Mt 6, 25-34 Vertrauen auf Gottes Fürsorge
Inhaltsverzeichnis
Vers 25 Warnung vor Sorge
Mt 6,25: Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
Gegen das Sorgen
Und dennoch tut es doch einer jeder von uns immer wieder. Das ist menschlich.
Wichtig ist nur, immer wieder im Sinne eines Warnschildes zu erkennen, dass dies nichts Gutes ist; wir müssen täglich neu der inneren Sorge das Vertrauen entgegenstellen. Wir wollen durch Sorge sorglos werden, aber in Wahrheit erweist sich das Gegenteil.
Sorge ist der größte Tyrann – und wenn sie nicht immer wieder entsorgt wird, wird sie die Seele verseuchen. Gott ist die eigentliche Befreiung von der Sorge des Menschen. Der Herr ist unser Lastenträger. Auf ihn müssen wir all unsere Sorgen werfen.
Corrie Ten Boom sagt: Der Glaube endet, wo die Sorge anfängt.
Frage: Wo trägst du noch Sorgen, die du Gott anvertrauen darfst, damit dein Herz leichter wird?
Die Sorgen des Alltags
Wenn wir denken, wir müssten auf Missionsreise in ferne Länder gehen, um den schweren Weg zu Gott zu gehen, dann irren wir uns.
Jemand, der den alltäglichen Weg zur Heiligkeit super vorgelebt hat, ist die heilige Theresia von Lisieux. Sie bestand darauf, dass der Weg zur Heiligkeit vor allem darin besteht, die alltäglichen Dinge und Sorgen in Liebe zu Gott zu tragen.
Wir müssen keine Wunder wirken. Wir müssen einfach nur – das aber sehr wohl – unsere Verrichtungen im Alltag aus und in Liebe zu Gott tun.
Michael Roidl
Frage: Wo in meinem Alltag kann ich heute etwas Gewöhnliches in Liebe zu Gott verwandeln?
Vers 26 Vögel des Himmels
Mt 6,26: Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Gott ist gut und sorgt für mich
Wenn ich mich um sein Reich kümmere und nicht zuerst an mich denke, wird er sich um mich kümmern.
Wie die Tiere wird er mich erhalten und mir das Nötige geben, was ich brauche.
Ich muss mir keinerlei Sorgen machen, weil er alles in seiner Hand hat und der Herr über alles ist.
Aber Achtung: Die Vögel machen sich keine Sorgen, aber sie arbeiten. Vögel sitzen nicht einfach mit offenem Mund da und erwarten, dass Gott sie füllt.
Frage: Wo darf ich lernen, auf Gottes Fürsorge zu vertrauen und zugleich meinen Teil treu zu tun?
Vers 27 Nutzlosigkeit des Sorgens
Mt 6,27: Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?
Die Fürsorge Gottes vollbringt alles
Daraus ergibt sich klar, dass nicht unser Eifer, sondern die Fürsorge Gottes alles vollbringt, auch da, wo wir selbst die Sache zu bewirken scheinen. Wir erkennen zugleich, dass, wenn er uns etwas verhieße, weder Sorge noch Mühe noch sonst etwas dergleichen jemals Erfolg hätte, sondern alles umsonst wäre. Chrysostomos
Frage: Wo in meinem Leben vertraue ich auf Gottes Fürsorge, und wo versuche ich vielleicht, alles allein zu erreichen?
Worum machen wir uns Sorgen?
Warum? Es ist menschlich, sich Sorgen zu machen. Unser Körper braucht Nahrung, Kleidung und Gesundheit. Aber nicht nur diese Sorgen können uns gefangen nehmen. Die Sorge darum, von anderen geliebt zu werden, vor anderen nicht schlecht dazustehen und gelobt zu werden, kann existenziell sein.
Warum machen wir uns Sorgen? Meist entstehen Sorgen aus mangelndem Vertrauen, auch gegenüber Gott, und aus der Erfahrung, dass vermeintliche Sicherheiten, auf die wir uns verlassen hatten, weggebrochen sind. Wenn wir unser Vertrauen auf falsche Sicherheiten setzen, verlieren wir immer irgendwie das Wichtigste aus den Augen.
Annika Bauer
Frage: Welche inneren Sicherheiten könntest du heute loslassen, um mehr Vertrauen in dich selbst und in das Leben zu entwickeln?
Vers 28-30 Lilien auf dem Feld
Mt 6,28: Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht.
Gelassene Aufmerksamkeit
Wir sprechen von einer Haltung des Herzens, das alles mit gelassener Aufmerksamkeit erlebt. Jemandem gegenüber ganz da zu sein, ohne schon an das zu denken, was danach kommt.
Sich jedem Moment widmen wie einem göttlichen Geschenk, das voll und ganz erlebt werden muss.
Jesus lehrte uns diese Haltung, als er uns einlud, die Lilien des Feldes und die Vögel des Himmels zu betrachten. Ja, Jesus war jedem Menschen und jedem Geschöpf gegenüber ganz da, und so zeigte er uns einen Weg, die krankhafte Ängstlichkeit zu überwinden, die uns oberflächlich, aggressiv und zu hemmungslosen Konsumenten werden lässt.
Papst Franziskus
Frage: In welchen Momenten deines Lebens kannst du bewusst innehalten, um die Fülle des Augenblicks wie ein göttliches Geschenk wahrzunehmen?
Mt 6,29: Ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Gottes Fürsorge
Jesus spricht über die Lilien des Feldes, die schöner gekleidet sind als Salomo, der reichste und prächtigste König Israels. Dies unterstreicht, dass menschlicher Reichtum nicht mit Gottes Versorgung mithalten kann.
Die Aussage betont das Vertrauen auf Gott anstelle materieller Sorgen. Wenn Gott die Blumen so herrlich schmückt, obwohl sie vergänglich sind, wird er umso mehr für die Menschen sorgen.
Christen sollen sich nicht ängstlich um Kleidung oder Besitz sorgen, sondern Gottes Reich und Gerechtigkeit suchen (Mt 6,33). Dieser Vers lädt ein, auf Gottes Liebe zu vertrauen und sich nicht von weltlichen Sorgen beherrschen zu lassen.
Frage: Wie könntest du heute bewusst loslassen und Gottes Fürsorge in deinem eigenen Leben spüren?
Mt 6,30: Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?
Vertraue ihm!
Das heutige Evangelium ist an erster Stelle eine Einladung zum Vertrauen. Ein Vertrauen, das die unerschütterliche Sicherheit mit sich bringt: Gott ist gut und sorgt für mich.
Wenn ich mich um sein Reich kümmere und nicht zuerst an mich denke, wird er sich um mich kümmern. Wie die Tiere wird er mich erhalten und mir das Nötige geben, was ich brauche.
Ich muss mir keinerlei Sorgen machen, weil er alles in seiner Hand hat und der Herr über alles ist.
Frage: Wo in meinem Leben könnte ich lernen, mich tiefer in Gottes Fürsorge fallen zu lassen und ihm vollkommen zu vertrauen?
Vers 31-32 Gott kennt Bedürfnisse
Mt 6,31: Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?
Worum machen wir uns Sorgen? Warum?
Es ist menschlich, sich Sorgen zu machen. Unser Körper braucht Nahrung, Kleidung und Gesundheit. Aber nicht nur diese Sorgen können uns gefangen nehmen.
Die Sorge darum, von anderen geliebt zu werden, vor anderen nicht schlecht dazustehen und gelobt zu werden, kann existenziell sein.
Warum machen wir uns Sorgen? Meist entstehen Sorgen aus mangelndem Vertrauen, auch gegenüber Gott, und aus der Erfahrung, dass vermeintliche Sicherheiten, auf die wir uns verlassen hatten, weggebrochen sind.
Wenn wir unser Vertrauen auf falsche Sicherheiten setzen, verlieren wir immer irgendwie das Wichtigste aus den Augen.
Frage: Woran könntest du heute dein Vertrauen bewusst ausrichten, damit deine Sorgen leichter werden?
Eine gesunde Gelassenheit
Jesus lädt uns ein, mit einer gesunden Gelassenheit zu leben. Was heißt das? Dass wir versuchen, im Heute zu leben und uns nicht Sorgen über das machen, was war und was kommen wird.
Wir können Jesus nicht im Gestern oder im Morgen begegnen, sondern nur in der Gegenwart, im aktuellen Moment. Hier wartet der Herr auf uns.
Wenn wir uns also mit vielen anderen Dingen beschäftigen, die nicht wesentlich sind, dann kann es sehr leicht geschehen, dass wir Momente verpassen, um dem Nächsten zu dienen.
Frage: In welchen Momenten meines Alltags öffne ich mein Herz wirklich für die Gegenwart und die Menschen um mich herum?
Mt 6,32: Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.
Mt 6:32: Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse.
Gottes Vorsehung vertrauen
Wer also überzeugt ist, dass er von der Vorsehung Gottes geleitet werde, vertraue seine Nahrung der Hand Gottes an.
Er trage aber Sorge in Bezug auf das Gute und Böse; denn wenn er darum unbekümmert ist, so wird er weder das Böse fliehen, noch nach dem Guten streben.
Goldene Perle
Frage: Wie kannst du im Alltag bewusst darauf achten, Gottes Führung zu vertrauen und gleichzeitig aktiv nach dem Guten zu streben?
Gott kennt unsere Bedürfnisse
Welche Bedürfnisse wir auch immer haben, er weiß es.
Wo sich unsere Lebensumstände verändert haben, weiß er.
Welche Probleme wir auch immer haben, er weiß es.
Wenn wir von der Zukunft überwältigt sind, weiß er es.
Das wirksamste Gegenmittel gegen Sorgen ist das Versprechen, dass unser himmlischer Vater genau weiß, was los ist und was wir brauchen.
https://erlebegott.org
Frage: Wo in meinem Leben darf ich heute darauf vertrauen, dass ich genau in dem Moment gesehen und begleitet werde, in dem ich es am meisten brauche?
Gott Vater ist ...
Gott ist kein fernes und anonymes Wesen. Er ist unsere Zuflucht, die Quelle unserer Gelassenheit und unseres Friedens. Er ist der Fels unseres Heils, an dem wir uns festhalten können im Vertrauen darauf, nicht zu fallen. Wer sich an Gott hält, fällt niemals.
Er ist unsere Verteidigung gegen das Böse, das immer auf der Lauer liegt. Gott ist unser großer Freund, unser Verbündeter, unser Vater – doch nicht immer sind wir uns dessen bewusst. Wir erkennen oft nicht, dass wir einen Freund, einen Verbündeten, einen Vater haben, der uns liebt. Stattdessen verlassen wir uns lieber auf unmittelbar verfügbare Dinge, die wir berühren können, auf unwichtige Güter, und vergessen dabei manchmal das höchste Gut – die väterliche Liebe Gottes.
Ihn als Vater zu spüren, ist gerade in dieser Zeit der Verwaisung so wichtig. In dieser verwaisten Welt den Vater zu spüren.
Frage: Wo in meinem Leben spüre ich Gottes väterliche Gegenwart, und wie kann ich mich ihm vertrauensvoll anvertrauen?
Mt 6, 33 Sucht zurerst Gottes Reich
Mt 6,33: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen
Mt 6,33: Euch soll es zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird er euch alles Übrige dazugeben.
Mt 6:33: Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht
Mt 6,33: Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgen Gottes
Euch muss es aber zuerst um sein Reich und seine Gerechtigkeit gehen.
Meine Sorgen haben oft nur einen Bezug auf vergängliche Werte, die Sorgen Gottes jedoch beziehen sich auf die Ewigkeit und haben entsprechenden Wert. Ihm geht es darum, dass alle Menschen ihn kennen und so ihre Erfüllung finden.
Ich kann Seine Sorgen teilen. Je mehr ich ihn kenne, desto mehr bewegen mich die gleichen Dinge wie ihn. Seine Liebe drängt mich. Ich will, dass sein Reich der Liebe wächst.
Dafür ist es aber notwendig, den Blick von mir weg zu richten, auf ihn und auf andere.
Annika Bauer
Frage: Welche Sorgen und Sehnsüchte in mir spiegeln die ewigen Werte wider, und wo kann ich Gottes Perspektive in meinem Alltag stärker einbeziehen?
Oberste Priorität
Dies muss die Regel unseres Lebens sein, wenn wir unsere Prioritäten ordnen. Es ist jedoch falsch zu glauben, dass dies nur eine weitere Priorität ist, die auf unsere Prioritätenliste passt – und ganz oben steht.
Stattdessen trachten wir bei allem, was wir tun, zuerst nach dem Reich Gottes. Jesus sagte ihnen nicht nur, sie sollten aufhören, sich Sorgen zu machen. Er forderte sie auf, die Sorge durch die Sorge um das Reich Gottes zu ersetzen.
Eine Gewohnheit oder Leidenschaft kann nur für eine größere Gewohnheit oder Leidenschaft aufgegeben werden.
Frage: Welche Gewohnheiten oder Prioritäten in meinem Leben könnten Raum schaffen, um das Reich Gottes an erste Stelle zu setzen?
Gott an erster Stelle
Andacht zu Mt 6,33
Unser Alltag reißt uns oft auseinander: Termine, Erwartungen, Sorgen um Geld, Familie oder Zukunft. Schnell rutscht Gott irgendwo zwischen To-do-Listen und Erschöpfung. Doch Jesus lädt uns zu etwas Befreiendem ein: Gott zuerst.
Das heißt nicht, fromm zu wirken oder alles andere zu vernachlässigen. Es heißt, den Tag mit ihm zu beginnen und ihn entscheiden zu lassen, was wichtig ist. Wenn Gott den ersten Platz hat, ordnet sich vieles neu. Gedanken werden ruhiger, der Blick klarer, das Herz gelassener. Entscheidungen wachsen aus Vertrauen statt aus Angst. Und oft merken wir: Was wir wirklich brauchen, findet seinen Weg. Ein Leben, das bei Gott beginnt, trägt – auch dann, wenn nicht alles leicht ist.
Frage: Wo in meinem Alltag darf Gott wieder bewusst den ersten Platz einnehmen, damit mein Herz neu zur Ruhe kommt?
Bedeutung des Reich Gottes
Die Gemeinschaft Jesu und der Gehorsam gegen sein Gebot kommt zuerst, alles andere folgt nach!
Das Reich Gottes ist wichtiger als alles andere, wichtiger als ich selbst und mein Glück.
Alles zu wollen, was Gott will, es immer zu wollen, bei allen Gelegenheiten und ohne Einschränkungen, das ist das Reich Gottes, das ganz innen ist.
Darum sorge dich nicht um dein eigenes Glück, sondern setze dich ein für die Dinge Gottes.
Das befreit vom Ich. Und nur in der Befreiung von unserem eigenen Ich können wir umso mehr dafür einsetzen, dass sein Wille geschieht.
Frage: Welche Bereiche meines Lebens hindern mich noch daran, Gottes Willen über mein eigenes Glück zu stellen?
Zuerst Gottes Reich !
Es muss wirklich um Gott und seinen Willen gehen. Es braucht unser All-In für sein Reich und seine Gerechtigkeit. Vermutlich merkt jeder von uns, dass das nicht immer ganz einfach ist.
Was bedeutet das? Es bedeutet, ein Leben zu führen, wie Jesus es uns selbst vorgelebt hat.
Sich selbst entäußern zum Wohle des Anderen.
Dort zu lieben, wo es uns unmöglich erscheint. Dort zu ertragen, wo wir alles hinschmeißen wollen. Dort von unseren eigenen Vorstellungen Abstand zu nehmen, wo sie nur unser Wille sind.
Es bedeutet manchmal, sich mit Müh und Not inmitten der schmerzhaftesten Momenten ein „Herr, ich nehme es an” abzuringen – obwohl man es in diesem Moment nicht gerne tut.
Es bedeutet manchmal, die Zukunft loszulassen und zu sagen „Herr, ich weiß nicht wie es weitergehen soll und es soll auch nicht meine Entscheidung sein. Du weißt, wie es weitergehen soll. Dein Plan und dein Wille sollen geschehen.”
Es bedeutet manchmal, ein Amen zum Tun des Herrn zu sprechen, während man Fragen und Zweifel im Herzen trägt oder kaum die Kraft hat, dieses Amen hervorzubringen.
Frage: Wo in meinem Leben bin ich eingeladen, meinen eigenen Willen loszulassen und Gott neu zu vertrauen, auch wenn es mich innerlich etwas kostet?
Dann wird dir alles andere nachgeworfen
Er sorgt für all das, was du wirklich brauchst, was wirklich notwendig ist. Er ordnet die Umstände deines Lebens so, wie sie Frucht bringen können. Er ebnet die Wege, die vor dir liegen, so, dass du darauf gehen kannst. Nicht immer ohne Mühe – aber voll Frieden.
Denn dort, wo du nur noch auf den Herrn blickst, dort wirst du in deiner Seele Frieden haben. Und ich denke, das ist das Genialste, was er dir nachwerfen wird: seinen Frieden, inmitten aller Unruhe, inmitten aller Herausforderungen, inmitten aller Überwindungen und Mühe.
Wenn dein Blick auf ihm ruht, wird er dir seinen Frieden nachwerfen. Dieser Friede wird dir helfen, das Amen dann auszusprechen, wenn es besonders schwer ist, ihm alles zu übergeben, wenn du dich kaum mehr auf den Beinen halten kannst und Ja zu sagen, was auch immer der Herr für dich bereithält. So wie es uns viele Heilige vorgelebt haben.
Es wird nicht immer einfach sein, aber er versorgt dich mit dem Notwendigen: Mit seiner Nähe, seinem Segen, seinem Frieden. Er will es dir nachwerfen – bist du bereit, möglichst viel davon zu fangen? Was gibt es Besseres?
Frage: Wo in deinem Leben darfst du heute deinen Blick neu auf den Herrn richten, um seinen Frieden tiefer zu empfangen?
Gleichförmigkeit mit Gottes Willen
Die Gleichförmigkeit unseres Herzens mit Gottes geoffenbartem Willen besteht darin, dass wir das alles wollen, was die göttliche Güte als ihre Absicht offenbart, dass wir glauben, was sie lehrt, erhoffen, was sie verspricht, fürchten, was sie androht, lieben und tun, was sie befiehlt und verlangt.
Durch seinen Willen verlangt Gott, dass wir das tun, was er uns sagt. Er gibt uns alles dazu, was wir brauchen, mahnt und drängt uns, dies auch zu verwenden. So treibt er uns dazu an, mahnt uns, muntert uns auf, regt uns dazu an, hilft und unterstützt uns.
Unsere Liebe aber gibt das Herz ihm hin und weiht es ihm mit inniger Liebe. Die Liebe des Wohlwollens, die Gott alles unterwerfen will, unterwirft folglich unser Verlangen und Wollen dem geoffenbarten Willen Gottes.
Frage: Wie offen ist mein Herz dafür, dass mein Wollen und meine Wünsche sich mit dem göttlichen Willen in Einklang bringen lassen?
Andacht von Faustyna
Treue Hingabe an den Willen Gottes – immer und überall, in allen Angelegenheiten und Lebensumständen – gibt Gott große Ehre. Eine solche Hingabe an den Willen Gottes hat in seinen Augen mehr Gewicht als langes Fasten, Abtötungen und strengstes Büßen.
Oh, wie groß ist der Lohn für einen Akt liebender Hingabe an den Willen Gottes! Eine Gott liebende Seele, die in ihm versenkt ist, geht ihrer Pflicht mit derselben Einstellung nach, wie zur heiligen Kommunion, und verrichtet die geringste Tätigkeit mit großer Sorgfalt, unter dem liebenden Auge Gottes.
Sie ist nicht verwirrt, wenn sich nach einiger Zeit eine Sache als weniger geglückt erweist. Sie bleibt ruhig, denn während ihres Handelns hat sie alles getan, was in ihrer Macht war.
Frage: Wie könnte ich heute meine kleinen alltäglichen Handlungen mit der gleichen liebenden Hingabe an Gottes Willen erfüllen?
Andacht von Nouwen
Dieses Reich ist nicht irgendein fernes Land, das wir zu erreichen hoffen, und es ist auch nicht das Leben nach dem Tod oder ein Idealzustand.
Nein, das Gottesreich ist zuallererst die wirksame Gegenwart des Geistes Gottes in uns.
So ist die entscheidende Frage: Wie sollen wir unser Herz zuerst auf das Reich Gottes richten, wenn unser Herz mit so vielen Dingen beschäftigt ist?
Irgendwie wird eine radikale Umkehr des Herzens verlangt, ein Wandel, der uns die Wirklichkeit unseres Daseins aus der Sicht Gottes erfahren lässt.
Gott sagt: „Kehrt um! Richtet euer Herz auf mein Reich! Nouwen
Frage: Welche Bereiche meines Lebens brauchen heute eine innere Umkehr, um die Gegenwart Gottes deutlicher wahrzunehmen?
Mt 6, 34 Sorge für den Tag
Mt 6,34: Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.
Sorgen Sie sich nicht um morgen
Wenn Sie sich Sorgen machen müssen, sorgen Sie sich nur um die Dinge von heute. Die meisten unserer Sorgen gelten Dingen, über die wir sowieso absolut keine Kontrolle haben, und sind daher sowohl töricht als auch schädlich.
Sorge ist immer auf das Morgen gerichtet
Der Gedanke an das Morgen liefert mich der Sorge aus. Wer dagegen das Morgen ganz in die Hand Gottes legt und das Heute offen empfängt, der lebt und ist in Gott.
Das tägliche Empfangen macht mich frei vom Morgen. Versuche daher, deine Sorgen loszulassen. Zerbreche dir nicht ständig den Kopf über vielerlei Dinge. Was soll ich machen? Warum ist dieser Mensch so? Bin ich gut genug? Was denkt der andere von mir?
Der Mensch denkt, Gott lenkt. Ohne Furcht und Sorge jeden Tag bereit sein zu gehen – das ist die Haltung, die uns praktisch aufgezwungen ist und die tapfer durchzuhalten nicht leicht, aber notwendig ist.
Frage: In welchen Bereichen deines Lebens könntest du heute das Morgen loslassen und vertrauensvoll in Gottes Hand legen?
Für den heutigen Tag leben
Jesus erinnert uns daran, wie wichtig es ist, für den heutigen Tag zu leben. Es ist nicht falsch, sich an die Vergangenheit zu erinnern oder für die Zukunft zu planen; bis zu einem gewissen Grad sind beide gut.
Es ist jedoch leicht, sich zu sehr auf die Vergangenheit oder die Zukunft zu konzentrieren und den Tag und seine eigenen Schwierigkeiten zu ignorieren.
Gott möchte, dass wir uns an die Vergangenheit erinnern, für die Zukunft planen, aber in der Gegenwart leben.
Frage: Wie kannst du heute bewusster im gegenwärtigen Moment leben und Gottes Gegenwart in deinem Alltag wahrnehmen?
Jetzt sein, um in Christus zu sein
Sorgt euch also nicht um morgen. Der einzige Moment, in dem ich Jesus als meinem Erlöser und Gott als meinem Vater und dem Heiligen Geist als meinem Tröster und Leiter begegnen kann, ist Jetzt!
Gott will mir begegnen, Jetzt! Ich aber bin in meinem Herzen meist abwesend, weil ich dem Gestern nachhänge oder mich vor dem Morgen fürchte.
Jetzt aber will Gott für mich da sein, sich um mich sorgen, mich leiten, mir seine Liebe schenken. Gerade jetzt bietet er mir seine Kraft an, seinen Geist, um mich zu erfüllen und meiner Schwäche aufzuhelfen.
Wenn ich jetzt seiner Vaterschaft traue, nehme ich auch die Erlösung an, die Jesus mir erwirkt hat. Damit öffne ich mich den Anregungen des Heiligen Geistes, der mir Gottes Liebe schenken will.
Ich lerne, an der Hand Gottes zu gehen, wenn ich mich entscheide, jeden Moment seine Gegenwart zu suchen, ihn um die Erfahrung seiner Nähe zu bitten, seine Gaben anzunehmen. Dann werde ich zu einem Gefäß, in das seine Liebe einfließen, aber auch zu den anderen überfließen kann.
Angelika Knauf
Frage: Wie bewusst lebe ich den Moment, in dem Gottes Gegenwart mich berühren möchte, und wo könnte ich ihm heute noch mehr Raum geben?
Andacht von Franz von Sales
Haben Sie doch keine Sorge um das Morgen. Denken wir nur daran, das Heute gut zu machen. Und wenn der morgige Tag kommt, heißt auch er wieder heute, und dann werden wir an ihn denken.
Auch darin müssen wir großes Vertrauen und große Hingabe an die Vorsehung Gottes haben. Wir sollen Vorräte an Manna nur für einen Tag und nicht für länger anlegen. Zweifeln wir doch nicht daran, Gott wird morgen und übermorgen und alle Tage unserer irdischen Wanderschaft neues Manna regnen lassen.
Dieses Wort vom Sorgen von Jesus bezieht sich nicht nur auf Nahrung und Kleidung, sondern auch auf unser geistliches Leben. Fragt euch also jemand: „Was wollt ihr morgen tun?“, dann sollt ihr antworten: „Heute tue ich das, was mir für heute aufgetragen ist.“ Was ich morgen tun werde, weiß ich nicht, weil mir nicht bekannt ist, welchen Auftrag ich morgen erhalten werde.
Wer das Morgen so ganz in die Hand Gottes legt und heute ganz empfängt, was er zum Leben braucht, der allein ist wahrhaft gesichert. Wo diese echte Gelassenheit herrscht, kann es keine Unzufriedenheit und keine Vergrämtheit geben.
Franz von Sales
Frage: Welche kleinen Schritte kann ich heute tun, um meinem Leben mehr Vertrauen und Hingabe zu schenken?
Gottvertrauen
In diesen wenigen Worten steckt ein Gottvertrauen, das den christlichen Glauben auszeichnet.
Ich selbst bin neugierig auf dieses Morgen, freue mich auf den Tag, der da anbricht und für sich selbst sorgt. Dass wir loslassen können in der festen Zuversicht, dass da etwas, dass da jemand sein wird, der mein Morgen gestaltet, ja selbst wenn ich jetzt noch kein Morgen und kein Licht, sondern nur Nacht und Dunkelheit sehe.
Ich weiß, dass ich selbst in Augenblicken voller Einsamkeit jemanden um mich weiß, der dieses Morgen und diesen Tag anbrechen lassen wird. Der sich sorgt um mich.
Die rechte Sorge Gottes sprengt jede Einsamkeit.
Notker Wolf
Frage: Wo spüre ich in meinem eigenen Leben die Gegenwart, die selbst in dunklen Zeiten Licht und Hoffnung schenkt?
Ich darf begründet sorglos sein!
Es gibt Worte des Herrn, die eine Herausforderung sind und nur im Glauben angenommen werden können. Jesus sagt seinen Jüngern, sie sollen sich nicht um ihr Leben sorgen, um gar nichts, vor allem nicht um das, was morgen sein wird. Es geht um die väterliche Vorsehung Gottes. Allein in ihr liegt unsere ganze Sicherheit.
Das Gestern ist vorüber und wird nicht wiederkehren und das Morgen liegt noch vor uns. Wer die Vergangenheit und die Zukunft Gott überlässt, findet viel leichter Kraft, sich den Aufgaben der Gegenwart zu stellen. Und darauf kommt es an.
Jesus rät uns, in der uns gegebenen Zeit gelassen zu bleiben, unbelastet vom Vergangenen und unbesorgt angesichts des Zukünftigen. Wir dürfen begründet sorglos sein, weil unser Vater im Himmel für uns sorgt.
Ellen Charlotte Petermann
Frage: Wo in meinem Leben darf ich heute neu Vertrauen wagen und meine Sorgen bewusst in Gottes Hände legen?
Starte deinen Tag mit Vertrauen, nicht mit Sorgen
Kennst du das Gefühl, morgens aufzuwachen und sich direkt Sorgen zu machen? Gedanken kreisen um all das, was heute oder in der kommenden Woche geschehen könnte. Was ist, wenn etwas schiefläuft? Was, wenn ich nicht genug Kraft habe? Was, wenn ich enttäuscht werde?
Jesus lädt uns ein, unseren Tag nicht mit Sorgen, sondern mit Vertrauen zu beginnen. Er wusste, dass Sorgen uns lähmen können. Sie rauben uns den Frieden und nehmen uns die Freude an dem, was Gott heute tun möchte.
Statt in Angst vor dem, was kommen könnte, dürfen wir mit einer anderen Haltung aufwachen: mit Vertrauen in den, der alles in seiner Hand hält. Vielleicht sieht dein Tag voller Herausforderungen aus. Vielleicht weißt du nicht, wie du eine bestimmte Aufgabe bewältigen sollst. Aber Gott weiß es. Er ist schon dort, wo du noch hingehst. Er kennt den Weg, den du noch nicht sehen kannst.
Andreas Keiper
Frage: Wie würde sich dein Morgen verändern, wenn du ihn bewusst mit Vertrauen statt mit Sorgen beginnst?
Leben ist immer jetzt
Wenn wir uns genau beobachten, dann sind wir mit unseren oft in der Zukunft. Wir kreisen um die Zukunft. Was bringt die Zukunft? Oft genug tauchen dann Ängste vor der Zukunft auf. Was könnte alles geschehen? Wenn wir uns dabei ertappen, dass wir mit unseren Gedanken ständig um die Zukunft kreisen, dann ist es gut, uns gleichsam zurückzurufen: Was morgen, was nächstes Jahr, was in ferner Zukunft sein wird, das liegt nicht in meiner Hand. Daher lohnt es sich nicht, darüber nachzudenken. Ich lebe jetzt und stelle mich dem Augenblick. Anselm Grün
Hier geht's zu einer Auslegung von G. de Koning zu Mt Kap. 6
Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zu Matthäus Evangelium Mt 6. Kap.