Lk 14, 15-24 Gleichnis vom großen Gastmahl

Vers 15 Segen beim Himmelsmahl

Lk 14,15: ‭Als nun einer, der mit ihm zu Tisch saß, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig ist, wer das Brot isst im Reich Gottes!

Gesegnet ist, wer im Reich Gottes Brot essen wird! 

Der Mann sprach von der Güte und dem Segen des großen Banketts mit dem Messias, von dem im Alten Testament oft die Rede war und das im Neuen Testament als Hochzeitsmahl des Lammes bekannt ist. Selig sind diejenigen, die zur Hochzeit berufen sind, Abendmahl des Lammes! (Offb 19:9)

Frage: Wie offen bin ich in meinem Herzen, die Einladung zu diesem besonderen Mahl wirklich anzunehmen und die Gegenwart des Messias zu erleben?

Vers 16 Mann plant großes Fest

Lk 14,16: ‭Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein.

Grosses Mahl in Christus

Dieser Schöpfer von Allem und der Vater der Herrlichkeit, oder der Herr, bereitete ein großes, in Christo vollbrachtes Mahl.

Denn in den letzten Zeiten und gleichsam am Ende unserer Zeit ging uns der Sohn Gottes auf, und gab uns, den Tod für uns erduldend, seinen eigenen Leib zum Genuß.

Das erinnert uns an die großartige Tatsache, dass der Herr Jesus das Werk der Erlösung auf Golgatha vollbracht hat und die Einladung des Evangeliums aufgrund dieses vollendeten Werkes ergeht.

Frage: Wie kann die Erinnerung an dieses vollbrachte Werk dein tägliches Leben und deine Verbindung zu Gott vertiefen?

Vers 17 Diener lädt Gäste ein

Lk 14,17: Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, um den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon alles bereit!

Der gesandte Knecht ist Christus

Dieser Knecht, welcher gesendet wurde, ist Christus selbst, welcher, da er von Natur aus Gott und wahrer Gottes Sohn ist, sich selbst entäußerte und Knechtsgestalt annahm. Er wurde aber in der Stunde des Mahles abgesendet z denn nicht vom Anfang nahm das Wort des Vaters unsere Natur an, sondern in der letzten Zeit. Goldene Perle

Komm zum Festmahl, es steht alles bereit

Warst du schon einmal in der Situation wie dieser Gastgeber? Es ist alles vorbereitet, das Essen ist warm, der Tisch ist gedeckt, alles mit Liebe zubereitet, und man will schon die Gäste rufen, die natürlich von der Einladung wussten, und plötzlich sagt einer nach dem anderen ab. Es ist etwas dazwischengekommen.

Kannst du dir die Enttäuschung des Gastgebers vorstellen?

Was sind deine Prioritäten im Leben?

Fabiola Marton

Frage: Wie gehst du innerlich damit um, wenn deine liebevoll gesetzten Erwartungen nicht erfüllt werden, und was offenbart das über deine Verbindung zu dir selbst und zu anderen?

Kommt, denn es ist alles bereit!

Diese Einladung gilt jedem, der sie hört. Jeder darf sich an den gedeckten Tisch setzen, an dem es an nichts fehlt. „Kommt, denn es ist alles bereit!“

Jesus lädt uns ein an seinen Tisch. Er ist der Gastgeber. Er sorgt dafür, dass alles ausreichend vorhanden ist. Und keiner muss draußen bleiben! Keiner muss auf der Straße oder vor der Tür bleiben, jeder darf zu ihm in sein Haus kommen – auch Du! Er hat alles, was Du brauchst!

Und so dürfen wir auch in diesen Tag gehen, mit der Gewissheit: „Es ist alles bereit.“ Wir müssen diese Einladung nur annehmen, und es wird uns gut gehen. Wir müssen nur „Ja“ sagen zu dieser Einladung und dürfen wissen: Jesus sorgt für uns.

Er hat alles vorbereitet – für den heutigen Tag, für die bevorstehende Woche, für unser Leben hier auf der Erde und für unser ewiges Leben. Er ist es, der alles gut macht und für uns sorgt.

Wir dürfen unser Leben in seine Hände legen, uns von ihm einladen lassen und von seinem gedeckten Tisch nehmen. Also bitte keine falsche Bescheidenheit! Wir dürfen nehmen, ohne Gegenleistung. Wir dürfen annehmen, was Jesus für uns vorbereitet hat.

Vertrauen wir also auch heute darauf, dass Jesus Christus uns versorgt. Vertrauen wir darauf, dass er für uns nur das Beste will. Wir brauchen nur „Ja“ zu seiner Einladung sagen – und kommen. Seine Tür steht weit offen. Komm, denn es ist alles bereit!

Rolf Aichelberger

Frage: Welche Bereiche deines Lebens könntest du heute bewusst in Jesu Hände legen, um seine Einladung wirklich anzunehmen?

Vers 18 Erster schützt Acker vor

Lk 14,18: Sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen.

Am Materiellen hängen

Einer der Eingeladenen entschuldigte sich, weil er einen Acker gekauft hatte und ihn besehen wollte. Normalerweise hätte er ihn ansehen sollen, bevor er ihn kaufte. Doch selbst dann hätte er die Liebe zum Irdischen der gnadenreichen Einladung vorgezogen.

Wenn wir etwas Neues kaufen, sind wir fast immer damit beschäftigt. Die Beschäftigung mit materiellen Dingen und Erfahrungen ist eine häufige Entschuldigung dafür, Jesus nicht nachzufolgen.

Frage: Welche irdischen Bindungen könnten mich davon abhalten, offen für das Spirituelle zu sein?

Vers 19 Zweiter prüft neue Ochsen

Lk 14:19: Ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu erproben.

An der Arbeit zu sehr hängen

Der nächste Eingeladene hatte fünf Joch Ochsen gekauft und wollte sie erproben. Jesus zeigt uns hier im Bild diejenigen, die ihre Arbeit, ihren Beruf oder das Geschäft wichtiger nehmen als den Ruf Gottes.

Die Ochsen als Bild für unsere Sinne

Unter den fünf Paar Ochsen versteht man die fünf leiblichen Sinne. Denn die Ochsen sind auf die Erde gerichtet, wie die vom Glauben entfernten, dem Irdischen ergebenen Menschen nichts Anderes glauben wollen, als das, wozu sie durch den fünfteiligen Sinn des Leibes gelangen. Ich glaube nichts, spricht ein Solcher, als was ich sehe.

Vers 20 Dritter hat frisch geheiratet

Lk 14,20: Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet, darum kann ich nicht kommen!

An der Familie zu sehr hängen

Der Dritte sagte, er habe eine Frau geheiratet und könne deshalb nicht kommen. Familienbande und gesellschaftliche Beziehungen hindern Menschen oft daran, die Einladung des Evangeliums anzunehmen. Die dritte Entschuldigung hatte mit einem Mann zu tun, der seine Familie über alles stellte. Das Beste, was wir unserer Familie zeigen können, ist, dass sie nicht an erster Stelle in unserem Leben steht, sondern dass Jesus Christus an erster Stelle steht.

Mein Alltag

Der König lädt ein, aber die Eingeladenen lehnen die Einladung ab. Sie wollen nicht am Reich Gottes teilnehmen. Sie finden ihren Alltag, ihre Geschäfte, ihre Beziehungen wichtiger, als zu dem Fest zu gehen. Logischerweise nehmen sie dann auch nicht am Festmahl teil. Sie bleiben draußen.

Ich muss Gott und sein Reich an die erste Stelle in meinem Leben setzen, sonst laufe ich Gefahr, es freiwillig zu verpassen, weil ich um andere Dinge kreise. Gibt es Dinge, Menschen, Projekte, die für mich so wichtig sind, dass sie mich Gottes Einladung verpassen lassen könnten?

Das ist der Sinn des Gebots, den Herrn mit ganzem Herzen zu lieben: Wenn ich ihn nicht an erste Stelle setze, verpasse ich seine Einladung ins Himmelreich, weil ich mich selbst und meine Geschäfte wichtiger finde. Und damit schneide ich mich sozusagen ins eigene Fleisch, möglicherweise mit endgültigen Konsequenzen.

Dorit Wilke-Lopez

Frage: Welche Dinge in meinem Leben könnten mich davon abhalten, Gottes Einladung mit offenem Herzen anzunehmen?

Vers 21 Herr zürnt, lädt Arme

Lk 14,21: Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein!

Beachte

Das ist zweifellos ein Bild für das Evangelium, das den Heiden verkündigt wird.

Den Alltag entrümpeln

Die Blinden und Lahmen lädt der König ein. Sie kommen, denn ihr Alltag ist nicht so vollgestopft mit Besitz, Arbeit und Beziehungen. Sie erkennen den Wert der Einladung.

Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.

Wo kann ich meinen Alltag entrümpeln, wovon sollte ich mich trennen, um Gottes Einladung nicht freiwillig zu verpassen? Vielleicht spricht Gott sie leise aus!
Dorit Wilke-Lopez

Frage: Welche inneren Räume in mir könnten leerer werden, um Gottes leise Einladung deutlicher zu hören?

Vers 22-23 Noch immer Platz frei

Lk 14,22: ‭Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da!‭

Gott lädt jeden ein

Die Stelle zeigt, dass Gottes Gnade über alle hinausgeht, die sich für würdig halten. Es bleibt Platz für jene, die oft übersehen werden.

Dies mahnt zur Demut und erinnert daran, dass das Heil nicht an weltliche Maßstäbe gebunden ist.

Gott lädt jeden ein, aber es liegt an uns, seine Einladung anzunehmen.

Das Gleichnis fordert zur Offenheit gegenüber Gottes Ruf auf.

Frage: Wie offen bin ich wirklich für die Wege, die Gott mir zeigt, auch wenn sie unerwartet oder unbequem sind?

Lk 14,23: ‭Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde!

Vers 24 Erste Absager schmecken nichts

Lk 14,24: ‭Denn ich sage euch, dass keiner jener Männer, die eingeladen waren, mein Mahl schmecken wird!‭

Gottes Gnade annehmen

Die Botschaft bleibt aktuell: Wer Gottes Gnade ausschlägt, verliert das Heil. Demut und Offenheit für Gott sind nötig, um am ewigen Fest teilzunehmen.