Lk 20, 1-8 Juden stellen Jesus infrage
Inhaltsverzeichnis
Vers 1-3 Wer gab dir die Vollmacht?
Lk 20,1: Es geschah aber an einem jener Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu
Lk 20,2: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du dies? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
Mit welchem Recht tust du das alles?
An dieser Evangelienstelle bleibt die Frage unbeantwortet.
Die Heilige Schrift gibt uns jedoch viele Antworten; lassen wir diese Antworten auf uns wirken und stellen wir uns Jesus vor in all seiner Macht und Herrlichkeit:
Ihm ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Er ist der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut.
Er ist das Alpha und das Omega, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.
Er ist der Erste und der Letzte und der Lebendige. Er war tot, doch nun lebt er in alle Ewigkeit, und er hat die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.
Er ist der Sieger, der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids und Herr der Herren.
Er ist das Lamm, das geschlachtet wurde und mit seinem Blut Menschen für Gott erworben hat aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern.
Er ist der Treue und Wahrhaftige. Sein Name heißt das Wort Gottes, König der Könige und Herr der Herren.
Bertalan Egervári
Frage: Wie kann ich in meinem Leben den lebendigen Christus erkennen und seiner Macht und Liebe Raum geben?
Nach der Tempelreinigung
Jesus bewies großen Mut, indem er kühn in Jerusalem einzog und die korrupten Kaufleute aus den Tempelhöfen vertrieb. Nun wollten die religiösen Führer wissen, mit welchem Recht Jesus solche Dinge tat – vor allem, weil er keine traditionelle rabbinische Ausbildung hatte.
Lk 20,3: Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen! So sagt mir:
Vers 4 Johannes-Taufe
Lk 20,4: War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
Hintergrund
Als Er im Tempel umhergeht, kommen die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten auf Ihn zu.
Als Mitglieder des Synedriums, des höchsten juristischen und religiösen Gremiums der Juden, sind sie durch die Autorität, mit der der Herr Jesus den Tempel gereinigt und das Volk belehrt hatte, erneut in ihrem Stolz als Führer und Verantwortliche gekränkt und fragen Ihn deshalb:
In welchem Recht tust Du diese Dinge?
Jesus stellt eine Gegenfrage:
War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
Frage: Welche Autorität prägt mein eigenes Handeln – die der Menschen oder die, die von Gott kommt?
Vers 5-7 Pharisäer grübeln feige
Lk 20,5: Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Da überlegten sie bei sich selbst
Diese Stelle zeigt ihre Unehrlichkeit und Angst vor öffentlicher Meinung.
Sie suchten nicht nach Wahrheit, sondern nach einer strategischen Antwort, um ihre Autorität zu bewahren.
Jesus entlarvte damit ihre Heuchelei und ihre fehlende geistliche Einsicht.
Die Szene verdeutlicht auch, dass wahre Erkenntnis Gottes Mut und Aufrichtigkeit erfordert.
Wer sich nur nach menschlicher Zustimmung richtet, verfehlt Gottes Wahrheit.
Frage: Wo in meinem Leben lasse ich mich noch von der Meinung anderer leiten, anstatt mutig der Wahrheit Gottes zu folgen?
Lk 20,6: Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet war!
Lk 20,7: Und sie antworteten, sie wüssten nicht woher.
Vers 8 Jesus verweigert die Antwort
Lk 20,8: Da sprach Jesus zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.
Wir wissen es nicht. Diese Worte machen zwei Dinge deutlich
Sie offenbaren das Fehlen jeder geistlichen Befugnis der Führerschaft der Juden und zugleich ihre heuchlerische Bosheit.
Wenn sie Johannes den Täufer nicht richtig zu beurteilen vermochten, wie sollten sie dann seinem Herrn in der rechten Weise begegnen?
So lange sie nicht gewillt waren, die Zeichen des Vorläufers zu akzeptieren, würden sie noch weniger die weitaus grösseren Zeichen des Königs selbst annehmen.
Frage: Bin ich bereit, die Zeichen und Wege Gottes anzuerkennen, auch wenn sie meine eigenen Vorstellungen herausfordern?