Christliche Andachten

Zefanja Zef Kap. 1 bis 3: Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Zefanja Zef Kap. 1 bis 3

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Zum Buch Zefanja

Das Buch Zefanja ist ein Teil des Alten Testaments in der Bibel und wird dem prophetischen Genre zugeordnet. Es besteht aus drei Kapiteln und trägt den Namen seines Autors, des Propheten Zefanja. Das Buch wurde vermutlich während der Regierungszeit des Königs Josia in Juda im 7. Jahrhundert v. Chr. verfasst.

Die Hauptbotschaft des Buches Zefanja besteht darin, dass Gott über die Sünden und das Unrecht der Nationen und seines eigenen Volkes richten wird. Es verurteilt insbesondere die religiöse Abkehr und das soziale Unrecht, das in Juda vorherrschte. Das Buch enthält auch prophetische Ankündigungen von Gericht und Zorn Gottes, aber auch von Gnade und Wiederherstellung.

Zefanja betont die universale Souveränität Gottes über alle Völker und prophezeit eine Zeit der Vergeltung und des Gerichts. Das Buch enthält jedoch auch Hoffnung auf eine zukünftige Wiederherstellung und das Kommen des Messias. Zefanja spricht von einer „reinen Sprache“, die Gott den Menschen geben wird, so dass sie ihn gemeinsam anbeten können.

Insgesamt betont das Buch Zefanja die Notwendigkeit der Umkehr, Buße und des Vertrauens auf Gott. Es warnt vor den Konsequenzen der Sünde und ruft zur Gerechtigkeit und zum Gehorsam gegenüber Gott auf. Gleichzeitig gibt es Hoffnung auf eine Zukunft, in der Gott sein Volk wiederherstellen und segnen wird.

Die Bedeutung des Buches Zefanja liegt darin, dass es uns lehrt, dass Gott gerecht ist und Sünde nicht ungestraft lässt. Es erinnert uns daran, dass wir Verantwortung für unser Handeln tragen und uns von Ungerechtigkeit und Abkehr von Gott abwenden sollen. Gleichzeitig gibt uns das Buch Hoffnung auf Gottes Gnade und Wiederherstellung, wenn wir uns zu ihm umkehren. Es ermutigt uns auch, unsere Hoffnung auf die Zukunft zu setzen, wenn Gott sein Reich vollständig aufrichten wird.

Zef 1. Kap.

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Zefanja Zef 1. Kap.

Zum Buch Zefanja 1. Kap.

Das Buch Zefanja Kapitel 1 ist ein Teil des alttestamentlichen Buches Zefanja. Es beinhaltet prophetische Botschaften, die von Gott durch den Propheten Zefanja an das Volk Israel gerichtet wurden. Das erste Kapitel enthält eine düstere Prophezeiung über die bevorstehende Zerstörung Jerusalems aufgrund der Sünden des Volkes. Es betont die Wichtigkeit der Umkehr und Buße, um Gottes Zorn abzuwenden. Das Kapitel zeigt die Bedeutung von Gerechtigkeit, Reinheit und der Einhaltung der Gebote Gottes, um vor seinem Gericht bestehen zu können.

Zef 1,1: ‭Das Wort des Herrn, das an Zephanja erging, den Sohn Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda.

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Zef 1,7: ‭Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn! Denn nahe ist der Tag des Herrn; denn der Herr hat ein Schlachtopfer zu­bereitet, er hat seine Geladenen geheiligt.‭

Tag des Herrn

Der große Tag des Herrn ist nahe : Der Begriff Tag des Herrn (mehr als 25 Mal in der Bibel verwendet) bezieht sich nicht unbedingt auf einen bestimmten Tag; es spricht von „Gottes Zeit“. Die Idee ist, dass jetzt der Tag des Menschen ist, aber der Tag des Menschen wird nicht ewig dauern. Eines Tages wird der Messias den Tag der Menschen beenden und den Tag des Herrn hervorbringen.

Zef 1:12: Dann durchsuche ich Jerusalem mit Lampen und spüre alle auf, die selbstzufrieden in den Tag hineinleben. Sie gleichen einem Wein, der nie umgegossen wurde und dadurch verdorben ist. Sie denken: ›Mit dem Herrn brauchen wir nicht zu rechnen, von ihm kommt weder Gutes noch Böses.

Unterschätze Gott nicht

Schon der Prophet Zephanja hat das Volk Israel im Alten Testament auf diesen Gott verwiesen, der sieht, was geschieht und der auch Konsequenzen daraus zieht. Auch heute sollte keiner die Macht und das Handeln Gottes unterschätzen!

Zef 2. Kap.

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Zefanja Zef 2. Kap.

Zum Buch Zefanja 2. Kap.

Das Buch Zefanja, Kapitel 2, betont die kommende Zerstörung der Nationen wegen ihrer Sünden. Es ruft zur Umkehr und Buße auf, um der Vernichtung zu entgehen. Gleichzeitig gibt es Hoffnung für die Demütigen, die Gott suchen. Es zeigt, dass Gottes Gericht unvermeidbar ist, aber auch eine Chance zur Umkehr bietet.

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Zef 2,1: Geht in euch und kommt endlich zur Besinnung!

Worte von Anselm Grün

Das, was wir jeden Tag oft unbewusst tun, sollten wir bewusster wahrnehmen. Wenn ich morgens aufstehe, mache ich mir bewusst: Ich stehe auf, ich gehe in den Tag hinein. Ich verlasse das bequeme Bett. Ich verlasse die passive Rolle des Zuschauers. Ich nehme teil am Leben. Ich versäume es nicht. Ich stehe auf, um mich auf den Weg zu machen. Ich mache mich auf den Weg zu Gott.

Mein Weg geht letztlich immer auf ihn zu. Aber ich stehe auch auf, um mich auf den Weg zu den Menschen zu machen. Ich gehe aufrecht und aufgerichtet durch den Tag, um auch Menschen in meiner Umgebung aufzurichten. Dann erahne ich bei jedem Aufstehen am Morgen etwas vom Geheimnis der Auferstehung, welche die Grundlage unseres ganzen Lebens ist.

Zef 2,2: ‭Wie Spreu ‭verweht‭, geht der Tag vorüber!

Eile ist geboten

Jeder Tag vergeht wie Spreu , und es gibt für den Tag nichts zu zeigen, wenn wir das Wichtigste vernachlässigen. Wie leicht ist es doch, die Tage wie Spreu vergehen zu lassen und nie mit Gott ins Reine zu kommen! Oft ist die mächtigste Lüge des Teufels nicht, dass es keinen Gott, keine Bibel oder keine Wahrheit gibt – oft ist seine mächtigste Lüge, dass es keine Eile gibt. Trotzdem ist heute der Tag der Erlösung.

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Zef 2,3: Sucht den Herrn, alle ihr Demütigen im Land, die ihr sein Recht übt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des Herrn!

Sucht Demut!

Für die Mönche ist die Demut eine wichtige Haltung, sich den eigenen Leidenschaften zu stellen. Demut als humilitas (das kommt von humus = Erde) ist der Mut, hinabzusteigen in das innere Chaos, mich anzunehmen mit all dem, was in mir auftaucht. Wenn ich mich in der Demut der eigenen Erdhaftigkeit und Menschlichkeit stelle, dann bedeutet das auch, dass ich von meinen eigenen Illusionen Abschied nehme. Denn oft genug finden wir in uns die Illusion, wir seien doch spirituelle Menschen, wir seien doch mit uns im Einklang. Demut ist der Mut zur eigenen Wahrheit. Anselm Grün

Zef 3. Kap.

Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zum Buch Zefanja Zef 3. Kap.

Zum Buch Zefanja 3. Kap.

Zefanja Kapitel 3 betont Gottes Gericht über Jerusalem wegen ihrer Sünden, aber auch seine Barmherzigkeit und die Wiederherstellung seines Volkes. Es fordert zur Umkehr auf und prophezeit eine Zukunft der Freude und des Friedens für diejenigen, die dem Herrn treu bleiben. Es erinnert uns daran, dass Gott gerecht ist, aber auch gnädig und bereit zur Vergebung.

Zef 3,1: Wehe der widerspenstigen und be­fleckten, der grausamen Stadt!

Zef 3,2: Sie hat nicht auf die Warnung gehört, die Züchtigung nicht angenommen; sie hat nicht auf den Herrn vertraut, sich nicht zu ihrem Gott genaht!

Sie hat nicht

Indem der Prophet diese vier Sätze wiederholte, zeigte er uns die Wurzel der Sünde Jerusalems. Sie hat seiner Stimme nicht gehorcht: Gott rief sein Volk, aber sie hörten nicht. Wenn es eine Stimme gibt, der die Schafe gehorchen sollen, dann ist es die Stimme des Hirten – aber sie hat Seiner Stimme nicht gehorcht. Sie hat nicht auf den Herrn vertraut : Gott hat ihr nie einen Grund gegeben, das Vertrauen auf Ihn zu verlassen; Er hat sich nie als untreu oder nicht vertrauenswürdig erwiesen.

Jetzt wird Gottes Volk Gottes Wort und Verheißungen offen leugnen und widersprechen und zeigen, dass es nicht auf den Herrn vertraut hat. Sie hat sich ihrem Gott nicht genähert: Das schlimmste Vergehen wurde für zuletzt aufgehoben. Gott sehnte sich nach einer Beziehung zu Seinem Volk, aber sie lehnten Seinen Wunsch ab und gingen ihre eigenen Wege, sodass sie sich ihrem Gott nicht näherten.

Zef 3,5: Der Herr ist gerecht in ihrer Mitte, er tut kein Unrecht: Jeden Morgen stellt er sein Recht ins Licht, er lässt es an nichts fehlen; aber der Verkehrte weiß nichts von Scham!

Der Herr ist gerecht

Dies machte die Ungerechtigkeit seines Volkes noch verbrecherischer und tragischer. Gott war ihnen gegenüber nichts als gerecht gewesen, und doch reagieren sie mit Sünde. Schließlich stellen sie sich auf die falsche Seite von Gottes Gerechtigkeit und stellen sich seiner Gerechtigkeit.

Zef 3,9: Dann aber will ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einträchtig dienen.

Reine Lippen

Worte wirken. Worte sind wichtig. Worte bleiben. Es sind ja vor allem die Worte Jesu, die uns berühren. Mit Worten bete ich zu Gott. Mit Worten trete ich auch in den zwischenmenschlichen Dialog. Hier können sie positiv wie negativ wirken, verbinden oder spalten. Die Macht der Zunge ist wahrlich groß und Jesus mahnt uns mehrmals, auf die Wahl unserer Worte zu achten. Ja, Worte sind wichtig. Bitten wir daher mit Herzen darum, dass Gott unsere Lippen reinige.

Zef 3,12: Und ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übrig lassen; das wird auf den Namen des Herrn vertrauen.

Zef 3,14: Jauchze, du Tochter Zion; juble, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!

Zef 3,15: Denn der Herr hat die Gerichte von dir abgewendet, er hat deinen Feind weggeräumt. Der Herr, der König Israels, ist in deiner Mitte; du brauchst kein Unheil mehr zu fürchten!

Zef 3,16: In jenen Tagen wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht! Zion, lass deine Hände nicht sinken!

Liebe Gottes

Zu wissen, dass dies die zärtliche Liebe und Fürsorge Gottes für uns ist, sollte uns veranlassen, auf zwei Arten zu reagieren. Erstens fürchten wir uns nicht – wenn der Mächtige uns liebt und sich so an uns erfreut, wovor können wir dann Angst haben? Zweitens lassen wir eure Hände nicht schwach werden – da wir wissen, dass dieser mächtige Herr der Liebe für uns ist, wollen wir mit all unserer Energie für ihn da sein. Wir werden in unserem Dienst für Ihn nicht schwach oder müde.

Fürchte dich nicht

Was! Nichtmal ein bisschen? Nein, ‚Fürchte dich nicht.‘ Aber sicher darf ich ein gewisses Zittern zeigen? Nein, ‚Fürchte dich nicht.‘ Binde diesen Knoten fest um die Kehle des Unglaubens. „Fürchte dich nicht“: weder an diesem Tag noch an irgendeinem Tag deines Lebens. Wenn die Angst kommt, vertreibe sie; gib ihm keinen Platz. Wenn Gott in seiner Liebe ruht und wenn Gott singt, was hast du mit Furcht zu tun? Spurgeon

Zef 3,17: Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken.

Wundervolle Zusage

Diese Passage gibt uns bestimmte Schritte zum Trost, wie wir das verstehen: Der Herr ist in deiner Mitte. Der Herr ist in deiner Mitte mit rettender Kraft. Gott hat Freude an dir. Gott gibt dir Ruhe in seiner Liebe. Gott singt über dich. Wir unterschätzen oft die Freude, die Gott an seinem Volk hat, und denken zu oft, dass Gott verärgert oder verärgert über uns ist.

Gelassen in Gottes Mitte

Wichtig ist, dass Gelassenheit dunklen Wolken nicht einfach blind übersieht. Dann wäre Gelassenheit vielmehr Gleichgültigkeit und Resignation. Nein! Gelassenheit lässt diese dunklen Wolken an den Himmel unserer Seele, in die Tiefe unseres Herzens gelangen und verwandelt sie dort, so dass diese dunklen Wolken uns zwar emotional berühren (und das ist gut so!), aber dennoch nicht das in unserer Seele strahlende Licht Gottes betrüben. Das führt zu einer gottverbundenen Gelassenheit, die Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt. Ja und zur Übung unseres Glaubens sind Wolken und Dunkelheit notwendig, um uns zu veranlassen, dass wir unser Vertrauen allein auf Christus setzen.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu Zefanja Zef


Das war eine Auslegung, Kommentar, Andacht bzw. Predigt zu ausgewählten Bibelversen aus dem Buch Zefanja Zef Kap. 1 bis 3. 


Zef

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Ich bin katholisch, jedoch mit einem zutiefst ökumenischen Geist. Christ ist derjenige, der Christus nachfolgt. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014. Durch kurze und doch tiefgehende Worte zu einzelnen Bibelversen und einem jeweiligen Wochenthema möchte ich Geschwistern im Glauben Unterstützung in ihrem geistlichen Leben geben.