2 Kön 3. Kap.: Andacht, Auslegung und Kommentar
Andacht, Auslegung, Predigt und Kommentar zur Bibel zum Buch 2 Könige 2 Kön 3. Kap.
Andacht zu 2 Kön 3. Kap.
In 2. Könige 3 bricht ein Krieg aus: Moab rebelliert gegen Israel. Der israelitische König Joram schließt ein Bündnis mit Juda und Edom, um den Aufstand niederzuschlagen. Doch der Feldzug gerät mitten in der Wüste zu einer lebensbedrohlichen Katastrophe, die erst durch Gottes Eingreifen gewendet wird.
- Die Krise in der Wüste: Nach einem siebentägigen Marsch geht dem dreifachen Heer und den Tieren das Wasser aus. In dieser absoluten Sackgasse unterscheidet sich die Reaktion der Könige: Während Joram verzweifelt, sucht Joschafat von Juda nach einem Propheten Gottes.
- Der Rat des Elisa: Der Prophet Elisa wird gerufen. Er fordert die Könige zu einer ungewöhnlichen Glaubenstat auf: Sie sollen im trockenen Tal Gräben ausheben. Gott verspricht Wasser, ohne dass Wind oder Regen sichtbar sein werden.
- Das Wunder und der Sieg: Am nächsten Morgen strömt Wasser aus Richtung Edom herbei und füllt die Gräben. Für die Moabiter sieht das im Morgenlicht rot schimmernde Wasser wie Blut aus – sie vermuten einen internen Kampf der Alliierten, stürmen unvorsichtig herbei und laufen direkt in ihre Niederlage.
Fazit: 2. Könige 3 zeigt uns, wie wichtig es ist, Gott nicht erst als Notnagel zu suchen, sondern Pläne von Anfang an mit ihm zu gestalten. Das Kapitel ermutigt uns, auch in „trockenen Zeiten“ im Glauben aktiv zu werden (Gräben auszuheben), weil Gott Wege zur Rettung hat, die wir uns nicht vorstellen können.
2 Kön 3, 1-27 Joram von Israel
2 Kön 3:1: Und Joram, der Sohn Ahabs, ward König über Israel zu Samaria, im achtzehnten Jahre Josaphats, des Königs von Juda, und regierte zwölf Jahre lang.
Zum Abschnitt 2 Kön 3,1-27
In 2. Könige 3,1-27 wird der Krieg zwischen Israel, Juda und Edom gegen Moab geschildert. Joram, der König von Israel, verbündet sich mit Joschafat von Juda und dem König von Edom, um Moab für seine Rebellion gegen Israel zu bestrafen.
Auf ihrem Zug durch die Wüste mangelt es ihnen an Wasser, sodass sie den Propheten Elisa um Rat fragen. Elisa verheißt Wasser und den Sieg über Moab durch Gottes Eingreifen.
Die Moabiter werden besiegt, doch als ihr König Mescha seinen erstgeborenen Sohn als Opfer darbringt, entsteht großer Schrecken, und die Israeliten ziehen sich zurück.
Dies zeigt, dass menschliche Siege durch göttliches Eingreifen möglich sind, aber auch, dass extreme Handlungen den Ausgang von Konflikten beeinflussen können.
Frage: Wie kann ich in meinem Leben auf Gottes Führung vertrauen, auch wenn die Umstände aussichtslos erscheinen?
Parallelstellen zum Vers 3,1: 1,17; 2Chr 22,5
2 Kön 3:2: Und er tat, was dem HERRN übel gefiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter; denn er beseitigte die Säule Baals, welche sein Vater gemacht hatte.
Parallelstellen zum Vers 3,2: 1Kön 16,31–33; Gedenk. 10,26
2 Kön 3:3: Aber er hielt fest an den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, und ließ nicht davon.
Parallelstellen zum Vers 3,3: 1Kön 12,28–32; 14,16
2 Kön 3:4: Mesa aber, der König der Moabiter, hatte viel Vieh und zinsete dem König von Israel hunderttausend Lämmer und hunderttausend Widder samt der Wolle.
Parallelstellen zum Vers 3,4: Tribut 2Sam 8,2
2 Kön 3:5: Als aber Ahab tot war, fiel der König der Moabiter von dem König von Israel ab.
Parallelstellen zum Vers 3,5: 1,1
2 Kön 3:6: Zu jener Zeit zog der König Joram von Samaria aus und musterte ganz Israel;
2 Kön 3:7: und er sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: Der König der Moabiter ist von mir abgefallen! Willst du mit mir kommen, wider die Moabiter zu streiten? Er sprach: Ich will hinaufkommen! Ich bin wie du, mein Volk ist wie dein Volk, und meine Pferde wie deine Pferde!
Parallelstellen zum Vers 3,7: 1Kön 22,4
2 Kön 3:8: Und er sprach: Auf welchem Wege wollen wir hinaufziehen? Er sprach: Auf dem Wege durch die Wüste Edom!
2 Kön 3:9: Da zogen aus der König von Israel, der König von Juda und der König von Edom. Als sie aber einen Weg von sieben Tagen zurückgelegt hatten, hatte das Heer und das Vieh, das ihnen folgte, kein Wasser mehr.
Parallelstellen zum Vers 3,9: Edom 1Kön 22,48
2 Kön 3:10: Da sprach der König von Israel: Wehe! der HERR hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben!
Parallelstellen zum Vers 3,10: 6,33
2 Kön 3:11: Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des HERRN hier, daß wir durch ihn den HERRN um Rat fragen könnten? Da antwortete einer von den Knechten des Königs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der dem Elia Wasser auf die Hände goß!
Parallelstellen zum Vers 3,11: 1Kön 22,7; goss 1Kön 19,21
2 Kön 3:12: Josaphat sprach: Das Wort des HERRN ist bei ihm! Also zogen der König von Israel und Josaphat und der König von Edom zu ihm hinab.
2 Kön 3:13: Elisa aber sprach zum König von Israel: Was habe ich mit dir zu schaffen? Gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der König von Israel sprach zu ihm: Nein! Hat der HERR nicht diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben?
Parallelstellen zum Vers 3,13: Was Ps 15,4; Hes 14,3; Geh Ri 10,14; 1Kön 18,18; Jer 2,28
2 Kön 3:14: Elisa sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf Josaphat, den König von Juda, Rücksicht nähme, ich wollte dich nicht ansehen noch beachten!
Parallelstellen zum Vers 3,14: Joschaf. 2Chr 17,3–6; So wahr 2,2.4; 5,16; 1Kön 17,1; 18,15
2 Kön 3:15: So bringt mir nun einen Saitenspieler! Und als der Saitenspieler die Saiten schlug, kam die Hand des HERRN über ihn.
Parallelstellen zum Vers 3,15: Saitens. 1Sam 10,5; 16,16.23; Hand 1Kön 18,46
2 Kön 3:16: Und er sprach: So spricht der HERR: Machet im Tale Grube an Grube!
2 Kön 3:17: Denn also spricht der HERR: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll dieses Tal voll Wasser werden, so daß ihr zu trinken habt,
2 Kön 3:18: auch euer kleines und großes Vieh. Und zwar ist das ein Geringes vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hand geben,
Parallelstellen zum Vers 3,18: 1Kön 20,13.28
2 Kön 3:19: so daß ihr alle festen Städte und alle auserlesenen Städte schlagen werdet; und ihr werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserbrunnen verstopfen und alle guten Äcker mit Steinen verderben.
Parallelstellen zum Vers 3,19: Dtn 20,19.20
2 Kön 3:20: Am Morgen nun, zur Zeit des Speisopfers, siehe, da kam ein Gewässer den Weg von Edom her, und das Land wurde voll Wasser.
Parallelstellen zum Vers 3,20: Speiso. Ex 29,39; 1Kön 18,36
2 Kön 3:21: Als aber ganz Moab hörte, daß die Könige heraufzogen, wider sie zu streiten, wurden alle, die das Schwert umgürten konnten, aufgeboten; und sie besetzten die Grenze.
2 Kön 3:22: Und als sie sich am Morgen früh aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, erschien den Moabitern das Wasser drüben rot wie Blut.
2 Kön 3:23: Und sie sprachen: Es ist Blut! Die Könige haben sich gewiß mit dem Schwerte bekämpft, und einer wird den andern erschlagen haben! Und nun, Moab, mache dich auf zur Plünderung!
Parallelstellen zum Vers 3,23: 6,18–20; 7,6
2 Kön 3:24: Als sie aber zum Lager Israels kamen, machten sich die Israeliten auf und schlugen die Moabiter, daß sie vor ihnen flohen.
2 Kön 3:25: Jene aber drangen ins Land ein und schlugen Moab und rissen die Städte nieder und warfen ein jeder seinen Stein auf alle guten Äcker, bis sie voll waren, und verstopften alle Wasserbrunnen und fällten alle guten Bäume, bis in Kir-Hareset nur noch dessen Steinmauern übrigblieben. Und die Schleuderer umzingelten und beschossen es.
Parallelstellen zum Vers 3,25: rissen 3,19; Kir-Heres Jes 16,7.11; Jer 48,31.36
2 Kön 3:26: Als aber der König der Moabiter sah, daß ihm der Streit zu stark ward, nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom durchzubrechen; aber sie konnten nicht.
Parallelstellen zum Vers 3,26: Am 2,1
2 Kön 3:27: Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König werden sollte, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Und es entstand großer Unwille wider Israel, so daß sie von ihm abzogen und wieder in ihr Land zurückkehrten.
Parallelstellen zum Vers 3,27: Dtn 12,31; Mi 6,7
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