Mt 7,1-6 Über das Richten

Vers 1 Verbot des Richtens

Mt 7,1: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Richtet nicht!

Wie schnell und wie oft sind wir dabei zu richten.
Wir sehen eine Situation, analysieren sie und stellen fest, dass…, dass was? – dass sie so ist, wie wir es glauben und auslegen?

Aber oft spielen uns hier unsere Erfahrungen einen Streich.
Wer kann eine Situation nur aus einer Perspektive bewerten?
Möchten wir, dass die Menschen uns so richten?

Deshalb gilt: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Svenja Nonnenmacher

Frage: Wann habe ich zuletzt vorschnell geurteilt – und was würde sich ändern, wenn ich mit dem Herzen statt mit dem Urteil hinschaue?

Gegen das Richten

Wer sind wir, um über andere zu richten?
Wer richtet, erweist sich als Feind der Barmherzigkeit.
Wer dagegen großherzig ist, kann über menschliche Unzulänglichkeiten hinwegsehen.

Achte darauf, am anderen nicht jede Kleinigkeit zu kritisieren.
Messe das Verhalten des Anderen mit einem sanftmütigen Maß.
Wir sind doch nicht besser als der andere.
Oft handeln wir ebenso schlecht, aber was noch schlimmer ist, wir entschuldigen uns dabei.

Was wir von anderen auszustehen haben, fühlen wir schnell und kreiden es an.
Was aber die anderen von uns hinnehmen, das sehen wir gar nicht.
Wer sich selbst recht beurteilt, hat keinen Grund, über andere scharf zu richten.

Vorsatz: Ich nehme mir vor, etwas Nettes über die Person zu sagen, die ich zuletzt kritisch beurteilt oder über die ich zuletzt schlecht gesprochen habe.

Frage: Wo fällt es mir schwer, mit barmherzigem Blick auf andere zu schauen – und was könnte sich verändern, wenn ich es doch versuche?

Fehlverhalten in Liebe wahrnehmen

Geliebter Mensch,

richte weder den anderen noch dich selbst. Gewiss verlangt die Vernunft, dass uns unsere wie die Fehler des anderen missfallen und leid tun, aber dieses Missfallen darf nicht bitter, ärgerlich und zornig sein.

Ein Fehlverhalten darf und muss sogar wahrgenommen und benannt werden. Aber immer in und mit Liebe.

Wenn ich dagegen richte, schaue ich kritisch verurteilend auf den anderen wie auf mich selbst und stehe damit schon außerhalb der Liebe. Der Nächste wie auch ich selbst kann uns Liebenden jedoch niemals Gegenstand verurteilender kritischer Betrachtung sein, sondern er wie auch ich sind jederzeit der lebendige Anspruch auf unsere Liebe.

Daher: Richtet nicht!

Ein Wort von Franz von Sales ist mir hier zum treuen Begleiter geworden: wenn ich mich schon verfehle, will ich mich lieber durch zu große Milde verfehlen als durch zu große Strenge.

Franz von Sales

Frage: Wo darf ich heute Milde statt Strenge in mein Herz einladen – gegenüber mir selbst und gegenüber anderen?

Projektion unserer Schattenseiten

Ob wir wollen oder nicht: Sobald wir einem Menschen begegnen, bewerten wir ihn und häufig genug folgt daraus ein Urteil. Der Grund liegt darin, dass wir uns selbst nicht kennen. Wir projizieren unsere eigenen Schattenseiten auf den andern.

Wer sich selbst erkennt, der urteilt nicht mehr über andere. Wer seine eigenen Schattenseiten sieht, der muss sie nicht mehr auf andere projizieren.

Sobald wir also merken, dass wir über jemanden urteilen, sollen wir das als Einladung nehmen, uns selbst genauer anzuschauen und besser kennen zu lernen. Wenn wir uns mit den eigenen Schattenseiten beschäftigen, sehen wir die Fehler der anderen gar nicht mehr.

Wenn ich meine Sünden betrachte, dann höre ich auf, nach den negativen Seiten des anderen zu forschen. Ich werde ihn achten und ehren und offen sein für das, was er mir sagen möchte. So wird die Begegnung für beide Seiten gut verlaufen.

Anselm Grün

Frage: Wann habe ich das letzte Mal gespürt, dass ein Urteil über einen anderen eigentlich etwas über mich selbst erzählt hat – und was wollte es mir zeigen?

Blindheit im Richten

Oft nehmen wir es auch nicht wahr, dass wir innerlich blind sind.
Oft handeln wir schlecht, aber was noch schlimmer ist, wir entschuldigen uns.
Zuweilen treibt uns Leidenschaft, wir aber nennen es Eifer.
Wir tadeln Kleinigkeiten an anderen und übersehen Krebsschäden an uns.

Was wir von anderen auszustehen haben, fühlen wir schnell und kreiden es an.
Was aber die anderen von uns hinnehmen, das sehen wir gar nicht.
Wer sich selbst recht und gerecht beurteilte, hätte keinen Grund, über andere scharf zu richten.

Nachfolge Christi

Frage: Wo erkenne ich in meinem eigenen Leben eine innere Blindheit, die mich hindert, andere mit Güte und Wahrheit zu sehen?

Wann brechen wir dieses Gebot?

Wir brechen dieses Gebot, wenn wir das Schlimmste von anderen denken.
Wir brechen dieses Gebot, wenn wir nur mit anderen über ihre Fehler sprechen.
Wir brechen dieses Gebot, wenn wir ein ganzes Leben nur nach seinen schlimmsten Momenten beurteilen.
Wir brechen dieses Gebot, wenn wir die verborgenen Motive anderer beurteilen.
Wir brechen dieses Gebot, wenn wir über andere urteilen, ohne uns in ihren gleichen Umständen zu betrachten.
Dieses Gebot brechen wir, wenn wir über andere urteilen, ohne daran zu denken, dass wir selbst beurteilt werden.

Es ist ein gar großer Unterschied zwischen Sünde richten und Sünde wissen. Wissen magst du sie wohl, aber richten sollst du sie nicht. Martin Luther

Wer sich selber kennt, der sieht die Fehler der Brüder nicht. Apophthegmata

Lege deine Sünden auf dein Haupt und betrachte sie! Apophthegmata

Frage: Welche Momente in meinem Leben fordern mich dazu heraus, andere mit mehr Verständnis statt mit Urteil zu begegnen?

Vers 2 Maß des Richtens

Mt 7,2: Denn so wie ihr jetzt andere richtet, werdet auch ihr gerichtet werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden.

Der angelegte Maßstab

Gott wird uns nach dem gleichen Maß messen, das wir für andere verwenden. Dies ist eine starke Motivation für uns, mit Liebe, Vergebung und Güte anderen gegenüber großzügig zu sein.

Wenn wir mehr von diesen Dingen von Gott wollen, sollten wir anderen mehr davon geben. Wenn Jesus sagt, dass wir mit dem Maß gemessen werden, mit dem wir messen, dann ist das allerdings keine Drohung, sondern er unterstreicht damit die Aufforderung, großzügig zu geben.

Indem er uns daran erinnert, dass wir alles, was wir haben, von Gott erhalten haben, auch die Liebe und die Vergebung, führt er uns vor Augen, wie sehr wir geliebt sind und wie wir alles von ihm in Fülle erhalten haben. Genauso sollen wir es unseren Brüdern und Schwestern weitergeben.

Unser Leben und unsere Werke müssen in irgendeiner Weise die Liebe, die Gott Vater zu unseren Nächsten hat, widerspiegeln.

Frage: Wie kannst du heute ein Stück der Liebe und Vergebung, die du von Gott erfahren hast, bewusst an jemanden weitergeben?

Richten ist die lieblose Reflexion auf den Anderen.

Die Liebe verbietet mir zwar nicht meine Gedanken über den Anderen und die Wahrnehmung seiner Sünde, aber im gleichen Zuge wird mir diese Liebe zum Anlass zur Vergebung.

Vorsichtig müssen wir hierbei sein: eine missverstandene Liebe zum Sünder ist der Liebe zur Sünde unheimlich nahe.

Den Sünder lieben, die Sünde hassen. Denn die Liebe Christi zum Sünder ist ja selbst die Verurteilung der Sünde, sie ist der schärfste Ausdruck des Hasses gegen die Sünde.

Achte darauf, wo du dazu neigst, über andere innerlich oder auch ausgesprochen zu richten.

Frage: Wo in meinem eigenen Herzen könnte ich noch lernen, die Trennung zwischen Liebe zum Menschen und Ablehnung der Sünde bewusst zu leben?

Den Nächsten nicht richten

Geringschätzige Gedanken kommen in uns hoch, ob wir wollen oder nicht. Wir werden sie wohl nie ganz loswerden. Aber es ist dann unsere Aufgabe, diese Gedanken zum Anlass zu nehmen, den Fehler des anderen als Spiegel für uns selbst zu betrachten.

Ich habe nicht die Garantie, dass ich nicht denselben Fehler begehe. Wer wirklich demütig ist, muss sich gar nicht verbieten, über den anderen zu richten. Er vermag es schlichtweg nicht. Er ist gleichsam tot für das Richten.

Denn in allem, was er bei anderen sieht, erkennt er immer auch sich selbst. Selbst im Schlimmsten, was der andere tut, sieht er einen Spiegel für sich selbst. So leidet er mit dem anderen, statt ihn zu verurteilen.

Die Demut führt uns nicht nur zu einem angemessenen Umgang mit uns selbst, sondern zu einem barmherzigen Umgang mit den Menschen.
Anselm Grün

Frage: In welchen Momenten erkenne ich bei anderen meine eigenen Schattenseiten, und wie verändert dieses Bewusstsein meinen Umgang mit ihnen?

Worte der Wüstenväter

Wort der Wüstenväter: Ebenso wie ein Leichnam nicht isst, so kann der Demütige einen Menschen nicht richten, selbst wenn er ihn Götzen anbeten sieht. Apophthegmata

Wort der Wüstenväter: Ein Altvater wurde einmal von einem Bruder gefragt: Warum urteile ich eigentlich so häufig über meine Brüder? Und er antwortete ihm: Weil du dich noch nicht selbst kennst. Denn wer sich selber kennt, der sieht die Fehler der Brüder nicht.

Wort der Wüstenväter: Wenn Abbas Agathon etwas sah und sein Herz über die Sache urteilen wollte, sprach er zu sich: Agathon, tu das nicht! Und so kam sein Denken zur Ruhe. Apophthegmata

Anselm Grün zum Wort der Wüstenväter: Mir hat dieses Wort des Abbas Agathon schon oft geholfen. Ich kenne diesen Drang, mir sofort ein Urteil zu bilden, sobald ich etwas höre oder sehe. Und meistens ist es ein hartes Urteil. Oder wenn ich einem Mitbruder begegne, kommen spontan Gedanken hoch: Der lebt nicht authentisch. Der ist kein guter Mönch. Der macht es sich bequem. Der arbeitet nicht viel.

Doch sobald solche Gedanken in mir aufsteigen, sage ich mir: Tu das nicht. Es steht dir nicht zu zu urteilen. Du kennst diesen Bruder nicht wirklich. Vielleicht leidet er an sich selbst. Dann werde ich wieder ruhig. Wenn ich weiterhin über die Sache oder den Mitbruder nachdenken würde, würde ich mich immer weiter von mir entfernen und ich käme nie zur Ruhe. Anselm Grün

Anselm Grün über das Richten

Geringschätzige Gedanken kommen in uns hoch, ob wir wollen oder nicht. Wir werden sie wohl nie ganz loswerden.

Aber es ist dann unsere Aufgabe, diese Gedanken zum Anlass zu nehmen, den Fehler des anderen als Spiegel für uns selbst zu nehmen. Ich habe nicht die Garantie, dass ich nicht denselben Fehler begehe.

Wer wirklich demütig ist, der muss sich gar nicht verbieten, über den anderen zu richten. Er vermag es gar nicht. Er ist gleichsam tot für das Richten.

Denn in allem, was er bei anderen sieht, erkennt er immer auch sich selbst. Selbst im Schlimmsten, was der andere tut, etwa, wenn er einen Götzen anbetet, sieht er einen Spiegel für sich selbst.

So leidet er mit dem anderen, statt ihn zu verurteilen. Die Demut führt uns nicht nur zu einem angemessenen Umgang mit uns selbst, sondern zu einem barmherzigen Umgang mit den Menschen.

Frage: Wie könnte es dein eigenes Leben verändern, wenn du jeden Fehler eines anderen als Spiegel für dich selbst betrachten würdest?

Vers 3 Splitter und Balken

Mt 7,3: Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Mitmenschen, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Der Splitter und der Balken

Ist es nicht viel einfacher, den Splitter und die kleinen Verfehlungen anderer zu sehen? Es lenkt doch direkt von uns ab, und wer mag sich schon gerne mit seinen eigenen Verfehlungen auseinandersetzen?

Und ist es nicht auch viel einfacher, den anderen gute Ratschläge, Hinweise und Tipps zu geben, wie sie ihre „Splitter“ sehen und entfernen können?

Aber richten wir den Blick doch einmal zuerst auf uns. Seien wir barmherzig und beten zuerst, damit wir erkennen können, wer oder was jetzt wirklich zuerst dran ist.

Svenja Nonnenmacher

Frage: Welche kleinen Verfehlungen in mir selbst könnte ich heute mit Mitgefühl und Aufmerksamkeit wahrnehmen und heilen?

Nicht nur blind, sondern auch betäubt

Wenn man sich das Gleichnis des Splitters und des Balkens vorstellt, gibt es zwei Dinge, die schwer zu erklären sind. Wie ist es möglich, einen Balken im Auge zu tragen? Und, darüber hinaus, wie ist es möglich, es nicht zu merken! Es muss doch weh tun!

Merkwürdig ist also, dass fehlende Selbstkritik betäubt. Ein bisschen wie König David, der die schöne Batseba so begehrte, dass er ihren Mann ohne Zögern ermorden ließ.

Als der Prophet Natan ihm von einem reichen Landbesitzer erzählte, der das einzige Schaf eines armen Hirten geraubt hatte, war David empört. Er war so betäubt, dass er einen Propheten brauchte, um Schmerz über seine eigene Sünde zu erfahren.

Benoît Terrenoir

Frage: Wo in meinem Leben bin ich vielleicht so betäubt, dass ich meine eigenen Fehler oder Grenzen nicht wahrnehme?

Über die Wurzel der Kritik

Es ist nicht einfach, den inneren Impuls zur negativen Kritik zu stoppen. Der Heilige Geist kann uns jedoch erkennen lassen, was in unseren Herzen vorgeht, wenn diese Regungen in uns aufsteigen. Die Schuldzuweisungen, der ausgestreckte Zeigefinger und die Verurteilungen, die wir anderen gegenüber an den Tag legen, sind oft ein Zeichen unserer Unfähigkeit und Schwäche, unsere eigene Hinfälligkeit innerlich anzunehmen. Nur die Sanftmut wird uns vor dem Treiben des Anklägers bewahren. Darum ist die Begegnung mit Gottes Barmherzigkeit so entscheidend. Wer sich selbst vergeben weiß, wird milder im Urteil.

Mache es dir zur Gewohnheit, stets warmherzig über Dinge und Menschen zu sprechen. Und wo das nicht möglich ist – schweige!

Vers 4-5 Heuchelei beim Richten

Mt 7,4: Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! — und siehe, der Balken ist in deinem Auge?

Mt 7,5: Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!

Den Blick auf mich selbst werfen

„Du Heuchler!” Wer richtet, erweist sich als Feind der Barmherzigkeit. Üble Nachrede schadet dem Geist der kirchlichen Einheit und dem ganzen sozialen Gefüge.

Es führt dazu, dass wir uns auf die Fehler und Mängel anderer konzentrieren, weil wir glauben, uns dann besser zu fühlen. Leider bleibt es oft nicht nur beim Gerede, sondern es entsteht Aggression.

Wir begeben uns in große Gefahr, wenn wir nicht mehr offen sind, eigene Fehler anzuerkennen. Wer ein „mea culpa” spricht, zeigt, dass er sich auch selbst an die Wahrheit gebunden fühlt.

Frage: Wo in meinem Leben könnte ich Barmherzigkeit üben, anstatt zu richten, und wie würde das meine innere Freiheit verändern?

Blind für das eigene Böse

Jesus zeigt, dass wir im Allgemeinen viel toleranter gegenüber unserer eigenen Sünde sind als gegenüber der Sünde anderer. Wenn wir über andere richten, dann erblindet unser Herz, wird blind für das eigene Böse in uns und blind für die Gnade, die eben nicht nur mir, sondern auch dem Anderen gilt.

Der liebende Blick auf den anderen dagegen macht sehend. Er erkennt in der Liebe den Anderen als den, dem unter dem Kreuz ebenso vergeben wurde wie mir. Wenn ich aus dieser Perspektive ein falsches Verhalten anspreche, dann ist es kein Urteil von oben, sondern von unten.

Die Verantwortung, den Splitter beim anderen herauszuziehen, bleibt. Aber nicht triumphierend, sondern es muss mir selbst wehtun. Das tut es, wenn ich in der Liebe bin.

Frage: Wie kann ich heute in meinem Herzen die gleiche Gnade und Liebe spüren, die ich anderen wünsche?

Wort der Wüstenväter

In einer Versammlung sprachen die Väter viel über einen Bruder, der versagt hatte. Ein Altvater aber schwieg. Danach nahm dieser Altvater einen Sack, füllte ihn mit Sand und lud ihn auf seinen Rücken. Darauf tat er ein wenig von dem gleichen Sand in ein Körbchen und trug es vor sich her. Und als ihn die Väter fragten, was das bedeuten solle, antwortete er: Dieser Sack mit dem vielen Sand stellt meine Sünden dar, und weil es viele sind, habe ich sie auf meinen Rücken gepackt, damit ich sie nicht anzuschauen brauche.

Dies bisschen Sand hier aber sind die Versäumnisse dieses Bruders. Die halte ich mir vor Augen und wühle in ihnen. Aber so soll man es nicht halten, sondern meine größere Sündenmenge soll mir vor Augen stehen, und ich muss über sie nachdenken und Gott bitten, dass er mir vergibt.

Vers 6 Perlen vor die Säue

Mt 7,6: Werft eure Perlen nicht vor die Säue! Sie werden die Perlen nur zertreten.

Das Evangelium - die Perle - ist keine Schleuderware

Die Säue sind ein Bild für Menschen, die vom Wort Gottes nichts hören wollen oder es gar verachten.

Dieser Bibelvers bedeutet eine ernste Beschränkung, da der Verkündigung des Wortes hier eine Grenze gesetzt wird. Wenn jemand von Jesus nichts wissen will, dann sollen wir weiter gehen.

Das Geheimnis der Niedrigkeit Gottes ist verbunden mit dieser Schwäche des Wortes, das den Widerspruch von Menschen erleidet und ebenso zeitgleich so stark und barmherzig ist, dass es Sünder bekehrt.

Seine Kraft ist verhüllt in der Schwachheit. Käme das Wort in unverhüllter Kraft, so wäre der Gerichtstag da.

Frage: Wie offen bin ich selbst dafür, Gottes Wort anzunehmen, auch wenn es auf Widerstand oder Ablehnung stößt?