Mt 15, 29-31 Jesus heilt viele

Vers 29 Auf dem Berg am See

Mt 15,29: Und Jesus zog von dort weiter und kam an den See von Galiläa; und er stieg auf den Berg und setzte sich dort.

Er stieg auf einen Berg

Jedes Mal, wenn Jesus einen Berg besteigt, geschieht das aus einem bestimmten Grund, mit einer bestimmten Absicht. Und immer, immer geht es darum, dort mit dem Vater allein zu sein.

Jesus geht auf den Berg, um zu beten und um seinem Vater zu begegnen. Jesus lehrt uns damit, dass auch wir Momente brauchen, in denen wir auf dem Berg sind, allein mit dem Vater, Momente der Intimität mit dem Herrn.

Wir brauchen göttliche Hilfe. So wie Rosen ohne Wasser verwelken und verdorren, so verdorrt auch unsere Seele, wenn wir sie nicht jeden Tag durch das Gebet nähren.

Das Gebet ist Speise für die Seele, so wie das Essen Speise für den Leib ist.

João Paulo Jäger

Frage: Wie kannst du heute einen Moment finden, um allein mit dem Vater zu sein und deine Seele zu nähren?

Vers 30 Heilung vieler Kranker

Mt 15,30: ‭Und es kamen große Volksmengen zu ihm, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich. Und sie legten sie zu Jesu Füßen, und er heilte sie,

Er heilte sie

Die Heilungswunder Jesu zeigen uns die wunderbare Güte des Herrn, die alles andere als selbstverständlich ist.

Obwohl wir in der Heiligen Schrift immer wieder von Verrat, Zweifel, Sünde und menschlicher Schwäche hören, sehen wir von Gottes Seite vollkommene Hingabe an uns.

Niemals hat sich Christus gegen den Menschen entschieden, und er hat sich für uns bis zum Kreuz hingegeben, um uns von unseren Sünden zu erlösen.

Wie die Menschen, die damals Zeugen der Wunder Jesu waren und staunten, dürfen wir auch heute noch den Herrn, unsern Gott, voll Dankbarkeit und Hoffnung loben und preisen.

Carmen Gallinger

Frage: Welche Momente in deinem Leben haben dir die Güte Gottes besonders spürbar gemacht, und wie könntest du diese Dankbarkeit täglich leben?

Vers 31 Staunen und Lobpreis

Mt 15,31: ‭sodass sich die Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sehend wurden; und sie priesen den Gott Israels.

Das Gebet des Staunens

Sie waren „erstaunt und priesen den Gott Israels. Es ist wunderschön zu betrachten, wie Jesus die Menschen dazu veranlasst, begeistert zu beten.

Jeder sollte sich folgende Frage stellen: „Wie oft preise ich Gott aus einem Staunen heraus?” Wenn wir der Meinung sind, dass wir das auf jeden Fall öfter in unser Gebet einfließen lassen könnten, dann richten wir unseren Blick doch auf die Natur: Die gewaltigen Berge, der unaufhaltsame Wind, ein filigraner Schmetterling, die Zugkraft des Fadens eines Spinnennetzes, die verschwenderische Schönheit von Gottes Schöpfung.

Und die Krönung der Schöpfung ist der Mensch! Es gibt nichts Schöneres auf der Welt. Auch Psalm 139 hilft uns dabei, immer mehr vor Gott zu staunen.

Linda Paase

Frage: Wann habe ich zuletzt bewusst innegehalten, um die Schönheit von Gottes Schöpfung und mein eigenes Staunen darüber wahrzunehmen?