Joh 8, 1-11:
Auslegung und Andacht
Jesus und die Ehebrecherin
Inhaltsverzeichnis
Joh 8, 1 Gang zum Ölberg
Joh 8,1: Jesus aber ging an den Ölberg.
Zum Ölberg
Der Ölberg war ein Ort des Gebets und der Stille für Jesus. Er zog sich oft dorthin zurück, um mit dem Vater zu kommunizieren (vgl. Lk 22,39).
Diese Szene zeigt seine enge Verbindung zu Gott und seine geistliche Vorbereitung. Der Kontrast zwischen der Stille des Ölbergs und dem Tumult im Tempel, wo Jesus später eine Frau vor der Steinigung rettet, ist bedeutend.
Es wird sichtbar, dass Jesus nicht aus impulsiven Reaktionen handelte, sondern aus einer tiefen inneren Beziehung zu Gott. Seine Weisheit und Barmherzigkeit entspringen dieser innigen Gemeinschaft, die er in der Einsamkeit suchte.
Frage: Wie kann ich Momente der Stille in meinem Leben bewusst nutzen, um meine Verbindung zu Gott und zu mir selbst zu vertiefen?
Joh 8, 2 Lehre im Tempel
Joh 8,2: Und früh am Morgen kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
Lehre am frühen Morgen
Und in der Dämmerung kam er wieder in den Tempel, um nämlich anzudeuten, daß die Barmherzigkeit mit dem beginnenden Lichte des neuen Testamentes den Gläubigen, nämlich in seinem Tempel, verliehen werde.
Denn daß er bei der Dämmerung zurückkehrte, bezeichnet den Beginn der neuen Gnade.
Goldene Perle
Frage: Welche kleinen Momente in deinem Leben könnten das Licht einer neuen Gnade für dich eröffnen?
Das Sitzen Jesus
Das Sitzen bezeichnet die Demut der Menschwerdung. Da nun der Herr sich setzte, kam das Volk zu ihm, weil viele, als er durch die angenommene Menschheit sichtbar erschien, anfingen, ihn zu hören und an ihn zu glauben, denn sie erkannten in ihm die menschliche Natur, die ihnen selbst vertraut war.
Goldene Perle
Frage: Wie kannst du im Alltag die Demut der Menschwerdung in deinem eigenen Leben wahrnehmen und leben?
Joh 8, 3-4 Die Ehebrecherin
Joh 8,3: Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte.
Anklage in der Öffentlichkeit
Sie taten dies, wie Jesus es öffentlich in den Tempelhöfen lehrte. Sie wollten dies so öffentlich wie möglich machen, um sowohl die Frau als auch Jesus in Verlegenheit zu bringen. Alles deutet darauf hin, dass ihre Ankläger eine besondere Rachsucht gegen sie hegten.
Das zeigt sich auch darin, dass sie die Frau öffentlich mitgebracht haben. Dazu bestand keine Notwendigkeit. Sie hätte in Gewahrsam gehalten werden können, während der Fall an Jesus verwiesen wurde.
Sie betrachteten diese Frau überhaupt nicht als Person; sie betrachteten sie nur als ein Ding, ein Instrument, mit dem sie eine Anklage gegen Jesus formulieren konnten.
Frage: In welchen Situationen neige ich dazu, Menschen eher als Mittel zum Zweck zu sehen, statt ihre eigene Würde wahrzunehmen?
Joh 8:4: und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
Joh 8, 5 Gesetz des Mose
Joh 8:5: Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du?
Die Frau
Hier eine Frau: die einer großen Sünde beschuldigt worden war. Sie wurde beim Ehebruch erwischt. Nach dem Gesetz hätte sie gesteinigt werden müssen. Die Frau steht für den sündigen Menschen.
Die Ankläger
Dann die Ankläger: sie richten und verurteilen. Tun wir das nicht ebenso sehr oft. Doch alles Negative, das wir im anderen entdecken, wirft ein Licht auf das Dunkle in uns selbst. Erst wenn wir aufhören, einander zu verurteilen, wird ein neues Miteinander möglich.
Jesus
Zuletzt Jesus: der, obwohl er ohne Sünde war, die Sünden der ganzen Welt, unsere Sünden auf sich geladen hat.
Nun, was sagst du, Meister?
Jesus lehrt das Volk. Wahrscheinlich spricht er unter anderem über die Barmherzigkeit, die Nächstenliebe, über die Liebe Gottes zu uns Menschen.
Für die Schriftgelehrten und Pharisäer klingt es, als ob er das Gesetz weichspülen wollte. Was für ein liberaler Typ! Man muss sich doch immer an die Regeln halten.
Zunächst bringen sie ihm die auf frischer Tat ertappte Ehebrecherin, um zu zeigen, dass Gesetzestreue und Barmherzigkeit nicht immer miteinander zu vereinbaren sind. "Mose hat uns vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?"
Ich könnte mir auch selbst die Frage stellen: Sehe ich einen Konflikt zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit?
Eva Gloserová
Frage: Wo in meinem Leben könnte ich Barmherzigkeit üben, selbst wenn die Regeln oder Erwartungen es scheinbar verhindern?
Joh 8, 6 Jesus schreibt im Sand
Joh 8,6: Sie fragten dies, um Jesus auf die Probe zu stellen und ihn dann anklagen zu können.
Eine Falle
Diese Geschichte gehört zu den Höhepunkten des Evangeliums. Sie zeigt auf eindrückliche Weise die ganze Bedeutung dessen, was Jesus gebracht hat. Ganz deutlich wird seine Denkart und seine Geistigkeit sichtbar.
Im Mittelpunkt steht eine Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern. Eine Frau wurde beim Ehebruch ertappt. Nach dem Gesetz drohte ihr der Tod durch Steinigung.
Die Ankläger kannten jedoch Jesus’ Barmherzigkeit und seine Liebe zu den Sündern. Wenn er sich für die Frau aussprechen würde, hätte er gegen das Gesetz des Moses gehandelt. Ihre Anfrage war nicht ehrlich gemeint, sondern eine hinterlistige Falle.
Frage: Wie kannst du in deinem eigenen Leben Barmherzigkeit und Gerechtigkeit miteinander in Einklang bringen?
Joh 8,6: Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Das Bücken Jesus
Dies kann als handelnder Hinweis Jesus gedeutet werden, was wir zu tun haben, wenn in uns der Richtergeist aufkommt.
Jesus bückt sich zur Erde. Erde sind wir und daher kehren wir zurück. Das sollte uns demütig machen und unsere eigene Menschlichkeit betrachten lassen.
Wenn du also am anderen Menschen ein Verhalten wahrnimmst, das du für nicht gut heißt, dann verurteile nicht blindlings, sondern halte inne. Kehre vielmehr in Demut zu deinem Menschsein, bücke dich zur Erde hin und erkenne, dass du unter bestimmten Umständen sicher ebenso handeln würdest.
Frage: In welchen Momenten könntest du innehalten und bewusst deine eigene Menschlichkeit in Beziehung zu anderen wahrnehmen?
Identifizierung mit der Frau
Gebeugt ist eine tiefe Haltung, die sich mit der Demütigung der Frau identifiziert. Jesus tat, was er konnte, um sich mit dieser Frau zu identifizieren, sich um sie zu kümmern und die Verlegenheit dieser Frau zu lindern.
Man könnte sagen, diese Geschichte veranschaulicht das große Problem: Wie kann Gott dem Sünder Liebe und Gnade erweisen, ohne ungerecht zu sein, ohne sein eigenes Gesetz zu brechen? Er tut dies, indem er sich zuerst mit dem Sünder in seinem niederen Zustand identifiziert.
Frage: In welchen Momenten meines Lebens könnte ich lernen, mich mit den Verletzungen und Schamgefühlen anderer auf diese Weise zu verbinden?
Schreiben auf die Erde
Was ferner die Geschichte anlangt, so bezeichnete er sich dadurch, daß er mit dem Finger auf die Erde schrieb, vielleicht als den, welcher einst das Gesetz auf den Stein schrieb. Goldene Perle
Joh 8, 7 Wer ohne Sünde ist
Joh 8,7: Als sie nicht lockerließen, richtete er sich auf und sagte: Wer von euch noch nie gesündigt hat, soll den ersten Stein auf sie werfen!
Für dein Leben
- Vergebung zeigen: Du kannst nicht immer urteilen, ohne dich selbst zu hinterfragen. Erinnere dich daran, dass du genauso auf Vergebung angewiesen bist.
- Selbstreflexion: Sei ehrlich mit dir selbst und überlege, ob du in einer ähnlichen Situation Gnade zeigen würdest. Die Verantwortung für dein Handeln liegt bei dir.
Hier ist der erste Höhepunkt des Geschehens
Kein Wort von Jesus spricht diese Tatsache so entschieden aus: Alle sind Sünder! Es gibt kein Leben ohne Schuld. Jeder wird darauf gestoßen, bei sich selbst zu schauen, bei sich selbst wahrzunehmen, welche Schwachpunkte es da gibt.
Unser Blick und unser Denken ist so häufig beim Anderen und dessen Fehlverhalten. Wenn wir mit dem Blick Jesu die Menschen sehen lernten, würden wir weniger richten, aber mehr aufrichten, weniger wegschauen, sondern mehr hinschauen, weniger verurteilen, aber mehr mit den Augen der Liebe und des Erbarmens den Menschen bei uns und auf der weiten Welt unser Ansehen schenken.
Frage: Wie könnte mein Blick auf mich selbst und auf andere liebevoller und mit mehr Mitgefühl sein?
Das zerknirschte Herz
Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Jesu Urteil trifft alle Anwesenden ins Herz. Jeder weiß um seine eigene Schwachheit, weiß, wie oft er selbst gegen die Gebote Gottes verstößt.
Jesus eröffnet uns damit eine neue Perspektive auf uns selbst: Er macht uns fähig, zuerst den Balken in unserem eigenen Auge zu erkennen. Die Zerknirschung des Herzens ist der erste Schritt, um die göttliche Barmherzigkeit erfahren zu können: "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige nicht mehr."
Jesus bringt es zuwege, so Recht zu sprechen, dass die Barmherzigkeit siegt und alle Anwesenden sich als Sünder erkennen. Wenn Gott urteilt, richtet er nicht zugrunde, sondern er bringt alle zur Raison, richtet auf und schenkt neue Hoffnung.
Georg Rota
Frage: In welchen Momenten erkenne ich in mir selbst die Notwendigkeit von Barmherzigkeit, und wie kann ich diese auch anderen schenken?
Joh 8, 8 Erneutes Schreiben
Joh 8,8: Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter auf die Erde.
Deutung
Einige Deutungen sehen darin ein Zeichen göttlicher Geduld, andere verweisen auf Jeremia 17,13, wo es heißt, dass die Namen derer, die Gott verlassen, in die Erde geschrieben werden. Möglich ist auch, dass Jesus die Sünden der Ankläger aufschrieb.
Joh 8, 9 Rückzug der Ankläger
Joh 8,9: Als sie aber das hörten, gingen sie— von ihrem Gewissen überführt— einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus wurde allein gelassen, und die Frau, die in der Mitte stand.
Sie gehen weg
Sie weichen der Frage und damit dem Fragenden aus. So verharren sie in ihrer Starrheit und der eigenen Meinung.
Lasst uns nie verlernen, uns und unsere häufig so verfestigte Sicht der Dinge in Frage zu stellen. Die Bibel ist keine Gebrauchsanweisung für das Leben, sondern die Bibel gelesen, stellt immer wieder Fragen an uns.
Wer diesen Fragen nicht ausweicht, findet das Tor zum Leben. Indem wir uns in Frage stellen und kritikfähig bleiben, stoßen wir auf die Wahrheit. In diesem konkreten Ereignis mit der Ehebrecherin zeigt sich die Wahrheit, dass wirklich keiner ohne Sünde ist und wir daher stets voll Milde und Sanftmut mit den Schwächen des anderen umgehen sollten.
Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen. Helmut Schmidt
Frage: Welche festen Überzeugungen könnte ich heute liebevoll hinterfragen, um mehr Mitgefühl und Verständnis in meinem Leben zu kultivieren?
Joh 8, 10 Wo sind sie?
Joh 8:10: Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt?
Das Geschehen kommt nun zu seinem zweiten Höhepunkt
Es beginnt ein kurzes und ergreifendes Gespräch zwischen Jesus und der Sünderin.
Eine Frau, die einer großen Sünde beschuldigt worden war, und Er, der, obwohl er ohne Sünde war, die Sünden der ganzen Welt, unsere Sünden auf sich geladen hat.
So groß unsere Armseligkeiten und Gebrechen auch sein und gewesen sein mögen, sie dürfen uns gewiss nicht entmutigen.
Aber ihre Wirkung muss sein, dass wir uns demütigen und in die Arme der göttlichen Barmherzigkeit werfen.
Frage: Wie kann ich in meinem eigenen Leben lernen, Schwächen und Fehler nicht zu verdrängen, sondern sie als Weg zur inneren Heilung und göttlichen Nähe zu sehen?
Joh 8, 11 Keine Verurteilung
Joh 8,11: Nein, Herr, antwortete sie. Ich verurteile dich auch nicht, entgegnete ihr Jesus.
Für dein Leben
- Vergebung ist der Schlüssel: Du bist nicht perfekt und machst Fehler. Doch Gott vergibt dir, genau wie Jesus der Frau vergeben hat. Vertraue darauf, dass du immer wieder neu anfangen kannst.
- Leben ohne Verurteilung: Sei nicht schnell im Urteil über andere. Jeder hat seine Geschichte und seine Kämpfe. Lass dich von Jesus dazu anregen, mit Liebe und Verständnis zu begegnen, statt zu verurteilen.
Jesus und die Frau sind nun allein unter sich
Augustinus kommentiert dies so: Die Erbarmenswerte steht der Barmherzigkeit gegenüber.
Die Ehebrecherin erfährt bedingungslose Vergebung. Durch Jesus erfährt sie die barmherzige Liebe Gottes. Jesus eröffnet ihr eine neue Zukunft.
Jesus fragt nicht nach begangenen Sünden. Er setzt stillschweigend voraus, dass die Frau aus Herzensantrieb von heute an ein anderes, ein neues Leben beginnen wird.
Dass gerade die Verlorenen Verständnis, Güte und Erbarmen brauchen, das war es, was Jesus mit seinem Leben sagen, zeigen und bringen wollte. Darin folgen wir ihm nach.
Über allem Vergangenen steht Gottes Güte und Gottes Vergebung. Dietrich Bonhoeffer
Frage: In welchen Bereichen deines Lebens könntest du heute der barmherzigen Liebe und dem Verständnis folgen, die Jesus der Ehebrecherin gezeigt hat?
Andacht von Charles de Foucauld
Verurteilen wir nicht. Ahmen wir unseren Herrn nach.
Wenn wir aus Pflicht den Auftrag zum Richten und zum Verurteilen haben, sollen wir es im Gehorsam gegenüber Gott tun, mit Bewusstheit, Klugheit und im Gebet zu Ihm. Er möge uns erleuchten und nicht zulassen, dass wir Böses tun.
Und falls wir es doch tun, möge Er es korrigieren, mit Demut und Sanftmut richtigstellen, indem wir an unsere eigenen Sünden denken.
Frage: Wie kann ich im Alltag bewusster handeln, um Gottes Licht in meinen Entscheidungen wirken zu lassen?
Joh 8,11: Du kannst gehen, aber sündige nun nicht mehr!
Nach der Vergebung erfolgt die Aufforderung, nicht mehr zu sündigen.
Jesus nennt das, was die Frau getan hat, nicht gut. Es war Sünde, doch Jesus verharrt nicht in Vorwürfen. Er fordert sie vielmehr nachdrücklich auf, die Sünde zu meiden.
Jesu Sündenvergebung ruft die Umkehr hervor, nicht umgekehrt. Gottes Liebe ist reines Entgegenkommen. Sie ist stets zuvorkommend, eine Liebe, die die Liebe des Menschen weckt und hervorruft.
Es ist eine Liebe, die den Menschen in seiner tiefsten, innersten Schicht erreichen möchte, um dann aus einem absoluten Wissen: „Ich bin von Gott geliebt und angenommen“ die Umkehr zum Gott der Liebe und zu einem neuen Leben zu bewirken.
Augustinus: Der Herr verurteilt die Sünde, nicht den Sünder. Hätte er nämlich die Sünde geduldet, hätte er gesagt: Auch ich verurteile dich nicht, geh, lebe, wie du willst.
Frage: In welchen Momenten habe ich Gottes Liebe bereits gespürt, und wie könnte dieses Bewusstsein meine Entscheidungen und mein Leben verändern?
Häufige Fragen zu Joh 8, 1-11
Was bedeutet Joh 8, 1-11?
Dieser Abschnitt schildert die Konfrontation Jesu mit den Schriftgelehrten und Pharisäern am Beispiel einer beim Ehebruch betroffenen Frau. Das Geschehen entlarvt die Heuchelei der Ankläger, offenbart Jesu göttliche Weisheit und Barmherzigkeit und richtet den Maßstab des Gerichts neu aus, indem Sünde vergeben, aber nicht verharmlost wird.
In welche Falle wollen die Schriftgelehrten und Pharisäer Jesus mit der Ehebrecherin locken?
Die Ankläger bringen eine Frau zu Jesus, die beim Ehebruch auf frischer Tat betroffen wurde, stellen sie in die Mitte und verweisen darauf, dass Mose im Gesetz die Steinigung solcher Frauen geboten hat. Sie stellen ihm die Frage, was er dazu sage, um ihn zu versuchen und einen Anklagegrund gegen ihn zu finden.
Wie reagiert Jesus zunächst auf die Bohrenden Fragen der Ankläger?
Jesus bückt sich unverzüglich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde, ohne den Anklägern sofort eine mündliche Antwort zu geben. Als sie jedoch nicht aufhören, ihn zu fragen, richtet er sich auf und spricht den entscheidenden Satz zu ihnen.
Mit welchen Worten wendet Jesus das Urteil ab und was geschieht daraufhin mit den Anklägern?
Jesus sagt zu den Anklägern: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“, und bückt sich wieder nieder, um auf die Erde zu schreiben. Von diesem Wort im Gewissen getroffen, gehen die Ankläger einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten, bis Jesus allein mit der Frau in der Mitte zurückbleibt.
Welchen Zuspruch und welchen Auftrag erteilt Jesus der Frau am Ende?
Als Jesus sich aufrichtet und sieht, dass niemand mehr da ist um die Frau zu verurteilen, fragt er sie, ob sie niemand verurteilt habe, was sie verneint. Daraufhin erklärt Jesus: „So verurteile ich dich auch nicht; geh hin und sündige von nun an nicht mehr!“
Joh 7, 32-53 Versuch, Jesus zu verhaften
Joh 8, 12-20 Jesus, das Licht der Welt