WA-Andacht: Einzelchat Community Kanal

Hesekiel Hes 4-33. Kap.: Auslegung, Kommentar und Andacht zur Bibel

Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch Hesekiel Hes 4-33. Kap.

Auslegung und Kommentar

Hes 6,14: So sollen sie erkennen, dass ich der Herr bin!

Den Herrn erkennen

Dieser Satz erscheint 65-mal im Buch Hesekiel. Das Ziel Gottes ist, dass die Menschen erkennen, dass er der einzige und lebendige Gott. Gott will dies aus Liebe, weil die Erkenntnis Gottes, seines Namens, seines Wesens, Heil und Leben bringt. Wir vergessen in den Ablenkungen der Welt und des Alltags nur zu leicht, dass Gott allein der Herr, die höchste Autorität und die ewige Quelle der Liebe und des Lebens ist. In seiner Liebe benutzt Gott dabei durchaus Wege für uns, die uns wehtun, die aber unserem Heil dienen.

Hes 7,19: Ihr Silber und Gold kann sie nicht retten. […] Es wird ihre Seelen nicht sättigen.

Hüte dich vor der Liebe zum Besitz

Geldliebe gefährdet den Glauben. Die dahinter stehende Habgier beginnt dort, wo man nicht mit dem zufrieden ist, was man hat. Die Habgier wird zum Göttern, weil sie mein Herz bindet. Niemand kann sich Schätze auf der Erde ansammeln, ohne von ihnen beherrscht zu werden. Jesus warnt uns eindringlich vor Habsucht und vor der Idee, dass es im Leben hauptsächlich um das Materielle geht. Dagegen: Immer dann, wenn wir bewusst unseren Besitz für Gottes Reich einsetzen, wächst unser Schatz im Himmel.

Hes 11,19: Ich nehme das versteinerte Herz aus ihrer Brust und gebe ihnen ein lebendiges Herz.

Austausch des Herzens

Unser Herz ist hart, wenn es an seinen Neigungen und an seinem Eigenwillen festhält, wenn es die göttlichen Eindrücke nicht leicht aufnimmt, sondern in seinem eigenen Wollen beharrt. Indem Gott uns das Herz aus Stein nimmt, nimmt er diese Hartnäckigkeit von uns. Das lebendiges Herz ist dagegen sanft, empfänglich und lenkbar, so dass wir nach dem Weisungen Gottes leben.

O Herr, nimm dieses Herz von Stein und gib mir ein Herz von Fleisch und Blut: Ein Herz, dich zu lieben und zu verehren, ein Herz, in dir mich zu freuen, dich nachzuahmen und dir zu gefallen um Christi willen. Ambrosius von Mailand 

Hes 13,10: Mein Volk baut sich eine wackelige Mauer aus losen Steinen, und anschließend übertüncht ihr sie mit weißer Farbe.

Auf Gott vertrauen

Das sind mahnende Worte auch an uns.Wenn wir auf etwas anderes vertrauen als auf Gott, bauen wir uns wackelige Mauern, die beim Sturm zusammen brechen. Das Vertrauen auf Gott dagegen ist unsere Stärke, die nicht einstürzt und uns Halt gibt. Wie sollten wir also leben? In lebendiger vertrauender Offenheit gegenüber Gott in allem. Egal wie’s kommt: Er ist da!  Oder wie es ein Wüstenväter-Spruch ausdrückt: Hoffe nie, dass eine Sache so ausgeht, wie es dir am besten erscheint, sondern so, wie es Gott gefällt. Dann wirst du frei von Zwängen sein und darfst Gott im Gebet Dank sagen und in seiner Ruhe wohnen. Dann ist in dir tiefes Gottvertrauen.

Hes 13,11: Eure Wand wird einstürzen!

Hes 15,2: Du Mensch, ist das Holz eines Weinstocks etwa besser als das der anderen Bäume, die im Wald wachsen? Wozu ist es denn zu gebrauchen?

Diese Worte dienen den Kindern Gottes zur Demut.

Sie werden Gottes Weinstock genannt. Aber sind sie von Natur aus mehr als andere? Durch Gottes Güte sind sie fruchtbar geworden, denn Er hat sie in einen guten Boden gepflanzt. Der Herr hat sie an der Mauer des Heiligtums aufgezogen und sie bringen Frucht zu Seiner Ehre. Was wären sie aber ohne ihren Gott? Was wären sie ohne den beständigen Einfluss des Heiligen Geistes, der ihnen Fruchtbarkeit verleiht? O gläubiger Mensch, lerne hier allen Stolz ablegen, denn du musst erkennen, dass du keinen Grund dazu hast. Spurgeon

Hes 16,6: Da ging ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln und sprach zu dir, als du dalagst in deinem Blut: Du sollst leben! Ja, zu dir in deinem Blut sprach ich: Du sollst leben!

Du sollst leben

Geretteter, betrachte mit tiefgefühltem Dank diesen Ruf der Gnade. Siehe, dieses „Du sollst“ Gottes ist majestätisch. In unserer Schriftstelle haben wir einen Sünder vor Augen, an dem nichts als Sünde ist und der nichts als Gottes Zorn zu erwarten hat. Aber der Herr der Ewigkeit geht in Seiner Herrlichkeit vorüber, schaut, hält stille und spricht die einzigen, aber königlichen Worte: „Du sollst leben!“ Hier spricht Gott. Wer auch sonst dürfte es wagen, mit dem Leben so zu handeln und es in zwei Wörtern zu verleihen? Spurgeon

Hes 16,15: Jedem, der dir über den Weg lief, hast du dich angeboten und dich ihm an den Hals geworfen.

Untreuer Menschen + Treuer Gott

Wir sind Gott gegenüber oft untreu. Wir gehen sozusagen fremd mit Dingen, die uns wichtiger werden als Gott. Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott, schreibt Martin Luther. Das heißt: Wenn uns z. B. das Geld, ein Haus oder ein Hobby das Wichtigste im Leben ist, ist das unser Gott. Dann betrügen wir Gott mit diesen Dingen. Menschlich gesehen könnte Gott sagen: Wenn ihr so mit mir umgeht, will ich mit euch nichts mehr zu tun haben. Aber das tut er nicht.

Durch Jesus hat er alle unsere Schuld auf sich genommen. Auch die Schuld unserer Untreue. Von ihm aus bleibt die Beziehung darum bestehen. Er bleibt treu. So groß ist seine Liebe. Wenn er uns fallenlassen würde, würde er diese Liebe verleugnen. Das kann er nicht. Darum sagt er uns zu: Du kannst immer wieder zu mir kommen. Du kannst immer wieder mit mir anfangen.

Hes 16,60: Ich aber werde mich an den Bund erinnern.

Hes 16,63: Ich werde dir alles vergeben, was du getan hast. Das verspreche ich, Gott, der Herr.

Hes 17:22: ‭So spricht Gott, der Herr: Ich will auch einen Schössling vom Wipfel des hohen Zedernbaumes nehmen und will ihn einsetzen. Von dem obersten seiner Schösslinge will ich ein zartes Reis abbrechen und will es auf einem hohen und erhabenen Berg pflanzen;

Die Verse 22-24 sind eine Heilsprophetie, eine Vorschau auf die Erneuerung der davidischen Dynastie und des Königreiches. Die Verse 22-23 beschreiben Gottes Handeln – in beiden Versen wird betont, dass Gott es ist, der die Pflanzung vornimmt

Ich will auch einen Schössling nehmen

In Hesekiel 17,22 spricht Gott durch den Propheten Hesekiel und verkündet, dass er einen Zweig vom höchsten Wipfel eines hohen Zedernbaumes abbrechen und auf einem hohen und erhabenen Berg pflanzen wird. Für mich persönlich bedeutet dies, dass Gott aus etwas Kleinem und Unscheinbarem etwas Großes und Bedeutendes schaffen kann. Es erinnert mich daran, dass selbst wenn ich mich klein oder unbedeutend fühle, Gott in der Lage ist, mich zu etwas Großem zu machen. Er hat einen Plan für mich, der über meine Vorstellungskraft hinausgeht. Diese Verheißung gibt mir Hoffnung und Vertrauen, dass Gott in meinem Leben wirkt und Großes vollbringen wird, auch wenn der Anfang bescheiden erscheint.

Hes 17:23: ‭auf dem hohen Berg Israels will ich es pflanzen, damit es Zweige treibe und Früchte bringe und zu einem prächtigen Zedernbaum werde, dass allerlei Vögel und allerlei Geflügel unter ihm wohnen und unter dem Schatten seiner Äste bleiben können.

Prächtiger Zedernbaum

Dies symbolisiert die Wiederherstellung Israels und die Verheißung Gottes, das Königreich Davids zu erneuern. Der hohe Berg steht für Jerusalem, das Zentrum des Gottesdienstes. Der Baum repräsentiert das Königreich, das unter Gottes Führung blühen wird. Die Vögel, die in den Zweigen nisten, sind die Nationen, die unter der Herrschaft dieses Königreichs Schutz und Segen finden werden. Diese Passage zeigt Gottes Treue und seine Absicht, ein gerechtes und friedliches Reich zu schaffen, in dem alle Völker Zuflucht finden können.

Hes 17:24: ‭Und alle Bäume des Feldes sollen erkennen, dass ich, der Herr, den hohen Baum erniedrigt und den niedrigen Baum erhöht habe; dass ich den grünen Baum verdorren ließ und den dürren Baum zum Grünen brachte. Ich, der Herr, habe es gesagt und werde es auch ausführen.

Erhöhung und Erniedrigung

Hesekiel 17,24 spricht davon, dass Gott die Macht hat, das Niedrige zu erhöhen und das Hohe zu erniedrigen. Dies zeigt uns, dass wir in unserem Leben demütig und bescheiden bleiben sollten, unabhängig von unserer aktuellen Situation. Gott ist derjenige, der über unser Schicksal bestimmt, und er sieht das Herz und die Motive eines jeden Menschen. Dieser Vers erinnert uns daran, dass wir uns nicht auf unsere eigenen Fähigkeiten oder Errungenschaften verlassen sollen, sondern auf Gottes Führung und Weisheit vertrauen müssen. In seiner Hand können selbst die unbedeutendsten Dinge groß gemacht werden, und alles, was stolz und hochmütig ist, kann erniedrigt werden.

Hes 18,23: Ich freue mich, wenn er von seinen falschen Wegen umkehrt und lebt!

Umkehr als lebenslanger Prozeß

Gott ist ein Gott der Liebe. Seine vollkommene Liebe lässt ihn gnädig zu dem Sünder sein, der zu ihm zurückkommt. Dies ist ein lebenslanger immer wieder kehrender Prozess, denn wir werden nie im vollkommenen Zustand sein, wo wir keine Fehler mehr machen. Hassen wir unsere Fehler, aber auf ruhige Weise, nicht mit ruhelosen, unerträglichen Hass. Man muss Geduld mit ihnen haben und versuchen, durch allmähliche Verringerung Nutzen aus ihnen zu ziehen. Ohne diese Geduld werden unsere Fehler, anstatt abzunehmen noch wachsen, denn nichts bindet unsere Fehler mehr aneinander als die Ungeduld und der Übereifer, sie ausmerzen zu wollen.

Hes 18,27: Wenn sich der Ungerechte abkehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und übt nun Recht und Gerechtigkeit, der wird sein Leben erhalten.

Kraft der Umkehr

Hesekiel 18,27 betont die Kraft der Umkehr und die Möglichkeit der Erneuerung. Wenn ein Mensch, der Unrecht getan hat, seine Fehler erkennt und sich abwendet von seinen bösen Wegen, wird er gerettet werden. Diese Stelle zeigt, dass niemand festgelegt ist auf seinen vergangenen Taten, sondern immer die Chance zur Veränderung besteht. Es liegt eine große Hoffnung darin, dass man sein Leben zum Besseren wenden kann. Für mich persönlich bedeutet dieser Vers, dass es nie zu spät ist, Fehler zu bereuen und einen neuen Weg einzuschlagen. Er erinnert mich daran, dass jeder Tag eine neue Gelegenheit bietet, ein gerechteres und liebevolleres Leben zu führen.

Hes 18,31: Werft alles Böse von euch ab! Ändert euch von Grund auf, ja, erneuert euer Herz und euren Geist!

Hes 20,11: Ich gab ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Gesetze, durch die der Mensch lebt, der sie hält.

Gebote als Wegweiser zum Leben

Diese Verse betonen die Bedeutung der göttlichen Gebote als Wegweiser zum Leben und Wohlstand. Für mich persönlich bedeutet das, dass Gottes Gebote nicht als Einschränkung, sondern als Schutz und Anleitung zu verstehen sind. Sie helfen mir, ein Leben in Harmonie und Gerechtigkeit zu führen. Diese Verse erinnern mich daran, dass ein Leben nach göttlichen Prinzipien nicht nur ein moralisches, sondern auch ein erfülltes Leben verspricht. Durch das Befolgen dieser Gebote finde ich Sinn, Orientierung und ein tieferes Verständnis meiner spirituellen Reise.

Hes 20,16-17: Sie folgten den Götzen ihres Herzens nach. Aber mein Auge blickte schonend auf sie. Wieder hatte ich Mitleid mit ihnen.

Schonendes Auge

Wir werfen in diesen Versen einen Blick sowohl in das Herz des Menschen als auch in das Herz Gottes. Das menschliche Herz ist eine Götzenfabrik. Es produziert am laufenden Band Götzenbilder, an die es sich verliert. Auf der anderen Seite sehen wir das Herz Gottes. Wir sehen ein verletztes und ein geduldiges, aber kein gleichgültiges Herz, das immer und immer wieder Gnade vor Recht ergehen lässt. Nirgendwo anders zeigt sich dieses spannungsgeladene Herz Gottes deutlicher als am Kreuz von Golgatha!

Denn es ist die höchste Eigenschaft Gottes, erbarmen, verschonen, gnädig sein, vergeben. Johann Arndt 

Hes 20:41: Als einen lieblichen Geruch will ich euch gnädig annehmen, wenn ich euch  aus den Völkern herausführe und euch aus den Ländern, in welche ihr  zerstreut worden seid, sammle, daß ich an euch vor den Augen der Heiden  geheiligt werde.

Als einen lieblichen Geruch will ich euch gnädig annehmen

Hesekiel 20,41 beschreibt Gottes Wohlgefallen an Israel, wenn es Buße tut und zu Ihm zurückkehrt. Der Vers spricht davon, dass Gott Israel wie ein wohlriechendes Opfer annehmen wird. Dies bedeutet, dass Gott die Menschen annimmt und ihnen vergibt, wenn sie ihre Sünden bereuen. Es zeigt seine Liebe und Bereitschaft zur Versöhnung, unabhängig von vergangenen Fehlern. Für mich persönlich bedeutet dieser Vers Hoffnung und Ermutigung. Er erinnert mich daran, dass es immer einen Weg zurück zu Gott gibt, egal wie weit man sich entfernt hat. Diese göttliche Gnade und Barmherzigkeit gibt mir Kraft, immer wieder nach moralischem und spirituellem Wachstum zu streben.

Hes 20:42: ‭Und ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich euch in das Land  Israel führe, in das Land, über dem ich meine Hand erhoben habe, daß  ich es euren Vätern geben werde.

Ihr sollt erfahren, daß ich der Herr bin

Hesekiel 20,42 spricht davon, dass das Volk Israel erkennen wird, dass der Herr ihr Gott ist, wenn Er sie in das Land bringt, das Er ihren Vorfahren versprochen hat. Persönlich bedeutet dieser Vers für mich die Bestätigung von Gottes Treue und Verlässlichkeit. Trotz der Zeiten der Zerstreuung und des Leids wird Gott seine Verheißungen erfüllen. Es erinnert mich daran, dass Gottes Pläne größer sind als meine gegenwärtigen Schwierigkeiten und dass Er stets an seiner Zusage festhält. Dieser Vers ermutigt mich, Vertrauen in Gottes Timing und Seine Wege zu haben, selbst wenn die Umstände entmutigend erscheinen. Gott bleibt treu und bringt uns an den Ort, den Er für uns vorgesehen hat.

Hes 20:44: Und ihr werdet erkennen, daß ich der Herr bin, wenn ich mit euch handeln  werde um meines Namens willen und nicht nach eurem bösen Wandel und  euren ruchlosen Taten, Haus Israel, spricht Gott, der Herr!

Ihr werdet erkennen, daß ich der Herr bin

In Hesekiel 20,44 sagt Gott zu Israel, dass sie erkennen werden, dass Er der Herr ist, wenn Er an ihnen handelt – nicht wegen ihrer eigenen Taten, sondern wegen seines Namens. Persönlich bedeutet das für mich, dass Gottes Gnade und Handeln nicht von unseren Fehlern oder Verdiensten abhängen. Es zeigt, dass Gott trotz unserer Schwächen und Verfehlungen stets treu ist. Diese Passage erinnert mich daran, dass ich auf Gottes Gnade vertrauen kann und mich nicht auf meine eigene Leistung verlassen muss. Es ist eine Einladung, in Demut und Dankbarkeit zu leben und Gottes unverdiente Liebe anzunehmen, die größer ist als unsere Fehler.

Hes 23,35: Du hast mich vergessen und mir den Rücken gekehrt.

Gott nicht vergessen

Dem eben müssen wir entgegen wirken. Darum frage dich: Durch wie viele Stürme deines Lebens hat Gott dich schon getragen? In beunruhigenden Lebenssituationen halte kurz an, besinne dich ganz konkret auf Gottes gute Taten in deinem bisherigen Leben und dann schau auf das, was jetzt vor dir liegt und dich beunruhigt und wiederhole, die Zusage, die Gott uns in der Schrift gegeben hat: Auch hierbei werde ich dir helfen. Vielleicht nicht so wie wir uns das vorstellen, aber er hilft.

Wenn man sich mit emsiger Treue den Gedanken an die Gegenwart Gottes zur Gewohnheit macht, bleibt die Flamme der Liebe immer erhalten. Columba Marmion

Hes 20,41: Ihr selbst werdet dann wie ein wohlriechendes Opfer für mich sein. Ich nehme euch wieder in Liebe als mein Volk an.

Wohlriechendes Opfer

Wir müs­sen Opfer brin­gen, unsere Sinn­lich­keit beherr­schen, unsere Bequem­lich­keit besie­gen, unsere Pflich­ten vor Gott und den Men­schen gewis­sen­haft erfül­len. Das ist unser täg­li­cher Opfer­dienst. Wir sind eine Opfer­gabe für Gott. Wir gehö­ren uns nicht mehr selbst, denn wir sind Geop­ferte. Es geht nicht darum, Gott allerlei gute Werke als Opfer darzubringen. Er will uns selbst. Er will unser Herz und unser Leben. Denn wir sollen ihm nicht einen Tempel bauen, sondern ein Tempel für ihn sein.

Deine Predigt möge eine ständige Opferung deiner selbst sein, überall gleich einer zarten Erscheinung, gleich dem Lächeln Gottes. Pater Pio

Hes 33,8: Wenn du nicht redest, um den Schuldigen vor seinem Weg zu warnen, dann wird dieser Schuldige seiner Sünde wegen sterben. Sein Blut aber fordere ich aus deiner Hand zurück.

Den Nächsten ermahnen

Es geht hier darum, dass wir klar benennen sollen, wenn etwas falsch läuft. Haben wir keine Angst davor in Liebe zurecht zu weisen. Auch das ist ein wichtiger Akt der Nächstenliebe. Bedenke aber: wenn eine Zurechtweisung sein muss, dann soll sie ebenso deutlich wie freundlich, manchmal sogar mit einem Lächeln, erfolgen. Niemals oder allenfalls sehr selten im Zorn. Bedenke weiter: auch du kannst dich in deiner Sicht der Dinge irren. Wie gut ist es, wenn man es fertigbringt, die eigene Ansicht zu korrigieren!

Warum wählst du eigentlich unter zehn verschiedenen Arten, Nein zu sagen, immer die unfreundlichste aus? Josemaria

Hes 33,31: Wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her.

Geteiltes Herz

Diese Menschen kamen zu Hesekiel, um sich von ihm unterhalten zu lassen. Sie hörten sich seine Botschaft an, aber beabsichtigten nicht, sie zu befolgen. Die Menschen schienen äußerlich Gott zu folgen, aber sie liebten ihr Geld mehr als ihn. Man kann nach außen hin sehr religiös erscheinen, doch gleichzeitig innerlich habsüchtig und egoistisch sein. Jesus warnt uns, dass wir nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen können.

Hes 33,32: Sie werden deine Worte hören, aber sie nicht tun.

Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu Hesekiel

Das war eine Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch Hesekiel Hes 4-33. Kap.