Mk 16,15–20 Missionsauftrag und Himmelfahrt

Vers 15 Missionsbefehl

Mk 16,15: Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du anderen von ihm erzählst

Du bist berufen zur Mission, anderen davon zu erzählen, was Gott dir in deinem Leben bedeutet. Sicherlich nicht aufdringlich oder gar gewaltsam, aber doch authentisch, mutig und frisch.

Gottes Botschaft weiterzuerzählen: Ich danke Gott stets dafür, wenn er mir Situationen schenkt, in denen ich anderen von meinem Glauben erzählen darf. Der Glaube ist keine Privatsache fürs eigene Kämmerlein, sondern er drängt nach außen.

Was hält dich davon ab, anderen von Gott zu erzählen? Gott möchte, dass du die gute Nachricht dort verbreitest, wo du gerade bist. Er ist das Licht, das dazu ruft, weitergegeben zu werden.

Frage: Wie könntest du heute bewusst einen Moment nutzen, um das Licht Gottes in deinem Umfeld sichtbar werden zu lassen?

Geht!

Unser Körper ist oft müde und sagt: „Halt“, wenn es um die selbstlose Arbeit im Reiche Gottes geht.

Auch unsere Menschenfurcht ist groß und sagt: „Halt!“

Unser Stolz und Egoismus ist hungrig und sagt: „Halt!“

Aber die letzten Worte Christi hallen über die Jahrhunderte hinweg in unseren Herzen und Seelen wieder und sagen stattdessen: „Geht!“

Geht in alle Welt und verkündigt die Frohe Botschaft. Geht aus euch selbst heraus, geht heraus aus eurer Sinnlichkeit, eurer Eitelkeit und eurem Stolz.

Die Liebe gibt im höchsten Maße! Herr, gib mir diese Liebe!
Michael Goodyear

Frage: Welche inneren Hindernisse halten mich zurück, die Liebe in meinem Leben voll und selbstlos zu leben?

Verkündet das Evangelium!

Man kann auf verschiedenen Weisen das Evangelium verkünden, sei es durch Worte oder Taten. Aber das Evangelium authentisch zu verkünden, geht nur auf eine einzige Weise, indem man es lebt.

Das heißt, dass man tausend Worte sagen und Werke vollbringen kann, doch wenn die Person, die das tut, nicht auch im „Privaten“ nach dem Beispiel Jesu lebt, ist es unwahrscheinlich, dass die Botschaft auf „fruchtbaren Boden“ fällt.

Was heißt für mich Verkündigung des Evangeliums? Was ist für mich das Evangelium, welches ich ohne Worte verkünde, und inwieweit lasse ich mich in all dem vom Heiligen Geist leiten?

Dominik Jambresic

Frage: In welchen Momenten meines Alltags spüre ich, dass mein Leben selbst zur Verkündigung des Evangeliums wird, und wie kann ich diese Momente bewusster gestalten?

Geht hinaus in die ganze Welt

„Geht hinaus in die ganze Welt,“ war das letzte Wort, das Jesus an die Seinen richtete und das er heute immer noch an uns alle richtet (vgl. Mk 16,15).

Da ist eine ganze Menschheit, die wartet: Menschen, die jede Hoffnung verloren haben; Familien in Not; sich selbst überlassene Kinder; Jugendliche, denen jede Zukunft versperrt ist; Kranke und verlassene Alte; Reiche, die satt sind an Gütern und im Herzen eine Leere haben; Männer und Frauen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, dürstend nach dem Göttlichen.

Zieht euch nicht in euch selbst zurück, lasst euch nicht von den kleinen Streitereien zu Hause belästigen, bleibt nicht Gefangene eurer Probleme. Diese lösen sich, wenn ihr hinausgeht, um den anderen zu helfen, ihre Probleme zu lösen, und um die gute Nachricht zu verkünden.

Ihr werdet das Leben finden, wenn ihr das Leben hingebt, die Hoffnung, wenn ihr Hoffnung gebt, die Liebe, wenn ihr liebt.

Papst Franziskus

Frage: Wie kann ich heute die Hoffnung und Liebe, die ich empfange, aktiv an andere weitergeben?

Andacht von Ellen Charlotte Petermann

Hinausgehen sollen wir, nicht warten, bis die Menschen zu uns kommen.

Gehen meint aber auch, sich in das Leben von Menschen respektvoll hineinzuverbegeben, zuzuhören, um zu verstehen, warum manche Menschen Gott vergessen haben oder ihn nicht kennen.

Es geht nicht darum, den Mitmenschen etwas „überzustülpen“, sondern einfühlsam wahrzunehmen, wie diese das Evangelium überhaupt verstehen können.

Geht, predigt das Evangelium… Ich bin bei euch: Das hat Jesus gesagt und Er hat es dir gesagt. Josemaria

Frage: In welchen Momenten spüre ich selbst die Einladung, auf andere zuzugehen, und wie offen bin ich für ihr individuelles Verständnis von Glauben?

Gebet: Jesus, ich bin sehr dankbar für das Geschenk meines Glaubens und ich fühle mich berufen, anderen Menschen die Frohe Botschaft zu bringen.

Vers 16 Glaube und Taufe

Mk 16,‭16: Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.‭

Tauft! 

Möglicherweise haben wir nicht oft Gelegenheit, andere zu taufen oder für die Taufe anderer verantwortlich zu sein.

Aber jeden Tag haben wir die Chance, jemandem zu helfen, sein Taufgelübde in die Tat umzusetzen, der Sünde zu widersagen und an die Liebe zu glauben.

So oft vergessen die Getauften, was das eigentlich für sie bedeutet. So oft vergessen wir den Sinn für den Weg, auf den uns die Taufe ausrichtet.

„Ein Christ zu sein bedeutet nicht das Resultat einer ethischen Entscheidung oder eines hohen Ideals, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, einer Person, die unserem Leben eine neue Dimension und entscheidende Richtung gibt.”
(Papst Benedikt XVI., Enzyklika „Deus Caritas Est“)

Lasst uns unser Christ-Sein in dieser Weise leben und anderen helfen, es uns gleich zu tun.

Michael Goodyear

Frage: Wie kann ich heute bewusst dazu beitragen, dass der Glaube und die Liebe, die in der Taufe ausgedrückt werden, in meinem Leben und im Leben anderer spürbar werden?

Vers 17 Verheißene Zeichen

Mk 16,17: ‭Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,.

Vers 18 Schutz und Heilung

Mk 16,18: Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

Glauben wir aber darum nicht, weil wir diese Wunder nicht sehen?

Aber diese waren im Anfang der Kirche notwendig; denn damit der Glaube der Christen Wurzel faßte, mußte er durch Wunder befestigt werden, weil ja auch wir, wenn wir Bäume pflanzen, sie so lange mit Wasser begießen, bis wir sie in die Erde eingewurzelt sehen, wo wir von der Begießung abstehen. Goldene Perle

​Vers 19 Himmelfahrt Jesu

Mk 16,19: Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

Zur Rechten Gottes sitzend

Und sitzt zur Rechten Gottes, während Stephanus sagt (Apstg. 7): Ich sehe die Himmel offen, und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.

Aber das Sitzen bezieht sich auf den Richtenden, das Stehen aber auf den Kämpfenden oder Helfenden. Stephanus sah ihn also im Märtyrerkampf stehen, welchen er zum Helfer hatte, während er nach Markus im Himmel nach seiner Auferstehung sitzt, weil er nach der Herrlichkeit seiner Aufnahme am Ende als Richter gesehen wird.

Goldene Perle

Frage: In welchen Momenten deines Lebens könntest du das Bild des Helfenden an deiner Seite spüren, auch wenn das Sitzen des Richtenden weiter in der Ferne liegt?

​Vers 20 Predigt und Bestätigung

Mk 16,20: Die Jünger aber zogen hinaus und verkündeten überall die rettende Botschaft. Der Herr war mit ihnen und bestätigte ihr Wort durch die Zeichen seiner Macht.

Zeichen und Wunder
Andacht von Bruno von Segni

Was uns betrifft, so sind für uns nicht mehr notwendig. Über sie zu lesen oder von ihnen zu hören, soll uns genügen. Wir glauben ja an das Evangelium und die Heiligen Schriften, die darüber berichten. Und doch geschehen auch heute noch Tag für Tag Zeichen. Und wenn man gut darauf achtet, wird man erkennen, dass sie viel wertvoller sind als die materiellen Wunder von damals

Jeden Tag spenden Priester die Taufe und rufen zur Umkehr auf: Bedeutet das nicht, Dämonen auszutreiben? Jeden Tag sprechen sie eine neue Sprache, wenn sie die Heilige Schrift auslegen, indem sie den veralteten Buchstaben durch die Neuheit seiner geistlichen Bedeutung ersetzen. Wenn sie durch liebevolle Ermahnung die Herzen der Sünder von ihrer Bindung an die Laster befreien, schlagen sie Schlangen in die Flucht; sie heilen Kranke, wenn sie durch ihre Gebete die schwachen Seelen mit Gott versöhnen. Das sind die Zeichen, die der Herr seinen Heiligen verheißen hatte, und so verwirklichen sie diese auch heute noch

Im Gehorsam gegenüber seinem Gebot gingen die Jünger hinaus

Dabei predigten sie das Evangelium, das sich wie ein Lauffeuer verbreitete, und gewannen Menschen für den Retter. Die Macht des Herrn war mit ihnen. Die verheißenen Zeichen begleiteten ihre Predigt und bestätigten ihre Worte

Der letzte Vers dauert bis heute an

Die Nachfolger Jesu predigen immer noch überall, der Herr wirkt immer noch mit ihnen, und er bestätigt sein Wort immer noch durch begleitende Zeichen. Amen!

Hier geht's zu einer Auslegung von G. de Koning zu Mk 16. Kap.

Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Markus Evangelium Mk 16. Kap.

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