Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

2. Samuel (2. Sam) Kapitel 1 bis 24: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch 2. Samuel (2. Sam) Kapitel 1 bis 24

2. Sam 1,11: Da zerrissen David und die Männer, die bei ihm standen, ihre Gewänder.

Tod Sauls und Tod Jonathans: In Kapitel 31 (1. Samuel) stirbt Sauls Sohn Jonathan im Kampf gegen die Philister und Saul nimmt sich selbst das Leben. David trauert. Den Schmerz um seinen Freund Jonatan schließt er nicht in seinem Inneren ein. Er drückt ihn aus, gibt ihm Raum. Seine Empfindungen zuzulassen, kann in der Trauer wichtig und hilfreich sein. Was aber erstaunlich ist: David beklagt auch den Tod von Saul, der ihn jahrelang verfolgt und mit dem Tode bedroht hat. Der Thron ist jetzt frei. Aber im Lied Davids ist kein Triumph oder Jubel zu hören. Er trauert. David schildert, was Saul und Jonatan an Gutem bewirkt haben. Das soll in Erinnerung bleiben. So würdigt er die Toten. Er weiß: Nicht er muss über sie urteilen, sondern Gott „wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit“ (Ps 9,9).

2. Sam 1,17: David stimmte dieses Klagelied an über Saul und seinen Sohn Jonathan.

2. Sam 2,4: Eines Tages kamen die Männer von Juda zu David nach Hebron und salbten ihn zu ihrem König.

Salbung Davids zum König: David wird öffentlich zum König gesalbt. David ist ein sehr bekanntes Vorbild des Herrn Jesus Christus. David ist der einzige König, der in Bethlehem geboren wurde, wie Jesus auch. David wird Hirte des Volkes genannt, Jesus selbst nennt sich den guten Hirten. Das Bild von Jesus als Hirten ist ein königliches Bild, denn Könige wurden im alten Israel als eingesetzte Hirten verstanden. Weiden ist seine königliche Aufgabe des Regierens. Halt dich im Leben fest an dem königlichen Hirten Jesus und überlaß dich ganz seiner treuen Liebe, die allein helfen kann. Er will in deinem Herzen wie ein König auf seinem Throne herrschen und deine Seele weiden.

2. Sam 2,7: Zeigt euren Mut und seid tapfer.

Mut und Tapferkeit: Mut und Tapferkeit treten oft zusammen auf, denn in vielen Situationen ist beides erforderlich. Zunächst der Mut, der sich um einer guten Sache willen auf etwas Gefahrvolles einlässt. Mut ist offensiv. Dann die Tapferkeit, die das damit einhergehende Leid durchsteht. Tapferkeit ist defensiv. Tapferkeit ist die Fähigkeit, Leid zu ertragen. Ein tapferer Mensch ist in der Lage, um einer guten Sache willen Schweres durchzustehen. Beispiel: Bonhoeffer brauchte Mut beim Widerstand gegen Hitler. Doch beim Durchzustehen der Haft und schließlich der Hinrichtung war ein hohes Maß an Tapferkeit nötig. Der Mut ergreift das hohe Gut. Die Tapferkeit hält daran fest. Finde und liebe Gott in dem, was er dir gerade gibt und in deinen schweren Zeiten, bitte ihn um die Gnade der Tapferkeit.    

2. Sam 5,1: Wir sind dein Volk und gehören zu dir.

2. Sam 5,2: Du bist der Mann, der mein Volk Israel weiden soll wie ein Hirte seine Schafe.

2. Sam 6,5: Sie tanzten und lobten den Herrn mit allerlei Instrumenten.

Tanzen für den Herrn: Tanz und Gesang begleiten die Rückkehr der Bundeslade nach Jerusalem. Im Bild des Tanzes ist enthalten, dass sie sich ganz vom Rhythmus des Liedes und der Führung des Bräutigams leiten lässt. Die Schönheit und Vollkommenheit des Tanzes besteht gerade darin, nicht eigene Bewegungen auszuführen, sondern bis in die geringste Körperbewegung hinein sich führen zu lassen. So ist die Tanzende durch die Musik gleichsam sich selbst enteignet. Ihre eigene Bewegungsfreiheit hat sie ganz hingegeben an die Musik, oder besser: sie gibt ihre Freiheit in jedem Moment an die Musik und lässt sich führen. So besteht die Vollkommenheit des Tanzes in Gehorsam und Hingabe an die Musik. Es ist die Freude Gottes, wenn wir uns in solcher Weise ganz führen lassen von der Musik des Heiligen Geistes.

2. Sam 6,21: Ich habe dem Herrn zu Ehren getanzt. […] Ihm zu Ehren will ich auch künftig tanzen.

Bild des Tanzes: Im Bild des Tanzes ist enthalten, dass sie sich ganz vom Rhythmus des Liedes und der Führung des Bräutigams leiten lässt. Die Schönheit und Vollkommenheit des Tanzes besteht gerade darin, nicht eigene Bewegungen auszuführen, sondern bis in die geringste Körperbewegung hinein sich führen zu lassen. So ist die Tanzende durch die Musik gleichsam sich selbst enteignet. Ihre eigene Bewegungsfreiheit hat sie ganz hingegeben an die Musik, oder besser: sie gibt ihre Freiheit in jedem Moment an die Musik und lässt sich führen. So besteht die Vollkommenheit des Tanzes in Gehorsam und Hingabe an die Musik. Es ist die Freude Gottes, wenn wir uns in solcher Weise ganz führen lassen von der Musik des Heiligen Geistes.

2. Sam 7,2: Bedenke doch, ich wohne in einem Zedernpalast und die Lade Gottes weilt hinter einem Zelttuch!

Unsere und Gottes Pläne: David möchte einen Tempel für Gott bauen, in dem die Bundeslade und damit die Anwesenheit Gottes ihren gebührenden Platz finden soll. Er wird von Gott aber zurück gewiesen. Sein Sohn Salomo sollte den Tempel bauen. Deshalb erstellte David „nur“ die Baupläne und sammelte das nötige Material, damit sein Sohn Salomo sofort mit dem Bau des Tempels beginnen konnte, nachdem er König geworden war. Was sagt uns das? David akzeptierte seine Rolle in Gottes Plan und versuchte nicht, seine Grenze zu überschreiten. Manchmal sagt Gott nein zu unseren Plänen. Wenn er das tut, sollten wir die anderen Gelegenheiten nutzen, die er uns gibt.

2. Sam 7,11: Nicht du sollst mir ein Haus bauen, sondern ich werde dir ein Haus bauen!

2. Sam 7,18-19: Wer bin ich schon? So gütig bist du zu den Menschen!

Die Dankbarkeit Davids: Wer bin ich schon? Staunend und dankbar erkennt David, wie Gott sein Leben unverdientermaßen gnädig führt. David dachte, dass er etwas Großes für Gott tun müsste. Und Gott zeigt ihm, was er alles für David getan hat und tun will. So großartig sind Gottes Ideen für ein Leben! Ist das nicht auch unsere Erkenntnis, dass Gott viel mehr schenkt, als wir je erarbeiten könnten?

2. Sam 7,22-23;28-29: Wie mächtig bist du! Keiner ist dir gleich. […] Welches Volk auf der Erde hat solche Wunder erlebt wie wir? […] Auf dein Wort kann man sich verlassen. Du hast mir, deinem Diener, so viel Gutes verheißen. […] Bitte segne mich und mein Haus.

2. Sam 9,3: Ich möchte ihm Gutes tun, damit er Gottes Güte durch mich erfährt.

Gutes tun: Zur Zeit Davids versuchten die meisten Könige, die Familien ihrer Thronrivalen zu töten, damit deren Nachkommen keinen Anspruch mehr auf den Thron erheben konnten. Aber David behandelte Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans und Enkel Sauls, freundlich. Andere Menschen erfahren durch uns Gottes Güte. Die Liebe ist das Wohlgefallen am Guten; das Gute ist der einzige Grund der Liebe. Egal, wo und wie, du hast jeden Tag die Möglichkeit Gutes zu tun, das sind häufig ganz kleine Dinge. Tue es immer in Rückbindung an Gott, der uns zuerst geliebt hat.

Lieben heißt: jemandem Gutes tun wollen. Thomas von Aquin

2. Sam 9:7: Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will gewiss Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen und will dir alle Felder deines Vaters Saul wiedergeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch das Brot essen!

2. Sam 9:8: Da verneigte er sich und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich einer bin?

Das ist eine Haltung der Demut. Damit unterwirft er sich David und anerkennt ihn als Herrn. David ist hier ein Vorbild auf den Herrn Jesus. Es war in seinem Herzen, Gnade zu erweisen, und den Demütigen gibt Gott Gnade. Für Mephiboseth öffneten sich die Schleusen der Gnade. Und so ist es in Bezug auf uns auch mit dem Herrn Jesus. Er ist unser Herr. Er hat Anrechte an uns und er hat jede Autorität. Dirk Mütze

Dann bezeichnet er sich als einen toten Hund. Nun, ein Hund war insbesondere in Israel ein unreines Tier, und wenn er sogar „ein toter Hund“ sagt, dann anerkennt Mephiboseth, dass er in sich selbst überhaupt nichts wert ist. Und wie war das mit uns vor unserer Bekehrung? Wir waren tot in unseren Vergehen und Sünden. Das war unser Zustand – getrennt von Gott. Und wir waren auch unrein, gekennzeichnet durch die Sünde in unserem Verhalten, in unseren Gedanken und in unseren Taten. Dirk Mütze

Wenn wir uns die Frage stellen: „Warum hat David sich Mephiboseth zugewandt? Warum hat der Herr Jesus sich uns zugewandt?“, dann erkennen wir, dass in uns nichts war, was sich gelohnt hätte, zu lieben. Wenn wir auf uns blicken und die Frage stellen „Warum ich?“, dann werden wir nie wirklich eine Antwort bekommen, denn die Antwort liegt im Herzen Gottes selbst. Weil er Liebe ist, wollte er uns gegenüber seine Liebe offenbaren und hat es getan in der Gabe seines Sohnes. Es ist allein Gnade Gottes, und diese Gnade ist ein Ausfluss seiner Liebe, seines göttlichen, ewigen Wesens. Dirk Mütze

2. Sam 9:13: Mephiboseth aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Er war aber lahm an beiden Füßen.

Gemeinschaft: Er wird also in die Gemeinschaft mit David gebracht und mit den Königssöhnen. Dort hat er mehr erfahren, als ein Knecht jemals erfährt. Wir haben jetzt Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und Gemeinschaft als Gläubige untereinander und werden sie in Herrlichkeit vollkommen genießen, in Ewigkeit. Aber wir sollten und wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen. So, wie Mephiboseth nie vergessen hat, dass er lahm war an beiden Füßen, also aus sich selbst gar nichts tun konnte, so ist es auch mit uns. Das macht uns die Errettung, die Erlösung von unseren Sünden, noch viel größer. Wenn wir daran denken, wozu der Herr Jesus uns gebracht hat, dass wir jetzt schon glückliche Gemeinschaft mit ihm genießen dürfen. Und was wird es sein, wenn wir in der Herrlichkeit sind und diese Gemeinschaft in Vollkommenheit ohne Ende genießen und ihn sehen, wie er ist, den, der sich uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat? Dirk Mütze

2. Sam 10,12: Sei mutig und entschlossen! […] Der Herr aber möge tun, was er für richtig hält.

Handeln und Glauben: Wir brauchen ein Gleichgewicht zwischen unserem Handeln und unserem Glauben an Gott. Die Israeliten sollten tun, was sie konnten, und mithilfe ihres Verstandes die besten Strategien entwickeln und eigene Mittel optimal nutzen, mutig und entschlossen. Bei alledem soll der Wille des Herrn geschehen. Das Ergebnis liegt in Gottes Hand. Wir sollten unseren Verstand und unsere Mittel dazu gebrauchen, Gott zu gehorchen, und gleichzeitig auf Gott vertrauen, der über die Ergebnisse bestimmt.

2. Sam 11,2-4: Da fiel sein Blick auf eine Frau. […] Sie war sehr schön. […] David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief mit ihr.

Der schwere Fall Davids: Das ist König Davids Tiefpunkt seines Lebens, denn die Frau war verheiratet. David hätte das Dach verlassen und vor der Versuchung fliehen sollen. Stattdessen gab er der Versuchung nach. Die Folgen waren verheerend bis dahin, dass er den Ehemann in den Tod schickt. Nach außen ist zwar alles in guter Ordnung: David kümmert sich sogar aufopfernd um die Witwe. Aber David weiß genau, dass alles gelogen ist. Und Gott weiß es. David hätte sich jederzeit entscheiden können, innezuhalten und sich vom Bösen abzuwenden. Doch sobald die Sünde ihren Anfang nimmt, ist sie schwer zu stoppen. Um der Versuchung zu entgehen, sollten wir Gott im Gebet ernsthaft um Hilfe bitten, uns von allen Menschen, Orten und Situationen fernzuhalten, die uns in Versuchung bringen könnten.

2. Sam 11,27: Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte.

2. Sam 12,1: Der Herr sandte den Propheten Nathan zu David. Als Nathan vor dem König stand, sagte er zu ihm.

Bote Gottes sein: Als Prophet von Gott beauftragt musste Nathan Davids Sünde beim Namen nennen. Er tat es mutig, geschickt und mit Einfühlungsvermögen. Wenn wir nun jemanden mit einer unangenehmen Mitteilung konfrontieren müssen, sollten wir um den gleichen Mut, Geschick und vor allem Einfühlungsvermögen beten. Wenn wir möchten, dass unser Gegenüber konstruktiv reagiert, sollten wir gründlich überlegen, was wir sagen werden. Die Art und Weise, wie wir unsere Mitteilung präsentieren, könnte genauso wichtig sein wie das, was wir sagen.

Zu einem ausgereiften Charakter gehört ein verständnisvolles Einfühlungsvermögen, wie Christus es besaß. Ellen G. White

2. Sam 12,13: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Nathan erwiderte: Der Herr hat dir vergeben, du wirst nicht sterben.

Sünde und Reue Davids: David erkennt seine Schuld. Gott ist gnädig. Der König wird nicht mit dem Tod bestraft, den er selbst gefordert hatte. Voraussetzung war das Schuldbekenntnis. Uns selbst, aber auch Gott gegenüber aufrichtig zu sein, ist die Voraussetzung für alles. Wenn etwas in unserem Leben falsch läuft, wenn wir mit versteckten Sehnsüchten nicht mehr klar kommen, dann wollen wir zu Gott rufen, unsere Schuld bekennen und um Vergebung bitten. Dabei wollen wir nie vergessen, dass Gottes Gnade immer größer ist als unser Versagen. Wenn wir zu Gott umkehren, seine Vergebung annehmen und unsere Lebensweise ändern, schenkt er uns einen neuen Anfang. Dafür steht die Geburt Salomos.

2. Sam 12,24: Er schlief mit ihr, und sie brachte wieder einen Sohn zur Welt. David nannte ihn Salomo. Der Herr liebte das Kind.

2. Sam 14,33: David aber umarmte seinen Sohn und küsste ihn.

Die Verschwörung Absalom: Absalom war Davids Sohn. Obwohl er von seinem Vater sehr geliebt wurde, versucht er diesen zu stürzen. Er will selbst König werden. Er zettelt eine Verschwörung gegen seinen Vater an. Er gewinnt die Gunst der Menschen, indem er ihnen viel verspricht und sich scheinbar fürsorglich zeigt. Und dann zettelt er einen Aufstand an. Bei Menschen, die Großartiges versprechen, ist Vorsicht angesagt.

2. Sam 15,13: Absalom hat eine Verschwörung angezettelt!

2. Sam 15,26: Er soll mit mir tun, was er für richtig hält.

Das Vertrauen Davids: König David muss vor seinem Sohn Absalom fliehen. Die Verschwörung hat funktioniert. David verliert darin nicht seinen Glauben und Vertrauen auf Gott. Das drückt dieser Vers aus. Jeden Tag können wir uns in Gottes Hand geben. Hingabe an Gottes Willen: mit deiner Vergangenheit, die tief versenkt im Schoße der göttlichen Barmherzigkeit liegt, mit deiner Zukunft , die wohlgeborgen im Schoße der väterlichen Vorsehung ruht, mit deiner Gegenwart , die dir in deinen Pflichten den Willen Gottes zeigt. Du vertraust dich in allem ihm an. Gott handelt und gestaltet dein Leben schon bevor du entscheidest und handelst. Auf diese vorausschauende Fürsorge vertraue und berge dich in seiner Liebe.

So überlasse dich ganz seiner gütigen Vorsehung und kenne nur eine Sorge: seinen väterlichen Willen zu erkennen und zu erfüllen.

2. Sam 16,10: Soll dieser Schimi mich doch beschimpfen! Wenn der Herr es ihm befohlen hat, können wir es ihm dann verbieten?

Die Gelassenheit Davids: Als David und seine Getreuen auf der Flucht ins Jordantal hinunterzogen, kam ihnen ein wütender Mann namens Schimi entgegen. Er warf mit Steinen nach David, fluchte und drohte. Einer der Krieger Davids hätte ihn am liebsten sofort getötet. Aber David verhindert das: „Lass ihn doch fluchen! Gott lässt es zu.“ So eine Gelassenheit kann ein Mensch nur haben, wenn er sicher ist, dass Gott jeden Fluch in Segen verwandeln und auch das Übelste in Glück wenden kann. David lässt sich nicht hinreißen, Böses mit Bösem zu vergelten, denn „denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten“ (Röm 8,28).

2. Sam 19,1: Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben! Ach, Absalom, mein Sohn.

Die Trauer Davids: David war über den Tod seines rebellischen Sohnes betroffen. David liebte seinen Sohn aufrichtig, obwohl Absalom nichts getan hatte, um diese Liebe zu verdienen. Wie sollte es anders sein, dass auch hier der Tod Jesus am Kreuz aufleuchtet. Dieser Satz Davids hat sich in Jesus erfüllt. Er ist an unserer Stelle gestorben. Seine Liebe zu uns ist bedingungslos, unabhängig von unseren Leistungen, trotz unserer Sünden, die er am Kreuz gesühnt hat.

2. Sam 19,20: Mein König, vergib mir, was ich dir angetan habe, als du Jerusalem verlassen musstest. Bitte rechne mir diese große Schuld nicht an.

Nach dem Tod Absaloms bitten die Stämme Israels David, wieder als ihr König nach Jerusalem zurückzukehren. Der Mann Schimi bittet David um Vergebung für seine Beschimpfungen. David, der selbst die Gnade der Vergebung erfahren hat, vergibt ihm. David weiß es, dass sonst kein Neuanfang möglich ist. Und der war nach der Verschwörung notwendig. Was könnte alles bei uns neu werden, wenn wir ehrlich zu unserer Schuld stehen und barmherzig mit unseren Mitmenschen umgehen würden? Wie gut wäre es, wenn nicht Vergeltung, sondern Vergebung den Ton angeben würde!

2. Sam 19,24: Du musst nicht sterben.

2. Sam 21,3: Wie kann ich das Unrecht sühnen, das ihr erleiden musstet?

Die Sühnung Davids: Die Sühnung Davids David liefert zur Wiedergutmachung von Sauls Schuld sieben Söhne seines Vorgängers aus. Sie müssen mit ihrem Leben bezahlen, damit Dürre und Hungersnot endlich enden und Leben ermöglicht wird. Wir können dieses Ritual nicht nachvollziehen, doch der Opfertod dieser sieben erinnert an Jesus und seinen Tod am Kreuz. Jesus hat mit seinem Leben für das bezahlt, was du selber nie wieder gutmachen kannst. Er ist die Lösung für deine Schuld, die Erlösung. Wenn Schuld und Gewissensbisse unter der Oberfläche weiterwirken, dann hat nur einer die Macht, dich davon zu erlösen und dich zu segnen, und zwar Jesus, der am Kreuz gesagt hat: „Es ist vollbracht“. Ihn musst du suchen. Ihm kannst du vertrauen.

Dankeshymne: Diese königliche Dankeshymne ist mit Psalm 18 nahezu identisch:

Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter. Mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe. Du, Gott, bewahrst mich vor den Angriffen meiner Feinde. Gepriesen seist du, Herr ! Wenn ich zu dir um Hilfe rufe, dann werde ich vor meinen Feinden gerettet. In äußerster Bedrängnis schrie ich zum Herrn . Ja, zu meinem Gott rief ich um Hilfe. Da hörte er mich in seinem Tempel, mein Schreien drang durch bis an sein Ohr. Er streckte mir seine Hand von oben entgegen und riss mich aus den tosenden Fluten. Er führte mich aus der Not hinaus in die Freiheit. Er rettete mich. So viel bedeute ich ihm! 2. Sam 22:2-4;7;17;20

2. Sam 22,50: Darum will ich dich loben, Herr.

Wer zu dir steht, Herr, dem stehst auch du zur Seite. Wer nach deinem Willen lebt, den enttäuschst du nicht. Wer ein reines Herz hat, kann sich ganz auf dich verlassen, doch falsche Menschen führst du hinters Licht. Du hilfst denen, die sich selbst nicht überschätzen. Die Überheblichen aber stößt du von ihrem Thron. Herr , du machst die Finsternis um mich hell, du bist mein Licht. Mit dir kann ich die Feinde angreifen; mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen. Was für ein Gott! Sein Handeln ist vollkommen, und was er sagt, ist durch und durch wahr. Er beschützt alle, die zu ihm flüchten. Er beflügelt meine Schritte, lässt mich laufen und springen wie ein Hirsch. Selbst auf steilen Felsen gibt er mir festen Halt. Du räumst mir alle Hindernisse aus dem Weg, noch nie bin ich beim Laufen gestürzt. 2. Sam 22:26-31;34;37

2. Sam 24,10: Meine Schuld ist groß. Bitte, Herr, vergib mir! Wie dumm bin ich gewesen!

Schuld und Reue Davids: Nochmals wird von einer Schuld Davids berichtet. David sündigte, indem er das Volk aus Stolz und Ehrgeiz zählen ließ, um mit der Größe, Kampfstärke und Verteidigungskraft seines Heeres zu prahlen. Er lässt die Größe seines Heeres zählen und setzt so mehr Vertrauen in sich als auf Gott. In ähnlicher Weise sündigen auch wir, wenn wir unsere Sicherheit auf Geld, Besitz oder unsere Stärke gründen. David erkennt recht schnell seinen Fehler. Er kehrt wieder zu Gott zurück. David ist kein Übermensch. Die Hauptsache ist, Gott zu lieben und seine Nähe immer wieder zu suchen. Diese Haltung Davids machte ihn zu einem Mann nach Gottes Herzen.

2. Sam 24,14: Er ist sehr barmherzig.

2. Sam 24,24: Ich möchte dem Herrn, meinem Gott, nicht ein Opfer darbringen, das mich nichts gekostet hat.

Unser Leben als Opfer dabringen: Wahre Spiritualität zeigt sich durch ein ganzes Leben in beständiger Hingabe. Ein heldenhaftes geistliches Leben wird durch einen Tag des Gehorsams nach dem anderen aufgebaut. Wie ein Ziegelstein ist jeder Gehorsamsschritt nur ein kleiner Baustein, aber mit der Zeit wächst der Stapel zu einer riesigen Mauer an – einem starken Charakter, durch den wir der Versuchung widerstehen können. Wir sollten täglich darauf achten, beständig im Gehorsam zu leben. Unser Leben sei ein Opfer, dass wir Gott dabringen.


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch 2. Samuel (2. Sam) Kapitel 1 bis 24.


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste