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Tugend der Hilfsbereitschaft

Gerne helfen

Gebt jedoch nicht widerwillig oder unter Zwang, denn Gott liebt den Menschen, der gerne gibt. 2. Kor 9,7

Die Art, wie man hilft, bedeutet mehr, als was man hilft. Durch zähneknirschendes Helfen können wir Gott weder beeindrucken noch erfreuen. Es geht um die richtige Herzenseinstellung. „Wer mit Freuden gibt, gibt am meisten.“ (Mutter Theresa) Helfen ist eine Sache des Herzens. Ich achte darauf, nicht aus Pflichtgefühl zu helfen, um ja ein guter Christ zu sein, sondern zu helfen mit einem geöffneten Herzen. Wenn es dir einmal schwerfällt, jemandem einen Dienst zu erweisen, erinnere dich daran, dass dieser Mensch ein Kind Gottes ist. Zuletzt: der Gegenpol darf nicht fehlen: Dankbarkeit für die Hilfe Gottes, die wir schon so maßlos empfangen durften. Nur wer empfängt, kann auch helfend geben.

Liebe Christi drängt uns

Die Liebe Christi drängt uns. 2 Kor 5, 14

Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade so auch ihm selber geholfen wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: ,,Unnütze Knechte sind wir’’ (Lk 17, 10). Denn er erkennt, daß er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, daß er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Benedikt XVI

Tatkräftige Liebe

Ihr unterdrückt die Hilflosen und knechtet die Armen. Amos 4:1

Das Christentum besteht nicht in schönen Worten, es muss tätig, hingebend, aufopfernd geübt werden. Wir sollen unsere Worte durch unser Leben unterstreichen und nicht durchstreichen. Tun wir für unsere Mitmenschen was wir nur können; beten wir für sie und seien wir stets von Herzen hilfsbereit, dann beweisen wir am besten, daß wir sie wirklich von Herzen lieb haben. Eine Liebe, die sich in schönen Worten erschöpft, hat wenig Wert; das ist nicht die Liebe, wie sie der Herr uns erwiesen hat. Die Liebe erfordert oft Anstrengung, Einsatz und Opfer. Sie bedeutet aber auch Freude. Kennt du nicht auch diese innere Freude, wenn du jemanden helfen konntest. So nehmen wir uns immer wieder neu, jeden Tag, der stets neue Situationen dazu bietet, die anspruchsvollen Worte des Auferstandenen zu Herzen: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. (Joh 15:12) und das gerade in den vielen kleinen scheinbar unbedeutenden Situationen, achte heute darauf

Zu großen Taten ist selten Gelegenheit, die kleinen aber begegnen uns zu Hunderten. Herr, lass uns sorgfältig und liebevoll die kleinen Dinge tun. Franz von Sales

Sich für andere interessieren

Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun. Phil 2,4

Gottes Wesen besteht darin, dass er gibt. Für seine Gaben empfinden wir Dankbarkeit. Neben denn so vielen großen Kleinigkeiten ist seine größte Gabe sein Sohn Jesus Christus. Das Geben von Gaben an andere ist ein Ausdruck dieser Dankbarkeit zu Gott für seine Gaben. Daher: Lerne dankbarer stets empfangen und fröhlicher geben. Denn als Ebenbild Gottes sind wir berufen ihm im Geben nach zu folgen. Es geht beim Geben nicht nur um unser Geld, sondern genauso um unsere Zeit, unsere Kraft und im tiefsten Kern um das Geben unser selbst. Die Großzügigkeit in diesem Geben beschreibt ein nicht kalkuliertes Verhalten, das auf keine adäquate Gegenleistung spekuliert. Es bedeutet ein echtes Interesse am Anderen.

Für die Menschen da sein

Jetzt aber seid ihr zu eurem Hirten, dem Hüter eurer Seelen zurückgekehrt. 1. Petrus 2:25

Ein Sehen von Gott her ist ein Sehen der Liebe, das dem anderen helfen will, wirklich er selbst zu werden. Christus ist der Hüter unserer Seelen. Er sieht uns von Gott her. Von Gott her sieht man das Eigentliche, den inneren Menschen. Es geht darum, dass die Seele nicht verkümmert. Jesus als Hüter unserer Seelen ist das Urbild alles Dienens. Nachfolger Christi zu sein bedeutet von da aus: den Standort Christi annehmen. Von seiner Höhe her denken, sehen und handeln. Von ihm her für die Menschen da sein, damit sie das Leben finden.

Gottes Willen tun

Nur der wird leben, der Gottes Willen tut und ihm vertraut. Hab 2:4

Gottes Wille ist es, dass wir uns gegenseitig helfen. Widerstehe beim Helfen der Versuchung der Eitelkeit: Ich will, dass jeder weiß, was ich tue. Ich will Beachtung finden, wenn ich helfe. Prüfe beim Helfen stets dein Herz. Helfe mit unverfälschten Motiven, einem aufrichtigen Herzen und nicht um von Menschen gesehen zu werden. Dann weiß deine linke Hand nicht, was die rechte tut.

Tugend des Helfens

Er vergisst nicht, was ihr getan habt und wie ihr aus Liebe zu ihm anderen Christen geholfen habt und immer noch helft. Heb 6:10

Was für eine Gnade, wenn Gott sich unser bedienen will, um den Seelen zu helfen, die er so innig liebt, für deren Erlösung er so viel gelitten. Das ist eine ganz unvergleichlich hohe Auszeichnung, an der uns außerordentlich viel gelegen sein muß. Dient also eifrig den Seelen, scheut weder Arbeit, noch Mühe, noch Opfer! Für alles wird euch reichlicher Lohn. Aber nicht die Belohnung soll die treibende Kraft sein, sondern der Wunsch, Gott zu gefallen und ihn zu verherrlichen.

Meine Augen, meine Hände, mein Mund sind dein. Diese so traurige Frau mir gegenüber: Hier ist mein Mund, damit du ihr lächelst. Madeleine Delbrêl