Psalm 37:
Auslegung und Andacht
Schicksal der Frevler und Gerechten
Psalm 37 im Überblick: Diese Andacht führt dich Schritt für Schritt durch den 37 Psalm. Verstehe die Botschaft des Psalms und ihre praktische Anwendung.
Inhaltsverzeichnis
Andacht zu Psalm 37
Psalm 37 ist ein Weisheitspsalm, der uns lehrt, wie wir reagieren sollen, wenn es „bösen Menschen“ scheinbar besser geht als uns. David gibt uns hier eine Strategie für inneren Frieden in einer ungerechten Welt.
- Vertrauen statt Verbitterung: Der Psalm fordert uns auf: „Befiehl dem Herrn deine Wege.“ Statt sich über den Erfolg Ungerechter zu ärgern, sollen wir unsere Energie auf Gott konzentrieren.
- Die Kraft der Geduld: David betont, dass das Glück der Gottlosen nur von kurzer Dauer ist. Wer aber auf Gott harrt, wird das Land erben und dauerhaften Frieden finden.
- Gottes Treue im Alltag: „Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen.“ Dieser Vers ist eine kraftvolle Zusage, dass Gott für seine Kinder sorgt, egal wie die Umstände aussehen.
Fazit: Psalm 37 ist ein Aufruf zur Gelassenheit. Er erinnert uns daran, dass Gott die Gerechtigkeit am Ende wiederherstellt und wir uns heute sicher in seine Hände fallen lassen können.
Ps 37, 1 Erzürne nicht über Frevler
Ps 37:1: Von David. Erzürne dich nicht über die Bösen, und ereifere dich nicht über die Übeltäter!
Erzürne dich nicht
Es beschreibt den inneren Brand der Empörung, wenn der Gerechte sieht, wie Menschen ohne Rücksicht auf Gottes Gebote florieren, während der Treue leidet. Die Weisheit mahnt: Gib dich diesem Fressen der Seele durch Groll nicht hin!
Ps 37, 2 Wie Gras verdorren sie rasch
Ps 37:2: Denn sie werden schnell verdorren wie das Gras und verwelken wie das grüne Kraut.
Das Bild des Grases
In der Landschaft Palästinas ist das Ergrünen im Frühjahr nach den Regenzeiten sprichwörtlich von kurzer Dauer. Sobald die heißen Wüstenwinde (Schirokko) einsetzen, verdorrt die Vegetation oft innerhalb weniger Tage oder gar Stunden.
Die Illusion der Blütezeit
Siehst du das Gras im Winter oder Frühjahr? Es leuchtet grün, es scheint stark und voller Leben. Doch der Sommer steht bevor! So ist das Leben der Gottlosen in dieser Welt: Ihr Reichtum, ihre Ehre und ihre Freude sind nur die kurze Winterblüte des Grases. Wenn die Sonne des Gerichts aufgeht, bleibt von all ihrer Pracht nichts als trockenes Heu, das ins Feuer geworfen wird. Andacht von Augustinus
Der Zeitmaßstab Gottes
Selbst wenn der Gottlose ein hohes Alter von achtzig oder hundert Jahren erreicht – was ist das gemessen an der Ewigkeit? Es ist nur ein Augenblick, wie das Erblühen und Verdorren des Grases an einem einzigen Tag. Lass dich also nicht von der kurzfristigen Farbe des Grases täuschen, sondern frage nach der Wurzel! Andacht von Augustinus
Ps 37, 3 Davids zweiter Rat
Ps 37,3: Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue.
Vertraue und tu Gutes
Das Erste, was wir tun müssen: Vertraue! Das ist das Grundlegendste. Was auch kommt, wir dürfen uns nicht dazu drängen oder hinreißen lassen, unser Vertrauen wegzuwerfen. Wir wollen den guten Führungen des Herrn vertrauen. Er weiß, was er tut. Wir müssen nicht alles wissen, aber uns genügt zu wissen, dass er weiß. Wir sind sein und er ist unser, was um uns auch geschehen mag.
Das Zweite, was wir tun müssen: Gutes tun! Vertraue ich ihm, tue ich schon das erste Gute und aus diesem Guten erwächst alles weitere Gute. Die Reihenfolge ist wichtig. Wir tun nicht Gutes, um uns bei Gott etwas zu verdienen oder um sein Vertrauen zu gewinnen. Nein, sondern umgekehrt. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wir vergeben, wie auch Christus uns vergeben hat. Wir tun Gutes, weil er uns zuerst Gutes tut.
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute deinem Vertrauen in die göttliche Führung Raum geben, um daraus echte gute Taten wachsen zu lassen?
Vertrauen und Gutes tun
Gott hat uns nicht erschaffen, damit wir egoistisch sind und uns nur darauf konzentrieren, wie wir uns selbst helfen können. Er will, dass wir guten Samen ausstreuen, indem wir anderen helfen.
Gutes zu tun ist sehr befriedigend, weil es sich wunderbar anfühlt, etwas Positives zu bewirken. Außerdem öffnet es eine Tür für Gott, sodass er uns noch mehr beschenken kann.
Vertraue Gott, dass er das Richtige in deinem Leben tun wird. Hilf anderen, während du auf sein Handeln wartest. Du wirst erleichtert sein, wenn du nicht mehr die ganze Zeit über dich selbst nachdenkst.
Während du Gott vertraust und das Gute tust, das vor dir liegt, wird er dich treu segnen und deine Bedürfnisse stillen.
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute anderen helfen und dabei zugleich deinem eigenen Herzen Frieden schenken?
Ps 37, 4 Davids dritter Rat
Ps 37,4: Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!
Ps 37:4: Freue dich über den Herrn, und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst.
Freue dich über den Herrn
Psalm 37,4 lädt uns ein, unsere Freude an Gott zu haben. Das klingt schön, ist im Alltag aber oft herausfordernd. Unsere Wünsche kreisen schnell um Sicherheit, Anerkennung oder Erfolg. Wenn diese Dinge wanken, wird auch unsere Freude brüchig.
Der Psalm erinnert daran, dass echte Erfüllung tiefer liegt. Gott kennt unsere Sehnsüchte besser als wir selbst. Wenn wir Zeit mit ihm verbringen, im Gebet, in Stille oder im Vertrauen auf sein Wort, ordnen sich unsere Wünsche neu. Manche Träume verändern sich, andere werden klarer. Freude an Gott bedeutet nicht, dass alles leicht wird. Es heißt, dass unser Herz einen festen Ort findet, selbst mitten im Ungewissen.
Auslegung - Frage: Wo suche ich meine Freude, und wie könnte ich Gott heute bewusst Raum geben, mein Herz neu auszurichten?
Habe Lust am Herrn
Das Leben des Gläubigen wird hier als Freude und Wonne in Gott beschrieben. Wir werden in der Überzeugung bestätigt, dass die wahrhafte Gottesfurcht von Glück und Seligkeit überströmt.
Wir fürchten Gott nicht aus irgendeinem Zwang, denn unser Glaube ist kein Gefängnis und unser Bekenntnis keine Kette. Wir werden nicht mit Gewalt zum heiligen Leben geschleppt, und wir werden nicht wie Sklaven zu unserer Pflicht geknechtet.
Nein, unser Gottvertrauen ist unser Vergnügen, unsere Hoffnung ist unsere Freude, und unsere Pflicht ist unsere Lust. Freude und wahre Gottesfurcht sind miteinander verwachsen wie Wurzel und Blüte, so unzertrennbar wie Wahrheit und Gewissheit.
Sie sind wahrlich wie zwei kostbare Juwele, die nebeneinander in einer goldenen Fassung schimmern.
Spurgeon
Auslegung - Frage: Wie spürst du in deinem eigenen Leben die Verbindung zwischen Freude und Gottesfurcht?
Ps 37, 5 Befiehl Gott deinen Weg
Ps 37,5: Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.
Ps 37,5: Lass den Herrn deinen Weg bestimmen, vertrau auf ihn, und er wird handeln.
Befiehl dem Herrn deinen Weg
Wir befehlen dem Herrn unseren Weg, wie der Herr Jesus auch seinen ganzen Weg Gott befahl, bis ans Ende, bis auf den Hügel Golgatha. Unsere Sache ist es nicht, den Weg zu bestimmen, auf dem wir durch diese Welt gehen. Unsere Sache ist einzig, dem Herrn zu vertrauen und zu gehorchen.
Es wäre eine viel zu große Last, müssten wir unseren Weg selbst bestimmen und dafür sorgen, dass wir ihn gehen können. Nein, diese Last sollen wir auf den Herrn Jesus wälzen. Er ist besorgt um uns und er handelt für uns.
Übergib in des ewigen Hände das, was dir das Herz beschwert, alle deine Kümmernisse und Sorgen. Unterstelle ihm den ganzen Lauf deines Lebens. Lass fahren alle Angst. Überlass alles deinem treuen Gott.
Sei still! Vertraue still!
Auslegung - Frage: Wo in meinem Leben darf ich heute noch lernen, meinen Weg ganz in Gottes Hände zu legen und ihm zu vertrauen?
Gebet hat Wirkung
Es ist schon seltsam. Man sollte meinen, dass jemand, der die Kraft seiner Hände einsetzt und selbst handelt, mächtiger ist, als der, der sie faltet. Es ist aber umgekehrt.
Denn wer sie zum Gebet faltet und damit bewusst vor Gott hintritt, erkennt seine eigene Schwäche und ist stärker, weil er sich an den Starken wendet.
Wenn wir nicht so sehr von uns selbst und unseren Möglichkeiten eingenommen und gefesselt wären, würden wir uns öfter und gläubiger an die Allmacht Gottes wenden und dort Hilfe finden zur rechten Zeit.
Machen wir doch aus unseren Wohnstätten und Kirchen wirklich Häuser, in denen man auf Gottes Macht vertraut und ihm begegnet im Gebet.
Anton Stehmer
Auslegung - Frage: Wie offen bin ich dafür, meine eigene Schwäche anzunehmen und mich in Momenten der Unsicherheit vertrauensvoll an eine höhere Kraft zu wenden?
Immer wieder: Vertrauen
Beachte den Zusammenhang in diesem Vers: Die Voraussetzung, dass Gott in unserem Leben handelt, ist, dass wir ihm unsere Wege und damit unser tägliches Leben anbefehlen. Es ist nicht legitim, mich nur auf den zweiten Teil dieses Verses zu berufen, wenn ich nicht bereit bin, den ersten Teil des Verses ernst zu nehmen und im Gehorsam praktiziere. Das ist nicht gesetzlich, sondern nur logisch.
Auch meine Beziehung mit Gott will im Gehorsam geübt werden, damit ich mich daran erfreuen kann.
Hans Peter Royer
Was Jesus uns anbietet, ist einzigartig: Er handelt und wir vertrauen; er stribt und wir leben; er lädt ein und wir glauben. Max Lucado
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute in deinem Leben den Gehorsam als Ausdruck deiner Beziehung zu Gott neu erfahren und vertiefen?
Nachfolge bedeutet auch loszulassen
Nachfolge Jesu entscheidet sich nicht nur in den großen Momenten des Lebens, sondern mitten im ganz normalen Alltag. Nachfolge bedeutet hier ganz konkret: Ich muss nicht alles alleine im Griff haben oder krampfhaft für jedes Problem sofort die perfekte Lösung erzwingen.
Wo Jesus führt, darf ich loslassen. Seine Nachfolge nimmt mir nicht die Verantwortung für mein Handeln ab, aber sie befreit mich vom Druck, der Herr über mein Schicksal sein zu müssen. Meine tägliche Aufgabe als Nachfolger ist es, aufmerksam und mit offenem Herzen meinen Weg zu gehen, während ich mich an seinem Vorbild und seinem Wort orientiere. Nachfolge heißt: Schritt für Schritt an der Hand Gottes zu gehen und darauf zu vertrauen, dass er mir im richtigen Moment die nötige Klarheit und seinen Frieden schenkt.
Heute will ich im Alltag ganz neu lernen, was Nachfolge bedeutet: Gott die Kontrolle zu übergeben, auf seine Stimme zu hören und mich voll Vertrauen von ihm tragen zu lassen.
Ps 37, 6 Gottes Gerechtigkeit bricht hervor
Ps 37:6: Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.
Aufgehende Gerechtigkeit
Dieser Vers ermutigt dazu, dass Gott letztendlich Gerechtigkeit schaffen wird.
Das Bild des Lichts, das die Dunkelheit durchbricht, symbolisiert, wie Gott Klarheit und Wahrheit über jede Situation bringt.
Gleichzeitig zeigt der Vergleich mit dem Mittag, dass Gottes Gerechtigkeit strahlend und unübersehbar sein wird.
Für mich persönlich bedeutet das, dass – egal wie verworren oder ungerecht die Welt erscheinen mag – letztendlich Gottes Gerechtigkeit triumphieren wird.
Es ist ein Aufruf, Vertrauen in Gottes Wege zu haben, auch wenn wir nicht sofort verstehen, wie alles zusammenpasst.
Auslegung - Frage: Wie kannst du in deinem Leben mehr Vertrauen entwickeln, auch wenn du die Zusammenhänge noch nicht erkennst?
Ps 37, 7 Stilles Warten auf Gott
Ps 37,7: Halte still dem Herrn und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, Über den Mann, der Arglist übt.
Halte still
Wir finden unsere ruhigen Orte und ziehen uns zurück. Wir nehmen uns Zeit. Manchmal genügen nur ein paar Minuten, ein anderes Mal reicht eine Stunde nicht aus.
Wir entschleunigen, atmen und kommen wieder in der Gegenwart an. Wir beginnen zu fühlen. So erfahren wir Freiheit.
Unsere Erfolge und Misserfolge verlieren langsam ihre Macht über uns. Wir werden frei von der Tyrannei der Meinung anderer. Frei, einfach wir selbst zu sein.
In der Stille und Einsamkeit kommt unsere Seele endlich nach Hause – nichts weiter als Kinder unseres Vaters, adoptiert in Liebe.
Es ist eigentlich so einfach, sich jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen, um in der Stille mit sich und Gott allein zu sein.
Versuche, deine Seele immer in Frieden und Ruhe zu halten. Ignatius von Loyola
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute einen Moment der Stille finden, um deine wahre Freiheit zu spüren und deine Seele heimkehren zu lassen?
Ps 37, 8 Abkehr vom Zorn
Ps 37,8: Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; erzürne dich nicht! Es entsteht nur Böses daraus.
Ps 37,8: Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen.
Steh ab vom Zorn
Wut taucht immer wieder in uns auf, oft scheinbar ohne Vorwarnung. Gefühle lassen sich nur schwer kontrollieren, und gerade die Wut gehört dazu. Doch diese Wut darf nicht verdrängt werden, denn das hätte schmerzhafte Folgen. Sie kann uns innerlich aufzehren und zermürben. Gleichzeitig darf Wut aber auch nicht ungezügelt herausgelassen werden. Auch das führt zu Schaden.
Wer Zorn in seinem Herzen trägt, bewegt sich auf einem gefährlichen Grat, nahe dem Abgrund. Denn in Momenten des Zorns handeln wir selten so, wie es unserem Glauben entspricht.
Die entscheidende Frage ist: Wie gehen wir damit um? Unsere Verantwortung liegt darin, ob wir zulassen, dass uns die Wut übermannt und unser ganzes Handeln bestimmt. Dann gleichen wir einem Elefanten im Porzellanladen, der unkontrolliert Schaden anrichtet.
Papst Franziskus schlägt einen Weg vor, der auf den ersten Blick vielleicht zu einfach oder naiv erscheint. Doch in seinem Kern ist er der wichtigste Leitfaden für den Umgang mit Zorn.
Alle haben wir Sympathien und Antipathien, und vielleicht sind wir gerade in diesem Moment zornig auf jemanden. Sagen wir zum Herrn: Herr, ich bin zornig auf diesen, auf jene. Ich bitte dich für ihn und für sie. Für den Menschen, über den wir ärgerlich sind, zu beten, ist ein schöner Schritt auf die Liebe zu. Papst Franziskus
Auslegung - Frage: Wie kann ich in Momenten der Wut offen bleiben für die Führung Gottes und meinem Herzen Raum geben, ohne mich von meinen Gefühlen überwältigen zu lassen?
Augustinus: Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.
Ps 37, 9 Gottvertrauende erben Land
Ps 37:9: Denn die Übeltäter werden ausgerottet; die aber auf den Herrn harren, werden das Land erben.
Das wahre Land der Lebenden
Welches Land werden die Sanftmütigen und Harrenden erben? Ist es dieses irdische Land, aus dem wir doch alle durch den Tod vertrieben werden? Keineswegs! Das Land der Harrenden ist das Land der Lebenden (Ps 27,13), das himmlische Jerusalem, wo kein Tod, keine Trauer und kein Übeltäter mehr Raum hat. Dieses Land verbleibt seinen Erben in Ewigkeit.
Die Tugend des Harrens
Auf den Herrn zu harren heißt: den Schmerz der Gegenwart im Glauben zu ertragen. Wer auf den Herrn harrt, murrt nicht über die Hitze des Tages. Er weiß: Der Erblasser ist Christus, und das Erbe ist das ewige Leben. Wenn Christus unser Miterbe ist, wie sollten wir dann verzagen, wenn die Reise dorthin voller Beschwerde ist? Andacht von Augustinus
Ps 37, 10 Bald ist der Gottlose fort
Ps 37:10: Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein, und wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, ist er nicht mehr da.
Die heilsame Wandlung durch die Gnade
Achte auf die Tiefe der Schrift! Manchmal verschwindet der Sünder nicht durch den Tod, sondern durch die Bekehrung! Du suchst den Sünder Saulus – und du findest ihn nicht mehr, denn er ist zum Apostel Paulus geworden! Seine alte Stätte der Bosheit ist vernichtet, weil in ihm ein neuer Mensch in Christus erstanden ist. So mögen wir beten, dass der Gottlose stirbt, damit der Gerechte in ihm lebe!
Ps 37, 11 Erbe der Sanftmütigen
Ps 37,11: Die Sanftmütigen werden das Land erben und sich großen Friedens erfreuen.
Zur Sanftmut
Wenn du sanftmütig sein willst, lerne zuallererst, alles, was dir geschieht, anzunehmen, ohne gleich in die Haltung des Richters zu verfallen, der verurteilt. Spiritualität, die uns hart und selbstgerecht macht, ist wertlos.
Es gibt unzählige Stellen im Evangelium, in denen Jesus verurteilt. Bleibe stattdessen standhaft und beharrlich bei einem gütigen Auge. Dein Blick auf den anderen Menschen ist das entscheidende Moment.
Ein Mensch mit Sanftmut hat großes Verständnis für die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Menschen und kann diese annehmen. Und ja, ich weiß, dass dies bei bestimmten Personen eine echte Herausforderung ist und bleiben wird.
Fehler sind dick, wo die Sanftmut dünn ist. Englisches Sprichwort
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute deine eigene Sanftmut vertiefen und deinen Blick liebevoller auf andere richten?
Ps 37, 12 Frevler sinnt Böses
Ps 37:12: Der Gottlose heckt Pläne aus gegen den Gerechten und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.
Der Prototyp des Gerechten
Wer ist der Gerechte in Reinkultur, wenn nicht unser Herr Jesus Christus? Gegen ihn haben die Pharisäer und Schriftgelehrten Pläne ausgeheckt, ihn haben sie belauert, um ihn in seinen Worten zu fangen (Mt 22,15). Und wie das Haupt gelitten hat, so leidet auch sein Leib, die Kirche. Der Teufel und die Gottlosen hören nicht auf, Nachstellungen gegen die Glieder Christi zu planen. Andacht von Augustinus
Zähneknirschen
Das Knirschen mit den Zähnen ist im Alten Testament ein starkes, anthropomorphes Bild für unbeherrschten Hass, Ohnmacht und Bestialität (vgl. Ps 35,16; Ps 112,10; Hiob 16,9).
Tröstung für den Bedrängten
Fürchte dich nicht, wenn du das Knirschen der Zähne hörst! Sie können nur so weit beißen, wie Gott es zulässt. Sie knirschen mit den Zähnen auf Erden, aber der Herr im Himmel lacht ihrer (Ps 37,13). Der Hass der Verfolger leutert den Gerechten wie Gold im Ofen, während er den Verfolger selbst verzehrt.
Ps 37, 13 Gott lacht: Ihr Tag kommt
Ps 37:13: Aber der Herr lacht über ihn. Denn er sieht, dass sein Tag kommt.
Das Lachen Gottes
Das Lachen Gottes im Alten Testament (vgl. Ps 2,4; Ps 59,9) ist kein menschlich-Schadenfrohes Amüsement, sondern ein prägnantes Anthropomorphismus-Bild für göttliche Erhabenheit und die absolute Nutzlosigkeit menschlicher Auflehnung.
Die Teilhabe der Gläubigen am Lachen
Wenn der Herr lacht, ruft er auch dich dazu auf, nicht zu zagen! Warum fürchtest du den Wutausbruch eines Sterblichen? Warum zitterst du vor dem Knirschen seiner Zähne? Blicke mit den Augen Gottes auf ihn: Er ist eine Blase, die bald platzt. Wenn du den Glauben bewahrst, wirst auch du am Tag des Gerichts über die Ohnmacht der Tyrannen lächeln. Andacht von Augustinus
Ps 37, 14 Waffe gezogen gegen die Armen
Ps 37:14: Die Gottlosen haben das Schwert gezückt und ihren Bogen gespannt, um den Elenden und Armen zu fällen und die umzubringen, die aufrichtig wandeln.
Christus als der wahre Arme
Wer ist dieser 'Arme und Elende'? Es ist primär unser Herr Jesus Christus, der, obwohl er reich war, um unserentwillen arm wurde (2 Kor 8,9). Ihn haben die Gottlosen mit ihren Zungen und Schwertern durchbohrt. Und mit ihm meint es den Leib Christi, die Kirche: Wer geistlich arm ist (Mt 5,3) und seine Hoffnung allein auf Gott setzt, wird vom Stolz der Welt gehasst.
Ps 37, 15 Eigenes Schwert trifft ihr Herz
Ps 37:15: Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden zerbrechen!
Wird in ihr eigenes Herz dringen,
Wer hassfüllt gegen seinen Bruder auftritt, hat sich selbst bereits die tödliche Wunde zugefügt. Der Zorn, die Eifersucht und die Gier sind das Schwert, das nicht nach außen dringt, ohne zuerst das eigene Herz des Sünders zu zerfleischen. So richtet sich das Werk des Bösen unausweichlich gegen ihn selbst.
Ps 37, 16 Wenig mit Gott ist besser
Ps 37,16: Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss vieler Gottloser.
Ps 37,16: Lieber wenig besitzen und tun, was Gott will, als in Saus und Braus leben und Gott verachten!
Im Wenigen zufrieden
Die Zufriedenheit findet viel in wenig. Bescheidenheit, als Frucht des Heiligen Geistes, ist eine bewusste Entscheidung: glücklich zu sein mit dem, was man hat.
Wir können uns jeden Tag aufs Neue dafür entscheiden, zufrieden zu sein mit dem, was ist, und unsere Gier sowie Sehnsucht zu zügeln. Zufriedenheit zeigt sich in der Bescheidenheit.
Es liegt an uns, wie viele „Sternchen“ wir dem Tag am Ende geben – abhängig davon, mit wie vielen Wünschen und Ansprüchen wir in den Tag starten. Sind diese zu zahlreich und zu hoch, scheitern wir oft daran. Das Ergebnis ist meist Unzufriedenheit.
Bescheidenheit bedeutet, die Fähigkeit zu haben, mit Wenigem zufrieden zu sein. Aus dieser Zufriedenheit heraus bemühen wir uns in einem guten Geist, das zu tun, was Gott gefällt.
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute deine Ansprüche an den Tag anpassen, um mit mehr Zufriedenheit und innerem Frieden durchs Leben zu gehen?
Schmücke dein Haus mit Bescheidenheit. Chrysostomus
Ps 37, 17 Stütze der Gerechten
Ps 37:17: Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber die Gerechten stützt der Herr.
Die Gerechten stürzt der Herr
Es geht darum, dass selbst in schwierigen Zeiten oder Konfrontationen diejenigen, die dem Herrn treu sind, von ihm Unterstützung erfahren.
Ich persönlich interpretiere das so: Wenn wir unser Vertrauen auf Gott setzen und unseren Weg nach seinen Geboten ausrichten, dann verspricht uns dieser Psalm, dass Gott uns in schwierigen Situationen beisteht.
Er stärkt uns und gibt uns die Kraft, unseren Weg zu gehen, selbst wenn es Herausforderungen und Widerstände gibt.
Es ist ein Versprechen der Unterstützung und des Schutzes für diejenigen, die auf Gottes Führung vertrauen.
Auslegung - Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben die Erfahrung von Gottes Kraft und Schutz in herausfordernden Momenten bewusster wahrnehmen?
Ps 37, 18 Bewahrung der Frommen
Ps 37,18: Der Herr kennt die Tage der Rechtschaffenen und ihr Erbe wird ewiglich bestehen.
Ps 37,18: Tag für Tag sorgt er für die Menschen, die von Herzen aufrichtig sind.
Gott sorgt für uns
Das ist unser Trost, dass unser Lebensweg unserem Gott bekannt ist und nichts von alledem, was uns zukünftig begegnen wird, ihn überraschen kann. Weder in der Zeit noch in der Ewigkeit kann uns irgendein Übel zustoßen, das Gott nicht vorhergesehen hätte.
Die Zukunft wird nur eine fortgehende Entfaltung all des Guten sein, das der Herr für uns aufbewahrt hat. Der Herr kennt die Seinen und die Seinen hören auf seine Stimme. Er wacht über alle.
Wenden wir uns ihm in aller Aufrichtigkeit zu. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott auf aufrichtige Gebete wartet und antwortet. Versuchen wir heute aufrichtig zu Gott zu beten.
Aufrichtigkeit vor Gott ist das Erste und das Letzte, aufrichtig sich eingestehen, wie man ist. Kierkegaard.
Auslegung - Frage: Wie kann ich in meinem Leben die Gewissheit stärken, dass Gottes Führung mich auch durch unbekannte Wege sicher begleitet?
Ps 37, 19 In Hungersnot satt
Ps 37,19: Sie sollen nicht zuschanden werden zur bösen Zeit, sondern genug haben auch in den Tagen der Hungersnot.
Unerschütterlichkeit der Hoffnung
Was ist die 'böse Zeit'? Es ist die gegenwärtige Weltzeit, voll von Anfechtungen, Verfolgungen und Wankelmütigkeit. Der Gottlose wird in dieser Zeit zuschanden, weil all seine Hoffnung auf dirdische Sicherheit zusammenbricht, wenn die Krise kommt. Der Gerechte aber hat seine Hoffnung fest in Gott verankert. Selbst wenn um ihn herum alles wankt, steht sein Herz unerschüttert. Er schämt sich seines Glaubens nicht, weil er weiß, wem er geglaubt hat.
Hunger nach Wort und Wahrheit
Es gibt aber einen Hunger – den Hunger nach dem Wort Gottes (Amos 8,11). Während die Welt nach Nichtigkeit hungert und sich an den Irrtümer vergeblich zu sättigen sucht, werden die Glieder Christi an den Tischen der Heiligen Schrift und der Sakramente reichlich gesättigt. In den Zeiten der geistlichen Dürre, wenn die Wahrheit in der Welt verdunkelt wird, gibt der Heilige Geist den Aufrichtigen das 'Brot des Lebens' (Joh 6,35). Sie leiden keinen Mangel an der Gnade. Andacht von Augustinus
Ps 37, 20 Frevler vergehen
Ps 37:20: Aber die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Auen. Sie vergehen, im Rauch vergehen sie.
Pracht der Auen
Pracht der Auen bezeichnet saftige Weideplätze, Auen oder die Festtags-Lämmer. Der Ausdruck spiegelte die flüchtige Schönheit der Steppenvegetation im Vorderen Orient wider: Nach den Frühjahrsregeln erblühen die Auen in voller Pracht, doch sobald der heiße Wüstenwind (Schamsin / Scirocco) weht, dörrt das Gras innerhalb weniger Stunden komplett aus. Die Macht, der Reichtum und der Glanz der Gottlosen sind genau von dieser Art: pompös, beeindruckend, aber ohne tiefere Wurzeln und extrem kurzlebig.
Ps 37, 21 Borgen ohne Rückzahlung
Ps 37,21: Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück. Der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.
Ps 37,21: Wer Gott gehorcht, ist großzügig und schenkt gerne.
Großzügigkeit
In Gott haben wir alles! Das müssen wir uns immer wieder klar machen.
Wir bemühen uns, dem Herrn alles zu geben, da er sich für uns hingegeben hat. Wer sich selbst als beschenkt weiß, kann großzügig sein, und wir sind doch wahrlich im Übermaß vom Herrn beschenkt.
Wir können anderen Hilfe, Ermutigung, Zeit, unsere Gaben und Vergebung schenken. Wir können anderen uns selbst schenken.
Unser Glaube zeigt sich immer in unserer Freigebigkeit, vor allem indem wir uns denen liebevoll zuwenden, die Christus in besonderem Maße auf Erden darstellen: den Notleidenden, nicht als abstrakte Größe, sondern in seiner Konkretheit in den Menschen, die mir heute begegnen.
Wer wird das für dich heute sein?
Gott, ich entscheide mich jetzt, ein fröhlicher Geber zu sein. Zeig mir, wie ich heute dir und Menschen gegenüber großzügig sein kann. Amen
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute mit offenem Herzen den Menschen begegnen, die dir als Christus-Gegenüber begegnen?
Ps 37, 22 Vom Gesegnete Gesegnete erben
Ps 37,22: Denn die von Ihm Gesegneten werden das Land erben, aber die von Ihm Verfluchten sollen ausgerottet werden.
Das Land der Sterblichen versus das Land der Lebenden
Welches Land werden die Gesegneten erben? Nicht diese Erde, auf der die Gottlosen wie das Gras blühen und rasch verwelken (vgl. Ps 37,2). Das irdische Land ist das Land der Sterbenden, in dem wir Pilger sind. Das wahre Land, das Gott Seinen Gesegneten verspricht, ist das Land der Lebenden – die verklärte Schöpfung, die ewige Heimat, in der Gerechtigkeit wohnt.
Wer sind die Gesegneten?
Die Gesegneten sind diejenigen, die nicht auf ihre eigenen Werke stolz sind, sondern ihre Zuflucht zur unverdienten Gnade Gottes nehmen. Sie demütigen sich vor dem Schöpfer und werden so fähig, den Reichtum Seines Reiches zu empfangen.
Das Selbstgericht der Verfluchten
Gott verflucht den Menschen nicht aus willkürlicher Grausamkeit. Wer Gott entflieht, verflucht sich selbst, weil er sich vom Licht des Lebens abwendet. Die Verfluchten 'disperibunt' – sie gehen zugrunde und verstreuen sich in der Nichtsigkeit ihrer eigenen Begierden. Sie haben keinen Bestand in der Bürgerschaft der Heiligen.
Ps 37, 23 Der Herr lenkt Schritte
Ps 37:23: Vom Herrn werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt.
Eigene Kraft führt zum Sturz
Der Mensch wollte seinen Weg selbst lenken, als er im Paradies der Stimme der Schlange folgte. Was hat er erreicht? Er ist gestürzt und hat sich die Beine gebrochen. Wenn der Mensch meint, er gehe aus eigener Stärke, strauchelt er sofort. Erst wenn er erkennt, dass seine Schritte vom Herrn befestigt werden müssen, lernt er die Demut.
Was bedeutet es, dass Gott die Schritte des Mannes ausrichtet? Es bedeutet, dass Er unseren schwachen, wankenden Willen durch Seine Gnade stärkt. Wir wollen zwar gehen, aber ohne Seine Hand können wir die Füße nicht bewegen. Er lenkt unseren Schritt, damit wir nicht auf den Pfad der Hochmut geraten.“
Christus als der Weg
Unser Weg ist Christus selbst (Joh 14,6). Wer an Seinem Weg Gefallen hat, hat Gefallen an Seiner Demut, Seinem Kreuz und Seiner Liebe. Gottes Gnade festigt unsere Schritte so, dass wir den Fußspuren Christi nachfolgen.
Ps 37, 24 Aufrichtung nach dem Fall
Ps 37,24: Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben. Denn der Herr stützt seine Hand.
Ps 37,24: Selbst wenn er einmal stolpert, fällt er nicht zu Boden, denn der Herr hält ihn fest an der Hand.
Der Herr stützt uns
Im Leben gehen wir Schritte, die zusammen den Lebensweg ergeben. Es kann sein, dass die Schritte, die wir gehen, nicht immer richtig sind. Wir stolpern und fallen, wir kämpfen und verlieren, und wir irren. Das ist schlichtweg so.
Wichtig ist nur, was passiert, wenn wir fallen: Wir können nicht tiefer als in Gottes Hände fallen. Darum lasst uns keine Angst haben, Wege und Schritte zu gehen, und auch keine Angst davor haben, zu fallen, sondern vertrauen wir auf Gott.
Denn er geht vor uns, er ist hinter uns, er hält unsere Hand und geht neben uns her und ist auch über uns und beschützt uns. Wir vertrauen auf die ewigen Arme Gottes.
Wir mögen straucheln, aber wir stehen wieder auf. Keiner von uns wird fallen, ohne in der Gnade Gottes sich wieder zu erheben.
Herr, von dir sich abwenden, heißt fallen. Zu dir sich hinwenden, heißt aufstehen. In dir bleiben, heißt sicheren Bestand haben. Augustinus
Auslegung - Frage: Wie erlebst du persönlich die Gegenwart Gottes in deinen eigenen Momenten des Fallens und Aufstehens?
Ps 37, 25 Gerechte nie verlassen
Ps 37,25: Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln.
Lebenszeugnis des Alters
David spricht aus der Autorität des gealterten Weisheitslehrers („Ich war jung, nun bin ich alt“). Die Aussage beruht nicht auf einer theoretischen Spekulation, sondern auf der Bilanz eines ganzen Lebens voller Höhen und Tiefen, Verfolgungen und Errettungen.
Der Nicht-Verlassene Gerechte
Dass der Gerechte nicht verlassen wird, bedeutet nicht, dass er nie Armut, Krankheit oder Schweres erlebt (vgl. die Klagepsalmen oder Hiob). Es heißt vielmehr: Gott überlässt ihn niemals der ultimativen Verlorenheit oder Auslöschung.
Seinen Samen um Brot betteln
Niemals verlassen vom echten Brot: Der Samen Christi wird niemals derart verlassen sein, dass er betteln muss nach dem wahren Brot. Welches Brot ist das? Das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist – das Wort Gottes, die Eucharistie, Seine Gnade. Der Weltling mag im Überfluss an irdischen Speisen schwelgen und doch im Herzen verhungern; der Gläubige mag an irdischem Brot Mangel leiden, aber in seiner Seele leidet er niemals Hunger nach der Wahrheit Gottes.
Ps 37, 26 Gerechte leihen freigiebig
Ps 37:26: Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird zum Segen.
Der Reichtum des Armen
Wie kann der Gerechte 'den ganzen Tag' leihen, wenn er vielleicht selbst arm an weltlichem Gut ist? Bedenke: Wer die Liebe im Herzen trägt, hat immer etwas zu leihen! Gibst du deinem Bruder Brot, so gibst du ihm leibliche Speise; gibst du ihm Trost, Lehre oder Vergebung, so leihst du ihm aus dem geistlichen Schatzhaus Gottes. Wer aus Liebe gibt, leiht Gott selbst (vgl. Spr 19,17).
Freiheit vom Geiz
Der Gottlose rafft und hortet, weil er fürchtet, morgen nichts mehr zu haben – sein Gott ist die Sorge. Der Gerechte aber 'leiht gern', weil er weiß, dass die Quelle des Lebens nie versiegt. Er leiht nicht, um Zinsen von Menschen zu kassieren, sondern um den Lohn der Barmherzigkeit von Gott zu empfangen.
Gute Werke als Samen
Was ist der Samen des Gerechten? Es sind seine Werke des Glaubens und der Liebe. Wenn du barmherzig bist, säest du Samen für die Ewigkeit. Dieser Samen fällt nicht auf felsigen Boden, sondern bringt Frucht zum ewigen Leben.
Ps 37, 27 Tun des Guten
Ps 37,27: Weiche vom Bösen und tue Gutes, so wirst du ewiglich bleiben!
Tue Gutes
Im Guten wie im Bösen berührt unser Tun das Leben anderer. Wir können nicht alle Folgen unserer Entscheidungen voraussehen. Wir können nur versuchen, weise und verantwortungsbewusst zu wählen.
Also: Weiche vom Bösen! Das Böse, jede Form von Egoismus und Haß bekämpfen und sich selbst entsagen, um in Gott zu leben, das ist der Weg, den wir als Jünger Jesu zu gehen berufen sind.
Auf seinen Spuren und mit ihm vereint müssen wir alle uns bemühen, dem Bösen mit dem Guten, der Lüge mit der Wahrheit, dem Haß mit der Liebe zu begegnen. All dies in und mit und für Gott!
Wenn wir uns in die Hände Gottes übergeben, entfernen wir uns nicht von den anderen, indem wir uns in unser privates Heil zurückziehen. Wenn wir uns in die Hände Gottes übergeben, dann erwacht unser Herz wirklich und wir werden zu einfühlsamen, wohlwollenden und offenen Menschen, die das Gute tun wollen.
Ich muss bedenken, dass meine Pflicht nicht nur das Böse zu meiden, sondern vor allem das Gute zu tun heißt. Papst Johannes XXIII
Auslegung - Frage: Wie kann ich in meinem Alltag bewusster den Weg des Guten wählen und dabei ganz im Vertrauen auf Gottes Führung leben?
Ps 37, 28 Gottes Schutz der Treuen
Ps 37,28: Denn der Herr hat das Recht lieb und verlässt seine Getreuen nicht. Sie werden ewiglich bewahrt, aber der Same der Gottlosen wird ausgerottet.
Ps 37,28: Gott lässt keinen im Stich, der treu zu ihm steht. Für alle Zeiten beschützt er Menschen.
Gott lässt keinen im Stich
„Gott lässt uns nicht im Stich“ ist eine christliche Grundbotschaft.
Franz von Sales schreibt dazu: Seid also unbesorgt, nichts wird euch fehlen. Sorgt nur dafür, daß ihr in der Liebe und Treue wachset. Haltet euch dicht an seiner Seite, dann wird alles recht werden. Laßt euch alles von ihm lehren, laßt euch in allem von ihm beraten. Er ist der treue Freund, der mit euch gehen wird, der euch lenken wird, der sich um euch annehmen wird.
Welches Glück, ganz Gott gehören zu dürfen! Denn er liebt die Seinen, er beschützt sie, er führt sie und leitet sie in den Hafen der ersehnten Ewigkeit.
Lasse niemals zu, daß deine Seele in Traurigkeit verfalle, da doch der Herr dich liebt und gestorben ist, damit du lebst.
Sage nie: Das kann ich nicht. Sage vielmehr: mit der Gnade können wir alles. Gott läßt uns niemals im Stich.
Auslegung - Frage: Wie spürst du persönlich die Nähe und Führung Gottes in deinem Leben, gerade in schwierigen Momenten?
Ps 37, 29 Erbe des Landes
Ps 37,29: Die Gerechten werden das Land erben und für immer darin wohnen.
Die Gerechten in Christus
Die Gerechten sind die Menschen, die gerecht sind in Jesus Christus und ihm in allen Dingen folgen und nachahmen. Jesus Christus ist voller Sanftmut. Vor allem darin folgen wir ihm von ganzem Herzen nach, so dass wir keine Gewalt welcher Art auch immer anwenden.
Jesus Christus ist voller Geduld. Trotz unserer Schwächen und unserer Sünden macht er immer wieder einen Anfang mit uns. Er vergibt mir, auch wenn er weiß, daß ich morgen wieder fallen und sündigen werde.
Und wiederum gehört diese Geduld, diese Großherzigkeit und die Bereitschaft zur Vergebung zur Nachfolge Christi.
Auslegung - Frage: Wie kannst du in deinem Leben die Geduld und Sanftmut Christi mehr sichtbar werden lassen?
Ps 37, 30 Weisheit des Gerechten
Ps 37:30: Der Mund des Gerechten verkündet Weisheit, und seine Zunge redet Recht.
Achte auf deine Sprache
Diese Zeilen ermutigen dazu, mit Weisheit und Güte zu sprechen. Es geht darum, dass die Worte eines gerechten Menschen nicht nur klug sind, sondern auch das Richtige ausdrücken.
Es ist eine Aufforderung, bewusst und bedacht zu kommunizieren, indem man die Weisheit in den Worten einsetzt, die man wählt. Gerechtigkeit und Wahrheit sollten in unseren Äußerungen mitschwingen.
Es erinnert daran, dass Worte eine große Macht haben, um zu heilen, zu trösten und zu inspirieren, daher sollten wir sie mit Bedacht wählen.
Auslegung - Frage: Wie bewusst wähle ich meine Worte, um in meinem Leben und im Umgang mit anderen Weisheit und Güte zu verkörpern?
Ps 37, 31 Gesetz Gottes im Herzen
Ps 37,31: Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen und seine Schritte wanken nicht.
Ps 37,31: Die Weisung seines Gottes trägt er in seinem Herzen, darum kommt er nicht vom richtigen Weg ab.
Gottes Wort im Herzen
Verwurzeln wir uns ganz und gar in Gott. Herz an Herz mit ihm gibt er uns in jeglichen Situationen Führung und Stabilität. So werden unsere täglichen Entscheidungen und Handlungen stets Entscheidungen und Handlungen für und mit ihm.
Dies allein führt zu einem festen und sicheren Weg, trotz der oft widrigen äußeren Umstände. Wenn ich mein Herz mit Gottes Worten fülle, finde ich Halt und Orientierung im Leben.
Es ist dabei lebenswichtig, sich daran zu erinnern, dass diese Welt nicht als Zielort gedacht ist. Wir wurden erschaffen, um für etwas Größeres zu leben: für die Herrlichkeit Gottes. Unser Herz findet darum nur dann Frieden und Erfüllung, wenn wir für Gott leben. Das allein ist der richtige Weg.
Nachdem ich erkannt habe, dass es einen Gott gibt, war es für mich unmöglich, nicht für ihn allein zu leben. Charles de Foucauld
Auslegung - Frage: Wie kann ich heute mein Herz noch mehr auf Gott ausrichten, um inneren Frieden und Klarheit zu finden?
Das Gesetz Gottes im Herzen
Es geht nicht um oberflächliches Tun. Im Herzen aufgenommen gestaltet mich das Wort Gottes um, reinigt meine innersten Beweggründe und Wünsche und stärkt mich im Gehorsam gegenüber dem Herrn. Es bewahrt mich vor bedenklichen Fehltritten.
Einen festen Gang zu bewahren, diese Gnade wird allerdings nur solchen gegeben, deren Herzen gegen Gott aufrichtig gesinnt sind und die darum in Wahrheit Gott ihren Gott nennen können. Im aufrichtigen Glauben tun wir dies.
Mit festen Schritten gehe ich so durch den Tag, wissend, dass der Herr bei mir ist. Wie drückt es Theresa von Avila so schön aus: Auch zwischen den Kochtöpfen wandelt der Herr.
Auslegung - Frage: Wie offen ist mein Herz dafür, dass das Wort Gottes mich innerlich verwandelt und mich auf meinem Weg begleitet?
Ps 37, 32 Gottloser lauert Gerechten auf
Ps 37:32: Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu töten.
Der unsichtbare Nachsteller
Wer ist dieser Gottlose, der auf den Gerechten lauert? Es ist zuerst der Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht (1. Pet 5,8). Er lauert nicht auf deinen Körper, sondern auf deine Seele. Er sieht, dass du durch das Blut Christi erlöst bist und zum Himmel strebst, von dem er durch seinen Stolz herabgestürzt wurde. Darum beneidet er dich und sucht das geistliche Leben in dir zu töten.
Die Werkzeuge des Widersachers
Der Teufel nutzt die bösen Menschen dieser Welt als seine Werkzeuge. Wenn die Gottlosen den Gerechten spottend oder drohend entgegentreten, ist es der alte Feind, der durch ihren Mund spricht, um den Glauben der Kleinen zu erschüttern.
Die Bewahrung des Herzens
Der Gottlose kann deinen Leib töten, wenn Gott es zulässt; deine Seele aber kann er nicht töten, solange du nicht durch die Sünde in seine Falle tippst. Das wahre 'Töten' geschieht, wenn der Gerechte durch Furcht oder Verführung vom Weg der Liebe abweicht. Deshalb bete: 'HERR, lass den Feind nicht über mich triumphieren!
Ps 37, 33 Herr überlässt ihn nicht der Strafe
Ps 37:33: Aber der Herr wird ihn nicht seiner Hand überlassen und ihn nicht verurteilen, wenn er gerichtet wird.
Der Schein der Niederlage
Es schien, als hätte der HERR Seinen Sohn Jesus Christus in den Händen der Gottlosen verlassen, als sie Ihn geißelten, verspotteten und ans Kreuz schlugen. Die Gottlosen rühmten sich: 'Er hat auf Gott vertraut, Der rette Ihn nun!' (Mt 27,43). Aber hat Gott Ihn verlassen? Keineswegs! Er überließ Sein Fleisch für kurze Zeit dem Tod, um die Welt zu erlösen, zog aber Seine Seele aus der Unterwelt und krönte Ihn mit der Auferstehung.
Die Zuflucht zur Gnade
Warum verurteilt Gott den Gerechten nicht? Nicht weil der Gerechte aus sich heraus ohne Sünde wäre, sondern weil er im Schutz des Erlösers Zuflucht gesucht hat. Wer sich selbst vor Gott demütigt und Seiner Barmherzigkeit vertraut, den verurteilt der HERR nicht, wenn er gerichtet wird.
Ps 37, 34 Harren auf den Herrn
Ps 37,34: Harre auf den Herrn und bewahre seinen Weg, so wird er dich erhöhen, dass du das Land erbst. Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du es sehen!
Bewahre seinen Weg
Bleibe auf dem schmalen Pfad.
Lass dich nicht durch Hast nach Reichtum oder durch Genuss und Bequemlichkeit zu unguten Handlungen verleiten.
Vorwärts, immer vorwärts auf dem Weg des Glaubens.
Wer bis ans Ende beharrt, der wird selig.
Wer auf Gott vertraut, wartet geduldig und wandelt auf Gottes Weg, ob dieser auch ein Umweg scheint.
Wir eilen mit Weile und stürzen unsere Seele nicht durch Hast in Gefahr.
Wir treten nicht ab von dem guten und geraden Weg des Herrn.
Auslegung - Frage: Wo spüre ich in meinem Leben den schmalen Pfad, und wie kann ich Geduld und Vertrauen stärken, um ihm treu zu bleiben?
Ps 37, 35 Mächtige wuchern wie Bäume
Ps 37:35: Ich sah einen Gottlosen, der war gewalttätig und breitete sich aus wie ein grünender, tiefwurzelnder Baum.
Grün ohne Frucht
Die Zeder hat zwar grüne Nadeln, aber sie trägt keine süße Frucht für den Hungernden. So hat der Gottlose wohl den Schein von Leben, Prunk und Macht, aber ihm fehlen die Früchte der Liebe, der Barmherzigkeit und der Demut. Sein Grün ist nur ein Wintergrün, das im Sommer der Abrechnung verdorrt.
Die Warnung an den Glaubenden
Wenn du also siehst, wie ein Ungerechter sich wie ein mächtiger Baum ausbreitet, lass dich nicht erschrecken! Blicke nicht nur auf seine Äste, die den Himmel berühren wollen, sondern frage nach seinem Ende. Denn der Psalm fährt im nächsten Vers fort: 'Ich ging vorbei, und siehe, er war nicht mehr da; ich suchte ihn, aber er war nicht zu finden.' (Ps 37,36).
Ps 37, 36 Spurspurlos verschwunden
Ps 37:36: Aber als man wieder vorbeiging, da war er nicht mehr. Ich suchte ihn, doch er war nicht mehr zu finden.
Das Vorübergehen des Pilgers
Was bedeutet es: 'Ich ging vorüber'? Es bedeutet: Ich bin nicht beim Anblick des sündigen Erfolges stehengeblieben! Wer auf dem Weg dieser Welt stehenbleibt und sich vom Prunk der Gottlosen fesseln lässt, gerät in Zweifel und Neid. Wer aber in seinem Herzen vorübergeht – wer wie ein Pilger weiterwandert und auf das Ende blickt –, der sieht das Nichts der Welt. Andacht von Augustinus
Ps 37, 37 Frommer hat Zukunft und Frieden
Ps 37,37: Achte auf den Unschuldigen und sieh auf den Aufrichtigen. Denn für den Mann des Friedens gibt es eine Zukunft!
Auf Christus schauen
Wer ist der Unschuldige? Wer ist der Aufrichtige? Es ist Christus selbst, der ohne Sünde war.
Auf ihn sollen wir achten, auf ihn hin konzentriert sein. Er ist der Weg, er ist auch das Ziel. Auf dieses Ziel laufen wir hin.
Im Glauben allein auf Jesus schauen, egal wann und wo, immer und überall. Unser eigenes Tun ist ohnmächtig ohne die Verbindung mit ihm.
Corrie ten Boom sagt: Wenn du dir die Welt anschaust, wirst du verzweifelt sein. Wenn du nach innen schaust, wirst du deprimiert sein. Aber wenn du auf Christus schaust, wirst du zur Ruhe kommen.
Auslegung - Frage: Wie kannst du deinen Blick im Alltag immer wieder bewusst auf Christus richten, um innere Ruhe und Kraft zu finden?
Mann des Friedens
Seien wir Menschen des Friedens. Das können wir nur sein, wenn wir die Andersheit des Anderen annehmen. Aber die Andersheit des anderen ist immer eine Last. Warum ist der andere anders?
Gerade diese Vielfalt, diese Andersheit, ist notwendig für die Schönheit der Symphonie Gottes. Und gerade durch die Demut, in der ich meine Grenzen, meine Andersheit gegenüber dem anderen, die Last, die ich für den anderen bin, erkenne, müssen wir fähig werden, den anderen nicht nur zu ertragen, sondern gerade in der Andersheit mit Liebe auch den Reichtum seines Seins und der Ideen und Phantasie Gottes erkennen.
Dann können wir im Frieden mit ihm leben.
Auslegung - Frage: Wie kann ich meine eigene Andersartigkeit als Geschenk wahrnehmen und damit den Frieden in mir und mit anderen fördern?
Ps 37, 38 Sünder werden vernichtet
Ps 37:38: Die Übertreter jedoch werden allesamt vertilgt, und die Zukunft der Gottlosen wird abgeschnitten.
Das Abschneiden der Hoffnung
Was ist die 'Zukunft' des Gottlosen? Es ist alles, worauf er im Leben seine Hoffnung gesetzt hat: seine Reichtümer, seine Denkmäler, sein weltlicher Ruhm und seine Söhne, die seinen stolzen Namen tragen sollten. All das wird abgeschnitten! Nichts davon kann er vor den Richterstuhl Gottes mitnehmen.
Der Tausch der Perspektive
Blicke also nicht auf das, was der Ungerechte im Leben angehäuft hat, sondern auf das, was ihm am Ende bleibt – nämlich Nichts. Dem Mann des Friedens hingegen bleibt Christus als sein ewiges Erbe. Selbst wenn der Gerechte arm stirbt, ist seine Zukunfts Hoffnung unsterblich; dem Gottlosen aber wird selbst das wenige, was er zu haben meinte, für immer weggenommen. Andacht von Augustinus
Ps 37, 39 Rettung durch den Herrn
Ps 37,39: Die Rettung der Gerechten kommt von dem Herrn. Er ist ihre Zuflucht zur Zeit der Drangsal.
Zuflucht, Schutz und Hilfe
Wir können nichts Wichtigeres tun, als an jedem Morgen unseres Lebens mit der Erinnerung daran aufzuwachen, dass der Eine, der alles Bestehende erschaffen hat und lenkt, sich aus Gnade zu unserem Vater, zu unserem Helfer, zu unserem Beschützer, zu unserer Zuflucht gemacht hat.
Gott denkt an jeden von uns mit reiner und treuer Liebe. Gott handelt an uns mit schenkender, versorgender, unterweisender, geduldiger und vergebender Liebe. Gott ist immer bei uns. Seine Hand liegt immer auf uns. Gott hört nie auf, über uns zu wachen. Sein Herz ist immer für uns.
Gott arbeitet zu aller Zeit daran, Seine Pläne für uns und durch uns zu vollenden. Gott ist dein Retter, dein Freund, dein Vater, dein Ein und Alles. Nichts kann jemals wieder so sein wie früher, wenn wir das im Verstand und im Herzen erkannt haben.
Auslegung - Frage: Wie verändert sich dein Leben, wenn du diese unerschütterliche Nähe und Liebe Gottes täglich wirklich spürst?
Alle Rettung kommt von Gott
Lasst uns seinen Namen preisen. Gott ist unsere Stärke und Hilfe in der Not.
In unserem Leben, das einem Tag gleicht, mag es am Morgen regnen, am Mittag donnern und danach in Strömen gießen. Aber es wird sich zuletzt aufklären, ehe die Sonne unter den Horizont sinkt.
Kampf und Not mögen andauern bis zu unserer letzten Stunde, aber dann werden wir zum letzten Mal damit zu tun gehabt haben und heimkehren in den Himmel.
Auslegung - Frage: Wie kannst du inmitten deiner persönlichen Stürme die Kraft finden, auf das Licht am Ende des Tages zu vertrauen?
Ps 37, 40 Hilfe bei Zuflucht zu Gott
Ps 37,40: Der Herr wird ihnen beistehen und sie erretten, er wird sie erretten von den Gottlosen und ihnen helfen;denn sie bergen sich bei ihm.
Sich bei Gott bergen
Wer wirklich auf den Herrn traut, wird nicht länger an den Unregelmäßigkeiten der gegenwärtigen Zeit Anstoß nehmen und sich über sie erhitzen und ereifern, sondern sich mit der Überzeugung beruhigen, dass Gottes geheimnisvolle Wege dennoch gerecht sind und, was jetzt hart scheint, doch ohne Zweifel von Gottes gutem und gnädigem Willen also geordnet ist.
So endet der Psalm mit einem Klang, der die ungeheiligte Unruhe, mit der er begonnen hatte, zu Grabe läutet. Wohl denen, die sich also aus schlimmen Gemütsstimmungen in eine gute, liebliche Glaubensstimmung hineinsingen können.
Spurgeon
Auslegung - Frage: Wie kannst du heute dein Vertrauen in Gottes Führung stärken und inmitten von Unsicherheit inneren Frieden finden?
Hier geht's zu einer Auslegung von G. de Koning zu Ps 37
Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Psalm Ps 37