Lk 1, 39-56 Marias Besuch bei Elisabeth und Magnificat: Auslegung und Andacht

Lk 1, 39-56 im Überblick: Diese Bibelarbeit beleuchtet Marias Besuch bei Elisabeth und das Magnificat in Lukas 1, 39 bis 56 Vers für Vers. Verstehe den geistlichen Kontext für deinen eigenen Alltag.

Vers 39 Aufbruch ins Gebirge

Lk 1,39: Bald danach machte sich Maria auf den Weg ins Bergland von Judäa und eilte so schnell wie möglich in die Stadt, in der Elisabeth und ihr Mann Zacharias wohnten.

Lasst uns von der Gottesmutter diese Art zu reagieren lernen

Uns auf den Weg machen, vor allem dann, wenn die Schwierigkeiten uns zu erdrücken drohen. Aufstehen, um sich nicht im Treibsand der Probleme steckenzubleiben, in Selbstmitleid zu versinken oder in eine lähmende Traurigkeit zu verfallen.

Aber warum aufstehen? Weil Gott groß und bereit ist, uns wieder aufzurichten, wenn wir ihm die Hand hinstrecken.

Lasst uns also die negativen Gedanken, die Ängste, die jeden Impuls blockieren und uns am Vorwärtskommen hindern, bei Ihm abwerfen.

Frage: Welche Lasten könntest du heute vertrauensvoll loslassen, um deinem inneren Frieden näherzukommen?

Andacht von Ambrosius

Die Jungfrau eilt ins Bergland: eine Jungfrau, die dienen will und nicht an die Strapazen denkt. Die Liebe macht sie stark; sie verlässt ihr Haus und bricht auf.

Ihr habt das Feingefühl Mariens kennengelernt; lernt auch ihre Demut kennen! Die Jüngere kommt zur Älteren, Höheres kommt zum Geringeren: Maria zu Elisabet, Christus zu Johannes, so wie sich auch später der Herr von Johannes taufen lässt, um die Taufe zu heiligen.

Sogleich wird der Segen offenkundig, der von der Ankunft Mariens und der Gegenwart des Herrn ausgeht; denn „als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt“.

Die beiden Frauen sprechen über die Gnade, die ihnen widerfahren ist; die beiden Kinder machen diese Gnade offenbar und nehmen ihre Mütter mit hinein in dieses Geheimnis der Barmherzigkeit.

Frage: Welche Momente in deinem Leben haben dir ähnlich wie Elisabet und Maria das Gefühl von Gnade und tiefer Verbundenheit geschenkt?

Andacht von Papst Franziskus

Der Evangelist sagt uns, dass sich „Maria aufmachte“ und zu Elisabet „eilte“ (V. 39): in Eile, nicht ängstlich, nicht hektisch, sondern in Eile, in Frieden.

„Sie machte sich auf“: eine Geste voller Fürsorge. Sie hätte zu Hause bleiben können, um sich auf die Geburt ihres Kindes vorzubereiten. Stattdessen kümmert sie sich mehr um die anderen als um sich selbst und zeigt in den Taten, dass sie bereits eine Jüngerin jenes Herrn ist, den sie in ihrem Schoß trägt.

So begann das Ereignis der Geburt Jesu: mit einer einfachen Geste der Liebe. Im Übrigen ist die echte Nächstenliebe immer Frucht der Liebe Gottes.

Das Evangelium vom Besuch Marias bei Elisabet bereitet uns darauf vor, Weihnachten gut zu leben, und vermittelt uns die Dynamik des Glaubens und der Nächstenliebe. Diese Dynamik ist Werk des Heiligen Geistes.

Eine Dynamik voller Freude, wie wir in der Begegnung zwischen den beiden Müttern sehen, die ganz eine Hymne des freudigen Jubels im Herrn ist, der mit den Kleinen, die sich ihm anvertrauen, Großes tut.

Frage: Welche kleinen Gesten der Liebe kannst du in deinem Alltag setzen, um die Gegenwart Gottes für andere spürbar zu machen?

Vers 40 Einzug bei Zacharias

Lk 1,40: Sie betrat das Haus und begrüßte Elisabeth.

Begegnung alter und neuer Bund

Johannes der Täufer steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund Gottes mit den Menschen. Dies steht auch im Hintergrund jener Erzählung des Evangeliums nach Lukas, in der die schwangere Maria zur ebenfalls schwangeren Elisabet wandert und sich in diesen beiden Frauen, an denen Gott wunderbar gehandelt hat, Alter und Neuer Bund geheimnisvoll in den Armen liegen.

Das ist für mich eine ganz wichtige Szene: Der Neue Bund entspringt dem Alten; und der Alte Bund findet nicht ein Ende, sondern seine Vollendung im Neuen.

Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben die Verbindung zwischen Vergangenem und Neuem wahrnehmen und zulassen, dass Altes in etwas Vollendetes übergeht?

Gottesbegegnung

Als sich die beiden Frauen begrüßen, kommt es bei Elisabeth zu einer Gottesbegegnung. Wir wissen, dass jede Begegnung mit einem Menschen auch eine Begegnung mit Gott ist, denn nach der grundlegendsten Wahrheit unseres Glaubens ist Gott Mensch geworden.

Wie vielen Menschen bin ich heute schon begegnet? Familienmitgliedern, Nachbarn und vielen Unbekannten. Und wie waren die Begegnungen? Stumm, unfreundlich – oder waren sie liebevoll, höflich oder herzlich?

Ist mir überhaupt bewusst geworden, dass mir in jedem Menschen auch Gott selbst begegnet ist?

Frage: Wie offen bin ich dafür, Gott in den Begegnungen meines Alltags zu erkennen?

Vers 41 Kind hüpft im Leib

Lk 1,41: Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, da hüpfte das Kind in ihrem Leib und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt.

Betrachte den Unterschied

Betrachte den Unterschied und die Eigentümlichkeit der einzelnen Worte. Elisabeth hörte zuerst das Wort, aber Johannes fühlte zuerst die Gnade. Jene hörte nach der Ordnung der Natur, dieser hüpfte wegen des Geheimnisses. Jene fühlte die Ankunft Mariä, dieser die des Herrn. Goldene Kette

Er bringt Freude

Was bringt die Gegenwart des Herrn in unserem Leben hervor? – Freude.

Und diese Freude springt über. Wie es hier heißt, spürte selbst Johannes diese Freude und hüpfte im Schoß seiner Mutter.

Es ist ein Empfinden, das vom Geist kommt, es ist nicht von uns selbst gemacht.

Bitten wir um diese Gnade, dass wir vom Geist erfüllt werden, dass er uns seine Gegenwart erkennen lässt und wir die Freude erfahren, mit ihm in Einheit zu leben.

Jonathan Fuhr

Frage: Wann habe ich zuletzt die Freude des Geistes in meinem Herzen gespürt, und wie könnte ich sie bewusst in meinem Alltag einladen?

Vers 42 Segen für Maria

Lk 1,42: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!

Gesegnet bist du

Elisabeth erkannte, dass Marias Glaube eine aktive Rolle beim Empfang der Verheißung spielte. Gottes Verheißungen sollten uns niemals passiv machen; sie sollten uns veranlassen, sie durch den Glauben zu ergreifen. Elisabeth wollte Marias Glauben stärken.

Vers 43 Mutter meines Herrn

Lk 1,43: Womit habe ich verdient, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Lk 1,43: Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Maria besucht Elisabeth. Hier geht es um Begegnung

Mehr noch, diese Begegnung der zwei Frauen ist das Urbild jeder tiefen menschlichen Begegnung schlechthin, denn jeder trägt Christus in sich.

Von Elisabeth können wir in dieser Begegnung lernen, im anderen das Geheimnis Christi zu entdecken.

Von Maria können wir in dieser Situation lernen, dass der in mir wohnende Gott mich in Bewegung bringt.

Du kannst dich in beiden sehen, als jener, der in seinem Nächsten Christus erkennt und als jener, der Christus selbst zum Nächsten bringt.

Frage: In welcher Weise entdecke ich Christus im Gegenüber, und wie lässt mich diese Begegnung selbst in Bewegung treten?

Elisabet und der Heilige Geist

Elisabet zeigt uns, dass sie eine wunderbare und enge Beziehung zum Heiligen Geist hat. Sie ist in der Lage, an den Bewegungen ihres Babys und am Gesicht der Jungfrau zu erkennen, dass dieser Besuch etwas ganz Besonderes ist.

Gott hatte sie besucht, als sie mit Johannes schwanger wurde, und nun besucht er sie erneut im Schoß Marias, die kommt, um ihr zu dienen.

Spürst du auch den Heiligen Geist und hörst auf ihn?

Alejandro Espejo

Frage: Wie bewusst nimmst du die leisen Impulse des Heiligen Geistes in deinem Alltag wahr, und wie könntest du ihnen noch mehr Raum geben?

Der Herr kommt auf verborgene Weise

Elisabet ist fähig, den Herrn im Schoß seiner Mutter zu erkennen und sich darüber zu freuen. Die Menschen in Betlehem werden ihn nicht erkennen und nicht empfangen.

Bitte Gott um die Gnade, ihn zu erkennen, wenn er zu dir kommt, verborgen in einem kleinen Kind oder in einem bedürftigen Menschen oder in einer armen Mutter.

Jesus erzählt in dem Gleichnis vom Jüngsten Gericht: „Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ – Kannst du ihn in deinem Nächsten erkennen und ihm dienen?

Alejandro Espejo

Frage: Wo begegnet mir heute das Göttliche, und wie kann ich darauf mit offenem Herzen reagieren?

Gespräch mit Christus: Ich freue mich, wenn du, Herr, zu mir kommst. Und ich suche dich, und ich will dich erkennen, wenn du verhüllt kommst, sei es in den Kleinen oder in den Bedürftigen. Ich werde mich fragen: In wen verhüllt willst du, Herr, zu mir kommen?

Vers 44 Gruß bringt Freude

Lk 1,44: Denn siehe, sowie der Klang deines Grußes in mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

Andacht für dein Leben

  • Freude im Glauben: Du kannst erfahren, wie der Glaube in dir Freude auslöst, selbst in schwierigen Zeiten. Diese Freude ist ein Zeichen der Nähe Gottes in deinem Leben.
  • Gesegnete Begegnungen: Dein Glaube kann in Begegnungen mit anderen Menschen sichtbar werden und dir helfen, Gottes Segen in deinem Alltag zu erkennen.

Vers 45 Selig, wer glaubt

Lk 1,45: Und glückselig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!

Aber auch ihr seid selig, die ihr gehört und geglaubt habt

Denn jede Seele, welche glaubt, empfängt und erzeugt das Wort Gottes und erkennt seine Werke an. Und jede Seele, welche das Wort Gottes im Geist empfangt, besteigt sogleich die hohen Berge der Tugenden mit dem Schritte der Liebe. Goldene Kette

Selig, die geglaubt hat

Wenn wir beginnen, unseren Weg mit Gott zu gehen, dann erleben auch wir die unglaublichsten Dinge in unserem Leben.

Wir erfahren Augenblicke, in denen uns das Herz vor Freude zu zerspringen scheint.

Es gibt aber auch Momente, die von Kreuz und Unsicherheit gekennzeichnet sind. Doch durch den Glauben verwandeln auch diese sich in Augenblicke der Gnade und der Dankbarkeit.

Durch den Glauben dürfen wir schon hier auf Erden ein Stück weit den Himmel erfahren.

Johanna von Siemens

Frage: Welche kleinen oder großen Momente in meinem Leben empfinde ich heute als Geschenk der göttlichen Gegenwart?

Zum Magnificat

Das Magnifikat

Das Magnifikat als Ganzes

Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:  Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;  er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Andacht von Jonathan Fuhr

Gott loben und preisen.

Heute wollen wir mit Maria Gott Vater loben und preisen. Maria hat uns diesen wunderbaren Hymnus hinterlassen, der so viel beinhaltet und uns in unserer Beziehung mit Gott, unserem Vater, so sehr helfen kann.

Nehmen wir jetzt einen Moment, um mit Maria Gott Vater für die großen Dinge zu danken, die er in unserem Leben vollbracht hat. Wo habe ich Gott Vater als Retter und Erlöser erfahren?

Danken wir dem Herrn dafür und loben und preisen wir ihn.

Jonathan Fuhr

Frage: In welchen Momenten meines Lebens habe ich Gottes Gegenwart besonders gespürt, und wie kann ich diese Erfahrung heute bewusst in Dankbarkeit verwandeln?

Vers 46 Lobpreis der Seele

Lk 1,46: Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn

Lk 1,46: Meine Seele preist die Größe des Herrn.

Andacht für dein Leben

  • Lobpreis und Dankbarkeit: Du darfst Gott für all das Gute in deinem Leben danken, auch in schwierigen Zeiten. Er sieht dein Herz und erkennt deine Treue.
  • Vertrauen auf Gottes Plan: Du kannst darauf vertrauen, dass Gott in jedem Moment deines Lebens einen Plan hat, auch wenn du ihn nicht immer sofort verstehst. Er führt dich zum Ziel.

Größe des Herrn

Gott wird nicht in seiner Natur von uns groß gemacht, sondern in unserer Erkenntnis und Empfindung. Gott kann nicht wachsen in sich selbst, weil seine Größe kein Maß hat. Wohl aber kann er wachsen in dir.

Wie geschieht das? Der Mensch erhebt Gott in sich, macht Gott groß in seiner Seele, indem er sich selbst klein macht vor ihm, so dass wir von ihm alles erwarten und von seiner Größe erfüllt sind. Erkenne es auf das Durchdringendste, dass du aus dir selbst nichts bist. Dadurch wirst du ihm sogleich jene Ehre geben, welche ihn wachsen macht, nicht in sich selbst, sondern in dir.

Frage: Wie könntest du heute in deinem Leben Raum schaffen, damit Gottes Größe in dir erfahrbar wird?

Andacht von Papst Franziskus

Was rät uns unsere Mutter? Heute sagt sie im Evangelium als erstes: Meine Seele preist die Größe des Herrn.

Wir, die wir es gewohnt sind, diese Worte zu hören, achten vielleicht nicht mehr auf ihre Bedeutung. Die Größe preisen, „magnificare“, bedeutet wörtlich „groß machen“, vergrößern. Maria vergrößert den Herrn: nicht die Probleme, an denen es ihr in diesem Augenblick nicht fehlte, sondern den Herrn.

Wie oft haben wir uns stattdessen von Schwierigkeiten und Ängsten überwältigen lassen! Bei der Gottesmutter ist das nicht so, weil sie Gott als die erste Größe des Lebens setzt. Daraus entspringt das Magnifikat, daraus wird die Freude geboren: nicht aus der Abwesenheit von Problemen, die sich früher oder später einstellen, sondern die Freude entsteht aus der Gegenwart Gottes, der uns hilft, der uns nahe ist.

Papst Franziskus

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben lernen, die Gegenwart Gottes mehr zu sehen und zu feiern, auch wenn Herausforderungen da sind?

Andacht von Benedikt XVI

Das Magnifikat ist ganz gewoben aus Fäden der Heiligen Schrift, aus den Fäden von Gottes Wort. So wird sichtbar, dass sie im Wort Gottes wirklich zu Hause ist, darin aus- und eingeht.

Sie redet und denkt mit dem Wort Gottes; das Wort Gottes wird zu ihrem Wort, und ihr Wort kommt vom Wort Gottes her. So ist auch sichtbar, dass ihre Gedanken Mitdenken mit Gottes Gedanken sind, dass ihr Wollen Mitwollen mit dem Willen Gottes ist.

Weil sie zuinnerst von Gottes Wort durchdrungen war, konnte sie Mutter des fleischgewordenen Wortes werden.

Endlich: Maria ist eine Liebende. Wie könnte es anders sein? Als Glaubende und im Glauben mit Gottes Gedanken denkend, mit Gottes Willen wollend kann sie nur eine Liebende sein.

Benedikt XVI

Frage: Wie könnte ich in meinem eigenen Leben die Gedanken und den Willen Gottes in meinem Denken und Handeln erkennen und zulassen?

Meine Seele preist die Größe des Herrn

Maria wurde aufgrund der Gnade, die sie empfangen hatte, nicht stolz. Sie war sich vielmehr ihrer Niedrigkeit vor Gott bewusst. Sie war nur eine unscheinbare, junge Frau vom Lande.

Und doch wollte Gott durch sie die ganze Welt segnen. Sie war sich bewusst, dass ihre Entscheidung, sich Gott hinzugeben, von unermesslicher geschichtlicher Bedeutung war.

Christen hinterlassen immer eine Spur in der Geschichte, auch in finsteren Zeiten. Darum sollten wir uns nie entmutigen lassen, sondern in den Lobpreis Mariens einstimmen: Meine Seele preist die Größe des Herrn.

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben Gottes Gnade erkennen und durch meine kleinen Entscheidungen Spuren der Liebe hinterlassen?

Zum Lobpreis

Wer Gott liebt, kennt den Lobpreis. Der Lobpreis steigert die Freude. Der Lobpreis ist wie eine Leiter: Er hebt die Herzen in die Höhe.

Der Lobpreis hebt die Stimmung und überwindet die Versuchung der Niedergeschlagenheit. Fragt euch: Bin ich zum Lobpreis fähig?

Wie gut ist es, jeden Tag Gott zu loben, und auch die anderen! Wie gut ist es, in Dankbarkeit und Segen zu leben statt in Bedauern und Klagen, nach oben zu schauen statt zu schmollen!

Klagen: Es gibt Leute, die sich jeden Tag beklagen. Doch sieh, dass Gott dir nahe ist, sieh, dass er dich geschaffen hat, sieh, was er dir gegeben hat.

Lobe, lobe! Das ist geistliche Gesundheit.
Papst Franziskus

Frage: Welche kleinen Momente heute könnte ich bewusst mit Lobpreis und Dankbarkeit füllen, um mein Herz zu erheben?

Vers 47 Jubel über Gott

Lk 1,47: Mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter.

Andacht für dein Leben

  • Freude in Gott finden: Deine Freude sollte nicht von äußeren Umständen abhängen, sondern aus deinem Vertrauen in Gott kommen, der dich liebt und führt.
  • Gottes Größe bezeugen: In deinem Alltag kannst du Zeugnis davon ablegen, wie groß und gnädig Gott in deinem Leben ist, indem du deine Erfahrungen mit anderen teilst.

Mein Geist hat seine Freude in Gott, meinem Heiland

Christliche Freude ist vollkommene, unzerstörbare, unbegrenzte und immerwährende Freude an Gott, die so nicht an das Sichtbare gebunden ist, sondern Ausdruck einer tiefen Gotteserfahrung ist.

Wer Gott erfährt, der hat in sich eine Freude, die durch äußere Leiderfahrungen zwar überdeckt, aber letztlich nicht genommen werden kann.

Wenn ich bei Konflikten und Krisen mich in mich kehre und in meine innere Zelle finde, entdecke ich dort diese göttliche Freude, die mir keiner mehr nehmen kann.

Freude ist Ausdruck des bewussten und erfüllten Lebens in Gott.

In jeder Seele sei Marias Seele, daß sie groß mache den Herrn, in jeder sei der Geist Marias, daß er frohlocke in Gott. Ambrosius

Frage: Wie kann ich in meinem Alltag Momente finden, in denen diese göttliche Freude spürbar wird?

Vers 48 Niedrigkeit angesehen

Lk 1,48: Dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd.

Andacht für dein Leben

  • Dankbarkeit für Gottes Wirken: Du kannst dich immer wieder daran erinnern, dass Gott in deinem Leben handelt und dir Gnade schenkt. Sei dankbar für die kleinen und großen Segnungen, die er dir gibt.
  • Erhebung in Gottes Augen: Auch wenn du dich vielleicht klein und unbedeutend fühlst, erinnere dich daran, dass du in Gottes Augen wertvoll bist und er dich immer hochachtet.

Gott hat Maria angesehen

Daran hängt alles Weitere. Maria sagt nicht, man werde ihr viel Gutes nachsagen, ihre Tugend preisen, ihre Jungfräulichkeit oder Demut rühmen oder womöglich ein Lied von ihrer Tat singen.

Sie spricht vielmehr allein davon, dass Gott sie angesehen hat. Sie zeigt auf sein Hinsehen.

Gott sieht dich und mich. Er liebt uns so sehr, dass er uns helfen und das, worum wir ihn bitten, tun will.

Gott neigt sich dem Menschen zu. Der allein hohe Gott begegnet unserer Niedrigkeit. Das ist reinste, schönste Gnade.

Frage: Wie öffnest du dein Herz, um Gottes Hinsehen und seine Gnade in deinem eigenen Leben zu erkennen?

Andacht von Jakob von Batnä

Es ist klar, dass Gott aus Gnade zur Erde herabgestiegen ist. Maria aber durfte ihn aufnehmen, weil sie ganz besonders rein war.

Er sah ihre Demut, ihre Sanftmut und Reinheit an, und er wohnte in ihr. Denn er weilt gern unter den Demütigen.

Er sah, dass sie unter allen Menschen die Demütigste war; und deshalb wohnte er in ihr. Sie sagt es ja selbst, dass er auf ihre Niedrigkeit geschaut und in ihr gewohnt hat.

Weil Gott an ihr Wohlgefallen fand, soll sie gepriesen sein.

Die Demut ist der Gipfel der Vollkommenheit. Denn je größer die Nähe ist, aus der ein Mensch Gott schaut, desto mehr kommt er sich gering und klein vor.
Jakob von Batnä

Frage: Welche Bereiche meines Lebens könnten von einer Haltung echter Demut und innerer Sanftmut erfüllt werden, sodass ich Gottes Gegenwart deutlicher wahrnehme?

Lk 1,48: Siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter!

Preisung Maria

Maria wird gepriesen, weil wir wissen, dass Gott sie auserwählt und ihr eine besondere Ehre erwiesen hat

In Maria erkennen wir eine Frömmigkeit, die besonders hervorsticht, weil sie sich selbst stets in den Hintergrund stellt. Gott ist alles, sie selbst ist nichts. Hätte sie etwas aus sich selbst gemacht, hätte sie ihren wahren Platz der Abhängigkeit verloren.

Gottes Gnade bewahrte sie davor, sodass seine Herrlichkeit in diesen göttlichen Dingen vollkommen zum Vorschein kommen konnte.

Es lohnt sich, von Maria zu lernen: sie war vollkommen bereit, Christus in ihr Leben aufzunehmen. Papst Franziskus

Frage: In welchen Bereichen meines Lebens könnte ich mich mehr der göttlichen Führung überlassen, anstatt selbst alles bestimmen zu wollen?

Vers 49 Große Taten des Mächtigen

Lk 1,49: Denn große Dinge hat der Mächtige an mir getan.

Was hat er Großes an dir getan?

Die großen Dinge sind hier nichts anderes, als dass sie Gottes Mutter geworden ist. Große Dinge tut Gott auch an uns. In seinem Tun erkennen wir ihn und sein Wesen.

Betrachten wir so seine Liebe, seine Barmherzigkeit und all seine vollkommenen Eigenschaften, die in unserem Leben Gestalt annehmen und für uns ganz konkrete Wirklichkeit werden.

Das alles erfüllt uns mit Freude, sind wir doch so geborgen in ihm. Und diese Freude an Gott treibt uns an, Gott zu loben.

Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut. Paul Gerhardt 

Frage: Welche kleinen oder großen Momente in deinem Leben lassen dich Gottes Gegenwart spüren und erfüllen dich mit Freude?

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan

Mit diesem Satz drückt Maria aus, dass mit der Ankunft des Engels eine göttliche Welt in ihre irdische Welt hereinbricht. Sie kann nur noch staunen, doch eine große Kraft und ihr Mut geben ihr Zuversicht und Hoffnung.

Die Welt erscheint für sie auf einmal in einem ganz anderen Licht. Maria sieht die Barmherzigkeit, die grenzenlose Güte Gottes, die er walten lässt, aber sie sieht auch das Unrechte und das Verkehrte.

Diese Gewissheit einer anderen, besseren Welt gibt dem Lobgesang Mariens seine ganze Kraft.

Frage: Welche Momente in deinem Leben lassen dich die Gegenwart einer höheren, liebenden Kraft spüren?

Lk 1,49: Heilig ist sein Name.

Gottes Name ist heilig

Gottes Name ist lauter Liebe, Gnade, Trost, Hilfe, Freude, Friede, Leben, Heil und Seligkeit. Darum ist es auch gut, ihn zu loben.

Wir sind nie so heilig und nie so glückselig wie dann, wenn unser Herz sich in Anbetung ergießt.

Darum: wenn dich etwas betrübt, so denke an Gottes Namen und Verheißung. Sein Name werde gepriesen. Ihm soll die ganze Liebe meines Herzens gehören.

Der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Er verstößt weder mein Gebet noch mich.

Frage: In welchen Momenten öffnest du dein Herz so weit, dass du Gottes Gegenwart spürst und dich von seiner Liebe tragen lässt?

Vers 50 Barmherzigkeit von Geschlecht

Lk 1,50: Seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten.

Andacht für dein Leben

  • Gottes Barmherzigkeit bleibt für immer: Du kannst sicher sein, dass Gottes Liebe und Gnade dich auch in schwierigen Zeiten umhüllen, ohne Ende. Vertraue darauf, dass er immer bei dir ist.
  • Gottes Handeln richtet sich nach Demut: Wenn du in deinem Leben Demut zeigst und dich Gott anvertraust, wird er dich mit seinen Segen überschütten. Bleibe offen für seinen Plan und erlebe seine Führung.

Bitten um sein Erbarmen

Maria hat fest an das Erbarmen Gottes geglaubt und es selbst durch Jesu Kommen erfahren.

Wir alle brauchen die Gnade Gottes, sind auf seine Liebe und Vergebung angewiesen. In vielen Momenten machen wir die Erfahrung, dass wir alleine nicht weiterkommen und seine Hilfe brauchen.

Bitten wir den Herrn um Hilfe und Beistand. Lass Dich erbarmen, weil Du mich arm an guten Werken siehst. Lass Dich erbarmen, wenn Du die Menge meiner Sünden und Fehler siehst.

Ich will ganz arm vor Dir sein, mit leeren Händen, um den Reichtum Deiner Gnade zu empfangen. Lass mir Deine Barmherzigkeit zuteilwerden. Blicke herab und lass Dich anziehen von meiner Armut und lass Dich drängen von Deiner Liebe.

Frage: In welchen Bereichen meines Lebens könnte ich heute bewusst die Barmherzigkeit Gottes zulassen und mich ihm mit offenen Händen hingeben?

Vers 51 Macht mit dem Arm

Lk 1,51: Er tut Mächtiges mit seinem Arm.

Mächtiger Arm

Mein Schöpfer, wieviel Dank schulde ich Dir! Mit deinem Arm hilfst du mir, ziehst mich aus dem Nichts, um mich durch Deine Barmherzigkeit zu dem zu machen, was ich bin.

Das Heil lässt du mir zukommen. Darum: Jauchzt vor dem Herrn, freut euch, jubelt und singt!

Gewöhne dich daran, dein Herz viele Male während des Tages in Dankbarkeit zu Gott zu erheben, für Gottes Schutz und Segen, für das Geleit seiner Engel, für das Geschenk des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe und für so vieles mehr!

Frage: Wie kannst du heute bewusst Momente der Dankbarkeit wahrnehmen, um dich tiefer mit deiner spirituellen Quelle zu verbinden?

Lk 1,51: Er zerstreut, die hochmütig sind in der Gesinnung ihres Herzens.

Andacht für dein Leben

  • Gott handelt mit Macht: Du darfst darauf vertrauen, dass Gott in deinem Leben auch dann eingreift, wenn du dich schwach fühlst. Er verändert Situationen, wenn du ihn darum bittest.
  • Er zerstreut die Gedanken der Stolzen: Sei vorsichtig, dass du nicht auf deinen eigenen Verstand baust und dich über andere stellst. Gott kann Stolz entlarven und bringt Demut, wenn du dich ihm unterordnest.

Eine Illusion gilt es aufzudecken

Wir möchten nur dann vor dem Herrn erscheinen, wenn wir sauber und ordentlich gekämmt und ganz zufrieden sind mit uns selbst! Es steckt jedoch viel Überheblichkeit und Hochmut in einer solchen Haltung!

Letzten Endes wäre es uns lieb, seine Barmherzigkeit nicht nötig zu haben. Nichts verhindert die wahre Liebe so sehr, wie ein solcher Stolz.

Um uns vor diesem großen Übel zu bewahren, erlaubt der Herr manchmal ein geringeres Übel, welches darin besteht, in irgendeine Sünde zu fallen, und wir sollen Gott dankbar dafür sein, denn ohne diese Warnung befänden wir uns in großer Gefahr, verloren zu gehen!

O König der Völker, in Demut nahen wir uns dir, immer im Bewußtsein des Angewiesens-Sein auf deine größte Eigenschaft: deine unergründliche Barmherzigkeit.

Frage: In welchen Momenten meines Lebens habe ich mich durch Stolz von wahrer Liebe oder Dankbarkeit abgehalten?

Vers 52 Niedrige erhöht

Lk 1,52: Er stößt die Mächtigen von ihren Thronen und erhöht die Niedrigen.

Wir liegen im Staub des Todes

Staub sind wir, und zum Staub müssen wir zurückkehren. Wir haben alle Rechte auf Gottes Freundlichkeit und Hilfe durch die Sünde verspielt.

Und solche, wie wir es sind, richtet er auf und erhöht uns. Wer beschreibt die Größe seiner Gnade, die Höhe und die Tiefe seiner Liebe, die Weite und die Stärke seiner Erbarmungen?

Es ist ein allmächtiger Arm, der uns aufrichtete, uns noch heute aufrecht hält und zu der Vollkommenheit des Himmels emporheben wird. Wir verstummen und sinken in Anbetung vor ihm nieder.

Frage: Welche Momente in deinem Leben haben dich gespürt lassen, wie sehr göttliche Gnade dich aufrichtet, selbst wenn du dich schwach oder verloren fühlst?

Vers 53 Hungrige gesättigt

Lk 1,53: Hungrige sättigt er mit Gütern, und Reiche schickt er leer fort.

Reiche schickt er leer fort

Die Reichen sind jene, die sich selbst genug sind und die denken, sie bedürfen Gott nicht

Die Hungrigen erkennen ihre Armut und ihr Angewiesensein auf Gott. Diese nun werden gesättigt. Diese Sättigung ist dies die Eucharistie, die aus dem Kreuz hervorgeht.

Nun sättigt Gott weltweit die Menschen, die Armen, die seiner bedürfen. Er gibt ihnen die Sättigung, die sie brauchen: Gott selbst, sich selbst.

In diesem Mysterium wird die Liebe Christi immer mitten unter uns greifbar. Hier gibt er sich immer wieder hin. Hier lässt er sein Herz immer wieder durchbohren; hier hält er seine Verheißung aufrecht, die Verheißung, dass er vom Kreuz her alles an sich ziehen wird.

In der Eucharistie erlernen wir selber die Liebe Christi.

Frage: Wie offen bin ich dafür, mich selbst von der Liebe Christi nähren zu lassen und sie in meinem Alltag sichtbar werden zu lassen?

Vers 54 Israel angenommen

Lk 1,54: Er nimmt sich seines Knechtes Israel an, um an seine Barmherzigkeit zu gedenken

Der Höhepunkt der Macht Gottes ist die Barmherzigkeit

Die Barmherzigkeit ist in Wirklichkeit der Wesenskern der Botschaft des Evangeliums, sie ist der Name Gottes selbst, das Antlitz, mit dem er sich im Alten Bund und vollends in Jesus Christus offenbart hat, der menschgewordenen Schöpfer- und Erlöserliebe.

Andacht von Katharina von Siena

Aus Barmherzigkeit hast du uns im Blut gewaschen, aus Barmherzigkeit wolltest du Umgang haben mit den Geschöpfen. Du bist außer dir vor Liebe! Es genügte dir nicht, Mensch zu werden, sondern du wolltest auch sterben! O Barmherzigkeit! Mein Herz versinkt im Gedanken an dich: Wohin ich meine Gedanken auch wende, finde ich nichts als Barmherzigkeit. Katharina von Siena

Er denkt an sein Erbarmen

Gott vergisst sein Volk nicht. Und ihrerseits vergisst Maria, eine treue Israelitin und Tochter ihres Volkes, die großen Taten Gottes nicht.

Immer wenn wir uns daran erinnern, was Gott für die Menschen getan hat, an seine Treue und Liebe in ganz konkreten geschichtlichen Ereignissen, dann ist das eine Art, Gott zu danken, "Danksagung" zu feiern: "Eucharistie".

Das nährt unseren Glauben und unsere Liebe, stärkt unsere "eucharistische" Lebensweise.

Eva Gloserová

Frage: Welche Momente in deinem Leben laden dich ein, Gottes Treue bewusst wahrzunehmen und in Dankbarkeit zu feiern?

Vers 55 Verheißung an die Väter

Lk 1,55: ...wie er es unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinem Samen, auf ewig!

Gott hält fest an seinen Verheißungen

Es kann für das verheißene Heil gar keine Hindernisse geben, die wir zu fürchten hätten. Der Herr wird sich zur Ausführung seines Werkes seinen Weg bereiten.

Es ist ein Jammer, welchen Schaden das Fehlen des Friedens in der Seele anrichtet, statt uns einer großen Ruhe zu erfreuen, wenn das Gedächtnis fest dabei bleibt, sich der göttlichen Verheißungen zu erinnern.

Wirf dein Vertrauen nicht weg, weil Gott seine Verheißung verzieht. Ob die Wege der Vorsehung auch kreuz und quer und rückwärts und vorwärts laufen, so hast du doch ein festes und gewisses Wort, worauf du dich verlassen kannst.

Wenn die Verheißungen auch für eine Weile scheinbar verzögert werden, können sie doch niemals ungültig gemacht werden.

Frage: In welchen Bereichen deines Lebens könntest du lernen, dem göttlichen Plan zu vertrauen, auch wenn er anders verläuft, als du es erwartest?

Vers 56 Drei Monate Aufenthalt

Lk 1,56: Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate und kehrte wieder in ihr Haus zurück.

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück

Welch ein Kontrast! Zuerst der erhebende Lobpreis Mariens, und dann wird es wieder sehr alltäglich.

Es gibt Situationen, in denen wir besonders von Gottes Gegenwart und Liebe erfüllt sind. Dann ist unser Herz voll Freude, und es ist uns nach Singen und Tanzen.

Aber wie ist es, wenn die Alltagssorgen und Verpflichtungen uns ganz vereinnahmen? Was kann uns helfen, auch in diesen Situationen in der Freude und in diesem Frieden zu bleiben?

Edeltrud Fuhr

Frage: Wie kann ich im Alltag kleine Momente der göttlichen Gegenwart erkennen und bewusst in Freude und Frieden verweilen?