Mk 3, 8-12 Menschenmenge folgt Jesus

Vers 8 Großer Zulauf der Volksmenge

Mk 3,8: Und von Jerusalem und von Idumäa und von jenseits des Jordan und die aus der Gegend von Tyrus und Zidon kamen in großen Scharen zu ihm, weil sie gehört hatten, wie viel er tat.

Folgende Menschenmenge

Die Menschenmengen kamen von fernen Orten in der Nähe des Sees von Galiläa zu Jesus.
Doch es scheint, dass diese Menge von Jesus mehr wegen Seiner wunderbaren Werke angezogen wurde als wegen Seiner Botschaft.

Es ist wunderbar für Menschen, sich von Jesus angezogen zu fühlen.
Aber wenn ihr Fokus auf dem liegt, was er für sie tun kann, statt darauf, wer er ist, werden sie ihm nicht lange folgen.

Frage: Woran erkenne ich in meinem eigenen Leben, ob mein Glaube mehr von dem geleitet wird, was ich bekomme, als von dem, wer Jesus für mich ist?

Viele Menschen folgten ihm

Christus ist die Erfüllung unserer Hoffnung und unserer Sehnsucht. Alles, was wir sind und hoffen, können wir in ihm finden.

Die Galiläer und Judäer folgten ihm, weil er ihr Herz gewonnen hatte. Alles, was sie sich ersehnten, fanden sie in Christus. Unser Leben hat keinen Sinn, wenn wir fern sind vom Herrn.

Sie hatten das erkannt. Sie fanden in ihrem Leben neu den Sinn ihres Daseins, und das ergriff sie. Wie wunderbar ist es, sich von Christus ergreifen zu lassen!

Wenn wir unser Leben ganz Christus übergeben, werden wir beginnen, uns zu verändern.
Robert DeCesare

Frage: Welche Sehnsucht in mir sehnt sich danach, von Christus ergriffen und verwandelt zu werden?

Als sie von all dem hörten, was er tat

Der Glaube kommt vom Hören. Weiterhin heißt es, dass Scharen von Menschen zu ihm kamen, als sie hörten, was er tat. Sie hörten, was er tat, weil jemand ihnen davon berichtet hatte, weil jemand davon sprach.

Wie und wann berichten wir von dem, was er in unserem Leben tut? Hören wir auf seine Stimme in unserem Inneren, so dass er uns die Worte dazu geben und die Wege zeigen kann, um seine Botschaft weiterzugeben? Vielleicht sogar, ohne dass wir uns direkt dessen bewusstwerden.

Jutta Spörl

Frage: Welche kleinen oder großen Zeichen in deinem Alltag könnten Hinweise darauf sein, dass du die Botschaft, die dir zuteilwird, weitergeben solltest?

Vers 9 Boot als Ausweichort

Mk 3,9: Und er befahl seinen Jüngern, ihm ein kleines Schiff bereitzuhalten um der Volksmenge willen, damit sie ihn nicht bedrängten.

Vers 10 Heilung vieler Kranker

Mk 3,10: Er heilte viele, sodass alle, die eine Plage hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn anzurühren.

Alle drängten sich an ihn

Es heißt, "alle die ein Leiden hatten, drängten sich an ihn heran, um ihn zu berühren."

Tun wir das auch in unserem Leid und mit unseren Wunden? Wieso nicht oder wieso zögern wir vielleicht?

Also, wir dürfen uns nicht nur langsam und in einiger Entfernung neben ihn hinstellen, wir dürfen uns sogar an ihn herandrängen und uns von ihm, dem Sohn Gottes, berühren lassen!

Frage: Welche Wunden oder inneren Lasten traue ich mich heute bewusst vor ihn zu bringen, um Heilung und Nähe zu erfahren?

Vers 11 Zeugnis unreiner Geister

Mk 3,11: Wenn ihn die unreinen Geister erblickten, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes!

Andacht von Benedikt XVI

Der Herr reicht uns seine Hand, richtet uns auf und heilt uns. Und er tut dies in allen Jahrhunderten. Er nimmt uns durch sein Wort an der Hand und löst so die Nebel der Ideologien und der Idolatrien auf.

Er nimmt uns in den Sakramenten an der Hand, im Sakrament der Versöhnung heilt er uns durch die Lossprechung vom Fieber unserer Leidenschaften und unserer Sünden. Er gibt uns die Fähigkeit, aufzustehen und aufrecht vor Gott und den Menschen zu stehen.

Er heilt uns immer wieder mit der Gabe seines Wortes, der Gabe seiner selbst. Indem wir unsere Augen dem Glauben öffnen, dem Licht, das von Gott kommt, heilt uns Jesus weiterhin von der Finsternis der Verwirrung und der Sünde, die in dieser Welt sind.

Möge sein Licht unsere Herzen allezeit läutern und unsere christliche Liebe erneuern, während wir mit ihm auf dem Weg zum ewigen Leben sind.

Frage: Wie kann ich heute bewusst die Hand Jesu ergreifen, um Heilung und Licht in mein eigenes Leben zu lassen?

Vers 12 Schweigegebot für Dämonen

Mk 3,12: Und er gebot ihnen streng, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten.

Er gebot ihnen streng

Jesus untersagt hier den unreinen Geistern, seine wahre Identität als Sohn Gottes zu verkünden. Dies geschieht im Kontext seiner Heilungen und Exorzismen. Diese „Messias-Geheimnis“-Thematik zieht sich durch das Markusevangelium.

Jesus vermeidet eine voreilige Offenbarung, um Missverständnisse zu verhindern, da viele seiner Zeitgenossen den Messias als politischen Befreier erwarteten. Erst durch sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung soll seine wahre Mission offenbar werden.

Zudem zeigt die Stelle Jesu Autorität über die Dämonen, die ihn erkennen, ihm aber nicht gehorchen. Die endgültige Offenbarung Jesu geschieht nach seiner Auferstehung.

Frage: Wie könntest du in deinem eigenen Leben bewusst Geduld üben, bevor du deine wahre Essenz oder Absichten offenlegst?