Lk 20, 27-40 Frage nach der Auferstehung
Inhaltsverzeichnis
Vers 27 Sadduzäer leugnen Auferstehung
Lk 20,27: Da traten aber etliche der Sadduzäer herzu, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, und sie fragten ihn
Sie fragten ihn
Einfache und beständige Konversation: Heute sehen wir, wie einige Sadduzäer Jesus eine wichtige Frage über den Himmel stellen. Jesus Christus lehrt uns, dass es im Himmel erheblich anders sein wird als hier auf Erden.
Das ist ein schönes Beispiel, wie wir mit Christus sprechen können. Wir können ihm einfach Fragen stellen: Fragen über den Glauben, über Schwierigkeiten, die wir in unseren Beziehungen mit bestimmten Menschen haben, über unseren beruflichen Lebensweg und vieles mehr.
Die Antworten fallen vielleicht nicht immer so aus, wie wir es erwarten oder erhoffen würden, aber es ist vor allem wichtig, dass wir Christus jeden Tag in unser Leben mit einbeziehen und dass wir ihm in allem, was wir tun, gefallen wollen.
Dieser offene, warme Kontakt mit unserem Herrn ist schon ein kleiner Vorgeschmack des Himmels.
Frage: Wie könnte ich heute Christus bewusst in ein kleines, alltägliches Gespräch in meinem Leben einbeziehen?
Dem Begehren des Geistes folgen
Die Geisteshaltung der Sadduzäer bestand darin, sich auf die diesseitigen Angelegenheiten des Lebens zu beschränken. Von daher überrascht ihr Zweifel an der Existenz von Engeln und der Auferstehung nicht.
Jesus bezeichnet sie folgerichtig als "Kinder dieser Welt". Wer von seiner Lebenseinstellung her ganz im Diesseits aufgeht, empfindet rein geistige Themen als lästige Provokation, denn "das Begehren des Fleisches ist gegen den Geist gerichtet und das Begehren des Geistes gegen das Fleisch."
Wir kennen und erkennen Christus daher umso mehr, je mehr unser Geist vom Begehren des Fleisches befreit ist.
Thomas Fox
Frage: Welche inneren Begrenzungen halten mich davon ab, die spirituelle Dimension meines Lebens voll wahrzunehmen?
Zu den Sadduzäern
Die Gruppe der Sadduzäer glaubte nicht an die Auferstehung, auch nicht an Engel und eine „geistliche Welt“. Ihre Vorstellungen basierten auf dem, was sie im Irdischen sahen und erfuhren. Sie lebten nach der Logik der Welt.
Auch wenn wir keine Sadduzäer sind, kann das heutige Evangelium eine Anregung sein, den übernatürlichen Blick zu erneuern. Manchmal neigen wir dazu, unser oder das Leben anderer Menschen, Ereignisse und Situationen nur mit unseren menschlichen Augen zu betrachten und vergessen dabei die Perspektive Gottes.
Frage: Wo in meinem Leben könnte ich lernen, Gottes Perspektive einzunehmen, statt mich nur auf das Sichtbare zu verlassen?
Vers 28-32 Kinderlose Witwe heiraten
Lk 20,28: und sprachen: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.
Hintergrund
Basierend auf Deuteronomium 25:5-10 , wenn ein verheirateter Mann kinderlos starb, war es die Verantwortung seines Bruders, die Witwe seines Bruders zu schwängern und das Kind dann als Nachkomme des verstorbenen Mannes zu zählen.
Lk 20,29: Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos.
Lk 20,30: Da nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos.
Lk 20,31: Und der dritte nahm sie, ebenso alle sieben, und sie hinterließen keine Kinder bei ihrem Tod.
Lk 20,32: Zuletzt aber, nach allen, starb auch die Frau.
Vers 33 Wessen Frau bei Auferstehung?
Lk 20,33: Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
Übertreibung
Die Frage der Sadduzäer übertreibt bewusst den im Gesetz geregelten Fall der Schwagerehe, um damit die Frage nach der Zugehörigkeit der Frau nach der Auferstehung auf die Spitze zu treiben.
Die Siebenzahl der Brüder dient vor allem der Übertreibung. Die Frage der Sadduzäer setzt voraus, dass nach der Auferstehung ein Weiterleben in genau den gleichen Verhältnissen und Gesetzmäßigkeiten erfolgt.
Auferstehung also einfach ein Leben zu gleichen Bedingungen in einer anderen Welt verspricht.
Wahrscheinlich war dies eine der Standardgeschichten, die sie zu erzählen pflegten, um die Auferstehung lächerlich zu machen. Spurgeon
Frage: Wie würde sich mein eigenes Verständnis von Beziehung, Leben und Gemeinschaft verändern, wenn ich die Vorstellung einer vollkommen neuen Lebensordnung nach der Auferstehung zuließe?
Vers 34 Irdische Menschen heiraten
Lk 20,34: Ehen zu schließen ist eine Sache dieser gegenwärtigen Welt.
Nur in dieser Welt heiraten die Menschen
Zum wiederholten Mal versucht Jesus, den eingeengten Horizont der Schriftgelehrten zu weiten. Wie sie verstehen aber auch wir so oft nicht, dass wir für ein ewiges Leben geschaffen sind.
Der Zweck unseres Lebens besteht nicht darin, uns für immer in dieser Welt einzurichten. Wir sind gerufen, für etwas Größeres zu leben.
Das hier ist nicht alles, sondern nur ein ganz kurzer Abschnitt. Dieses Leben ist eine Vorbereitung auf das, was nie enden wird.
Welche starren Horizonte kann ich heute für eine Perspektive des Ewigen öffnen?
Sarah Briemle
Frage: Welche kleinen Veränderungen in meinem Denken oder Handeln könnten mir helfen, das Ewige in meinem Alltag bewusster wahrzunehmen?
Zu den Ehen
Die gegenseitige Liebe zwischen den getauften Eheleuten offenbart die Liebe Christi und der Kirche.
Als Zeichen der Liebe Christi ist die Ehe ein Sakrament des Neuen Bundes. Die Eheleute sind für die Kirche eine ständige Erinnerung an das, was am Kreuz geschehen ist. Sie sind füreinander und für die Kinder Zeugen des Heils, an dem sie durch das Sakrament teilhaben.
Wie jedes andere Sakrament ist die Ehe Gedächtnis, Vollzug und Prophetie des Heilsgeschehens. Sie ist daher ein Lebensstand, ein Weg christlicher Heiligkeit, eine Berufung, die zur glorreichen Auferstehung und zu dem Reich führen soll, wo die Menschen nicht mehr heiraten.
Dank dieser ihrer Beständigkeit vermag sie wirksam zur vollen Verwirklichung der aus der Taufe erwachsenen Berufung der Eheleute beizutragen.
Frage: Wie kann die Liebe in deiner eigenen Lebensbeziehung ein Spiegel für göttliche Gegenwart und heilbringende Kraft sein?
Vers 35 Auferstandene heiraten nicht mehr
Lk 20,35: Die Menschen aber, die von den Toten auferstehen und in die zukünftige Welt kommen dürfen, werden nicht mehr wie hier auf der Erde heiraten.
Das Neue in der ewigen Welt
In der Ewigkeit gibt es kein Sterben und Geborenwerden mehr und folglich auch kein Heiraten. Liebe erfährt eine ganz neue Qualität.
Sexualität und Ehe sind deswegen nicht abgewertet. Im Gegenteil: es sind Bereiche, in denen ein Mensch höchstes Glück und tiefste Erfüllung erleben kann.
Aber selbst solch schöne Erfahrungen und Höhepunkte der Lust sind vergänglich und nur ein Abklatsch gegenüber der unendlichen Fülle der Freude und der göttlichen Liebe, die uns bei der Auferstehung erwartet.
Die Liebe wird bei Gott nicht verlöschen, sondern ihre beglückende Vollendung erfahren für immer.
Frage: Wie kannst du schon heute in deinem Leben Momente erleben, die ein Gefühl der unendlichen Liebe und Erfüllung widerspiegeln?
Hier sind wir in der Zeit, dort in der Ewigkeit
Hier im Werden und Vergehen, dort in der Vollendung ohne Wandel. Die Schwierigkeit für uns, die wir hier in dieser Welt leben, ist die völlige Unvorstellbarkeit der anderen Welt. Unser Wissen reicht nur bis an die Grenze des irdischen Lebens. Drüben ist es ganz anders. Da wir nur dieses Leben kennen, können wir uns jenes nicht vorstellen.
Hier sind wir in der Zeit, dort in der Ewigkeit. Hier gibt es daher alles, was zum zeitlichen Leben notwendig ist: Nahrung, Heirat, Zeugung, Geburt, die Folge der Generationen. All das ist notwendig, damit das Leben auf dieser Erde weitergeht. Drüben ist das anders. Wo es keinen Tod mehr gibt, da fallen auch Zeugung, Geburt, Heirat weg. Wie das sein wird? Wir haben dafür keine Vergleiche.
Wir werden, so sagt Jesus, Söhne und Töchter Gottes geworden sein, wie Christus, der auch leiblich aus dem Grab auferstanden ist.
Frage: Wie verändert die Vorstellung von einem Leben jenseits von Zeit und Wandel deine Wahrnehmung deines eigenen Lebens hier und jetzt?
Vers 36 Sie sind wie Engel
Lk 20,36: Sie können nicht mehr sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
Den Engeln gleich
Die Auferstandenen, so erklärte Jesus, werden den Engeln gleich sein (Lk 20,36), also in einem Zustand leben, den wir nicht kennen.
Papst Franziskus erklärt dazu: „In Jesus schenkt Gott uns allen das ewige Leben, durch ihn haben alle die Hoffnung auf ein noch wahreres Leben als dieses. Das Leben, das Gott für uns bereitet, ist nicht einfach eine Verbesserung dieses aktuellen Lebens: Es übersteigt alles, was wir uns vorstellen können, weil Gott uns mit seiner Liebe und seinem Erbarmen immer wieder in Staunen versetzt.
Frage: Was bedeutet für mich persönlich die Hoffnung auf ein Leben, das weit über alles hinausgeht, was ich mir vorstellen kann?
Söhne und Töchter
Dort aber gehört keiner mehr einem anderen und niemand wird mehr von einem anderen besessen oder beherrscht. Wir sind dort Söhne und Töchter Gottes.
Wir werden, sagt Jesus, Engeln gleichen, die ganz und gar auf Gott ausgerichtet sind. Nichts steht mehr zwischen der Liebe Gottes und unserer Liebe zu ihm.
Unsere Liebesfähigkeit in diesem Leben ist begrenzt und brüchig. In jenem Leben werden alle Grenzen und Schranken fallen. Wir werden Gott schauen wie er ist.
Frage: Wie kannst du schon heute Momente erleben, in denen deine Liebe frei von Begrenzungen ist und dich ganz auf das Göttliche ausrichtet?
Andacht von Augustinus
Du fragst: Wie leben denn die Engel?
Dazu brauchst du nur zu wissen, dass sie nicht in der Vergänglichkeit leben. Es ist leichter, dir zu erklären, was dort nicht sein wird, als was dort sein wird.
Du fragst, was dort getan wird. Ich nehme meine Antwort aus der Heiligen Schrift: Unser ganzes Tun wird „Amen“ und „Halleluja“ sein. Und wir werden nicht damit aufhören wollen, denn dieses Amen und Halleluja werden wir nicht mit vergänglichen Tönen sprechen, sondern mit der ganzen Kraft des Geistes.
„Amen“ bedeutet „wirklich, wahr“, und „Halleluja“ heißt: „Lobt Gott!“ Es wird uns dort nichts fehlen, und deshalb werden wir ganz erfüllt sein. Darum gibt es dort, wenn man so sagen darf, ein unersättliches Erfülltsein.
Du wirst dich unersättlich an der Wahrheit sättigen, und du sagst zu dieser unausschöpflichen Wahrheit: „Amen!“ Mit ewiger Freude werden wir das Wahre schauen, denn wir sind von der Liebe zu dieser Wahrheit entflammt.
Wir werden den Herrn in Freude und Lauterkeit umarmen und ihn mit unserer ganzen Stimme loben, indem wir rufen: „Halleluja!“
Augustinus
Frage: Welche Wahrheit in deinem Leben erfüllt dich so tief, dass du sie mit einem inneren „Amen“ begrüßen könntest?
Vers 37 Mose beweist die Auferstehung
Lk 20,37: Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei dem Dornbusch, wo er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
Bezug auf die Urväter
Gott begegnet Moses im brennenden Dornbusch. Weil Mose Gott in dieser direkten Form noch nicht erlebt hat, braucht es ein Erkennungszeichen Gottes. Das Zeichen, das Gott Mose gibt, ist die Einordnung Gottes als Gott der Väter.
Indem sich Gott als Gott der Väter offenbart, zeigt er Mose: Du kennst mich, vertrau mir. So wie du jetzt, so sind auch vor dir dein Vater, Abraham, Isaak und Jakob mir begegnet – jeder auf seine eigene Weise.
Jesus macht deutlich, dass Mose mit dieser Begegnung hineingenommen wird in eine Reihe von Menschen, die Gott erkannt und bezeugt haben und mit ihm eine besondere Beziehung eingegangen sind. Diese Beziehung als Gottesbeziehung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie andauert, auch über den Tod hinaus.
Gott spricht am Dornbusch über die Glaubensväter des Moses, so als wären sie aktive Bezugspersonen. Und genau das sind sie: Sie sind lebendig.
Frage: Welche Menschen oder Erfahrungen in deinem Leben lassen dich heute die Gegenwart Gottes spüren?
An Namen gebundener Bund
Gott knüpft seinen Namen an jene, mit denen er einen Bund geschlossen hat – ein Bund, der stärker ist als der Tod. Der heilige Johannes Chrysostomus gibt zu bedenken: Der Herr freut sich nicht so sehr, wenn er ,der Gott des Himmels und der Erde‘ genannt wird als wenn er als ,der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs‘ bezeichnet wird. Diesen Bund hat Gott auch mit uns und jedem von uns geschlossen, so dass wir voller Zuversicht nicht nur sagen dürfen: Er ist unser Gott!, sondern auch: Ich gehöre Gott, und Gott gehört mir.
Frage: Wie prägt der Gedanke, dass Gott seinen Namen an dich bindet, dein persönliches Vertrauen und dein spirituelles Sein?
Andacht von Irenäus
Derjenige, der aus dem Dornbusch zu Mose sprach und sich als Gott der Väter zu erkennen gab, ist der Gott von Lebenden. Das hat unser Herr und Lehrer klar ausgesprochen.
Wenn er nämlich nicht der Gott von Toten ist, sondern von Lebenden, und wenn er der Gott der entschlafenen Väter genannt wird, dann leben sie zweifellos für Gott und sind nicht zugrunde gegangen. Denn sie sind Söhne der Auferstehung.
Die Auferstehung aber ist unser Herr selbst, wie er gesagt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Die Väter sind seine Söhne; beim Propheten heißt es ja: „Anstelle deiner Väter hast du deine Söhne bekommen.“
Christus selbst ist folglich zusammen mit dem Vater der Gott der Lebenden, der mit Mose gesprochen und sich den Vätern gezeigt hat.
Frage: Wie spürst du in deinem eigenen Leben die Gegenwart des Lebens, das niemals vergeht?
Vers 38 Gott der Lebenden
Lk 20,38: Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Für ihn sind alle lebendig.
Gott der Lebenden
An einen Gott der Lebenden zu glauben bedeutet dementsprechend, an einen Gott zu glauben, dessen Beziehungen niemals aufhören. Gott führt die Beziehung zu den Menschen fort, auch wenn die Menschen ihre irdischen Beziehungen hinter sich lassen und sterben. Der Tod ist damit keine Grenze für die Beziehung zu Gott, bei ihm bleibt man lebendig.
Frage: Wie spürst du die fortdauernde Verbindung zu etwas Größerem, auch jenseits der sichtbaren Welt?
Christus selbst ist das Leben
Das "Leben in Fülle", das dir Jesus zusagt, meint nicht ein Leben voll Gesundheit, Glück, Harmonie u.a., sondern ein Leben in, mit und durch ihn, in welchen äußeren und inneren Umständen auch immer du dich befindest – sei es Krankheit, Konflikte oder Stress.
Diese Beziehung zu ihm ist der Schlüssel zu deinem Leben. Oh Mann, wie lange hat es gebraucht, bis ich das kapierte.
Darum heißt es bei Paulus: "Der Herr richte euer Herz darauf, dass ihr Gott liebt." (2 Thess 3,5). Durch diese Beziehung erkennst du Christus immer mehr und wirst ihm ähnlicher.
Frage: Wie kannst du heute bewusst deine Beziehung zu Christus pflegen, egal welche Herausforderungen dir begegnen?
Ewiges Leben
Wenn der Horizont über den Tod hinausgeht, wird das Leben bedeutsam.
Zu wissen, dass Gott selbst garantiert, dass mit dem Tode nicht alles vorbei ist, kann so unendlich tröstlich sein, aber es stellt auch in die Verantwortung, das Leben heute im Lichte Gottes zu sehen,
weil bei ihm noch einmal alles zur Sprache kommt, was in diesem Leben gewesen ist.
Frage: Wie würde sich dein Handeln verändern, wenn du jeden Tag bewusst im Licht Gottes leben würdest?
Mehr als ein Trost
Gott ist der Gott der Lebenden. Diese Gewissheit macht auch vor dem Tod nicht halt und tritt ihn mit Füßen.
Jesus bekräftigt damit seine zentrale Botschaft: den Glauben an Ihn, der die Auferstehung ist. Dieser Glaube erfüllt für uns Menschen nicht die Funktion eines Trostpflasters, damit wir keine Angst vor dem Tod haben, sondern er ist eine reale Hoffnung auf Leben in dem, der uns voraufgegangen ist.
Trostlose Angst vor dem eigenen Tod ist daher aus christlicher Sicht keine Option. Wir werden wieder auferstehen und ein neues Leben in Gottes Gegenwart führen. Diese Gewissheit schenkt Kraft und Mut.
Es gilt aber ebenso, dieser Wahrheit Rechnung zu tragen und seinen Teil beizutragen: Denn diese Stelle macht auch deutlich, dass ein der Auferstehung würdiges Leben Voraussetzung für die Einlösung dieses Versprechens ist.
Simon Beike
Frage: Wie kann ich in meinem täglichen Leben die Gewissheit der Auferstehung spürbar werden lassen und meinem eigenen Leben tieferen Sinn verleihen?
Gespräch mit Christus
Jesus, ich merke: Wenn ich voll und ganz an die Auferstehung glaube, muss ich auch mein Leben jeden Tag darauf ausrichten. Doch muss ich immer wieder feststellen, dass diese Wahrheit im Trubel des Alltags in den Hintergrund rückt. Lass mich daher erkennen, dass du es bist, der mein Leben letztlich in der Hand hat. Hilf mir, mein Handeln und meine Überzeugungen danach auszurichten.
Vers 39-40 Schriftgelehrte loben die Antwort
Lk 20,39: Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast gut geantwortet!
Die Antwort Jesus
Wie gütig Du bist, Jesus, mit Sanftheit, Genauigkeit und Geduld auf Fragen zu antworten, die entweder boshaft oder mit wenig Respekt gestellt werden, um Dich auf die Probe zu stellen. Folgen wir dem Beispiel unseres Herrn.
Ahmen wir mit dieser unabänderlichen Geduld, diesem unabänderlichen Wohlwollen, dieser unabänderlichen Sanftheit die göttliche Güte unseres Herrn Jesus Christus nach. Dies wird uns nicht schwerfallen, wenn wir uns vergegenwärtigen, wessen wir uns immer in unseren Beziehungen mit unserem Nächsten erinnern sollten: jeder Mensch ist Teil Christi. Was wir einem der Geringsten getan haben, tun wir Jesus. Wir sollen so mit den anderen umgehen, wie Jesus es getan hat, wie er es tun würde.
Charles de Foucauld
Frage: Wie kann ich in meinem Alltag mehr von der Geduld und Güte Jesu in meinen Begegnungen mit anderen widerspiegeln?
Meister, du hast gut geantwortet
Ob einige der Sadduzäer sich wohl von Jesus haben überzeugen lassen? Haben sie ihre "Wahrheiten" beiseitegelassen, um dem zu folgen, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist? Wir wissen es nicht. Aber wir können uns fragen: Habe auch ich meine "Wahrheiten", an denen ich stur festhalte und die ich nicht von Jesus hinterfragen lasse?
"Wahrheiten" über mich selbst, über mein Image, über meine Unfähigkeit?
"Wahrheiten" über meinen Nächsten, meinen Nachbarn, meinen Bruder? Vielleicht sogar über Gott?
Magda Sczuka
Frage: Welche meiner eigenen "Wahrheiten" könnte ich heute loslassen, um dem Weg der Liebe und des Vertrauens zu folgen?
Lk 20,40: Und sie getrauten sich nicht mehr, ihn etwas zu fragen.