Joh 15, 18-27:
Auslegung und Andacht
Der Hass der Welt
Inhaltsverzeichnis
Joh 15, 18 Hass der Welt
Joh 15,18: Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.
Wenn euch die Welt hasst...
Jesus sagte den Jüngern, dass die Welt sie oft hassen würde. So wunderbar Jesus war und Seine Botschaft, sie sollten damit rechnen, abgelehnt zu werden, als Jesus ging, genauso wie sie oft abgelehnt wurden, während Jesus bei ihnen war.
Die Jünger, zu denen Jesus in dieser Nacht sprach, würden den Hass der Welt kennen. Sie wurden verfolgt und alle starben als Märtyrer im Namen Jesu, außer Johannes – den sie zu töten versuchten, aber wie durch ein Wunder wollte er nicht durch ihre Hand sterben.
Frage: Wie gehst du mit Ablehnung um und welche innere Stärke kannst du aus deinem Glauben oder deiner spirituellen Überzeugung schöpfen?
Wenn euch die Welt hasst
Wenn Johannes in seinem Evangelium von der Welt spricht, meint er damit jene Haltung und Sichtweise, die diese Erde zu ihrem letzten Ziel und zur einzigen existierenden Realität erklärt.
Deshalb versucht die Welt, den Sinn des Lebens im Erfolg, im Vergnügen, im Geld, in der Macht zu finden, da ja mit dem Tod alles aufzuhören scheint.
Das ist der Grund, warum die Welt die Jünger Christi nicht versteht und sie hasst, denn sie denken anders. Sie lieben selbst im Leiden noch und finden darin Erfüllung, mit dem Blick auf Christus.
Sie sind Menschen des ewigen Lebens, die alle Menschen lieben wollen, weil sie Gott in ihnen erkennen.
Andres Poblete
Frage: Welche Haltung oder Sichtweise in meinem Leben lässt mich die Gegenwart Gottes erkennen, auch wenn die Welt andere Maßstäbe setzt?
Die Welt hat mich zuerst gehasst
Dies ist die unglaubliche Geschichte der Evangelien. Christus kam, und die Menschheit war gegen ihn.
Und als die Geschichte Christi in den Evangelien voranschreitet, werden die Kräfte des Widerstands immer stärker: Die Gefahren nehmen mit jeder Seite im Evangelium zu.
Dies war wirklich eine schwere Last für Christus, vergleichbar vielleicht mit der Last von Eltern, deren Kinder sich gegen sie wenden.
Vielleicht fühle ich diese Last auch. Vielleicht erfahre auch ich manchmal diese Ablehnung von Menschen, die ich liebe oder von denen, die nicht glauben wollen.
Patrick Langan
Frage: Wo in meinem Leben spüre ich Ablehnung, und wie kann ich lernen, diese Last mit Mitgefühl und innerer Stärke zu tragen?
Joh 15, 19 Nicht von der Welt
Joh 15,19: Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Viele sind berufen, aber wenige auserwählt
Herr, ich möchte zu denen gehören, die würdig waren, um deinetwillen etwas zu erleiden.
Wie viele Gelegenheiten bieten sich jeden Tag, sich für dich einzusetzen, gut über die zu sprechen, die mir Unrecht tun, und Liebe zu säen, wo Streit ist.
Ich bitte dich, Herr, lass mich für den Glauben an deinen Namen einstehen und mit Freuden ein Zeichen des Widerspruchs sein in einer Welt, die weder dich noch deine Werke kennt.
Alex Yeung
Frage: Wo in meinem Alltag könnte ich heute ein Zeichen der Liebe und des Glaubens setzen, auch wenn es gegen den Strom geht?
Joh 15, 20 Verfolgung wie der Herr
Joh 15,20: Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben.
Nicht größer
Wenn die Welt Jesus verfolgt hat, um wie viel mehr wird sie dann auch mich verfolgen, wenn ich die Botschaft Jesu ernst nehme und lebe?
Aber ich bin dazu da, um Jesus nachzuahmen – das will ich. Dazu habe ich mich ja entschieden, und Opfer wird notwendig sein, so wie es in jeder Beziehung aus echter Liebe ist.
Und dieses Opfer will ich annehmen, es umarmen und von ganzem Herzen und mit Freude tragen. Wie die Apostel will ich auch froh sein, wenn ich für den Namen Jesu leide.
Mario Ciaston
Frage: Welche Schritte kann ich heute gehen, um Jesus in meinem Alltag bewusster nachzuahmen und Opfer mit Freude anzunehmen?
Gebet: Herr, ich weiß, dass ich nicht größer bin als du. Wenn du so viel gelitten hast aus Liebe zu mir, werde auch ich die mir gegebene Sendung nicht ohne Leiden, ohne Schmerz und ohne Opfer erfüllen können. Doch ich brauche keine Angst zu haben, ich habe keine Furcht, denn du bist bei mir. Du gibst mir die Stärke, all das hinzunehmen, was mich auf meinem Weg erwartet. Und nicht nur das, du gibst mir sogar noch tiefen Frieden und Freude in deiner Liebe und Güte. Ich weiß, die Ernte wird groß sein, und eines Tages werde ich all die Opfer verstehen und ihren Sinn und Wert erkennen. Hilf mir bitte auf diesem Weg, und lass mich deine Nähe jeden Tag aufs Neue erfahren. Danke, mein bester Freund.
Joh 15, 21 Unkenntnis Gottes
Joh 15,21: Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
Um meines Namens willen
In diesem Vers spricht Jesus über die Verfolgung seiner Jünger. Er macht deutlich, dass diese Leiden nicht aus persönlichem Hass gegen die Jünger entstehen, sondern weil sie zu ihm gehören. Die Welt lehnt sie ab, weil sie Christus ablehnt und den Vater nicht kennt.
Damit zeigt Jesus, dass die Verfolgung ein Zeichen der Zugehörigkeit zu ihm ist. Gleichzeitig erinnert er daran, dass die eigentliche Ursache dieser Feindschaft die Unkenntnis Gottes ist.
Dieser Vers ermutigt Christen, trotz Widerstand standhaft zu bleiben und auf Gottes Beistand zu vertrauen. Er ruft dazu auf, sich nicht von Ablehnung entmutigen zu lassen, sondern treu im Glauben zu bleiben.
Frage: Wie spüre ich in meinem eigenen Leben Gottes Nähe, selbst wenn ich Ablehnung oder Widerstand erfahre?
Joh 15, 22 Keine Entschuldigung für Sünde
Joh 15,22: Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde.
So hätten sie keine Sünde
Jesus spricht hier über die Verantwortung der Menschen gegenüber der Offenbarung Gottes. Er betont, dass seine Worte und Taten die Wahrheit offenbaren.
Weil er gepredigt und Wunder gewirkt hat, können die Menschen nicht mehr behaupten, sie hätten Gottes Willen nicht gekannt. Diese Aussage zeigt, dass Erkenntnis eine Verantwortung mit sich bringt.
Wer das Evangelium hört, ist dazu aufgerufen, darauf zu reagieren. Wer es ablehnt, macht sich bewusst schuldig.
Jesus macht deutlich, dass seine Gegenwart und Lehre die Sünde der Ablehnung offenbaren. Ohne sein Kommen hätten die Menschen eine gewisse Unwissenheit gehabt, doch nun gibt es keine Entschuldigung mehr.
Frage: Wie reagierst du persönlich auf die Erkenntnis, dass Wahrheit Verantwortung mit sich bringt, und welche Schritte könntest du gehen, um ihr in deinem Leben gerecht zu werden?
Joh 15, 23 Hass auf den Vater
Joh 15,23: Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater.
Tiefe Einheit
Jesus spricht hier von der tiefen Einheit zwischen ihm und dem Vater. Wer ihn ablehnt, lehnt zugleich Gott selbst ab. Dies richtet sich besonders an diejenigen, die seine göttliche Sendung nicht anerkennen. Die Aussage verdeutlicht die Konsequenz der Entscheidung für oder gegen Christus.
Joh 15, 24 Trotz Wunder: Hass
Joh 15,24: Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater.
Joh 15, 25 Grundloser Hass erfüllt
Joh 15,25: Doch dies geschieht, damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: »Sie hassen mich ohne Ursache.
Bezug auf Psalmen
Diese Aussage Jesu bezieht sich auf das Leid und die Ablehnung, die er von der Welt erfährt. Er zitiert Psalm 35,19 und Psalm 69,5, um zu zeigen, dass seine Verwerfung durch die Menschen schon im Alten Testament vorausgesagt wurde. „Ohne Grund gehasst“ betont die Ungerechtigkeit dieses Hasses: Jesus tat nur Gutes, doch wurde er dennoch verachtet.
Joh 15, 26 Zeugnis des Trösters
Joh 15,26: Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben.
Der Beistand
Jesus versprach den Jüngern seinen Beistand, und somit gilt dieser Beistand auch uns.
Es ist manchmal gut zu wissen, dass man jemanden hat, der einem beisteht, einem den Rücken stärkt, an dessen Schulter man sich anlehnen kann, der sich bei Bedarf auch schützend vor einen stellt.
Wie bewusst nehme ich diesen Beistand, der mir ja in der Taufe und vielleicht sogar schon in der Firmung verliehen wurde, in Anspruch?
Frage: In welchen Momenten meines Lebens spüre ich diesen Beistand am stärksten, und wie kann ich ihn noch bewusster wahrnehmen?
Geist der Wahrheit
Der Geist Gottes, der Heilige Geist, die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, hat viele Eigenschaften. Eine von diesen ist, dass er der Geist der Wahrheit ist, derjenige, der Lügen aufdeckt – in meinem Leben, aber auch in meinem Umfeld.
Er ist derjenige, der mir zeigt, wer Gott ist. Alle Lügen über Gott schmelzen in dem Licht des Geistes der Wahrheit dahin. Aber nur wenn ich erlaube, dass der Heilige Geist in mein Herz eintritt und mich erfüllt: „Komm in mein Herz, lass mich Gott durch dein Licht der Wahrheit sehen, und nimm alle Lügen aus meinem Herzen.
Mario Ciastoń
Frage: Welche Lügen in meinem eigenen Herzen würde ich gerne vom Licht der Wahrheit des Heiligen Geistes verwandeln lassen?
Andacht von Papst Franziskus
Mit diesen Worten verspricht Jesus den Jüngern den Heiligen Geist, die endgültige Gabe, die Gabe der Gaben. Er verwendet dabei einen besonderen, einen geheimnisvollen Ausdruck: Paraklet – Beistand. Gehen wir heute etwas auf dieses Wort ein, das nicht einfach zu übersetzen ist, weil es mehrere Bedeutungen enthält. Paraklet bedeutet im Wesentlichen zwei Dinge: Tröster und Anwalt.
Der Paraklet ist der Tröster
Die Tröstungen der Welt sind wie Betäubungsmittel. Sie bewirken eine kurzzeitige Erleichterung, aber sie heilen nicht das tieferliegende Übel, das wir in uns tragen. Sie lenken ab und schaffen ein gutes Gefühl, doch sie heilen nicht von der Wurzel her.
Sie wirken an der Oberfläche, auf der Ebene der Sinne, und schwerlich auf der des Herzens. Denn nur derjenige, der uns zeigt, dass wir geliebt sind, so wie wir sind, gibt dem Herzen Frieden.
Eben dies tut der Heilige Geist, die Liebe Gottes: Er steigt in uns hinab, als Geist wirkt er in unserem Geist. Er füllt Herz und Angesicht, er ist der Gast, der Herz und Sinn erfreut. Er ist die Zärtlichkeit Gottes, der uns nicht allein lässt; denn bei jemandem zu sein, der alleine ist, vermittelt bereits einen gewissen Trost.
Frage: Wie spüre ich die Gegenwart des Heiligen Geistes in meinem eigenen Leben und in welchen Momenten öffnet sich mein Herz am meisten für diese innere Liebe?
Der Paraklet ist auch der Anwalt
Zur Zeit Jesu übte der Anwalt seine Funktion nicht so aus wie heute. Er sprach nicht anstelle des Angeklagten, sondern stand meist neben ihm und flüsterte ihm die Argumente zur Verteidigung ins Ohr.
Ähnlich wirkt auch der Beistand, „der Geist der Wahrheit“ (V. 26). Er tritt nicht an unsere Stelle, sondern schützt uns vor der Falschheit des Bösen, indem er uns Gedanken und Gefühle eingibt. Dies geschieht sanft und ohne Zwang: Er bietet seine Hilfe an, drängt sich aber nicht auf.
Frage: Wie offen bist du dafür, die sanften Impulse der Wahrheit in deinem Leben wahrzunehmen, ohne dass du dich dazu gedrängt fühlst?
Joh 15, 27 Zeugnis der Jünger
Joh 15,27: Auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.
Zeugnis geben
Die Jünger wurden nicht in der Welt gelassen, nur um den Hass der Welt zu ertragen. Ermächtigt durch den Helfer und sein Zeugnis über Jesus, werden sie Zeugnis ablegen, wer Jesus ist und was er getan hat, um die Welt zu retten.
Was bedeutet es, Zeugnis für Christus zu geben? Es bedeutet einfach, in Übereinstimmung mit dem Evangelium zu leben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (Mt 22,37–39).
Der Christ ist dazu aufgerufen, seinem Nächsten und der Gesellschaft zu dienen, die Würde jedes Menschen zu fördern und zu unterstützen, die Menschenrechte zu achten, zu verteidigen und für sie einzutreten, Baumeister eines dauerhaften und echten Friedens zu sein, der auf Brüderlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit gegründet ist. Johannes Paul II
Frage: Wie kann ich in meinem Alltag Zeugnis für Liebe, Gerechtigkeit und Frieden ablegen, so dass es sowohl mein Herz als auch die Welt berührt?
Unser Zeugnis
Der Heilige Geist ist der Beistand, der Zeugnis ablegt für Jesus und uns dazu befähigt, dasselbe zu tun.
Wer von uns outet sich schon gerne als ein Mensch, der an Jesus glaubt und ihn liebt? Wer von unseren Kollegen, unseren Nachbarn, unseren Freunden weiß denn von unserem Glauben?
Immer wieder ergibt sich vielleicht doch die Gelegenheit, Zeugnis abzulegen, aber fühlen wir uns nicht meistens eher überfordert, wenn wir den bohrenden Fragen und dem Spott der Mitmenschen Rede und Antwort stehen müssen?
Ein echtes Zeugnis für Jesus können wir wohl kaum aus eigener Kraft ablegen. Die Wirksamkeit und Fruchtbarkeit unseres Zeugnisses ist vor allem ein Geschenk des Heiligen Geistes.
Legen wir, wenn wir Zeugnis geben, unsere Ängste und unser schlechtes Gewissen ab, damit sie uns nicht quälen. Machen wir den Heiligen Geist zum Protagonisten unseres Zeugnisses. Er soll die Umstände so fügen, dass unser Zeugnis fruchtbar wird. Er soll uns eingeben, wann wir schweigen und wann wir reden sollen.
Georg Rota
Frage: Wo in meinem Alltag kann ich dem Heiligen Geist Raum geben, damit mein Zeugnis für Jesus auf natürliche und fruchtbare Weise sichtbar wird?
Zeuge werden
In seiner Enzyklika Deus caritas est sagte uns Papst Benedikt XVI.: "Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschluss oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt."
Ja, diese Begegnung mit dem lebendigen Gott macht uns zu Zeugen der schönsten und wichtigsten Botschaft, welcher der Mensch heute mehr denn je bedarf: Gott ist uns nah, er ist gut, er versteht uns, er ist barmherzig, er hat sich begreifbar gemacht und er sucht uns, bis er uns findet.
Um ein Zeuge Jesu zu sein, muss ich nicht Theologie studiert haben, ich muss nur bei ihm verweilen. Wer Zeit mit Jesus verbringt – im Gebet, im Lesen und Betrachten des Evangeliums, in der Anbetung oder im stillen Verweilen am Fuß eines Kreuzes – den formt diese Begegnung langsam, aber sicher um: er wird gütiger, liebender und dienender und wird damit zum lebendigen Zeugnis der verborgenen Gegenwart Gottes in der Welt.
Paul Habsburg
Frage: Wie könnte die bewusste Zeit mit Gott heute mein Herz und meine Sicht auf die Menschen um mich herum verändern?
Häufige Fragen zu Joh 15, 18-27
Was bedeutet Joh 15, 18-27?
Dieser Abschnitt bereitet die Jünger auf den Hass und die Verfolgung durch die Gott abgewandte Welt vor. Das Geschehen erklärt die Ursache dieser feindseligen Haltung aus der Erwählung der Jünger heraus, zeigt die Schuld der Welt angesichts der abgelehnten Offenbarung Jesu auf und verheißt den Beistand des Heiligen Geistes für das Zeugnis der Gemeinde.
Warum zieht die Nachfolge Jesu nach seinen Worten den Hass der Welt auf sich?
Jesus erklärt, dass die Welt das Seine lieben würde, wenn die Jünger von der Welt wären. Weil sie aber nicht von der Welt sind, sondern er sie aus der Welt erwählt hat, darum hasst sie die Welt und verfolgt sie ebenso, wie sie zuvor ihren Herrn verfolgt hat.
Welchen Zusammenhang stellt Jesus zwischen dem Hass auf die Jünger und der Haltung gegenüber dem Vater her?
Jesus stellt klar, dass alle Angriffe um seines Namens willen geschehen, weil die Verfolger den nicht kennen, der ihn gesandt hat. Er betont die unlösbare Einheit zwischen Sohn und Vater: Wer ihn hasst, der hasst auch seinen Vater.
Warum ist die Ablehnung Jesu durch die Welt nach seinen Worten ohne Entschuldigung?
Die Welt hätte keine Sünde, wenn Jesus nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet sowie Werke getan hätte, die kein anderer getan hat. Da die Menschen seine Worte gehört und seine Taten gesehen haben und ihn dennoch hassen, ist ihr Unglaube unentschuldbar und erfüllt das Wort ihres Gesetzes: „Sie haben mich ohne Ursache gehasst.“
Welche Rolle weist Jesus dem Geist der Wahrheit und seinen Jüngern in dieser feindseligen Welt zu?
Wenn der Beistand kommt, den Jesus vom Vater senden wird – der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht –, wird dieser Zeugnis für Jesus ablegen. Zugleich sollen auch die Jünger Zeugnis ablegen, weil sie von Anfang an bei ihm gewesen sind.
Joh 15, 9-17 Bleibt in meiner Liebe
Joh 16,1-4 Warnung vor Verfolgung