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Christliche Andacht

Sanftmut

Andacht vom 1.2.-7.2.26

Zum Wochenthema: Die Sanftmut ist eine meiner Lieblingstugenden, weil sie so praktisch ist. Es vergeht bei mir kein Tag, wo ich nicht vor der Wahl stehe allzu streng zu reagieren oder eben sanftmütig.

2 Selig die Sanftmütigen

Andacht zum 2.2.

Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben! Mt 5,5

Vor allem müssen wir ein gutes, sanftmütiges und dem Nächsten gegenüber liebevolles Herz haben, besonders wenn er uns zur Last und zum Ekel geworden ist. Denn dann haben wir nichts an ihm, um ihn zu lieben, sondern nur Ehrfurcht für den Heiland, welche die Liebe zweifellos um so wertvoller und würdiger macht, je reiner und freier sie von hinfälligen Beweggründen ist. Darum: Wenn Ihre Seele in Ruhe ist, machen Sie lebendigen Gebrauch davon, indem Sie möglichst viele Akte der Sanftmut verrichten, so häufig Sie Gelegenheit dazu haben, mögen diese auch noch so gering sein. Franz von Sales

Sanftmütig ist, wer den Nächsten und sich selbst erträgt. Juan de la Cruz

1 Zur Sanftmut

Andacht zum 1.2.

Die Sanftmütigen werden das Land erben und sich großen Friedens erfreuen. Ps 37,11

Wenn du sanftmütig sein willst, lerne zuerst, alles was dir geschieht anzunehmen, ohne gleich in die Haltung des Richters zu verfallen, der verurteilt. Spiritualität, die uns hart und selbstgerecht macht, ist wertlos. Es sind unzählige Stellen im Evangelium, in denen das Jesus verurteilt. Bleibe stattdessen standhaft und beharrlich bei einem gütigen Auge. Dein Blick auf den anderen Menschen ist das entscheidende Moment. Ein Mensch mit Sanftmut hat großes Verständnis für die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Menschen und kann diese annehmen. Und ja, ich weiß, dass dies bei bestimmten Personen eine echte Herausforderung ist und bleiben wird.

Fehler sind dick, wo die Sanftmut dünn ist. Englisches Sprichwort

Schwierigkeiten des Lebens

14 Abschluss

Andacht zum 31.1.

Doch dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als das vergängliche Gold, das ja auch durch Feuer geprüft wird. 1 Petr 1,7

Tatsächlich wird in den Schwierigkeiten des Lebens vor allem die Qualität des Glaubens eines jeden geprüft und auf die Probe gestellt: seine Festigkeit, seine Reinheit, seine Übereinstimmung mit dem Leben.

Gebet: Herr, hilf mir, Prüfungen mit Glauben und Geduld anzunehmen. Stärke mich in Schwierigkeiten, forme meinen Charakter und stärke mein Vertrauen auf dich. Amen.

13 Worte von Johannes Paul II

Andacht zum 30.1.

Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not. Ps 46,2

Der Mensch von heute scheint sehr selbstsicher, und doch muß er besonders in kritischen Situationen seine Ohnmacht eingestehen: Er spürt die Unfähigkeit, einzugreifen, und lebt infolgedessen in Unsicherheit und Angst. Der Schlüssel zur Bewältigung der Mühen und der persönlichen und sozialen Schwierigkeiten, nicht nur im Notfall, sondern Tag für Tag, ist das gläubige Gebet. Wer betet, verliert nicht den Mut, nicht einmal angesichts der größten Schwierigkeiten, denn er fühlt Gott an seiner Seite und findet in seinen väterlichen Armen Zuflucht, Gelassenheit und Frieden. Wenn er sich dann Gott vertrauensvoll öffnet, öffnet er sich auch dem Nächsten großmütiger. So werden wir fähiger, die Geschichte nach dem göttlichen Plan zu gestalten. Johannes Paul II

12 Worte von Franziskus

Andacht zum 29.1.

Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. Ps 37,5

Um die Probleme des Lebens zu lösen, muss man der Realität in die Augen sehen. Und das ohne der Angst oder der Versuchung zum Klagen nachzugeben, denn Jesus ist immer an der Seite jedes Menschen, auch und vor allem in den schwierigsten Momenten. Das ist der erste Schritt: Wenn es Schwierigkeiten gibt, muss man sie sich genau ansehen, sie annehmen und darüber sprechen. Man darf sie niemals verstecken. Man muss das Leben so nehmen, wie es kommt, nicht so wie wir wollen, dass es kommt. Wenn es Probleme gibt, dann muss man sie angehen, und der Herr wird uns helfen, sie zu lösen. So dürfen wir keine Angst vor den Problemen haben. Jesus selbst sagt zu seinen Jüngern: Ich bin es, habt keine Angst, ich bin es! Immer.

11 Aktiv auf Schwierigkeiten reagieren

Andacht zum 28.1.

Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern er erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit. 2 Tim 1,7

Ich höre oft, wie Menschen sich darüber beklagen, dass ihr Leben so schwer ist. Es stimmt: Ihre Schwierigkeiten sind real. Man kann Probleme nicht wegdiskutieren oder verdrängen. Aber es liegt immer auch an uns, ob wir uns von den Problemen bestimmen lassen oder ob wir aktiv darauf reagieren. Wir sind nicht hilflos den Schwierigkeiten ausgeliefert, die das Leben mit sich bringt. Es gibt immer einen Freiraum, in dem wir selbst das Leben in die Hand nehmen und gestalten können. Wir können nicht alles ändern. Aber wenn wir einen konkreten Weg gehen, geben wir eine Antwort auf den Stress, der uns bedrängt, auf die Kraftlosigkeit, die wir manchmal spüren, auf die Probleme, die auf uns einstürzen. Solche konkrete Wege möchte ich gerne aufzeigen. Anselm Grün

10 Man verlangt Unmögliches

Andacht zum 27.1.

Ein jegliches hat seine Zeit. Koh 3,1

Wir möchten, daß es auf unserem Weg weder Schwierigkeiten noch Widerwärtigkeiten noch Plagen gäbe. Wir wünschten uns Freude ohne Rückschlag, immer Gutes ohne Böses, Gesundheit ohne Krankheit, Ruhe ohne Mühen, Frieden ohne Aufregung. Welch ein Unsinn! Man verlangt Unmögliches, denn die ungetrübte Reinheit gibt es nur im Paradies: Das Gute, das Ausruhen, die Freude, alles ist nur im Himmel ganz rein, ohne jegliche Beimischung von Unruhe und Leid. In diesem vergänglichen Leben gibt es aber nichts Gutes, dem nicht Böses auf dem Fuß folgte, keinen Reichtum ohne Sorgen, kein Ruhen ohne Plage, keine Freude ohne Leid, keine Gesundheit ohne Krankheiten. Kurzum, alles ist miteinander vermischt, es ist ein ständiges Auf und Ab, Hin und Her. Franz von Sales

9 Dankbarkeit in Schwierigkeiten

Andacht zum 26.1.

Was immer auch geschieht, seid dankbar! 1 Thess 5,18

Dankbarkeit in Schwierigkeiten ist kein Widerspruch, sondern eine bewusste Entscheidung! Wenn wir in der Not den Blick heben und „Danke“ sagen verändert das unsere Perspektive. Wir schauen nicht mehr nur auf die Schwierigkeiten und nähren so unseren „Negativ-Blick“. Mehr noch: Ein dankbares Herz wird zum Ankerplatz für seinen Frieden, der unseren Verstand übersteigt. Hoffnung trägt, selbst wenn es dunkel ist. Bedenken wir: das Hauptproblem der Israeliten bei ihrem Weg und Leben in der Wüste war das wiederholte Murren, ein Ausdruck von Mißtrauen und Undankbarkeit vor dem wir uns heute auch hüten müssen in all unseren Schwierigkeiten.

Du sollst nicht in der Wüste des Murrens und Haderns herumirren, sondern in dem verheißenen Land der Zufriedenheit und Ruhe wohnen. Charles Haddon Spurgeon

8 Vertiefende Beziehung zu Gott

Andacht zum 25.1.

Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen, jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen! Hiob 42,5

Du suchst dir sicherlich keine Schwierigkeiten aus, um deine Beziehung zu Gott zu vertiefen. Vielmehr sucht Gott dich durch die Schwierigkeiten. Gott selbst führt dich mehr und mehr in eine tiefere Beziehung zu ihm. Wenn du ihn suchst, dann allein aus dem Grund, weil er dich sucht. Eines der stärksten Seile, mit dem Gott uns in eine vertrautere, persönliche Beziehung zu ihm zieht, sind Schwierigkeiten. In Krisensituationen lernen wir, uns vor seiner Souveränität zu beugen, seiner Weisheit zu vertrauen und den Trost seiner Liebe zu erfahren.

Wir wünschen oft, unsern Weg ohne Prüfungen und Schwierigkeiten gehen zu können. Aber welch ein Verlust wäre es für uns, wenn dieser Wunsch erfüllt würde! Die Gegenwart des Herrn ist nie so köstlich und erquickend, als in Zeiten der Drangsal und Not. Charles Henry Mackintosh

7 Gemeinschaft und Dienst

Andacht zum 24.1.

In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so dass wir auch andere trösten können. 2 Kor 1,3-4

Es ist gut, in Schwierigkeiten und Krisen einen Begleiter an der Seite zu haben, der Trost und Ermutigung spendet. Schwierigkeiten können so die geschwisterliche Gemeinschaft fördern. Auch wir selbst sind dazu berufen, andere in Schwierigkeiten zu begleiten. All das bewirkt, dass wir uns untereinander mehr Aufmerksamkeit schenken, sind wir doch als Christen Mitglieder am Leib Christi. Gott möchte die schwierigen Zeiten in unserem Leben dazu gebrauchen, unsere Beziehungen zu vertiefen. Er möchte ein tieferes Bewusstsein dafür schaffen, dass wir das Leben miteinander teilen, das wir in Christus haben.

6 Schwierigkeiten fördern Ausdauer

Andacht zum 23.1.

Mit zäher Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten. Hebr 12,1

Ausdauer befähigt, trotz Schwierigkeiten ein Ziel zu verfolgen. Jeder von uns stößt auf unzählige Hindernisse, die uns den Mut rauben. Um das Lauf des Lebens zu laufen und erfolgreich zu beenden, müssen wir Ausdauer entwickeln. Doch wie können wir das tun? Hier ist eine Wechselwirkung entscheidend: Schwierigkeiten erzeugen Ausharren, und Ausharren befähigt uns wiederum, unseren Schwierigkeiten zu begegnen. Ein guter Vergleich dazu ist das Krafttraining: Das Heben von Gewichten erzeugt Muskeln, und je mehr sich die Muskeln entwickeln, desto größere Gewichte kann man heben.

Jeder Christ ist im Training, wird trainiert für höheren Dienst. Ist das Training schwer, dann nur auf die Zukunft sehen! Corrie ten Boom

Das christliche Leben ist eine Trainingserfahrung, und Ziel des Trainings ist es, Gott hingegebene Menschen zu werden. Gordon MacDonald

5 Das alles geschah

Andacht zum 22.1.

Aber das alles geschah, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott. 2 Kor 1,9

Unsere Neigung, dass wir uns auf uns selbst statt auf Gott verlassen, stellt einen Bereich unseres Lebens dar, in dem Gott ständig an uns arbeitet. Wir leben in einer Welt, die Unabhängigkeit und Selbstsicherheit anbetet. Wenn unsere eigenen Kräfte aber nicht mehr tragen, wird sichtbar, worauf wir unser Leben bauen. Selbstvertrauen ist gut, aber es reicht nicht für die tiefen Fragen des Lebens. Gott nutzt Zeiten der Schwäche, um unser Vertrauen neu auszurichten. Durch Schwierigkeiten lehrt Gott uns, dass wir uns auf ihn und nicht auf uns selbst verlassen sollen. Weg vom krampfhaften Kontrollieren, hin zum Loslassen. Dort entsteht eine andere Stärke, die nicht aus uns kommt, sondern uns geschenkt wird.

Frage: Wo lädt Gott dich gerade ein, weniger auf dich selbst und mehr auf ihn zu vertrauen?

4 Schwierigkeiten reinigen uns

So reinigt er sie, damit sie noch mehr Frucht hervorbringt. Joh 15,2

Gott gebraucht Schwierigkeiten, um unseren Griff nach Dingen, die keine echte Freude darstellen, zu lockern. Eine schwere Krankheit oder der Tod eines lieben Menschen, der Verlust von materiellen Besitz oder der Verlust unseres Ansehens, Freunde, die sich von uns abwenden, oder Träume, die an den Felsen des Versagens zerschellen, bringen uns zum Nachdenken darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir beginnen unser Leben, unsere Wünsche und Erwartungen dem souveränen Willen Gottes zu unterstellen. Wir werden mehr und mehr abhängig von Gott und richten uns auf das aus, was für die Ewigkeit zählt.

Jede Prüfung, die uns begegnet, sei sie nun groß oder klein, trägt in irgendeiner Weise zu unserem Wachstum bei. Wenn sie nicht zu etwas gut wäre, würde Gott sie nicht zulassen oder schicken.

3 Schwierigkeiten helfen unserem Wachstum

Durch solche Bewährungsproben wird euer Glaube fest und unerschütterlich. Jak 1,3

Ein faszinierendes Ereignis ist das mühsame Schlüpfen eines Schmetterlings aus seinem Kokon. Ihm helfen? Ohne die Notwendigkeit des Kampfes zu erkennen, das Äußere des Kokons entfernen? Wenn man dies tun würde, kommt der Schmetterling zwar schnell zum Vorschein, aber mit verknitterten und verkümmerten Flügeln. Auch im Weiteren bleiben die Flügel schwach. Der Schmetterling, der in wenigen Minuten seine Flügel ausgebreitet hätte, um zu fliegen, ist nun dazu bestimmt, sein kurzes Leben krabbelnd zu verbringen. Er wird nie das wunderbare Geschöpf sein, wozu Gott ihn geschaffen hatte.

Die Schwierigkeiten des Lebens gleichen sehr dem Kokon des Schmetterlings. Gott benutzt sie, um das geistliche Muskelsystem in unserem Leben zu entwickeln.

2 Was er gekrümmt hat

Andacht zum 19.1.

Betrachte das Werk Gottes! Wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? Koh 7,13

Nicht jedes, aber so manches krumme Ereignis schickt uns Gott aus Liebe in unser Leben. Warum, wieso, weshalb? Das verstehen wir oft nicht oder erst später. Seine Gedanken sind nicht unsere. Bin ich in nun der Lage, Gott zu vertrauen, egal ob er das Krumme in meinem Leben begradigen wird oder nicht, ob er die Schwierigkeit auflöst oder nicht? Glaube ich völlig bedingungslos und rein, dass unser Gott ein Gott ist, der mich liebt und weiß, was das Beste für mich ist, meine Situation in seiner Hand hat? Kann Gott immer für uns sorgen (ist er souverän) und sorgt er immer für uns (ist er gut)? Kann ich überzeugt sagen: Gott ist allmächtig und vollkommen in seiner Liebe? Kann ich ihm vertrauen, auch wenn ich ihn nicht verstehe? Glaube ich? Das ist die alles entscheidende Frage! Ansonsten ist das ganze Konzept, Gott in Notlagen zu vertrauen, nur eine fromme Floskel, die den schwierigen Ereignissen des Lebens nicht standhält.

Ich glaube: Gott sorgt für uns, und er lenkt unaufhörlich, nicht nur ab und zu, alle Angelegenheiten, die unser Leben betreffen.

1 Schwierigkeiten des Lebens

Andacht zum 18.1.

Von Geburt an gehört zum Menschsein die Mühe, so wie zum Feuer die Funken gehören. Hiob 5,7

Tatsächlich scheint das Leben häufig wie eine Serie von größeren und kleineren Schwierigkeiten. Wir alle kennen Zeiten, in denen das Leben schwer auf uns lastet. Manchmal trifft es unsere Gesundheit, manchmal Beziehungen, Arbeit oder Zukunftspläne. In solchen Momenten wird Vertrauen zur Herausforderung. Wir glauben, dass Gott da ist und doch fühlt sich der Weg schwer an. Besonders belastend ist es, wenn wir nicht nur unser eigenes Leid tragen, sondern auch das der Menschen um uns herum. Die Sorgen, die wir täglich mitnehmen, können müde machen und Zweifel säen. Gerade dann stehen wir innerlich in einer Bewährungsprobe. Doch vielleicht ist es genau dieser Ort der Erschöpfung, an dem Vertrauen neu wachsen darf – nicht, weil alles leicht wird, sondern weil Gott uns mitten im Schweren hält und begleitet.

Wochenthema

Andacht vom 11.1.-17.1.

7 Sich unter den Blick Gottes stellen

Andacht zum 17.1.

Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Gal 1,10

So ganz können wir es nicht abstellen, dass wir darauf schauen, wie andere auf uns schauen, wie wir vor anderen dastehen. Wenn wir dem aber nicht immer wieder entgegen steuern, dann macht uns das unfrei und versklavt uns, weil wir dann nur in Bezug auf die Anerkennung durch andere handeln. Unser Ziel sollte es nicht sein, von Menschen gelobt zu werden! Unser Ziel sollte es sein, dass wir uns in unserem Handeln unter den Blick Gottes stellen. Gott sieht dich ja nicht nur in deiner Gebetszeit, sondern in jedem Moment des Tages. Johannes Hartl schreibt: Wer das verstanden hat, für den ist kein Alltag mehr geistlos und kein Job der Welt mehr stumpfes Schuften.

Ich bin nicht darauf aus, von Menschen Anerkennung zu bekommen. Joh 5,41

6 Jesus sieht mich

Andacht zum 16.1.

Jesus sah sie an. Mt 19,26

Jesus sieht uns. Das ist nicht einfach eine Floskel. Stell dir das ganz konkret vor, dass er vor dir steht. Er sieht dein Äußeres und vielmehr dein Inneres, deine Nöte und Sorgen, die dich umtreiben, deine Stärken und Schwächen, deine Wunden. Jesus sieht uns und er nimmt sich Zeit für uns, spricht uns an und möchte uns trösten in dem, was wir häufig zu erleiden haben. Wir können mit ihm reden wie mit einem guten Freund, alles, wirklich alles können wir ihm erzählen. Jesus ist der Herr, der dich sieht. Er sieht über das Äußere hinweg mitten in dein Herz. Er sieht dich mit deiner Schuld und den Tränen in dir. Und er ist bereit, an dir zu wirken.

Du bist ein Gott, der mich sieht. Gen 16,13

5 Der innere Garten

Amdacht zum 15.1.

Ich komme in meinen Garten. Hld 5,1

Die christlichen Mystiker vergleichen das Insichgehen, um dort Gott zu begegnen, mit einem inneren Garten, einem Garten, in dem Gott wohnen will, in dem er uns begegnen will, in dem er mit uns einfach zusammen sein will. Im Alltagstrubel vernachlässigen wir diesen „inneren Garten“ oft. Wildwuchs aus Sorgen und Termindruck macht sich breit. Doch Spiritualität bedeutet, ein Mensch der Innerlichkeit zu werden und diesen Garten zu pflegen. Durch Achtsamkeit schaffen wir Platz für Gottes Gegenwart. Nimm dir heute einen Moment Zeit: Atme durch, blicke nach innen und räume das Chaos ein Stück beiseite. Gott wartet bereits an der Pforte deines Herzens.

4 Wahrnehmung der Gegenwart Gottes

Andacht zum 14.1.

Bleibt in meiner Liebe! Joh 15,9

Die nötigste Übung im geistlichen Leben ist die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes: dass man an ihr seine Lust hat und sich an die Gemeinschaft mit Gott gewöhnt; dass man demütig zu ihm spricht und sich mit liebevoller Zuneigung des Herzens mit ihm unterhält. Wir brauchen nicht laut zu schreien; er ist uns näher, als wir meinen. Wir können aus unserem Herzen eine Gebetszelle machen, in die wir uns von Zeit zu Zeit zurückziehen, um uns dort zart, demütig und liebevoll mit ihm zu unterhalten. Alle Menschen können solche vertraulichen Gespräche mit Gott führen.

Für mich persönlich extrem hilfreich: Situationsgebete: ein Heilig-Geist-Gebet während ich die Treppe hochlaufe, ein Jesus-Gebet während ich zur Schule lauf u.v.m.

3 Leben in Gott

Andacht zum 13.1.

Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. Lk 23,43

Der Glaube sagt uns, daß die wahre Unsterblichkeit, die wir erhoffen, nicht eine Idee, eine Vorstellung ist, sondern eine Beziehung der vollkommenen Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott: es ist das Bleiben in seinen Händen, in seiner Liebe, es ist das in ihm Einswerden mit allen Brüdern und Schwestern, die er geschaffen und erlöst hat, mit der ganzen Schöpfung. Unsere Hoffnung ist gegründet auf die Liebe Gottes, die im Kreuz Christi erstrahlt und im Herzen die Worte des guten Schächers erklingen läßt: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. Das ist das Leben, das zu seiner Fülle gelangt ist: es ist das Leben in Gott; ein Leben, das wir jetzt nur erahnen können, wie man den klaren Himmel durch den Nebel erahnt. Benedikt XVI

2 Gott wahrnehmen

Andacht vom 12.1.

Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt will ich mich von euch finden lassen. Jer 29,13-14

Ich bin fest davon überzeugt: Wir können Gott wahrnehmen. An uns liegt es allerdings, ob wir uns um Offenheit bemühen, wie er sich uns ganz persönlich offenbart. Die Frage ist also nicht, ob Gott sich wirklich bemerkbar macht, ob er sich wirklich zeigt, denn das tut er! Die Frage ist vielmehr, inwieweit wir uns öffnen. Wenn wir unsere Seele gestimmt halten durch Gebet, Achtsamkeit, Erhebungen des Herzens zu Gott und dergleichen, dann werden wir erkennen, wie er sich uns offenbart, mal in einem Bibelwort, mal in einem Wort durch einen anderen Menschen, mal durch eine innere Eingebung. Gottes Offenbarungen an uns sind vielfältig.

In jeder Seele verborgen oder offen ist das Warten auf Gott da, die Fähigkeit, ihm zu begegnen. Um diese Wachheit, dieses Erwachen für das Eigentliche wollen wir beten, für uns selbst und für die anderen. Benedikt XVI

1 Seine Hände öffnen

Andacht zum 11.1.

Betend breite ich meine Hände zu dir aus, meine Seele verlangt nach dir wie ein ausgetrocknetes Land. Ps 143,6

Die Hände öffnen: Diese Geste sagt so viel aus. Ständig tun wir etwas, packen etwas an und nehmen etwas konkret oder sprichwörtlich in die Hände. Die Hände zu öffnen, mit offenen Händen vor Gott zu sein, bedeutet los zu lassen. Öffne die Hände. Wir haben nichts in die Welt mitgebracht und werden nichts aus ihr mitnehmen. Wir haben unser Leben nicht wirklich in der Hand. Es liegt allein in Gottes Händen. Ich muss die Gewißheit haben können, in Gottes Hand und nicht in Menschenhänden zu sein. Und mit unseren offenen Händen lassen wir uns von Gott beschenken.

Gott versucht immer, uns gute Dinge zu geben, aber unsere Hände sind zu voll, um sie zu empfangen. Augustinus

Andacht vom 03.1.-10.1

Andachten Wochenthema

6 Unter Gottes Segen

Andacht zum 9.1.

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir. Numeri 6,24–26

Wir sind in ein neues Jahr eingetreten. Eine neue Etappe hat begonnen, in der wir lieben, dienen und unseren Weg in Jesus Gegenwart gehen wollen. Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr, alles mehr und mehr um seine Person drehen wird. Jesus erfüllt unsere Tage und das gesamte Dasein des Christen. In diesen ersten Tagen nutzen wir die Gelegenheit, unsere Hoffnungen und Erwartungen für das kommende Jahr seiner göttlichen Vorsehung anzuvertrauen. Mögen wir das neue Jahr nicht von Sorgen und Zweifeln bedrängt, sondern mit Zuversicht und Offenheit für das Neue beginnen können. Mögen wir uns dabei getragen wissen von der Zuwendung Gottes, der uns in unserer Unsicherheit wie in unseren Glücksmomenten beisteht.

5 Was werden wir tun?

Andacht zum 8.1.

Sammelt euch Schätze im Himmel. Mt 6,20

Noch ist das Neue Jahr wie ein Buch mit vielen leeren Seiten vor uns. Was wird am Ende drin stehen? Noch liegt das Neue Jahr wie ein leerer Krug vor uns. Womit werden wir ihn füllen? Wird dieser Krug am Jahresende mit Nichtigkeiten, mit allerhand Krust und Plunder gefüllt sein? Mit Streben nach Geld, Besitz, Macht, Karriere, Genuss? Sammelt euch Schätze im Himmel. Eine große Möglichkeit liegt mit diesem neuen Jahr wieder vor uns: Dass wir nämlich den Krug unseres Lebens auffüllen mit jenen Schätzen, die im Angesicht Gottes nicht wie Stroh verbrennen, sondern Bestand haben. Jeder Tag ist ein Anruf Gottes an uns, ein Anruf der Liebe! Ein Anruf auch, Zeit zu haben und sich Zeit zu nehmen, um Liebe zu üben und da zu sein für die Menschen, die mich brauchen. Am Schluss unseres Lebens werden wir einmal nach der Liebe gefragt. Allein die Liebe zählt. Pius Kirchgessner

4 Menschen des Anfangs

Andacht zum 7.1.

Er ist der Anfang. Kol 1,18

Anfangen wird zum Leitfaden für ein christliches Leben. Christliches Leben aber ist ganz und gar österliches Leben. Ohne Ostern, ohne den Glauben an die Auferstehung, wäre unser Leben sinnlos. Nur, wenn wir österliche Menschen werden, so werden wir auch wirklich Menschen des Anfangs. Karl Rahner sagt: Ostern ist der Anfang der Vollendung. Ostern proklamiert einen Anfang, der schon über die fernste Zukunft entschieden hat. Auferstehung sagt: der Anfang der Herrlichkeit hat schon begonnen. Und was so begonnen hat, das ist daran, sich zu vollenden.

Also: Anfangen wird zum Leitfaden für ein christliches Leben. Seien wir auch heute Menschen des Anfangs.

3 Zum Anfangen

Andacht zum 6.1.

Seit meiner Geburt hast du mich gehalten, ‭ von Anfang an hast du für mich gesorgt. Deshalb lobe ich dich allezeit! Ps 71,6

Unseren Anfang setzen wir uns nicht selbst. Wir wurden angefangen, hineingeboren in eine Welt, die schon war. Gott selbst hat uns ins Dasein gerufen, hat uns unseren Anfang geschenkt, aus reiner Gnade und aus reiner Liebe. Und dieser Anfang ist kein einmaliges Geschehen, das ist das Großartige an ihm. Es ist ein Prozess, ein ewiges und immer neues Wachsen und Reifen von Anfang zu Anfang. Kein geringerer als der dreifaltige Gott selbst ist dabei unser Anfang und unser Ziel, unsere Sehnsucht und unsere Erfüllung, unsere Zeit und unsere Ewigkeit. Sr. Philippa Rath

2 Worte von Bonhoeffer

Andacht zum 5.1.

Fest steht auch dein Thron, Herr, von Anfang an. Du bist von Ewigkeit her. Ps 93,2

Das neue Jahr
wird kein Jahr ohne Angst,
Schuld und Not sein.
Aber dass es in aller Angst,
Not und Schuld
ein Jahr mit Gott sei,
dass unserem Anfang mit Christus
eine Geschichte mit Christus folge,
die ja nicht ist als ein
tägliches Anfangen mit ihm,
darauf kommt es an.

1 Ein Jahr geht zu Ende

Andacht zum 4.1.

Liebt ihr mich. Joh 14,15

Ein Jahr ging zu Ende. Was erwartet uns im neuen Jahr? Häufig staunt man, wie kurz und flüchtig es im Grunde ist. Darum stellt sich einem nicht selten die Frage: Welchen Sinn können wir unseren Tagen geben? Welchen Sinn können wir im besonderen auch den von Mühe und Leid geprägten Tagen geben? Es gibt eine Antwort auf diese Frage: Sie steht im Antlitz eines Kindes geschrieben, das vor zweitausend Jahren in Bethlehem geboren wurde und heute der Lebende ist, der Christus der für immer vom Tod erstanden ist. Darum für dieses Jahr:

Alles aus Liebe zu Jesus.
Alles in der Liebe Jesus.
Alles hin zur Liebe Jesus.

Mein Vater,
ich überlasse mich Dir,
mach mit mir, was Dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst,
ich danke Dir.


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Ich hoffe, ich kann mit den Andachten hier und da euch einen guten Gedanken zum Wort Gottes mitgeben.