Tägliche christliche Andacht

Impulse aus der Bibel für deinen Tag als Blog oder über WhatsApp mit folgendem Wochenthema

Einzelimpulse

Bedrängt aber ohne Angst (10.10.)

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 2 Kor 4,8

In Zeiten der Prüfung können wir leicht denken,
dass Gott fern ist. Doch gerade dann sind wir dazu eingeladen, uns noch mehr auf Ihn zu verlassen. Die Kämpfe, durch die wir gehen, bedeutet nicht, dass wir verlassen sind sie können zu einer Gelegenheit für einen tieferen Glauben, ein beharrlicheres Gebet und ein größeres Vertrauen auf Gottes Nähe werden. Gott dezentralisiert uns von uns selbst hin zu ihm und zur Liebe.

Bedenke: Je mehr der Feind dich angreift, desto näher ist Gott deiner Seele. Pater Pio

Gegen den Neid (9.10.)

Darum legt alle Bosheit und allen Betrug ab, alle Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung! 1 Petr 2,1

Es gibt immer Gründe für Neid: der andere kann etwas besser, verdient mehr Geld, scheint frommer als ich zu sein und dergleichen. Doch der Neid zeigt zwei negative Wirkungen in uns: zum einen zerstört er das Wohlwollen zwischen Menschen, zum anderen zerstört er die Freude an dem, was man selbst hat und kann. Was tun? Dankbarkeit pflegen! Das Gegenmittel zum Neid ist die Dankbarkeit. Zu danken für das, was man hat und zu erkennen das dies nicht selbstverständlich ist. Dankbarkeit lenkt den Fokus weg von dem, was ich nicht habe, hin zu dem, woran ich mich erfreuen kann. Dankbarkeit richtet die Aufmerksamkeit auf die Güte Gottes.

Jeden Tag mit diesem Glauben beginnen (8.10.)

Siehe, ich bin mit euch alle Tage. Mt 28,20

Sich vorstellen, bei Christus zu sein, und es sich zur Gewohnheit machen, sich sehr in seine heilige Menschheit zu verlieben, ihn immerfort bei sich zu haben und mit ihm zu sprechen, ihn in seinen Nöten zu bitten, sich in seinen Plagereien bei ihm zu beklagen, in glücklichen Stunden sich mit ihm zu freuen. Teresa von Avila

....es gibt für Gottsuchende keine größere Versuchung als die, den Verdacht zu hegen oder sogar fest davon überzeugt zu sein, dass es Zeiten, Orte und Situationen gibt, die auch für Gott zu schwierig, zu unwichtig oder zu beklagenswürdig sind, um daraus etwas machen zu können.

Auf Gott wartet still meine Seele (7.10.)

Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung. Ps 62,2

Es ist heute eine der großen Herausforderungen, den Geist der Stille wieder zu erlangen. Wir brauchen einen Ort in uns selbst und immer wieder auch äußere Räume, wo es keinen Lärm gibt, wo der Geist Gottes zu uns sanft und still sprechen kann. Wir brauchen die Fähigkeit, selbst Schweigen zu werden, ein Schweigen, welches das Wort Gottes erfüllen kann. Mehr denn je sollte jeder sich üben, wie ein Mönch inmitten des Alltagslärm zu leben und dennoch die Stille in sich zu haben. Ist nicht immer einfach. Unsere Herzen sind unsere Klöster und auf dem Grund jeder Aktivität gibt es die Stille, die man nur mit Gott teilt, gerade dann wenn viel los ist.

Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit. Franz von Assisi

Gottes Stimme (6.10.)

Meine Schafe hören auf meine Stimme. Joh 10,27

Es ist keine Frage, ob Gott zu uns sprechen möchte oder kann. Unklar ist nur, ob wir mit Gottes Reden rechnen, seiner Stimme Raum geben und sie von anderen unterscheiden lernen. Welcher Stimme wir das Gehör schenken, ist von entscheidender Wichtigkeit. Gott spricht auf vielfältige Weise zum Menschen. Schon die Schönheit der Natur erzählt vom Schöpfer. Auf verbindliche und unüberbietbare Weise spricht Gott in seinem Sohn Jesus Christus. Jesus war nicht nur ein Prophet, er selbst ist das Wort Gottes, er ist nicht nur ein Bote, er selbst ist die Botschaft. Johannes Hartl

Täglich sterben (5.10.)

Täglich sehe ich dem Tod ins Auge. 1 Kor 15,31

Lasst uns lernen, zu sterben, damit wir, wenn unsere letzte Stunde kommt und wir noch genug Geistesgegenwart besitzen, in der Lage sind, gut zu sterben. Aber lasst es uns auf jeden Fall lernen, und das bedeutet, lasst uns lernen, uns selbst immer und immer wieder an das zu übergeben was uns erfasst. Lasst uns lernen, uns immer und immer wieder an das hinzugeben, was uns geschieht. Lasst die Dinge los, oder besser, lasst sie so sein und überlebt sie Gott. Nicht das Loslassen, sondern das Hin-Aufgeben ist die wahrhaft opfernde Haltung. David Steindl-Rast

Herr, lehre uns, in jedem Loslassen das vertrauensvolle Hingeben an deine Führung zu üben, damit wir im Leben wie im Sterben vollkommen in deiner Hand geborgen sind. Amen.

Gebet und Gebete (4.10.)

Mögen die Worte, die ich spreche, und die Gedanken, die mein Herz ersinnt, dir gefallen, Herr, mein Fels und mein Erlöser! Ps 19,15

Wir müssen zwischen Gebet und Gebeten unterscheiden. Gebete zu sprechen ist eine Aktivität unter vielen. Das Gebet aber ist eine Haltung des Herzens, das jede Aktivität verwandeln kann. Wir können nicht ständig Gebete sprechen, aber es heißt: «betet ohne Unterlass» (1 Thess 5, 17). Das heißt, wir sollten unser Herz offen halten für den Sinn des Lebens. Was zählt, ist das Gebet, nicht Gebete. Gebete sind jedoch die Lyrik andächtigen Lebens. David Steindl-Rast

Herr, öffne mein Herz für eine dauerhafte Haltung der Liebe, damit mein ganzes Tun und Sein zu einem ununterbrochenen Gebet vor dir wird. Amen.

Dankbarkeit

Gebet zum Abschluss (3.10.)

O Herr, unser Gott, du bist der Geber alles Guten und die Quelle unseres Lebens. Alles, was wir haben, haben wir von dir empfangen; alles, was wir sind, sind wir durch deine unverdiente Gnade. ​Wir bekennen vor dir unsere Vergeßlichkeit: Wie oft blicken wir auf das, was uns fehlt, statt zu preisen, was du uns geschenkt hast. Wie oft rühmen wir uns unserer eigenen Kräfte und vergessen, dass du es bist, der uns das Wollen und das Vollbringen schenkt. Nimm von uns den Geist des Murrens und des Stolzes. Schenke uns ein demütiges und waches Herz, das deine Spuren in unserem Alltag erkennt. ​Lass unser ganzes Leben zu einem einzigen Lobpreis deiner Barmherzigkeit werden, dass wir danken nicht nur mit den Lippen, sondern mit unseren Werken und unserer Liebe.

Dankt Gott (2.10.)

Alles, was ihr sagt, und alles, was ihr tut, soll im Namen von Jesus, dem Herrn, geschehen, und dankt dabei Gott, dem Vater, durch ihn. Kol 3,27

Wenn wir Gottes Wort lesen, stoßen wir oft auf das Thema Dankbarkeit. Es gibt hunderte von Versen, die uns auffordern, dankbar zu sein oder Gott zu loben. Außerhalb der Bibel findest du viele Artikel und Untersuchungen, die die Vorteile belegen, eine dankbare Person zu sein. Dankbarkeit ist gut für dich! Es ist lebenswichtig, dass wir uns Dankbarkeit zu einer Regel machen, sodass wir, wenn des Lebens Stürme kommen, wissen, wie wir durch stürmische Wasser steuern können. Dazu gehört auch, Gott zu vertrauen und die Entscheidung dankbar zu sein, sogar wenn wir die Welt um uns herum nicht verstehen. Wenn wir diesen Dankbarkeitsmuskel aufbauen, werden wir nicht mehr darüber nachdenken müssen. Es wird so natürlich sein wie das Atmen.

Das Geheimnis des Glücks besteht darin, deine Segnungen zu zählen, während andere ihre Probleme aufsummieren. William Penn

Dankbarkeit zur Gewohnheit machen (1.10.)

Durch Jesus nun wollen wir Gott ein immer währendes Dankopfer darbringen: Wir wollen ihn preisen und uns zu seinem Namen bekennen. Hebr 13,15

In unserem Leben gibt es vieles, für das wir dankbar sein können. Leider passiert es nur allzu leicht, dass wir diese Dinge als selbstverständlich ansehen und uns nur auf das konzentrieren, was wir nicht haben. Wir sind es gewohnt, immer genug sauberes Wasser und gesundes Essen zu haben, schöne Kleidung und komfortable Häuser oder Wohnungen, bequeme Transportmittel und eine ausgezeichnete Bildung sowie Freiheit und Sicherheit. Oft vergessen wir dies alles. Ich glaube, wenn wir uns eine dankbare Haltung bewahren wollen, müssen wir ganz bewusst daran arbeiten. Nimm dir täglich ein wenig Zeit, um darüber nachzudenken, wie gesegnet du bist, und um Gott für Seine unaufhörliche Güte zu danken. Mach die Dankbarkeit zur Gewohnheit deines Herzens.

Hinweg mit der Unzufriedenheit (30.9.)

Verbannt alle Unzufriedenheit und alle Streitsucht aus eurer Mitte. Phil 2,14

Wir alle haben jeden Tag unzählige Gelegenheiten, uns zu beklagen. Aber unser Klagen ändert überhaupt nichts - das Einzige, was wir damit erreichen, ist, dass wir dem Feind eine Tür öffnen. Unser Gejammer löst keine Probleme, sondern schafft ganz im Gegenteil einen Nährboden für noch größere Probleme. Statt zu klagen, sollten wir dem Herrn Tag für Tag mit Dankbarkeit begegnen. Das bedeutet, dass wir dem Herrn nicht nur gelegentlich danken, sondern einen Lebensstil der Dankbarkeit entwickeln. Dann werden wir das, was Gott in unserem Leben tut, mit anderen Augen betrachten und Ihm für alles dankbar sein, ganz gleich, wie groß oder klein es ist.

Dankbarkeit für die Gabe Gottes (29.9.)

Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht. Joh 4,10

Das christliche Leben beginnt mit der Entdeckung der größten Gabe Gottes: dass wir seine Kinder sind. Tag für Tag ist er an unserer Seite und wartet in jedem Moment auf uns. Um den Herrn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft (Mk 12,33) zu lieben, müssen wir nicht zwangsläufig außergewöhnliche Dinge vollbringen. Wir leben als in Dankbarkeit Empfangende dieses Geschenks Gottes, wenn wir erkennen, dass in jedem Moment und in jedem Menschen, der uns begegnet, eine Gnade ‒ ein göttliches Geschenk – auf uns wartet. Genau dort, inmitten der Herausforderungen des gewöhnlichen Lebens, können wir den Frieden finden, nach dem wir uns so sehr sehnen.

Herr Jesus Christus, wir danken dir von Herzen für das unendlich große Geschenk deiner Gegenwart und Liebe, durch das wir jeden Tag als geliebte Kinder Gottes deinen Frieden und deine Gnade entdecken dürfen. Amen.

Von Gott erschaffen und beschenkt (28.9.)

Du bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter. Ps 139,13

Noch vor kurzer Zeit warst du nicht auf der Welt. Gott hat dich aus dem Nichts erschaffen, um dich zu dem zu machen, was du bist, ohne dass er dich brauchte – einzig aus seiner Güte heraus. Deshalb gab er dir den Verstand, um ihn zu erkennen; das Gedächtnis, um dich seiner zu erinnern; den Willen, um ihn zu lieben; die Vorstellungskraft, um dir seine Wohltaten zu vergegenwärtigen; die Augen, um seine wunderbaren Werke zu sehen; die Zunge, um ihn zu loben. Er hat dich nach seinem Bild erschaffen. Erwäge all die Gaben des Geistes, des Körpers und der Seele: Gesundheit, erlaubte Freuden, Freundschaften. Wie oft hat er dir seine Sakramente geschenkt, Eingebungen, Erleuchtungen, Ermahnungen zur Umkehr? Wie oft hat er dir deine Fehler vergeben! Franz von Sales

Dankbarkeit dem Herrn gegenüber (27.9.)

Dankt dem Herrn. Ps 105,1

Wir können jeden Tag schon beim Erwachen für all das danken, was uns selbstverständlich erscheint und was wir dennoch schmerzlich vermissen würden, wenn es uns fehlte: das Atmen, das Fühlen, das Sehen, das Gehen; die Schönheit der Natur, das Licht und die Wärme der Sonne, das Geschenk einer Familie, die Möglichkeit zu lieben und geliebt zu werden. Als Christen danken wir dem Herrn besonders für die Wunder seiner Gnade, für all das, was wir unverdient erhalten und täglich empfangen, um auf dem Weg zur Heiligkeit voranzuschreiten.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. Francis Bacon

orte. In ihnen steckt Trost, Ermutigung und Verbundenheit. Vielleicht können wir heute achtsam sein: Wo tut Nähe gut? Wem kann ich ein Zeichen der Zuwendung geben? Gott selbst begegnet uns oft auf diese Weise – leise, behutsam, stärkend. In jeder guten Berührung kann etwas von seiner Liebe spürbar werden.