Mt 20, 1-16 Arbeiter im Weinberg
Inhaltsverzeichnis
Vers 1 Gleichnis Weinberg
Mt 20,1: Das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen.
Das Gleichnis ist ein Bild für Gottes Gnade
Es beschreibt, wie Gnade im Reich Gottes funktioniert. Der Hausherr steht für Gott. Der Weinberg ist das Reich Gottes. Die Arbeiter sind die Menschheit.
Es gilt zu erkennen, dass die Initiative vom Hausherrn ausgeht, das heißt, Gott ist derjenige, der sucht und errettet. Er sucht auch dich, nicht einmalig, sondern täglich neu, damit du ihm dein Herz zuwendest und in seinen Dienst trittst – täglich!
Dieses Suchen Gottes, diese Gnade, ist nie Verdienst, sondern immer Geschenk. Lass dich jeden Tag neu finden von Gott, indem du im Glauben dein Ja zu ihm aussprichst!
Wir kommen zu Dir und lehnen uns an Dein göttliches Erlöserherz, wie es einst der Apostel Johannes getan hat. Wir kommen, um an Deinem Herzen auszuruhen und Barmherzigkeit zu erbitten!
Frage: Wie kannst du heute Gottes Gnade bewusst in deinem Herzen willkommen heißen und ihm dein tägliches Ja schenken?
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer
Jesus erzählt ein Gleichnis über das Himmelreich. Sehr oft – und hier ist es wahrscheinlich der Fall – kann man das Himmelreich mit Jesus selbst identifizieren. Hier spricht er also von sich selbst, über sein Herz, darüber, was ihm wichtig ist. Ich möchte aufmerksam lesen und verstehen.
Die Person im Zentrum. Jesus, der Gutsbesitzer, sucht Mitarbeiter für seinen Weinberg. Er möchte nicht alles allein schaffen, er will uns an seiner Sendung teilhaben lassen. Alle sind eingeladen, auch wenn es in unterschiedlichen Momenten und Umständen geschieht.
Er weiß, dass jeder von uns eine persönliche Aufgabe braucht, einen Sinn im Leben, viel mehr als das Geld für seinen Lebensunterhalt. Jesus, der Gutsbesitzer, schenkt jedem eine sinnvolle Arbeit und Würde.
Was sagt das mir? Eva Gloserová
Frage: Welche Aufgabe oder welchen Sinn in meinem Leben könnte ich als Geschenk und Berufung von Jesus sehen?
Vers 2 Lohn-Absprache
Mt 20,2: Nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.
Geschenk der Gnade
Die Arbeiter, sog. Tagelöhner, waren jeden Tag neu auf der Suche nach Arbeit. So suchen auch wir Gott täglich neu zu begegnen. Laßt uns jeden Tag neu erkennen, wie sehr wir ihn brauchen!
Gott sucht Menschen, die erkennen, wie sehr sie ihn brauchen und nicht solche, die von sich sagen: Ich brauche nichts und bin mir selbst genug. Wir werden aus seiner gütigen Hand den Denar erhalten. Der Denar ist hier ein Bild für das ewige Leben, das ein Geschenk Gottes aus Gnade ist.
Der Lohn "Ein Denar" war für damalige Tagelöhner viel zu hoch. Das aber drückt Gottes Großzügigkeit aus. Mache dir immer wieder neu bewusst, wie überschwänglich reich dich Gott beschenkt. Du liebst es, gnädig zu sein und zu retten, was verloren ist.
Schenke uns einen Neuanfang mit Dir und gib allen Menschen die Gnade, Dich zu finden, Dich kennenzulernen und so immer mehr zu lieben. Wer Dich kennt, wird Dich lieben und wer Dich liebt, will Dir dienen.
Frage: Wie kannst du heute bewusst die Großzügigkeit Gottes in deinem Leben wahrnehmen und weitergeben?
Einen Denar bzw. Zehner
Es ist zu bemerken, daß er nur mit den Ersten übereinkommt, ihnen einen Zehner zu geben, die Anderen aber um einen unbestimmten Lohn dingte, indem er sprach: Was recht ist, will ich euch geben. Mit den Letztem aber schloß er keinen Vertrag, weil er so viel geben will, als die Tagelöhner nicht zu erhalten hofften. Goldene Perle
Vers 3-4 Arbeiter der dritten Stunde
Mt 20,3: Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen
Mt 20,4: und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben!
Geht auch ihr auf meinen Weinberg!
Ich betrachte den Gutsbesitzer, der alle drei Stunden, fünfmal am Tag, zum Markt geht und alle Arbeitslose in seinem Weinberg zum Einsatz bringt.
Nach Gottes Plan ist Arbeit keine Strafe, sondern sie trägt zur menschlichen Würde bei: Mit unserer Arbeit nehmen wir an der schöpferischen Aktivität Gottes teil, wir können unsere Talente und Fähigkeiten nutzen und einen gerechten Lohn dafür empfangen.
Als Christen sind wir dazu berufen, auch durch unsere Arbeit die Welt nach dem Plan Gottes zu verwandeln. Wer ungewollt arbeitslos ist, leidet mehr als nur an Geldmangel.
Fühle ich mich dankbar, wenn ich meiner beruflichen Arbeit nachgehe? Nehme ich sie als etwas wahr, das mir Würde verleiht?
Frage: Wie kann ich meine täglichen Aufgaben so gestalten, dass sie nicht nur meinen Lebensunterhalt sichern, sondern auch meine spirituelle Verbindung und innere Würde stärken?
Vers 5-6 Sechste und neunte Stunde
Mt 20,5: Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe.
Der Ruf
Früh am Morgen, zur dritten Stunde, zur neunten Stunde. Jesus ruft immer. Wir sollen das Herz offen halten, um seine Stimme zu hören und ihr zu folgen.
Wieso ruft uns Jesus? Damit wir sein Reich ausbreiten. Ein Reich des Friedens, der Gerechtigkeit, des Lebens und der Wahrheit.
Aber sein Ruf erklingt nicht in der Vernunft als Pflicht, sondern als eine Einladung im Herzen. Er lässt uns die Freiheit, seine Stimme zu hören und für sein Reich zu arbeiten.
Br. João Paulo Jäger
Frage: In welchen Momenten meines Alltags spüre ich den Ruf, Liebe, Frieden oder Gerechtigkeit zu leben, und wie antworte ich darauf?
Mt 20,6: Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
Vers 7 Letzte Arbeiter angeworben
Mt 20,7: Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt! Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen!
Andacht von Spurgeon
Ja, es gibt Arbeit in Christi Weinberg für die Alten. Es ist die elfte Stunde, und dennoch will Er uns arbeiten lassen. Was für eine große Gnade ist dies! Gewiß, jeder Alte sollte diese Einladung mit Freuden ergreifen.
Männer in vorgerückten Jahren will niemand als Diener haben; sie gehen von Laden zu Laden, und die Besitzer blicken auf ihre grauen Haare und schütteln das Haupt. Aber Jesus will alte Leute bringen und ihnen guten Lohn geben! Das ist in der That Erbarmen.
Herr, hilf den Greisen, ohne eine Stunde Verzug in deinen Dienst zu treten! Aber will der Herr alten, abgelebten Leuten Lohn bezahlen? Zweifelt nicht daran. Er sagt, Er will euch geben, was recht ist, wenn ihr auf Seinem Felde arbeiten wollt.
Er wird euch sicher Gnade hier und Herrlichkeit dort geben. Er will jetzt Trost und künftig Ruhe gewähren; Kraft, die eurem Tage angemessen ist, und einen Blick in die Herrlichkeit, wenn die Todesnacht herankommt. Alles dieses will der Herr Jesus den im Greisenalter Bekehrten ebensowohl geben wie dem, der in der Jugend in Seinen Dienst tritt.
Ich will dies einem noch nicht erretteten alten Manne oder einer alten Frau sagen und den Herrn bitten, es um Jesu Willen zu segnen. Wo kann ich solche Personen finden? Ich will mich nach ihnen umsehen, und ihnen freundlich die Botschaft mitteilen.
Charles Haddon Spurgeon
Frage: Welche ungenutzten Möglichkeiten siehst du in deinem Leben, um jetzt Trost und Gnade zu erfahren oder weiterzugeben?
Vers 8 Auszahlung am Abend
Mt 20,8: Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten.
Der Lohn ist das ewige Leben
Am Ende des Tages und vor allem am Ende unseres Lebens, werden wir vor den Gutsbesitzer treten und er wird uns seinen Lohn geben: das ewige Leben und in dieser Welt schon einen Vorgeschmack davon.
Denn worin besteht die Glückseligkeit in dieser Welt und im ewigen Leben? Im Empfangen der Liebe Gottes in unserem Herzen.
Wenn wir mit ihm in Kontakt sind, wenn wir unser Leben in seinen Dienst stellen, dann sind wir dafür offen, seine Liebe zu empfangen. Jeder in dem Maße, in dem er dazu fähig ist und sein Herz bereitet hat.
Machen wir unser Herz weit für die Liebe des Herrn, der uns heute und jeden Tag unseres Lebens mit seiner Liebe erfüllen möchte.
Jonathan Fuhr
Frage: Wie offen ist mein Herz heute für die Liebe Gottes und welche kleinen Schritte kann ich unternehmen, um sie bewusster zu empfangen?
Vers 9 Gleicher Lohn für Letzte
Mt 20,9: Es kamen die, welche um die elfte Stunde eingestellt worden waren und empfingen jeder einen Denar.
Gott schliesst keinen aus
Der Hausherr ging ebenso zur dritten, zur sechsten, zur neunten und zur elften Stunde aus, um Arbeiter suchen und in seinen Dienst zu stellen. Er schließt keinen aus.
Die Stunden stehen für unsere Lebenszeit. Es ist nie zu spät, selbst in der Sterbestunde – der elften Stunde. Die, die als Letzte in den Weinberg gehen, sind genauso drin wie diejenigen, die bereits am Anfang hineingingen.
Gott will, dass alle in seinen Weinberg kommen und ihm dienen. Schon das Wirken für den Herrn in dieser Welt ist ein Lohn, bevor wir nach unserem Tod den Lohn des ewigen Lebens empfangen werden – den einen Denar.
Frage: Wie offen bin ich dafür, in jedem Moment meines Lebens Gottes Ruf zu folgen, egal wie spät es erscheint?
Vers 10-11 Murren gegen Gutsherrn
Mt 20,10: Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar.
Mt 20,11: Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn
Murren
Hierbei scheint es sich um eine menschliche Spezialdisziplin zu handeln. Immerhin spricht die Bibel (in der Einheitsübersetzung) an mindestens 32 Stellen von murrenden Menschen.
Dabei geht es mitnichten nur um das scheinbar andauernd murrende Volk Israel in der Wüste, sondern auch – so wie an dieser Stelle – um uns: Murre ich auch? Über die Schlechtigkeit der Welt, den Chef, die Familie, die Politik, die Bischöfe?
Die Frage des Gutsbesitzers trifft auch uns: Hast Du nicht einen Denar mit mir vereinbart?
Frage: In welchen Momenten meines Lebens erkenne ich, dass ich murmle, und wie könnte ich stattdessen Dankbarkeit oder Vertrauen kultivieren?
Vers 12 Neid auf Spätgekommene
Mt 20,12: und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben!
Hüte dich vor Neid und Murren
Obwohl die seit dem frühen Morgen tätigen Arbeiter den vereinbarten Lohn bekommen, murren sie, weil sie dachten, sie würden nun mehr bekommen.
Denn es wäre ungerecht, wenn die anderen Arbeiter für eine Stunde Arbeit genau denselben Lohn empfangen würden, wie sie, die zwölf Stunden gearbeitet hatten.
Man bedenke: Sie begannen ihren Arbeitstag in bester Stimmung und waren begeistert, dass der Weinbergbesitzer so großzügig zu ihnen war.
Wodurch veränderte sich ihre Stimmung so drastisch? Dadurch, dass jemand, der es ihrer Ansicht nach weniger verdient hatte, noch großzügiger behandelt wurde.
Das Vergleichen und der aufkeimende Neid war die Ursache des Murrens. Hüten wir uns vor dem Neid und dem Murren. Sie sind Feinde unserer Seele.
Durch sie verlieren wir aus dem Blick, dass das ewige Leben Gnade und Geschenk ist.
Frage: Wie leicht lasse ich mich von Vergleichen und Neid leiten, und wie kann ich meine Dankbarkeit und innere Ruhe bewahren?
Neid und Eifersucht
Wir alle haben mit diesen Versuchungen zu kämpfen: Neid, Eifersucht, das ständige Vergleichen mit anderen. All diese Dinge stecken im Menschen und verbergen sich manchmal unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit.
Tatsächlich erhalten die Arbeiter der ersten Stunde einen viel geringeren „Stundenlohn“ als die der elften. Doch schon diese Perspektive, sich mit anderen zu vergleichen und die eigenen Verdienste genau abzuwiegen, ist im Kern egoistisch: Ich werde ungerecht behandelt, ich bekomme im Vergleich zu … zu wenig.
Jesus lädt uns zu einer anderen Perspektive ein – zu der Hoffnung, dass am Ende des Tages alle den ewigen Lohn, das Himmelreich, erhalten. Wir dürfen uns freuen über jede unserer Schwestern und Brüder, die gerettet wird.
Bertalan Egervári
Frage: Wie kannst du in deinem Leben die Freude über das Wohlergehen anderer bewusst stärken, ohne dich mit ihnen zu vergleichen?
Der Blick der Dankbarkeit
Der schönste Blick, der alles verwandelt und uns eine tiefe Freude und Demut schenkt, ist der Blick der Dankbarkeit.
Hätten die Diener mit Dankbarkeit darauf geschaut, dass es ein Glück ist, eine Arbeitsstelle zu haben und damit sogar eine wunderbare und wichtige Aufgabe bei einem großartigen Herrn zu vollbringen, dann wären sie nicht neidisch auf die anderen Arbeiter gewesen, sondern hätten sich mit ihnen gefreut.
Wie schaue ich auf meine Arbeit, auf meine Aufgabe im Leben? Merke ich, dass ich dadurch auch am Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt teilhaben darf?
Johanna von Siemens
Frage: Welche kleinen Momente in meinem Alltag könnte ich heute mit einem Blick der Dankbarkeit betrachten, um Freude und Demut tiefer zu erleben?
Vers 13 Recht des Herrn
Mt 20,13: Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen?
Freund, ich tue dir nicht unrecht
Diese Aussage betont Gottes Gerechtigkeit und Großzügigkeit. Der Lohn war fair, weil die Arbeiter ihn zu Beginn akzeptiert hatten. Das Gleichnis zeigt, dass Gottes Gnade nicht nach menschlicher Leistung, sondern nach seiner freien Entscheidung gewährt wird. Es lehrt Demut und Dankbarkeit, anstatt Neid gegenüber anderen. Gottes Wege sind höher als unsere (Jes 55,8–9). Jeder, der in sein Reich eintritt, erhält die gleiche ewige Belohnung – unabhängig vom Zeitpunkt seines Glaubens.
Frage: Wie kann ich im eigenen Leben lernen, Gottes Gnade anzunehmen, ohne sie mit den Leistungen anderer zu vergleichen?
Vers 14 Gütiger Wille
Mt 20,14: Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir.
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir
Ich lese noch einmal langsam diesen starken Satz. Wie kann ich ihn verstehen?
Jesus erwähnt die beiden inneren Haltungen, die ich ihm gegenüber einnehmen kann: eine selbst-zentrierte, kalkulierende (und dann entsteht in mir die Frage: wieso bekomme ich nicht mehr als der Letzte, da ich doch viel mehr geleistet habe?) oder eine, die vor der Großherzigkeit Gottes nur staunt.
Du, Herr, liebst alle Menschen so sehr, dass du jedem, auch dem Letzten, die Fülle der Gnade schenken möchtest!
Was bewirkt dieser Gedanke in mir?
Eva Gloserová
Frage: Welche Haltung möchte ich in meinem Herzen kultivieren, wenn ich die Großherzigkeit Gottes in meinem Leben betrachte?
Vers 15 Freiheit des Gebers
Mt 20,15: Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin?
Gottes Wesen
Mit dieser Frage beschreibt Jesus sein eigenes Wesen und das Wesen Gottes. Gott ist gütig, aber seine Güte lässt sich nicht verrechnen. Aus menschlicher Sicht mag Gottes Entscheidung wie eine Ungerechtigkeit erscheinen, doch aus der Sicht Gottes ist sie ein Akt der Güte. Die göttliche Gerechtigkeit gibt jedem das, was ihm zusteht, und darüber hinaus schenkt sie Barmherzigkeit und Vergebung. Darin zeigt sich, dass der Letzte ebenso viel erhält wie der Erste.
Gottes Herrschaft unterscheidet sich grundlegend von der menschlichen. Es geht Gott bei seiner Königsherrschaft, die er seinem Sohn übertragen hat, nicht um Macht oder Kontrolle, sondern um den Menschen, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Jeder einzelne Mensch soll aufgerichtet und geliebt werden.
Frage: Wie spürst du in deinem eigenen Leben die Balance zwischen göttlicher Gerechtigkeit und Barmherzigkeit?
Der Blick der Dankbarkeit
Der schönste Blick, der alles verwandelt und uns eine tiefe Freude und Demut schenkt, ist der Blick der Dankbarkeit.
Hätten die Diener mit Dankbarkeit darauf geschaut, dass es ein Glück ist, eine Arbeitsstelle zu haben und damit sogar eine wunderbare und wichtige Aufgabe bei einem großartigen Herrn zu vollbringen, dann wären sie nicht neidisch auf die anderen Arbeiter gewesen, sondern hätten sich mit ihnen gefreut.
Wie schaue ich auf meine Arbeit, auf meine Aufgabe im Leben? Merke ich, dass ich dadurch auch am Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt teilhaben darf?
Johanna von Siemens
Frage: Welche Aspekte meines Lebens könnte ich heute mit mehr Dankbarkeit betrachten, um tiefe Freude und inneren Frieden zu erfahren?
Vers 16 Die Lektion
Mt 20,16: So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.
Kern des Gleichnisses
Der Kern ist, dass Gott jedem, der Jesus nachfolgt, dieselbe überströmende Gnade gewährt.
Das Gleichnis warnt uns vor einem christlichen Lohndenken. Allen, wann und wie immer sie in seinen Dienst traten und was immer sie vorher getan oder nicht getan haben, gibt er den gleichen, den vollen Lohn, das ewige Leben.
Das ist Ausdruck seiner unermeßlichen Liebe zu uns, die unsere Liebe zu ihm sucht. Gott ist Liebe! Lebe jeden Tag in dieser Liebe, lebe in Gott.
Du, Gott suchst ein von Liebe zu dir und zum Nächsten erfülltes Herz. Das ist der Thron, auf dem du zu sitzen liebst.
So schenke uns, Vater, ein solches Herz.
Seraphim von Sarow
Frage: Wie kannst du heute bewusst dein Herz für die Liebe Gottes öffnen und sie in deinem Umgang mit anderen zum Ausdruck bringen?