Lk 23, 50-56 Die Grablegung Jesu
Lk 23,50: Und siehe, ein Mann namens Joseph aus Arimathia, einer Stadt der Juden, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann,
Joseph aus Arimathia
Lukas 23,50 berichtet von Josef aus Arimathäa, einem angesehenen Mitglied des jüdischen Rates, der Jesus wohlgesinnt war. Er wird als gerecht und gottesfürchtig beschrieben, was ihn von den anderen Ratsmitgliedern unterscheidet, die Jesu Verurteilung unterstützten.
Josef hatte auf das Reich Gottes gehofft, was zeigt, dass er an Gottes Verheißungen glaubte. Seine Rolle in der Passionsgeschichte ist bedeutend, da er später den Mut aufbringt, Pilatus um den Leichnam Jesu zu bitten, um ihn ehrenvoll zu bestatten.
Dies macht ihn zu einem heimlichen Jünger Jesu. Seine Tat erfüllt zudem die Prophezeiung aus Jesaja 53,9, dass der Messias bei einem Reichen begraben würde. Josef ist ein Beispiel für Glauben und Mut in schwierigen Zeiten.
Frage: Welche inneren Überzeugungen könnten mir den Mut geben, in herausfordernden Situationen meinen eigenen Weg im Glauben zu gehen?
Lk 23,51: der ihrem Rat und Tun nicht zugestimmt hatte, der auch selbst auf das Reich Gottes wartete,
Lk 23,52: dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu;
Lk 23,53: Er nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein in Felsen gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte.
Das Begräbnis Jesus
Eingehüllt in das Leinentuch, das Grabtuch, gleitet der gekreuzigte und gequälte Leib Jesu langsam aus den barmherzigen und liebevollen Händen Josefs von Arimathäa in das Felsengrab. In den Stunden der Stille, die nun folgen, wird Christus wirklich wie alle anderen Menschen sein, die in den dunklen Schoß des Todes, der Leichenstarre, des Endes vordringen.
Lk 23,54: Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an.
Lk 23,55: Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde.
Es folgten aber auch die Frauen nach
Die Frauen zeigen ein tiefes Interesse an Jesus, auch nach seinem Tod. Ihr Beobachten des Grabes bereitet den Boden für die spätere Entdeckung der Auferstehung. Sie sind stille Zeugen, die sicherstellen, dass Jesus ehrenvoll bestattet wird.
Diese Passage lehrt uns, dass wahre Nachfolge nicht mit Enttäuschung endet. Die Frauen bleiben treu, obwohl alles verloren scheint. Ihr Handeln mahnt uns, selbst in dunklen Zeiten am Glauben festzuhalten.
Ihre Treue wird belohnt, denn sie sind die Ersten, die das leere Grab entdecken.
Frage: Welche stillen Handlungen in deinem Leben könnten Vertrauen und Treue ausdrücken, auch wenn sie zunächst unbemerkt bleiben?
Lk 23,56: Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.
Hier geht's zu einer Auslegung von G. de Koning zu Lk 23. Kap.
Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Lukas Evangelium Lk 23. Kapitel