Mt 17, 22-23 Zweite Leidensankündigung

Vers 22 Zweite Leidensankündigung

Mt 17,22: ‭Als sie nun ihren Weg durch Galiläa nahmen, sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden,

Mt 17:22: Als Jesus mit seinen Jüngern in Galiläa zusammen war, sagte er zu ihnen: Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen gegeben werden.

Zusammen mit Jesus

Matthäus spricht davon, dass Jesus und seine Jünger in jener Zeit in Galiläa zusammen waren (Mt 17,22). Es mag banal erscheinen, aber die Erwähnung, dass sie zusammen waren, zeigt uns, dass der Evangelist uns auf die Nähe von Christus hinweisen will.

Später öffnet er ihnen sein Herz und spricht über seinen Weg des Leidens, des Todes und der Auferstehung, das heißt, über etwas, das er tief in sich trägt und nicht denen, die er so sehr liebt, verheimlichen will.

Frage: In welchen Momenten meines Lebens spüre ich die Gegenwart von Liebe oder Nähe, die tief in mir getragen wird?

Vers 23 Trauer der Jünger

Mt 17,23: ‭und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt.

Sie werden ihn töten

Trauer der Apostel. Jesus sagt seinen Tod voraus, und die Apostel, die nicht verstehen, was „auferstehen am dritten Tage” bedeutet, werden von Traurigkeit übermannt. Was könnte menschlicher, natürlicher sein?

Der Gedanke, einen Freund zu verlieren, ist hart; der Gedanke, Christus zu verlieren, ist verheerend. Wir, die wir die ganze Geschichte kennen, wissen, dass wir Christus durch den Tod nicht verlieren können. Aber wir können ihn durch die Sünde verlieren ‐ daran sollten wir stets denken, denn Christus auf diese Weise zu verlieren wäre der größte denkbare Schmerz.

Frage: In welchen Momenten spüre ich die Nähe oder Entfernung Christi in meinem eigenen Leben, und was kann ich tun, um ihn nicht zu verlieren?

Aber am dritten Tag wird er auferstehen

Jesus erklärt den Jüngern, dass er sterben wird, dass das Kreuz Teil seines Lebens sein wird. Wie der Vater ihm nichts vorenthält, enthält Jesus den Jüngern auch nichts vor. Er will sie in das Mysterium des Kreuzes einführen.

Das Kreuz, das ein Durchgang zum Leben ist, ja zum Leben führt. Aber seine Augen sind nicht auf das Kreuz gerichtet, sondern auf die Auferstehung. "Aber am dritten Tag wird er auferstehen."

Dazu ist er gekommen, um den Menschen Heil zu bringen, um den Tod zu besiegen, von dem wir uns selbst nicht befreien können. Jesus wird die Tür des Himmels wieder für alle öffnen. Er ist gekommen, um uns dieses ewige Leben zu bringen, um uns zu seinen Kindern zu machen.

Darauf schaut er und nicht darauf, wie hoch der Preis ist, den er dafür zu bezahlen hat.

Melanie Zoll

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben das Vertrauen auf die Auferstehung spüren, selbst wenn ich schwere „Kreuze“ tragen muss?

Ankündigung der Auferstehung

Durch die Auferstehung hat der Herr Jesus sich als Sohn Gottes in Kraft dem Geist der Heiligkeit nach erwiesen. Zugleich ist die Auferweckung die Antwort Gottes auf sein vollkommenes Werk am Kreuz.

Gott hat Ihn auferweckt. Die Auferweckung offenbart, dass Gott dieses Werk angenommen hat und auf dieser Grundlage den rechtfertigt, der an den Herrn Jesus als Retter glaubt.

So ist sie Gottes Antwort auf das Schreien und die Tränen des Herrn in seinen Leiden.

Frage: Wie spürst du die Gegenwart Gottes in den Momenten, in denen du Trost oder Bestätigung suchst?