Johannes Evangelium
Hier geht's zu einer Vers-für-Vers Auslegung der einzelnen Kapitel des Evangelium des Johannes. Klicke einfach auf die Buttons:
| Joh 1, 1-18 | Der Prolog |
| Joh 1, 19-28 | Zeugnis Johannes des Täufers |
| Joh 1, 29-34 | Zeugnis über das Lamm Gottes |
| Joh 1, 35-51 | Die ersten Jünger Jesu |
| Joh 2, 1-12 | Die Hochzeit zu Kana |
| Joh 2, 13-25 | Die Tempelreinigung |
| Joh 3, 1-21 | Gespräch mit Nikodemus |
| Joh 3, 22-30 | Zeugnis Johannes des Täufers |
| Joh 3, 31-36 | Der vom Himmel Kommende |
| Joh 4, 1-42 | Jesus und die Samariterin |
| Joh 4, 43-54 | Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten |
| Joh 5, 1-18 | Heilung am Teich Betesda |
| Joh 5, 19-30 | Die Einheit von Vater und Sohn |
| Joh 5, 31-47 | Die Zeugnisse für Jesus |
| Joh 6, 1-15 | Die Brotvermehrung |
| Joh 6, 16-21 | Jesus geht auf dem Wasser |
| Joh 6, 22-35 | Jesus, das Brot des Lebens |
| Joh 6, 36-51 | Das Brot vom Himmel |
| Joh 6, 52-59 | Jesu Fleisch und Blut als Speise |
| Joh 6, 60-71 | Entscheidung für oder gegen Jesus |
| Joh 7, 1-9 | Die ungläubigen Brüder Jesus |
| Joh 7, 10-31 | Jesus lehrt öffentlich im Tempel |
| Joh 7, 32-53 | Versuch, Jesus zu verhaften |
| Joh 8, 1-11 | Jesus und die Ehebrecherin |
| Joh 8, 12-20 | Jesus, das Licht der Welt |
| Joh 8, 21-30 | Jesus und Sendung vom Vater |
| Joh 8, 31-47 | Die Wahrheit macht frei |
| Joh 8, 48-59 | Jesus und Abraham |
| Joh 9, 1-41 | Heilung des Blindgeborenen |
| Joh 10, 1-10 | Der gute Hirt und die Schafe |
| Joh 10, 11-18 | Der gute Hirt gibt sein Leben |
| Joh 10, 19-30 | Jesus und Einheit mit dem Vater |
| Joh 10, 31-42 | Ablehnung Jesu |
| Joh 11, 1-57 | Auferweckung des Lazarus |
| Joh 12, 1-11 | Salbung Jesu in Betanien |
| Joh 12, 12-19 | Einzug Jesu in Jerusalem |
| Joh 12, 20-36 | Jesu Verherrlichung durch Sterben |
| Joh 12, 37-50 | Unglaube und das Wort Jesu |
| Joh 13, 1-15 | Fußwaschung |
| Joh 13, 16-20 | Der Auftrag der Jünger |
| Joh 13, 21-30 | Der Verrat des Judas |
| Joh 13, 31-35 | Das neue Gebot der Liebe |
| Joh 13, 36-38 | Ankündigung der Verleugnung |
| Joh 14, 1-14 | Jesus, der Weg zum Vater |
| Joh 14, 15-31 | Verheißung des Heiligen Geistes |
| Joh 15, 1-8 | Weinstock und Reben |
| Joh 15, 9-17 | Bleibt in meiner Liebe |
| Joh 15, 18-27 | Der Hass der Welt |
| Joh 16,1-4 | Warnung vor Verfolgung |
| Joh 16, 5-15 | Wirken des Heiligen Geistes |
| Joh 16,16-24 | Das Wiedersehen |
| Joh 16, 25-33 | Überwindung der Welt und Frieden |
| Joh 17, 1-5 | Jesus betet zum Vater |
| Joh 17, 6-19 | Jesus betet für seine Jünger |
| Joh 17, 20-26 | Gebet für zukünftig Glaubende |
| Joh 18, 1-11 | Gefangennahme Jesu |
| Joh 18, 12-27 | Verhör und Verleugnung |
| Joh 18, 28-40 | Jesus vor Pilatus |
| Joh 19, 1-16 | Jesus wird verurteilt |
| Joh 19, 17-30 | Jesus stirbt am Kreuz |
| Joh 19, 31-37 | Seite Jesu wird geöffnet |
| Joh 19, 38-42 | Grablegung Jesu |
| Joh 20, 1-10 | Das leere Grab |
| Joh 20,11-18 | Jesus erscheint Maria Magdalena |
| Joh 20, 19-23 | Jesus erscheint den Jüngern |
| Joh 20, 24-31 | Jesus und Thomas |
| Joh 21, 1-14 | Erscheinung am See von Tiberias |
| Joh 21, 15-19 | Sendung des Petrus |
| Joh 21, 20-25 | Zeugnis des Lieblingsjüngers |
Zum Johannes Evangelium
Das Johannes Evangelium ist eines der vier kanonischen Evangelien des Neuen Testaments in der Bibel. Es wurde traditionell dem Apostel Johannes zugeschrieben und zeichnet sich durch seinen tiefgründigen und theologischen Charakter aus. Das Evangelium nach Johannes unterscheidet sich inhaltlich und stilistisch von den drei synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) und bietet eine einzigartige Perspektive auf das Leben und die Lehren Jesu Christi.
Inhaltliche Gliederung Joh-Ev
Einleitung (Johannes 1:1-18): Der Prolog des Johannes Evangelium betont die göttliche Natur Jesu Christi. Er beschreibt, dass Jesus das Wort Gottes ist, das Fleisch geworden ist, um unter den Menschen zu leben. Der Prolog betont auch die Rolle von Johannes dem Täufer als Zeuge für Jesus.
Das öffentliche Wirken Jesu (Johannes 1:19 - 12:50): Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die öffentlichen Lehren und Wunder Jesu. Er umfasst die Berufung der Jünger, das erste Wunder bei der Hochzeit von Kana, Jesu Predigten und Gleichnisse sowie die Heilung von Kranken. Es beinhaltet auch die Auseinandersetzungen Jesu mit den religiösen Führern seiner Zeit.
Das letzte Abendmahl und die Passion Jesu (Johannes 13 - 19): Hier wird die Geschichte des letzten Abendmahls erzählt, bei dem Jesus seinen Jüngern die Fußwaschung gibt und das Brot und den Wein als sein Leib und Blut bezeichnet. Es folgt die Verhaftung Jesu, sein Verhör und die Verurteilung zum Tod am Kreuz. Die Kreuzigung und der Tod Jesu sowie seine Grablegung werden ebenfalls beschrieben.
Die Auferstehung und Erscheinungen Jesu (Johannes 20-21): Dieser Abschnitt berichtet von der Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seiner Kreuzigung. Maria Magdalena entdeckt das leere Grab, und Jesus erscheint verschiedenen Personen, einschließlich seiner Jünger. Es wird auch die Geschichte von Thomas erzählt, der erst glaubt, als er die Wundmale Jesu sieht. Das Johannes-Evangelium endet mit einer Erscheinung Jesu am See von Tiberias und einem Dialog zwischen Jesus und Petrus.
Themen und Inhalte Joh-Ev
Jesus als das inkarnierte Wort Gottes: Im Evangelium nach Johannes wird Jesus Christus als das "Wort Gottes" eingeführt, das Fleisch geworden ist (Johannes 1,14). Diese Formulierung verweist auf die göttliche Natur und das ewige Wesen Jesu Christi. Das Evangelium betont die Identität Jesu als Sohn Gottes und seine Einzigartigkeit als der Messias, der gekommen ist, um das Heil zu bringen. Johannes stellt Jesus als denjenigen dar, der direkt von Gott gesandt wurde, um die Welt zu erlösen und die Beziehung zwischen Gott und den Menschen wiederherzustellen. Die Verwendung des Symbols des "Lichts" im Evangelium unterstreicht die göttliche Natur Jesu, der die Dunkelheit der Sünde und des Unglaubens erleuchtet.
Glaube und ewiges Leben: Ein zentrales Thema im Evangelium nach Johannes ist der Ruf zum Glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes. Johannes betont die Bedeutung des Glaubens als Mittel zur Erlangung des ewigen Lebens. Jesus sagt: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16). Der Glaube wird als eine persönliche Entscheidung dargestellt, die mit einem tiefen Vertrauen in Jesus als den Erlöser verbunden ist. Durch den Glauben an Jesus und die Annahme seines Opfers am Kreuz können die Gläubigen Vergebung ihrer Sünden und das Versprechen des ewigen Lebens erlangen.
Gemeinschaft mit Gott und Liebe: Das Evangelium nach Johannes betont die Notwendigkeit einer engen Beziehung zu Gott und unterstreicht die Liebe als zentrales Merkmal des christlichen Glaubens. Jesus sagt: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun" (Johannes 15,5). Diese Analogie verdeutlicht, dass die Gläubigen in einer lebendigen und dauerhaften Verbindung mit Jesus sein müssen, um geistlich fruchtbar zu sein. Die Liebe wird als das höchste Gebot dargestellt, das Gott und den Nächsten einschließt. Jesus lehrt seine Jünger, einander zu lieben und sich gegenseitig zu dienen. Die wahre Gemeinschaft mit Gott wird durch diese bedingungslose Liebe gekennzeichnet.
Zusammenfassend betont das Evangelium nach Johannes die göttliche Natur Jesu Christi, die Bedeutung des Glaubens an ihn als den Erlöser und die Notwendigkeit einer engen Beziehung zu ihm.
Worte von G. de Koning
Das Johannesevangelium hat einen besonderen Charakter. Jeder, der es aufmerksam liest, wird das feststellen, selbst wenn man nicht immer deutlich versteht, warum das so ist. Es beeindruckt nicht nur den Geist, sondern zieht in einzigartiger Weise das Herz an: Dieses Evangelium stellt die Person des Sohnes Gottes als den vor, der sich so erniedrigt hat, dass Er sagen konnte: „Gib mir zu trinken“ (Joh 4,7).
Johannes zeigt Jesus als eine göttliche Person vor, Gott, offenbart in der Welt. Diese göttliche Person ist das ewige Leben. In Ihm ist dieses Leben zu sehen. Aber es ist deutlich, dass die Welt und die Seinen (gemeint ist Israel) von Anfang an keine Verbindung damit haben. Es geht in diesem Evangelium nicht um die Bedürfnisse des Sünders, sondern um das Verlangen des Herzens Gottes, des Vaters, Kinder bei sich im Vaterhaus zu haben. Und diesen Segen des Vaterhauses möchte Er jetzt schon mit seinen Kindern teilen.
Hier geht's zu einer Auslegung von G. de Koning zum Johannes-Evangelium
