Joh 2, 1-12
Die Hochzeit zu Kana
Auslegung und Andacht

Joh 2, 1 Hochzeit in Kana

Joh 2:1: ‭Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort.

Zum Abschnitt Joh 2,1-12

Johannes 2,1–12 berichtet von der Hochzeit zu Kana, bei der Jesus sein erstes Wunder vollbringt, indem er Wasser in Wein verwandelt. Dies offenbart seine göttliche Macht und weist auf das kommende Reich Gottes hin.

Die Anwesenheit Marias zeigt ihre besondere Beziehung zu Jesus, doch seine Antwort „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ deutet darauf hin, dass seine Mission über menschliche Erwartungen hinausgeht.

Das Wunder symbolisiert die Fülle des neuen Bundes und die Freude, die Christus bringt. Die Diener, die gehorchen, erleben Gottes Wirken direkt. Das Ereignis stärkt den Glauben der Jünger und offenbart Jesus als den Messias. Es zeigt, dass Gott in alltäglichen Situationen wirkt und Großes aus Kleinem entstehen lassen kann.

Frage: Wo erlebe ich in meinem Alltag, dass Gott aus etwas Gewöhnlichem etwas Kostbares werden lässt?

Joh 2, 2 Einladung Jesu

Joh 2:2: ‭Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit eingeladen.

Zum Wunder

Die Verwandlung von Wasser in Wein ist eines der sieben großen Zeichen, von denen Johannes in seinem Evangelium berichtet.

Für was steht dieses Zeichen? Dadurch, dass Gott Mensch wurde und uns darin so nah wurde, bekommt unser Leben einen neuen Geschmack. Der Wein drückt diesen neuen Geschmack der Freude aus.

Die Überfülle des Weins (6 Krüge = 600 Liter) steht für das uns geschenkte Leben in Fülle. Wenn Gott wirkt, dann entsteht immer Mehr und Besseres als vorher.

Die alten Kirchenväter sprechen von der nüchternen Trunkenheit, die uns Jesus schenkt – ein inneres Berauschtsein von der Liebe Gott, die er uns gebracht hat. Dieser neue Geschmack, diese nüchterne Trunkenheit geht sodann auch auf andere über.

Frage: Wo erfahre ich in meinem Leben diesen „neuen Geschmack“ der göttlichen Freude und Fülle?

Jesus war eingeladen

Interessant ist hier, dass Maria keine Einladung braucht, um dabei zu sein. Sie ist selbstverständlich mit dabei, wenn Menschen Freude haben und feiern. Wahrscheinlich hat sie auch bei der Organisation der Feier geholfen.

Jesus aber muss extra eingeladen werden, sonst kommt er nicht. Er will sich nicht aufdrängen, obwohl er immer kommt, wenn er eingeladen wird. Aber er lässt uns unsere Freiheit.

Es ist schon ein Trost zu wissen, dass er unsere Freude teilen will und immer bereit ist, zu kommen. So wird jede irdische Freude, jedes Fest hier auf Erden zu einem Vorgeschmack des Himmels, wo er es ist, der uns zum ewigen Hochzeitsmahl einlädt.

László Erffa

Frage: Lade ich Jesus bewusst in meine Freuden und Feste ein – und erkenne ich darin schon einen Vorgeschmack des Himmels?

Bedeutung von Gemeinschaft

Es ist bemerkenswert, dass Jesus, kaum dass er seine ersten Jünger erwählt hat, diese einlädt, an einer Feier mit so großer Bedeutung für die Gemeinschaft teilzunehmen.

Damit unterstreicht er eine weitere wichtige Dimension des Menschen: den Gemeinschaftssinn. Dieser kommt in der Festfreude auf besondere Weise zum Ausdruck, zugleich ist er ein Ansporn, eine tiefe persönliche Verantwortung in unserem Familien- und Berufsleben zu spüren.

Doch auch als Teil der Kirche, der Familie Gottes, sind wir gerufen, die Gemeinschaft mit den anderen zu bejahen und zu unterstützen.

Frage: Wie lebe ich meinen Gemeinschaftssinn – in Familie, Beruf und Kirche – als Ausdruck meiner Verbundenheit mit Gott?

Joh 2, 3 Weinmangel

Joh 2,3: Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein!

Die Situation

Das war ein großer gesellschaftlicher Fehler und konnte das Paar lange beschämen. Eine Hochzeit sollte die beste Party überhaupt sein, und wenn ein Gastgeber keine angemessene Gastfreundschaft (teilweise in Form von Essen und Trinken) bereitstellte, war dies eine große Schande.

Der Wein steht für die Liebe

Johannes steigt in die Geschichte ein, indem er erzählt, was das Wesentliche an dieser Hochzeit ist: Den Leuten ist der Wein ausgegangen. Sie wollten feiern, aber es gelingt ihnen nicht.

Der Wein steht für die Liebe. Die Hochzeit kann nicht gelingen, wenn die Liebe fehlt. Mit diesem Bild drückt Johannes die eigentliche Not des Menschen – nicht nur des Hochzeitspaares – aus: Sie haben keine Liebe mehr. Sie sind unfähig zur Liebe.

Jesus kommt zu den Menschen, um sie wieder liebesfähig zu machen.

Anselm Grün

Frage: Wo in meinem Leben spüre ich, dass mir der „Wein der Liebe“ ausgegangen ist – und wo wünsche ich mir, dass Jesus meine Liebesfähigkeit neu entfacht?

Die Fürsprache Mariens

Ist es nicht beeindruckend, dass Maria diese Situation wahrnimmt? Und wie reagiert sie? Sie klagt nicht, sie urteilt nicht und sie schaut nicht weg. Sie geht zu Jesus und bittet ihn, zu helfen.

Das darf uns Zuversicht geben: Maria sieht auch unsere Herausforderungen. Und auch da sieht sie nicht tatenlos zu. Sie ist unsere Fürsprecherin bei ihrem Sohn.

Beachtenswert: Maria macht keine Lösungsvorschläge, sondern trägt einfach die Not vor den Herrn. Auch wir sollten beim Fürbitten nicht versuchen, Gott den Weg aufzudrängen, sondern schlicht und einfach die Not. Dann können wir Gott in kindlichem Vertrauen es überlassen, in welcher Art und Weise er dem anderen hilft.

Wenn ich wie Maria die Not eines Menschen vor Gott hinstelle, dann trage ich diese Person vor das Angesicht Gottes.

Frage: Wo bist du heute eingeladen, wie Maria die Not eines Menschen im Vertrauen vor Gott zu bringen – ohne sie verändern zu wollen, sondern einfach hinzuhalten?

Joh 2, 4 Jesu Antwort

Joh 2,4: Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!

Was willst du von mir Frau?

Manchmal kann es geschehen, so wie es auch der Mutter Jesu passierte, dass wir das Verhalten Gottes nicht verstehen. „Was willst du von mir Frau, meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Was hat eine solche abweisende Antwort mit Liebe zu tun. Aber es ist gut, dass der Evangelist Johannes diesen Satz nicht unter den Tisch fallen lässt. Es zeigt uns nämlich die Unbegreiflichkeit Gottes.

Diese Worte machen deutlich, dass auch wir oft genug Probleme mit den göttlichen Plänen und Verhaltensweise haben und haben dürfen. Was dabei jedoch wichtig ist, ist die Antwort Marias: „Was er euch sagt, das tut“. Es geht um das Vertrauen. Keine Angst, auch wenn wir es nicht begreifen, Gott weiß, was er tut. Tut einfach, was er sagt. Seine Liebe ist grenzenlos, glaubt einfach, hofft und liebt.

Oder wie Franz von Sales sagt: Welche Liebe! Welche Seligkeit! Nein, nie – so werden wir in diesem Übermaß unserer Wonne ausrufen – nie hätten wir zu ahnen vermocht, dass wir einmal so beglückende Wahrheiten sehen würden.

Herbert Winklehner

Frage: Wo in meinem Leben fällt es mir schwer, Gott zu vertrauen – und wie könnte ich mich heute neu auf sein verborgenes Wirken einlassen?

Was ist nun seine Stunde?

Es ist die Stunde des Kreuzes, in der er sich für uns hingibt.
Diese Stunde war noch nicht gekommen. Es mußten Jünger berufen, Wunder gewirkt, Kranke geheilt, Unwissende gelehrt und das Reich Gottes verkündet werden.

Nachdem er dies getan hat, kam die Stunde. Er gab sich in Freiheit hin für uns in den Tod.

Hier am Kreuz findet die eigentliche Hochzeit statt zwischen Bräutigam (Jesus) und Braut (wir). Das Wunder der Verwandlung von Wasser in Wein nimmt dies zeichenhaft vorweg.

Ja: Gott wird Mensch, um mit uns Hochzeit zu feiern und damit einen ewigen Bund mit uns einzugehen. Aus diesem Glauben heraus gehen wir in jeden Tag mit voller Zuversicht, den Bräutigam an unserer Seite und in unserem Herzen.

Frage: Wie erlebe ich persönlich diese innige Verbindung mit Christus – als Quelle meiner Hoffnung, meiner Hingabe und meines Vertrauens?

Zur Stunde Jesus

Wenn seine Stunde gekommen ist, dann erst gibt es den Wein in Fülle.
Er selbst ist der Wein, der »das Herz des Menschen erfreut« (Psalm 104,15).

In der Stunde seines Todes wird er sein Herz für uns öffnen.
Dann können wir den Wein trinken, der daraus strömt.
Denn der wahre Wein ist die Liebe Gottes, die aus dem geöffneten Herzen Jesu kommt.

Maria versteht die Antwort Jesu auch nicht als Zurückweisung.
Sie glaubt vielmehr an ihren Sohn, an seine verwandelnde Liebe – schon vor dem Zeichen, das er im Weinwunder setzt.
Die Jünger glauben erst nach dem Zeichen (Johannes 2,11).

Anselm Grün

Frage: Wo erfahre ich in meinem Leben die verwandelnde Kraft der Liebe Gottes – vielleicht schon bevor ein „Zeichen“ sichtbar wird?

Joh 2, 5 Marias Anweisung

Joh 2,5: Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!

Andacht für dein Leben

  • Vertrau auf Gottes Weisheit: In schwierigen Momenten zeigt dir Gott oft Wege auf, die du nicht sofort verstehst, aber er fordert dich auf, ihm zu vertrauen, wie Maria den Dienern sagte: „Was er euch sagt, das tut.“
  • Sei bereit, zu handeln: Es reicht nicht nur, Gottes Anleitung zu hören, du musst auch bereit sein, nach seinem Willen zu handeln, auch wenn es herausfordernd oder unklar erscheint.

Was er euch sagt, das tut

Es gibt nur wenige aufgezeichnete Worte Marias. Es ist jedoch gut, auf ihre Worte zu achten, die aufgezeichnet wurden, weil sie durchweg Jesus verherrlichen, nicht Maria selbst. Es ist weise für jeden, Marias Anweisungen zu gehorchen, was auch immer Er zu Ihnen sagt, tun Sie es.

Höre auf deinen Seelenhirten Jesus

Höre seine sanfte, aber starke Stimme im lauten Stimmengewirr des Tages.

Und dann: Tue! Tue sorgsam, was du heute zu tun hast. Morgen wird man dir etwas anderes auftragen, denn jeder Tag ist einmalig.

Mal sind wir in der Geduld gefordert, mal in der Barmherzigkeit oder einer anderen Tugend. Immer aber steht die eine Liebe im Mittelpunkt.

Es gibt nun kein Wort von ihm für das Ganze unseres Lebens. Sein Wort ist neu und frei und kann nur auf den Augenblick bezogen werden. Er zeigt dir den Weg durch sein Wort.

Lebe in und aus diesem Wort heraus im Bewusstsein deines Seins als Diener. In unserem Tun dienen wir Gott. Verhalte dich so außerhalb des Gebetes, als ob du im Gebet bist, gehorsam gegenüber seinem Wort, geleitet durch seinen Willen.

Gott sucht Menschen, die bereit sind, auf sein Wort zu hören, seine Kraft zu empfangen und seinen Willen zu tun. Warren Wiersbe

Frage: Wo in meinem Alltag kann ich heute bewusst aus Liebe handeln und dabei Gottes Führung spüren?

Joh 2, 6 Die Steinkrüge

Joh 2,6: Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkrüge, nach der Reinigungssitte der Juden, von denen jeder zwei oder drei Eimer fasste.‭

Es gibt nur sechs steinerne Wasserkrüge

Sechs steht als Zahl symbolisch für die Unvollkommenheit. Das Leben der Menschen ist unvollkommen. Es besteht nur aus Arbeit, Mühe und Plage. Es ist erstarrt, wie die steinernen Krüge symbolisieren.

Das Wasser in diesen Krügen diente eigentlich zur Reinigung – ein Ritual, das zur damaligen Zeit gebräuchlich war, wenn man ein Haus betrat oder zu einer Feier, einem Mahl zusammenkam. Doch die wahre Reinigung geschieht nicht durch alte Riten, sondern durch die Menschwerdung Jesu. In ihr hat Gott den Menschen gereinigt und in seiner ursprünglichen Schönheit wiederhergestellt.

Die steinernen Krüge in dieser Geschichte sind Bilder für das Erstarrte einer rigorosen Gesetzesfrömmigkeit, der Wein dagegen ein Zeichen für Lebendigkeit und Freude, für das Evangelium, die Frohe Botschaft.

Frage: Wo in meinem Leben spüre ich die Sehnsucht nach echter Reinigung und Erneuerung, jenseits äußerer Rituale?

Joh 2, 7 Füllen mit Wasser

Joh 2:7: ‭Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenhin.

Füllt die Krüge

Diese Handlung verdeutlicht mehrere geistliche Wahrheiten. Erstens zeigt sie Jesu Macht über die Elemente und damit seine göttliche Autorität.

Zweitens steht das Wasser für Reinigung, während der Wein auf die Freude und das kommende Heil in Christus hinweist.

Die Füllung der Krüge bis zum Rand symbolisiert die Fülle des göttlichen Segens.

Zudem zeigt die Szene, dass menschlicher Gehorsam eine Rolle im göttlichen Wirken spielt: Die Diener handeln nach Jesu Wort, und dadurch geschieht das Wunder.

Dies lehrt uns Vertrauen und Hingabe an Christus.

Frage: In welchen Bereichen deines Lebens könntest du heute mehr auf Gottes Führung vertrauen und dich hingeben?

Joh 2, 8 Schöpfen und Bringen

Joh 2:8: ‭Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es hin.

Im geistlichen Leben können die Krüge leer sein

Trockenheit, Lustlosigkeit, Müdigkeit. Das Gebet ist nur noch Pflicht. Der Wein ist ausgegangen: der Wein der Freude, des Glücks, des Vertrauens und der Liebe.

Jesus spricht: Füllt die Krüge mit Wasser! Wasser steht für das Alltägliche, das Glanzlose und das, was unser Leben weithin ausmacht – worum wir uns Tag für Tag mühen und plagen.

Jesus ruft uns, ihm alles zu bringen, was uns ausmacht und beschäftigt: Mühen, Nöte, Kummer, Schmerz, Verwundungen, Fehler, Schwächen, ja unsere ganze Armseligkeit und ungestillte Hoffnung. Bringt alles ihm hin im Gehorsam der Nachfolge Christi.

Bedenken wir doch: Zweimal gibt Jesus einen Befehl, zweimal reagieren die Diener mit sofortigem Gehorsam. Füllen wir also heute ebenso die Krüge mit Wasser!

Frage: Welche alltäglichen Mühen oder verborgenen Sorgen könnte ich heute im Vertrauen und Gehorsam an Jesus abgeben, um Raum für Freude und Licht in meinem Leben zu schaffen?

Bis zum Rand

Dies ist ein Muster für unseren Glauben und Gehorsam. Wenn dir aufgetragen wird, an ihn zu glauben, dann glaube an ihn bis zum Rand. Wenn dir gesagt wird, dass du ihn lieben sollst, dann liebe ihn bis zum Rand. Wenn dir befohlen wird, ihm zu dienen, diene ihm bis zum Rand. Spurgeon

Joh 2, 9 Wasser wird Wein

Joh 2,9: Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte (und er wusste nicht, woher es war; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es), da rief der Speisemeister den Bräutigam

Der neue Wein

Jesus schenkt. Und er schenkt in Fülle.

Denn der neue Wein ist nicht irgendein Wein, sondern er erfreut den Gaumen. Warum ist dieser neue Wein so gut?

Weil er aus dem Herzen Jesu stammt. Der gute Geschmack kommt von der Liebe Jesu.

Jesus schenkt die Gnade zusammen mit seiner Liebe und möchte, dass wir wirklich im Tiefsten unseres Herzens glücklich sind.

Schauen wir auf unser Leben und suchen wir die Momente, in denen Jesus uns in einer besonderen Art und Weise nahe war und uns neuen Wein eingeschenkt hat.

Danken wir ihm dafür.

Jonathan Fuhr

Frage: Wann habe ich zuletzt den "neuen Wein" Jesu in meinem Leben bewusst gespürt, und wie hat er mein Herz berührt?

Die Diener wussten es

Die Frage nach dem Woher ist typisch für das Johannesevangelium. Sie ist letztlich die Frage nach dem Ursprung Jesu und des Menschen überhaupt. Wer aber weiß, dass Jesus vom Vater kommt, der versteht die Erzählung vom Weinwunder, der versteht das ganze Evangelium.

Die Diener, die wissen, woher der Wein kommt, stehen für die Leser, die durch den Prolog des Evangeliums erkennen, woher dieser Jesus kommt.

Das Woher bezieht sich aber auch auf den Leser selbst: Woher kommt der Mensch? Wir kommen von Gott her, in ihm haben wir unseren wahren Grund.

Anselm Grün

Frage: Woher spüre ich in meinem eigenen Leben die Wurzeln, die mich mit dem Göttlichen verbinden?

Joh 2, 10 Der gute Wein

Joh 2,10: ‭und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten!‭

Das Beste

Sie haben den guten Wein bis jetzt aufbewahrt! Hinter diesen Worten steckt ein Prinzip: das Prinzip, dass für das Volk Gottes das Beste immer noch bevorsteht.

Mit Jesus ist die Zeit gekommen, den Wein in Fülle zu trinken, Hochzeit zu feiern mit Gott.

Der Leser soll durch dieses Wort erkennen, was durch Jesus in diese Welt eingebrochen ist, dass das Leben durch ihn einen neuen, köstlichen Geschmack bekommen hat.

Frage: Wie kannst du im Alltag die Fülle und den neuen Geschmack des Lebens, den Jesus bringt, bewusster wahrnehmen?

Joh 2, 11 Erstes Zeichen

Joh 2,11: Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden.

Joh 2,11: Seine Jünger glaubten an ihn.

Jesus der messianische Bräutigam

Mit diesem Zeichen offenbart sich Jesus als der messianische Bräutigam. Bei der Erzählung fehlt eine Erwähnung der Braut. Diese Leerstelle soll uns als Leser darauf hinweisen, dass wir selbst die Braut sind, jeder einzelne von uns.

Jesus, der Bräutigam, du die Braut: das ist nicht Mystik für Auserwählte, sondern Kern unseres Seins als Christen.

Das Wunder von Kana hat bleibende Bedeutung. Es geschieht immer neu, wenn Menschen sich auf Jesus Christus einlassen. Anselm Grün sagt dazu: Wenn Gott Mensch wird, dann feiert er Hochzeit mit den Menschen, dann wird er genauso eins mit ihnen wie Mann und Frau in der Ehe.

Das verwandelt unser Leben, sind wir doch nicht mehr zwei oder viele, sondern eins in Christus.

Glaube ist: in Erwartung auf den Himmel zu leben, wo er, der Bräutigam, auf mich wartet und nach mir Ausschau hält. Pamela Reeve 

Frage: Wie erlebe ich in meinem eigenen Leben die Einheit mit Christus, und wo darf ich mich ganz auf diese Begegnung einlassen?

Seine Jünger glaubten an ihn

Natürlich glaubten sie vorher, aber jetzt wurde ihr Glaube vertieft und erneut zum Ausdruck gebracht. Das ist typisch für das christliche Leben.

Gott tut Großes in unserem Leben und wir glauben wieder an Ihn. Seine Jünger glaubten an ihn. Glauben, dass Gott Macht hat, dass für ihn nichts unmöglich ist. Glauben, dass er da ist, dass er uns gut ist, dass er uns bedingungslos liebt, unsere Gebrechen heilt und uns die Schuld vergibt.

Glauben, dass er uns mit seiner Güte umfängt und dass wir uns ihm vertrauensvoll überlassen dürfen. Das ist Hochzeit, Freude, Glück! Seine Liebe ist grenzenlos. Seine Liebe ist unermesslich und unerschöpflich.

Wenn er schenkt, schenkt er in Fülle den neuen Wein, das neue Leben.

Frage: Wo in meinem Leben spüre ich die grenzenlose Liebe und Fülle Gottes, und wie kann ich mich ihr heute vertrauensvoll öffnen?

Joh 2, 12 Gang nach Kapernaum

Joh 2,12: ‭Danach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort.‭

Kapernaum

Das Dorf Kapernaum am nördlichen Ufer des Sees Genezareth war die Wahlheimat Jesu ( Matthäus 4:13 ).