Christliche Andachten

1. Chronik Kap. 1 bis 29 und 2. Chronik Kap. 1 bis 36: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Hier findest du eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum ersten und zum zweiten Buch der Chronik.

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Zum 1. und 2. Buch der Chronik

Das Buch der Chronik, auch bekannt als 1. Chronik und 2. Chronik, ist ein Teil des Alten Testaments der christlichen Bibel. Es ist das letzte Buch in der Reihe der historischen Bücher, und es besteht aus zwei Teilen, die chronologisch die Geschichte des Volkes Israel von Adam bis zum Ende der babylonischen Gefangenschaft darstellen.

Das Buch der Chronik wurde vermutlich im 4. Jahrhundert vor Christus von einem unbekannten Autor oder einer Gruppe von Autoren verfasst. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Teile des Buches auf älteren Quellen und Aufzeichnungen basieren.

Die Bedeutung des Buches der Chronik liegt darin, dass es eine umfassende Darstellung der Geschichte Israels bietet, die in den vorhergehenden biblischen Büchern nicht in dieser Form vorhanden ist. Es ergänzt die Bücher Samuel und Könige, indem es zusätzliche Details und Ereignisse enthält, die in diesen Büchern nicht erwähnt werden.

Das Buch der Chronik hat mehrere Schwerpunkte. Es enthält umfangreiche genealogische Aufzeichnungen, die die Abstammungslinien der verschiedenen Stämme und Familien Israels verfolgen. Es listet auch die Regierungszeiten der Könige auf und beschreibt ihre Taten und den Bau des Tempels in Jerusalem durch König Salomo.

Ein weiteres wichtiges Thema im Buch der Chronik ist die Betonung des Gottesdienstes und des Tempels als zentraler Ort für den Glauben und die Anbetung Israels. Es werden detaillierte Beschreibungen der Gottesdienstordnung, der Priesterdienste und der musikalischen Aktivitäten im Tempel gegeben.

Das Buch der Chronik hat auch eine theologische Bedeutung. Es betont die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Gott und die Konsequenzen des Ungehorsams. Es zeigt, wie Israel durch seinen Ungehorsam gegenüber Gott in Schwierigkeiten geriet, aber auch, wie sie durch Reue und Rückkehr zu Gott wiederhergestellt wurden.

Obwohl das Buch der Chronik historische Ereignisse beschreibt, ist es auch stark theologisch geprägt und hat den Zweck, das religiöse Leben und den Glauben Israels zu fördern. Es zeigt die Hand Gottes in der Geschichte seines Volkes und erinnert die Leser an die Bedeutung des Glaubens, der Anbetung und des Gehorsams gegenüber Gott.

Insgesamt liefert das Buch der Chronik einen umfassenden Überblick über die Geschichte Israels und betont dabei wichtige theologische und religiöse Aspekte. Es ist ein bedeutendes Buch für diejenigen, die sich für die Geschichte des Volkes Israel und den Glauben der biblischen Autoren interessieren.

Erstes Buch der Chronik

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu 1 Chronik

1 Chronik 1,1: Dies ist das Verzeichnis von Adams Nachkommen.

Gott liebt jeden Einzelnen

Die lange, lange Aufzählung der Namen zeigt, dass Gottes Interesse nicht nur dem Volk gilt, sondern auch Einzelnen. Obwohl seit Adam Milliarden von Menschen gelebt haben, kennt Gott ihre Gesichter alle und erinnert sich an den Namen jeder einzelnen Person. Jeder von uns ist mehr als nur ein Name auf einer Liste. Wir sind individuelle Menschen, die Gott kennt und liebt. Wenn wir seine Liebe erkennen und annehmen, entdecken wir sowohl unsere Einzigartigkeit als Individuen als auch unsere Solidarität mit dem Rest der Familie Gottes.

Gott liebt jeden einzelnen von uns so, als gäbe es außer uns niemanden, dem er seine Liebe schenken könnte. Augustinus

1 Chronik 16,1: Die Leviten trugen die Bundeslade in das Zelt, das David für sie errichtet hatte, und stellten sie auf den vorgesehenen Platz in der Mitte.

Die Bundeslade ist ein Vorausbild Mariens

Klein und unscheinbar wie die Bundeslade hüllt Mariens Leib den kommenden Gottessohn ein, sie trägt ihn durch ihre kleine Welt, zuerst zu ihrer Verwandten Elisabeth, dann nach Betlehem. Darauf dann nach der Geburt trägt sie ihn nach Ägypten und wieder zurück. Wahrlich ein wandernder menschlicher Tempel, der das Gottes Gegenwart in Fleisch und Blut birgt und beschützt. So wird Maria zum menschlichen Inbild und Sinnbild der Gegenwart des Lebens, das von Gott kommt.

1 Chronik 16:8: ‭Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!

Zur Dankbarkeit

Dankbar auf die eigene Lebensgeschichte zu schauen, bedeutet nicht, eine rosarote Brille aufzusetzen und alles Schwierige zu übersehen. Es bedeutet vielmehr, die Realität so, wie sie war, zu akzeptieren und dankbar zu sein, dass uns unsere Vergangenheit herausgefordert hat, an uns zu arbeiten, auf zu brechen und unser Leben so zu leben, dass es zum Segen wird für andere. Das wünsche ich Euch, dass Ihr bewusst mit der Brille der Dankbarkeit auf Euer Leben schaut und dass Ihr erkennt: Ich bin dankbar für mein Leben und meine Lebensgeschichte. Sie hat mich zu dem und zu der geformt, die ich jetzt bin. Und es ist gut so, wie ich bin. Ich bin im Einklang mit mir und vertraue darauf, dass ich mit meiner Lebensgeschichte und meinen Erfahrungen zum Segen werden darf für andere. Anselm Grün

Tägliche christliche Andacht

1 Chronik 16,11: Fragt nach dem Herrn und nach seiner Macht, sucht sein Angesicht allezeit!

Fragt nach dem Herrn

Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt. Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Franziskus

1 Chronik 29:13: ‭Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.

Zur Dankbarkeit

Ich weiß nicht, wie Euer Leben jeweils verlaufen ist. Manche haben sicher schwere Zeiten durchgemacht, Zeiten des Sich-Allein-Fühlens, Zeiten des Unverstandenseins, des Verletztwerdens, der Ablehnung, und Zeiten von Krankheit, von Schmerzen und Verlassenwerden. Doch wenn wir auch auf diese schwierigen Zeiten mit der Brille der Dankbarkeit schauen, dann werden wir erkennen: Auch diese Zeiten waren im Nachhinein für mich ein Segen, weil sie mich mit meiner Realität konfrontiert haben, weil sie mich aufgebrochen haben für Gott, weil sie mir gezeigt haben, worauf es in meinem Leben eigentlich ankommt. Die Wertmaßstäbe
haben sich gewandelt. Manches ist mir nicht mehr so wichtig wie früher. Anselm Grün

1 Chronik 29:14: ‭Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.

Tägliche christliche Andacht

1 Chronik 29,15: Wir sind vor dir nur Gäste auf dieser Erde. […] Unser Leben ist vergänglich wie ein Schatten. Dem Tod können wir nicht entfliehen.

Nur Gast auf Erden

Mein Leben ist Geschenk und Aufgabe. Nicht immer scheint die Sonne und weite Strecken ist es mühsam. Es ist ein Unterwegs sein mit mancherlei Beschwerden. Das Leben ist flüchtig. Nichts ist von Dauer. Betrachte dich als einen Gast auf Erden. Halte dir dein Herz frei und richte es empor zu Gott. Denn du hast hier keine bleibende Stätte. Nur in der Beziehung mit Gott können wir etwas Bleibendes finden. Obwohl wir Gast sind, richten wir uns ein. Bei allen Beschwerden hängen wir sehr an unserem Leben und können uns nur schwer vorstellen, dass wir wieder gehen müssen. Doch unser Weg führt nicht ins Nichts. Er führt uns heim.

Zweites Buch der Chronik

2 Chronik 16,9: Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

Ungeteiltes Herz

Der Herr möchte, dass wir ein ungeteiltes Herz für Ihn haben. Er hat uns zuerst geliebt. Darum gehört Ihm unsere volle Liebe, unser ganzes Herz. Wenn wir Ihm den ersten Platz geben, bekommt auch alles andere die richtige Priorität und wir folgen Ihm mit Freude nach. Deshalb fordert Er uns auf: «Gib mir, mein Sohn, dein Herz!» (Sprüche 23,26). Das bedeutet, dass wir uns ganz dem Herrn Jesus ausliefern und uns seiner Autorität beugen, damit Er über unser Leben bestimmen und uns segnen kann.

Die Augen Gottes sind stets offen

Immer ist er auf der Suche nach dir und mir. Er verlangt danach, dass unser Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist, dass wir ihm alles übergeben, uns voll und ganz auf ihn stützen. Ja, Gott liebt uns, und gerade deshalb wartet er darauf, daß wir zu ihm zurückkehren, daß wir das Herz für seine Liebe öffnen, daß wir unsere Hand in die seine legen und uns daran erinnern, daß wir seine Kinder sind. In das Herz des Menschen ist unauslöschlich die Hoffnung eingeschrieben, da Gott, unser Vater, das Leben ist, und für das ewige und selige Leben sind wir geschaffen.

Mein Gott, ich übergebe Dir alles, was mir an diesem Tag geschehen wird.

2 Chronik 17,6: Sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn.

Mut gewinnen

Auf unserem Lebensweg begegnen uns Ereignisse, die Angst machen oder uns erschüttern. Angst darf sein, ist aber nicht das letzte Wort. Der Mutige hat sehr wohl Angst. Mut aber ist Angst, die gebetet hat. Und auf den Wegen des Herrn machen wir stets die Erfahrung, dass er uns hilft und dass lässt Zuversicht und Mut in uns wachsen. Nur eines ist wichtig: Gott zu vertrauen, ihn mehr handeln zu lassen.

Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn, wir dürfen ihn gar Abba, Vater nennen; wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehen, so lernen wir die ewge Liebe kennen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut: Der Herr ist gut. Johann Jakob Rambach

Tägliche christliche Andacht

2 Chronik 20,17: Seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist!

Rettung durch Gott

Bauen wir auf Gottes Gnade. Er hilft uns. Er hält nicht alles von uns fern. Immer wieder gibt er uns Gelegenheit zum geistigen Kampf, vor allem und häufig in den kleinen Dingen, wo es im Alltag ein wenig Geduld braucht, ein wenig Sanftmut, ein wenig Ertragen, ein wenig Liebe. Dadurch wachsen wir, indem wir mit Gottvertrauen und Beharrlichkeit das Gute üben.

Sind wir hier nachlässig und murren schon über kleinste Unannehmlichkeiten, die uns das Leben z.B. durch andere Menschen zumutet, wie wollen wir da wohl inneren Frieden erlangen? Inneren Frieden erlangen wir nur im inneren Kampf mit uns selbst, unseren Schwächen und Leidenschaften mit dem Wissen, dass wir nicht für uns allein kämpfen, sondern den Herrn an unserer Seite haben, der unsere Rettung ist.

2 Chronik 30,27: ‭‭Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk, und ihr Rufen wurde erhört, und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.

Gebete kommen in den Himmel

Gebet ist die nie versiegende Quelle der Kraft des Christen in allen möglichen Fällen, in jeder Notlage. Das Gebet ist eine offene Tür, die niemand schließen kann. Teufel mögen dich von allen Seiten umgeben, doch der Weg nach oben ist immer frei. Für Gebete gibt es keinen falschen Zeitpunkt. Diese Ware ist im Sommer wie im Winter von höchstem Wert. Das Gebet wird vor dem himmlischen Thron zur Mitternachtszeit, inmitten voller Geschäftigkeit, in der Hitze des Mittags und im Schatten des Abends vorgelassen.

In jeder Lage, sei es Mangel oder Krankheit, sei es düstere Lage, Verleumdung oder Zweifel, ist deinem treuen Bundesgott dein Gebet willkommen. Er wird dir aus Seinem Heiligtum heraus antworten. Außerdem ist das Gebet nie sinnlos. Wahrhaftiges Gebet hat immer wahrhaft kraftvolle Wirkung. Spurgeon

2 Chronik 31:21: ‭Und in all seinem Werk, das er im Dienst des Hauses Gottes und nach dem Gesetz und Gebot unternahm, um seinen Gott zu suchen, handelte er von ganzem Herzen, und so gelang es ihm auch.

Von ganzem Herzen

Willst du in deiner Arbeit für den Herrn Jesus Segen erfahren, so muss es ernste Herzensarbeit sein und sie muss von ganzem Herzen getan werden. Wende so viel Kraft, Eifer, Einsicht und Anstrengung für die Dinge des ewigen Lebens auf, wie auf irgendeinen Beruf, denn sie verdienen es weit mehr. Der Heilige Geist steht uns in unserer Armut und Schwachheit bei, aber Er bestärkt uns nicht in unserer Trägheit. Er liebt tatkräftige Gläubige. Spurgeon

2 Chronik 36,19: Sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder.

Vernichtung Jerusalems

Die Babylonier verschleppen die jüdische Oberschicht. Der Tempel und Jerusalem werden zerstört. Die tief einschneidende Erfahrung des Exils beginnt (597 – 539 v. Chr.). Äußerlich bestanden für die Juden in Babylon komfortable Lebensumstände. Sie konnten ohne Zwang Handel, Landwirtschaft und Häuserbau betreiben. Die Juden assimilierten sich recht schnell. So fand man in Schriftzeugnissen Namen, die belegen, dass Juden im Hofstaat und Militär von Nebukadnezar II. Karriere machen konnten.

2 Chronik 36,20: Den Überrest derer aber, die dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zum Buch 1 Chronik

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zum Buch 2 Chronik


Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch der Chronik.


Chronik

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.