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Wochenthema: Brief an die Römer

Unermüdlich das Gute tun

Den einen, die unermüdlich das Gute tun und alles dransetzen, um an Gottes Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit teilzuhaben, gibt er das ewige Leben. Röm 2:7

Nichts ist Gott lieber und erfreulicher, als wenn die Menschen in ehrlicher Reue zu ihm umkehren. Es geht um die komplette Lebensführung, wo alleiniger Lebensinhalt der ist, unermüdlich das Gute, nämlich den Willen Gottes zu suchen und zu tun. Gutes zu tun bedeutet nicht gleich die Welt zu retten, sondern ist im Kleinen zu suchen. Nimm dir heute z.B. aufrichtig vor, allen, die um dich sind, den Weg liebenswert und leicht zu machen. Dann tust du Gutes, denn das Leben bringt häufig genug Bitterkeit mit sich. Das ist nur ein Beispiel. Frage dich selbst: Wo und wie kannst du heute Gutes tun?

Jedem, der Gutes tut, wird Gott seine Herrlichkeit, Ehre und Frieden schenken. Röm 2:10

Richtender Hochmut

Worin du den an­deren richtest, verurteilst du dich selbst; denn du, der du richtest, verübst ja das­selbe! Röm 2:1

Oft nehmen wir es auch nicht wahr, dass wir innerlich blind sind. Oft handeln wir schlecht, aber was noch schlimmer ist, wir entschuldigen uns.Wir tadeln Kleinigkeiten an anderen und übersehen Krebsschäden an uns. Was wir von anderen auszustehen haben, fühlen wir schnell und kreiden es an. Was aber die anderen von uns hinnehmen, das sehen wir gar nicht. Wer sich selbst recht und gerecht beurteilte, hätte keinen Grund, über andere scharf zu richten. Thomas von Kempen

Keiner von uns ist dazu qualifiziert, über das Innere eines anderen Menschen zu urteilen. Nur Gott sieht die Beweggründe und Absichten eines jeden Menschen.

Gottes Zorn

Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn. Röm 1:18

Von Gottes Liebe lesen wir gern. Bei Gottes Zorn erschrecken wir. Wir lesen das ja sehr menschlich. Gottes Zorn ist allerdings keine negative Gefühlswallung, so wie bei uns. Gottes Zorn ist vielmehr Ausdruck seiner Heiligkeit, in der er nicht über das Böse hinweg sehen kann, sondern es verurteilen muss. Es geht wie gestern darum, dass ich mein Sündersein erkenne. Klar können wir sagen: “Ich bin wie ich bin und das ist gut so!” oder “Hey, ich mach doch viel Gutes.” Also hat Gott doch nun wirklich keinen Grund, zornig zu sein. Aber ist dies tatsächlich so? Definieren wir uns dann nicht selbst als gerecht und übersehen, dass wir jeden Tag aufs Neue an uns arbeiten müssen?

Wir müssen daran denken, dass wir jeden Tag mit unserem Fortschritt oder unserer Vervollkommnung wieder zu beginnen haben. Franz von Sales

Eine Anklageschrift 

Sie tun, was Gott missfällt und treten so die Wahrheit mit Füßen. Röm 1:18‭

Sich als gerettet zu erkennen setzt voraus, dass wir uns zuvor als verloren erkennen. Der Abschnitt 1,18 bis 3,20 zeigt sehr konkret diese Verlorenheit auf. Zugegeben: Es ist eine einzige, lückenlos geführte Anklage gegen den Menschen, die recht heftig zu lesen ist. Dennoch: Diese Klageschrift muss sein. Der Mensch muss ins Licht gestellt werden, um so zu erkennen, das er erlösungsbedürtig ist. Er muss erkennen, dass er schuldig ist, denn nur in dieser Erkenntnis erkennt er sein Angewiesensein auf das Evangelium, auf die rettende Botschaft. Verloren muss man sich wissen, dann will man gerettet werden.

Wo tue ich etwas, das Gott missfällt? 

Alles hat seine von Gott bestimmte Zeit

Der Herr suchte dann Sara gnädig heim, wie er verheißen hatte. [...] Sara gebar dem Abraham [...] einen Sohn zu der Zeit, die Gott ihm im voraus angegeben hatte. Gen 21,1-2 Lange hatten Abraham und Sara auf die Geburt eines Kindes gewartet. Alles hat seine Zeit. Es gibt eine von Gott bestimmte Zeit und auf diese muss der Gläubige geduldig warten können. Niemand wartet vergeblich auf Gott, wenn wir ihm nur vertrauen! Gott selbst ist unser Ruheort in dieser Welt, auf sein Wort dürfen wir uns ein Leben lang stützen. Gott suchte Sara gnädig heim. Das heisst für uns, dass unser Glaube nie ein Verdienst ist, der von Gott belohnt werden müsste. Nein, wir verlassen uns ganz und gar allein auf Gottes Gnade. Es gehört zur Schule der Demut, dass wir unsere Zeit nicht in eigene Regie nehmen, sondern sie von Gott füllen lassen. Dietrich Bonhoeffer

Loslassen

Lots Frau drehte sich auf der Flucht um und schaute zurück. Sofort erstarrte sie zu einer Salzsäule. Gen 19:26 Lot und seine Frau fliehen aus Sodom. Lots Frau blickte auf der Flucht zurück und erstarrte zur Salzsäure. Lots Frau hielt wehmütig am Alten fest, blickt zurück auf Vergangenes und Vergehendes. Es gibt eine negative, krankmachende Erinnerung, die uns lähmt. Einen Blick zurück, der uns den Blick in die Zukunft versperrt. Um offen zu sein für Neues, müssen wir Altes loslassen. Altes lässt sich nicht mehr ändern, Zukünftiges liegt dagegen in unserer Hand. Jeder Tag ist eine neue Chance, um sich ganz und gar Gott hinzugeben, an nichts klammernd als an ihn, dem Allmächtigen, der unser Leben bewahrt.  Denkt daran, was mit Lots Frau geschah! Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben aufgibt, der wird es für immer bewahren. Lk 17:32‭-‬33 

Abrahams Fürbitte für Sodom

Was wirst du tun, wenn dort nur zehn unschuldige Menschen wohnen? Wieder versprach Gott ihm: Die zehn werden verschont bleiben und ebenso die ganze Stadt. Gen 18:32 Abraham fürbittet für Sodom. Abrahams Gebet ist ein wundervolles Beispiel für die Fürbitte. Er bittet nicht nur um die Rettung der Unschuldigen, sondern um die Vergebung für die ganze Stadt. Er appelliert nicht an jene bestrafende Gerechtigkeit, sondern an eine andere, göttliche Gerechtigkeit, die das Gute sucht, Vergebung hervorbringt, zur Umkehr führt und Menschen verwandelt. Fürbitten wir ebenso und beten wir nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere. So lösen wir uns vom Kreisen um uns selbst. Sodom allerdings wird vernichtet, weil sich eben nicht zehn Gerechte (Unschuldige) darin finden lassen. Gott selbst muß dieser Gerechte werden. Das ist das Geheimnis der Menschwerdung in Christus: Um einen Gerechten zu gewährleisten, wird Gott selbst Mensch. Und aufgrund diesen einen Gerechten in Christus sind wir nun alle gerecht vor Gott in dem Glauben an seinen Sohn.

Worte zum Tagesevangelium des Sonntags.

Jesus befahl dem bösen Geist: Schweig und verlass diesen Menschen! Mk 1:25 recording-20210131-081339.mp3Herunterladen

Für Gott ist nichts unmöglich

Der Herr erschien ihm [...] Siehe, da standen drei Männer ihm gegenüber. [...] Abram sprach: Mein Herr, habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so geh doch nicht vorüber. Gen 18,1-3 Der Besuch der drei Männer bei Abram ist ein Bild für den trinitarischen Gottesglauben. Berührend ist hier die Nähe, die gemeinsame Tischmgemeinschaft, ein Gott, der sich zu uns herab lässt und mit und Mahl hält. In der Zusage der Nachkommenschaft wird Gott nun konkreter. Er gibt einen Zeitpunkt an: 1 Jahr. Sara lacht darüber. In diesem Lachen liegt Enttäuschung, sie glaubte nicht mehr daran, so alt wie sie war. Trotz ihres Zweifels wiederholt Gott die Zusage und sagt ganz klar: "Für mich ist nichts unmöglich!" (Gen 18,14) Für uns sollte dies Anlass sein, nie an Gottes Liebe, seiner Nähe und Wirken in unserem Leben zu zweifeln. Ein weiterer Aspekt dieses Besuches ist, dass der Gastgeber (Abram) zum Beschenkten wird, der Gast (Gott) zum Geber, der er ja sowieso von Ewigkeit her immer ist. Nehmen wir Gott als Gast in unserer Seele auf, so wird er uns segnen und mit allerlei Gaben beschenken. Paul Gerhardt drückt dies in einem Gedicht so aus: Doch was ich dem Heiland schenke gibt er mir verklärt und neu.

Die Beschneidung

Alle Männer unter euch sollen an der Vorhaut ihres Gliedes beschnitten werden. Gen 17,10 Die Beschneidung war das äußeres Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Im frühen Christentum fällt diese Verpflichtung weg. Das war keine kleine Sache! Heftige Diskussionen gab es darüber. Im neuen Testament bezieht sich die Beschneidung auf den Glauben. Gläubige sind geistlich beschnitten durch ihre Verbindung mit Christus. Wir sind also einfach durch den Glauben an Christus Söhne Abrahams. Paulus spricht weiter von der Beschneidung des Herzens durch den heiligen Geist, die uns völlig verändert und uns hin treibt zum Tun, was Gott will. Eine Beschneidung ist es, weil wir dafür unser eigenwilliges Herz ganz Gott unterordnen. Das aber geschieht täglich neu. Seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist , nicht dem Buchstaben nach. Römer 2:29

Niederfallen vor Gott 

Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm. Gen 17:3  Es kommt allein auf unsere Haltung des Herzens an und körperliche Gesten können diese Haltung fördern: das Knien beim Morgengebet, das sich Bekreuzigen, das Verbeugen und eben auch das Niederfallen. Dieses Niederfallen ist der schönste Ausdruck echter Demut in der Gegenwart Gottes. Wenn der Mensch niederfällt, sich klein macht, um Gottes Größe zu erkennen, dann kann Gott in Gnade mit ihm reden. Der Mensch fühlt seine Schwachheit und dies geht stets der Offenbarung Gottes voraus. Und in diesem Reden, in dieser Offenbarung Gottes an uns, liegt der große Segen unseres Lebens. Durch dieses Reden macht Gott unser Leben fruchtbar. Ich mache dich sehr fruchtbar. Gen 17,6

Wandle und sei vollkommen

Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen. Gen 17:1 Abram war keineswegs vollkommen. Und wir sind es definitiv auch nicht. Die heutige Aufforderung, vollkommen zu sein, ist vielmehr die Aufforderung, alle Hoffnung ungeteilt auf Gott zu setzen, der uns seine Gnade schenkt und uns in Christus gerecht macht. Wenn ich meine Hoffnung auf etwas anderes als Gott setze, so wandle ich nicht vor Gott. Es ist weiter eine Aufforderung an uns im Blick auf Gott auch anderen gegenüber gnädig zu handeln. Es ist zuletzt im kontemplativen Sinne die Gottessuche in allen Dingen, sei es nun im Gebet, der Lektüre, bei der Arbeit, in der Familie ...wo und wie auch immer. Das alles aber geschieht im Geist der Demut, denn besteht doch unsere Vollkommenheit darin, zu wissen, dass wir nicht vollkommen sind. So wandle heute demütig vor Gott, schau seine Gnade an und sei selbst gnädig dem Nächsten gegenüber.

Konflikte & Schuldzuweisung

Da beklagte Sarai sich bei Abram: Jetzt, wo Hagar weiß, dass sie schwanger ist, verachtet sie mich – dabei war ich es, die sie dir überlassen hat! Du bist schuld, dass ich jetzt so gedemütigt werde! In der folgenden Zeit behandelte Sarai Hagar so schlecht, dass sie davonlief. Gen 16:5-6 Schuldzuweisung ist ein wichtiges Thema! Das Fehlverhalten ausschließlich beim anderen zu suchen, ist dekonstruktiv und fördert die Verfestigung eines Konflikts. Auch Sarai ist sich komplett nicht bewusst, dass sie falsch gehandelt hat und gibt allein Abram die Schuld. Mit seiner Erlaubnis demütigt sie nun Hagar. Sie geht durch ihre Uneinsichtigkeit weiter auf dem falschen Weg und macht alles noch schlimmer. Nehmen wir uns das zu Herzen! Fragen wir uns bei Konflikten in aller Demut auch, wo unser eigener Anteil daran liegt und benennen dies auch vor Gott wie vor dem anderen. Allein diese Demut birgt die Chance in sich, dass auch der andere sich öffnet und sein Fehlverhalten erkennt und benennt. Und nur so kann dann der Konflikt bewältigt werden und ein echter Dialog stattfinden.

Vertrauen nicht verlieren

Sarai sprach zu Abram: Sieh doch, der Herr hat mich verschlossen, dass ich keine Kinder gebären kann. Geh doch ein zu meiner Magd. Vielleicht werde ich durch sie Nachkommen empfangen! Und Abram hörte auf die Stimme Sarais. Gen 16:2 Sarai wird ungeduldig. Sie greift auf menschliche Mittel zurück und handelt eigenmächtig, indem sie Abram bittet mit seiner Magd ein Kind zu bekommen. Letztlich vertrauen Abram und Sarai nicht mehr auf Gottes Wirken. Sie suchten durch eigene Mittel ein Ziel zu erreichen, das ihnen durch eine Verheißung Gottes fest zugesichert war.An eine Verheißung zu glauben ist das eine, die Erfüllung geduldig abwarten, das ist noch mal was ganz anderes. Wie häufig möchten wir Gott regelrecht zwingen, schnell so oder so zu handeln? Wie häufig versuchen wir es dann selbst in die Hand zu nehmen? Nur dann, wenn wir uns bewusst auf den lebendigen, allein wahren Gott stützen, sind wir imstande, allein aus Gott und nicht aus Eigenwillen eigenmächtig zu handeln.

Glauben & Vertrauen

Abram glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an. Gen 15:6 Abraham wird hier zum Urbild bedingungslosen Glaubens. Ein Glaube als unerschütterliche Gewissheit, dass auf Gottes Zusage Verlass ist. Ein Glaube, für den wir uns bewusst entscheiden. Der Mensch kann nur glauben, wenn er will. Der Glaube ist das unglaubliche Abenteuer des Vertrauens auf Gott. Wenn du nur auf dich selbst vertraust, dann wirst du nie etwas ausrichten. Vertraust du dagegen auf Gott, so vermagst du alles. Also: Vertraue Gott, dem Vater, der uns liebt, dem Sohn, der uns gerecht macht und dem heiligen Geist, der in uns atmet. Vertraue! Mit Abraham, der unerschütterlich Gott vertraute, werden also alle gesegnet, die ebenso glauben wie er. Gal 3:9

Audio Impuls zum Sonntags-Evangelium

Das Reich Gottes ist nahe. Mk  1:15Folgt mir nach. Mk 1:17 Audio-Impuls-hier-klickenHerunterladen

Der Herr stärkt den Glauben

Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn! Gen 15:1  Gott ist unser Schild, das uns schützt. Gott ist unser Lohn. Welcher Lohn könnte wichtiger sein als er selbst? So finden wir unsere Ruhe, unseren Frieden und unsere Sicherheit allein in Christus! Gott verheißt Abram mit dem Blick auf des Himmels Sterne unzählbare Nachkommen. Auch uns fordert Gott täglich auf, den Glaubensblick nach oben zu richten. Bemühen wir uns, nicht mehr ständig die Schwierigkeiten vor Augen zu haben, sondern zu unserem Gott auf zu schauen, der unsere Hilfe ist. Und blicken wir immer wieder darauf, wie und was Gott in unserem Leben schon wirkte, denn dies bestärkt uns, auch im Hier und Jetzt ihm voll und ganz zu vertrauen. Schau dir den Himmel an, und versuche, die Sterne zu zählen! Genauso werden deine Nachkommen sein – unzählbar! Gen 15:5

Melchisedek & Christus

Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchs­ten. Gen 14:18 Abraham steht vor einer Auseinandersetzung mit dem König von Sodom. Da begegnet er Melchisedek, der ihn segnet und mit Brot und Wein stärkt. Die Bedeutung Melchisedeks besteht darin, dass er der erste überhaupt in der Bibel erwähnte Priester ist und dass er für sein Opfer Brot und Wein verwendet. Melchisedek bedeutet König der Gerechtigkeit und Salem bedeutet Friede. Er ist ein geheimnisvoller Verweis auf Christus ist, den wahren Hohenpriester, den König des Friedens und der Gerechtigkeit. Mit Brot und Wein wird Abraham gestärkt für den Kampf gegen den König von Sodom. Wie sollten wir da nicht an den Leib und das Blut Christi denken, durch das wir gestärkt werden, um der Versuchung zu widerstehen und den guten Kampf des Glaubens zu führen. Wir stehen unter dem Segen Gottes. Gott selbst hat ihn für uns zum Hohenpriester eingesetzt, so wie Melchisedek. Heb 5:10

Tätige Liebe

Lot selbst, die Frauen und alle anderen Gefangenen konnte er befreien. Gen 14:16 Lot trennt sich von Abraham. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen um Sodom wird Lot verschleppt. Abraham hilft ihm und befreit ihn. Trotz allem Vorgefallenen war Lot der Bruder Abrahams und die geschwisterliche Liebe musste handeln. Wir können uns nicht oft genug daran erinnern, dass der wahre Weg mit Gott Wärme und Weitherzigkeit in uns wachsen lässt, die uns aus uns selbst heraustreten lässt in tätiger Liebe und Teilnahme für andere Menschen. Wir müssen soweit wie möglich gleich den Engeln an den Seelen wirken, nämlich durch liebevolle, gütige Anregungen und ohne Gewalt. Wann werden wir alle unserem Nächsten gegenüber durchtränkt sein von Güte und Milde? Wann werden wir die Seelen unserer Mitmenschen in der heiligen Brust des Heilands sehen? Franz von Sales

Friede zwischen den Menschen

Es soll doch nicht Streit sein zwischen mir und dir. [...] Denn wir sind Brüder. [...] Trenne dich von mir! Willst du zur Linken, so gehe ich zur Rechten; und willst du zur Rechten, so gehe ich zur Linken! Gen 13:7-9 Zwischen den Hirten Lots und den Hirten Abrams entstand ein Streit über die Weideflächen. Abram wirkt als Friedensstifter und aus seinem Handeln können wir vier Dinge mitnehmen: 1. Erstens formuliert er den Willen zum Frieden. Wenn wir mit anderen Menschen zusammen leben braucht es zuallerst eben diesen Willen, friedlich miteinander umzugehen. 2. Zweitens formuliert er die Geschwisterlichkeit als gemeinsames Band. Jeder Mensch ist für uns Bruder oder Schwester in der Familie Gottes. 3. Drittens beseitigt Abram die Ursache für den Streit. Es ist gut zu schauen, wie der Streit entstanden ist, um dann eben zu schauen, wie man diese Ursachen beseitigen kann. 4. Viertens lässt er Lot die Wahl, in welches Gebiet er ziehen möchte. Hin und wieder verlangt der zwischenmenschliche Frieden, dass wir etwas loslassen (meist uns selbst und unseren Stolz)

Intime Beziehung zu Gott

Abram kehrte in den Süden des Landes Kanaan zurück und mit ihm seine Frau und sein Neffe Lot. Gen 13:1 Lot war der Neffe Abrahams. Mehrmals heißt es, dass Lot mit Abraham ging. Lot war ein Mitläufer. Abraham hatte einen Altar errichtet. Lot nicht. Die Gemeinschaft mit Gott spielte in seinem Leben kaum eine Rolle. Unsere Beziehung zu und Gemeinschaft mit Gott ist aber immer direkt, nie indirekt. Auch wenn uns andere Menschen positiv auf unserem Leben beeinflussen können, so können nur wir selbst direkte Beziehung zu Gott pflegen. Gott zeigt in seiner Gnade dir und mir den je individuellen Weg, den wir gehen sollen. Höre darauf, was Gott mit dir ganz persönlich vor hat. Pflege die intime Beziehung mit Gott. Dann wirst du hören, welchen Weg er mit dir gehen möchte. Die Beziehung zwischen Gott und einem Menschen ist privater und intimer als jede mögliche Beziehung zwischen zwei Mitgeschöpfen. Clive Staples Lewis

Fehltritt im Glauben

Im Land Kanaan brach eine schwere Hungersnot aus. Abram zog nach Ägypten, um während dieser Zeit dort Zuflucht zu suchen. Gen 12:10 Abrahams Fehltritt ist, dass er nach seinem Eigenwillen handelt. Kein Wort fällt darüber, dass er Hilfe bei Gott suchte. Die Folge: der Wegzug aus dem verheißenden Land Kanaan führt zu allerlei Schwierigkeiten. Aus Angst vor dem Pharao, gibt Abram seine Frau als seine Schwester aus. Als das ganze rauskommt, schickt ihn der Pharao wieder zurück. Gott hatte Abram in dieser Zeit zwar nicht verlassen, aber er ließ ihn seinen Fehltritt im Glauben spüren, um ihn zu läutern. Was kann uns dies Geschehen sagen? Die Hungersnot ist ein Bild für unsere Schwierigkeiten und Probleme. Kommt eine Hungersnot in unser Leben, eine Schwierigkeit welcher Art auch immer, dann lasst uns allein Gott vertrauen, anstatt nach Ägypten zu gehen! Wenn uns dann aber ein Fehltritt passiert, dann lasst uns offen sein für Gottes Läuterung, mit der er uns noch fester an sich zieht.

Gehorsam

Abram gehorchte und machte sich auf den Weg. Gen 12:4 Von Gehorsam ist hier die Rede. Gehorsam auch dann, wenn nicht alles glatt läuft. Denn als Abram in das verheißende Land kam, waren dort die Kanaaniter. Das war eine Prüfung Abrams, ob er dennoch an der Zusage Gottes festhält. Er tat es. Er richtete seine Gedanken allein auf den Herrn und nicht auf das, was der Zusage des Landes scheinbar entgegenstand. Die Kanaaniter im Land stehen bildlich für alles was uns vom Glauben an Gottes Zusagen an uns abbringen will. Das beste Gegenmittel gegen diesen Zweifel: Anbetung Gottes. Sie stärkt Glauben und Hoffnung. Eben darum baute Abram dem Herrn einen Altar. So lasst nicht nach in der Anbetung Gottes und glaubt an seine Zusagen. Er baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar. Gen 12:7

Ruf Gottes

Der Herr sagte zu Abram: Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Gen 12:1 Damals war die Einbindung in die Sippe lebenswichtig. Der Ruf Gottes reißt Abram aus eben dieser Gemeinschaft und macht ihn zum Heimatlosen, allein auf den Beistand Gottes gestellt. Auch der Ruf Gottes an uns ist absolute Wirklichkeit oder gar nichts! Was aber ist im Kern der Ruf Gottes an uns? Der Ruf Gottes an uns ist die  Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus. Abram hatte das noch zu zeigende Land nie gesehen. Ebenso haben wir Christus noch nie leibhaftig gesehen haben. Aber unser Glaube befähigt uns dazu, so wie Abram alles für ihn zu verlassen, auch wenn unsere Zukunft im Dunkeln liegt. Der Glaube sieht in dem Maße, in dem er vorangeht und in den Raum eintritt, den das Wort Gottes aufgetan hat. Er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Heb 11:8

Herzlich Willkommen!

Mein Name ist Joachim Brenner.

Ich schreibe einen täglichen kleinen christlichen Impuls zu einem Bibelvers. Es gibt immer ein entsprechendes Wochenthema. Den Bibelvers mit Auslegung verschicke ich über Whatsapp, Threema, Facebook und an diesen Blog.

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Gott segne dich. Vivat Jesus!

Jesus, ich vertraue dir!