Lk 9, 10-17 Fünftausend Menschen werden satt

Vers 10 Rückzug nach Betsaida

Lk 9,10: Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heißt.

Jesus Fürsorge

Dieser Vers zeigt die enge Beziehung zwischen Jesus und seinen Jüngern. Sie teilen ihre Erfahrungen mit ihm, und er sorgt für ihre Erholung.

Er verdeutlicht die Bedeutung der Gemeinschaft mit Jesus, die sowohl Dienst als auch Ruhe umfasst. Zugleich erinnert er daran, dass geistliche Arbeit anstrengend ist und Zeiten der Stille mit Gott notwendig sind.

In einem weiteren Kontext leitet dieser Vers zur Speisung der Fünftausend über. Jesu Fürsorge für seine Jünger erstreckt sich auf alle Menschen und zeigt seine göttliche Liebe und Fürsorge.

Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben Zeiten der Ruhe und Gemeinschaft mit dem Göttlichen bewusst einplanen, um neue Kraft zu schöpfen?

Vers 11 Jesus lehrt Menge

Lk 9,11: Als aber die Volksmenge es erfuhr, folgten sie ihm nach; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die, welche Heilung brauchten, machte er gesund.

Das Beispiel Jesus

Wie gut bist du, mein Gott, dass du dem Körper und zugleich der Seele Gutes tust!
Wie gut bist du, uns durch dein wiederholtes Beispiel eine klare Kenntnis unseres Auftrags dem Nächsten gegenüber zu geben!

Das Beispiel, ja das Prinzip Jesu, ist es, zunächst der Seele, dann aber auch dem Herzen und dem Körper Gutes zu tun. Das Gute für die Seele ist für viele das Wichtigste, aber die Linderung für Herz und Körper ist eines der wirksamsten Mittel, das zu bewirken.

Alles Gute, das dem Herzen und dem Körper oder der Seele getan wird, wird denen getan, die zu Jesus gehören, Teilen seines Leibes, Jesus selbst.

Charles de Foucauld

Frage: Wie kann ich heute jemandem Gutes tun, das sowohl seine Seele als auch seinen Körper berührt?

Viele folgten ihm nach

Die Einen folgten ihm, um von den Teufeln befreit zu werden; die Anderen, um von der Krankheit geheilt zu werden, sowie auch die, welche an seiner Lehre ein Wohlgefallen hatten, ihn sehr fleißig besuchten.

Er aber nahm als der mächtige und gütige Erlöser die Müden auf, belehrte die Unwissenden, heilte die Kranken, erquickte die Nüchternen und zeigte so, welch' großes Wohlgefallen er an den Gläubigen habe.

Goldene Perle

Frage: In welchen Bereichen deines Lebens könntest du heute die Güte und Heilung zulassen, die dir angeboten wird?

Vers 12-13 Jünger wollen wegschicken

Lk 9,12: Aber der Tag fing an, sich zu neigen; und die Zwölf traten herzu und sprachen zu ihm: Entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer und die Höfe hingehen und einkehren und Speise finden; denn wir sind hier an einem einsamen Ort!

Lk 9,13: Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; oder sollen wir hingehen und für diese ganze Menge Speise kaufen?

Vers 14-15 Fünf tausend Männer lagern

Lk 9,14: Denn es waren etwa 5 000 Männer. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich gruppenweise setzen, je fünfzig und fünfzig!

Lasst sie sich gruppenweise setzen

Jesus fordert seine Jünger auf, die Menge in Gruppen zu setzen, bevor er das Wunder vollbringt. Dies zeigt seine Ordnung und Fürsorge. Die Zahl „etwa fünftausend Männer“ verdeutlicht die Größe des Wunders, da Frauen und Kinder nicht mitgezählt sind.

Die Stelle betont, dass Jesus sich um die Bedürfnisse der Menschen kümmert – nicht nur geistlich, sondern auch körperlich. Sie fordert Vertrauen: Die Jünger haben nur fünf Brote und zwei Fische, doch Jesus macht daraus genug für alle.

Dieses Wunder verweist auf Gottes Überfluss und symbolisiert das himmlische Mahl. Es erinnert daran, dass wir Jesus mit unserem Wenigen vertrauen dürfen – er macht daraus Großes.

Frage: In welchem Bereich deines Lebens könntest du Jesus heute mit deinem Wenigen vertrauen und erleben, wie daraus Großes entsteht?

Lk 9,15: Und sie machten es so und ließen alle sich setzen.

Vers 16 Brotvermehrung sättigt alle

Lk 9,16: Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und segnete sie; und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit diese sie der Menge austeilten.

Andacht von Charles de Foucauld

Wie gut bist du, mein Gott, dass du den körperlichen Bedürfnissen der Volksmenge Erleichterung verschaffst, dass du denen „zu essen gibst, die hungrig sind”!

… wie gut bist du, dass du den Arbeitern für das Evangelium und allen Christen dieses Beispiel gibst, indem du ihnen zeigst, dass es nicht genügt zu predigen und zu heilen, sondern dass es auch der Almosen bedarf.

Wie bist du gut, mein Gott, durch dieses Wunder ein noch tausendmal größeres und lieblicheres anzukündigen und darzustellen, das der heiligen Eucharistie!

Charles de Foucauld

Frage: Welche kleinen oder großen Möglichkeiten habe ich in meinem Alltag, anderen Nahrung oder Hilfe zu geben, um Gottes Güte sichtbar werden zu lassen?

Vers 17 Zwölf Körbe Reste

Lk 9,17: Und sie aßen und wurden alle satt; und es wurde aufgehoben, was ihnen von den Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.

Niemand wusste, woher dieses Brot eigentlich kam 

Jesus zeigte, dass Gott uns aus Ressourcen versorgen kann, die wir nicht sehen oder wahrnehmen können. Es ist einfacher, Glauben zu haben, wenn wir glauben zu wissen, wie Gott uns versorgen könnte, aber Gott sorgt oft auf unerwartete und unentdeckte Weise.