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Wochenthema: Gebet der Tugenden

Auf Dich, den Vater, ich nur hör

Ich will gerne deinen Willen tun, mein Gott. Ps 40:9

Ein ganz in den Willen Gottes ergebener Wille soll nichts anderes wollen, als dem Willen Gottes einfach zu folgen. Nichts mehr wollen, sich ganz der göttlichen Vorsehung überlassen. Es ist wie bei einem kleinen Kind, das noch nicht den Gebrauch seines Willens hat, um irgendetwas anderes als die Brust und das Angesicht seiner lieben Mutter zu wollen und zu lieben. Es denkt gar nicht an etwas, außer in den Armen seiner Mutter zu sein, mit der es ein Wesen zu sein glaubt. Es überläßt seiner Mutter die Sorge, dorthin zu gehen, das zu wollen und zu tun, was sie für gut findet. So mit dem Willen unseres höchsten Gutes ganz eins sein, ist sicher die höchste Vollkommenheit unseres Willens.

Sehr oft würde eine einzige Stunde des stillen Hineinhörens in Gottes Wort mehr wirken als ganze Tagungen mit Sitzungen und Diskussionen. Und ein Augenblick des Gebetes würde fruchtbarer sein als ganze Stöße von Papieren. Benedikt XVI

Im Leiden, lass erduldend stehn

So trage ich für Christus alles mit Freude. 2. Kor 12:10

Manches im Leben ist schwer und kaum zu ändern, vor allem wir selbst, du und ich, so wie wir sind. Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als es anzunehmen, es zu (er)tragen, was oft eine große Herausforderung ist und dennoch unerlässlich. Es geht um die Tugend der Duldsamkeit. Anstatt energieraubend dagegen anzukämpfen, ist die Erkenntnis hilfreich, dass unser Christsein in der Nachfolge Christi u.a. im Tragen besteht, vor allem das Tragen seiner selbst und das Tragen des anderen. Gott ist ein Gott des Tragens. Der Sohn Gottes trug unser Fleisch, er trug das Kreuz, er trug unsere Sünden und schuf durch sein Tragen Versöhnung. Im Tragen also folgen wir Gott.

Das tägliche Lernen, den anderen in seiner Andersheit anzunehmen, und das Lernen, dass er mich ebenso ertragen muss in meiner Andersheit, um „wir“ zu werden, das ist etwas ganz wichtiges!

In Stürmen, lass gelassen gehn

Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Gal 5:1

Glaube bedeutet loszulassen und sich Gott zu überlassen. Das führt dich in eine tiefe Freiheit, denn im Vertrauen darauf, dass er mich lenkt, werde ich frei von aller Ich-Verkrampfung und Ich-Bezogenheit. Wenn ich mich im Gebet vor Gott hinsetze und ihm meine leeren Hände hinhalte, dann spüre ich diese Freiheit, die von dem Sich-Überlassen ausgeht. Ich lasse mich in Gott hineinfallen. Ich weiß, daß Er mich hält, daß ich in Seinen guten Händen einfach sein darf, wie ich bin. Dies führt mich in die Gelassenheit.

Ich leiste mir Gelassenheit in Gottes Geborgenheit. Arno Backhaus

Geborgenheit im Letzten gibt Gelassenheit im Vorletzten. Romano Guardini

Im Alltag, lass mich achtsam sehn

Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Jes 43:18‭-‬19

Deine Vergangenheit ist wichtig. Sie hat dich zu der Person gemacht, die du heute bist, mit hellen und dunklen Stunden. Gedenke deiner Vergangenheit, Erinnerung ist etwas total Wichtiges, aber Vorsicht: Sei kein Gefangener Deiner Vergangenheit, grübelnd darüber was schief gelaufen ist oder wie es anders hätte kommen können, sondern sei der Architekt deiner Gegenwart. Nur das heute lässt sich unter Gottes Segen konstruktiv gestalten, nur hier ist das Reich Gottes, dessen Mitarbeiter du bist.

Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben. Kierkegaard

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Herzlich Willkommen!

Mein Name ist Joachim Brenner.

Ich schreibe einen täglichen kleinen christlichen Impuls zu einem Bibelvers. Es gibt immer ein entsprechendes Wochenthema. Den Bibelvers mit Auslegung verschicke ich über Whatsapp, Threema, Facebook und an diesen Blog.

Diese kleine Andacht soll Dir am Morgen seelische und geistliche Kraft für den Tag geben. Über die Jahre ist so ein kleiner Bibelkommentar entstanden, den ich auf dieser Seite online stelle.

Mittlerweile empfangen knapp 2.500 Gläubige den Impuls. Danke für eure Treue.

Gott segne dich. Vivat Jesus!

Jesus, ich vertraue dir!