Psalm 36:
Auslegung und Andacht
Das Heil des Gerechten

Psalm 36 im Überblick: Eine Vers-für-Vers-Betrachtung des 36 Psalms. Entdecke die Bedeutung der einzelnen Abschnitte und ihre Relevanz für dein persönliches Leben.

Andacht zu Psalm 36

In Psalm 36 stellt David zwei Welten gegenüber: Die Finsternis der Gottlosigkeit und das strahlende Licht der Gnade Gottes. Es ist ein Psalm, der uns zeigt, wo wir in einer unsicheren Welt wahre Geborgenheit finden.

  • ​Die Blindheit der Sünde: David beschreibt treffend, wie sich der Mensch von Gott abwendet und dabei die Ehrfurcht verliert. Wer nur auf sich selbst schaut, verliert den Blick für das Gute.
  • ​Gottes grenzenlose Güte: Inmitten dieser Dunkelheit lobt David Gottes Treue, die „bis an die Wolken“ reicht. Gott ist die Quelle des Lebens und das Licht, das uns den Weg weist.
  • ​Schatten seiner Flügel: Der Psalm bietet ein starkes Bild für Schutz: Bei Gott finden wir Zuflucht und werden gesättigt von der Fülle seines Hauses.

​Fazit: Psalm 36 lädt uns ein, den Blick von der Bosheit der Welt abzuwenden und uns an der unerschöpflichen Quelle Gottes zu erneuern. Bei ihm finden wir das Licht, das jede Dunkelheit vertreibt.

Ps 36, 1 Psalm Davids

Ps 36:1: ‭Dem Vorsänger. Von David, dem Knecht des Herrn.

Ps 36, 2 Gottloser ohne Gottesfurcht

Ps 36:2: Ein Urteil über die Abtrünnigkeit des Gottlosen kommt aus der Tiefe meines Herzens: Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen!

Abtrünnigkeit des Gottlosen

Psalm 36,2 beginnt mit der Beobachtung, dass die Bosheit des Menschen keine Angst vor Gott hat. Es beschreibt die Haltung von Menschen, die sich durch ihre bösen Taten nicht von Gottes moralischen Standards leiten lassen.

Dieser Vers zeigt, wie sich solche Menschen ihrer eigenen Wege und Verfehlungen bewusst sind, aber dennoch unempfindlich gegenüber der moralischen Ordnung und der göttlichen Gerechtigkeit bleiben. Für den gläubigen Leser ist dies eine Aufforderung zur Wachsamkeit und zur Reflexion über die eigene moralische Haltung.

Der Vers mahnt, sich nicht von der Unbekümmertheit derer beeinflussen zu lassen, die Gott und seine Gebote missachten, sondern sich stets auf das Gute und Gerechte zu besinnen.

Auslegung - Frage:: Wie offen bin ich für die leise Stimme der inneren Moral, auch wenn äußere Umstände und Menschen mich dazu verleiten, sie zu überhören?

Ps 36, 3 Er übersieht seine eigene Schuld

Ps 36:3: Denn es schmeichelt ihm in seinen Augen, seine Missetat zu vollbringen, zu hassen.

Zusammenfassung

​Psalm 36,3 enthüllt die subtile Wurzel alles Bösen: die Selbstschmeichelei und die Verblendung des menschlichen Herzens, das die eigene Schuld schönredet und sich vor dem Anspruch Gottes verschließt

Ps 36, 4 Seine Worte sind Trug

Ps 36:4: Die Worte seines Mundes sind Lug und Trug; er hat aufgehört, verständig zu sein und Gutes zu tun.

Die Worte seines Mundes sind Lug und Trug

Dieser Vers beschreibt eine Person, deren Worte und Handlungen von Unrecht und Täuschung geprägt sind. Sie ist nicht nur moralisch fehlgeleitet, sondern zeigt auch eine gefährliche Haltung gegenüber Lernen und ethischem Verhalten.

Es wird deutlich, dass solche Personen sich bewusst von Weisheit und ethischen Prinzipien abwenden. Der Vers warnt vor den Konsequenzen solcher Haltungen und betont die Notwendigkeit, sich ständig mit moralischer und geistiger Klarheit auseinanderzusetzen.

In unserem eigenen Leben sollten wir wachsam sein, dass unsere Worte und Taten von Integrität und Wahrheit geprägt sind.

Auslegung - Frage:: Wie bewusst achtest du darauf, dass deine inneren Überzeugungen und äußeren Handlungen im Einklang mit deiner spirituellen Wahrheit stehen?

Ps 36, 5 Er plant Unheil

Ps 36:5: Auf seinem Lager brütet er Bosheit aus, er stellt sich auf einen Weg, der nicht gut ist; das Böse verabscheut er nicht.

Andacht von Augustinus

Das Lager ist das Innere des Herzens. Was tut der Gerechte auf seinem Lager? Er prüft sein Gewissen, bereut seine Fehler und findet Stille in Gott. Was aber tut der Gottlose? Weil er das Licht Gottes flieht, nutzt er die Stille seines Herzens nicht zur Reue, sondern zur Erfindung neuer Sünden. Er brütet die Ungerechtigkeit dort aus, wo er allein mit seinen Gedanken ist. Sein Lager wird nicht zum Ort des Gebets, sondern zur Werkstatt der Bosheit.

Solange der Mensch das Böse, das er tut, noch hasserfüllt verabscheut, ist Hoffnung auf Heilung da. Denn wer seine Sünde hasst, stimmt bereits dem Gesetz Gottes zu. Wenn du deine Sünde verabscheust, schließt du ein Bündnis mit Gott gegen dich selbst. Dieser Gottlose aber hat aufgehört, das Böse zu hassen; er nennt das Böse gut und das Gute böse. Weil er die Sünde liebt, verabscheut er die Züchtigung der Gnade. Wer das Böse nicht mehr hasst, verschließt der Barmherzigkeit Christi die Tür

​Ps 36, 6 Gottes Gnadenfülle

Ps 36,6: Herr, deine Gnade reicht bis zum Himmel, deine Treue bis zu den Wolken!

Die große Gnade des Herrn

Herr! In diesem Namen ist uns alles Licht enthalten, das unsere Seele hell macht.
Wir rufen zum Herr und es ist, als ob in einer finsteren Höhle eine Fackel angezündet würde.

Es ist, wie wenn sich dem suchenden Blick des Seefahrers mitten in der Nacht plötzlich die Wolkendecke auftut und er den Polarstern funkeln sieht.

Der Name des Herrn ist uns ein starker Turm. Wir laufen dahin und wir sind in Sicherheit.

Die Kostbarkeit der Gnade des Herrn erkennen die, welche glauben. Sie schauen die Entfaltung der Liebe, das Erbarmen Gottes gegen die Sünder.

Gott ist in seiner Höhe unendlich wie der Himmel, er ist mächtig und unerschütterlich wie ein Fels und doch ist er kein ferner und kein abweisender Gott für uns.

Auslegung - Frage:: Wie kannst du in deinem Leben die Nähe und Sicherheit spüren, die dieser Name dir schenkt?

Ps 36, 7 Hilfst Mensch und Tier

Ps 36:7: Deine Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes, deine Gerichte sind wie die große Flut; du, o Herr, rettest Menschen und Tiere.

Rettest Menschen und Tiere

Er gibt das Licht der Sonne, die Luft zum Atmen, die Speise und die Gesundheit den Menschen und den Tieren gleichermaßen, den Guten wie den Bösen. Das ist das Brot des Leibes. Aber suchst du nur diese Rettung, die du mit dem Vieh gemein hast? Verlangen die Gläubigen nach nichts Höherem? Gott bewahrt eine andere, ewige Rettung auf – nicht für das Vieh, sondern für die Menschen, die nach seinem Bilde geschaffen sind. Wer die Heilung der Seele sucht, der ersehnt die Rettung, die im Schauen seines Angesichts vollendet wird. Andacht von Augustinus

Ps 36, 8 Schutz unter Flügeln

Ps 36:8: Wie köstlich ist deine Gnade, o Gott, dass Menschenkinder Zuflucht finden unter dem Schatten deiner Flügel!

Wie köstlich ist deine Gnade

Gott hat seine Barmherzigkeit zuerst darin gezeigt, dass er den Menschen erschuf, und sodann darin, dass er Mensch und Tier zeitlich erhält (V. 7). Aber er hat seine Barmherzigkeit noch vervielfacht! Wie hat er sie vervielfacht? Indem er seinen eingeborenen Sohn in die Welt sandte, um für die Sünder zu sterben. Die erste Barmherzigkeit gab uns das irdische Dasein; die vervielfachte Barmherzigkeit aber schenkt uns die Vergebung der Sünden, den Heiligen Geist und das ewige Leben. Andacht des Augustinus

Ps 36, 9 Gottes reiche Gastfreundschaft

Ps 36,9: Sie laben sich an den reichen Gütern deines Hauses, mit dem Strom deiner Wonne tränkst du sie.

Nahrung von Gott

Wir finden in Gottes Güte nicht allein Schutz, sondern auch Nahrung. Nahrung, die wirklich sättigt und Genuss bereitet.

Gott gibt seinen Geist nicht nach Maß, er teilt seine Gaben mit freigebiger Hand aus, seine Segnungen fließen frei und voll. Er öffnet seine Hand und sättigt alles Lebendige mit seinem Geist.

Das größte bleibende Geschenk ist sein Sohn, den Christus. Das Angesicht Gottes, die uns zugewandte helle Seite Gottes, ist uns in Christus geschenkt.

Jesus Christus, der Auferstandene, das bedeutet, dass Gott aus Liebe und Allmacht dem Tod ein Ende macht und eine neue Schöpfung ins Leben ruft, neues Leben schenkt. Bonhoeffer

Auslegung - Frage:: Wie offen bist du dafür, die nährende Güte Gottes in deinem Leben wirklich anzunehmen und dich von ihr erfüllen zu lassen?

Ps 36, 10 Quelle des Lebens

Ps 36,10: Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht.

Andacht von Spurgeon

Es gibt in unserer geistlichen Erfahrung Zeiten, in denen uns menschlicher Rat, menschliche Anteilnahme oder auch geistliche Traditionen weder trösten noch helfen können.

Warum lässt das der Gott der Gnade zu? Vielleicht deshalb, weil wir uns zu sehr von Ihm abgewendet haben. Er nimmt uns alles, worauf wir im Leben vertrauten, damit wir wieder zu Ihm hingetrieben werden.

Es ist etwas Seliges, wenn wir dort leben, wo die Quelle entspringt.
Spurgeon

Auslegung - Frage:: Wo in meinem Leben spüre ich, dass ich mich von der Quelle des Lebens entfernt habe – und wie könnte ich mich ihr wieder öffnen?

Licht und Leben

Vom Herrn als Quelle geht alles Leben aus. Durch ihn wird es erhalten, von ihm allein kann es zur Vollendung geführt werden. Das Geschöpf hat Leben, aber die Quelle des Lebens ist einzig der Schöpfer.

Dies gilt sowohl für das körperliche, aber viel mehr noch für das geistliche Leben. Wer nun die Quelle hat, hat alles, alles in Jesus Christus: Der Sohn Gottes ist uns Licht und Weisheit von Gott.

Er ist uns das Licht des Lebens, das die Finsternis und damit alle Ungewissheit und Angst vertreibt. Er ist uns eine Lampe, die uns in einer finsteren Welt den Weg nach Hause leuchtet.

Auslegung - Frage:: Wo in deinem Leben spürst du die Quelle des Lebens am deutlichsten, und wie lässt dich das innerlich wachsen?

Licht Gottes

Wir bedürfen keiner Kerze, um die Sonne zu sehen.
Wir nehmen sie durch ihren eigenen Glanz wahr und sehen dann alles andere im Licht ihrer Strahlen.

Ebenso ist es mit dem Licht Gottes.
Nur im Licht Gottes, also von seinem Licht, von seinem Blick her, kommen wir selbst ins rechte Licht, gewinnen wir Klarheit über Gott, diese Welt, über uns selbst.

Finden wir Gott, so finden wir auch uns selbst.

Auslegung - Frage:: Wie verändert sich dein eigener Blick auf dich selbst und dein Leben, wenn du dich von Gottes Licht erhellen lässt?

Über das Leben

Viele Leben in aller Welt erscheinen mühsam, schmerzhaft, voller Probleme und Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Doch erhält der Mensch das Leben als Geschenk: Er bittet nicht darum, er wählt es nicht, er erfährt es in seinem Geheimnis vom ersten bis zum letzten Tag. Das Leben hat seine eigene außergewöhnliche Besonderheit: Es wird uns angeboten, wir können es uns nicht selbst geben. Es muss aber ständig genährt werden: Es bedarf einer Pflege, die es erhält, belebt, bewahrt und mit neuem Elan erfüllt.

Man kann sagen, dass die Auslegung - Frage: nach dem Leben eine der großen Auslegung - Frage:n des menschlichen Herzens ist. Wir sind ins Leben getreten, ohne etwas dafür getan zu haben, um darüber zu entscheiden. Aus dieser Tatsache erwachsen die Auslegung - Frage:n aller Zeiten wie ein reißender Fluss: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist der letzte Sinn dieser ganzen Reise?

Das Leben verlangt in der Tat nach einem Sinn, einer Richtung, einer Hoffnung. Und die Hoffnung wirkt wie der tiefe Antrieb, der uns durch Schwierigkeiten hindurchgehen lässt, der uns nicht aufgeben lässt in der Mühsal der Reise, der uns sicher macht, dass die Pilgerreise des Daseins uns nach Hause führt. Ohne Hoffnung läuft das Leben Gefahr, wie eine Klammer zwischen zwei ewigen Nächten zu erscheinen, wie eine kurze Pause zwischen dem Vorher und Nachher unseres Daseins auf Erden. Auf das Leben zu hoffen bedeutet hingegen, sich auf das Ziel zu freuen, an das zu glauben, was wir noch nicht sehen und nicht berühren können, zu vertrauen und uns der Liebe eines Vaters anzuvertrauen, der uns geschaffen hat, weil er uns aus Liebe gewollt hat und uns glücklich sehen möchte.

Meine Lieben, es gibt eine weit verbreitete Krankheit in der Welt: den Mangel an Vertrauen in das Leben. Das ist, als hätte man sich resignierend mit einem negativen Schicksal abgefunden. Das Leben läuft Gefahr, nicht mehr als ein Geschenk verstanden zu werden, sondern als eine Unbekannte, fast als eine Bedrohung, vor der man sich schützen muss, um nicht enttäuscht zu werden. Aus diesem Grund ist der Mut zu leben und Leben zu schenken, zu bezeugen, dass Gott der „Freund des Lebens“ schlechthin ist, wie es im Buch der Weisheit (11,26) heißt, heute dringender denn je.

Schwestern und Brüder, die Auferstehung Jesu Christi ist die Kraft, die uns in der Herausforderung stärkt, auch dort, wo die Finsternis des Bösen Herz und Verstand verdunkelt. Wenn das Leben erloschen oder versperrt zu sein scheint, dann kommt der auferstandene Herr vorbei, um mit uns und für uns zu gehen, bis zum Ende der Zeit. Er ist unsere Hoffnung.

Papst Leo XIV

Ps 36, 11 Erhalte Güte den Aufrichtigen

Ps 36,11: Erweise deine Gnade auch weiterhin denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtigen Herzens sind!

Die dich kennen

Gott streckt seine Barmherzigkeit aus, damit wir ihn nicht nur für einen Augenblick erkennen, sondern in dieser Erkenntnis bleiben. Denn worin besteht die Erkenntnis Gottes? Nicht darin, dass wir uns einbilden, etwas aus uns selbst zu sein, sondern darin, dass wir erkennen: Alles, was wir sind und haben, verdanken wir seiner Gnade. Wer meint, Gott aus eigener Kraft zu kennen, kennt ihn noch nicht wie er sollte. Nur wer erkennt, dass er ohne Gottes Barmherzigkeit nichts ist, kennt Gott wahrhaftig. Andacht von Augustinus

Aufrechtes Herz

Das aufrechte Herz ist eine der zentralen Metaphern der biblischen Anthropologie und Geistlichkeit. Es steht im direkten Gegensatz zum „krummen“, flachen oder doppelzüngigen Herzen.

​Sowohl im Alten Testament als auch in der christlichen Tradition bezeichnet es keine moralische Perfektion im Sinne von Sündlosigkeit, sondern eine grundlegende Ausrichtung der Seele.

Willst du wissen, was ein aufrechtes Herz ist? Es ist das Herz, das dem Willen Gottes folgt und nicht versucht, den Willen Gottes hinter sich herzuziehen. Augustinus

Ps 36, 12 Stolzer Fuß

Ps 36:12: Lass den Fuß der Hochmütigen mich nicht erreichen, und die Hand der Gottlosen mich nicht vertreiben!

Was ist der Fuß des Stolzes?

Er ist der erste Schritt des Abfalls von Gott! Wodurch fiel der Teufel? Durch Stolz. Was war das Gift, das die Schlange im Paradies ausgoss? 'Ihr werdet sein wie Gott.' Der Fuß des Stolzes ist das Bestreben des Menschen, auf eigenen Füßen zu stehen, statt sich von der Gnade Gottes tragen zu lassen. Wann immer der Mensch meint, aus eigener Kraft gerecht zu sein, ist er bereits vom 'Fuß des Stolzes' getroffen.“

​Die Gefahr im Inneren

Gebrauche dieses Gebet nicht nur gegen äußere Feinde! Bete vor allem gegen den Stolz im eigenen Herzen. Hüte dich davor, dass nach den großen Erleuchtungen und der Erfahrung von Gottes Süßigkeit (wie in den Versen 8-10) nicht der Fuß des Stolzes einschleicht und dich wähnen lässt, du seist etwas Besonderes. Der Stolz vertreibt den Menschen aus dem Paradies und trennt ihn von der Quelle des Lebens.

Ps 36, 13 Übeltäter stürzen

Ps 36:13: Dort sind die Übeltäter gefallen; sie wurden niedergestoßen und konnten nicht mehr aufstehen.

Wo sind sie gefallen?

Dort, wo der Fuß des Stolzes herrschte! Das ‚Dort‘ ist der Stolz selbst. In dem Augenblick, in dem der Mensch im Herzen stolz wird und sich über Gott erheben will, ist er in den Augen Gottes bereits gefallen, auch wenn er vor den Menschen noch aufrecht zu stehen scheint. Wer sich selbst erhöht, dessen Sturz beginnt im Verborgenen seines eigenen Herzens. Sie sind genau dort gefallen, wo sie meinten, am stärksten zu sein. Andacht von Augustinus

Warum konnten sie nicht mehr aufstehen?

Weil ihnen der Odem der Gnade fehlt! Wer aus eigener Kraft stehen will, fällt unweigerlich. Wer aber in Demut erkennt, dass er von sich aus nichts ist, den richtet die Hand Christi auf. Die Hochmütigen wollen stehen ohne Gott – darum fallen sie für immer. Die Demütigen aber liegen vor Gott auf den Knien – darum werden sie auferstehen zum ewigen Leben und stehen dürfen vor dem Richterstuhl des Menschensohnes. Andacht von Augustinus

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Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Psalm Ps 36 

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