Mt 20, 20-28 Dienen statt Herrschen

Vers 20 Bitte der Zebedäus-Mutter

Mt 20,20: ‭Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten.

Vers 21 Thronplätze erbeten

Mt 20,21: ‭Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, dass diese meine beiden Söhne einer zu deiner Rechten, der andere zur Linken sitzen sollen in deinem Reich!

Was willst du?

Die Bitte der Mutter des Jakobus und Johannes drückt eine Sehnsucht aus, die die meisten von uns im Herzen tragen: Sehnsucht nach Größe, nach Bedeutung, nach Wertschätzung.

Es scheint, dass Gott selbst sie uns ins Herz gelegt hat, als er uns als sein Abbild schuf. Wir spüren, dass sich in uns ein größeres Geheimnis verbirgt als in den Tieren, Pflanzen und Dingen, die uns umgeben.

Und wer wenig in seiner Würde bestätigt worden ist, schreit oft durch sein Leben und Handeln umso mehr danach.

Der Ärger der anderen Jünger zeigt nur, dass sie sich eigentlich genau dasselbe gewünscht hätten.

Johanna von Siemens

Frage: Welche Sehnsucht in mir spiegelt das größere Geheimnis wider, das in mir verborgen ist?

Zur Frage der Mutter

Jede Mutter wünscht das Beste für ihre Kinder. Daher ist es nachvollziehbar, dass die Mutter von Jakobus und Johannes zu Jesus kommt und ihn bittet: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen! (Mt 20,21).

Gleichzeitig überrascht diese Bitte, weil sie im Widerspruch zu dem steht, was der Messias die Apostel von Anfang an gelehrt hat. Kein Wunder also, dass die anderen zehn Apostel empört reagierten – auch wenn sie tief in ihrem Herzen vielleicht denselben Wunsch hegten.

Frage: Welche Wünsche für meine Liebsten könnten im Widerspruch zu einem größeren, spirituellen Plan stehen, und wie kann ich lernen, sie dennoch loszulassen?

Jesus lädt mich ein, zu bitten

Im Gebet wartet er auf mich und er hört jede meiner Bitten. Die Bitte von Jakobus und Johannes ist verständlich. Sie wollen in der Ewigkeit ganz nah bei ihm sein. Sehne ich mich ebenso nach dieser Nähe Jesu?

Das Motiv der beiden Jünger ist allerdings auch zweifelhaft. Die Jünger streben nach oben – nach Macht, nach Ehre. Mit ihrer Bitte offenbaren sie, dass sie den Kern der Sendung Jesu noch nicht verstanden haben. Denn Gott geht den Weg nach unten.

Im Alten Testament sucht er sich ein kleines, schwaches Volk aus. Dieser Weg Gottes nach unten verwirklicht sich in einmaliger Weise, indem er Mensch wird in Jesus Christus.

Frage: Wo in meinem Leben darf ich Gottes Weg nach unten erkennen und ihm vertrauen, anstatt nur nach oben zu streben?

Vers 22 Kelch des Leidens

Mt 20,22: Jesus entgegnete: Ihr wisst ja gar nicht, was ihr euch da wünscht! Denn auf mich wartet schweres Leid. Meint ihr, ihr könnt den bitteren Kelch trinken, so wie ich es tun muss? Ja, das können wir!, antworteten sie.

Ihr wißt nicht, um was ihr bittet

Jesus macht mir bewusst, dass mir manchmal nicht bis zuletzt klar ist, um was ich eigentlich bitte. Ich sehe nur eine Seite der Wirklichkeit, meine Bedürfnisse. Er kennt die andere Seite, den Willen des Vaters, der das wünscht, was wirklich gut für mich ist. Glaube ich daran, dass er am besten weiß, was für mich gut ist?

Im Bild des Kelchs weist Jesus nun auf sein Todesschicksal hin. Im Brustton der Überzeugung beteuern Jakobus und Johannes, dass sie ebenso diesen Kelch trinken können. Aber verstanden haben sie nichts! Nicht mit Ehrenplätzen müssen diejenigen rechnen, die sich in die Nachfolge Jesu begeben, sondern mit hineingenommen zu werden in die Passion.

Ich weiß nicht, was mein Kelch von Erfahrungen sein wird, den ich in diesem Leben trinken werde. Im eifrigen Gebet bitte ich Jesus, dass ich mit Liebe alles annehmen kann, was er jeden Tag für mich vorbereitet.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus Deiner guten und geliebten Hand. Bonhoeffer

Frage: Wie kann ich heute dem Kelch meines Lebens mit Vertrauen und Dankbarkeit begegnen, auch wenn er schwer erscheint?

Ihr wisst nicht, um was ihr bittet

Nicht nur als Kinder wissen wir oft nicht, was wir wirklich benötigen, sodass wir in diesem Sinne immer Kinder vor dem Herrn bleiben. Umso besser, dass wir einen Herrn haben, der weiß, was gut ist. Er weiß es und möchte uns beschenken.

Viele Geschenke kann uns Gott aber nur dann geben, wenn wir bereit sind, sie anzunehmen, ja, sie überhaupt wahrzunehmen. Entspricht meine Gebetshaltung dem Wort Jesu: "Ihr wisst nicht, worum ihr bittet."? Oder komme ich zu Gott nur mit konkreten Bitten, ohne erst im Gebet geklärt zu haben, worum ich bitten sollte, ohne Offenheit dafür, dass er vielleicht etwas Anderes möchte, etwas Besseres?

Frage: Bin ich wirklich offen dafür, Gottes Geschenke in ihrer tiefsten Form zu empfangen, auch wenn sie anders aussehen, als ich es mir vorstelle?

Der Kelch Jesu

Mit viel Geduld erklärt Jesus der Familie des Zebedäus, dass Nähe zu ihm bedeutet, den Kelch zu trinken, den er trinkt, das heißt im Klartext: mit ihm zu leiden.

Nähe zu Jesus bedeutet offenbar nicht, eine "ehrenvolle" Position zu erlangen.

Nähe zu Jesus bedeutet offenbar, sich ganz dem Vater zu überlassen.

Wie geht es mir damit? Kann ich mich dem Vater ganz überantworten oder versuche ich doch noch, irgendwie die Kontrolle zu behalten?

Dorit Wilke-Lopez

Frage: Woran merke ich, dass ich bereit bin, mein Leben wirklich dem Fluss des Göttlichen anzuvertrauen?

Vers 23 Bestimmung durch Gott

Mt 20:23: Darauf erwiderte ihnen Jesus: Ihr werdet tatsächlich so wie ich leiden müssen, aber trotzdem kann ich nicht bestimmen, wer einmal die Plätze rechts und links neben mir einnehmen wird. Das hat bereits mein Vater entschieden.

Mt 20,23: Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu vergeben steht mir nicht zu, sondern ist für die, denen es bereitet ist von meinem Vater.

Zur Demut

Wer aufrichtige Demut lernen will, sollte Jesu Leiden erwägen. Wenn ich Jesu Leiden betrachte, wird mir vieles klarer, was ich vorher nicht begreifen konnte.

Ich will dir ähnlich sein, Jesus, dir, dem Gekreuzigten, dem Geschundenen, dem Gedemütigten. Jesus, bilde mein Herz nach deinem Herzen, verwandle es in dein eigenes Herz, damit ich die Nöte anderer Herzen spüre, besonders der Leidenden und Traurigen.

Mögen die Strahlen der Barmherzigkeit in meinem Herzen ruhen, Taten der Barmherzigkeit, die aus seiner Liebe zu mir hervorgehen. Barmherzigkeit erweise immer und überall deinem Nächsten.

Meinen Kelch trinken bedeutet, an Jesu Leidensweg für die Erlösung der Welt teilzuhaben, ein Dienst, der uns zur höchsten Höhe seines Reiches führt.

Frage: Welche kleinen oder großen Wege der Barmherzigkeit kannst du heute gehen, um das Herz Jesu in dir lebendig werden zu lassen?

Vers 24 Unmut der Zehn

Mt 20,24: Die anderen zehn Jünger hatten das Gespräch mit angehört und waren empört.

Die Empörung der anderen Jünger

Geltungsdrang und Machtstreben einerseits, Neid und Eifersucht andererseits. Wie menschlich es doch schon bei denen zuging, die zum engsten Kreis Jesus gehörten. Diese Bibelstelle ist uns zur Mahnung gegeben, nicht der Mode dieser Welt nachzugeben, die darin besteht, sich über andere zu erhöhen.

Ich schaue auf mein Verhalten bei Begegnungen mit Nahestehenden und während den täglichen Beschäftigungen. Was überwiegt bei mir: die Haltung der Herzlichkeit und des Dienstes oder der Rivalisierung und des Drehens um sich selbst?

Wie kann ich eine goldene Krone tragen, wenn der Herr eine Dornenkrone trägt? Elisabeth von Thüringen

Frage: In welchen Momenten meines Alltags kann ich bewusst wählen, aus Herzlichkeit statt aus Konkurrenz zu handeln?

Vers 25 Herrschaftsform der Welt

Mt 20,25: ‭Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.‭

Andacht zu Matthäus 20,25

Jesus kennt die Welt, wie sie ist: Macht wird oft missbraucht. Menschen setzen sich durch, herrschen, manipulieren, lassen andere spüren, wer "oben" ist.

Doch mitten in diese Realität spricht Jesus eine andere Wahrheit: Bei euch soll es nicht so sein.

Er ruft uns heraus, Macht nicht zu nutzen, um zu dominieren, sondern um zu dienen. Im Alltag bedeutet das: nicht ausnutzen, sondern aufrichten. Nicht zuerst fragen: „Was bringt es mir?“, sondern: „Was braucht der andere?“

Wenn wir so leben, wird Jesu Reich spürbar – mitten in einer Welt voller Ellenbogen.

Frage: Wo kann ich heute meine Kraft dazu einsetzen, anderen zu dienen statt mich durchzusetzen?

Vers 26 Größe durch Dienst

Mt 20,26: Aber so darf es bei euch nicht sein. Im Gegenteil: Wer groß sein will, der soll den anderen dienen.

Christus hat den letzten Platz in der Welt eingenommen

Das Kreuz und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. Darin folgen wir ihm.

Das rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem anderen gegenüber. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, dass gerade so auch ihm selber geholfen wird und dass es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade.

Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen. Denn er erkennt, dass er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist, und in Demut das andere dem Herrn überlassen.

Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt.

Frage: Wie kann ich in meinem täglichen Handeln Demut leben und Gott die Führung überlassen, ohne den Mut zum Dienen zu verlieren?

Diener sein & Sich zum Diener machen

„Dienen“ hat keinen guten Ruf, klingt nach Unterordnung, nach Tätigkeiten, die ein anderer nicht machen möchte. Und genau das ist es auch – und es ist genau das, was Jesus selbst tut.

Er wird beim Abendmahl den Jüngern die Füße waschen…, und er wird sich für meine Erlösung dem Spott, der Folter und dem Tod übergeben. Er müsste nicht, aber er tut es.

Und ich: Kann ich Diener sein, einfach weil es richtig ist? Versuche ich, Diensten aus dem Weg zu gehen, weil sie „unter meiner Würde“ sein könnten? Gerade (aber nicht nur) als Mann: Versuche ich zu herrschen, oder ertrage ich es, zu dienen (meiner Familie, meiner Gemeinde, meinen Kollegen…)?

Frage: Wo erlebe ich in meinem Leben, dass echtes Dienen zur tiefsten Form von Liebe wird?

Selig sind die, die dienen

Christus lädt uns ein, zu dienen. Ein Diener für andere zu sein, fällt uns nicht leicht, weil es bedeutet, dass man demütig sein muss. Es war auch nicht einfach für Christus. Sein Ansporn war, uns zu lieben und uns zu erlösen.

Dienst an anderen ist ein Segen, weil wir dadurch lieben können – auch in Situationen, in denen sich unsere Leidenschaften nicht unterwerfen lassen wollen und wir uns vor dem Dienst an anderen am liebsten drücken möchten.

Die Liebe verwandelt unsere Welt; sie verwandelt unser Herz und macht es der Gnade Gottes möglich, uns in der Tiefe unserer Seele zu berühren. Wenn wir als Beweggrund für das Dienen die Liebe für die Menschen haben, wird jede Gelegenheit des Dienens zum Segen. Dem Segen nämlich, wie der Herr zu leben, der kam, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben für uns hinzugeben.

Todd Belardi

Frage: Wo ruft mich Christus heute dazu auf, in Liebe zu dienen – auch dort, wo es mich Überwindung kostet?

Andacht von Pfarrer von Ars

Wie schön ist es und wie groß, Gott zu kennen und ihm zu dienen! Wir haben nichts weiter als dies zu tun auf der Welt. Alles, was wir sonst noch machen, ist verlorene Zeit.

Mögt ihr suchen, in jeglichem Wohlstand und Vergnügen, ihr werdet euer Glück nicht finden. Die ganze Erde kann eine unsterbliche Seele ebenso wenig zufriedenstellen, wie ein Fingerhut voll Mehl einen Hungernden sättigen kann.

Der liebe Gott hat uns auf die Erde gestellt, um zu sehen, wie wir uns hier bewähren. Wenn wir das bedenken, wenden wir stets unseren Blick dem Himmel zu, unserer wirklichen Heimat.

Wodurch wird das religiöse Leben so verdienstvoll? Durch den fortwährenden Verzicht, diesen Tod des eigenen Ich.

Frage: Wie gelingt es mir, im Alltag meinen Blick immer wieder dem Himmel zuzuwenden und mein Ich in Liebe zu verwandeln?

​Vers 27 Erster als Sklave

Mt 20,27: Wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.

Mt 20:27: Wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.

Mt 20:27: Wer unter euch der Erste sein will, soll zum Dienst an den anderen bereit sein.

Weg des Dienens

Jesus zeigt mir den Weg des Evangeliums, der in den Himmel führt. Es ist der Weg des Dienens, frei von ungesunder Rivalisierung und Selbsterhöhung.

Der Christ ist dazu berufen, wie ein Knecht zu werden, indem er den Spuren Jesu folgt, das heißt sein Leben freigebig und absichtslos für die anderen hin zu geben. Nicht die Suche nach Macht und Erfolg, sondern die demütige Selbsthingabe muß jede unserer Handlungen und jedes unserer Worte kennzeichnen.

Die wahre christliche Größe, das Profil des Christen, zeigt sich in dienender Liebe und liebender Hingabe. Man kommt Gott nicht näher, indem man dem Menschen fernrückt. Wofür hat er uns die Liebe geschenkt!

Frage: Wie kann ich heute ganz konkret die dienende Liebe leben, zu der Jesus mich ruft?

Wer groß sein will, der soll euer Diener sein

Jesus lädt die Apostel zur Umkehr und zum Umdenken ein. Er schlägt ihnen den Weg des Dienens als Weg seiner Nachfolge vor.

Die Apostel suchen den ersten Platz, doch Jesus zeigt ihnen, dass Dienen nach seinem Beispiel ein Schlüssel zur echten Freude ist. Die Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes, der unser Herz ganz erfüllen kann.

Gott gibt jeden Tag so viele Gelegenheiten, dieses Wort zu leben, dass ich nicht auf eine "besondere" Gelegenheit an einem "besonderen" Tag warten muss. Um meinen Glauben zu leben, um in seine Fußstapfen zu treten und den Weg des demütigenden Dienens zu gehen, muss ich nur aufmerksam sein.

Frage: Wie kann ich im Alltag bewusster wahrnehmen, wo Jesus mich heute zum Dienen ruft und mich dadurch tiefer mit seiner Freude verbinden?

Die Macht des Dienstes

Den Worten Jesu kann man eine weitere Lektion entnehmen. Macht ist an sich nichts Schlechtes. Schlecht wird sie erst, wenn man sie falsch nutzt, indem man andere unterdrückt und ausnutzt.

Mit dienen und Sklave sein meint Jesus also nicht, dass wir möglichst klein, unscheinbar und ungefährlich sein sollten. Es geht um eine innere Haltung, mit der man die Talente, die man erhalten hat, nutzt und entfaltet, um anderen zu helfen.

Wenn wir diese Einstellung des Dienstes gefestigt haben, können wir auch Verantwortung übernehmen und zum Lösegeld für viele werden. Denn ein hingebungsvolles und in Gott verankertes Herz verändert die Mitmenschen.

Mathias Reimer

Frage: Wie kann ich meine eigenen Gaben so einsetzen, dass sie anderen dienen und zugleich meine Verbindung zu Gott vertiefen?

Vers 28 Menschensohn als Diener

Mt 20,28: Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen. Er kam, um zu dienen.

Auch der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen.

Jesus kann in voller Freiheit sein Leben ganz in unseren Dienst stellen – bis zum Tod –, weil er sich vollkommen vom Vater geliebt weiß.

Er braucht niemandem seinen Wert und seine Würde zu beweisen, da er sich ihrer absolut sicher ist.

Auch wir können erst dann in Freiheit und Freude dienen, wenn wir entdecken, dass wir in Gottes Augen unendlich wertvoll sind: Unser Wert ist so groß wie das Leben des Gottessohnes selbst, der sich für uns hingegeben hat.

Johanna von Siemens

Frage: Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn ich wirklich glaubte, dass mein Wert in Gottes Liebe vollkommen geborgen ist?

Dienen und darin sich selbst geben

Sein nicht für sich, sondern für die anderen von Gott her und auf Gott hin: Das ist der tiefste Kern der Sendung Jesu Christi.

Auf seine Sendung und sein Beispiel verweisend verkündet Jesus diese seine Worte als göttlichen Willen. Er hat uns ein Beispiel gegeben. Er ist uns den Weg vorausgegangen.

Obwohl er Gott ist, ja gerade weil er von seiner Gottheit dazu gedrängt wird, hat er Knechtsgestalt angenommen. Sein Priestertum ist nicht Herrschaft, sondern Dienst. Er ruft uns, ihm zu folgen.

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben dem Beispiel Jesu folgen, indem ich diene statt zu herrschen?