
Epheserbrief Eph 6. Kap.: Andacht, Auslegung und Kommentar zur Bibel
Inhalt
Andacht, Auslegung, Predigt und Kommentar zur Bibel zum Epheser Brief Eph 6. Kap.
Andacht zum Epheser Brief Eph 6. Kap.
Der Epheser Brief Kapitel 6 betont die Bedeutung geistiger Waffen im Kampf gegen das Böse. Der Text fordert uns auf, in der Rüstung Gottes zu stehen, welche aus Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden, Glauben, Heil und dem Wort Gottes besteht. Paulus erinnert uns daran, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist, sondern gegen böse Mächte und Kräfte der Dunkelheit.
Durch das Tragen der Rüstung Gottes sind wir in der Lage, uns gegen Angriffe des Bösen zu verteidigen und unseren Glauben zu bewahren. Der Text fordert uns auf, stets in Gebet und Bitte wachsam zu sein und füreinander zu beten. Darüber hinaus ermutigt uns der Brief, unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen auf der Grundlage von Liebe, Vergebung und Respekt zu gestalten.
Eph 6,1-4: Kinder und Eltern
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Epheser Brief Eph 6,1-4
Eph 6,1: Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid. Das ist nur recht und billig.
Andacht für dein Leben
- Achte deine Eltern: Höre auf ihre Ratschläge, respektiere ihre Entscheidungen und zeige Dankbarkeit für ihre Fürsorge, auch wenn ihr nicht immer einer Meinung seid.
- Sei gehorsam mit Liebe: Folge ihren Anweisungen, solange sie im Einklang mit Gottes Willen stehen, und tue es mit einem Herzen, das von Respekt und Vertrauen geprägt ist.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,1: Spr 6,20; 23,22; Kol 3,20
Weil ihr mit dem Herrn verbunden seid
Der Zusatz „im Herrn“ bzw. „weil ihr mit dem Herrn verbunden seid“ zeigt, dass dieser Gehorsam nicht blind oder willkürlich sein soll, sondern im Einklang mit Gottes Willen steht. Kinder werden aufgefordert, ihre Eltern zu ehren und ihnen zu vertrauen, was zugleich die göttliche Ordnung in der Familie stärkt. Dieser Gehorsam ist ein Ausdruck von Respekt, Liebe und Verantwortung innerhalb der Familie. Paulus sieht darin nicht nur eine soziale Norm, sondern eine geistliche Tugend, die den Frieden im Haus fördert und Gottes Segen mit sich bringt. Es ist also ein Aufruf zur gelebten Liebe in der Familie.
Frage: Wo erfahre ich in meiner Familie oder Gemeinschaft den Ruf zu einer Liebe, die über Pflicht hinausgeht und Gottes Gegenwart spürbar macht?
Eph 6,2: Ehre deinen Vater und deine Mutter – so lautet das erste Gebot, dem eine Zusage folgt,
Eph 6,3: damit es dir gut geht und du ein langes Leben auf der Erde hast.
Ehre deine Eltern
Dieser Vers betont die Bedeutung der Ehrung von Eltern im christlichen Glauben. Es geht nicht nur um äußeren Respekt, sondern auch um eine innere Haltung der Anerkennung und Liebe. Die Verheißung deutet darauf hin, dass ein Leben in Ehrfurcht vor den Eltern Segnungen mit sich bringt. Paulus erinnert daran, dass dies nicht nur moralisch, sondern auch spirituell von großer Bedeutung ist. Die Ehrung der Eltern ist ein grundlegender Baustein für ein gelungenes und erfülltes Leben im Glauben.
Frage: Wie spiegelt sich deine Haltung gegenüber deinen Eltern in deinem geistlichen Leben wider?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,3: Ex 20,12; Dtn 4,40
Eph 6,4: Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, sondern erzieht sie nach den Maßstäben und Ermahnungen des Herrn.
Andacht für dein Leben
- Ermutige deine Kinder, indem du sie nicht durch übermäßige Strenge oder Kritik entmutigst, sondern ihre Stärken siehst und förderst.
- Führe sie mit Geduld und Liebe im Glauben, indem du ihnen Werte vorlebst und sie sanft auf Gottes Wege hinweist.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,4: Kol 3,21; Spr 22,6; Herrn Spr 3,11; 6,23
Reizt eure Kinder nicht
Eltern haben sicherlich die Möglichkeit dazu, ihre Kinder zum Zorn zu provozieren, durch eine unfreundliche, überkritische Haltung, die das Kind quält, anstatt es zu erziehen. Aber christliche Eltern sollten niemals so sein. Das Evangelium brachte ein neues Element in die elterliche Verantwortung, indem es darauf bestand, dass die Gefühle des Kindes berücksichtigt werden müssen. In einer Gesellschaft, in der die Autorität des Vaters absolut war, stellte dies ein revolutionäres Konzept dar.
Frage: Wie gehe ich selbst mit der mir anvertrauten Verantwortung um – diene ich in Liebe oder herrsche ich mit Anspruch?
Andacht zu Epheser 6,4
Wie oft meinen wir Erwachsenen, genau zu wissen, was das Beste für unsere Kinder ist. Doch Paulus mahnt uns: Reizt sie nicht. Nicht durch ständiges Kritisieren, hohe Erwartungen oder das Vergleichen mit anderen.
Kinder brauchen kein perfektes Gegenüber, sondern ein liebevolles. Sie brauchen Väter und Mütter, die ihnen mit Geduld begegnen, die zuhören und ermutigen.
Dieser Vers erinnert uns daran, dass Beziehung wichtiger ist als Recht haben. Unsere Kinder lernen Gott nicht nur durch Worte kennen, sondern durch unser Verhalten. Wenn wir in Liebe erziehen, wachsen sie in Sicherheit und Vertrauen.
Lasst uns heute bewusst barmherzig mit unseren Kindern sprechen – wie Gott mit uns.
Frage: Wo spüre ich heute die Einladung, weniger zu fordern – und mehr zu lieben?
Eph 6,5-9: Sklaven und Herren
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Epheser Brief Eph 6,5-9
Eph 6,5: Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit aller Ehrerbietung und Gewissenhaftigkeit. Dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, als würdet ihr Christus dienen.
Hinweis an die Sklaven
Das Evangelium begann sofort, es zu untergraben, mit seinen mächtigen Prinzipien der Gleichheit aller Seelen im Geheimnis und der Würde der Menschheit und des gleichen Werks der erlösenden Liebe, das der höchste Meister für alle Seelen gewirkt hat. Aber sein Plan war – nicht zu zerschlagen, sondern zu untergraben … Während das Evangelium die Sklaverei in einer Hinsicht in Ruhe ließ, verurteilte es sie in einer anderen.
Frage: In welchen Bereichen meines Lebens wirke ich untergründig für Freiheit, Gleichheit und Liebe – und wie könnte ich mich dem göttlichen Plan darin bewusster anschließen?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,5: 1Petr 2,18; Tit 2,9.10; 1Tim 6,1
Eph 6,6: Tut es nicht, um gesehen zu werden und euch bei ihnen einzuschmeicheln. Betrachtet euch vielmehr als Sklaven des Christus, die Gottes Willen von Herzen gern tun.
Andacht für dein Leben
- Arbeite ehrlich und mit Herz: Tue, was du tust, nicht nur, wenn jemand zusieht, sondern weil du weißt, dass es richtig ist und vor Gott zählt.
- Diene mit Hingabe: Richte dein Handeln nicht auf Menschen aus, sondern auf Gott. So wird deine Arbeit sinnvoll und erfüllt.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,6: Kol 3,22
Sklaven des Christus
Gnade macht uns zu Dienern Gottes, während wir immer noch Diener der Menschen sind: Sie befähigt uns, die Geschäfte des Himmels zu erledigen, während wir uns um die Geschäfte der Erde kümmern: Sie heiligt die gemeinsamen Pflichten des Lebens, indem sie uns zeigt, wie wir sie zu erfüllen haben im Licht des Himmels. Spurgeon
Frage: Wie könnte dein Alltag aussehen, wenn du ihn bewusster im Licht des Himmels gestalten würdest?
Gottes Willen tun
So viele Gedanken schwirren oft in unserem Kopf. Was könnte passieren? Was denken die anderen von mir? Was kommt noch alles auf mich zu? All diese Gedanken sind oft zu nichts nütze und ziehen uns darüber hinaus weg von dem, was jetzt da ist, was jetzt gelebt werden will. Der wichtigste Gedanke ist, zu wissen, dass nur der gegenwärtige Augenblick uns gehört. Wir leben voll und ganz den gegenwärtigen Augenblick, wenn wir den Willen Gottes tun und zwar in dem konkret vor mir liegenden Augenblick, der allein uns mit Gott verbindet.
Frage: Was hindert mich daran, den gegenwärtigen Moment als Ort der Gottesbegegnung zu erkennen?
Eph 6,7: Arbeitet mit Freude als Christen, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn.
Eph 6,7: Dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen.
Eph 6,7: Seid euren Herren wohlgesonnen, und dient ihnen in der Überzeugung, dass ihr es für den Herrn und nicht für Menschen tut.
Andacht für dein Leben
- Arbeite mit Hingabe, als würdest du für Gott arbeiten, nicht nur für Menschen. Erinnere dich daran, in deinem Alltag mit Liebe und Eifer zu handeln, sei es im Job oder in deiner Familie.
- Diene ohne Hintergedanken, denn dein Tun hat vor Gott einen höheren Wert. Sei dir bewusst, dass ehrlicher Einsatz immer Segen bringt, auch wenn er von Menschen unbemerkt bleibt.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,7: Kol 3,23
Arbeiten für den Herrn
Dienst du in deiner Arbeit Gott, so erfüllt dich das mit Freude, die ein Schutzwall ist, wenn du mal wieder zum Meckern und Jammern neigst. Deine Arbeit verliert den Charakter der Sklaverei, wenn du dich entschließt, sie trotz aller Schwierigkeiten zu lieben.
Meine Schüler würden sofort merken, wenn ich lustlos zur Arbeit käme. Begeistern kann nur der, der selbst begeistert ist oder um es mit Aristoteles zu sagen: „Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.“
Also: auch wenn bei dir an der Arbeit einiges im Argen liegt, versuche jene Dinge ins Bewusstsein zu rücken, die dir Freude bereiten. Und denke daran: Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. (1. Petrus 5:10)
Frage: Wem dienst du wirklich in deiner Arbeit – und wie verändert dieser Blick deine Haltung und dein Herz?
Eph 6,8: Ihr wisst doch, dass jeder, der Gutes tut, vom Herrn dafür belohnt wird, egal ob er Sklave ist oder ein freier Mensch.
Vom Herrn dafür belohnt
In Epheser 6,8 spricht Paulus darüber, dass Gott die Werke jedes Einzelnen anerkennt, unabhängig von ihrer äußeren Bedeutung. Diese Verse ermutigen uns, in allem, was wir tun, aufrichtig und mit Hingabe zu handeln, als ob wir es für den Herrn selbst tun würden. Unsere Motivation sollte darin liegen, Gottes Anerkennung zu erhalten, nicht nur menschliche Zustimmung. Das Konzept der göttlichen Gerechtigkeit und Belohnung ist hier zentral. Es erinnert uns daran, dass unser Handeln Auswirkungen auf die geistliche Realität hat und dass unser Dienst für Gott nicht unbeachtet bleibt. Es ist eine Aufforderung, mit Integrität und einem tiefen Bewusstsein für Gottes Gegenwart zu leben.
Frage: Wo in deinem Alltag könntest du bewusster aus einer Haltung der Hingabe und Gottesnähe heraus handeln?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,8: 2Kor 5,10; Kol 3,24
Eph 6,9: Und ihr Herren, behandelt eure Sklaven im gleichen Sinn. Lasst das Drohen sein! Denkt daran, dass ihr im Himmel einen gemeinsamen Herrn habt, vor dem alle Menschen gleich sind.
Andacht für dein Leben
- Behandle andere gerecht: Sei fair und respektvoll zu Menschen, die unter deiner Verantwortung stehen, egal ob in Familie, Beruf oder Freundeskreis. Vermeide Härte oder Überheblichkeit.
- Denke an Gottes Maßstab: Lebe bewusst, dass du auch unter Gottes Führung stehst. Lass dich davon leiten, wie du mit anderen umgehst, denn vor Gott seid ihr alle gleichgestellt.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,9: Lev 25,43; 25,53; Kol 4,1; Ansehen Apg 10,34
Einen gemeinsamen Herrn habt
Die Aussage relativiert soziale Hierarchien, indem sie alle Menschen vor Gott gleichstellt. In Christus gibt es keine höhere Stellung durch Macht oder Besitz. Die Verantwortung der Herrschenden besteht darin, mit Respekt, Fairness und Demut zu führen. Paulus fordert somit eine Ethik der gegenseitigen Achtung im christlichen Miteinander. Der Vers erinnert daran, dass weltliche Autorität immer der göttlichen untergeordnet ist und mit Liebe und Gerechtigkeit ausgeübt werden soll – ein Aufruf zu einem respektvollen Umgang auf Augenhöhe.
Frage: Wo in deinem Leben bist du eingeladen, deine Stellung im Geist der Demut und Liebe zu leben?
Eph 6,10-13: Die geistliche Waffenrüstung
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Epheser Brief Eph 6,10-13
Eph 6,10: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid!
Eph 6,10: Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.
Eph 6,10: Und schließlich: Lasst euch stark machen durch den Herrn, durch seine gewaltige Kraft!
Andacht für dein Leben
- Stärke dich in Gott, indem du täglich im Gebet Kraft schöpfst, um Herausforderungen mit innerer Ruhe zu begegnen.
- Zieh die Waffenrüstung Gottes an, indem du an deinen Glauben festhältst, Gutes tust und dich von Gottes Wahrheit leiten lässt, um Versuchungen und Zweifel standzuhalten.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,10: 3,16; 1Kor 16,13
Lasst euch stark machen
Stark im Herrn
Es ist nicht „Ich tue alles und Gott tut nichts“. Es ist nicht „Ich tue nichts und Gott tut alles“. Es ist nicht „Ich tue alles, was ich kann, und Gott hilft mit dem, was ich nicht kann.“
Jeder dieser Ansätze greift zu kurz. Der Schlüssel ist für mich, mich im Glauben auf seine Macht zu verlassen – und mich immer mehr darauf zu verlassen – und dann die Arbeit zu tun.
Frage: Wie kann ich lernen, meine eigene Kraft loszulassen und gleichzeitig aktiv auf Gottes Stärke zu vertrauen?
Sei stark im Herrn
Es gilt die Mahnung, sei nicht stark in dir selber, bau nicht auf deine eigene Stärke oder Tüchtigkeit.
Damit wirst du bald Schiffbruch erleiden.
Denn machtlos sind wir Menschen diesen Geistwesen der Finsternis ausgeliefert. Der Christ kämpft gegen unsichtbare Feinde, gegen die Weltherrscher der Finsternis.
Als Christ gehören wir aber dem Reich des Lichtes an (Eph 5,8). Doch Licht und Finsternis dulden sich nicht nebeneinander. Sie müssen sich bekämpfen bis aufs letzte.
So muss auch der Gläubige in seinem Heiligungsleben kämpfen, will er sich nicht selber als Glaubender, als „Kind des Lichts“, aufgeben.
Wer in dem Herrn stark sein will, der muss in sich selber aber erst schwach geworden sein. Denn Gott ist in den Schwachen mächtig.
Frage: Wo spürst du in deinem Leben die Herausforderung, deine eigene Stärke loszulassen und dich der Kraft Gottes in deiner Schwäche anzuvertrauen?
Werdet stark: das ist ein Befehl an uns
Wir werden aufgefordert, stark zu werden. Wir müssen uns bewusst entscheiden, stark werden zu wollen. Leider gibt es heute viele, die glauben, dass wir einfach alles Gott übergeben und dann abwarten können, wie er für uns kämpft und unsere Probleme löst.
Es gibt Momente, in denen er dies aus Liebe tatsächlich tut. Doch es ist wichtig zu betonen, dass dies Ausnahmen sind. Im Normalfall liegt es an uns, die Entscheidung zu treffen, stark zu sein und aktiv zu handeln.
Doch dies ist nicht das letzte Wort. Wenn wir uns entscheiden, stark zu sein, dann ist es Gott, der uns mit seiner Kraft erfüllt und stärkt. „Werdet stark im Herrn“ lautet der Auftrag. Er hat für uns vorgesorgt und seine Stärke fließt überall dort hinein, wo wir für ihn tätig sind.
Jonas Erne
Frage: Wie kannst du im Alltag deine Entscheidung für Stärke mit Gottes Kraft verbinden und was bedeutet das für deinen persönlichen Weg?
Der Herr gibt Kraft
Du bist äußeren Stress-Umständen nie restlos ausgeliefert, sondern kannst deine Widerstandskraft stärken. Klar, Stress kann auftreten, wenn es nicht so läuft, wie du es dir wünschst.
Aber nicht immer dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft, muss Stress unbedingt auftreten.
Darin liegt unsere Eigenverantwortung. Wenn wir unsere Widerstandskraft stärken und mit uns selbst sowie mit anderen in echten Kontakt treten, verändert sich unser Umgang mit Stress.
Genau hierin liegt unsere Kraft und unsere Chance.
Neben vielen anderen Faktoren wird unsere Kraft vor allem durch die Beziehung zu Jesus gestärkt.
Hören wir auf ihn, wenn er uns ruft.
Frage: Wie kannst du in deinem Alltag deine Widerstandskraft stärken und zugleich die leise Stimme spüren, die dich zur inneren Ruhe und Verbindung einlädt?
In Gott verankert
In Gott selbst ist die Seele des Gläubigen verankert. Diesen Anker kann niemand ausreißen. Damit wird Gott zur Stärke.
Alle Stärke, die ich habe, gehört dir. Darum suche ich Hilfe bei dir, der sie gewähren kann. Alle meine Stärke ruht in dir.
Darum überlasse ich alles ganz deinen Händen. Ich kann mit innerem Frieden darüber hinwegkommen, dass die Menschen mein Tun missdeuten und entstellen, wenn nur mein Gewissen mir bezeugt, dass du auf meiner Seite bist.
Frage: Wie spürst du die innere Verankerung in dir, die dir Kraft und Frieden schenkt, auch wenn andere dich nicht verstehen?
Eph 6,11: Zieht die volle Rüstung Gottes an, damit ihr den heimtückischen Anschlägen des Teufels standhalten könnt.
Zieht die volle Rüstung Gottes an
Geistlicher Kampf
Christliches Leben ist auch Kampf, in dem wir mit dem Ringen, was uns davon abhalten möchte, das Bild zu leben, das Gott sich von uns gemacht hat. In diesem Kampf treten wir dem Bösen entgegen, das in der Welt gegenwärtig ist, in einem jeden einzelnen von uns und in unserer Umgebung.
Es geht um einen geistlichen Kampf, der gegen die Sünde gerichtet ist. Dieser Kampf ist nicht ohne, das erlebt ein jeder von uns ja immer wieder. Aber Gott gibt uns Waffen an die Hand, um in diesem Kampf bestehen zu können.
Im Bild eines römischen Kriegers werden uns verschiedene geistliche Waffen in diesem Kampf von Paulus empfohlen, um die es in den nächsten zwei Tagen gehen soll.
Frage: Wie offen bist du dafür, die geistlichen Waffen, die Gott dir schenkt, im Alltag wirklich anzunehmen und zu nutzen?
Dem Teufel standhalten
Den Anschlägen des Teufels standhalten
Der Widersacher kennt viele Strategien, wie zum Beispiel Entmutigung, Enttäuschung, Verwirrung, sittliche Verfehlungen und lehrmäßige Irrtümer. All diese Listen passen zu ihm als dem Vater der Lüge (Joh 8,44). Immer wieder wird er die Wahrheit verdrehen.
Einen Beweis dafür findest du bereits in 1. Mose 3 (1Mo 3,1). Dort stehen die ersten Worte, die der Teufel in der Bibel spricht. Er tut so, als zitiere er Gott, doch er tut das auf seine eigene Weise. Das Ergebnis ist der Sündenfall des Menschen. Und so handelt er immer; du bist gewarnt (2Kor 2,11; 11,14).
Zum Glück aber haben wir eine Waffenrüstung — und zwar von Gott. Menschliche Waffen sind nutzlos gegen die Listen des Teufels. Nicht Gott trägt diese Waffenrüstung, sondern wir. Gott braucht keinen Schild des Glaubens und auch die anderen Bestandteile nicht; doch wir benötigen sie dringend.
Frage: Wie erkennst du in deinem Leben die Täuschungen, die der Widersacher dir begegnen lässt, und wie kannst du dich mit der Waffenrüstung Gottes stärker schützen?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,11: 2Kor 2,11; Rüstung Röm 13,12.14; 2Kor 6,7; listigen 4,14
Eph 6,12: Wir kämpfen ja nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen dämonische Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis, gegen die bösartigen Geistwesen in der unsichtbaren Welt.
Andacht für dein Leben
- Erkenne den unsichtbaren Kampf: Du kämpfst nicht gegen Menschen, sondern gegen geistliche Mächte, die dich in deinem Glauben und deiner inneren Ruhe herausfordern.
- Nutze Gottes Waffen: Rüste dich mit Gebet und dem Wort Gottes, um in diesem unsichtbaren Kampf standhaft zu bleiben und zu siegen.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,12: 4,27; Erstrangigen 1,21; Röm 8,38; Kol 1,13.16; 2,15; Weltbeherrscher 2,2; Lk 22,35
Kampf mit …..
Gewalten und Mächte, Beherrscher dieser finsteren Welt, böse Geister des himmlischen Bereichs – was soll man sich darunter vorstellen?
Auf jeden Fall ist es kein Kampf gegen Menschen, also gegen „Fleisch und Blut“. Der Christ muss mit einer Reihe von Feinden rechnen, die kaum fassbar und daher auch schwer angreifbar sind.
Es sind Erscheinungsformen und Helfer jener Macht, die in der Schrift des Alten und Neuen Testaments den Namen Teufel oder Satan trägt.
Frage: Wie begegne ich in meinem Leben den unsichtbaren Kräften, die mich herausfordern, und wie finde ich dabei inneren Halt?
Eph 6,13: Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht!
Greift darum zu den Waffen Gottes
Der Vers hebt die geistliche Dimension des Kampfes hervor – es geht dabei nicht um körperliche Auseinandersetzungen, sondern um das innere Ringen mit Versuchung, Zweifel und bösen Mächten.
Durch Gottes Kraft und Schutz sollen Gläubige befähigt werden, „am bösen Tag“ standzuhalten und fest verwurzelt zu bleiben. Das „Anlegen“ der Rüstung ist ein bewusster und aktiver Schritt: Vertrauen, Glaube, Gottes Wort und Gebet werden zu wichtigen Werkzeugen der Standhaftigkeit.
Der Vers fordert dazu auf, stets vorbereitet zu sein, nicht passiv zu verharren, sondern geistlich wachsam und entschlossen dem Bösen entgegenzutreten – bis am Ende „alles überwunden“ ist und man feststeht.
Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben geistliche Wachsamkeit und Standhaftigkeit stärken, um den Herausforderungen mit Gottes Kraft zu begegnen?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,13: Tage Ps 41,2; 49,6; 78,9; widerstehen Jak 4,7; 1Petr 5,8.9; stehen Hebr 11,27
Eph 6,14-17: Die einzelnen Waffenstücke
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Eph 6,14-17
Eph 6,14: So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit.
Eure Lenden umgürtet mit Wahrheit
Wir sollen uns gürten mit der Wahrheit. Sie ist das erste Zeichen, an dem man einen Christen erkennen soll. Keine Unwahrheit, kein falsches Wort soll über unsere Lippen kommen. Denn wenn wir die Wahrheit sprechen stellen wir uns ins Licht Gottes. Rainer Gigerich (zu Eph 6,14)
Gürtel der Wahrheit: Jesus selbst sagt „Ich bin die Wahrheit!“. Wenn wir uns mit Jesus umgürten, dann ist das der beste Schutz im geistlichen Kampf.
Angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit
Unser Panzer soll die Gerechtigkeit sein. An ihr prallt alle Ungerechtigkeit ab. Wer jedem zu seinem Recht verhilft, der ist selbst vor aller Ungerechtigkeit sicher. Dieser Panzer schützt uns vor der Sünde, den Gerechten wird nicht mehr von Gott trennen. Rainer Gigerich
Brustpanzer der Gerechtigkeit: Wir alle wissen, dass es nicht unsere eigene Gerechtigkeit ist, sondern unser Gerechtsein in Jesus Christus. Vertrauen wir ihm!
Parallelstellen zum Vers Eph 6,14: Jes 11,5; Lk 12,35; Brustpanzer 1Thes 5,8
Eph 6,15: Die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens.
Füße der Verkündigungsbereitschaft
Die Beine sollen gestiefelt sein, einzutreten für das Evangelium des Friedens. Ja, wir brauchen schon festes Schuhwerk, um den Weg des Evangeliums zu gehen. Es ist nicht der breite ausgetretene Weg, den alle gehen. Wir müssen oft neue Wege gehen, die von der einfachen Straße abweichen, um das Evangelium auch in den letzten Winkel zu bringen. Rainer Gigerich
Füße der Verkündigungsbereitschaft: das Evangelium des Friedens bezieht sich auf die frohe Botschaft, dass wir durch Christus Frieden mit Gott haben und er an unserer Seite ist. Verkündigen wir das!
Parallelstellen zum Vers Eph 6,15: 2,17; 1Petr 3,15; Jes 52,7; 1Kor 9,16
Eph 6,16: Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.
Ergreift den Schild des Glaubens
Der Glauben soll unser Schild sein. Er wehrt das Böse von uns ab. Wer fest im Glauben steht, bei dem hat das Böse keine Chance mehr. Wir wissen, dass wir gerettet sind und uns nicht mehr in die Klauen des Bösen bringen kann. Die Flammen der Hölle können vor uns nur noch verlöschen. Rainer Gigerich
Schild des Glaubens: meint im Kern das grundsätzliche Vertrauen auf Gott.
Parallelstellen zum Vers Eph 6,16: Hebr 11,34; 1Petr 5,9; 2Sam 22,31; Ps 18,3.36; 91,4; 119,114
Eph 6,17: Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.
Nehmt euch den Helm des Heils
Unser Helm ist das Heil, das Gott uns zugesagt hat. Er schützt unsere Gedanken vor allem Zaudern. Was Gott uns versprochen hat, das wird er halten. Wir brauchen kein Unheil mehr zu fürchten. Wer einmal gerettet ist, den lässt Gott nicht mehr los. Rainer Gigerich
Helm des Heiles: Die Gewissheit des Gerettetetseins in Jesus Christus schützt den Kopf. Der Gläubige muss sich seiner Stellung in Christus genauso bewusst sein, als wäre es ein Helm, den er tatsächlich auf dem Kopf trägt.
Der Helm schützt den Kämpfer vor Verletzungen am Kopf. Das gilt auch für uns. Auch wir müssen unseren Kopf, die Behausung unseres Denkens, schützen gegen die verletzenden Angriffe des Satans. Denn das Schlachtfeld in seinem Kampf gegen uns ist unser Gedankenleben. Wolfgang Wilke
Nehmt das Schwert des Geistes, das Wort Gottes
Unser Schwert ist der Geist, das Wort Gottes. Hier auf der Erde leben wir trotz allem in ständigem Kampf. Doch Gott lässt uns dabei nicht alleine. Sein Geist gibt uns immer die richtigen Worte ein, mit denen wir uns mal verteidigen können und auch mal in die Offensive gehen müssen. Sein Wort trennt das Böse vom Guten, so dass wir immer wissen können, auf welcher Seite wir zu stehen haben. Rainer Gigerich
Schwert des Wort Gottes: Der letzte Waffe ist die einzige offensive Waffe, das Schwert des Wort Gottes. Darum lasst uns die Worte der heiligen Schrift in unseren Herzen bewahren.
Parallelstellen zum Vers Eph 6,17: 1Thes 5,8; Hebr 4,12; Jes 49,2; Offb 1,16
Eph 6,18-20: Beständiges Gebet und Fürbitte
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Eph 6,18-20
Eph 6,18: Und betet dabei zu jeder Zeit mit jeder Art von Gebeten und Bitten in der Kraft des Heiligen Geistes, und seid dabei wachsam und hört nicht auf, für alle Gläubigen zu beten.
Eph 6:18: Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.
Eph 6,18: Betet zu jeder Zeit mit allem Bitten und Flehen im Geist. Wacht dabei mit höchster Ausdauer und Flehen für alle Heiligen.
Andacht für dein Leben
- Ständige Gebetshaltung: Du solltest jederzeit in einem offenen Gespräch mit Gott bleiben, auch in den kleinen Momenten des Alltags. Dein Gebet muss nicht immer laut sein, aber es sollte ein ständiges Streben nach Verbindung und Führung durch den Heiligen Geist sein.
- Geistliche Stärke durch Gebet: Dein Gebet ist ein Schutzschild, das dich im Kampf gegen Versuchungen stärkt. Der Heilige Geist hilft dir, in den schwierigen Zeiten des Lebens standhaft zu bleiben.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,18: Lk 18,1; Jud 20; Jes 62,6.7; wachsam Mt 26,41
Betet alle Zeit
Die Idee ist alle Arten von Gebet oder Gebet über Gebet. Wir sollten jede Art von Gebet verwenden, die wir uns vorstellen können. Gruppengebet, Einzelgebet, stilles Gebet, Rufgebet, Gehgebet, Kniegebet, beredtes Gebet, Seufzgebet, ständiges Gebet, inbrünstiges Gebet – betet einfach.
Morgen- und Abendgebet
Gebet muss den Morgen eröffnen und den Abend beschließen. Wir zeigen nicht, dass wir Christen sind, wenn wir nicht unsere Augen mit Gebet öffnen, wenn wir aufstehen und sie mit demselben Schlüssel schließen, wenn wir zu Bett gehen. Darüber hinaus darfst du sooft beten, wie es dir gefällt. William Gurnall
Für alle Heiligen betet
Für alle Heiligen! Damit sind wir gemeint, die in der Taufe durch Jesu Christi Tod und Auferstehung Geheiligten.
Wenn es zu Streit kommt, neigen wir dazu, die Mitmenschen als Feinde wahrzunehmen. Uns muss immer mehr klar werden, dass es nicht darum geht, unsere Mitmenschen zu bekämpfen, sondern dass wir die Versuchungen, die durch Mitmenschen aufkommen, im Gebet bekämpfen, indem wir für unsere Mitmenschen beten.
Wachsam sein, füreinander beten, einander unterstützen. In unserer Zeit folgen wir oft den Einladungen der Feinde, um nur das Negative zu glauben über die Kirche, über die Priester, über unsere Mitmenschen und Glaubensgeschwister.
Wie wenig harren wir aus, um uns für das Gute zu entscheiden, wissend, dass wir alle Sünder sind.
Frage: Wo fällt es mir schwer, den Blick vom Negativen abzuwenden und stattdessen im Gebet für andere das Gute zu suchen?
Zum Gebet
Das Gebet hat deshalb so starke Auswirkungen, weil es die Herzen der Menschen auf der Erde mit dem Herzen Gottes im Himmel vereint.
Wenn wir beten, sind wir mit Gott verbunden und er beeinflusst unser tägliches Leben mehr, als wir uns vorstellen können.
Ich glaube, das Gebet gehört zu den stärksten Kräften des Universums. Das klingt vielleicht ein bisschen gewagt, aber es stimmt!
Das Gebet öffnet die Tür für Gottes Handeln. Nur Gottes Kraft kann uns Menschen Frieden bringen, Freude schenken, Weisheit vermitteln, Selbstwertgefühl und Sinn geben und alle möglichen Wunder in unserem Leben bewirken.
Möchtest du diese Kraft in deinem Leben erfahren? Dann gib dem Gebet viel Raum.
Frage: Wie kannst du heute bewusst Raum für diese göttliche Kraft in deinem Herzen schaffen?
Hört nicht auf zu beten
Der Mensch ist immer der Versuchung ausgesetzt, so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe. Obwohl Gott am Wichtigsten für den Menschen sein sollte, vergisst er Gott ständig und versucht, sein Leben allein zu meistern.
Doch der Aufruf zum „Gebet ohne Unterlass“ (vgl. 1 Thes 5,17) lädt uns zur täglichen innigen Gemeinschaft mit Jesus ein. Der hl. Vinzenz Palotti begann jedes Werk mit einem Aufblick zu Gott. Sooft er aus dem Zimmer ging, schaute er zum Bild der Gottesmutter auf: „Segne mich Mutter!“
Geschickt nutzte er jede freie Minute zum Beten aus, wenn er unterwegs war oder warten musste. Er sagte: Gott ist tausendmal mehr darauf bedacht, uns eine Gnade zu erweisen, als wir es sind, sie zu erhalten. Dieses felsenfeste Vertrauen lohnte Gott mit wunderbaren Gebetserhörungen.
Ist Jesus mein bester Freund, den ich in alles einweihe, auch in meine dunklen Seiten, und dem ich alles anvertraue?
Gott fordert uns auf, unablässig zu beten. Aber wie geht das eigentlich? Jemand hat es einmal passend wie folgt formuliert: Nach dem Amen bete weiter!
Gott möchte, dass wir nicht nur morgens auf die Knie gehen und dann wieder vor dem Schlafengehen, sondern dass wir den ganzen Tag über eine permanente Gebetshaltung haben. Das bedeutet, dass wir Gott in alle Situationen des Lebens mit einbeziehen und Ihn gedanklich vor uns stellen.
Der Herr Jesus konnte sagen: „Ich habe den Herrn stets vor mich gestellt“ (Ps 16,8). Wie oft machen wir das am Tag?
Frage: Wie kann ich heute mein Herz so öffnen, dass ich Gott in jedem Moment spüre und mich von ihm führen lasse?
Nach dem Amen rede weiter
Wie oft habe ich morgens beim Frühstück zu Gott gebetet und nach dem Amen meine geistliche Antenne eingezogen, bis ich spätabends wieder ein paar Sätze zu ihm gesprochen habe. Das Wort Amen war für mich meist das Ende der Unterhaltung mit Gott und ich lebte den ganzen Tag über mehr oder weniger, ohne bewusst an ihn zu denken.
Ich bezog Gott kaum mit ein, wenn es tagsüber um praktische Entscheidungen ging. Ich wunderte mich zwar oft, warum ich so wenig mit Gott im Alltag erlebte, erkannte aber nicht, dass ich ihn eigentlich nirgends zu Wort kommen ließ und ihn im Arbeitsalltag nicht mit einbezog.
Nun will ich mich täglich darin üben, nach dem Amen im Gebet weiter mit Gott zu reden, das Amen nicht als Schlusspunkt, sondern als Komma zu sehen. Ich habe festgestellt, dass dieses An-Gott-Denken keine leichte Übung ist, sondern ich dafür oftmals meine ganze Willenskraft aufwenden muss.
Doch es ist eine Anstrengung, die ich noch kein einziges Mal bereut habe. Denn indem ich mit Gott rede, praktiziere ich die erhabenste Tat, die einem Menschen möglich ist: Ich kommuniziere mit dem Gott des Universums, ich bin auf Du mit dem Schöpfer aller Dinge.
Hans Peter Royer
Frage: Wie kannst du heute in deinem Alltag Gottes Gegenwart bewusster wahrnehmen und das Gespräch mit ihm lebendig halten?
Eph 6,19: Betet auch für mich, dass Gott mir die richtigen Worte gibt, dass ich dann, wenn ich rede, das Geheimnis des Evangeliums unerschrocken bekannt mache.
Betet auch für mich
Diese Bitte offenbart Paulus‘ tiefe Abhängigkeit von göttlicher Führung und seinen unerschütterlichen Fokus auf die Verbreitung des Evangeliums, auch wenn er mit Schwierigkeiten konfrontiert ist.
Die Worte aus der Bibel unterstreichen eindrücklich, wie wichtig es ist, die Botschaft auf angemessene und klare Weise zu übermitteln. Paulus sucht göttliche Unterstützung, damit er die Botschaft mit Überzeugung und Klarheit verkünden kann.
Nur so können die Menschen die Liebe Christi wirklich verstehen und annehmen.
Frage: Wie offen bin ich selbst dafür, göttliche Führung zuzulassen, um in meinem Leben und Handeln die Liebe Christi klar und überzeugend weiterzugeben?
Andacht zu Epheser 6,19
Manchmal fällt es schwer, über den Glauben zu sprechen – aus Angst vor Ablehnung oder Unverständnis. Doch Paulus bittet um Gebet, „damit mir das rechte Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen.“ (Eph 6,19)
Er zeigt: Auch starke Glaubensmenschen brauchen Mut. Freimütigkeit bedeutet nicht Lautstärke, sondern Vertrauen – dass Gott durch unsere Worte wirkt.
Vielleicht ist es ein einfaches „Ich bete für dich“ oder ein ehrlicher Satz über unsere Hoffnung. Das Evangelium ist kein fertiges Konzept, sondern eine lebendige Botschaft, die durch uns Gestalt annimmt.
Bitten wir Gott heute darum, dass wir mit Liebe und Mut von dem erzählen, was uns trägt – mitten im Alltag.
Frage: Wie kann ich heute auf mutige und liebevolle Weise mein Vertrauen in Gott teilen, ohne Angst vor Ablehnung zu haben?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,19: Kol 4,3; 2Thes 3,1; Geheimnis Röm 16,25
Eph 6,20: Ich bin ja als Gottes Gesandter für das Evangelium tätig.
Andacht für dein Leben
- Mutig für den Glauben einstehen: Du bist aufgerufen, dich nicht von Angst oder Schüchternheit leiten zu lassen, sondern deine Überzeugungen klar und entschlossen zu vertreten, selbst in schwierigen Situationen.
- Verantwortung übernehmen: Du trägst die Verantwortung, die Botschaft Gottes weiterzugeben, auch wenn es manchmal herausfordernd ist. Dein Leben kann ein Zeugnis für andere sein.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,20: 2Kor 5,20; Kette 3,1; Apg 28,20; 2Tim 1,16; freimütig Kol 4,4
Gottes Gesandter
Bei ihm sein und als Gesandter auf dem Weg zu den Menschen, das gehört zusammen. Bei ihm sein und gesandt sein, das ist nicht voneinander zu trennen.
Nur wer bei Ihm ist, lernt ihn kennen und kann ihn recht verkünden. Und wer bei ihm ist, behält es nicht für sich, sondern muß weitergeben, was er gefunden hat.
Es geht ihm wie dem Andreas, der seinem Bruder Simon sagte: Wir haben den Messias gefunden. Der Evangelist fügt hinzu: Und er führte ihn zu Jesus.
Benedikt XVI
Frage: Wie kannst du in deinem Leben immer wieder neu die Nähe zu ihm suchen, um das, was du gefunden hast, mit anderen zu teilen?
Eph 6,21-24: Abschließende Grüße und Segen
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Eph 6,21-24
Eph 6,21: Unser lieber Bruder Tychikus, ein treuer Helfer im Dienst für den Herrn, wird euch erzählen, wie es mir geht und was ich tue.
Parallelstellen zum Vers Eph 6,21: Tychikus Apg 20,4
Eph 6,22: Deshalb habe ich ihn auch zu euch geschickt, damit ihr erfahrt, wie es um uns steht, und er euch ermutigen kann.
Parallelstellen zum Vers Eph 6,22: euch 2Tim 4,12; Kol 4,8
Eph 6,23: Euch, meinen lieben Brüdern und Schwestern, wünsche ich Frieden, Liebe und immer stärkeren Glauben. Das schenke euch Gott, unser Vater, und Jesus Christus, unser Herr.
Segenswunsch zum Schluß
Epheser 6,23 ermutigt uns, Gottes Frieden und Liebe zu erfahren. Die Gnade Jesu Christi, die uns ewiges Leben schenkt, sei mit allen, die Jesus aufrichtig lieben.
Dieser Vers erinnert uns daran, dass unsere Verbindung zu Christus und die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern von unschätzbarem Wert sind. Es geht um mehr als bloße Worte – es ist eine Aufforderung, in der Liebe Christi zu leben und einander mit dieser Liebe zu begegnen.
Möge dieser Friede, der unseren Verstand übersteigt, in unseren Herzen wohnen und uns in jedem Schritt begleiten, während wir im Licht der Wahrheit wandeln.
Frage: Wie kannst du heute deine Beziehung zu Christus vertiefen und seine Liebe bewusst in deinem Alltag weitergeben?
Parallelstellen zum Vers Eph 6,23: 1,2
Eph 6,24: Gottes Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben, und schenke ihnen unvergängliches Leben.
Andacht für dein Leben
- Vertrauen auf Gottes Gnade: Du kannst dich darauf verlassen, dass Gottes Gnade dich in deinem Alltag stärkt, auch wenn du Fehler machst. Sie ist die Grundlage, auf der du immer wieder aufstehen kannst.
- Liebe und Hingabe: Du wirst ermutigt, dein Leben von Liebe zu Gott und den anderen zu prägen, indem du in allem nach seiner Ehre strebst und ihm treu bleibst.
- Parallelstellen zum Vers Eph 6,24: lieben 1Kor 16,22; 1Petr 1,8
Briefschluss
Paulus beendete den Brief, wie er ihn begonnen hatte, mit einem Hinweis auf Gnade und Frieden , diese beiden wesentlichen Eckpfeiler des christlichen Lebens.
Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu Eph 6. Kap.
Das war eine Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Epheser Brief Eph 6. Kap.
