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Neues Jahr

Neujahres-Impulse: Andachten zum neuen Jahr

Christliche Auslegung, Kommentar und Andacht zum Thema Neues Jahr

Hier geht’s zur Themensammlung

1. Ein neues Jahr

Liebt ihr mich. Joh 14,15

Ein Jahr ging zu Ende. Was erwartet uns im neuen Jahr? Häufig staunt man, wie kurz und flüchtig es im Grunde ist. Darum stellt sich einem nicht selten die Frage: Welchen Sinn können wir unseren Tagen geben? Welchen Sinn können wir im besonderen auch den von Mühe und Leid geprägten Tagen geben? Es gibt eine Antwort auf diese Frage: Sie steht im Antlitz eines Kindes geschrieben, das vor zweitausend Jahren in Bethlehem geboren wurde und heute der Lebende ist, der Christus der für immer vom Tod erstanden ist. Darum für dieses Jahr:

Alles aus Liebe zu Jesus.
Alles in der Liebe Jesus.
Alles hin zur Liebe Jesus.

2. Worte von Bonhoeffer

Fest steht auch dein Thron, Herr, von Anfang an. Du bist von Ewigkeit her. Ps 93,2

Das neue Jahr
wird kein Jahr ohne Angst,
Schuld und Not sein.
Aber dass es in aller Angst,
Not und Schuld
ein Jahr mit Gott sei,
dass unserem Anfang mit Christus
eine Geschichte mit Christus folge,
die ja nicht ist als ein
tägliches Anfangen mit ihm,
darauf kommt es an.

Dietrich Bonhoeffer

3. Zum Anfangen

Seit meiner Geburt hast du mich gehalten, ‭ von Anfang an hast du für mich gesorgt. Deshalb lobe ich dich allezeit! Ps 71,6

Unseren Anfang setzen wir uns nicht selbst. Wir wurden angefangen, hineingeboren in eine Welt, die schon war. Gott selbst hat uns ins Dasein gerufen, hat uns unseren Anfang geschenkt, aus reiner Gnade und aus reiner Liebe. Und dieser Anfang ist kein einmaliges Geschehen, das ist das Großartige an ihm. Es ist ein Prozess, ein ewiges und immer neues Wachsen und Reifen von Anfang zu Anfang. Kein geringerer als der dreifaltige Gott selbst ist dabei unser Anfang und unser Ziel, unsere Sehnsucht und unsere Erfüllung, unsere Zeit und unsere Ewigkeit. Sr. Philippa Rath

Der neue Tag ist wie ein unberührtes Schneefeld, das noch keiner betreten hat. Manche Menschen stolpern in den neuen Tag einfach so hinein. Sie verpassen die Chance des neuen Anfangs, zu dem uns jeder Morgen einlädt. Wer den Tag bewusst beginnt, dem wächst jeden Morgen neue Kraft zu.

4. Menschen des Anfangs

Er ist der Anfang. Kol 1,18

Anfangen wird zum Leitfaden für ein christliches Leben. Christliches Leben aber ist ganz und gar österliches Leben. Ohne Ostern, ohne den Glauben an die Auferstehung, wäre unser Leben sinnlos. Nur, wenn wir österliche Menschen werden, so werden wir auch wirklich Menschen des Anfangs. Karl Rahner sagt: Ostern ist der Anfang der Vollendung. Ostern proklamiert einen Anfang, der schon über die fernste Zukunft entschieden hat. Auferstehung sagt: der Anfang der Herrlichkeit hat schon begonnen. Und was so begonnen hat, das ist daran, sich zu vollenden.

Also: Anfangen wird zum Leitfaden für ein christliches Leben. Seien wir auch heute Menschen des Anfangs.

5. Was werden wir tun im neuen Jahr

Sammelt euch Schätze im Himmel. Mt 6,20

Noch ist das Neue Jahr wie ein Buch mit vielen leeren Seiten vor uns. Was wird am Ende drin stehen? Noch liegt das Neue Jahr wie ein leerer Krug vor uns. Womit werden wir ihn füllen? Wird dieser Krug am Jahresende mit Nichtigkeiten, mit allerhand Krust und Plunder gefüllt sein? Mit Streben nach Geld, Besitz, Macht, Karriere, Genuss? Sammelt euch Schätze im Himmel. Eine große Möglichkeit liegt mit diesem neuen Jahr wieder vor uns: Dass wir nämlich den Krug unseres Lebens auffüllen mit jenen Schätzen, die im Angesicht Gottes nicht wie Stroh verbrennen, sondern Bestand haben. Jeder Tag ist ein Anruf Gottes an uns, ein Anruf der Liebe! Ein Anruf auch, Zeit zu haben und sich Zeit zu nehmen, um Liebe zu üben und da zu sein für die Menschen, die mich brauchen. Am Schluss unseres Lebens werden wir einmal nach der Liebe gefragt. Allein die Liebe zählt. Pius Kirchgessner

6. Unter Gottes Segen

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir. Numeri 6,24–26

Wir sind in ein neues Jahr eingetreten. Eine neue Etappe hat begonnen, in der wir lieben, dienen und unseren Weg in Jesus Gegenwart gehen wollen. Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr, alles mehr und mehr um seine Person drehen wird. Jesus erfüllt unsere Tage und das gesamte Dasein des Christen. In diesen ersten Tagen nutzen wir die Gelegenheit, unsere Hoffnungen und Erwartungen für das kommende Jahr seiner göttlichen Vorsehung anzuvertrauen. Mögen wir das neue Jahr nicht von Sorgen und Zweifeln bedrängt, sondern mit Zuversicht und Offenheit für das Neue beginnen können. Mögen wir uns dabei getragen wissen von der Zuwendung Gottes, der uns in unserer Unsicherheit wie in unseren Glücksmomenten beisteht.

7. Aufbruch ins Neue Jahr

Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Jes 43,19

Es ist schön, so auf beginnende Jahr zu blicken: als einen offenen Weg, den es zu entdecken gilt, auf den wir uns dank der Gnade begeben können, als Menschen, denen vergeben wurde und die Vergebung schenken, voller Vertrauen in die Nähe und die Güte des Herrn, der uns stets begleitet. Wenn wir nun zu Beginn des Jahres auf die neuen und einzigartigen Tage zugehen, die vor uns liegen, bitten wir den Herrn, dass wir jederzeit um uns herum und über uns die Geborgenheit seiner väterlichen Umarmung und das Licht seines segnenden Blickes spüren dürfen, damit wir immer besser verstehen und uns stets bewusst sind, wer wir sind und zu welchem wunderbaren Ziel wir unterwegs sind.

Guter Gott, wir haben ein neues Jahr begonnen. Es ist noch unbefleckt, unverbraucht. Es liegt als etwas Neues vor uns. Im Neuen ist immer auch die Verheißung, dass alles in uns erneuert wird, dass es besser wird. Schenke mir Achtsamkeit, damit ich das Neue, das du mir anbietest, mit einem neuen Herzen aufnehme, damit Neues in mir wachsen kann. Anselm Grün