Lk 7, 36-50 Sündige Frau salbt Jesus

Vers 36 Einladung beim Pharisäer Simon

Lk 7,36: Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch.

Zum Abschnitt Lukas 7,36-50

In Lukas 7,36-50 begegnet Jesus einer Sünderin, die ihn mit ihren Tränen wäscht, mit ihren Haaren trocknet und mit kostbarem Öl salbt. Während Simon, der Pharisäer, sie verurteilt, sieht Jesus ihr Herz und vergibt ihr Sünden.

Die Szene zeigt Jesu grenzenlose Liebe und Barmherzigkeit gegenüber denjenigen, die ehrlich um Vergebung bitten. Während Simon sich selbst als gerecht ansieht, erkennt die Frau ihre Schuld und erfährt Vergebung durch ihren Glauben.

Jesus macht deutlich, dass wahre Liebe und Dankbarkeit aus der Erkenntnis der eigenen Vergebung erwachsen. Diese Geschichte lehrt uns, nicht über andere zu urteilen, sondern Demut zu zeigen und Jesu vergebende Liebe anzunehmen.

Der Glaube, nicht Perfektion, bringt uns Gottes Gnade.

Frage: Wie offen bin ich selbst, meine eigenen Fehler zu erkennen und die vergebende Liebe Gottes in meinem Leben anzunehmen?

Vers 37 Sünderin bringt Alabastergefäß

Lk 7,37: Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin; als sie hörte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Gast war, da brachte sie ein Alabasterfläschchen voll Salböl.

Christus erfahren

Die Sünderin „erfuhr“ davon, dass Christus im Dorf war. Wir haben sicherlich auch viel „erfahren“ über den Glauben. Aber das reicht nicht.

Glaube ist nicht einfach nur eine Information, die man hört, schön findet, aber dabei bleibt es dann auch. Die Sünderin handelt. Die Information trifft ihr Herz und sie sucht Christus auf. Sie bewegt sich, bleibt nicht sitzen, beharrt nicht auf ihrer verkehrten Lebenssituation, sondern ist zur Umkehr bereit. Sie ist bereit, etwas an sich zu ändern.

Gelebter Glaube drängt uns immer wieder zu diesem Schritt. Er verhindert, dass wir es uns einfach gemütlich machen.

Nikolaus Klemeyer

Frage: Wo in meinem Leben spüre ich den Impuls, mich zu bewegen und wirklich zu handeln, anstatt nur Informationen über den Glauben zu sammeln?

Kühnheit der Frau

Es war kühn für eine Frau mit einem sündigen Ruf, in das Haus eines Pharisäers zu kommen, aber sie war bereit, alles zu tun, um ihre Liebe zu Jesus auszudrücken.

Der Wohlgeruch der Liebe

Die stadtbekannte Sünderin tritt von hinten, ganz verschämt und demütig an Jesus heran. Sie bringt ein Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl mit. Es ist das Öl der reumütigen Liebe. Es gibt wirklich keine Sünden, die Gott uns nicht vergeben kann, wenn wir uns voll Vertrauen und Reue an ihn wenden. Georg Rota

Vers 38 Tränenbenetzung

Lk 7,38: Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber.

Lk 7,38: Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.

Demut der Frau

Denn weil diese Frau die Makel ihrer Häßlichkeit sah, eilte sie zur Quelle der Barmherzigkeit, um sich zu waschen, ohne vor den Gästen zu erröten.

Denn weil sie sich selbst im Innern heftig schämte, so hielt sie das für nichts, was sie äußerlich beschämen könnte. Betrachtet, von welchem Schmerze sie ergriffen ist, da sie selbst unter dem Mahl zu weinen sich nicht schämt.

Sie zeigte aber ihre Unwürdigkeit, indem sie rückwärts mit niedergeschlagenen Augen stand, mit aufgelösten Haaren seine Füße ergriff, sie mit Tränen benetzte, ihre betrübte Seele dadurch zu erkennen gab und um Verzeihung bat.

Goldene Kette

Frage: Welche inneren Lasten trägst du mit dir, die du vielleicht im Verborgenen reinigen möchtest?

Von hinten

Von hinten tritt die Sünderin an Jesus heran. Also sieht er sie nicht kommen, doch kein Moment der Überraschung, der Verlegenheit oder Ablehnung ist bei ihm zu spüren.

Zwischen ihm und der Sünderin scheint vom ersten Moment der Begegnung an schon ein tiefes Verstehen zu sein. Diese Frau nähert sich ihm voller Vertrauen. Sie weint, sie demütigt sich vor ihm, sie zeigt ihm Liebe.

Jesus aber schaut auf das, was hinter ihren Gesten liegt, was ihr Herz aussagt. Er erkennt in ihr die erlösungsbedürftige und nach Erlösung hungernde Seele. Die Seele, die um ihr eigenes Elend aus der Sünde weiß, es ihm aber nicht verbirgt, weil sie auf sein Erkennen in Liebe hofft.

Es ist diese Herzenshaltung, die eine Seele für Jesu Herz unwiderstehlich macht. In einer solch verwundeten, aber offenen Seele erkennt er seine Sendung. In ihr erkennt er sich, aber in sich erkennt er auch die Sünderin, denn er hat sie schon geliebt, bevor sie ihm begegnet ist. Er liebte sie von Uranfang an.

Angelika Knauf

Frage: Welche Aspekte meines eigenen Herzens sehne ich mich, dass sie von Liebe erkannt und angenommen werden?

Liebe der Frau

Die Frau küßt die Füße, welche sie trocknete. Dies tun auch wir, wenn wir diese, welchen wir wohltun, eifrig lieben. Auch kann unter den Füßen das Geheimnis der Menschwerdung selbst verstanden werden. Wir küssen also die Füße des Erlösers, wenn wir das Geheimnis seiner Menschwerdung aus ganzem Herzen lieben. Goldene Kette

Vers 39 Pharisäer zweifelt an Prophetie

Lk 7,39: Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er doch, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt, dass sie eine Sünderin ist!

Wenn dieser Mann ein Prophet wäre

Simon der Pharisäer ist nicht bewegt. Er hält sich für gerecht vor Gott und den Menschen. Die Szene mit der Frau veranlasst ihn nur dazu, an Jesus zu zweifeln: „Wenn dieser Mann ein Prophet wäre…“

Echte Gerechtigkeit, sagt der heilige Gregor der Große, ist mitfühlend; falsche Gerechtigkeit aber reagiert entrüstet. Simon meint, dass er nicht der Vergebung bedarf.

„Das, was einen Menschen von Gott trennt, ist Selbstgenügsamkeit. Je besser ein Mensch ist, umso mehr erkennt er seine Sünde…. Man kann wirklich sagen, dass es die größte Sünde ist, wenn man sich keiner Sünde bewusst ist; das Erfahren von Hilfsbedürftigkeit aber wird die Tür zur Vergebung Gottes öffnen, denn Gott ist die Liebe, und der Liebe größter Ruhm ist es, gebraucht zu werden“ (The Gospel of Luke, William Barclay, S. 95).

Die Liebe Christi begnügt sich nicht damit, die Sünderin zurückgewonnen zu haben. Er möchte auch Simon für sich gewinnen. Und so tadelt er ihn behutsam für seine mangelnde Gastfreundschaft und versucht ihm so klar zu machen, dass auch er der Vergebung Gottes bedarf.

Frage: Welche Haltung der Selbstgenügsamkeit könnte mich daran hindern, Gottes Vergebung wirklich anzunehmen?

Zwei Kranke und nur eine Geheilte

Sieh, der wahrhaft bei sich stolze und scheingerechte Pharisäer lästert die Kranke wegen der Krankheit und den Arzt wegen der Heilung.

Wir müssen aber, wenn wir einige Sünder sehen, uns selbst zuerst in ihrem Unglücke beweinen, weil wir entweder auf gleiche Weise gefallen sind oder fallen können.

Wir müssen aber genau unterscheiden, weil wir Strenge gegen die Vergehen, Mitleiden aber gegen die Natur anwenden müssen. Denn wenn der Sünder gezüchtigt werden muss, muss der Nächste genährt werden. Wenn er aber durch die Buße bereits das, was er beging, abtötet, so ist unser Nächster schon kein Sünder mehr, weil er das in sich straft, was die göttliche Gerechtigkeit züchtigt.

Zwischen den zwei Kranken befand sich also der Arzt; aber der eine behielt in dem Fieber die Besinnung, der andere hatte sie verloren. Jene beweinte nämlich, was sie getan hatte, während der Pharisäer, von falscher Gerechtigkeit aufgeblasen, die Größe seiner Gesundheit rühmte.

Goldene Kette

Frage: Wie erkenne ich in mir selbst die Balance zwischen Strenge und Mitgefühl, wenn ich das Unglück anderer beobachte?

Vers 40-43 Gleichnis von zwei Schuldnern

Lk 7,40: Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er sprach: Meister, sprich!

Lk 7,41: Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war 500 Denare schuldig, der andere 50.

Lk 7,42: Da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es beiden. Sage mir: Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?

Lk 7,43: Simon aber antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten geschenkt hat. Und er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt!

Das Paradox der Liebe

Der Schuldner aus Jesu Gleichnis, dem mehr vergeben wurde, hegt auch eine größere Liebe zum Geldverleiher.

Auch wir sollen lernen, aus dieser Perspektive mit unseren eigenen Schwächen, den Ecken und Kanten unseres Herzens umzugehen. Zunächst scheinen sie uns von Gott zu trennen, aber wenn wir lernen, unsere eigene Schwäche zum Anlass zu nehmen, mehr auf seine Kraft zu bauen, um immer wieder bei ihm die Vergebung und um neue Kraft zu bitten, dann können wir durch alle Schwachheit hindurch ein göttliches Rufen vernehmen, das uns dazu einlädt, uns ihm zu nähern.

Georg Rota

Frage: Wie kann ich meine eigenen Schwächen als Einladung sehen, mich tiefer mit dem Göttlichen zu verbinden?

Vers 44 Kein Wasser für Füße

Lk 7,44: Indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.

Siehst du diese Frau?

Warum fragt Jesus: Siehst du diese Frau? Ja, einfache Antwort, weil Simon die Frau nicht sah, sondern der sah die Hure. Es gibt etwas im Blick von Jesus. Er sieht den echten Menschen. Er sieht hinter die Oberfläche. Und wir sehen ja ganz oft das, was wir sehen wollen, was unsere Schablonen sind, wo wir schon denken, der andere ist ja so und so. Jesu Blick geht eins tiefer und sieht den echten Menschen.

Er will sagen

Leicht bekommt man Wasser, aber nicht leicht ist die Vergießung der Tränen. Du hast das Leichte nicht getan, diese aber das Schwere. Indem sie mit ihren Tränen meine Füße benetzte, wusch sie die eigene Makel aus. Goldene Kette

Vers 45 Kein Kuss

Lk 7,45: Du hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.

Nicht aufgehört, meine Füße zu küssen

Sie hört nicht auf, die Füße von Jesus zu küssen, nicht mal dann, als Jesus mit dem Pharisäer spricht. Sie gibt Jesus das, was sie in dem Moment zu geben hat. Sie passt nicht auf sich selbst oder die anderen auf oder kommentiert oder kritisiert ihr eigenes Tun. Sie müsste wissen, wie sehr sie den Pharisäer in seinem eigenen Haus provozieren wird. Doch ihr ist das egal, sonst hätte sie sofort aufhören müssen oder hätte das Haus gar nicht betreten dürfen. Sie liebt und lebt in diesem Moment unkontrolliert und ohne Maß. Jesus nennt diese Begegnung, diese Leidenschaft, diese Hingabe ganz gegen alle inneren und äußeren Aufpasser: Glauben! Rettender Glaube!

Die Frau ermutigt die von uns, die sich viel zu oft selbst kontrollieren und sich viel zu oft einen Kopf darüber machen, was die anderen denken könnten, ihre Leidenschaft, ihre Kreativität und ihre Liebe frei zu leben, auch wenn andere daran Anstoß nehmen können, nicht einverstanden sind damit oder sich sehr wundern. Die Frau lebt sich selbst ganz, liebt viel, überwindet alle Schamgrenzen und gibt sich Jesus ganz hin, mit dem, was sie kann und auf dem Herzen hat.

Vers 46 Haupt nicht mit Öl gesalbt

Lk 7,46: Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt.

Vers 47 Viele Sünden vergeben

Lk 7,47: Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.

Andacht von Benedikt XVI (1)

Wer viel Liebe zeigt, dem vergibt Gott alles. Wer auf sich selbst und seine eigenen Verdienste vertraut, ist durch sein Ich wie geblendet, und sein Herz verhärtet sich in der Sünde.

Wer dagegen erkennt, dass er schwach und sündig ist, vertraut sich Gott an und erhält von ihm Gnade und Vergebung.

Es ist notwendig, eben diese Botschaft zu vermitteln: Am wichtigsten ist es, verständlich zu machen, dass man im Sakrament der Versöhnung – ganz gleich, welche Sünde man begangen hat, wenn man sie demütig bekennt und vertrauensvoll zum Beichtvater geht – immer die Freude der Vergebung Gottes erfährt, die inneren Frieden schenkt.

Frage: Wie offen bist du bereit, deine eigenen Schwächen anzunehmen und dich auf die Vergebung Gottes einzulassen?

Andacht von Benedikt XVI (2)

Um Mißverständnisse zu vermeiden, muß man feststellen, daß die Barmherzigkeit Jesu sich nicht darin zeigt, daß sie das Sittengesetz ausklammert. Für Jesus ist das Gute gut und das Böse schlecht.

Die Barmherzigkeit verändert nicht die Merkmale der Sünde, aber sie verbrennt sie in einem Feuer der Liebe. Dieser reinigende und heilmachende Effekt verwirklicht sich, wenn es im Menschen eine Entsprechung der Liebe gibt, die die Anerkennung des Gesetzes Gottes, die aufrichtige Reue und den Vorsatz, ein neues Leben zu führen, einschließt.

Der Sünderin im Evangelium wird viel vergeben, denn sie hat viel geliebt. In Jesus schenkt Gott uns Liebe und bittet uns um Liebe.

Frage: Wo in meinem Leben kann ich die Liebe Gottes bewusst empfangen und gleichzeitig den Mut finden, sie weiterzugeben?

Große Liebe

Wegen ihrer großen Liebe wurde ihr nicht vergeben; ihre große Liebe war der Beweis dafür, dass ihr vergeben worden war, wahrscheinlich privat bei einer früheren Gelegenheit und jetzt öffentlich.

Vers 48 Deine Sünden sind vergeben

Lk 7,48: Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben!

Andacht von Papst Franziskus

Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen. Wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten.

Der, der uns aufgefordert hat, siebenundsiebzigmal zu vergeben, ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal. Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht.

Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt.

Frage: Wo in meinem Leben könnte ich die unermüdliche Vergebung und Liebe Gottes heute bewusst annehmen und weitergeben?

Vers 49 Wer vergibt Sünden?

Lk 7,49: Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?

Wer ist dieser?

Die Frage „Wer ist dieser?“ zeigt ihren Unglauben. Nach jüdischem Verständnis kann nur Gott Sünden vergeben (Jesaja 43,25). Indem Jesus dies tut, beansprucht er göttliche Autorität. Seine Barmherzigkeit steht dabei im Kontrast zur Selbstgerechtigkeit der Pharisäer.

Die Szene lädt uns ein, Jesus als den anzuerkennen, der echte Vergebung bringt – nicht durch eigene Werke, sondern durch Glauben an ihn.

Vers 50 Dein Glaube hat gerettet

Lk 7,50: Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!

Dein Glaube hat dir geholfen.

Er sagt nicht: Ich habe dir geholfen. Oder: Gott hat dir geholfen, obwohl das zweifellos richtig gewesen wäre. Er sagt: Dein Glaube hat dir geholfen.

Jesus würdigt das Vertrauen. Dein Vertrauen hat dir geholfen, so kann man den Satz Jesu auch übersetzen. Glaube und Vertrauen sind in der Sprache der Bibel dasselbe Wort.

Ich kenne viele, denen dieses Vertrauen geholfen hat. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand und tun, was in ihrer Macht steht. Sie organisieren sich die Hilfe, die sie bekommen können. Und was nicht in ihrer Macht steht, vertrauen sie Gott an.

Zugleich wissen sie, dass man dieses Vertrauen – gerade wenn es einem schlecht geht – nicht machen kann. Es ist ein Geschenk. Aber auch darum kann man bitten.

Jean-Otto Domanski

Frage: In welchen Momenten deines Lebens hast du gespürt, dass Vertrauen größer war als die Kontrolle, die du ausüben konntest?

Gehe im Frieden

D.h. in Gerechtigkeit, weil die Gerechtigkeit der Friede des Menschen bei Gott ist, wie die Sünde die Feindschaft zwischen Gott und dem Menschen ist; gleich als wollte er sagen: Tu Alles, was dich zum Frieden mit Gott führt. Goldene Kette

Geh in Frieden!

Der Glaube, der uns dazu bewegt, bei Gott Vergebung und Kraft zu suchen, wird uns auch den Frieden schenken, den wir ersehnen. Oft haben wir keinen Frieden, weil wir uns selbst nicht vergeben können und unseren eigenen Ansprüchen nicht genügen.

Im Sakrament der Versöhnung verheißt die Formel der Lossprechung uns Verzeihung und Frieden: „Durch den Dienst der Kirche schenke er (Gott) dir Verzeihung und Frieden.” Diesen Frieden verheißt Jesus jedem, der sich ihm mit gläubigem Herzen im Sakrament der Versöhnung nähert.

Frage: Wo in meinem Leben brauche ich heute die Kraft, mir selbst zu vergeben, um inneren Frieden zu erfahren?

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Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Lukas Evangelium Lk 7. Kap.

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