Mt 28, 11-15
Lüge der Hohenpriester
Auslegung und Andacht
Mt 28, 11-15 im Überblick: Eine fortlaufende Auslegung zu Matthäus 28, 11 bis 15. Entdecke die Kerngedanken zur Lüge der Hohenpriester und wie du die biblische Botschaft praktisch umsetzen kannst.
Inhaltsverzeichnis
Mt 28, 11 Bericht der Wachen
Mt 28,11: Während sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war.
Mt 28, 12 Bestechung der Soldaten
Mt 28,12: Diese versammelten sich samt den Ältesten, und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug
Mt 28, 13 Diebes-Gerücht verbreiten
Mt 28,13: und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.
Die andere Geschichte
Es ist traurig zu sehen, wie die Hohepriester auf die Realität der Auferstehung reagiert haben. Statt die Wahrheit zu suchen und anzuerkennen, dass sie einen Fehler begangen hatten, suchten sie nur einen Weg, um ihre Sichtweise zu verteidigen – notfalls auch mit Lüge und Bestechung.
Was hatte ihre Herzen so verhärtet? – Gibt es in meinem Leben auch Bereiche oder Momente, in denen ich nicht bereit bin, eine andere Sichtweise zu hören und mich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen?
Andacht von Johanna von Siemens
Auslegung - Frage: Welche inneren Blockaden halten mich davon ab, die Wahrheit zu erkennen, und wie könnte ich mein Herz dafür öffnen?
Mt 28, 14 Schutz der Soldaten
Mt 28,14: Und wenn dies vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorge sein könnt.
So wollen wir ihn besänftigen
Dieser Satz wird von den Hohenpriestern und Ältesten zu den Wachen gesagt, die das leere Grab entdeckt haben. Sie versprechen, den römischen Statthalter Pilatus zu beeinflussen, falls er von dem Vorfall erfährt, damit die Wachen keine Strafe für ihr vermeintliches Versagen erhalten.
Dies zeigt die Entschlossenheit der jüdischen Führung, die Auferstehung Jesu zu vertuschen. Theologisch verdeutlicht der Vers die menschliche Neigung zur Manipulation und den Widerstand gegen Gottes Wirken.
Trotz dieser Verschwörung setzt sich die Wahrheit der Auferstehung durch.
Auslegung - Frage: Wie offen bin ich selbst für die Wahrheit, selbst wenn sie gegen meine eigenen Vorstellungen oder Ängste spricht?
Mt 28, 15 Verbreitung des Gerüchts
Mt 28,15: Sie aber nahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.
Andacht Fragen zu Mt 28, 11-15
Was bedeutet Mt 28, 11-15?
Dieser Abschnitt schildert die Reaktion der Hohepriester und Ältesten auf die Nachricht von der Auferstehung Jesu. Anstatt die Wahrheit anzuerkennen, bestechen sie die römischen Wachen mit einer großen Summe Geld, um die Falschmeldung zu verbreiten, die Jünger hätten den Leichnam Jesu gestohlen.
Warum wenden sich die Wachen an die Hohepriester und nicht an ihre römischen Vorgesetzten?
Die Wachen gehen in die Stadt und berichten den Hohepriestern alles, was geschehen ist, weil sie den ungewöhnlichen Machterweis Gottes am Grab erlebt haben. Sie suchen Schutz vor den strengen römischen Bestrafungen für das Versagen bei der Bewachung eines Grabes und vertrauen auf den Einfluss der jüdischen Führung.
Welchen Plan fassen die Hohepriester und Ältesten, um die Auferstehung zu vertuschen?
Nach einer Beratung mit den Ältesten geben die Hohepriester den Soldaten viel Geld und wiesen sie an zu behaupten: „Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.“ Zudem versprechen sie den Wachen, sie vor dem Statthalter in Schutz zu nehmen, falls dieser davon erfährt.
Welche Auswirkung hatte diese Bestechung und Falschmeldung?
Die Soldaten nehmen das Geld an und handeln nach der Anweisung der religiösen Führer. Dadurch verbreitet sich die Erfindung vom Leichenraub im jüdischen Volk und hält sich über lange Zeit hinweg als Vorwand, um die Realität der Auferstehung Jesu abzustreiten.
Was ist die zentrale Botschaft von Mt 28, 11-15?
Der Abschnitt zeigt die menschliche Verstocktheit, die selbst handfeste Beweise und Augenzeugenberichte ablehnt, um eigene Machtansprüche und Irrtümer aufrechtzuerhalten. Er stellt der menschlichen Lüge die unverfälschte Wahrheit Gottes gegenüber und bezeugt indirekt erneut das leere Grab als historische Tatsache.
Andacht zu Mt 28, 1-10 Jesus ersteht vom Tod
Andacht zu Mt 28, 16-20 Missionsbefehl