
Exodus Ex 1. Kap.: Andacht, Auslegung und Kommentar zur Bibel
Inhalt
Andacht, Auslegung, Predigt und Kommentar zur Bibel zum Buch Exodus Ex 1. Kap.
Andacht zu Ex 1. Kap.
Exodus 1 beschreibt den Beginn der Unterdrückung der Israeliten in Ägypten. Das Kapitel zeigt, wie die Nachkommen Jakobs nach dem Tod Josefs zahlreich werden, was den neuen Pharao beunruhigt. Aus Angst vor ihrer Macht ordnet er harte Zwangsarbeit an und befiehlt, alle neugeborenen Jungen der Israeliten zu töten.
Persönlich sehe ich in dieser Geschichte die Herausforderungen und Unterdrückungen, denen Menschen oft gegenüberstehen. Trotz der Bedrängnis der Israeliten zeigt sich ihre Widerstandsfähigkeit und Gottes Plan, der sich entfalten wird. Für mich ist es eine Erinnerung daran, dass selbst in schwierigen Zeiten Hoffnung und Befreiung möglich sind und dass Gott immer einen Weg für sein Volk bereitet, auch wenn der Weg hart und ungewiss erscheint.
Ex 1,1-7: Israels Wachstum in Ägypten
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Ex 1,1-7
Ex 1:1: Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten gekommen waren; sie kamen mit Jakob, jeder mit seinem Haus:
Beginn des Buch Exodus
Das erste Kapitel des Buches Exodus beginnt mit einer Liste der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen. Es ist wichtig, diese Namen zu erwähnen, da sie die Wurzeln des Volkes Israel darstellen.
Der Text erinnert uns daran, dass jeder Mensch Teil einer größeren Geschichte ist, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es zeigt auch, dass Gott sein Volk nicht vergisst, selbst wenn es sich in einem fremden Land befindet.
Diese Passage ermutigt uns, unsere Herkunft und unsere Verbindungen zu schätzen und darauf zu vertrauen, dass Gott in jeder Lebenslage bei uns ist, auch in Zeiten der Not und der Unsicherheit.
Frage: Wo spüre ich in meinem eigenen Leben die Verbindung zu meinen Wurzeln und wie stärkt mich darin das Vertrauen auf Gottes Nähe?
Parallelstellen zum Vers 1,1: 6,14; Gen 46,8–23
Ex 1:2: Ruben, Simeon, Levi und Juda;
Parallelstellen zum Vers 1,2: Gen 35,22–26
Ex 1:3: Issaschar, Sebulon und Benjamin;
Ex 1:4: Dan und Naphtali, Gad und Asser.
Ex 1:5: Und die ganze Nachkommenschaft Jakobs betrug damals 70 Seelen. Joseph aber war schon vorher in Ägypten.
Parallelstellen zum Vers 1,5: Gen 46,26.27; Dtn 10,22; Apg 7,14
Ex 1:6: Und Joseph starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation.
Parallelstellen zum Vers 1,6: Gen 50,26
Ex 1:7: Aber die Kinder Israels waren fruchtbar, regten und mehrten sich und wurden so zahlreich, dass das Land von ihnen voll wurde.
Die Kinder Israels waren fruchtbar
Diese Passage symbolisiert für mich den Segen und die Fruchtbarkeit, die Gott seinem Volk schenkt, selbst in der Fremde.
Es zeigt, wie sich die Israeliten trotz schwieriger Umstände und fremder Umgebung vermehren und stärken konnten. Diese Vermehrung steht für Hoffnung und Beständigkeit.
Es erinnert mich daran, dass in Zeiten der Not und Unsicherheit, Wachstum und positive Veränderung möglich sind, wenn man Vertrauen und Glauben bewahrt.
Es ist ein kraftvolles Beispiel dafür, wie sich Glaube und Ausdauer auszahlen können.
Frage: Wo erlebst du in deinem eigenen Leben, dass aus Vertrauen und Ausdauer neues Wachstum entsteht?
Parallelstellen zum Vers 1,7: Gen 46,3; Dtn 26,5; Neh 9,23; Ps 105,24; Apg 7,17
Ex 1,8-14: Unterdrückung durch den Pharao
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Ex 1,8-14
Ex 1:8: Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste.
Parallelstellen zum Vers 1,8: Apg 7,18
Ex 1:9: Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir.
Parallelstellen zum Vers 1,9: Ps 105,24
Ex 1:10: Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen!
Angst des Pharao
Dieser Vers zeigt die Angst des Pharaos vor der wachsenden Zahl der Israeliten in Ägypten.
Für mich persönlich verdeutlicht er die menschliche Tendenz, andere als Bedrohung wahrzunehmen, besonders wenn sie anders sind oder an Zahl zunehmen. Statt Kooperation und Verständnis wählt der Pharao den Weg der Unterdrückung.
Das erinnert mich daran, wie wichtig es ist, Vorurteile zu überwinden und die Kraft der Gemeinschaft zu erkennen. Wir sollten Unterschiede feiern und nicht fürchten, um ein gerechteres und friedlicheres Zusammenleben zu ermöglichen.
Frage: Wo in meinem Leben neige ich dazu, andere vorschnell als Bedrohung zu sehen, anstatt sie als Bereicherung wahrzunehmen?
Parallelstellen zum Vers 1,10: Ps 83,4.5; 105,25; weise Spr 21,30
Ex 1:11: Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses.
Parallelstellen zum Vers 1,11: bedrücken 3,7; 5,9; Gen 15,13; Dtn 26,6; Ramses Gen 47,11
Ex 1:12: Je mehr sie aber das Volk bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, sodass ihnen vor den Kindern Israels graute.
desto zahlreicher wurde es
Dieser Vers zeigt Gottes Segen trotz widriger Umstände. Die Ägypter wollten Israel schwächen, doch Gottes Plan setzte sich durch.
Dies spiegelt ein zentrales biblisches Prinzip wider: Leiden kann zu Wachstum führen (Röm 5,3-4). Die Angst der Ägypter symbolisiert die Furcht der Welt vor Gottes Volk.
Gleichzeitig weist der Vers auf Gottes Treue hin – er erfüllt seine Verheißung an Abraham (1. Mose 12,2). Christen können daraus lernen, dass Bedrängnis nicht Gottes Abwesenheit bedeutet, sondern oft sein Wirken verstärkt.
Frage: Wo erkenne ich in meinen eigenen Herausforderungen Gottes verborgenes Wirken und seinen Segen?
Parallelstellen zum Vers 1,12: 1,7; Grauen Num 22,3
Ex 1:13: Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienst,
Versklavung der Israeliten
In Exodus 1,13 wird beschrieben, wie die Ägypter die Israeliten mit harter Arbeit bedrücken.
Für mich zeigt dieser Vers die Ungerechtigkeit und Grausamkeit, die Menschen anderen antun können, wenn sie Macht missbrauchen. Die Israeliten litten unter der Sklaverei, aber ihre Geschichte erinnert uns daran, dass Unterdrückung oft auf Angst und Unsicherheit der Unterdrücker basiert.
Persönlich erinnert mich dieser Vers daran, Mitgefühl und Gerechtigkeit in meinem eigenen Leben zu fördern. Er ruft dazu auf, diejenigen zu unterstützen, die unterdrückt werden, und mich gegen Unrecht zu stellen. Es ist ein Aufruf zur Menschlichkeit und Solidarität in schwierigen Zeiten.
Frage: Wo in meinem Leben bin ich herausgefordert, mutig für Gerechtigkeit und Mitgefühl einzustehen, auch wenn es unbequem ist?
Parallelstellen zum Vers 1,13: Lev 25,43.46.53; Dtn 4,20; Spr 28,15
Ex 1:14: und sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit an Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang.
Parallelstellen zum Vers 1,14: 2,23; 6,9; Ps 129,1; Apg 7,19
Ex 1,15-21: Widerstand der mutigen Hebammen
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Ex 1,15-21
Ex 1:15: Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schiphra, die andere Pua hieß,
Ex 1:16: und er sprach: Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach; wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben!
Grausamkeit des Pharao
Exodus 1,16 berichtet, wie der Pharao den hebräischen Hebammen befiehlt, neugeborene Jungen zu töten, um das Wachstum des israelitischen Volkes zu verhindern. Diese Passage zeigt die Grausamkeit und Angst des Pharaos vor dem wachsenden Einfluss der Israeliten.
Persönlich berührt mich diese Geschichte tief, da sie die brutalen Maßnahmen verdeutlicht, die Macht und Angst hervorrufen können. Doch die Hebammen widersetzten sich mutig diesem unmenschlichen Befehl und bewahrten dadurch viele Leben.
Ihr Mut und ihre Gerechtigkeit erinnern mich daran, dass wir alle die Pflicht haben, das Richtige zu tun, auch wenn es gegen mächtige Kräfte geht. Diese Geschichte ermutigt mich, in schwierigen Situationen standhaft zu bleiben und das Wohl anderer stets im Blick zu behalten.
Frage: Wo stehe ich heute in der Verantwortung, mutig für das Leben und die Wahrheit einzutreten – selbst wenn es Widerstand kostet?
Parallelstellen zum Vers 1,16: 1,22
Ex 1:17: Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern sie ließen die Knaben leben.
Bedeutung von Gottesfurcht
Diese Begebenheit zeigt die Bedeutung von Gottesfurcht und moralischem Mut im Angesicht von Unrecht. Die Hebammen handelten nicht aus eigenem Interesse, sondern aus Ehrfurcht vor Gott, was ihnen göttlichen Segen einbrachte.
Ihr Widerstand verdeutlicht, dass Gottes Gebote über menschlichen Befehlen stehen. Gleichzeitig ist dieser Vers ein Beispiel für zivilen Ungehorsam aus Gewissensgründen.
Die Erzählung betont Gottes Treue, denn trotz der Unterdrückung wächst das Volk Israel weiter. So ermutigt Exodus 1,17 dazu, in schwierigen Zeiten nach göttlichen Maßstäben zu handeln und auf Gottes Schutz zu vertrauen.
Frage: Wo brauche ich in meinem Leben den Mut, Gottes Geboten treu zu bleiben – auch wenn es bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen?
Parallelstellen zum Vers 1,17: fürcht. Spr 8,13; 16,6
Ex 1:18: Da ließ der König von Ägypten die Hebammen rufen und fragte sie: Warum tut ihr das, dass ihr die Knaben leben lasst?
Ex 1:19: Da antworteten die Hebammen dem Pharao: Nun, die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen; sie sind lebhafter; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren!
Ex 1:20: Und Gott segnete die Hebammen; das Volk aber vermehrte sich und nahm gewaltig zu.
Gott segnete die Hebammen
Dieser Vers zeigt, wie Gott das mutige und moralisch richtige Handeln der Hebammen belohnt, die trotz des Befehls des Pharaos, die neugeborenen Jungen zu töten, die Kinder verschonten.
Ihre Gottesfurcht und ihr Mut führten nicht nur zu ihrem eigenen Wohlstand, sondern auch zu einem Wachstum und einer Stärkung des Volkes Israel.
Diese Passage erinnert uns daran, dass mutiges und rechtschaffenes Handeln im Einklang mit Gottes Willen immer gesegnet wird, und dass solche Taten nicht nur persönliche, sondern auch kollektive positive Auswirkungen haben können.
Frage: Wo lade ich Gott heute ein, mir Mut und Vertrauen zu schenken, um im Kleinen wie im Großen nach seinem Willen zu handeln?
Parallelstellen zum Vers 1,20: Pred 8,12; Hebr 6,10
Ex 1:21: Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, baute er ihnen Häuser.
Parallelstellen zum Vers 1,21: Ps 112,1–3; 128,1.2
Ex 1,22: Befehl zum Kindermord im Nil
Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Ex 1,22
Ex 1:22: Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: Werft alle Söhne, die ihnen geboren werden, in den Nil; aber alle Töchter lasst leben!
Parallelstellen zum Vers 1,22: Apg 7,19; Ex 14,23; 15,1.4
Hier geht’s zu einer Auslegung von G. de Koning zu Ex 1 Kap.
Das war eine Christliche Bibel – Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Buch Exodus Ex 1. Kap.
