Mt 5, 17-37 Erfüllung des Gesetzes

Vers 17 Gesetz und Propheten

Mt 5,17: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!

Andacht für dein Leben

  • Erfüllung des Gesetzes: Jesus sagt, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz abzuschaffen, sondern es zu erfüllen. Er lebt das Gesetz perfekt und zeigt dir, wie du es im Alltag leben kannst.
  • Bleibe nicht nur bei den Buchstaben des Gesetzes: Es geht um mehr als Regeln. Jesus fordert dich auf, das Herz des Gesetzes zu verstehen und in Liebe zu leben.

Das Gesetz erfüllen

Erfüllung: Im ganzen Alten Testament, das beschreibt, wie im Lauf der großen Erlösungsgeschichte der Herr sein Volk führt, finden sich viele Hinweise und Prophezeiungen über den Messias; und sie alle gehen in Jesus in Erfüllung. Er macht alles neu, doch hebt er dadurch das Alte nicht auf, vielmehr vervollkommnet er es.

Jesus erfüllte das Gesetz

Das Gesetz, die fünf Bücher Mose im Wesentlichen und die prophetischen Bücher, wie Jesaja oder Ezechiel, nehmen bei den Juden die zentrale Stellung ein.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten kritisierten Jesus hart, weil sie meinten, dass seine Lehre gegen das Gesetz verstoße. Damit verunsicherten sie die Jünger, die mehr oder weniger gesetzestreue Juden waren.

Doch Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass er gekommen sei, das Gesetz und die Propheten zu erfüllen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer hielten dies für eine Anmaßung und Gotteslästerung.

Doch Jesus bewies durch seinen Tod und seine Auferstehung, dass die gesamte Schrift über ihn sprach und er sie in ihrem wörtlichen und geistlichen Sinn erfüllte.

Anton Stehmer

Frage: Wie spürst du in deinem eigenen Leben die Erfüllung von etwas, das größer ist als du selbst, und wie könnte dies deine Sicht auf das Gesetz oder die geistigen Wege verändern?

Worte der goldenen Perle

Christus erfüllte daher die Propheten, indem er Alles erfüllte, was durch sie von ihm gesagt worden war; das Gesetz aber, zuerst, indem er keine Vorschrift von dem Gesetze übertrat, zweitens, indem er durch den Glauben rechtfertigte, was das Gesetz durch den Buchstaben nicht zu tun vermochte. Goldene Perle

Jesus erfüllt das Gesetz und die Propheten, und sie weisen auf ihn hin, und er ist ihre Erfüllung. Karson

Christus, die Erfüllung des Gesetzes und der Propheten

Wenn ich das Evangelium lese und darin Zeugnisse aus dem Gesetz oder den Propheten finde, betrachte ich nur Christus. Mit Mose oder den Propheten habe ich mich nur in der Absicht befasst, zu verstehen, was sie über Christus sagen.

Denn letzten Endes, wenn ich in den Lichtglanz Christi eintreten werde und sozusagen das strahlende Licht der Sonne erblicke, dann kann ich das Licht einer Lampe nicht mehr wahrnehmen. Wenn wir bei hellem Tageslicht eine Lampe anzünden – kann sie dann etwa leuchten? Wenn die Sonne aufgeht, verblasst das Licht der Lampe. Ebenso verblassen das Gesetz und die Propheten völlig, wenn Christus gegenwärtig ist.

Ich will den Ruhm des Gesetzes und der Propheten nicht im Geringsten schmälern, im Gegenteil: Ich lobe sie, weil sie Christus angekündigt haben. Aber wenn ich das Gesetz und die Propheten lese, ist es nicht mein Ziel, mich an diese zu halten, sondern durch das Gesetz und die Propheten zu Christus zu gelangen.

Hieronymus

Frage: Welche „Lichter“ in deinem Leben dienen dir noch als Orientierung, und wo spürst du die Gegenwart, die alles überstrahlt?

Jesus erfüllt das Gesetz und die Propheten

Die drei Hauptteile der hebräischen heiligen Schrift, in etwa unseres heutigen Alten Testamentes, sind das Gesetz (Tora), die Propheten (Nevi'im) und die anderen Schriften, die mit den Psalmen beginnen (Ketuvim).

Jesus erklärt den Elf und den anderen versammelten Jüngern nach seiner Auferstehung, dass alles in Erfüllung gehen musste, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über ihn gesagt worden ist.

Achten wir einmal in der heiligen Messe und auch sonst beim Lesen in der Heiligen Schrift darauf, wie bereits im Alten Testament – häufig verborgen und verschlüsselt und dabei so tiefgründig – von Jesus gesprochen wird, wie der Heilsplan Gottes sich langsam entfaltet und letztlich in Jesus seine Erfüllung findet.

Sabine Schmidt

Frage: Welche versteckten Hinweise oder Botschaften in deinem Leben könnten dich heute an die Gegenwart Gottes erinnern?

Vers 18 Dauerhaftigkeit des Gesetzes

Mt 5,18: Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Denn wahrlich, ich sage euch

Jesus spricht zu seinen Jüngern.

Wie Jesus damals zu seinen Jüngern gesprochen hat, so will er heute zu mir sprechen – in vertrauter Art und Weise, über das, was ihm wichtig ist, über das, was für mich und für mein Leben wichtig ist.

Ich möchte ihm das zutrauen, ihm vertrauen, dass diese Worte, die er heute durch sein Evangelium zu mir spricht, mich persönlich betreffen, mich berühren und mich und mein Leben verändern können – langsam und unmerklich, manchmal auch sofort und spürbar, so wie er möchte.

Frage: Welche Worte von Jesus könnten heute mein Herz besonders berühren und mein Leben auf neue Weise verändern?

Himmel und Erde werden vergehen

Wir leben nicht in der endgültigen Welt. Es ist gut, dass der Herr mich daran erinnert, dass wir hier auf Erden nur Pilger sind.

Eine gemütliche Wohnung, eine gute Arbeitsstelle, Freunde und meine Familie könnten "Sicherheiten" sein, die mein Pilgern in dieser Welt bequemer machen. Auch die überall gewünschte Gesundheit spielt vielleicht eine zu große Rolle.

Oder auch: Unter welchem Aspekt interessiert mich als Christ eine Pandemie? Oder Naturkatastrophen?

Wenn ich wirklich mit meinem Glauben im Herrn verankert bin und zu jedem Zeitpunkt die Liebe zu Gott und den Mitmenschen leidenschaftlich lebe, werden mich auch außergewöhnliche Ereignisse letztlich nicht im Innersten beunruhigen. Es sind dann alles Stationen auf dem Weg hin zu unserem Herrn.

Ilka Haiberger

Frage: Welche inneren "Sicherheiten" halte ich vielleicht zu fest, und wie kann ich lernen, mein Herz freier auf den Weg zu Gott auszurichten?

Das Gesetz wird nicht vergehen

Das Gesetz – die Grundgebote, also die 10 Gebote – werden nicht vergehen. Sie können nicht vergehen. Warum: weil sie der Natur des Menschen entsprechen; weil sie in sein Wesen eingeschrieben sind.

Daher wird dieses Gesetz auch natürliches Sittengesetz genannt – weil es zu unserer Natur als Mensch gehört und wir es mit unserer Vernunft erkennen können.

Es wird niemals gut sein, einen unschuldigen Menschen zu töten oder zu quälen. Es wird niemals gut sein, jemanden durch Unwahrheit hinter das Licht zu führen. Es wird niemals gut sein, den Besitz eines anderen mutwillig zu rauben oder zu zerstören. Es wird niemals gut sein, eine gültig und freiwillig geschlossene Ehe aufzulösen…

Insofern wird das Gesetz nicht vergehen!
Klaus Einsle

Frage: In welchen Momenten meines Lebens habe ich die Kraft des natürlichen Sittengesetzes gespürt, und wie kann ich dieser inneren Stimme heute mehr Raum geben?

Vers 19 Gebotstreue & Himmelreich

Mt 5,19: Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.

Mt 5,19: ‭Wer sich aber nach Gottes Geboten richtet und sie anderen weitersagt, der wird in Gottes himmlischem Reich großes Ansehen haben.

Liebesgebot

Gibt es nun ein Gebot, das der Herr seinen Jüngern häufiger ans Herz legte, als das Gebot, einander so zu lieben, wie er selbst seine Jünger geliebt hat (vgl. Joh 13,34; 15,12)?

Findet sich unter seinen Empfehlungen, deren Befolgung zum Heil führen, und unter seinen göttlichen Weisungen ein Gebot, dessen Bewahrung und Beachtung wichtiger wäre?

Frage: Wie kann ich die Liebe, die Christus seinen Jüngern schenkte, heute in meinem eigenen Leben und Handeln sichtbar werden lassen?

Die Gebote halten und lehren

In den letzten zwei Sätzen betont Jesus die Wichtigkeit der Gebote. Er bekräftigt, dass man sie halten soll. Auch für uns heute sind die zehn Gebote lebenswichtig.

Die ersten drei Gebote sprechen von den Pflichten gegenüber Gott, die restlichen sieben von den Pflichten gegenüber unseren Mitmenschen.

Und Jesus setzt noch eins drauf: Wir sollen diese Gebote auch anderen vermitteln. Das trifft besonders auf die Eltern und Lehrer zu. Gerade heute, wo so viele Menschen nach einem Sinn im Leben, nach Gott suchen, wird unser Zeugnis für sie zu einem guten Wegweiser.

Daniel Weber

Frage: Wie kann ich heute durch mein eigenes Handeln und meine Worte ein lebendiges Zeugnis der Gebote für andere sein?

Gottes Gebote

Die 10 Gebote sind schwer wiegende Übertretungen, aber leicht zu definieren, weil sie sich auf äußere Handlungen beziehen, wie zum Beispiel nicht töten oder nicht die Ehe brechen.

Gottes Gebote sind jedoch nicht „nur“ die 10 Gebote, sondern vor allem auch die Gebote Christi, die er uns selbst im Evangelium gegeben hat. Die Gebote Christi sind feinsinniger als die 10 Gebote und aus diesem Grund auch schwerer einzuhalten. Zum Beispiel sollen wir keinen Ärger zeigen, in unserem Herzen nicht sündigen, unseren Feinden vergeben – und im Zentrum steht natürlich: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.

Wir werden an diesem Gebot immer wieder scheitern. Ich würde sogar noch weiter gehen: Wir werden immer an diesem Gebot scheitern. Können wir wirklich einander so lieben, wie Jesus uns liebt? Ich glaube nicht.

Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß, und er nimmt uns in dieser Schwachheit an. Gott sei Dank!

Frage: Wo spüre ich in meinem Leben die Einladung, Liebe zu leben, die über äußere Handlungen hinausgeht?

Groß sein im Himmelreich

Der Mensch hat die Sehnsucht, groß zu sein. In dieser Bibelstelle bestätigt Jesus, dass diese Sehnsucht gut ist, indem er uns motiviert, wahre Größe zu suchen.

Oft aber suchen wir Größe in äußerlichen, vermeintlich großen und wichtigen Dingen, wie Erfolg, Anerkennung und Reichtum. Sogar in der Natur ist es aber so, dass die wirklich großen Dinge (Berge, Planeten, Galaxien…) viel stiller sind als die kleinen hektischen Themen des Alltags. Man braucht Stille und Zeit, um sie zu entdecken.

Wenn nun aber die geistlichen Dinge (Himmel, Seele, Gott) noch größer sind, wie viel mehr Stille und Zeit benötigen wir dann, um diese zu entdecken und zu erforschen!

Frage: Welche Räume der Stille kann ich in meinem Alltag bewusst schaffen, um die Größe der geistlichen Welt tiefer zu erfahren?

Vers 20 Bessere Gerechtigkeit

Mt 5,20: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäernicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

Zu unserem Werken

Du und ich, wir tun bestimmt täglich das ein oder andere gute kleine oder große Werk, die sog. gute Tat bei der Arbeit, in der Familie oder sonstwo. Unser Salz- und Lichtsein durch ihn rückt aber diese Werke ins rechte Licht: Er wirkt durch uns in dieser Welt, wir vollbringen gute Werke, die er für uns vorbereitet hat.

Keines unserer Werke macht uns vor Gott gerecht. Wir sind vor Gott gerecht durch Jesus Christus! In ihm übertreffen wir weit jegliche menschliche Gerechtigkeit.

Das Besondere an dieser Gerechtigkeit ist, dass zwischen uns und den Forderungen des Gesetzes die Person Jesu steht. Er selbst als der Gekreuzigte ist die vollkommene Erfüllung des Gesetzes. Hüten wir uns davor, uns auf unsere guten Taten etwas einzubilden. Lob und Ehre allein für Christus!

Frage: Wie kann ich heute bewusst zulassen, dass Christus durch meine Taten wirkt, ohne mich selbst in den Vordergrund zu stellen?

Andacht von Beate Scheilen

Die Pharisäer hatten den löblichen Vorsatz, gottgefällig zu leben. Darum nahmen sie die Gebote sehr ernst und beachteten genauestens das umfangreiche Regelwerk der Thora.

Wie kann man das denn noch steigern? Nur mit einer ganz anderen Vorstellung von „Gerechtigkeit“. Kein Mensch kann aus sich selbst heraus „gerecht“ sein, denn wir alle tragen noch die Folgen der Erbsünde in uns.

In jedem Herzen sitzen lieblose Gedanken und egozentrische Neigungen; nur merken wir das oft selber nicht.

Frage: Welche inneren Muster oder Gedanken in mir könnte ich heute erkennen und liebevoll transformieren, um näher an wahre Gerechtigkeit und Mitgefühl zu kommen?

Eine größere Gerechtigkeit

Pharisäer und Schriftgelehrte haben den Bund ernst genommen. Vom auserwählten Volk wurde erwartet, dass es zahlreiche Gebote und Verbote beachtet. Die Pharisäer, wie sie im Evangelium geschildert sind, bemühten sich, sie zu erfüllen.

Einerseits ist es bestimmt lobenswert, was sie taten, andererseits aber entstanden gerade zwischen ihnen und dem Herrn oft solche Spannungen. Jesus hat versucht, sie darauf aufmerksam zu machen, dass eine rein äußerliche Erfüllung des Gesetzes nicht der Weg zur Gerechtigkeit oder zur Erfüllung des Bundes ist.

Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben zwischen äußerlicher Pflichterfüllung und innerer, aufrichtiger Verbindung zu Gott unterscheiden?

Vers 21 Das Gebot: Nicht töten

Mt 5,21: ‭Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten!, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein.

Du sollst nicht töten

In Matthäus 5,21 erinnert Jesus an das Gebot „Du sollst nicht töten“ (2. Mose 20,13) und die daraus resultierende Gerichtsbarkeit.

Doch er vertieft das Gebot: Nicht nur die Tat des Mordes, sondern schon zornige Gedanken und abwertende Worte („Racha“ – Narr) sind vor Gott verwerflich.

Jesus zeigt, dass die Gerechtigkeit nicht nur äußerlich, sondern im Herzen beginnen muss. Er fordert seine Jünger auf, Konflikte frühzeitig zu lösen, um nicht ins göttliche Gericht zu geraten.

Diese Radikalisierung des Gebots verdeutlicht den hohen moralischen Maßstab des Reiches Gottes und die Notwendigkeit von Versöhnung.

Jesu Worte rufen zur inneren Umkehr auf, sodass Liebe und Frieden anstelle von Hass und Zorn herrschen.

Frage: Welche inneren Gedanken oder Einstellungen darfst du heute loslassen, um mehr Frieden und Versöhnung in deinem Herzen zu erfahren?

Vers 22 Zorn & Gericht

‭Mt 5,22: ‭Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.

Mt 5,22: Ich aber sage euch:Jeder, der auf seinen Bruder zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf, der gehört vor den Hohen Rat. Und wer zu ihm sagt: Du Idiot, der gehört ins Feuer der Hölle.

Andacht für dein Leben

  • Du bist in Gefahr, wenn du deinen Mitmenschen wütend und unversöhnlich begegnest. Diese Haltung kann Beziehungen zerstören und dich von anderen Menschen entfremden.
  • Auch das Verurteilen und Beleidigen anderer hat schwerwiegende Folgen. Es kann zu Konflikten führen und die eigene geistige Haltung trüben. Liebe und Respekt sollten immer an erster Stelle stehen.

Schon wer auf seinen Bruder zornig ist

Jemandem zu zürnen bedeutet, ihm sein Herz zu verschließen – das krasse Gegenteil der Liebe und somit ein Widerspruch zu unserer hohen Berufung, Abbild des Gottes der Liebe zu sein. Ein Christ zürnt anderen nicht, auch weil er sein Herz vom Groll nicht vergiften lassen möchte, um frei und offen für die Liebe zu bleiben.

Wenn wir Gott wahrhaft ähnlich werden wollen, müssen wir lernen zu lieben, auch dann, wenn es uns alles andere als leichtfällt. Doch durch Jesus wissen wir, wovon Gott Vater träumt: von Menschen, die auf alles, was geschieht, einzig mit Liebe reagieren.

Frage: In welchen Momenten fällt es dir schwer, Liebe statt Groll zu wählen, und wie könntest du bewusst dein Herz dafür öffnen?

Gegen den Zorn

Aufgrund der Menschwerdung Christi ist der Dienst an Gott nicht mehr vom Dienst an Nächsten zu lösen.

Denn in der Menschwerdung wird Christus Bruder aller. Er identifiziert sich so sehr mit uns, dass alles, was wir dem Nächsten tun, sei es nun gut oder böse, ihm tun.

Dem Nachfolger Jesu ist das Leben des Nächsten zur Grenze gesetzt. Zorn oder böse Worte verletzen diese Grenze, sie sind ein Stoß nach seinem Herzen.

Einfache Worte, die oft schwer umzusetzen sind. Es ist ein schwerer Weg, den Jesus seinem Nachfolger zumutet. Er ist mit viel Demut verbunden.

Aber es ist ja der Weg zu ihm, dem gekreuzigten Bruder, und darum ein gnadenvoller Weg.

Was für eine Bedeutung hat das für unseren Alltag?!

Frage: Wie verändert die Vorstellung, dass alles, was ich einem Mitmenschen antue, Christus selbst berührt, meine Haltung und mein Handeln im täglichen Leben?

Du Dummkopf! 

Das ist nur eine der unzähligen Beschimpfungen, die mir manchmal am Tag durch den Kopf gehen – ob beim Autofahren, beim Einkaufen oder zuhause.

Wie viel Ungeduld beherrscht mich doch im Umgang mit meinen Mitmenschen!

Dabei schaue ich sehr viel auf mich selbst, meine eigenen Bedürfnisse, oder lasse mich allzu leicht von meinem Unmut, meiner Unzufriedenheit und meiner Unausgeglichenheit beherrschen – nicht wahr?

Sabine Schmidt

Frage: Welche Gedanken oder Gefühle in mir selbst blockieren die Verbindung zu meiner inneren Ruhe und Gelassenheit?

…führt in die Hölle

Im Grunde neigt jeder Mensch zum Pharisäertum. Er findet gut, was er selber tut, und ist versucht, auf die herabzuschauen, die seiner Ansicht nach nicht richtig leben – er nennt sie dann gerne mal Dummköpfe oder Schlimmeres.

Geschieht dies bei gläubigen Christen, die über ihre Glaubensgeschwister harte Urteile fällen, so erfahren wir von Jesus, dass ein derartiges Verhalten geradewegs in die Gottlosigkeit führt.

Beate Scheilen

Frage: In welchen Momenten ertappst du dich selbst dabei, über andere zu urteilen, und wie könntest du stattdessen Mitgefühl und Verständnis üben?

Über unseren kritisierenden Geist

Wir leicht ist es, die anderen zu kritisieren! Es ist nicht einfach, den inneren Mechanismus der negativen Kritik abzuschalten. Schuldzuweisungen und Verurteilungen anderen gegenüber sind dabei oft ein Zeichen unserer eigenen Unfähigkeit und Schwäche, unsere eigene Hinfälligkeit innerlich anzunehmen.

Was hilft? Nur die Sanftmut wird uns bewahren, die wir demütig vom Heiligen Geist erbitten. Mache es dir zur Gewohnheit, stets warmherzig über Dinge und Menschen zu sprechen.

Eine Möglichkeit dabei, negative Kritik im Ansatz zu vermeiden, besteht darin, sich zu bemühen, stets das Beste von anderen zu denken.

Besser ist es, daß jemand öfter sich täusche in seiner guten Meinung über andere, als daß er ohne zwingenden Grund eine schlechte Meinung über andere hat und sich seltener täusche. Thomas von Aquin

Frage: Wie könnte ich heute bewusst üben, in jedem Menschen das Positive zu sehen und meine eigenen Urteile sanft zu hinterfragen?

Vers 23-24 Versöhnung vor dem Opfer

Mt 5:23: ‭Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat.

Mt 5,24: ‭So lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin undversöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

Andacht für dein Leben

  • Versöhne dich mit deinem Bruder oder deiner Schwester: Bevor du mit Gott in Kontakt trittst, kläre Konflikte. Beziehungen zu Menschen beeinflussen deine Beziehung zu Gott.
  • Handle schnell und ohne Zögern: Warte nicht, sondern strebe aktiv nach Versöhnung. Es ist wichtig, den Frieden zu suchen, solange es noch möglich ist, bevor sich Gräben vertiefen.

Versöhne dich mit deinem Bruder

Aufruf zur Versöhnung: Dein Opfer, dein Gottesdienst, dein Gebet wird Gott nicht gefällig sein können, wenn du im Streit bist.

Der korrekteste Gottesdienst, das frömmste Gebet, das tapferste Bekenntnis kann nicht helfen, wenn dieser Weg der Versöhnung fehlt.

Gott will sich von unseren Geschwistern nicht trennen lassen. Der Vater lässt sich nicht von seinem Sohn trennen, nun will er sich auch von denen nicht trennen lassen, denen sein Sohn gleich wurde, um derentwillen sein Sohn Schmach trug.

Er will nicht geehrt sein, wenn ein anderer entehrt wird.

Frage: Wo in deinem Leben könnte ein Schritt der Versöhnung Heilung und Frieden bringen, der bisher noch nicht gegangen wurde?

Versöhnung ist dringend nötig

Schon wenn ich merke, dass jemand anderes etwas gegen mich hat, soll ich nach Möglichkeit auf ihn zugehen und die Sache bereinigen, und zwar noch bevor ich zum Gottesdienst gehe. Dass ich womöglich meine, nichts dafür zu können, dass der Andere sich ärgert, zählt für Jesus nicht – woher weiß ich, dass ich nicht im Unrecht bin?

Immer wenn ich gegenüber einem Menschen auf meinem vermeintlichen Recht bestehe, behandelt Gott mich nach dem gleichen Maßstab. Dann muss ich gegebenenfalls alles „bis auf den letzten Pfennig“ bezahlen. Besser doch, ich regele das beizeiten und mit Barmherzigkeit.

Frage: Wie könnte ich heute mit Barmherzigkeit auf jemanden zugehen, dem ich noch nicht vergeben habe – und was würde das in mir selbst verändern?

Andacht von Mutter Teresa

Wenn dich jemand beschuldigt, frage dich als Erstes: Hat er Recht? Wenn er Recht hat, geh und entschuldige dich bei ihm. Wenn er nicht Recht hat, dann nimm die erfahrene Verletzung in beide Hände, lass sie nicht los, sondern ergreife die Gelegenheit und gib sie als Opfer Jesus. Freue dich, dass du Ihm etwas Wertvolles zu geben hast! Mutter Teresa

Andacht von der goldenen Perle

Wenn wir also den Bruder in irgend einer Sache beleidigten, müssen wir zur Versöhnung schreiten, nicht mit den Füßen des Leibes, sondern der Bewegung der Seele, an den Ort hin, wo du dich demütig dem Bruder zu Füßen wirfst im Angesicht dessen, dem du das Opfer darbringen willst.

Denn so kannst du ihn, als ob er gegenwärtig wäre, ohne Heuchelei besänftigen, indem du um Vergebung bittest; sodann komme, das heißt richte deinen Geist wiederum auf das, was du zu tun angefangen hast, und bringe so deine Gabe dar.

Goldene Perle

Frage: Wie kannst du heute deinem eigenen Herzen oder einem Mitmenschen begegnen, um Frieden und Versöhnung zu schenken?

Opfergabe und Vergebung

Für die Juden waren der Tempel und das Opfer von allergrößtem Wert. Und jetzt kommt Jesus und sagt: Versöhn dich zuerst mit deinem Bruder und dann geh beten. Auch hier legt Jesus also einen drauf.

Es ist einfacher, ein Schaf zum Tempel zu bringen und mit dem Priester zu beten, wenn er das Opfer darbringt, als zu deinem Nächsten zu gehen und ihn um Verzeihung zu bitten. Aber wahrscheinlich ist für uns die mit der Vergebungsbitte verbundene Demut von größerem Nutzen.

Danach erst sollen wir unseren Weg fortsetzen und unser geplantes Opfer und Gebet darbringen. Auch hier stellt Jesus den Menschen in den Vordergrund.

Daniel Weber

Frage: Welche Beziehungen in meinem Leben brauchen gerade meine Demut und die Bereitschaft zur Versöhnung, bevor ich weitergehe?

Andacht von Papst Franziskus

Die Liebe zum Nächsten ist eine derart grundlegende Haltung, dass Jesus so weit geht zu sagen, dass unsere Beziehung zu Gott nicht aufrichtig sein kann, wenn wir mit dem Nächsten nicht Frieden schließen wollen.

Daher sind wir aufgerufen, uns mit unseren Brüdern und Schwestern zu versöhnen, bevor wir unsere Verehrung für den Herrn im Gebet zeigen.

Aus all diesem ist zu verstehen, dass Jesus nicht bloß der disziplinären Befolgung der Gebote und dem äußeren Verhalten Bedeutung beimisst. Er geht an die Wurzel des Gesetzes und zielt dabei vor allem auf die Absicht und somit auf das Herz des Menschen, in dem unsere guten oder schlechten Handlungen ihren Ursprung haben.

Im Licht dieser Lehre offenbart jedes Gebot seine volle Bedeutung als Erfordernis der Liebe, und alle vereinen sich im größten Gebot: liebe Gott aus ganzem Herzen und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Papst Franziskus

Frage: Wie kannst du in deinem Alltag die Absicht deines Herzens prüfen, um die Liebe zu Gott und deinen Mitmenschen noch bewusster zu leben?

Versöhnung vor dem Opfer

Ein Opfer ist Ausdruck des sich-Hingebens und -Hinhaltens gegenüber meinem Schöpfer bzw. eine Darbietung einer Gabe.

Wenn Jesus mich nun dazu auffordert, alles stehen und liegen zu lassen, weil mir eingefallen ist, dass jemand etwas gegen mich hat, dann sagt das doch aus, dass das Opfer keinen Wert hat, bevor ich mich nicht versöhnt habe.

Auch wünscht sich Jesus, dass ich hierin die Initiative übernehme. Wie schwer fällt es uns manchmal, die Hand auszustrecken, weil wir überzeugt sind, dass der andere sich entschuldigen sollte, oder?!

Die vollkommene Liebe hilft uns immer wieder, die Initiative zu ergreifen und die Hand auszustrecken.

Ilona Kies

Frage: In welchen Beziehungen könnte ich heute bewusst den ersten Schritt der Versöhnung wagen, um Liebe aktiv zu leben?

Vers 25-26 Einigung mit Widersacher

Mt 5,25: Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst.

Mt 5,25: Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen.

Schließ Frieden! 

Jesus rundet seine Lehre im heutigen Evangelium mit dem Gedanken ab, man solle am Anfang des Konflikts Frieden schließen – bevor es schlimmer wird. Auch hier müssen wir demütig sein, unsere Fehler eingestehen, um Verzeihung bitten und neu anfangen. Alles sehr leicht gesagt. Es ist ein Zeichen persönlicher Reife.

Hochmut war noch nie ein guter Berater: Jesus möchte, dass wir Menschen zuerst untereinander Frieden schließen, selbst wenn das auf Kosten unseres Hochmuts gehen sollte, selbst wenn wir uns überwinden und um Verzeihung bitten müssten.

Frage: Wo in meinem Leben könnte ich heute den ersten Schritt zu Frieden und Versöhnung wagen, auch wenn es meinen Stolz fordert?

Mt 5,26: Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!

Bis du den letzten Groschen bezahlt hast!

Jesus fordert zur Versöhnung auf, bevor Konflikte eskalieren. Wer Streit nicht beilegt, riskiert harte Konsequenzen, sei es durch menschliches Gericht oder göttliches Urteil.

Der „letzte Cent“ symbolisiert die vollständige Begleichung der Schuld. Theologisch wird dies oft mit dem Jüngsten Gericht oder einer Läuterung, wie etwa dem Fegefeuer, verbunden.

Praktisch lehrt es, Konflikte rechtzeitig zu lösen, um schwerwiegendere Folgen zu vermeiden. Jesu Botschaft ruft zur Verantwortung und zur aktiven Suche nach Frieden und Gerechtigkeit auf.

Frage: In welchen Bereichen meines Lebens könnte ich heute aktiv auf Versöhnung und inneren Frieden hinwirken?

Vers 27 Das Gebot: Ehebruch

Mt 5,27: ‭Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen!

Du sollst nicht ehebrechen!

Jesus zitiert hier das sechste Gebot (2. Mose 20,14) und vertieft es in Vers 28, indem er erklärt, dass schon begehrliches Denken Sünde ist. Damit verschärft er das Gesetz und zeigt, dass nicht nur äußere Taten, sondern auch innere Gedanken von Gott beurteilt werden.

Diese Auslegung fordert zur Reinheit des Herzens auf und macht deutlich, dass Sünde nicht erst bei der Tat beginnt. Jesu Lehre richtet sich gegen eine oberflächliche Gesetzeserfüllung und betont die Notwendigkeit eines erneuerten Herzens.

Er ruft dazu auf, Versuchungen zu vermeiden und konsequent für ein heiliges Leben einzutreten. So führt er zum eigentlichen Sinn des Gebots: Treue in Gedanken und Taten.

Frage: Welche Gedanken oder inneren Haltungen darf ich heute prüfen, um mein Herz näher zu dem zu bringen, was ich als heilig empfinde?

Vers 28 Ehebruch im Herzen

Mt 5,28: ‭Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

Andacht für dein Leben

  • Du sollst nicht nur den äußeren Akt der Sünde vermeiden, sondern auch auf deine Gedanken achten. Wenn du dich innerlich von Begierden leiten lässt, ist das bereits ein Schritt in die falsche Richtung.
  • Du bist verantwortlich dafür, wie du mit deinen Gedanken umgehst. Lasse nicht zu, dass unkontrollierte Wünsche deine Beziehung zu anderen und zu Gott beeinträchtigen.

Zur Ehe

Christus ist der Herr der Ehe. Darin liegt ihre Heiligung. Sie ist von Gott gestiftet und dient zur gegenseitigen Beglückung. Der eigene, lustbeherrschte Wille hat hier keinen Platz.

Und dennoch wissen wir leider nur zu gut, ob es nun der Zorn ist oder begierliche Blicke, dass dies schlichtweg unmöglich ist, immer und überall zu erfüllen.

Auch wenn uns diese Verse aufrufen, unseren Begierden nicht freien Lauf zu lassen und uns in der Tugend der Selbstbeherrschung zu üben, geht es hier im Kern um etwas viel Tieferes: die Erkenntnis mit Herz und Verstand, dass wir voll und ganz auf die erlösende Gerechtigkeit durch Christus angewiesen sind – das ist die Seele der Bergpredigt, ohne die kein Vers für sich erfasst werden kann.

Frage: Wie spürst du in deinem eigenen Leben die Abhängigkeit von dieser erlösenden Gerechtigkeit, und wie könnte sie deinen Umgang mit Liebe und Selbstbeherrschung vertiefen?

Worte der goldenen Perle

Es kostet viel Mühe, das Fleisch nach unten zu ziehen, und das einmal in das Herz durch die Augen gesenkte Bild wird kaum durch einen großen Kampf zerstört.

Daher müssen wir auf der Hut sein, weil man das nicht anblicken soll, was man nicht begehren darf.

Denn dass der Geist im Gedanken rein bewahrt werde, müssen die Augen, gleichsam als Verleiter zur Schuld, von dem ausschweifenden Wohlgefallen abgezogen werden.

Goldene Perle

Frage: Welche Bilder oder Eindrücke nähren in mir wahres inneres Wachstum, und welche führen mich von meinem geistigen Gleichgewicht weg?

Vers 29-30 Rechtes Auge und rechte Hand

Mt 5,29: Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

Opfer bringen

Jesus betonte einfach, dass man bereit sein muss, Opfer zu bringen, um gehorsam zu sein. Wenn ein Teil unseres Lebens der Sünde übergeben wird, müssen wir davon überzeugt sein, dass es für diesen Teil unseres Lebens gewinnbringender ist, zu sterben, als unser ganzes Leben zu verurteilen.

Mt 5,30: Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

Von allem trennen, was unsere Rettung gefährdet

Die Errettung unserer Seele ist allen Dingen vorzuziehen, mögen sie uns auch noch so lieb und teuer sein. Und wenn das gewöhnliche Ermessen der Menschen sie zur Erhaltung ihres Körpers lehrt, ein bestimmtes Glied abzuschneiden, was notwendigerweise den ganzen Körper gefährden würde, lehrt es sie viel mehr, sich von allem zu trennen, was die Errettung ihrer Seele beeinträchtigen könnte.

Poole

Frage: Welche Bindungen oder Gewohnheiten in meinem Leben könnten mich davon abhalten, meine Seele in ihrer Tiefe zu schützen und zu nähren?

Vers 31-32 Gesetz zur Ehescheidung

Mt 5,31: Es ist auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief.

Mt 5,32: Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

Heiligkeit der Ehe

Jesus betont hier die Heiligkeit der Ehe und verurteilt leichtfertige Scheidungen.

Nach jüdischem Recht konnte ein Mann seine Frau relativ einfach verstoßen, doch Jesus stellt klar, dass dies moralische Folgen hat.

Die Ausnahme „wegen Unzucht“ zeigt, dass Ehebruch ein legitimer Scheidungsgrund ist. Dennoch liegt Jesu Fokus darauf, die Ehe als göttliche Institution zu schützen und das Verantwortungsbewusstsein der Eheleute zu stärken.

Seine Worte fordern Treue und Respekt innerhalb der Ehe.

Frage: Wie kann ich in meinen Beziehungen das Bewusstsein für Treue und göttliche Verantwortung vertiefen?

Vers 33-38 Nicht schwören

Mt 5,33: Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht falsch schwören; du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten.

Mt 5,34: ‭Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron,

Nicht schwören

In diesem Vers fordert Jesus seine Zuhörer auf, nicht zu schwören. Er stellt sich damit gegen die damalige Praxis, bei wichtigen Aussagen Eide zu leisten, um deren Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Jesus betont, dass die Wahrheit nicht durch Schwüre, sondern durch ehrliches Reden gesichert werden soll („Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein“ – Mt 5,37). Er verweist darauf, dass der Himmel Gottes Thron ist, womit er die Heiligkeit und Unantastbarkeit Gottes betont.

Diese Lehre zeigt, dass Christen in ihrem täglichen Leben durch Wahrhaftigkeit und Integrität überzeugen sollen, ohne äußere Bekräftigungen. Jesus ruft zu einem Leben auf, das auf Ehrlichkeit und Vertrauen in Gott basiert.

Frage: Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr Mut zur Wahrhaftigkeit – vor Gott, vor anderen und vor mir selbst?

Mt 5,35: ‭noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.

Mt 5,36: Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.

Jesus macht klar

Jesus macht klar, dass der Mensch nicht einmal über seine eigenen Haare Macht hat – also auch nicht über größere Dinge. Damit betont er die Abhängigkeit des Menschen von Gott.

Statt mit Eiden die Wahrheit zu sichern, sollen Christen so wahrhaftig sein, dass ihr einfaches „Ja“ oder „Nein“ genügt (Mt 5,37). Diese Lehre fördert Ehrlichkeit und Integrität, ohne sich auf Schwüre stützen zu müssen.

Letztlich geht es um eine innere Haltung der Wahrhaftigkeit vor Gott und den Menschen.

Frage: Wie kann ich in meinem Alltag eine Wahrhaftigkeit leben, die nicht von äußeren Beteuerungen, sondern von innerer Aufrichtigkeit getragen ist?

Mt 5,37: Sag einfach Ja oder Nein. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.

Andacht für dein Leben

  • Einfache Wahrheit: Sag, was du meinst. Deine Worte sollen verlässlich sein, ohne dass du zusätzliche Versprechen oder Schwüre brauchst, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen.
  • Vertrauenswürdigkeit: Du musst nicht auf Schwüre oder Verträge zurückgreifen, um ernst genommen zu werden. Deine Aussagen sollten ausreichen, um das Vertrauen der anderen zu gewinnen.

Sag einfach Ja oder Nein!

Jesus wendet sich hier gegen ein damalige Sitte: Man war bei bestimmten Formulierungen nicht an die Wahrheit gebunden. Damit ging die Verharmlosung der Lüge einher.

Auch heute geht mit kleinen Notlügen oder ein bissel Flunkern diese Verharmlosung weiter. Es gibt aber keine Wahrheit Jesus gegenüber ohne Wahrheit den Menschen gegenüber. Die Lüge zerstört die Gemeinschaft.

Es gibt keine Nachfolge Jesu ohne das Leben in der aufgedeckten Wahrheit vor Gott und den Menschen. Weil es überhaupt kein Wort gibt, das nicht vor Gott gesprochen wäre, darum soll der Jünger Jesu nicht schwören. Jedes seiner Worte soll nichts als Wahrheit sein.

Frage: Wo lade ich Gott ein, mich in meinem Umgang mit Wahrheit und Aufrichtigkeit neu zu formen?

Andacht der goldenen Perle

Ja, ja; nein, nein: d.h. die Wahrheit genügt mit Ja, die Unwahrheit mit Nein zu sagen.

Oder es steht darum Ja und Nein zweimal, damit man das, was man mit dem Mund behaupte, im Werk bestätige, und, was man mit Worten leugnet, durch Taten nicht bekräftige.

Oder so: Jene, die in der Einfalt des Glaubens leben, haben das Schwören nicht von Nöten, weil immer bei ihnen das, was ist, ja, und was nicht ist, nein ist, und darum sowohl ihr Tun als ihre Rede ganz der Wahrheit gemäß ist.

Goldene Perle

Frage: Wann ist mein Ja wirklich Ja – und mein Nein wirklich Nein, im Einklang mit meinem innersten Glauben und meinem Tun?

Vers 38 Auge um Auge

Mt 5,38: Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn!

Ihr habt gehört

Jesus, im Laufe unseres Lebens haben wir oft auf andere Stimmen als die deine gehört.

Ja, wir haben gehört: Auge um Auge und Zahn um Zahn. So viele Angelegenheiten in dieser Welt erledigt man auf diese Art und Weise – das gibt es vielleicht sogar in unserem eigenen Leben.

Was hältst du davon, Jesus?

Herr, hilf uns, dass wir uns von deiner Antwort überraschen lassen!

Frage: Wann habe ich zuletzt auf Jesu leise Stimme gehört – und nicht auf die lauteren Stimmen der Welt?

Aug um Auge, Zahn um Zahn

Matthäus zitiert hier zunächst eine allseits bekannte Bibelstelle aus dem Alten Testament. Dieses Gesetz, das sogenannte Wüstengesetz, regelt die Vergeltung.

Man könnte zunächst meinen, dass hier zur Rache motiviert werden soll. Dem ist aber nicht so. Das Gegenteil ist der Fall: Das Gesetz soll die Rache eindämmen. Die Strafe darf die Größe der Tat nicht überschreiten. Gleiches darf nur mit Gleichem vergolten werden.

Ellen Charlotte Petermann

Frage: Wie gehe ich selbst mit dem Wunsch nach Vergeltung um – und wo lade ich Gottes Geist ein, mich zu verwandeln?

Vergeltungsprinzip

Dieses Prinzip gilt nicht mehr in der Nachfolge Jesus.
Das Böse wird darin ohnmächtig, dass es keinen Gegenstand, keinen Widerstand findet, sondern willig getragen und erlitten wird.

Die Überwindung des Anderen erfolgt dadurch, dass sein Böses sich totlaufen muss, dass es nicht findet, was es sucht, nämlich Widerstand und damit neues Böses, an dem es sich umso mehr entzünden könnte.

Hier stößt das Böse auf einen Gegner, dem es nicht mehr gewachsen ist.
Das Böse kann hier sein Ziel nicht erreichen, Böses zu schaffen, es bleibt allein.
Das willige Leiden ist stärker als das Böse, es ist der Tod des Bösen.

Frage: Wo in meinem Leben könnte das willige Annehmen von Leid oder Widerstandslosigkeit zur Quelle von wahrer Überwindung und Frieden werden?

Vers 39 Verzicht auf Widerstand

Mt 5,39: Doch ich sage euch: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut!

Mt 5,39: Ich aber sage: Wehrt euch nicht, wenn euch jemand Böses tut!

Andacht für dein Leben

  • Du sollst nicht auf Ungerechtigkeit mit Rache reagieren, sondern vielmehr in Ruhe und Geduld antworten. Wenn dir Unrecht getan wird, versuche, den Konflikt nicht zu eskalieren, sondern auf Versöhnung hinzuarbeiten.
  • Du wirst ermutigt, auf Feindseligkeit nicht mit Feindseligkeit zu antworten, sondern stattdessen mit Frieden. Das bedeutet nicht, dass du dich unterdrücken lässt, sondern dass du die Kontrolle behältst und nicht in negative Reaktionen verfällst.

Ich aber sage euch

Wer bist du, Jesus, dass du es wagst, mich und meine Maßstäbe herauszufordern?

Wir wissen, wer du bist, Jesus: Du bist der Sohn Gottes, unser König. Vor allem aber willst du uns Freund sein. Du nimmst uns an, auch dann, wenn wir deiner Liebe nicht entsprechend leben.

Nehme ich das wahr? Darüber kann ich jetzt mit dem Herrn reden.
Pedro Cadena

Frage: Wie lade ich Jesus heute ein, meine inneren Maßstäbe zu berühren und sie in Liebe zu verwandeln?

Umgang mit dem Bösen

Es wäre Schwärmerei und unverantwortliches Fantasieren, wenn wir den Satz, dass das Böse allein durch das Gute überwunden wird, als ethisches Programm verstehen.

Wehrlosigkeit als Prinzip des weltlichen Lebens ist Zerstörung von Gottes Welt.

Hier aber redet Jesus, der selbst von dem Bösen am Kreuz überwunden wurde und der aus dieser Niederlage als der Sieger hervorging.

Es kann daher keine andere Rechtfertigung dieses Gebotes Jesu geben als sein eigenes Kreuz. Allein wer in diesem Kreuz Jesu den Glauben an den Sieg über das Böse findet, kann diesem anspruchsvollen Gebot gehorchen keine Rache zu üben. Wenn ich in meinem Herzen Groll spüre über etwas, das mir jemand angetan hat, und ich mich rächen will, dann entfernt mich das vom Weg zur Heiligkeit

Im Kreuz allein ist es wahr und wirklich, dass die Vergeltung und Überwindung des Bösen die leidende Liebe ist. Bonhoeffer

Frage: Wie kann ich in meinem Inneren den Glauben an den Sieg über das Böse so wachsen lassen, dass er meine Bereitschaft zur Vergebung und zur Heiligkeit stärkt?

Andere Menschen fügen mir immer wieder Leid zu

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung, wenn andere mich immer wieder verletzen. Das kann viele Gründe haben. Manchmal geschieht es aus Unachtsamkeit, Egoismus, Habsucht, aber oft sogar unabsichtlich oder aus der Sicht dieser Person aus gerechtfertigtem Grund.

Meine erste Reaktion ist oft impulsiv, defensiv und drängt dazu, unter dem Vorwand ausgleichender Gerechtigkeit "Rache" zu üben. Damit keine Rache ohne Maß geübt wird und sie nicht ausufert, gab Gott seinem Volk das Gebot "Auge um Auge, Zahn um Zahn", und nicht darüber hinaus.

Hubert Reiner

Frage: Welche Erfahrungen in meinem Leben fordern mich dazu heraus, Mitgefühl zu üben, selbst wenn ich verletzt wurde?

Relativierung des Gesetzes

Jesus schreitet hier über das Gesetz hinaus, hin zu einer höheren Gerechtigkeit, indem er die Vergeltung schlichtweg abschafft. Er zeigt seinen Jüngern, dass Rache zwar einst vom Gesetz her erlaubt war, dass aber die Gnade das Erdulden von Unrecht ermöglicht.

Er lehrt seine Nachfolger, einem bösen Menschen keinen Widerstand zu leisten, wenn dieses Böse nur einen selbst betrifft und keiner anderen Person schadet.

Ellen Charlotte Petermann

Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben lernen, Gnade über Vergeltung zu stellen und inneren Frieden trotz erlittenem Unrecht zu finden?

Wehrt euch nicht

Mit diesen Worten will er, dass wir nicht Fehler mit Fehlern vergelten, sondern durch Tugenden überwinden. Sanftmut besiegt den Zorn, Gelassenheit die Raserei; die Bosheit wird durch die Güte besiegt, die Grausamkeit wird niedergeworfen durch die Liebe, die Ungeduld wird bestraft durch die Geduld, die Streitsucht überwunden durch die Liebkosung, den Stolz wirft die Demut zu Boden. Wer also Fehler besiegen will, muß die Waffen der Liebe, nicht des Zornes führen. Petrus Chrysologus

Mt, 5,39: Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin!

Die andere Wange hinhalten

Sich nicht abhängig machen: Mach dich nicht abhängig von der Wertschätzung des Gegenübers, sondern wertschätze den anderen bedingungslos.

Andere werden dich immer wieder gewollt oder ungewollt gering schätzend, das heißt ehrlos behandeln. Schlimmste Beleidigung war damals die Ohrfeige, da diese die Ehre angriff.

Unsere Ehre aber kommt allein von Gott, so dass wir getrost auch die andere Wange hinhalten können, das heißt auf jegliches, vor allem verbales Zurückschlagen verzichten können.

Wenn wir darüber nachdenken, wie Jesus selbst beleidigt und angegriffen wurde – als Vielfraß, Betrunkener, uneheliches Kind, Lästerer, Verrückter und vieles mehr – sehen wir, wie er dieses Prinzip selbst lebte. Folgen wir ihm darin nach.

Frage: Wie kannst du in deinem Alltag bedingungslose Wertschätzung üben, ohne von der Reaktion anderer abhängig zu sein?

Andacht von Papst Franziskus

Betrachten wir zunächst das Gefühl der Ungerechtigkeit, das wir empfinden, wenn wir „die andere Wange hinhalten“. Und lasst uns an Jesus denken. Während seiner Passion, bei seinem ungerechten Prozess vor dem Hohenpriester, erhält er einmal einen Schlag von einem der Wächter.

Was macht er? Er sagt zu dem Wächter: „Wenn ich etwas Böses gesagt habe, dann zeige mir, worin das Böse besteht. Aber wenn ich gut gesprochen habe, warum schlägst du mich dann?“ (Joh 18,23). Er bittet um eine Rechtfertigung über das erhaltene Böse.

Die andere Wange hinzuhalten bedeutet nicht, stillschweigend zu leiden und Ungerechtigkeit hinzunehmen. Jesus prangert mit seiner Frage an, was ungerecht ist. Aber er tut dies ohne Zorn oder Gewalt, sondern mit Freundlichkeit. Er will keinen Streit entfachen, sondern den Groll entschärfen: Hass und Ungerechtigkeit gemeinsam ausschalten und versuchen, den schuldigen Bruder wiederzufinden.

Das ist das Hinhalten der anderen Wange: Jesu Sanftmut ist eine stärkere Reaktion als die Schläge, die er erhalten hat. Die andere Wange hinzuhalten ist nicht der Rückzug des Verlierers, sondern die Tat desjenigen, der über eine größere innere Stärke verfügt, der das Böse mit dem Guten überwindet, der eine Bresche in das Herz des Feindes schlägt und die Absurdität seines Hasses entlarvt. Sie wird nicht durch Berechnung diktiert, sondern von der Liebe.

Papst Franziskus

Frage: In welchen Momenten meines Lebens könnte ich bewusst die andere Wange hinhalten, um Liebe und Sanftmut stärker wirken zu lassen als Zorn und Groll?

Halte ihm auch die andere Wange hin 

Äußere Schläge sind manchmal leichter einzustecken als solche, die unseren inneren Menschen getroffen haben. Vielleicht legt deshalb ein Wüstenvater diese Stelle im Evangelium so aus: Wärest du bereit, den Schlag, den du auf die äußere Wange empfangen hast, auch im inneren Menschen zu empfangen?

Das sei die größere Stärke und das Ende der Gewalt. Denn schau: Wer den Schlag ausgeteilt hat, ist der weitaus Schwächere und Verletztere, mit dem wir Erbarmen haben sollten. Und wie sonst könnten wir jemals die Gewaltspirale durchbrechen?

Ja, es ist weitaus schwieriger: nicht zurückzuschlagen und die Verletzung mit Christus im Herzen geduldig zu ertragen, als dem Wüstengesetz zu folgen und Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Frage: Wo in meinem Leben könnte ich lernen, innere Verletzungen still und geduldig zu tragen, anstatt sie zu vergelten?

Vers 40 Rock & Mantel

Mt 5,40: Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so lass ihm auch noch den Mantel!

Historisch

Wer damals bei einem Gerichtsverfahren nicht bezahlen konnte, musste per Gericht auch sein Hemd geben, niemals aber den Mantel, da dieser bei den armen Leuten als Bettdecke diente.

Vers 41 Die zweite Meile

Mt 5,41: Wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm!

Andacht von Anselm Grün

Die römische Besatzungsmacht hatte das Recht, jeden Juden zu zwingen, eine Meile mitzugehen, um den Weg zu zeigen oder eine Last zu tragen. Diesem Recht mussten die Juden sich beugen. Sie taten es nur zähneknirschend. Und während ein Jude dem Römer seine Koffer trug, wuchs in seinem Herzen der Hass. Die Feindschaft wurde so nur noch vertieft.

Jesus sagt nun, statt einer Meile sollten wir zwei gehen. Wir sollten den Römer auf unserem gemeinsamen Weg für uns gewinnen. Wir sollten uns willig anbieten und mit ihm ins Gespräch kommen. Dann werden wir uns nach zwei Meilen als Freunde trennen.

Wir sollen den Hass durch die Liebe, das Böse durch das Gute besiegen. Nur das heilt den Riss der menschlichen Gemeinschaft. Nur durch solch überraschendes Handeln, das die vertraute Ebene von Sieg und Niederlage, von Recht und Rechthabenwollen überspringt und von einer anderen Ebene aus mit dem Nächsten umgeht, wird die Zerrissenheit der Menschen untereinander geheilt.

Frage: Welche kleinen Gesten der Liebe könntest du heute wagen, um einen Riss in deinen Beziehungen zu heilen?

Andacht der goldenen Perle

Als Seelenarzt befiehlt also der Herr seinen Jüngern, dass sie mit Gleichmut die Schwachheiten derer, deren Obsorge sie übernähmen, ertragen sollten. Denn jede Gottlosigkeit kommt von der Schwachheit des Geistes, weil der in der Tugend Vollkommene am wenigsten beleidigt. Goldene Perle

Jeder Römer konnte Zivilisten auffordern eine Meile sein Gepäck zu tragen.

Vers 42 Geben & Leihen

Mt 5,42: Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will!

Andacht für dein Leben

  • Gib dem, der von dir fordert, ohne Zögern. Du bist nicht verpflichtet, zu fragen, ob jemand es verdient. Indem du gibst, zeigst du Nächstenliebe und Offenheit.
  • Sei bereit, mit jemandem zu teilen, der in Not ist. Es geht nicht nur um materielle Güter, sondern auch um deine Zeit und Unterstützung, um Liebe zu verbreiten.

Gib dem, der dich bittet

Denk daran, mein Kind: „Gib dem, der dich bittet!“ Er ist ein Glied meines Leibes, etwas von mir, das dich bittet. Wenn du Glauben hast, mit welcher Freude wirst du dann geben! Du wirst wünschen, von jetzt an alles zu geben, was du hast, denn immer bin ich es, der dich bittet und immer bin ich es, dem du gibst. Charles de Foucauld