der Herr heilig ist, bedeutet zu sagen, dass er vollständig abgesondert ist; dass er einzigartig ist und nicht wie jeder andere. 

1 Sam 2:3: ‭Redet nicht viel von hohen Dingen; Vermessenes gehe nicht aus eurem Mund! Denn der Herr ist ein Gott, der alles weiß, und von ihm werden die Taten gewogen.

1 Sam 2:4: ‭Der Bogen der Starken ist zerbrochen, aber die Schwachen haben sich mit Kraft umgürtet.

1 Sam 2:5: ‭Die Satten haben sich um Brot verkauft, aber die Hungrigen hungern nicht mehr; ja, die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, ist verwelkt!

1 Sam 2:6: ‭Der Herr tötet und macht lebendig; er führt ins Totenreich und führt herauf!

1 Sam 2:7: ‭Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt, aber er erhöht auch.

Worte von Spurgeon

Alle Veränderungen in meinem Leben kommen von Ihm, der sich niemals ändert. Wenn ich reich geworden wäre, so hätte ich seine Hand darin gesehen und Ihn gelobt; laßt mich ebenso sehr seine Hand sehen, wenn ich arm gemacht werde, und laßt mich Ihn ebenso herzlich loben.

Wenn es mit uns abwärts in der Welt geht, so ist es vom Herrn, und wir mögen es geduldig hinnehmen; wenn wir in der Welt emporkommen, so ist es vom Herrn, und wir mögen es dankbar empfangen. In jedem Fall hat der Herr es getan, und es ist gut. Es scheint, daß Jahwehs Weg ist, diejenigen zu erniedrigen, der Er erhöhen will, und diejenigen zu entkleiden, die Er zu bekleiden gedenkt. Wenn es sein Weg ist, so ist es der weiseste und beste Weg.

Wenn ich jetzt die Erniedrigung erdulde, so mag ich mich wohl freuen, denn ich sehe darin die Vorbereitung für die Erhöhung. Je mehr wir durch die Gnade gedemütigt werden, desto mehr sollen wir in der Herrlichkeit erhöben werden. Die Verarmung, die schließlich zu unsrer Bereicherung dienen wird, muß willkommen geheißen werden.

1 Sam 2:8: ‭Er erhebt den Geringen aus dem Staub; aus dem Kot erhöht er den Armen, damit er sie sitzen lasse unter den Fürsten und sie den Thron der Herrlichkeit erben lasse. Denn die Grundfesten der Erde gehören dem Herrn, und er hat den Erdkreis auf sie gestellt.

1 Sam 2:9: ‭Er wird die Füße seiner Getreuen behüten; aber die Gottlosen verstummen in der Finsternis; denn der Mensch vermag nichts aus eigener Kraft.

1 Sam 2,9: Er beschützt jeden, der ihm vertraut.

Worte von Spurgeon

Der Weg ist schlüpfrig und unsre Füße sind schwach, aber der Herr wird sie behüten. Wenn wir uns durch gehorsamen Glauben Ihm hingeben, seine Heiligen zu werden, so will Er selber unser Hüter sein. Nicht nur wird Er seinen Engeln Befehl geben, uns zu behüten, sondern Er selbst wird unsre Schritte bewahren.

1 Sam 2:10: ‭Die Widersacher des Herrn werden zerschmettert werden; er wird über sie donnern im Himmel. Der Herr wird die Enden der Erde richten und wird seinem König Macht verleihen und das Horn seines Gesalbten erhöhen!

Blick auf den Messias

Zu dieser Zeit hatte Israel keinen König und schien auch keinen zu wollen. Als Hanna also von Seinem König sprach , blickte sie voraus auf den Messias, der endlich alles Unrecht korrigieren wird. Er ist sein Gesalbter.

1 Sam 2:11: ‭Und Elkana ging hin nach Rama zu seinem Haus; der Knabe aber diente dem Herrn vor Eli, dem Priester.

1 Sam 2:18: ‭Samuel aber diente vor dem Herrn, und der Knabe war mit einem leinenen Ephod umgürtet.

1 Sam 2:26: ‭Aber der Knabe Samuel nahm immer mehr zu an Alter und an Gunst, sowohl bei dem Herrn als auch bei den Menschen.

1 Sam 2:30: ‭Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt, dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewiglich vor mir aus- und eingehen; aber nun spricht der Herr: Das sei ferne von mir! Sondern wer mich ehrt, den will ich wieder ehren; wer mich aber verachtet, der soll auch verachtet werden!

Wer mich ehrt

Mache ich die Ehre Gottes zum großen Zweck meines Lebens und zur Regel meines Verhaltens? Was kann ich heute thun, den Herrn zu ehren? Ich will Seinen Ruhm fördern durch mein mündliches Zeugnis und durch meinen tatsächlichen Gehorsam. Ich will Ihn auch mit meinen Gütern ehren und indem ich Ihm irgend einen besonderen Dienst darbringe. Laßt mich niedersitzen und nachdenken, wie ich Ihn ehren kann, da Er mich ehren will. Spurgeon

1 Sam 3:1: ‭Und der Knabe Samuel diente dem Herrn vor Eli. Zu jener Zeit war das Wort des Herrn selten; es brach sich keine Offenbarung Bahn.

Der Knabe Samuel diente dem Herrn

Zum dritten Mal wird betont, dass Samuel dem Herrn diente (auch in 1 Samuel 2:11 und 2:18 ), so wie es Aaron und seine Söhne bei ihrer Priesterweihe taten und genauso wie Paulus und Barnabas, bevor sie als Missionare ausgesandt wurden (Apg 13:1-2).

1 Sam 3:2: ‭Und es geschah eines Tages, dass Eli an seinem Schlafplatz lag; seine Augen hatten angefangen, schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte.

1 Sam 3:3: ‭Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen; und Samuel schlief im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war.

1 Sam 3:4: ‭Und der Herr rief den Samuel. Er aber antwortete: Hier bin ich!

Hier bin ich!

Das ist eine schöne Art, auf Gottes Wort zu antworten. Es ist nicht so, dass Gott nicht weiß, wo wir sind, aber es sagt Gott, und es erinnert uns daran, dass wir einfach als Diener vor Ihm stehen und fragen, was Er von uns will. Samuel gehört zu mehreren anderen, die ebenfalls sagten: Hier bin ich, als der Herr zu ihnen sprach: Abraham (Gen 22:1), Jakob (Gen 46:2), Moses (Ex 3:4), Jesaja (Jes 6: 8) und Hananias (Apg 9:10).

1 Sam 3:5: ‭Und er lief zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen! Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen; leg dich wieder schlafen! Und er ging hin und legte sich schlafen.

Er rannte zu Eli

Samuel war ein gehorsamer Junge. Er hatte sich geirrt, als er dachte, Eli habe mit ihm gesprochen, aber er hatte recht mit dem, was er tat. Samuel kam schnell zu Eli, weil er wusste, dass Eli blind war und vielleicht Hilfe brauchte.

1 Sam 3:6: ‭Da rief der Herr wiederum: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich; denn du hast mich gerufen! Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; leg dich wieder schlafen!

1 Sam 3:7: ‭Samuel aber kannte den Herrn noch nicht, und das Wort des Herrn war ihm noch nicht geoffenbart.

1 Sam 3:8: ‭Da rief der Herr den Samuel wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen! Da erkannte Eli, dass der Herr den Knaben rief.

1 Sam 3:9: ‭Und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und leg dich schlafen; und wenn Er dich rufen wird, so sprich: Rede, Herr, denn dein Knecht hört! Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.

1 Sam 3,10: Da kam der Herr und trat herzu und rief wie zuvor: Samuel! Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört!

Gott spricht mit Samuel

Gott redet zu Menschen an jedem Ort und zu jeder Zeit. Gott redet heute, indem er uns Gedanken kommen lässt, die nicht unsere eigenen sind, oder uns auf Worte der Schrift stoßen lässt, die wir sonst überlesen hätten; indem er uns Menschen in den Weg stellt, die uns weitersagen, was Gott von uns will. Gott redet, und er hofft, dass wir auf ihn hören und danach leben. In der Beziehung zu Gott kommt es entscheidend darauf an, dass wir auf ihn hören und seinem Wort folgen.

Auch wenn es nicht immer mit dem Klang einer menschlichen Stimme geschieht, spricht Gott immer klar durch sein Wort. Um seine Botschaften zu empfangen, müssen wir bereit sein, zuzuhören und zu tun, was er uns sagt. Wie Samuel sollten wir bereit sein, „hier bin ich“ zu sagen, wenn Gott uns aufruft, zu handeln.

Weil Gott spricht, ist unsere Aufgabe, auf das Wort hören, dem Wort Ant-Wort geben und Ver-Ant-Wortung für das Gehörte übernehmen, Gott gehorchen. Hören und gehorchen sind im Hebräischen ein und dasselbe Wort. Auch im Griechischen leitet sich wie im Deutschen gehorchen von der Wurzel hören ab. Das Hören auf Gottes Wort soll also zum Gehorsam führen. Gehorsam ist ein Hören seines Wortes, das zur Tat wird. Die Grund-Frage eines Christen heißt demgemäß: Herr, was willst du, dass ich tun soll?

1 Sam 3:11: ‭Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich will eine Sache in Israel tun, dass jedem, der es hören wird, beide Ohren gellen werden.

1 Sam 3:15: ‭Und Samuel blieb liegen bis zum Morgen; dann öffnete er die Türen am Haus des Herrn. Aber Samuel fürchtete sich, Eli die Offenbarung mitzuteilen.

1 Sam 3:19: ‭Samuel aber wuchs heran, und der Herr war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen.

Der Herr war mit ihm

Nichts ist vergleichbar damit, den Herrn bei sich zu haben und zu wissen, dass man ihn hat. Der Christ kann wissen, dass Gott mit ihm ist: Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? (Röm 8:31)

1 Sam 3:20: ‭Und ganz Israel von Dan bis Beerscheba erkannte, dass Samuel als ein Prophet des Herrn bestätigt war.

1 Sam Kap. 4-6: Die Bundeslade

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 4-6

1 Sam 4:1: ‭Und das Wort Samuels erging an ganz Israel. Und Israel zog aus in den Kampf, den Philistern entgegen, und lagerte sich bei Eben-Eser; die Philister aber hatten sich bei Aphek gelagert.

1 Sam 4:2: ‭Und die Philister stellten sich in Schlachtordnung auf gegen Israel. Als aber der Kampf sich ausbreitete, wurde Israel von den Philistern geschlagen; und sie erschlugen aus den Schlachtreihen im Feld etwa 4 000 Mann.

1 Sam 4:3: ‭Und als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von Israel: Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen, so wird Er in unsere Mitte kommen und uns aus der Hand unserer Feinde retten!

Die Bundeslade war die Repräsentation des Thrones Gottes in Israel

Im Allerheiligsten der Stiftshütte aufbewahrt, haben die Menschen es nie gesehen. Nur der Hohepriester trat ein und sah die Lade, und das nur einmal im Jahr. Die Ältesten wollten diese Darstellung des Thrones Gottes aus dem Allerheiligsten herausnehmen, sie bedecken und mit ihnen in den Kampf führen. Sie hofften, es würde Vertrauen geben, dass Gott wirklich mit ihnen war.

Es kann uns retten

Die Ältesten spürten zu Recht, dass sie Gottes Hilfe brauchten, um den Kampf zu gewinnen. Aber sie lagen falsch in der Art, wie sie Hilfe suchten. Anstatt demütig Buße zu tun und Gott zu suchen, wandten sie sich Methoden zu, die Gott nie gebilligt hatte. Es interessierte sie nur, ob es funktionierte. Sie glaubten, dass die Anwesenheit der Bundeslade Gott dazu bringen würde, für sie zu arbeiten. „Ihre Idee war, dass Gott gezwungen werden sollte, für sie zu kämpfen.

1 Sam 4:4: ‭Und das Volk sandte nach Silo und ließ die Bundeslade des Herrn der Heerscharen, der über den Cherubim thront, von dort holen. Und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, waren dort bei der Bundeslade Gottes.

Aberglaube

Anstatt zu versuchen, mit Gott ins Reine zu kommen, machten sich diese Israeliten daran, abergläubische Mittel zu entwickeln, um den Sieg über ihre Feinde zu sichern. In dieser Hinsicht haben die meisten von uns sie nachgeahmt. Wir denken an tausend Erfindungen; aber wir vernachlässigen das eine notwendige Ding. Sie vergessen die Hauptsache, nämlich Gott im Leben zu inthronisieren und danach zu streben, seinen Willen durch den Glauben an Christus Jesus zu tun. Spurgeon

1 Sam 4:5: ‭Und es geschah, als die Bundeslade des Herrn in das Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, sodass die Erde erbebte.

Die Erde bebte

Nun, Geliebte, wenn du Gott anbetest, schreie, wenn du von heiliger Freude erfüllt bist. Wenn der Schrei aus deinem Herzen kommt, würde ich dich nicht bitten, ihn zurückzuhalten. Gott bewahre, dass wir die Anbetung irgendeines Mannes richten sollten! Aber seien Sie nicht so töricht anzunehmen, dass es wegen des lauten Lärms auch Glauben geben muss. Der Glaube ist ein stilles Wasser, es fließt tief. Wahrer Glaube an Gott kann sich mit Sprüngen und mit Geschrei ausdrücken; und es ist eine glückliche Sache, wenn es das tut; aber es kann auch still sitzen vor dem Herrn, und das ist vielleicht noch eine glücklichere Sache. Spurgeon

1 Sam 4:10: ‭Da kämpften die Philister, und Israel wurde geschlagen, und jeder floh in sein Zelt; und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel 30 000 Mann Fußvolk fielen.

1 Sam 4:11: ‭Und die Lade Gottes wurde weggenommen, und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, kamen um.

1 Sam 4:22: ‭Und sie sprach wiederum: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist weggenommen!

1 Sam 7,3: Richtet euer ganzes Leben nach dem Herrn aus und gehorcht ihm allein.

1 Sam. 7,12. Bis hierher hat uns der Herr geholfen.

Bis hierher hat uns der Herr geholfen

Bis hierher: Das Wort „Bis hierher“ ist gleichsam eine Hand, welche in die Vergangenheit zurückweist. Ob zwanzig Jahre oder siebzig Jahre verflossen seien an unserem Leben, dennoch heißt es stets: Bis hierher hat uns der Herr geholfen! Durch Armut und Reichtum, durch Krankheit, durch gesunde Tage, daheim, in der Fremde, zu Lande, zur See, in Ehre, in Schmach, in Verfolgung, in Freude, in Trübsal, im Sieg, im Gebet, in der Versuchung, überall und jederzeit heißt‘s: Bis hierher hat uns der Herr geholfen! Spurgeon

1 Sam Kap. 8: Königsrecht

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 8

1 Sam 8,5: Sie sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen König über uns, der uns richten soll, nach der Weise aller Heidenvölker!

Wir wollen einen König wie alle anderen

Alle anderen haben das, nur wir allein haben das nicht. Alle anderen haben Vorteile, aber wir nicht. Alle anderen Menschen haben bessere Chancen, aber wir nicht. Alle anderen Menschen haben es gut, weil sie unter der sichtbaren, greifbaren und berechenbaren Führung leben, aber wir müssen Gott fragen, seiner Führung folgen, auf ihn vertrauen und, und, und. Sie wollten endlich einmal von dieser Abhängigkeit frei werden und eigene Selbständigkeit entwickeln. Wie alle anderen Menschen wollten sie etwas Sichtbares haben, worauf sie vertrauen könnten, anstatt vom Segen Gottes abhängig zu leben. Sie waren davon überzeugt, dass ein neues System ihnen solch ein sicheres und freies Leben anbieten würde. Martin

1 Sam 8,6: Dieses Wort aber missfiel Samuel, weil sie sagten: Gib uns einen König, der uns richten soll! Und Samuel betete zu dem Herrn.

Samuel reagiert mit Gebet

Menschlich betrachtet wurde Samuel angegriffen und beleidigt. Sie hatten gesagt: Du ist zu alt. Deine Söhne sind schlecht. Darum brauchen wir einen anderen Mann, der uns führt. Aber Samuel reagierte nicht menschlich, sondern betete zu Gott. Er hätte ihnen sagen können: Ihr undankbares Volk. Ihr habt vergessen, wie viel Tage und Nächte ich für euch gebetet habe. Ihr habt vergessen, wie lang ich auf mein privates Leben verzichtet habe, um euch zu helfen. Aber er reagierte nicht emotional, sondern ging zu Gott. Es war für Samuel ein trauriger Tag, aber er versuchte nicht, ihnen aus seiner Weisheit zu helfen, sondern warf all seine Sorgen und seinen Kummer auf Gott. Martin

1 Sam 8,7: Da sprach der Herr zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll!

1 Sam 8,8: Wie sie es [immer] getan haben, von dem Tag an, als ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe, bis zu diesem Tag, indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, genau so tun sie [es] auch mit dir!

Gott tröstete Samuel

Sie haben nicht dich, sondern mich verworfen. Gott erklärte, dass sie ihn nicht zum ersten Mal verlassen haben, sondern dass sie von Anfang an bis heute immer wieder getan haben, was Gott traurig machte. Gott hat lange Zeit wegen der Haltung der Israeliten gelitten. Gott hat ihnen als das erste Gebot gegeben, keine anderen Götter neben ihm zu haben. Aber sie verließen ihn und gingen zu anderen Göttern. Es war für Gott eine große Beleidigung, so wie ein Mann von seiner Frau verletzt wird, die immer wieder zu einem anderen Mann geht. Martin

1 Sam 8,9: So höre nun auf ihre Stimme; doch verwarne sie ausdrücklich und verkündige ihnen das Recht des Königs, der über sie herrschen wird!

Mit den Konsequenzen leben

Wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn erlaubte Gott hier dem Volk seinen Willen, einen König zu haben. Wir können Gottes Kummer besser verstehen, wenn wir uns vorstellen, dass eine Frau neben ihrem Mann einen anderen Liebhaber hat. Obwohl es für Gott schmerzhaft war, ließ Gott sein Volk einen König haben. Gott respektierte ihren Willen und ihre Entscheidung, aber gab ihnen eine Warnung, welche Konsequenz sie tragen müssten. Gott respektiert unsere Entscheidung und unseren Willen, aber er lehrt uns, dass wir für unsere Entscheidung die volle Verantwortung tragen müssen. 

1 Sam 8,19-20: Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sprach: Das macht nichts, es soll dennoch ein König über uns sein, damit auch wir seien wie alle Heidenvölker! Unser König soll uns richten und vor uns herziehen und unsere Kriege führen!

Das Volk weigerte sich, zu gehorchen

Vielmehr beharrten sie auf ihrem Willen. Nein, Nein, Nein, wir wollen sein wie alle Heiden. Ihr Wille war zu stark, so dass sie nicht mehr auf Gottes Wort hören konnten. Sie waren wie ein Kind, das trotz aller Warnungen nur noch seinen eigenen Willen durchsetzen will. Sie haben Gottes Liebe zu ihnen noch nicht erkannt. Sie haben Gottes Willen für sie noch nicht erkannt. Sie sollten nicht wie alle Heiden sein, sondern ein heiliges Volk sein. Sie sollten nicht allen Heiden folgen, sondern für die Heiden ein vorbildliches Volk sein.

Sie wollten all das nicht. Sie wollten lieber sein wie alle Heiden, die scheinbar mehr Freiheit und Erfolg und Sicherheit hatten. Sie brauchten Gott auch, solange er ihnen Gesundheit, Glück, Freude geben würde. Aber Gott war nur in einer Ecke in ihrem Herzen. Gott war für sie nicht so wichtig. Was für sie wichtig war, waren Erfolg, sichere Zukunft und, und, und. Martin

Wie oft ignorieren die Menschen Gottes Wort? Wie oft denken die Menschen, dass ihre eigene Entscheidung besser sei, als Gottes Wort zu gehorchen? 

1 Sam Kap. 9-15: Sauls Königswürde und Verwerfung

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 9-15

1 Sam 9,21: Erstaunt erwiderte Saul: Wie kommst du darauf? Ich bin doch nur ein Benjaminiter, ich gehöre zum kleinsten und unbedeutendsten Stamm Israels.

Krönung Sauls zum König

Das Volk möchte einen König, weil alle anderen Völker auch einen haben. Es ist eine Abkehr von Gott. „Sie wollen mich nicht mehr als ihren König anerkennen.“ (1. Sam 8:7 ). Gott erfüllt ihnen dennoch diese Bitte. Gottes Wahl fällt auf Saul. Der mittlerweile erwachsene und angesehene Prophet Samuel teilt dies Saul unter vier Augen mit, doch dieser wehrt ab mit Begründung seiner Kleinheit.

Saul litt immer wieder unter einem Gefühl von Minderwertigkeit, um die er lebenslang egozentrisch kreiste. Bei der öffentlichen Wahl dann versteckte er sich, weil er Angst hat, zu versagen. Saul war es stets wichtig, was andere über ihn dachten und sagten. Das Fatale war nun nicht sein Minderwertigkeitsgefühl, sondern dass er sich nie entschloss mit ganzem Herzen und mit all seinen Stärken und Schwächen sich Gott hinzugeben.

1 Sam 10:1: ‭Da nahm Samuel die Ölflasche und goss sie auf sein Haupt und küsste ihn und sprach: Hat dich nicht der Herr zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt?

Gesalbt

Die Idee der Salbung ist viel größer. Was mit Sauls Kopf und Körper geschah, war ein Bild dessen, was Gott geistlich in ihm tat. Der Heilige Geist wurde auf ihn ausgegossen und rüstete ihn für die Aufgabe aus, als König über Israel zu regieren. Als Christen unter dem Neuen Bund haben wir auch eine Salbung: Ihr aber habt eine Salbung vom Heiligen (1. Joh 2,20). Salbung im Sinne des Neuen Testaments bedeutet, mit dem Heiligen Geist erfüllt und gesegnet zu werden. Dies ist etwas, das das gemeinsame Eigentum aller Christen ist , aber etwas, dem wir uns mehr unterwerfen können und sollten.

1 Sam 10:6: ‭Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, sodass du mit ihnen weissagst, und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden.

Dann wird der Geist des Herrn über dich kommen

Dieser Empfang des Heiligen Geistes war die eigentliche Salbung. Das Öl, das auf Sauls Kopf gegossen wurde, war nur ein Bild davon. Eine Gallone Öl könnte auf seinen Kopf gehen, aber wenn der Geist des Herrn nicht über ihn kommen würde, würde es nichts bedeuten.

1 Sam 10,9: Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte Gott sein Herz, und alle diese Zeichen trafen an jenem Tag ein.

Gott gab ihm ein anderes Herz

Samuel gab es nicht. Saul gab es nicht einmal sich selbst. Das neue Herz war ein Geschenk Gottes. Wir können auch ein anderes Herz vom Herrn haben, aber wir müssen es von Ihm empfangen. Wir können von niemandem außer Gott ein neues Herz bekommen, und wir können niemals in jemand anderem ein neues Herz machen.

1 Sam 10,27: Etliche Söhne Belials aber sprachen: Wie sollte der uns retten? Und sie verachteten ihn und brachten ihm keine Geschenke. Doch er tat, als hörte er’s nicht.

Also verachteten sie ihn. Aber er schwieg

Nicht ganz Israel unterstützte Saul noch. Da sie noch nie zuvor einen König hatten, war es unwahrscheinlich, dass sie einen Mann auswählen konnten, den die ganze Nation sofort unterstützen konnte. Saul reagierte weise darauf (er schwieg). An diesem Punkt könnte ein unsicherer oder unkluger Anführer das Bedürfnis verspüren, jede Opposition „zu zerschlagen“ oder sie einfach als Feinde zu betrachten. Saul tat beides nicht, da er verstand, dass er einige Zeit brauchen würde, um die Zweifler zu überzeugen.

Er war, als wäre er taub gewesen

Er tat so, als würde er nicht hören. Er hörte; jedes Wort hatte ihn tief in die Seele getroffen, aber er tat, als wäre er taub. Es ist eine große Macht, wenn ein Mensch so tun kann, als wäre er taub für Verleumdungen, taub für Herabsetzung, taub für unfreundliche und lieblose Reden, und sie so behandeln kann, als ob sie nicht gesprochen worden wären, sich von den Menschen zu Gott wendend, die Seinen bei Gott lassend Rechtfertigung, im Glauben, dass Gott ihm früher oder später eine Chance geben wird, die wahre Tapferkeit und das wahre Temperament seiner Seele zu rechtfertigen. Meier

1 Sam 11,15: Feierlich krönten sie Saul in der Gegenwart des Herrn zum König.

1 Sam 12,22: Der Herr aber wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem Herrn gefallen, euch zu seinem Volk zu machen.

Erwählung

Daß Gott sein Volk erwählt hat, ist der Grund, weshalb Er bei ihnen bleibt und sie nicht verläßt. Er wählte sie um seiner Liebe willen, und Er liebt sie um seiner Wahl willen. Sein eignes Wohlgefallen ist die Quelle ihrer Erwählung, und seine Erwählung ist der Grund für die Fortdauer seines Wohlgefallens an ihnen. Es würde seinen großen Namen entehren, wenn Er sie verließe, da es zeigen würde, daß Er sich entweder in seiner Wahl geirrt habe oder daß Er wankelmütig in seiner Liebe ist. Die Liebe Gottes hat diesen Ruhm, daß sie sich niemals ändert, und diesen Ruhm wird Er niemals verdunkeln lassen.

Alle Erinnerungen an des Herrn frühere Güte und Freundlichkeit sollen uns dessen versichern, daß Er uns nicht verlassen will. Er, der so weit gegangen ist, daß Er uns zu seinem Volk gemacht hat, wird nicht die Schöpfung seiner Gnade vernichten. Er hat solche Wunder nicht für uns gethan, um uns schließlich aufzugeben. Sein Sohn Jesus ist für uns gestorben, und wir können sicher sein, daß Er nicht vergeblich gestorben ist.

Kann Er diejenigen verlassen, für die Er sein Blut vergossen hat? Weil es bisher sein Wohlgefallen gewesen ist, uns zu erwählen und zu erretten, so wird es immer noch sein Wohlgefallen sein, uns zu segnen. Unser Herr Jesus ist kein veränderlicher Liebhaber. Wie Er die Seinen geliebt hat, so liebt Er sie bis ans Ende.

1 Sam 12:24: ‭So fürchtet nun den Herrn und dient ihm in Wahrheit, mit eurem ganzen Herzen; denn seht, wie mächtig er sich an euch erwiesen hat!

Fürchte nur den Herrn

Denn bedenke, was Er für dich Großes getan hat: All unser Dienst, all unser Gehorsam, all unsere Liebe zu Gott sollte in diesen Zusammenhang gestellt werden. Wir tun es wegen der großen Dinge, die er für uns getan hat. Wir dienen Gott nicht, um Ihn zu überreden, Großes für uns zu tun. Er hat große Dinge getan und bittet uns, sie im Glauben anzunehmen. Dann dienen wir ihm wegen der großen Dinge, die er für uns getan hat.

Wir können in unserem christlichen Leben nur dann den Durchblick behalten, wenn wir uns darauf konzentrieren, was für großartige Dinge er für uns getan hat. Wenn wir die Perspektive verlieren, wird alles verzerrt. Viele Menschen neigen dazu, ihre Probleme groß zu machen und aus den Augen zu verlieren, was Er für uns getan hat.

1 Sam 12,24: Ich werde weiterhin für euch beten. […] Vergesst nie, wie viel Gott schon für euch getan hat!

Fürbitte & Erinnerung

Samuel war mit der Forderung der Israeliten nach einem König nicht einverstanden, aber er versicherte ihnen, dass er weiter für sie beten und sie lehren würde. Wir mögen Meinungsverschiedenheiten mit anderen Menschen haben, aber wir sollten nicht aufhören, für sie zu beten und sie zu lieben. Weiter erinnert Samuel das Volk daran, sich Zeit zu nehmen, um über die großen Dinge nachzudenken, die Gott für Israel getan hatte. Indem wir uns Zeit zum Nachdenken nehmen, können wir unsere Aufmerksamkeit auf Gottes Güte lenken und unseren Glauben stärken. Vergesse nie, was Gott für dich schon alles getan hat. Das stärkt deinen Glauben.

1 Sam 13,8: Samuel hatte Saul befohlen, eine Woche auf ihn zu warten. Doch als Samuel nach einer Woche immer noch nicht in Gilgal erschienen war, verlor Saul die Geduld, denn seine Leute begannen schon davonzulaufen.

Die Angst des Sauls

Krieg mit den Philistern droht. Saul hat vergeblich auf Samuel gewartet, der Gott mit der Darbringung von Opfern um Beistand bitten soll. Als der Seher nicht kommt, entscheidet sich Saul, Gott selbst zu opfern. Ein No-Go. Die Angst Sauls war größer als sein Vertrauen auf Gottes Beistand. Angst ist die Abwesenheit von Vertrauen. Und das entpuppt sich auch als Kernfrage an uns: Was ist größer: unsere Angst oder unser Vertrauen?

Angst oder Mut, Zaghaftigkeit oder Vertrauen – manchmal muss ich täglich entscheiden, was ich wähle. Ich will mehr Mut und Vertrauen lernen! Barbara Jakob.

1 Sam 14,6: Es ist dem Herrn nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu retten!

Das Vertrauen des Jonathan

Ein tiefes Vertrauen strahlen diese Worte von Jonathan, dem Sohn Sauls, aus! Er weiß, dass es allein auf Gottes Kraft und Wirken an kommt. Unsere Angst und unsere manchmal so kleine Kraft nimmt Gott in seine Hand. Es gibt nichts, mit dem wir allein zurechtkommen müssen, denn Gott ist da! Wie er hilft, ist seine Sache. Unsere Sache ist es, ihm in die Hände zu legen, was unser Herz bewegt. Was gibt dir Hoffnung in den Kämpfen deines Lebens? Wenn du mit der Angst zu kämpfen hast, mit Zweifeln und Unsicherheit oder keine Kraft mehr hast: an wen wendest du dich?

Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Martin Luther

1 Sam 15:22: ‭Samuel aber sprach zu Saul: Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern!

Gehorsam

Das erste, was Gott von seinem Kind verlangt, ist Gehorsam. Und wenn ihr euren Leib brennen ließet, und gebet alle eure Habe den Armen, würdet aber nicht achten auf eures Herrn Gebote, so wären euch alle eure Anstrengungen nichts nütze. Es ist etwas Seliges darum, wenn man sich lehren lässt als ein kleines Kind; aber es ist noch viel köstlicher, wenn man das Gelernte pünktlich vollbringt.

Religiöse Befolgung ohne Gehorsam ist leer vor Gott. Das beste Opfer, das wir Gott bringen können, ist ein reumütiges Herz (Ps 51,16-17) und unser Körper, der sich seinem Dienst zum Gehorsam hingibt (Röm 12,1). Man könnte tausend Opfer für Gott bringen, tausend Stunden für Gottes Dienst arbeiten oder Millionen von Dollar für sein Werk geben. Aber all diese Opfer bedeuten wenig, wenn es kein Gott ergebenes Herz gibt, das sich durch einfachen Gehorsam zeigt.

1 Sam 15,22: Gehorsam ist wichtiger als das Schlachten von Opfertieren. Es ist besser, auf den Herrn zu hören, als ihm das beste Opfer zu bringen.

Gehorsam ist wichtiger

Gehorsam, auch in den belanglosesten, unbedeutendsten Dingen, ist besser als Opfer, und wären sie noch so großartig. Stellt euch vor Gott nicht mit feierlichen Gesängen, mit herrlichen Gewändern, mit Weihrauch und Leuchtern dar. Das Erste, was Gott von Seinem Kind verlangt, ist Gehorsam! Und wenn ihr euren Leib brennen ließet und gebet alle eure Habe den Armen, würdet aber nicht auf eures Herrn Gebote achten, so wären euch alle eure Anstrengungen nichts nütze. Spurgeon

Eigensinn ist Götzendienst

Dies sind die zurechtweisenden Worte Samuels an Saul. Opfer sind nicht unwichtig, aber Opfer sind wertlos, wenn sie nicht aus einer Haltung der Liebe geschehen. Wenn wir auf den Herrn hören, spüren wir, dass es ihm allein um die Liebe geht. Auf Gott hören ist so wichtig. Mein Leben ist ein Hören und Empfänglichsein. Aber dann auch das andere: Leben ist Gehorchen und Handeln, Aktivwerden und Schritte wagen und in der Liebe handeln. Immer in und aus Gott heraus vollzieht sich dieses Tätigsein. Sich selbst und seinen Eigensinn zurückstellend. Gott gehört an die erste Stelle. Nicht mein, sondern Gottes Wille geschehe.

1 Sam 15,23: Eigensinn ist nichts anderes als Götzendienst.

1 Sam Kap. 16-31: Davids Aufstieg / Sauls Niedergang

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 16-31

1 Sam 16:1: ‭Und der Herr sprach zu Samuel: Bis wann trägst du noch Leid um Saul, da ich ihn doch verworfen habe, dass er nicht mehr König sein soll über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ausersehen!

Wie lange wirst du um Saul trauern

Es gibt eine Zeit zum Trauern, aber es gibt auch eine Zeit zum Weiterziehen. Füll dein Horn mit Öl muss Samuel aufgeregt haben, weil er wusste, dass Gott wollte, dass er jemand anderen zum König über Israel salbte. Gott wird niemals zulassen, dass sein Werk mit dem Tod oder Versagen eines Menschen stirbt. Wenn es Gottes Werk ist, geht es über jeden Menschen hinaus. Vielleicht war Samuel wegen Sauls tragischer Rebellion vor Trauer gelähmt, aber Gott war nicht gelähmt.

1 Sam 16,7: Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können. Ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.

David wird zum König gesalbt

Im Hirtenjunge David wird der Unscheinbarste von Gott als Nachfolger ausgesucht. Saul ist ein körperlich großer und beeindruckender Mann. David stammt aus dem kleinen Bethlehem (Mich 5,2) und ist der Jüngste im Haus seines Vaters. Und er wird zum König gesalbt! Gott benutzt auch heute noch das Kleine und Unbedeutende, um das Starke zunichte zu machen. Äußerlichkeiten zeigen nicht, wie eine Person wirklich ist. Gott ist der Einzige, der in unser Inneres blicken kann. Gott kennt uns besser als wir uns selbst.

1 Sam 16:11: ‭Und Samuel fragte den Isai: Sind das alle jungen Männer? Er aber sprach: Der Jüngste ist noch übrig, und siehe, er hütet die Schafe! Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen, denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist!

Bleibt noch der Jüngste

Das zeigt die geringe Wertschätzung Davids in seiner eigenen Familie. Erstens hat sein Vater ihn nicht einmal namentlich erwähnt. Zweitens wurde er nicht einmal zum Opferfest eingeladen. Drittens wurde er nur gerufen, weil Samuel darauf bestand.

Und da ist er und hütet die Schafe

David wurde zu dieser großen Salbung gerufen, als er draußen die Schafe hütete . David hat einfach seinen Job gemacht und war treu in kleinen Dingen und was sein Vater ihm gesagt hat. Das Hüten der Schafe war die Arbeit eines Dieners. Die Tatsache, dass David die Schafe hütete, zeigte, dass die Familie Isais nicht besonders wohlhabend war, denn wenn sie wohlhabend wäre, würde ein Diener die Schafe hüten.

Aber sie waren nicht wohlhabend genug, um Diener zu haben. Die Schafe zu halten bedeutete, dass man Zeit zum Nachdenken hatte. David verbrachte viel Zeit damit, über die Schafe zu schauen und die Herrlichkeit von Gottes Schöpfung zu betrachten. Gott baute in ihm ein Herz, um von seiner Herrlichkeit in der ganzen Schöpfung zu singen (Ps 19:1-4 und Ps 8 sind gute Beispiele).

Die Haltung der Schafe erforderte ein besonderes Herz, eine besondere Sorgfalt. Es bedeutete, dass Sie wussten, dass Schafe die Fürsorge und Hilfe eines guten Hirten brauchten. Du hast gelernt, dass du ein Schaf bist und Gott dein Hirte ist. Während dieser Jahre baute Gott in David das Herz, das über den Herrn als seinen Hirten singen würde (wie in Ps 23).

1 Sam 17,45: Ich aber komme mit der Hilfe des Herrn . Er ist der allmächtige Gott.

David besiegt Goliath

Diese Worte spricht David zu Goliat vor dem Kampf, bevor er ihn besiegt. Die Geschichte von David und Goliat gilt als Sieg des Kleinen über den Großen. Es gibt in der Tat nichts, was uns eine solche Entschiedenheit und ausdauernde Kraft verleihen kann, wie das Bewusstsein, dass wir für Gott handeln und das Gott mit uns ist. Wenn wir die Gewissheit haben, dass wir auf Seiner Seite stehen und Seine Hand mit uns ist, kann uns nichts von dem Weg des Dienstes ablenken, wohin er uns auch führt.

1 Sam 18,1: Jonatan liebte David so sehr wie sein eigenes Leben.

Der Wert der Freundschaft

Als David und Jonatan (Sohn von Saul) einander begegneten, wurden sie sofort gute Freunde. Ihre Freundschaft gehört zu den tiefsten und innigsten in der Bibel. Sie gründeten ihre Freundschaft auf ihre Hingabe an Gott, nicht nur auf ihre gegenseitige Treue. Sie ließen nichts zwischen sich treten, nicht einmal ihre Karriere oder familiäre Probleme. Sie wuchsen noch enger zusammen, wenn ihre Freundschaft auf eine Bewährungsprobe gestellt wurde. Sie blieben bis zum Ende Freunde. Sei heute bewusst dankbar für die Freundschaften, die dir Gott geschenkt hat.

Freundschaft gehört zu jenen Dingen, die das Leben lebenswert macht. Clive Staples Lewis

1 Sam 18,5: Im ganzen Volk war David beliebt.

1 Sam 18,9: Seitdem war Saul eifersüchtig auf David.

Eifersucht des Sauls

Im Wesen von Gott ernannt war David schon König. Aber öffentlich war dies noch nicht. Hier war Saul der König. Saul versuchte David zu töten, weil er neidisch auf Davids Beliebtheit war. Vielleicht waren andere Menschen schon einmal auf dich eifersüchtig und haben dich in irgendeiner Weise angegriffen. Vielleicht haben deine Stärken diese Leute eingeschüchtert, weil ihnen dadurch eigene Mängel bewusst wurden. Wir könnten diese Menschen meiden oder uns an ihnen rächen. Die bessere Reaktion ist jedoch, sie freundschaftlich zu behandeln und Gott um die Kraft zu bitten, diese Menschen weiterhin zu lieben, wie David Saul weiter liebte. Dies ist ein beeindruckendes Beispiel für die Feindesliebe im alten Testament.

Liebe ist die einzige Kraft, die einen Feind in einen Freund verwandelt. Martin Luther King

1 Sam 18,23: Ich bin doch nur ein armer und einfacher Mann!

Demut des Davids

Während Saul durch seine Beliebtheit stolz und arrogant wurde, blieb David auch noch demütig, als ihm die ganze Nation zujubelte. Obwohl David fast mit allem, was er anfing, Erfolg hatte, und obwohl er im ganzen Land berühmt wurde, weigerte er sich, die Unterstützung des Volkes als Vorteil gegen Saul auszunutzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Beliebtheit unsere Selbstwahrnehmung verfälscht. Es ist relativ leicht, bescheiden zu sein, wenn man nicht im Scheinwerferlicht steht, aber wie reagieren wir auf Anerkennung und Ehre?

Solange wir hier auf Erden leben, ist Demut unsere Vollkommenheit selbst. Augustinus

1 Sam 24,8: David wies seine Männer zurecht und erlaubte ihnen nicht, sich an Saul zu vergreifen.

David verschont Saul

Die Mittel, die wir benutzen, um ein Ziel zu erreichen, sind genauso wichtig wie das angestrebte Ziel selbst. Davids Ziel war es, König zu werden, deshalb drängten seine Männer ihn, Saul zu töten, als er die Gelegenheit dazu erhielt. Davids Weigerung war kein Ausdruck von Feigheit, sondern von Mut, dem Mut, sich gegen die Gruppe zu stellen und das zu tun, was er für richtig hielt. Auch wir sollten unsere moralischen Grundsätze nicht verletzen, indem wir dem Druck einer Gruppe nachgeben oder den leichten Weg wählen.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu 1 Sam


Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem ersten Buch Samuel 1 Sam Kap. 1 bis 31.


1 Sam

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.