Lk 18, 15-17
Jesus segnet die Kinder
Auslegung und Andacht
Lk 18, 15-17 im Überblick: Diese Andacht führt dich Schritt für Schritt durch die Segnung der Kinder in Lukas 18, 15 bis 17. Verstehe die Botschaft der Stelle und ihre praktische Anwendung.
Inhaltsverzeichnis
Lk 18, 15 Kinder wurden zu Jesus gebracht
Lk 18,15: Sie brachten aber auch kleine Kinder zu ihm, damit er sie anrühre.
Fürbitte
Dies ist ein wunderbares Bild für die Fürbitte. In der Fürbitte bringen wir Menschen zu Jesus, damit er sie segnet. In der Fürbitte stelle ich den anderen Menschen unter die besondere Aufmerksamkeit Gottes.
Gemeinschaft lebt aus dieser Fürbitte füreinander. Machen wir viel von ihr Gebrauch.
Die Fürbitte verändert auch mich. Sie führt mich aus der Egozentrik meiner eigenen Probleme in den befreienden Raum des Dienstes und verändert meine Einstellung zum anderen. Ich finde Zugang zu den Herzen derer, für die ich bete.
Die Fürbitte ist eine Art, den anderen zu lieben. Richard J. Foster
Frage: Wie verändert sich mein Herz, wenn ich Menschen in meinen Gebeten bewusst in Gottes Liebe stelle?
Lk 18, 16 Lasst die Kinder kommen
Lk 18,16: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.
Denn solcher ist das Reich Gottes
Kinder stehen hier symbolisch für eine Haltung des Vertrauens, der Demut und der Offenheit. Jesus zeigt, dass der Zugang zu Gott nicht von Leistung oder Wissen abhängt, sondern von einer kindlichen Bereitschaft, sich ihm anzuvertrauen.
Lk 18, 17 Reich Gottes wie Kind annehmen
Lk 18,17: Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird gar nicht hineinkommen!
Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen!
Der Vorzug der Kinder besteht darin, dass sie völlig aufs Beschenktwerden angewiesen sind. Das Kind ist in erster Linie Empfangender.
Glaube ist wie eine leere, zum Empfangen geöffnete Kinderhand. Gott nötig haben in allem. Kindlich Abba sagen können. Immer wieder mit leeren Händen staunend vor Gott kommen und von ihm lernen wollen.
Ein Kind kann sich nicht vorstellen, dass Vater und Mutter etwas nicht können. Das soll die Haltung des Glaubens sein unserem Gott gegenüber.
Frage: Wie offen bin ich in meinem Leben, immer wieder mit leeren Händen staunend vor Gott zu treten und von ihm zu lernen?
Jesus sagt, nicht auch, sondern nur Kindern gehört die Gottesherrschaft.
Im Kind gibt es etwas, das einem, der in das Himmelreich kommen will, nie fehlen darf. Der Himmel ist allen zugesagt, die einfältig sind wie die Kinder, allen, die wie sie von vertrauensvoller Hingabe erfüllt, die rein und reich an Güte sind. Sie allein können in Gott einen Vater finden und durch Jesus zu Kindern Gottes werden.
Schlimm wäre es, das Wort des Heilands zu vergessen: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so einfach, demütig und fügsam wie sie, werdet ihr in das Himmelreich nicht eingehen. Franz von Sales
Häufige Fragen zu Lk 18, 15-17
Was bedeutet Lk 18, 15-17?
Dieser Abschnitt erzählt von der Begegnung Jesu mit den Kindern, die von den Menschen zu ihm gebracht werden. Das Geschehen offenbart das Wesen des Reiches Gottes und zeigt, dass der Zugang zum Heil nicht durch eigene Leistung oder Würde erlangt werden kann, sondern in vertrauensvoller, empfangender Haltung geschehen muss.
Warum bringen die Menschen Säuglinge und kleine Kinder zu Jesus und wie reagieren die Jünger darauf?
Die Menschen bringen ihre Kinder zu Jesus, damit er sie anfasst und ihnen den Segen erteilt. Die Jünger versuchen jedoch, dies zu verhindern, und weisen die Leute mitsamt den Kindern ab, weil sie die Kinder vermutlich als unbedeutend oder störend für das Wirken Jesu ansehen.
Wie begegnet Jesus dem Verhalten seiner Jünger?
Jesus ruft die Kinder zu sich und weist die Jünger zurecht. Er gebietet ihnen ausdrücklich, die Kinder zu ihm kommen zu lassen und sie nicht daran zu hindern, da Menschen mit einer solchen Haltung das Reich Gottes ausmachen.
Welche symbolische Bedeutung haben die Kinder für das Verständnis des Reiches Gottes?
Kinder verkörpern vollkommene Bedürftigkeit, Hilflosigkeit und das Unvermögen, sich Verdienste oder Ansprüche zu erwerben. Sie nehmen Gaben schlicht als reines Geschenk an, was sie zum Vorbild für das Verhalten des Menschen gegenüber der Gnade Gottes macht.
Welche grundlegende Bedingung stellt Jesus für den Eintritt in das Reich Gottes auf?
Jesus erklärt nachdrücklich, dass wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, überhaupt nicht hineingelangen wird. Der Zugang setzt das Ablegen von Selbstgerechtigkeit voraus und fordert ein empfangendes, kindliches Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes.
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