Mk 15, 42-47
Das Begräbnis Jesu
Auslegung und Andacht
Mk 15, 42-47 im Überblick: Eine detaillierte Erklärung zu Markus 15, 42 bis 47. Lerne die Aussagen über das Begräbnis Jesu besser kennen und ziehe wertvolle Erkenntnisse für dein Leben.
Inhaltsverzeichnis
Mk 15, 42-45 Josef von Arimathäa
Mk 15,42: Und als es schon Abend geworden war (es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat),
Mk 15,43: da kam Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu.
Joseph von Arimathia
Der Text betont, dass Joseph „das Reich Gottes erwartete“, was bedeutet, dass er Hoffnung auf die Erfüllung der göttlichen Verheißungen hatte. Sein Mut hebt sich deutlich von den ängstlichen Jüngern ab, die sich verborgen hielten.
Zudem erfüllt sich hier eine Prophezeiung aus Jesaja 53,9, wonach der Messias mit den Reichen begraben wird. Josephs Tat zeigt, dass wahre Jüngerschaft manchmal Mut und eine öffentliche Bekennung erfordert, selbst wenn dies mit Risiken verbunden ist.
Frage: Wo in meinem Leben könnte ich mutiger sein, um meinen Glauben oder meine Überzeugungen offen zu leben?
Mk 15,44: Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte, und er ließ den Hauptmann herbeirufen und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei.
Mk 15,45: Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er dem Joseph den Leib.
Mk 15, 46-47 Grablegung im Felsen
Mk 15,46: Da kaufte dieser Leinwand und nahm ihn herab, wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.
Grablegung
Eingehüllt in das Leinentuch, das Grabtuch, gleitet der gekreuzigte und gequälte Leib Jesu langsam aus den barmherzigen und liebevollen Händen Josefs von Arimathäa in das Felsengrab.
In den Stunden der Stille, die nun folgen, wird Christus wirklich wie alle anderen Menschen sein, die in den dunklen Schoß des Todes, der Leichenstarre, des Endes vordringen.
Frage: Wie kann ich die Stille und das Loslassen in meinem eigenen Leben bewusst wahrnehmen und annehmen?
Mk 15,47: Maria Magdalena aber und Maria, die Mutter des Joses, sahen, wo er hingelegt wurde.
Häufige Fragen zu Mk 15, 42-47
Was bedeutet Mk 15, 42-47?
Dieser Abschnitt schildert die Grablegung Jesu durch Josef von Arimathäa am Rüsttag vor dem Sabbath. Das Geschehen bezeugt den tatsächlichen, von den römischen Behörden bestätigten Tod Jesu und bildet das notwendige Verbindungsglied zwischen der Kreuzigung und dem Ostereignis der Auferstehung.
Wer war Josef von Arimathäa und was tut er?
Josef von Arimathäa war ein angesehenes Mitglied des Hohen Rats, das selbst auf das Reich Gottes wartete. Er fasst den Mut, zu Pilatus zu gehen und um den Leichnam Jesu zu bitten, um dem Beseitigten vor Beginn des Sabbatruhe ein würdiges Begräbnis nach jüdischer Sitte zu erweisen.
Wie vergewissert sich Pilatus über den Tod Jesu?
Pilatus wundert sich darüber, dass Jesus bereits gestorben sein soll, da der Kreuzigungstod gewöhnlich viel langsamer eintrat. Er ruft den zuständigen Hauptmann herbei und lässt sich von diesem amtlich bestätigen, dass der Tod eingetreten ist, bevor er den Leichnam an Josef freigibt.
Wie wird Jesus begraben und wer bezeugt dies?
Josef kauft ein Leinentuch, nimmt den Leichnam vom Kreuz, hüllt ihn darin ein und legt ihn in ein Felsengrab. Danach wälzt er einen Stein vor den Eingang der Grabstätte. Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Joses, beobachten das Geschehen genau und werden so zu Augenzeuginnen der exakten Lage des Grabes.
Was ist die zentrale Botschaft von Mk 15, 42-47?
Der Abschnitt unterstreicht die historische Realität des Todes und der Bestattung Jesu. Durch den Mut eines einzelnen Ratsmitglieds und die aufmerksame Zeugenschaft der Frauen wird sichergestellt, dass der Leib Jesu nicht verscharrt wird, sondern fest versiegelt im Grab liegt, bereit für das bahnbrechende Wunder des Ostringmorgens.