Lk 18, 35-43 Jesus heilt blinden Bettler

Vers 35-36 Blinder bettelte bei Jericho

Lk 18,35: Es geschah aber, als er sich Jericho näherte, da saß ein Blinder am Weg und bettelte.

Lk 18,36: ‭Und als er die Menge vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei.‭

Vers 37 Jesus kommt vorbei

Lk 18,37: ‭Da verkündeten sie ihm, dass Jesus, der Nazarener vorübergehe.‭

Jesus geht vorüber

In diesem Evangelium konnte der Blinde nicht mehr tun, als sich an den Rand der Straße hinzusetzen. Er ist ganz abhängig von anderen, kann nur seine Hand ausstrecken, betteln.

Ich stelle mir einen Mann vor, der fühlt, dass sein Leben... fast sinnlos ist. Hast du das auch schon einmal gefühlt?

Und es geht nicht um Aktivismus: so als ob ich etwas tun müsste, um meinem Leben Sinn zu verleihen. Nein! Denn ich bin blind, wenn ich ohne Christus, ohne das Licht, leben will und meine, dass es dann mehr Spaß macht.

Gott erlaubt schwierige Situationen, oder einfach Momente, in denen uns alles plötzlich leer erscheint. Der Blinde hat schon von Christus gehört, aber dieses Mal will er unbedingt mit ihm sprechen.

Sebastian Jasiorkowski

Frage: Wo in deinem Leben sitzt du vielleicht „am Rand der Straße“ und wartest darauf, dass Christus dich anspricht?

Jesus von Nazareth geht vorüber

Das Vorübergehen Jesu wird mit demselben Verb angezeigt, mit dem im Buch Exodus vom Vorübergehen des Vernichters die Rede ist, durch das die Israeliten in Ägypten gerettet werden (vgl. Ex 12,23). Es ist das „Vorübergehen“ des Pascha, der Beginn der Befreiung: Wenn Jesus vorübergeht, gibt es immer Befreiung, gibt es immer Heil!

Brüder und Schwestern, das Vorübergehen des Herrn ist eine Begegnung der Barmherzigkeit, die alle um Christus herum versammelt, damit man erkennt, wer Hilfe und Trost braucht. Auch in unserem Leben geht Jesus vorüber. Und wenn Jesus vorübergeht und ich es merke, dann ist es eine Einladung, mich ihm zu nähern, besser zu sein, ein besserer Christ zu sein, Christus nachzufolgen.

Frage: In welchen Momenten meines Lebens nehme ich das Vorübergehen Jesu bewusst wahr, und wie kann ich darauf reagieren, um Heil und Barmherzigkeit zu erfahren?

Ihm begegnen  

Täglich kommt Jesus von Nazareth vorbei. Das hört sich unglaublich an, aber es ist wahr.

Die Zeit unseres Gebets ist eine solche Zeit; sie ist eine solche Begegnung mit dem Herrn. Sobald der Blinde bemerkte, dass Jesus vorüberging ‐ der Mann eindrucksvoller Wunder und wundervoller Worte ‐ schrie er sich die Lunge aus dem Hals.

Eine Einstellung, die wir uns zum Vorbild nehmen sollten, sobald wir zu beten beginnen! Natürlich werden wir nicht gerade schreien, denn sonst würden die Nachbarn und die Familie denken, dass wir verrückt sind, aber wir müssen im Geiste laut zu Gott rufen: „Ja”.

Es ist diese Bereitwilligkeit, Energie, Entschlossenheit, Sehnsucht und Beharrlichkeit (er musste mindestens zweimal so laut er konnte schreien), die es uns ermöglicht, dem lebendigen Christus zu begegnen. Christus will sehen, wie weit wir gehen, um ihn zu finden.

Er ging den ganzen Weg bis zum Kalvarienberg, damit wir ihn finden können. Unsere Erlösung ist ein Geschenk, ebenso wie unser Gebet.

Todd Belardi

Frage: Wie kannst du heute deine eigene Sehnsucht und Beharrlichkeit im Gebet spürbar leben, um Christus bewusst zu begegnen?

Der Herr sucht uns

Jesus kommt auch an uns vorbei, wenn wir Glauben und Hoffnung benötigen, die nicht aus unserer Kraft kommen.

Der Herr sucht uns in jedem Moment. Er begegnet uns in der Arbeit, zu Hause, auf der Straße – überall dort, wo wir sein Mitgefühl brauchen.

Er ist gegenwärtig in unseren Mitmenschen, besonders in den Schwachen, Kranken und Alten, und selbst unsere Fehler und Grenzen kann er zu einem Ort der Begegnung machen.

Frage: In welchen Momenten meines Lebens spüre ich, dass göttliche Nähe meine eigenen Kräfte übersteigt, und wie kann ich offen dafür bleiben?

Vers 38 Blinder rief um Erbarmen

Lk 18,38: Und er rief und sprach: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich!

Sehnsucht

Da rief er: „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“

Der Blinde sehnt sich zutiefst danach, Christus zu begegnen. Er hat erfahren, dass seine Art und Weise, das Leben zu fristen, niemals genügt; er ist nicht froh.

Er glaubt, dass Christus ihm etwas geben, etwas zeigen kann, doch dafür muss er erst einmal wieder sehen können.

Sehnst du dich auch so nach Jesus Christus? Glaubst du, dass er eine Zukunft für dich bereithält? Es ist kein Zufall, dass er hier vorübergegangen ist.

Sebastian Jasiorkowski

Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben den Moment der Begegnung mit Christus bewusst wahrnehmen und öffnen?

Wer lehrte dir dieses, o Mensch?

Hast du wohl, der du kein Augenlicht hast, die Bücher durchlesen? Woher kennst du also das Licht der Welt? Der Herr erleuchtet wahrhaft die Blinden.

Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!

Empfindest du nicht auch das Bedürfnis zu schreien, du, der du tatenlos am Wegesrand stehst, am Rande dieses Lebenswegs, der so kurz ist; du, dem Licht fehlt; du, der du mehr Gnade benötigst, um entschieden die Heiligkeit zu suchen?

Drängt es dich nicht zu rufen: Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner?

Da hast du ein herrliches Stoßgebet – sage es oft.
Josefmaria

Frage: Wo in deinem Leben sehnst du dich am meisten nach Gottes Gnade, und wie kannst du diesen Ruf in deinem Alltag lebendig werden lassen?

Wer ist er für mich? 

Der Blinde aus Jericho ist jemand, der sich in einer sehr ähnlichen Lage wie wir befindet, die wir gerade beten: Wir sehen Jesus nicht.

Wir haben von anderen Menschen gehört, welche Erfahrungen sie mit Jesus gemacht haben. Wir wissen, was über ihn gesagt wird. Auf irgendeine Weise haben wir ihn vielleicht schon selber erfahren und sehnen uns irgendwie nach ihm.

Doch unsere Suche nach ihm baut doch letztendlich auf dem Glauben auf – auf dem Glauben, dass er der ist, den ich brauche, auf dem Glauben, dass er mich heilen und befreien kann.

Frage: Wo in meinem Leben sehne ich mich nach einer Begegnung mit Jesus, auch wenn ich ihn noch nicht klar sehen kann?

Vers 39 Trotz Verboten schrie er lauter

Lk 18,39: Die Leute, die der Menschenmenge vorausliefen, fuhren ihn an, er solle still sein. Aber er schrie nur noch lauter: Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!

Die ärgerliche Menge

Wie leicht verurteilen wir doch andere!

Die Menge meint es vielleicht gar nicht böse. Sie möchte nicht ein Wunder verhindern, sondern einfach dem großen Propheten, für den sie Jesus hält, Ärger ersparen.

So sind wir Menschen oft: Wir „befehlen” anderen zu schweigen, werden ärgerlich und unser Herz verhärtet sich.

Der Kopf scheint manchmal gute Gründe dafür zu haben. Aber sind diese „guten Gründe” letztlich entscheidend, wenn es nur einen gibt, der mit seinem Blick die Herzen bis auf den Grund durchschaut?

Bernadette Ballestrem

Frage: Wo in meinem Leben erlebe ich, dass ich Herz und Verstand in Einklang bringen darf, um wahrhaftiges Mitgefühl zu leben?

Und die vorübergingen, fuhren ihn an, daß er schweigen sollte

Aber durch solche Hindernisse ließ sich sein Mut nicht abschrecken; denn der Glaube weiß Alles zu bekämpfen und über Alles zu triumphieren. Und für den göttlichen Dienst ist es nützlich, die Schamhaftigkeit abzulegen. Goldene Perle

Er schrie nur noch lauter

Sein ständiges Schreien ist lästig, es scheint kein gutes Benehmen zu sein, und viele weisen ihn zurecht, befehlen ihm zu schweigen: Aber benimm dich doch, hör auf damit!

Aber Bartimäus schweigt nicht, im Gegenteil, er schreit noch lauter: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!

Es ist die wunderschöne Dickköpfigkeit jener, die eine Gnade suchen und unentwegt an die Tür des Herzens Gottes klopfen. Er schreit, klopft.

Der Ausdruck Sohn Davids ist sehr wichtig: Er bedeutet Messias – er bekennt den Messias –, es ist ein Glaubensbekenntnis, das aus dem Mund jenes von allen verachteten Mannes kommt.

Frage: Welche Türen meines Herzens klopfe ich vielleicht zu zaghaft an, und wo könnte ich mutiger um Gnade bitten?

Andacht von Cyrill von Jerusalem

Jeder Mensch, der die Finsternis kennt, die aus ihm einen Blinden macht, soll aus ganzer Seele schreien: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir.

Aber hören wir auch das, was auf die Schreie des Blinden folgt: Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Was sind das für Leute? Sie stellen die Begierden unseres irdischen Daseins dar, die Unruhestifter, die menschlichen Laster und ihr Getümmel, die, weil sie das Kommen Jesu in uns verhindern wollen, unser Denken durcheinanderbringen, indem sie Versuchung säen und die Stimme unseres Herzens beim Gebet übertönen.

Es geschieht nämlich oft, dass unser Vorsatz, uns Gott wieder neu zuzuwenden, unser Bemühen, unsere Sünden durch Gebet abzuwehren, durch Bild und Eindruck der Begierden verhindert wird. Im Kontakt mit ihnen lässt die Wachsamkeit unseres Geistes nach. Sie stiften Verwirrung in unserem Herzen und ersticken den Schrei unseres Gebets.

Was hat dieser Blinde also getan, um trotz der Hindernisse sein Augenlicht wiederzuerlangen? Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Ja, je mehr der Tumult unserer Begierden uns bedrängt, umso inständiger müssen wir beten. Je lauter die Stimme unseres Herzens übertönt wird, umso energischer muss sie dagegenhalten, bis sie den Lärm der auf sie einstürmenden Gedanken übertönt und an das treue Ohr des Herrn dringt.

Jeder, so meine ich, wird sich in folgender Situation wiedererkennen: In dem Augenblick, da wir uns bemühen, unser Herz von dieser Welt abzuwenden, um es zu Gott zurückzubringen, belästigen uns bereits viele Eindringlinge, die wir bekämpfen müssen. Ein ganzer Schwarm ist es, den die Sehnsucht nach Gott nur schwer aus den Augen unseres Herzens verscheuchen kann.

Beten wir aber energisch weiter, dann halten wir mit unserem Geist den vorübergehenden Jesus an. Das Evangelium berichtet ja: Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen.

Cyrill von Jerusalem

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Herzen die Stimmen der Ablenkung übertönen und die Nähe zu Gott bewusst wahrnehmen?

Vers 40 Jesus ließ ihn herbeiführen

Lk 18,40: Da blieb Jesus stehen und befahl, dass er zu ihm gebracht werde.

Jesus blieb stehen

Dass unsere Bitte bis zu ihm vordringt und er ihr Gehör schenkt, wagen wir oft kaum zu hoffen. Warum sollte ein so hoher Herr sich mit mir und meinen Wünschen befassen?

Andererseits aber, warum "sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat?"

Und weiter: "Und er ließ ihn zu sich herführen." – Das heißt, Jesus liegt etwas an der persönlichen Begegnung mit mir: Er will mir beim Gebet in die Augen schauen und meine Worte von meinen Lippen ablesen. Er will mir direkt ins Herz schauen, so wie ich mich danach sehne, es bei ihm zu tun.

Thomas Fox

Frage: Wie offen bin ich bereit, meine innersten Gedanken und Wünsche in dieser Begegnung zu zeigen, und was könnte ich dabei über mich selbst entdecken?

Jesus aber blieb stehen

Darby kommentiert mit großem Einblick: Josua bat einst die Sonne, am Himmel stillzustehen, doch hier steht auf Bitten eines blinden Bettlers der Herr der Sonne, des Mondes und des Himmels still.

Auf den Befehl Jesu hin wurde der Bettler zu ihm gebracht. Jesus fragte ihn, was er wolle. Ohne Zögern und umständliche Umschreibung wiederholte der Bettler seine Bitte, dass er wieder sehend werde.

Sein Gebet war kurz, eindeutig und glaubensvoll.

Frage: Wie klar und unerschrocken ist mein eigenes Vertrauen in Momente, in denen ich Führung oder Heilung suche?

Der dunkle Weg

Dieser blinde Mensch, der ich heute bin, er wird zu Jesus geführt. Auf diesem Weg begegnete er sicherlich einigen Hindernissen. Vielleicht gab es Menschen, die ihn auslachten. Als Blinder lief er Gefahr zu stürzen. Mit Sicherheit durchlebte er diesen Moment, geplagt von einigen inneren Zweifeln.

So ist auch für jeden von uns der Weg in die Freiheit und zur Heilung mit einem Weg im Glauben verbunden. Es sind diese Momente, in denen ich noch nicht klar sehe, was Gott vorhat und wie alles ausgehen wird.

Was vermittelt in diesen Momenten Sicherheit: Seine Stimme. Seine Gegenwart. Höre jetzt im Gebet auf ihn und werde dir bewusst, dass er DA ist.

Sarah Briemle

Frage: In welchen Momenten meines Lebens spüre ich die Gegenwart Gottes am deutlichsten, auch wenn ich den Weg noch nicht klar vor mir sehe?

Vers 41 Was soll ich tun?

Lk 18,41: Was soll ich für dich tun? Herr, flehte ihn der Blinde an, ich möchte sehen können!

Was soll ich für dich tun? 

Dies ist eine wunderbare, einfache Frage, die Gott nicht aufgehört hat zu stellen.

Manchmal gehen wir leer aus, wenn Gott uns etwas geben möchte, einfach weil wir diese Frage nicht beantworten wollen und wir nicht haben, weil wir nicht fragen (Jak 4:2).

Jesus stellte diese Frage im vollen Wissen, dass dieser Mann blind war. Er wusste, was er brauchte und was er wollte, aber Gott möchte immer noch, dass wir ihm unsere Bedürfnisse mitteilen, als Ausdruck unseres Vertrauens und Glaubens an ihn.

Frage: Welche Bedürfnisse traue ich Gott wirklich an, und wo fällt es mir schwer, um Hilfe zu bitten?

Andacht von Josemaria

Tritt jeden Tag vor den Herrn hin und sage Ihm langsam und mit der ganzen Inbrunst deines Herzens die Worte, die - wie das Evangelium uns berichtet - der arme Blinde zu Ihm sprach: "Domine, ut videam!" - Herr, ich möchte wieder sehen können! Laß mich sehen, was Du von mir erwartest, und dann alles daransetzen, Dir treu zu sein! Josemaria

Bitten um Licht

Darum aber fragt er, was er wolle, um das Herz zum Gebet aufzufordern. Denn er will, dass wir um das bitten, wovon er vorhersieht, dass wir darum bitten und er es gewähre.

Der Blinde bittet aber den Herrn nicht um Geld, sondern um das Licht. Auch wir sollen nicht falschen Reichtum, sondern das Licht begehren, das wir mit den Engeln allein sehen können.

Zu diesem Lichte führt der Glaube. Daher wird mit Recht zum Blinden gesagt: Blicke auf, dein Glaube hat dir geholfen. Er sieht, und folgt nach, weil er das Gute, welches er erkannte, tut.

Frage: Welche innere Dunkelheit möchtest du heute mit dem Licht deines Glaubens erhellen?

Will ich sehen? 

Jesus fragt auch dich heute: "Was soll ich dir tun?"

Weiß Jesus denn nicht, dass ich lieber sehen würde, als blind zu sein? Weiß er nicht um alles, was ich brauche? Ja, er weiß es sehr wohl.

Aber ich, weiß ich, was meine Seele wirklich braucht? Will ich wirklich geheilt werden und glaube ich denn, dass er es kann?

Es gibt keine inneren Verletzungen, die Jesus nicht heilen kann und will. Wenn ich auf diesem Weg des Vertrauens auf ihn zugehe, WIRD er mich heilen.

Erwarten wir keine kleinen Dinge von Gott! Er lässt sich nicht in Großzügigkeit schlagen.

Was brauche ich von ihm! Ich darf es hier und jetzt aussprechen und meine ganze Hoffnung auf ihn setzen.

Sarah Briemle

Frage: Welche verborgenen Bedürfnisse deiner Seele möchtest du heute in Vertrauen an Jesus übergeben?

Sehenkönnen mit dem Auge und mit dem Herz

Als Bartimäus Jesus antwortete: "Herr, ich möchte wieder sehen können." hat er dies bereits mit einem sehenden Herzen gesagt. Denn Jesus lobt seinen Messias-Glauben, der ihm geholfen habe, sich von Jesu Heilungsgabe beschenken zu lassen.

Dahingegen konnte Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth kaum Heilungswunder wirken, weil die meisten Menschen nicht an ihn glaubten, den sie als den unauffälligen Sohn des Zimmermanns zu kennen meinten.

An die göttliche und menschliche Natur Jesu zu glauben, ist bedeutsam, damit wir wie der gottpreisende Bartimäus Christus nachfolgen und ihm ähnlich werden können.

Thomas und Angela Mayer

Frage: Wo in meinem Leben könnte ich mein "sehendes Herz" öffnen, um Heilung oder Klarheit zu empfangen?

Lass mich wieder sehen  

Worte können die Freude nicht wiedergeben, die Seelen erleben, wenn sie Christus begegnen. Sie ist ein Geschenk Gottes.

Sie sind Geschenke, die uns auf das vorbereiten, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben und ihm treu sind.

Gott zu sehen und zu erkennen ist etwas Schönes. Uns selbst zu sehen, ist manchmal etwas schwierig. Wir sehen seine Schönheit, Kraft, Majestät, Weisheit und seine Vorsehung; aber wir sehen auch unsere Not, Hilflosigkeit, Sünde, Unwissenheit und Selbstgenügsamkeit.

Aber der springende Punkt ist, beides zu sehen: Gott und uns selbst, wie wir wirklich sind. Seine Schönheit macht uns rein; seine Kraft macht uns stark; seine Weisheit heilt unsere Unwissenheit; und seine Vorsehung hilft uns, die rechten Entscheidungen zu treffen.

Lasst uns Gott sehen und erkennen, dass wir ihn brauchen.

Todd Belardi

Frage: Wie offen bin ich wirklich dafür, sowohl Gottes Größe als auch meine eigene Verletzlichkeit in meinem Leben zu sehen?

Vers 42 Dein Glaube heilte dich

Lk 18,42: Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich gerettet.

Lk 18:42: Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.

Dein Glaube hat dir geholfen

Er sagt nicht: Ich habe dir geholfen. Oder: Gott hat dir geholfen, obwohl das zweifellos richtig gewesen wäre.

Er sagt: Dein Glaube hat dir geholfen. Jesus würdigt das Vertrauen. Dein Vertrauen hat dir geholfen, so kann man den Satz Jesu auch übersetzen. Glaube und Vertrauen sind in der Sprache der Bibel dasselbe Wort.

Ich kenne viele, denen dieses Vertrauen geholfen hat. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand und tun, was in ihrer Macht steht. Sie organisieren sich die Hilfe, die sie bekommen können. Und was nicht in ihrer Macht steht, vertrauen sie Gott an.

Zugleich wissen sie, dass man dieses Vertrauen – gerade wenn es einem schlecht geht – nicht machen kann. Es ist ein Geschenk. Aber auch darum kann man bitten.

Jean-Otto Domanski

Frage: In welchen Momenten deines Lebens hast du erlebt, dass Vertrauen mehr bewirkt als Kontrolle, und wie könntest du diesem Vertrauen heute Raum geben?

Vers 43 Er sah und lobte Gott

Lk 18,43: Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott; und das ganze Volk, das dies sah, lobte Gott.

Der dankbare Blinde

Der blinde Mann preist Gott. Mit der Eindringlichkeit, mit der er Jesus angefleht hat, lobt er ihn jetzt auch. Diese Begegnung wird er nie wieder vergessen. Die Güte Jesu hat sein Leben verändert.

Hätte er Gott auch gepriesen, wenn er bei dieser Begegnung kein bleibendes Wunder an sich erfahren hätte? Wenn Jesus ihm das Kreuz der Blindheit nicht abgenommen hätte? Hoffentlich schon, denn die echte Begegnung mit Christus verändert uns innerlich und ein gütiges Herz ist am Ende viel wichtiger als ein intakter Körper.

Frage: Welche kleinen oder großen Begegnungen in deinem Leben haben dein Herz verändert, unabhängig von äußeren Umständen?

Doppelte Heilung

Daraus erhellt daß er von einer doppelten Blindheit befreit wurde, nämlich von der körperlichen und geistigen. Denn er hätte ihn nicht als Gott verherrlicht, wenn er nicht wahrhaft gesehen hätte. Aber auch für Andere wurde er die Veranlassung zur Verherrlichung Gottes. Goldene Perle

Nachfolge

Der Blinde, nun geheilt und gerettet, fing an, Jesus nachzufolgen. Der Weg Jesu wurde zu seinem Weg. Dies war besonders bedeutsam, wenn man bedenkt, dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war, um zu sterben.

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Das war eine Christliche Bibel - Auslegung, Kommentar, Andacht, Impuls, Erklärung, Bedeutung bzw. Predigt zum Lukas Evangelium Lk 18. Kap.

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