Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Kurze Andachten Nr. 5

1. Begreife das Leben als Advent

Das Leben ist ein einziger Advent. Ob wir das Leben als solchen Advent anzunehmen und zu feiern gewillt sind, das ist die Frage. Nur glauben muss ich an den Advent Gottes in unsere Zeit hinein. Gott hat schon begonnen, seinen Advent in der Welt und in dir zu feiern. Leise und sanft, so leise, dass man es überhören kann, hat er die Welt und ihre Zeit schon an sein Herz genommen, ja sein eigenes unbegreifliches Leben eingesenkt in diese Zeit. Karl Rahner

2. Lass dich nicht antreiben

Meist sind wir es selbst, die uns antreiben, und wenn wir in einer solchen Situation sind, da bräuchten wir den Engel, der uns sagt: „Lass dir Zeit. Du bist nicht dazu da, alle Erwartungen der anderen zu erfüllen.“ „Was willst du denn nachher tun? Du sagst, dann willst du dich endlich einmal ausruhen. Aber wenn du dir Zeit lässt, dann ist die halbe Stunde, in der du bügelst, schon ein Ausruhen, dann erlebst du die ganze Zeit als ruhige Zeit, die dir gehört. Lass dich also nicht antreiben. Sei ganz in dem, was du jetzt gerade tust. Anselm Grün 

3. Erinnere dich an die Zeichen Gottes in deinem Leben

Versuchen wir heute, in unseren Erinnerungen zu kramen und nach den Zeichen zu suchen, die der Herr in meinem Leben getan hat. Ein jeder möge sich fragen: welche Zeichen hat der Herr in meinem Leben getan? Welche Hinweise gibt es auf seine Gegenwart? Zeichen, die er getan hat, um uns zu zeigen, dass er uns liebt. Jeder von uns hat solche Augenblicke in seiner Geschichte. Lasst uns nach diesen Zeichen Ausschau halten, lasst uns daran denken. Lassen wir die Augenblicke wieder aufleben, in denen wir seine Gegenwart erlebt haben. Papst Franziskus

4. Bewusstsein über die Bedeutung des Tagesanfang

In jedem neuen Morgen liegt ein ganz besonderer Zauber, weil jeder Tag, der vor dir liegt, wie ein kleines neues Leben ist, das dir geschenkt wird. Je bewusster du deinen Tag mit einer liebevollen und klaren Energie beginnst, desto mehr wird genau diese Energie auch in deinem gesamten Tag zu dir zurückkehren. Dein Geist kann dir immer nur so weit dienen, wie du ihn bewusst ausrichtest auf das, was du erschaffen möchtest. Dein Morgen sollte ab heute deine heiligste Zeit werden, in der du in dir bereits all das siehst und als Energie in den Tag schickst, was du heute sein möchtest. Laura Malina Seiler

5. Sei, der du bist!

Wir neigen dazu, uns selbst immer wieder mit anderen zu vergleichen, und fragen uns, warum wir nicht so reich, so intelligent, so bescheiden, so großzügig oder auch so fromm und gläubig wie der eine oder die andere sind. Solche Vergleiche wecken ein Gefühl von Schuld, Scham oder Neid. Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass das, wozu wir berufen sind, dort verborgen ist, wo wir sind, und in dem, der wir sind. Wir sind einzigartige, nicht austauschbare menschliche Wesen. Jede(r) Einzelne hat eine Berufung, etwas im Leben zu verwirklichen, was kein(e) andere(r) sonst vermag, und es in der konkreten Situation des Hier und Heute zu vollbringen. Durch Vergleichen, ob wir besser oder schlechter als andere sind, werden wir nie zu unserer Berufung finden. Wir sind gut genug, das zu tun, was uns zu tun aufgetragen ist. Sei, der du bist! Henri J. M. Nouwen

6. Wie ein verborgener Schatz

Alles, was Gott betrifft, will ich als einen verborgenen Schatz betrachten. So will ich mich bemühen, alles zu verkaufen, das heißt von mir zu entfernen, was mich daran hindert, einen solch großen Schatz zu erwerben. Und ich will ihn kaufen, das heißt, ich will mich bemühen, ihn zu besitzen. Und wenn ich diesen Schatz auch besitze, werde ich ihn doch immer als mir verborgen betrachten, weil ich niemals dahin gelangen kann, den Wert all dessen, was Gott betrifft, zu erfassen. Ich will all das als die Drachme und die kostbare Perle des Evangeliums betrachten. Und wenn ich es, wie die Drachme, verlieren werde, will ich mit aller Sorgfalt wieder danach suchen, so wie es die Frau im Evangelium machte. Vinzenz Pallotti

7. Einfach leben

Einfachheit heißt Loslassen. Einfachheit fordert, dass wir zu hohen Ansprüchen den Laufpass geben und zufrieden sind, anstatt immer noch mehr zu brauchen. Wer zu viel will und zu viel in sein Leben holt, macht alles kompliziert. Immer gilt: Am Ende vom Tag ist der Tag gewesen. Für immer. Er kommt nicht zurück. Die Sehnsucht nach einem einfachen Leben ist die Sehnsucht nach dem friedvollen inneren Gefühl, dass alles, was heute sein sollte, auch seinen Platz in diesem Tag gefunden hat – und dass es bewusst erlebt und wahrgenommen werden konnte. Claudia Duwe

8. Habe ich?

Wie war mein Heute? Eines scheint mir jedenfalls klar: Jeder einzelne Tag sollte ein gut gelebter Tag sein. Habe ich heute Frieden gestiftet? Habe ich jemanden zum Lächeln gebracht? Habe ich heilende Worte gesagt? Habe ich auf Verärgerung und Ressentiments verzichtet? Habe ich vergeben? Habe ich Liebe geübt? Das sind die eigentlichen Fragen! Ich muss darauf vertrauen, dass das bisschen Liebe, das ich jetzt aussäe, hier in dieser Welt und im kommenden Leben viele Früchte bringen wird. Henri J. M. Nouwen

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

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– es gibt stets ein Wochenthema

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste